Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 20.09.18 23:04
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 133240
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20.02.07 18:45
444

52872 Postings, 5251 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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133214 Postings ausgeblendet.

19.09.18 11:39

350 Postings, 139 Tage walter.euckenhabe dich doch erwähnt

hab dich doch extra erwähnt, shorties sind ja börsenspekulanten per definitionem. sealed

 

19.09.18 16:16
4

11074 Postings, 4075 Tage wawiduEin paar Daten zu den Krypto"währungen"

Aktuell werden global an über 500 - zum Großteil höchst ominösen - Börsen fast 2000 Kryptos in über 14000 "markets" (=Handelspaaren) gehandelt. Am Top vom 08.01.2018 betrug die Marktkapitalisierung der Kryptos (damals etwa 1300) ohne Bitcoin rund 512 Mrd. USD. Aktuell beziffert sich diese lediglich noch auf rund 87 Mrd. USD - ein Minus von 83 %. Die aktuelle Marktkapitalisierung von Bitcoin beläuft sich noch auf rund 109 Mrd. USD. Die Entwicklung der MK verhält sich quasi umgekehrt reziprok zu den Entwicklungen der Anzahl der Kryptos, der Handelspaare und der Börsen. Das im Januar von "Analysten" ausgerufene "Jahr der AltCoins (= alternative Coins)" wächst sich sukzessiv zu einer Katastrophe aus. Die holländische Tulpenzwiebel-Manie lässt grüßen! Aus meiner Sicht handelt es sich bei dem gesamten "Ökosystem" (ein im Rahmen von ICOs gern verwendeter Begriff) dieser "Möchtegern-Währungen" um eines der größten Betrugsmanöver aller Zeiten. Wie ich bei einer ganzen Reihe von Kryptos feststellen konnte, wurden und werden diese gerne für völlig anonyme Geldwäschetransaktionen benutzt.  

 
Angehängte Grafik:
crypto_mk_ohne_btc.png
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19.09.18 20:19

350 Postings, 139 Tage walter.euckenklandestine kryptos

nicht nur der verdacht von geldwäsche wiegt schwer auf den kryptos, auch zur umgehung von internationalen sanktionen scheinen sie sich bestens zu eignen wie die beliebtheit der coins in nord- und südkorea vermuten lässt. und zur umgehung von kapitalexportkontrollen wie sie china hat eignen sie sich offenbar auch.

legale nutzungen der kryptos scheinen sich mit ausnahme der spekulation hingegen nicht aufzudrängen.  

20.09.18 09:42
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12660 Postings, 2037 Tage NikeJoeKommt nochmals ein Börsenschub?

Ich kenne einige Leute, die wissen nicht was sie mit ihrem Cash tun sollen. Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. Der Druck wächst stetig und weiter, das Cash zu investieren und mehr Risiken einzugehen. Das ist politisch sichtlich erwünscht, um die Konjunktur weiter anzufeuern. Dabei gibt es angeblich bereits einen Fachkräftemangel ??

Das Einzige was heute ein wenig etwas einbringt sind US-Staatsanleihen. Da hat man aber ein gewisses Währungs-Schwankungs-Risiko. Realisiert man dabei am Ende der Laufzeit einen Währungsgewinn, so bezahlt man natürlich Steuern, realisiert man dabei einen Währungsverlust bleibt man zumindest in AT (in DE ist das viel besser geregelt, weil man Steuergutschriften vortragen darf!) oft auf der Steuer-Gutschrift sitzen. So ist das leider in der Bananenrepublik der Ösis... gut zum Urlaub machen, aber für Business&Finance kann man Österreich vergessen.

Oder kennt jemand irgendwelche innovative, aufstrebende neue Unternehmen aus Österreich ?? In DE fielen mir da viele ein!


 

20.09.18 09:55
1

350 Postings, 139 Tage walter.euckennur der brexit stört die gute laune

so ziemlich das einzige, was die herbstrally noch verhindern könnte wäre ein brexit-desaster, die zolltollwut der amerikaner haben die börsen bereits antizipiert.

brüssel soll endlich über den eigenen schatten springen und den briten eine art passiv-mitgliedschaft anbieten. das wäre dann nämlich auch gleichzeitig eine lösung, welche die schweizer stimmbürger durchwinken dürften. und möglicherweise wäre das auch der königsweg für die komplizierten beziehungen mit der türkei. sogar für russland könnte das ein zukünftiges ziel sein.
man darf bei krisen nicht immer nur die probleme sehen, man muss sie als chancen begreifen....  

20.09.18 11:20
1

12660 Postings, 2037 Tage NikeJoeDas Ende all der Brexit-Querelen

...sollte dann an den Börsen nochmals den Turbo zünden.

Kommt dann auch noch das Ende all der Zoll-Tarif-Dummheiten hinzu, dann könnte das für zusätzlichen Schub sorgen. Also die Bären und Short-Seller sollten sich IMO noch etwas gedulden.



 

20.09.18 12:05
2

877 Postings, 710 Tage Katzenpirat#220 Und wie sollte eine passive

Mitgliedschaft in der EU aussehen? Eine Privilegierung (freier Waren-, Kapital- und Dienstleistungsverkehr ohne Personenverkehr und finanzielle Verpflichtungen) wird es für GB nicht geben. Das hätte eine fatale Signalwirkung auf andere austrittshungrige Staaten.

Eine Einigung zwischen der EU und GB mit einem  geordneten  Austritt bis 29. März 2019 ist m. E.  illusorisch. Ich sehe zurzeit 3 mögliche Szenarien:
- Sturz der Regierung May und Neuwahlen
- 2. Referendum
- Langwierige Verhandlungen über das Austrittsdatum hinaus
 

20.09.18 13:05
2

12660 Postings, 2037 Tage NikeJoe@KP: Also ist alles möglich...

Eine kurzfristig Lösung erwarte ich eigentlich auch nicht. Politiker zieren sich gerne und sind eher entscheidungs-schwach.

Die Bürokraten in Brüssel müssen weiter beleidigt tun und in UK wird es weiter politische Quereln geben. Aber letzen Endes konnte den Briten nichts besseres passieren als von dieser Bürokratie vorerst einmal weg zu kommen. Und uns EU-Abhängigen tut es auch gut, wenn die Bürokraten einmal einen Dämpfer erhalten.

Wir sind durch den EUR darin schon viel zu massiv verstrickt. Wir kommen da niemals mehr heraus. Wobei eine EU insgesamt durchaus Sinn macht. Nur das geht alles leider nicht so schnell und die Entwicklungen der letzten Jahre waren IMO negativ zu sehen!



 

20.09.18 14:31

350 Postings, 139 Tage walter.euckennö, keine privilegien

passivmitgliedschaft, lieber katzenprirat, würde heissen: keine politischen mitsprachrechte. (gilt in beide richtungen, natürlich.)

also freie fahrt für wirtschaft, forschung und freier personenverkehr. ohne schengen funktiniert nichts, gar nichts, diese kröte müssen die briten sowieso schlucken, auch wenn sie  glauben, die grenzen schliessen zu können. eine illusion.

und von wgen sturz der regierung, die grosse koalition in deutschland könnte noch früher fallen als mays regierung......
 

20.09.18 17:43
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432 Postings, 3164 Tage iBrokerSteuersenkung vs. "Sozial-Utopia"-Dogma

1) Zum Thema "Steuersenkungen Trump":

Steuersenkungen von Trump sind Geschenke an die Reichen.

..solche leeren Parolen kursieren offensichtlich sehr gerne im bestimmten Kreisen, scheinbar lässt sich das propagierende "Sozial-Utopia"-Dogma damit besser verkaufen.

Selbst tief linkstickende "Anti-Trump-Qualitätsmedien" mussten die Steuerentlastung eingestehen, siehe Beitrag #28 + Video, unter "Steuerentlastung", fallse Interesse.

2) Zum Thema "Steuersenkungen Reagan":

Die Spinstory, Steuersenkungen für Reiche würden einen Riesenboom auslösen, hatte bereits Reagan in den 1980ern verbreitet. Das einzige, was damals WIRKLICH erreicht wurde, war ein starker Anstieg der US-Staatsverschuldung, die seitdem förmlich explodiert ist. Reagan finanzierte die Steuersenkungen für Reiche vor allem durch Sozialkürzungen.

..den Fakten entsprechend, alles was hier beschrieben wird, ist GENAU DIE eigentliche "Spinstory" an sich selbst, denn diese beschriebenen Folgerungen sind in jeder Hinsicht völlig falsch, viel mehr als plumpe Desinformation einzustufen.

Hier ein WaPo-Bericht (auch nicht ein "Trump-Fan", eher das Gegenteil) beschreibt die "Reagan"-Ära mit greifbaren Details. Wie man bereits ansatzweise erkennen kann, der versuchte Vergleich "Trump/Reagen" würde einer "Apfel/Birnen"-Theorie entsprechen (siehe %-Bereich). Dabei werden Sanders "Sozial-Utopia"-Ansichten ebenso als "unglaublich kurzsichtig" dargelegt:

The Washington Post, November 8, 2017

On Aug. 13, 1981, Ronald Reagan signed the Economy Recovery Tax Act of 1981 into law. A key feature of the law was a phased-in 23-percent cut in individual tax rates over three years, which brought the highest marginal tax rate down from 70 to 50 percent. [...]

Sanders suggests criticism that the GOP tax plan only benefits the rich are unfounded because when Reagan reduced taxes in 1981, the economy soared. But there are numerous problems with her cause-and-effect relationship. For one, it is impossible to pin economic gains to a single event. But more importantly, Sanders?s analysis is incredibly myopic.


Quelle: Link


3) Thema "Sozialstaat / Staatschulden"
Das ist ein Thema an sich und bestimmt nicht passend zum Thema des Threads, dennoch nur eine simple Gleichung als logische Anregung:
Die grösse des Staates bestimmt die Bedarfshöhe der Steuern.

 
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20.09.18 19:29
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52872 Postings, 5251 Tage Anti LemmingObama musste die Suppe auslöffeln,

die Bush/Greenspan ihm zuvor eingebrockt hatten. Die US-Hausblase, deren Platzen die 2008-Bankenkrise auslöste (2008 trat Obama erst an....), geht auf zu tiefe Zinsen ab 2002 zurück, die Greenspan in "Deflationsangst" (treffender: Inflations-Gier) verordnet hatte.

Der größte Teil es Aufschwungs von 1980 bis 2000 ging auf Finanzaufblähungen zurück, die Leitzinsen fielen von 15 % in 1980 auf ca. 5 % um die Jahrtausendwende. Als der Dot.com-Crash kam, wollte Greenspan die Märkte auf Teufel komm heraus erneut inflationieren. Dies erreichte er mit nur 1 % Leitzinsen von 2002 bis 2004. Greenspan ermunterte die Amis auch fortlaufend, die Häuser als Geldautomaten (HELOCs) anzuzapfen - was ich schon damals sehr unseriös fand. Greenspan wollte die Vermögenspreis-Blase, die sich bis 2000 aufgebaut hatte, partout über die Runden retten. Dies gelang ihm auch zeitweise - bis 2007, als das HELOC-Schuldenkartenhaus erste Risse bekam, die sich 2008 zum Lehman-Erdrutsch auswuchsen.

Obama trat sein Amt mitten in der Lehman-Krise an. Um eine zweite große Depression zu vermeiden, ging die US-Finanzelite und die Fed (auf die Obama nur begrenzten Einfluss hat) ab 2008 aufs Ganze und senkte den Leitzins jahrelang auf Null. Obama schob die Reinflationierungs-Blase ab 2008 allerdings auch politisch mit Studenten- und Autokrediten kräftig an. Es ist beim beschränkten Ami-Horizont leider üblich, "Wachstum" ohne Blick auf die Ursachen zu feiern. Und natürlich wirken zig Billionen an Krediten (Student loans, die fast jeder in USA erhält, die sich bei irgendeiner Lehrbude einschreibt) wachstumsfördernd - aber eben auf Pump und nicht nachhaltig.

Obama hat die Inflationierungspolitik, die 1980 unter Reagan begann, sozusagen im Ultra-Krisen-Modus der Nach-Lehman-Zeit fortgesetzt, mit starker Schützenhilfe von Bernanke und Yellen, die mit QE eine Vermögenpreisinflation um jeden Preis lostraten. Draghi hat das QE-Inflationierungs-Zepter 2012 ("Koste es was es wolle") aufgegriffen, und auch Japan stieg zeitlich passend in neues QE ein, als in USA das QE auslief.

FAZIT: Organisches Wachstum war ab 1980 in USA (abgesehen von der Computer/Internet-Schub der 1990er) wenig vorhanden. Die starken Börsenanstiege sind im Wesentlichen das Ergebnis einer fortgesetzten Inflationierungspolitik, die mit ständig steigender US-Staatsverschuldung einherging. Reagan war der erste, der massiv Staatschulden aufnahm und den guten alten Weg der Haushaltsdisziplin verließ.

FAZIT 2: Keines der Probleme, die 2008 die Lehman-Krise auslösten (Überschuldung in allen Bereichen) ist seitdem gelöst worden. Im Gegenteil hat Obama - wenn auch im Ultra-Krisen-Modus - die Staatsverschuldung in nur 8 Jahren Amtszeit von 10 auf 20 Billionen verdoppelt. Das hatte ich hier im Thread ebenfalls immer als nicht nachhaltig kritisiert.

Im nächsten Crash wird es den Zentralbankern höchstwahrscheinlich kaum mehr gelingen, die Börsen mit ihren Geldmätzchen und Ränkespielen im 2009-Stil aufzufangen. In Europa sind die Zinsen noch immer bei Null, es gibt dort rein gar nichts zu senken, in USA ist gerade mal 3 % Luft. Die QE-Bilanzen der Zentralbanker sind ebenfalls noch von der letzten Krise prall gefüllt, auch in Europa und Japan.

Die Trumponomics-Blase  - als späte Fortsetzung von Reagonomics (Spötter beschschreiben sie auch "Voodoo-Wirtschaft" - wird mit einem derartigen Knall enden, dass den Leuten, die jetzt in Trumps Horn blasen, der Hintern auf Grundeis gehen wird.  

20.09.18 19:31
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877 Postings, 710 Tage Katzenpirat#224 Die Schweiz "geniesst"

die passive Mitgliedschaft... das wäre aber den Brexitaner garantiert zuviel EU.

Und auf die deutsche GroKo würde ich in der Tat auch keinen Pfifferling setzen. Die SPD hat ihren Kompass verloren und riskiert den Gang in die Bedeutungslosigkeit.  

20.09.18 19:55
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11074 Postings, 4075 Tage wawiduUS Unternehmenssteuer-Reform schon bemerkbar

 
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20.09.18 20:09
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5544 Postings, 1227 Tage Vanille65iBroker,

das sind sehr interessante Parameter welche  Du da lieferst. Wenn Du noch Bildchen für strong  aufwärts suchst, empfehle ich den künftigen Konsum an Cannabis.
Das rundet dann das Bild einer kranken Gesellschaft endgültig ab.  

20.09.18 20:41
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52872 Postings, 5251 Tage Anti Lemmingbei "krank" stimme ich voll zu

Das ist Alt-Right-Gesülze und Geschichtsklitterung vom Feinsten.

Es war schon immer dämlich, wirtschaftliche Entwicklungen den in den jeweiligen Blüte- oder Krisenzeiten amtierenden Politikern zuzuschreiben.

Vor einigen Tagen habe ich z. B. HIER (siehe fette Hervorhebung) gepostet, dass das deutsche Wirtschaftswunder KEIN Verdienst von Ludwig Erhard und Adenauer war. In der Zeit hätte, mit ähnlichem Erfolg, auch ein Suppenkasper die Regierungsgeschäfte führen können; Hauptsache er war anti-kommunistisch, denn sonst hätte die BRD in der Zeit keine Marshall-Plan-"Hilfs"-Gelder  (die eigentliche Ursache des Wirtschaftswunders) aus USA erhalten.

Und genauso ist der Post-Lehman-Krisenmodus der US-Wirtschaft (geprägt durch noch noch ausufernde Überschuldung) nicht allein auf Obama Mist gewachsen, obwohl er zugegeben mitgedüngt hat (Studentenkredite).

 

20.09.18 20:56

5544 Postings, 1227 Tage Vanille65Wie heißen die neueren Verbriefungen am Markt ?

20.09.18 21:07
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52872 Postings, 5251 Tage Anti LemmingDer Chart in # 225 (Balkengrafik)

beweist übrigens mustergültig, dass unter Reagan tatsächlich - wie von mir in # 210 geschrieben - die US-Staatsverschuldung erstmals stark aus dem Ruder lief (Ausschnitt unten).

Wer um 1990 den von mir grün umrundeten Kasten des Balkendiagramms betrachtete (also zu Beginn der George-Bush-Ära), sah unter Reagan ein ähnlich explosiven Anstieg der Staatsverschuldung wie heute unter Obama.

iBroker führt sich mit diesem Diagramm argumentativ selber aufs Glatteis, denn er streitet den Beginn der ausufernden Staatsverschuldung unter Reagan ja großmäulig ab: "...denn diese beschriebenen Folgerungen sind in jeder Hinsicht völlig falsch, vielmehr als plumpe Desinformation einzustufen."

Man darf vor allem Eines nicht außer Acht lassen: Um dieselbe Inflationierungswirkung zu erzielen, mussten Reagans Nachfolger (sofern sie nicht wie Clinton zufällig in einer Boom-Ära amtierten) die Staatsverschuldung im Krisenmodus jeweils verdoppeln. Wir sehen somit bei der Breite der Neuverschuldungs-Diagramme zwangsläufig einen exponentiellen Anstieg (geometrische Reihe).Absolut betrachtet ist Obama unter diesem Aspekt zwar der größte bisherige Sünder (stärkster Schuldenzuwachs von 10 Billionen). Prozentual betrachtet (gemessen an der Neuverschuldung des jeweilgen Vorgängers) war der größte Sünder aber zweifellos Reagan. Sein Kasten" ist um ein Vielfaches breiter als der seiner Vorgänger.

Besonders lustig war und ist, dass Reagan behauptet hatte, infolge seiner Steuersenkungen würde der Staat noch viel mehr Steuern als sonst einnehmen, weil die Gewinne der Firmen würden dadurch "explodieren". Infolgedessen würden sogar noch mehr Steuern bezahlt als ohne seine Steuersenkungen.

Das ist genau der Grund, warum Reagans Wirtschaftspolitik als "Voodoo-Wirtschaft" in die Geschichte einging. Denn natürlich zahlten die Unternehmen infolge der Senkungen WENIGER Steuern, und der Staat musste die resultierende Ebbe in der Staatskasse mit massiver Neuverschuldung auffangen. Eben deshalb der (relativ gesehen) superbreite Neuverschuldungskasten im Diagramm unter dem Cowboy.

Trump finanziert die Steuersenkungen für die Reichen nun ganz ohne große erklärerische Umschweife aus reiner Neuverschuldung. Da ist er wenigsten ehrlich. Voodoo-Wirtschaft bzw. ein unhaltbares Ponzi-System bleibt Trumps Politik trotzdem - und sie wird irgendwann in einem Mega-Crash enden.  
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20.09.18 21:19

52872 Postings, 5251 Tage Anti Lemming# 231 - Sie heißen CLO

= Collateral Loan Obligations.

Es handelt sich um Verbriefungen, die durch besicherte Kredite gedeckt sind; diese werden in der Regel von einer Zweckgesellschaft* (Special Purpose Vehicle, SPV) verwaltet.

Neu sind CLOs allerdings nicht, denn sie waren neben den CDOs** die Hauptauslöser der 2008-Bankenkrise in USA.

* Mit solchen Zweckgesellschaften schlitterten 2008 ff. u. a. viele deutsche Landesbanken in den Pleiteabgrund, sie hatten diese SPV meist in Irland gegründet.

** CDO - Collateralized Debt Obligation - ist ein Oberbegriff für Finanzinstrumente, die zu der Gruppe der forderungsbesicherten Wertpapiere (englisch Asset Backed Securities) und strukturierten Kreditprodukten gehören. CDOs bestehen aus einem Portfolio aus festverzinslichen Wertpapieren.  

20.09.18 21:24

52872 Postings, 5251 Tage Anti LemmingKorrektur

CLO ist die Abkürzung für Collateralized Loan Obligation

 

20.09.18 21:33
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52872 Postings, 5251 Tage Anti LemmingDer Gier-Angst-Index

hat noch Luft nach oben, diese ist mit 75 aber bereits dünn.

Vor einem Jahr stand der Index auf 79 (extreme greed), während er am Tief des Januar/Februar-Absackers bis auf etwa 10 gesunken ist.

https://money.cnn.com/data/fear-and-greed/

Man beachte im Link auch die fünf Unterkategorien.
 
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20.09.18 22:04
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167 Postings, 660 Tage derberndPerf. seit Threadbeginn: +100,78%

Wie lange noch???  

20.09.18 22:38

432 Postings, 3164 Tage iBroker#133229, #133226, Studentenkredite, Sonstiges

@#133229:
Das waren die "Parameter" und die "tolle Leistung" unter Obama (#133225). Ebenso der Konsum an Cannabis wurde und wird nur seitens einer bestimmten Ideologie, die selbsternannten "Sozi-Progressive"-Gesellschaft, vorangetrieben.

Angesichts der aktuellen EU-weiten Herausforderungen, werden hoffentlich keine weiteren verstörten Ideologien nach EU importiert, denn ein einfaches "Alt-Right"-Abstempeln ist nicht nur am Thema vorbei, sondern wird auch nicht ausreichen diese "progressiven" Ideologien aus der repräsentativen Agenda der US-Demokraten rechtzufertigen. Neben importierten "open borders" sowie journalistische "Lügen und Lücken"-Propaganda, werden weitere verwirrten Ideologien, wie z.B. "toxische Männlichkeit", freie "Schniedel"-Erlaubnis im Frauenklo, Gender-Auswahl als Kind, "Sexismus", "Feminismus", "Rassismus"-Fantasien, uvm. auch Europa durcheinander bringen.

@#133226, student loans:

Und natürlich wirken zig Billionen an Krediten (Student loans, die fast jeder in USA erhält, die sich bei irgendeiner Lehrbude einschreibt) wachstumsfördernd - aber eben auf Pump und nicht nachhaltig.

..persönlich kann nicht erkennen, was da "wachstumsfördernd" sein soll, und offensichtlich die Wirtschaftsdaten unter Obama reflektieren u.a. genau das.

Neben dem offenbar nicht vorhandenen Benefit, sollte man nicht vergessen auch die moralischen Aspekte des "Sozial-Gerechtigkeit"-Heros zu erwähnen, denn für diese Kredite kann kein Privatkonkurs angemeldet werden. Ja, ein tolles gerechtes "Sozial-Gerechtigkeit"-Vorhaben gegenüber dem Bürger, sehr "sozi-demokratisch".

Wobei die Auswirkungen von diesen Studentenkrediten enden nicht hier, denn:

  1. die aggressive Vergabe der Staatskredite an Studenten begann mit Obama-Administration im Jahre 2008, welche unumgänglich die Gebühren für die Ausbildungsschulen noch weiter in die Höhe getrieben haben.
  2. ein zusätzlicher Nebeneffekt ist die negative Auswirkung auf das Verhältnis der Vermögenswerte des Staates, welche einen sehr hohen Prozentanteil (fast 45%) aus Studentenkrediten bestehen (siehe Anhang).
  3. diese "Lehrbuden" (jedenfalls die meisten davon) sind mit linken Ideologien infiziert, die Resultate kann man nicht übersehen: desinformierte "Snowflakes"-Aktivisten.


Hinsichtlich "Barack Hussein Obama"-Ära sind einiges an bedenklichen Aspekten, jedoch dafür ist die Zeit nicht wert sich zu widmen.

@#133226, Horizont:

Es ist beim beschränkten Ami-Horizont leider üblich

..was hat Europa im Gegensatz dazu für einen vorbildlichen Horizont anzubieten?


 
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20.09.18 22:55
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11074 Postings, 4075 Tage wawiduEin paar bemerkenswerte Zahlen

zum "großen Bild"  
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20.09.18 23:01
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52872 Postings, 5251 Tage Anti LemmingDow und SP-500 schließen auf ATH

https://www.marketwatch.com/story/...er-sp-500-near-record-2018-09-20

Der Nasdaq-Comp hatte Ende August sein ATH bei 8133; aktuell 8028 (SK). Wenn der Comp das Trio nicht anführt, ist das latent bärisch.
 

20.09.18 23:04

52872 Postings, 5251 Tage Anti LemmingAktieneinbrüche wegen Handelskrieg sind

neuerdings eine "Kaufgelegenheit". LOL.

If stocks drop, then Trump will pull out of trade war, so buy stocks...  

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