Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 24.06.19 21:05
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 137548
neuester Beitrag: 24.06.19 21:05 von: wawidu Leser gesamt: 15418749
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20.02.07 18:45
450

56420 Postings, 5528 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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137522 Postings ausgeblendet.

21.06.19 13:26

56420 Postings, 5528 Tage Anti LemmingDamit die Rally auch schön weiter läuft

und ein ATH das nächste jagt (Trumps Nasstraum), zitiert CBS Marketwatch heute das weithin als "Taube" bekannte Fed-Mitglied Bullard.

Bullard war bei der letzten Fed-Sitzung der einzige, der für eine Zinssenkung plädierte. Die neun anderen stimmberechtigten Direktoren plädierten für unveränderte Leitzinsen.

Aber wo alles so schön gestiegen ist, wird man doch wohl noch mal die wohlüberlegten Argumente Bullards vor der Öffentlichkeit ausbreiten dürfen...

https://www.marketwatch.com/story/...nomy-weaker-inflation-2019-06-21

Fed?s Bullard says he wanted interest-rate cut as insurance against slowing economy, weaker inflation

St. Louis Federal Reserve President James Bullard on Friday said he wanted to cut interest rates this week to guard against an outlook of slowing growth and weak inflation.

In a brief statement posted on his bank?s website, Bullard said that lowering interest rates this week ?would provide insurance against further declines in expected inflation and a slowing economy subject to elevated downside risks.?

The Fed voted 9-to-1 to hold its benchmark short-term rate steady on Wednesday with Bullard as the sole dissenter. It was the first dissent under Fed Chairman Jerome Powell?s tenure....
 

21.06.19 14:31
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56420 Postings, 5528 Tage Anti LemmingTrotz eher flacher Gewinnaussichten

gilt für Bären mehr denn je: Kopf hoch (sofern er noch dran ist).  
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21.06.19 14:56

56420 Postings, 5528 Tage Anti LemmingB(erlin) U(mschleirnt) N(epper) D(raghi)-Future

Denn nie lag im Bundeshaushalt die schwarze Null - finanziert durch Raub an den Sparern - näher als heute.

Korrespondierend mit dem ATH im Bund-Futures liegt die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen aktuell bei -0,31 %.

-----------------------

Dazu folgender interessante Fund:

www.anleihencheck.de/analysen/...ert_Rueckkehr_Anleihenkaufs-10025373

..In einem Umfeld, in dem die FED die Zinsen senke, könne es sich die EZB wahrscheinlich leisten, [den Einlagensatz] auf -0,6% zu [senken]....

-----------------------

A.L.: Der Einlagensatz der EZB ist schon seit fast fünf Jahren negativ. Seit etwa drei Jahren liegt er bei minus 0,4 %. Er gilt für Banken, die Überschussreserven auf ihrem Konto bei der EZB halten. Falls Draghi demnächst auf die angedachten -0,6 % geht, sollte er gleich schon mal vorbeugend einen europaweiten Auffang-Fonds für Pleite-Banken einrichten (soweit nicht bereits in den zig Rettungschirmen vorhanden).  
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21.06.19 15:04

17548 Postings, 6431 Tage lehna#26 Nanana, AL

Raub an den Sparern? tststs
Wer seine Kohle bunkert, nach hohen Löhnen schreit, aber nicht in Wirtschaft und Dax investieren will, gönn ich Mickerzinsen.
Er hat sie verdient....

 

21.06.19 15:25
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150 Postings, 69 Tage LarryKudlow@AL

Also der damals noch recht neue algorithmische Computerhandel hat das Ganze natürlich enorm verstärkt.

Jedoch glaube ich nicht, dass das der Auslöser war. Die Algos werden gerne verantwortlich gemacht.  Auch wenn es heute kracht (wie in Q4 2018), kommen Bullen raus und schimpfen auf den automatisierten Handel. Dass die Algos auch schon da waren als der Markt gestiegen ist, das erwähnen die Bullen natürlich nicht....:) Dabei wirken die Algos da sogar noch viel stärker - eben weil die Beschränkungen und Handelspausen nicht da sind...wie Du schon geschrieben hast.

Was allerdings 1987 der Auslöser war, war schon kurz nach dem Crash höchst umstritten. Auch George Soros führt in seinem Buch "Die Alchemie der Finanzen" mehrere potentielle Auslöser auf.

Und 1987 sind ja wirklich weltweit alle Börsen gekracht - da gab es doch noch überwiegend Parketthandel, gerade außerhalb der USA. Oder nicht? Bitte korrigiert mich, falls ich da falsch liege. Ich war 1987 nämlich noch sehr jung ;)
 

21.06.19 16:06
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56420 Postings, 5528 Tage Anti Lemming# 528 "glaube nicht, dass das der Auslöser war"

Steht aber auch so z. B. # 522 (und etlichen anderen Quellen):

Trading curbs were first implemented after the stock market crash on October 19, 1987 ("Black Monday"), as program trading was thought to be the primary cause of the plunge.  

21.06.19 16:11

56420 Postings, 5528 Tage Anti LemmingKorrektur zu # 526

Das zweite Wort im Titel muss heißen "(U)mschleimt"

 

21.06.19 16:17

150 Postings, 69 Tage LarryKudlow@lehna

Natürlich sind negative Zinsen Raub. Ein Eingriff in das Recht auf Eigentum der Extraklasse.

Aber hast Du mal darüber nachgedacht, dass das was Du erwähnst die Folgen des negativen Zinses sind: Nämlich das mehr gespart und weniger investiert wird!?  

21.06.19 21:51

56420 Postings, 5528 Tage Anti Lemming# 528

Nein, es gab bereits 1987 nennenswerten Computerhandel. Aber damals kannte noch niemand das Phänomen einer Stop-Loss-Lawine. Die Börse lernte es an jenem Schwarzen Montag (19. Oktober 1987) kennen, als der DOW an einem Tag 22 % verlor.

Und bereits kurz danach wurden, um eine Wiederholung zu vermeiden, erstmals Handelsbegrenzungen eingeführt (trading curbs, circuit breakers).

Trotzdem gab es 2010 noch einmal den berühmten Flash-Crash, der aber intraday wieder hochgekauft wurde. Die Algos sind heute viel schneller.  

22.06.19 15:27
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12114 Postings, 4352 Tage wawiduNeues SPX-ATH kritisch gesehen (1)

In den letzten Tagen wurde der Kurs über die Futures mit zwei großen Up Gaps kurzfristig auf ein neues ATH gehievt. Dies könnte jedoch durchaus als eine nette Bullenfalle gesehen werden. Warten wir ab!  
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22.06.19 15:28
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12114 Postings, 4352 Tage wawiduzu # 7533

 
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22.06.19 17:16
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12114 Postings, 4352 Tage wawiduSPX - "Zugpferde"

Höchst bemerkenswert waren gestern wie auch schon am Donnerstag die Kursentwicklungen der Gewichtungszugpferde. Da war kaum noch Aufwärtsmomemtum drin - bei einem neuen ATH schon recht seltsam.

https://www.slickcharts.com/sp500  

22.06.19 22:19
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12114 Postings, 4352 Tage wawiduSPX vor dem Hintergrund des CMF

CMF = Chaikin Money Flow Index

https://www.boersen-knowhow.de/lexikon/chaikin-money-flow/

Die seltsame Entwicklung dieses Index seit Monatsbeginn lässt vermuten, dass die SPX-Rallye hauptsächlich von den Futures bzw. einigen wenigen Werten (z.B. MiCROSOFT) getragen wurde, während der breite Markt stagnierte.  
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23.06.19 15:31

12114 Postings, 4352 Tage wawiduSPX/VIX - eine Standortbestimmung

 
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23.06.19 21:42
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56420 Postings, 5528 Tage Anti LemmingStandortbestimmung (Details)

 
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23.06.19 21:49
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56420 Postings, 5528 Tage Anti LemmingDas Top ist erst erreicht

wenn man die Bären unter der Tür durchschieben kann.

 
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24.06.19 08:27
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56420 Postings, 5528 Tage Anti LemmingDeuba erklärt Kroko-Maul-Gap mit "Schrödinger"

Zwischen Aktien- und Bond-Kursen klafft eine Krokodil-Maul-Gap (Chart unten):

Während Aktien (auf ATH, grün) neue Boom-Zeiten verheißen, kündet die Rendite 10jähriger US-Staatsanleihen (auf 3-Jahres-Tief, blau) von nahender Rezession.

Die "schönste" Erklärung für dieses Phänomen liefert ein Deuba-Analyst (unten). Er sagt, die US-Wirtschaft befinde sich in einer (quantenmechanischen) "Superposition" von Expansion und Rezession.

Man wisse nicht, wann "Schrödingers Katze" (bitte googeln) sterben wird.

Es werde zu folgendem Paradox kommen:

Senkt die Fed die Zinsen NICHT, öffnet sie die Tür für eine kommende Rezession.

Senkt die Fed die Zinsen, wird einer Rezession nicht die Tür geöffnet, aber wir werden im Nachhinein nicht wissen, ob die Zinssenkung dafür maßgeblich war.

Es ist das typischer Warn-Paradox. Jemand warnt vor einem Big Bad Event (Rezession). Es werden Maßnahmen zur Abhilfe ergriffen. Der Big Bad Event tritt dann nicht. ein. War die ursprüngliche Warnung dann richtig oder falsch?

Ähnliches "droht" übrigens bei der Klimapolitik...

Mein Bauchgefühl sagt, das irgendetwas grundfaul ist.

https://www.zerohedge.com/news/2019-06-23/...scenario-positive-stocks

...The problem boils down to one simple observation: on one hand stocks are telegraphing substantial market upside and, at least in theory, a booming economy, while bond yields - at 3 year lows - are screaming recession.

Some Wall Street strategists, such as Deutsche Bank's Aleksandar Kocic took on a traditionally whimsical approach to the problem and explained it in the context of Schrödinger paradox... or in his case plates:

"In the same way as Schrödinger plates, the economy at the moment is in a superposition of two states - it is both booming and it is headed for a recession. The two states of the economy are entangled. However, we cannot know which state we are in without interfering with it."

If the Fed does not cut rates (we open the door), the recession is likely.

If the Fed cuts rates, however (we do not open the door), the recession is averted, but we wouldn?t know if the cuts were needed.
 
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24.06.19 10:48
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13576 Postings, 2314 Tage NikeJoeQuantenmechanik und die Börsen

In der Quantenmechanik geht es um Wahrscheinlichkeiten, so wie an den Börsen auch.

Wo sich z.B. Licht-Photonen befinden kann man über die Wellengleichung feststellen (Licht verhält sich wie eine Welle!). Aber die Wellenfunktion sagt eben nur etwas über die Aufenthalts-Wahrscheinlichkeiten aus. Erst wenn die Photonen wechselwirken, müssen sie "Farbe" bekennen WO sie sich gerade befinden.

So ähnlich ist das mit den Börsenkursen auch zu sehen. Die zukünftigen Kurse besitzen eine Wahrscheinlichkeitsverteilung. Aber erst wenn sie mit Dingen der Realität wechselwirken erkennt man wo sie tatsächlich sind...

Gemäß unserer Wahrnehmung/Erfahrung ist alles deterministisch -- Ursache/Wirkungs-Prinzip. Und darauf müssen wir uns verlassen können! Daher sind wir felsenfest überzeugt, dass wenn der Kurs fällt, dann hat das EINE bestimmte Ursache. Diese "erklären" uns dann täglich die Finanzmedien ;-)

 

24.06.19 11:47
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13576 Postings, 2314 Tage NikeJoeDas Problem der Planwirtschaftler

Sie leben in einer streng deterministischen Welt. Sie denken z.B., dass Politiker Arbeitsplätze "schaffen" könnten und dass man Wirtschaft nach dem Ursache-Wirkungs-Prinzip steuern könnte.

Doch all das funktioniert nicht, weil es eine grundlegend falsche Vorstellung von der Welt ist. Siehe Posting oben.

Die Falle liegt darin, dass man eine Zeit lang wirklich meint (und auch sieht), dass all die planwirtschaftlichen Eingriffe "positive" Auswirkungen haben. Doch das ist was man sieht. Aber was sieht man nicht so vordergründig? Bitte nachlesen bei Bastiat: "Was man sieht und was man nicht sieht?"

Was wäre die Alternative zur Planwirtschaft?
Solide auf Logik begründete Randbedingungen für den Markt schaffen, die jeden Marktteilnehmer "zwingen" einen soliden Weg einzuschlagen. Alle die dies nicht tun, werden vom Markt regelmäßig abgestraft.

Dazu sollte man vermutlich die unbegrenzte Geldschöpfung in den privaten Geschäftsbanken beenden. Die Geldmenge könnte man dann z.B. über eine dezentrale (!) Blockchain steuern, wo Veränderungen nur dann möglich wären, wenn die Mehrheit der Miner zustimmt. Vielleicht mit einer teilweisen Deckung durch Gold ??
Die Finanzierung über Fremdkapital würde auch weiterhin funktionieren. Leute mit einer niedrigeren Zeitpräferenz würden auch weiterhin Geld gegen angemessene Zinsen verleihen. Jedenfalls sollten Zinsmanipulationen nicht zulässig sein. Aber weil das System heute eben anderes und verfahren ist, ist das leider auch keine Alternative...

Das dynamischere System mit "unsolidem" Gelddrucken wird noch eine Weile weiter gehen.



 

24.06.19 12:07
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13576 Postings, 2314 Tage NikeJoeSuper-Mario "whatever it takes"

Damit wurde er berühmt, wenn auch für mein Verständnis eher traurig-berühmt...

Auch hier gilt: Wir sehen, dass sich der EUR nach der Krise wieder stabilisiert hat, doch was wir nicht sehen ist was das alles "gekostet" hat, wie es die europäischen Wirtschaftsstrukturen (negativ) beeinflusst hat, wie viele Zombies heute in Europa noch immer am Leben erhalten werden müssen?

Draghi wird es nicht mehr ausbaden müssen, aber vermutlich sein Nachfolger. Ich wünsche ihm viel "Vergnügen" bei dieser Aufgabe...

Wir werden niemals erfahren wie es gewesen wäre, wenn Draghi eine solide Geldpolitik betrieben hätte. Es wären nach der EURO-Krise schwierigere Jahre geworden, keine Frage, aber wie sähe der Unterschied langfristig betrachtet aus?

Der Monetarismus/Keynesianismus ist heute wie der "Klimawandel durch menschliches CO2" zur Ersatzreligion geworden...



 

24.06.19 12:59
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276 Postings, 370 Tage birkensaft@NikeJoe

"Dazu sollte man vermutlich die unbegrenzte Geldschöpfung in den privaten Geschäftsbanken beenden."

Die gibt es nicht, da es die (ziemlich niedrige) Mindestreservepflicht von 1% für die Banken gibt und ihr Fremdkapital über die Basel Abkommen reguliert sind. Das Problem ist doch, dass es von der Zentralbank gewollt ist, dass die Banken immer mehr Geld in Umlauf bringen; es muss ja Inflation geschaffen werden, weil sonst die Leute ihr Geld horten und die Wirtschaft zusammenbricht. Inflation gibt es trotzdem nicht so richtig, weil (meine Meinung) die Politik dagegen arbeitet und z.B. in Deutschland die Lohn-Preis-Spirale so gut es geht außer Kraft setzt und lange Zeit den Billiglohnsektor gestärkt hat. Das zu ändern traut man sich jedoch nicht, wegen der internationalen Konkurrenzfähigkeit im Export.
Dazu kommt, dass das System inzwischen auf Kredite angewiesen ist, d.h. Staaten, Unternehmen, Personen müssen z.T. Kredite aufnehmen/refinanzieren, wenn sie ihren normalen Alltag weiterführen wollen (z.B. Beamte/Angestellte/Lebensunterhalt der Kinder bezahlen) und dazu die Zinsen bedienen müssen. Wenn man dann auf einmal mit Vollgeld oder höheren Mindestreserven um die Ecke kommt und es auf einmal keine Kredite mehr gibt, wird das Schmerzen. Wenn man einmal in der Schuldenspirale drin ist, ist es schwer wieder herauszukommen, das lernt man schon beim SimCity spielen.

Das ist die Zwickmühle in der die EZB sitzt  

24.06.19 14:26

274 Postings, 117 Tage ErgebnisIhr müßt jetzt dapfer sein, ich bin bei Euch :O,

24.06.19 21:05
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12114 Postings, 4352 Tage wawiduWieder mal ein Blick auf den Russell 2000 Index

 
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