Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 21.01.19 12:08
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 134570
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20.02.07 18:45
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54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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134544 Postings ausgeblendet.

19.01.19 18:52
1

54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingRichtig "ergiebige" Bärenmärkte kommen nicht

durch falsche Politik-Entscheidungen* wie jetzt Trumps Theater mit China. Sie kommen vielmehr, weil ein neues Konjunkturtief naht - oder übergeordnet: weil die Wirtschaftsentwicklung seit ewigen Zeiten zyklisch verläuft.

(* Es heißt nicht ohne Grund: "politische Börsen haben kurze Beine")

Wir haben bzw. hatten seit 2009 einen vor allem durch die Notenbanken forcierten Boom, sowohl an der Börsen als auch später in der Wirtschaft. Und Trump versucht seit Amtsantritt, diesen bereits ausgelutschten Boom mit Stimulus (Steuersenkung, Infrastrukturprogramme) am Zyklus-Top (!) noch ein weing länger am Köcheln zu halten.

Dennoch wird die nächste Rezession so sicher kommen wie das Amen in der Kirche. Ein Bärenmarkt mit nachhaltiger, viele Monate andauernder Downdrift (und idealerweise 40 bis 50 % Kursverlust im SP-500) tritt ein, wenn die Gewinne der US-Firmen (welt-)konjunkturbedingt einbrechen

Für ein solches (terminlich längst überfälliges) Szenario könnten Trumps missratene Politi-Aktionen allerdings den Stein der (ersten) Anstoßes liefern.

Voraussetzung für eine weiterhin bärische Entwicklung an den Börsen wäre, dass die aktuell nachweislich schwächer werdenden Impulse der Weltkonjunktur nicht nur eine vorübergehende "Delle" darstellen, sondern Frühwarnsignale für ein neues zyklische Konjunkturtief sind. Was Trump dann macht oder unterlässt, ist gar nicht so wichtig, weil es gegen Konjunkturtiefs kein Patentrezept gibt.

Beweis: Als die Börsen im zweiten Halbjahr 2008 nach der Lehman-Pleite stark eingebrochen waren (SP-500 auf knapp über 1000), steuerte die Fed mit Nullzinsen dagegen und kündigte noch im Herbst QE an. Dies konnte jedoch nicht verhindern, dass der SP-500 im Jahr 2009 weiter fiel und erst im März 2009 beim Stand von ca. 660 einen Boden fand. Es war der faktische Beginn von QE, der dann die Wende nach oben brachte. Die Politikmaßnahmen (Ankündigungen) vom Herbst 2008 konnten den Mahlstrom zumindest vorerst nicht stoppen.

Da kann Trump twittern, bis ihm die Daumen bluten.  

19.01.19 19:30
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54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingPfeifenlümmel # 543

Freddie Mac und Fannie Mae waren bis zur Finanzkrise 2008 halbstaatliche Institutionen, die den Banken praktisch Hypothekenverträge abkauften. Die Banken kamen so aus dem Ausfallrisiko. Halbstaatlich war ein Muss, weil es in einem kapitalistischen Land wie USA keine Staatsbürgschaft für jeden Hauskäufer geben kann/darf/sollte.

Dieser Status änderte sich, als Freddie und Fannie in der US-Hauskrise enorme Verluste schrieben und vom Staat aufgefangen werden mussten. Seitdem sind beide Institute in Staatsbesitz. Dass sie nun regelmäßige Gewinne machen, die sie nach Washington überweisen, dürfte bei den Politikern, wie ja auch du schreibst, zunächst wenig Handlungsbedarf aufkommen lassen ;-)

Die Aktien von Fannie und Freddie sind nach den Zwangsverstaatlichungen nicht mehr an der NYSE gelistet, sondern wanderten auf Bulletin Boards (pink sheet), wo sonst nur wackelige Firmen (oder unliebsame wie das US-ADR von Gazprom) und/oder Altaktien von Chapter-11-Firmen gehandelt werden.

Im Zuge der Verstaatlichung wurden beide Firmen mit 200 Milliarden Staatszuschuss vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt. Hier floss also reichlich Rettungsgeld der US-Steuerzahler. Den privaten Teil der zuvor halbstaatlichen Firmen steuerten zum einen Aktionäre, zum anderen Bondhalter bei. Die Aktionäre verloren - wie es sich für Risikokapital in Krisenzeiten gehört - einen Großteil ihres Einsatzes. Die Charts von Fannie und Freddie bildeten langlaufende L-Böden aus. Die Kursverluste liegen bei über 95 %. Das hat in D. nur die (ebenfalls zwangsverstaatlichte) Commerzbank hinbekommen.

Nach so viel Rettungsgeld vom Steuerzahler wäre es ungerecht, wenn Fannie und Freddie jetzt wieder auf halbstaatlich umgestellt würden und die Staatshilfen letztlich alten oder neuen Aktionären (in Gestalt von Kurssteigerungen) für lau zugute kämen. Gerechter wäre in dem Fall eine Neuemission, bei der Altaktionäre, die noch alte Aktien haben, junge Aktien mit einem (deutlichen) Kursabschlag erhalten sollten, so dass sie nicht ganz leer ausgehen.

Wer jetzt diese Aktien auf Bulletin Boards kauft (immerhin sind weder Fannie noch Freddie formal pleite, d.h. sie arbeiten nicht unter Chapter 11) könnte auf obiges Szenario wetten. Da aber alles auch ganz anders laufen kann, ist das hochspekulativ.

Außerdem würde ich mit einem langfristigen Longeinstieg - egal in was - bis zum nächsten Bärenmarkt-Tief warten. Oberhalb SP-500-Ständen von 1500 werde ich keine Aktie länger halten. Ideal wäre eine Korrektur auf 1200. Es wird keine US-Aktie geben, die sich dem Abwärtssog entziehen kann.  

19.01.19 19:34
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3443 Postings, 795 Tage dome89wie jack ma (Chef von Alibaba)

meiner Meinung nach ein Brillianter Kopf zu pflegen sagt: "Das es bis zu 20 Jahre dauern kann"

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/...0-jahre-andauern-6615304

USA wird China nicht so einfach die Machtführung übergeben.

Zu schaffen ist es nur indem Sie die Zinsen anheben, da China massiv Dollerschulden hat.
Dies könnte dann zu einem Zinsschock führen bzw. die ganzen Zombiefirmen werden sich nicht mehr finanzieren können.  

Für Trump ist es ein DIlema. Entweder China ziehen lassen oder einen dicken Crash in seiner Amtszeit....  

19.01.19 19:48
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54415 Postings, 5373 Tage Anti Lemming# 548 = falsch

China sitzt als Exportland auf Bergen von US-Staatsanleihen. Es gibt daher per saldo massive Dollar-Guthaben in China. China weiß nicht einmal wohin mit den vielen Export-Dollars - und hat z. B. nach 2008 (da wurde China klar, dass US-Staatsanleihen ein Ponzi-System sind) sogar zeitweise ersatzweise Rohstoffe wie Kupfer gebunkert. Hauptsache die Dollars konnten für irgendeinen Sachwert rausgehauen werden (später auch Firmenaufkäufe, Investitionen in Schwellenländern usw.)

(Für Pfeifenlümmel: China hatte 2008 übrigens auch noch reichlich Anleihen von Fannie und Freddie, weil die 0,5 % mehr Zinsen einbrachten als US-Staatsanleihen. Diese wurden dann in einem Deal mit USA unter der Hand in US-Staatsanleihen umgetauscht.)

Faule Schulden gibt es nur in Chinas Inland, und zwar im privaten, staatlich geduldeten, aber teils grenzkriminell agierendem Schattenbanken-System. Diese Schulden sind aber in Yuan, nicht in Dollar.

Wenn USA die Dollarzinsen (Leitzinsen) weiter anhebt, bricht eher das gigantische Schuldenkartenhaus in USA in sich zusammen. So dumm ist die Fed aber nicht, dass sie sich den eigenen Ast absägt. China könnte sonst der lächelnde Dritte sein. Trumps Tritte gegen Huawei und Co. geben schon mal die mArsch-Richtung vor.  

19.01.19 19:59
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54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingRezessionssignal Auslieferungen (Shipments)

https://wolfstreet.com/2019/01/16/...-since-transportation-recession/

Bullen könnten jetzt das Gegenargument bringen, dass die "Transporation Recession" von 2015/2016 (roter Bereich im Chart unten) auch nicht als konjunktureller Frühwarnindikator taugte.

Aber irgendwann ist bei jedem Boom Schluss mit lustig, und wenn weniger ausgeliefert wird, dann wird auch weniger konsumiert bzw. nachgefragt (potenzielles, aber kein absolutes Krisensignal).

Der Boom seit 2009 ist bereits die längste rezessionsfreie Periode der US-Wirtschaftsgeschichte. Wohl dem, der glaubt, diesmal sei "alles anders". Der Crash kommt diesmal mMn nur später, dafür aber umso heftiger.  
Angehängte Grafik:
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19.01.19 20:53

54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingRally in 2019 mit schwachen technischen Interna

https://www.bloomberg.com/news/articles/...nd-a-rally-like-few-others

...In a weird dichotomy, the S&P 500 just rose for a fourth straight week, yet U.S. equity funds saw outflows of $7.7 billion in the five trading days through Wednesday, according to a BAML note citing EPFR Global data. Stocks started the year in a once-in-a-decade rally, yet so-called fast-money investors including hedge funds and quants were slow to join in.  

20.01.19 10:47

13063 Postings, 5165 Tage pfeifenlümmelzu #547

Vielen Dank für die ausführliche Info.
Der ( extrem ) starke Kursanstieg könnte einen Hintergrund haben, den wir noch nicht kennen.
Ob da ein kurzfistiger Zocker den Kurs ( auch von  Fannie) hochputschte? Wir werden sehen. Vielleicht hat Trump sein Herz für die beiden entdeckt und zaubert irgend etwas aus dem Hut? Geben die Beiden eigentlich keine Kredite für einen Mauerbau?  

20.01.19 10:52
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737 Postings, 261 Tage walter.euckenrussel 2000 - bester start seit 1987

Nach zwölf Handelstagen ist der Russell 2000 so gut gestartet wie seit 32 Jahren nicht mehr. Das ist ein gutes Zeichen für die Aktienmärkte. Denn der US-Index gilt als Vorlaufindikator.
 

20.01.19 11:22
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13063 Postings, 5165 Tage pfeifenlümmelBin mal gespannt,

wann die USA den Chinesen den Stecker ziehen. Wenn sie nicht auf Dauer ihre Vormachtstellung verlieren wollen, wirds langsam Zeit. Mit höheren Zöllen allein kommen sie nicht weiter. Die Chinesen bauen ihre Handelsbeziehungen gegen Westen massiv mit noch höherem Tempo durch den Bau der neuen Eisenbahnlinie bis nach Spanien aus. Das kann die Amis nicht kalt lassen.
Die Amis könnten den Zinssatz stärker anheben, schaden sich natürlich aber auch selbst. Trotzdem, die Kurse der Anleihen würden immens nach unten purzeln, die Chinesen würden aus den Anleihen regelrecht flüchten, der Renmimbi würde durch die Decke gehen ( den Dollar drücken ) und den Export der Chinesen massiv einschränken. Zugleich müsste im Gegenzug die FED wieder neues Geld "drucken" und die eigenen Staatsanleihen zurückkaufen, dann aber zu einem günstigeren Preis.
Den Stecker ziehen bringt für die USA Probleme, aber weiter nur zuschauen wie in der Vergangenheit lassen die Probleme immer größer werden.  

20.01.19 11:23
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11337 Postings, 4197 Tage wawiduDie Stundencharts der Leitindizes zeigen

sehr deutlich, dass aktuell eine heftige Korrekturwelle im Bärenmarkt läuft - durchaus nicht untypisch, wie die Geschichte zeigt (z.B. Nasdaq Indizes 2000).  
Angehängte Grafik:
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20.01.19 12:30
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54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingFreddie Mac - Monsteranstieg und News dazu

Die Aktien von Fannie Mae und Freddie Mac stiegen am Freitag um über 30 % (Chart von Freddie unten). Am Donnerstag hatte die Federal Housing Finance Agency FHFA (offenbar nachbörslich) erklärt, dass für beide Institutionen demnächst ein Plan für das Ende der staatlichen Vormundschaft/Obhut ("conservatorship") vorgelegt werden soll.

Beim Anstieg könnte es sich allerdings auch um einen Shortsqueeze handeln. Entscheidend ist, ob die Aktien nächste Woche das erhöhte Kursniveau halten oder die Gewinne wieder abgeben.

Es gab schon zuvor mehrere Versuche, Fannie und Freddie zu reformieren, die jedoch gescheitert sind. 2012 wurde beschlossen, dass die Gewinne von Fannie und Freddie an die US-Regierung ausgezahlt werden. Dagegen haben die geprellten Aktionäre Klage eingereicht. Der Prozess ist noch im Gange. Unter Trump könnte er zu ihren Gunsten entschieden werden.

Auslöser der anstehenden Veränderungen ist, dass die Business-freundliche Trump-Adminstration Anfang Januar mit Joseph Otting einen neuen Direktor für das FHFA ernannt hat, der den (weniger Business-freundlichen) Vorgänger der Obama-Administration ablöste.

https://www.marketwatch.com/story/...ut-of-conservatorship-2019-01-18

Fannie Mae and Freddie Mac regulator discussing plan to end conservatorship

The acting director of the Federal Housing Finance Agency has told the agency?s employees that the regulator will announce a plan within weeks to take the government-sponsored enterprises out of conservatorship.

Joseph Otting, who is leading the FHFA as Mark Calabria awaits Senate confirmation, said at an all-hands meeting on Thursday that a plan to lift Fannie Mae and Freddie Mac out of the conservatorship that has permeated the institutions since the financial crisis will soon be announced....

A spokesperson for the agency confirmed there was discussion about ending Fannie and Freddie conservatorship but denied there was any talk of timing or details.

..." [Treasury] Secretary Mnuchin has said that the goal of the [Trump] administration is to take the GSEs out of conservatorship. Acting Director Otting said that he and FHFA will work to advance that plan."

Fannie and Freddie were rushed into government control at the height of the financial crisis. Then, in 2012, the terms of the 2008 bailout were amended to steer the quarterly profits of both enterprises to Treasury. That wiped out holders of the companies? stock, and they?ve fought the federal government in court ever since.

Congress has made several attempts at reform, but has not succeeded. As previously reported, the business-friendly Trump administration has been expected to find ways to work around legislators.

Once the Obama appointee Mel Watt, who ran FHFA until early January, departed, and Otting was appointed, the path cleared. What makes these efforts unique is that the White House seems to be determined to go it alone without Congress?s help. [A.L.: Dürfte nicht einfach werden, da die  Demokraten im House seit Januar 2019 die Mehrheit haben.]

 
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20.01.19 12:38
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54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingPfeifenlümmel # 554

"Die Chinesen bauen ihre Handelsbeziehungen gegen Westen massiv mit noch höherem Tempo durch den Bau der neuen Eisenbahnlinie bis nach Spanien aus."

Damit meinst du die schienengestützte "neue Seidenstraße" - eine Infrastruktur-Investition, die den Warentransportnach Europa, der bislang meist per Schiff lief, beschleunigen soll.

Allerdings haben die Chinesen ("dank" Trumps Zoff) sonstige Investitionen in Europa und USA drastisch zurückgefahren - letztes Jahr um fast drei Viertel:

https://www.ariva.de/forum/...olitik-aspekte-560489?page=6#jumppos158  

20.01.19 12:55

54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingFreddie Mac - es gab bereits mehrere XXL-Rallys

Hier der 5-Jahres-Chart der seit der Zwangsverstaatlichung nur noch "over the counter"/OTC (also nicht regulär an den großen US-Börsen) gehandelten Aktie von Freddie Mac, Ticker FMCC.

Der Gesamttrend über die letzten fünf Jahre zeigt abwärts (rote Linien). Es gab in der Zeitspanne drei furiose "XXL-Rallys" (grüne Kreise) mit teils über 100 % Anstieg, die jedoch jeweils nicht lange vorhielten. Für Zocker gab es immerhin auf der Longseite etwas zu verdienen, wenn sie schnell genug wieder aussstiegen.

Ob es diesmal anders ist - wer weiß... (siehe # 556).  
Angehängte Grafik:
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20.01.19 12:57

54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingHier noch der Chart von Freddie Mac seit 1994

- ein klassischer L-Boden.  
Angehängte Grafik:
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20.01.19 13:02

54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingDer beste Longeinstieg für Zocker

war der Zeitraum von Mitte 2010 bis Anfang 2013, als Freddie Mac (FMCC) lange Zeit seitwärts um 30 Cents pendelte:

 
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20.01.19 15:24
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11337 Postings, 4197 Tage wawiduDOW sehr inhomogen

Ein Wert hat in 2018  überhaupt  keinen Absacker unter MA 200 zu  verzeichnen: Pfizer. Sechs Werte haben nach kurzen Absackern zu Jahresbeginn 2018 im November bzw. Dezember neue ATHs erzielt, liegen aktuell allerdings wieder darunter: DIS - KO - MCD - MRK  - PG - VZ. Zehn Werte liegen nach kurzem und relativ geringfügigem Unterschreiten von MA 200 wieder knapp bis deutlich darüber. Der relativ schlechteste Wert ist Apple, der sich bislang nur marginal erholt hat. Die verrücktesten Kapriolen schlagen Disney und Walmart. (Charts!)

 
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20.01.19 15:30

884 Postings, 936 Tage MyDAXFreddie Mac/AL

" Für Zocker gab es immerhin auf der Longseite etwas zu verdienen, wenn sie schnell genug wieder aussstiegen."

Genau das dürfte wohl für so jede Aktie zutreffen.
 

20.01.19 15:30

11337 Postings, 4197 Tage wawiduWalmart Chart

 
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20.01.19 15:45
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884 Postings, 936 Tage MyDAX@pfeifenl...

"Die Amis könnten den Zinssatz stärker anheben, schaden sich natürlich aber auch selbst. Trotzdem, die Kurse der Anleihen würden immens nach unten purzeln, die Chinesen würden aus den Anleihen regelrecht flüchten, der Renmimbi würde durch die Decke gehen ( den Dollar drücken ) und den Export der Chinesen massiv einschränken."

DieFED hat nur direkten Einfluss auf die kurzfristigen Zinsen, der langfristige Zinssatz ist Kapitalmarktsache.
Warum sollten denn die Chinesen regelrecht flüchten aus den von ihnen gehaltenenen US-Anleihen?
Würden die Chinesen tatsächlich ihre Anleihen auf den Markt werfen, so ergibt das ein Überangebot, sinkende Preise und deutlich steigende Kapitalmarktzinsen. Für die USA das größere Problem als für China. Zudem würden steigende Zinsen in USD den USD eher stärken als schwächen, was ja in jüngerer Zeit schon zu beobachten war. Ist das das Interesse der USA?
Bis jetzt war das Szenario, dass die Chinesen durch die massive Abgabe ihrer ohnehin immensen Menge an US-Anleihen einen Rentencrash auslösen können und werden, ein Drohszenario, das sich gegen die USA richtet. Und mit Sicherheit kein Wunschkonzert der USA.
 

20.01.19 18:03
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54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingLance Roberts: Bärenmarkt-Rally geht zu Ende

https://realinvestmentadvice.com/bulls-take-round-one-01-18-19/

?Importantly, the previous deep ?oversold? condition which was supportive of the rally following Christmas Eve has now been fully reversed back into extreme ?overbought? territory. While this doesn?t mean the current rally will immediately reverse, it does suggest that upside from current levels is likely limited.?

 
Angehängte Grafik:
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20.01.19 18:06
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54415 Postings, 5373 Tage Anti LemmingDie drei Pfeiler dieser Bärenmarkt-Rally

ab den Weihnachts-Tiefs:

As I discussed previously, what was needed for the bulls to gain control of the narrative were several important issues:

1. Central bank activity reverse from restrictive to accommodative,
2. Washington to back off of ?tariffs? and ?trade war? rhetoric, and;
3. The Federal Reserve to continue its more ?dovish? stance.

(Lance Roberts)  

20.01.19 19:20

13063 Postings, 5165 Tage pfeifenlümmelzu #554/#564

3,00% US Treasury 15/45 schmiert schon kräftig ab, von 101,5 am 3.1. nun auf 98,24.
 

21.01.19 11:45

737 Postings, 261 Tage walter.euckenungenügend

nicht nur das brexit abkommen stösst auf wenig gegenliebe - der  von der eu ausgehandelte (oder besser: diktierte) rahmenvertrag mit der schweiz ist dort politisch nicht durchsetzbar. nun nennt ihn sogar der einflussreiche gewerbeverbandsdirektor schlicht ungenügend. wann wird brüssel merken, dass man mit  nachbarn so nicht umgehen kann, die zeiten von kolonialen knebelverträgen ist doch längstens vorbei. dachte ich wenigstens bisher.
Gewerbeverbandsdirektor Hans-Ulrich Bigler hält den ausgehandelten Rahmenvertrag mit der EU für ungenügend. Er stellt sich damit gegen die anderen Wirtschaftsverbände und hinter die Gewerkschaften.
 

21.01.19 12:08
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5960 Postings, 4240 Tage relaxed#134568 Der Herr Bigler vertritt eine Klientel,

welche mit ihrer Preisgestaltung die schweizerische Bevölkerung seit Jahrzehnten "knebelt". Die Zeiten "kolonialer Knebelverträge" sind vorbei, die Zeiten "feudaler Preisgestaltung" jedoch ebenso. Wer in Sozialsysteme einzahlt, der soll auch Ansprüche haben. Das EU-Problem liegt nicht bei den Einzahlenden, egal welchen Pass sie besitzen.
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Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.

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