Der Zaubertrank gewaltbereiter Jugendlicher

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neuester Beitrag: 23.01.08 10:31
eröffnet am: 23.01.08 09:18 von: ruhrpott Anzahl Beiträge: 9
neuester Beitrag: 23.01.08 10:31 von: ich_will Leser gesamt: 1947
davon Heute: 1
bewertet mit 5 Sternen

23.01.08 09:18
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3051 Postings, 7271 Tage ruhrpottDer Zaubertrank gewaltbereiter Jugendlicher

Trend-Droge lässt Jugendliche durchdrehen

Von Stephan Orth

Das Medikament macht schmerzfrei, verdrängt Angst: Jugendliche, vor allem Muslime, bringen sich mit Tilidin in Stimmung, bevor sie Läden ausrauben oder Leute verprügeln. Bei Festnahmen wehren sich Verdächtige "wie die Berserker", sagt die Polizei.

hier gehts weiter

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Ausgedacht ist oft viel schöner als die Wahrheit.
Deshalb verkauft sich die BLÖD-Zeitung wie Sau.
Vorteil: Das Denken wird einem abgenommen.
Nachteil: Das Denken wird einem abgenommen.

Viele Grüße
aus dem Ruhrpott

Software is like sex. It's better when it's free.

23.01.08 09:26
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33457 Postings, 6988 Tage DarkKnightSuper Tipp, danke. Werde mal mit meinem

Arzt reden demnächst. Die ewige Kokserei geht doch allmählich ins Geld ...  

23.01.08 09:28
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176158 Postings, 6591 Tage GrinchWiedermal ein vollkommen unvoreingenommener

Artikel...  

23.01.08 09:30
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26159 Postings, 5704 Tage AbsoluterNeulingAu weia - wenn Grinch...

...nicht mal mehr auf Pfefferspray reagiert - dann Gnade uns Gott!
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Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage,
nicht für das, was Du verstehst.

23.01.08 09:42
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12907 Postings, 5344 Tage WoodstoreEigentlich warte ich schon seit längerem

auf genau diesen Artikel!!

Beängstigend, welche Schrittweite unserer Exekutiven,
dieser Artikeö an den Tag bringt!!
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Woodstore
Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt.

23.01.08 09:44

176158 Postings, 6591 Tage Grinch@AN: Pfefferspray? Lass es mich so ausdrücken:

Für nen eindrucksvollen Atem, nehm ich kein Odol!  

23.01.08 09:51

26159 Postings, 5704 Tage AbsoluterNeulingWenn man bedenkt, was Polizisten vorher schlucken,

Ist das dann Ausgleich oder Eskalation der pharmazeutischen Ausstattung?
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Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage,
nicht für das, was Du verstehst.

23.01.08 10:24
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5671 Postings, 4533 Tage LarsvomMarsDen Ruhrpott gibts auch noch :-)

Hast dich aber rar gemacht die letzte Zeit.
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Ministerium für außerplanetarische Angelegenheiten/
Außenkolonienkontaktdienst

23.01.08 10:31
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3483 Postings, 6041 Tage ich_willAuf Tilidin kannst du gut vögeln, weil es fast wie

Hier ein paar Gerüchte und Fakten dazu:

"Tilidin macht den Alltag leichter."

Nur nach den ersten Malen. Später wird es um so schwerer! Es kann zu körperlichen Problemen wie Krampfanfällen, Zittern, Erbrechen, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust mit Muskelabbau und zu verzerrter Wahrnehmung kommen!

"Auf Tilidin kannst du gut vögeln, weil es fast wie Viagra wirkt."

Stimmt nur am Anfang. Wenn du es eine Weile nimmst, passiert genau das Gegenteil: Du kannst nicht mehr richtig vögeln!

"Tilidin ist Medizin und keine Droge."

Fast alle Drogen sind als Medikamente entdeckt worden. Wird eine Medizin nicht zum Heilen eingesetzt, handelt es sich um Missbrauch!

"Tilidin ist ungefährlich."

Der zweckfremde Umgang damit ist auf jeden Fall riskant!


Wissenswertes über den Missbrauch von Tilidin
Das wichtigste vorweg: Der Missbrauch von Tilidin ist zwar zunehmend, aber die Situation sollte keineswegs dramatisiert werden. Von einem weit verbreiteten Phänomen unter jungen Menschen kann man nicht sprechen. In einigen Regionen in Berlin ist der Missbrauch allerdings auf dem Vormarsch.
Tilidin ist ein Schmerzmittel, dass zu den sog. Opioiden (das sind opiatartige Stoffe) zählt. Tilidin ohne den Zusatz Naloxon (ein Opiatantagonist s.u.) fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Als solches wird es in der Schmerztherapie kaum noch eingesetzt. Vor einigen Jahren wurde es u.a. unter dem Namen Valoron® vertrieben. Es war bei vielen Heroinkonsumenten als Ersatzstoff verbreitet. Um diesen Umstand zu verhindern, wurde dem Tilidin Naloxon zugefügt.
Naloxon ist ein Opioid-Antagonist, also ein Gegenspieler der opiumähnlichen Stoffe. Die Substanz bindet sehr gut an die dafür vorgesehenen Rezeptoren und blockiert diese, ohne eine opiumartige Wirkung auszulösen. Beim intravenösen Konsum kommt es zu sofortigen Entzugserscheinungen!!
Neben Tramadol gehört die Kombinaten von Tilidin mit Naloxon zu den am häufigsten angewendeten starken Schmerzmitteln, die nicht den besonderen Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes unterliegen.

Handelspräparate

Valoron® N Kapseln oder Lösung von der Fa. Gödecke enthalten Tilidin mit Naloxon.
Naloxon-HCL enthalten die jeweils 50 mg Tilidin-HCL mit 4 mg Naloxon-HCL,
Tilidin-ratiopharm® plus Tropfen von der Fa. Ratiopharm enthalten Tilidin mit Naloxon. 20 Tropfen beinhalten eine Dosierung von 50 mg Tilidin-HCL mit 4 mg Naloxon-HCL.
Tilidinhaltige Fertigarzneimittel (in Kombination mit Naloxon) verschiedener Hersteller in unterschiedlichen Darreichungsformen.

Rechtliches
Tilidin wird durch das BtMG als Betäubungsmittel eingestuft. Bei der festen Kombination mit dem Gegenspieler Naloxon unterliegt Tilidin nicht den strengen Bestimmungen des BtMG, sondern ist mit einer ärztlichen Verordnung in Apotheken erhältlich.

Wirkung
Opiumähnliche Schmerzmittel entfalten ihre schmerzstillende Wirkung im zentralen Nervensystem (Rückenmark und Gehirn), indem sie das körpereigene schmerzhemmende System aktivieren. Dieses System hemmt die Weiterleitung der Schmerzsignale zum Gehirn, wodurch die Empfindung von Schmerzen herabgesetzt wird.
Die Aktivierung des Systems erfolgt normalerweise durch körpereigene Substanzen, die z.B. in Stresssituationen gebildet werden, in denen die Handlungsfähigkeit des Körpers gewährleistet sein muss: In solchen Situationen, z.B. einer Fluchtreaktion, ist es sinnvoll, dass die Schmerzwahrnehmung unterdrückt wird. Durch Bindung der körpereigenen Substanzen (die sogenannten Endorphine) an den Empfangsstellen (Rezeptoren) des schmerzhemmenden Systems wird die Schmerzempfindlichkeit des Körpers herabgesetzt . Die opium-ähnlichen Schmerzmittel binden analog zu den körpereigenen Substanzen an den Rezeptoren des schmerzhemmenden Systems und aktivieren dieses, wodurch auch schwerste Schmerzen behandelt werden können.
In einigen Jugendgruppen erfreut sich Tilidin besonderer Beliebtheit, weil es gegen Schmerzen "immun " macht. Insbesondere bei körperlichen Auseinandersetzungen wird Tilidin gern vorher genommen.
Valoron® enthielt als Wirkstoff ursprünglich nur das opium-ähnliche Schmerzmittel Tilidin.

Da das Präparat aber aufgrund seiner euphorisierenden Wirkung (es kann Glücksgefühle auslösen) häufig missbräuchlich angewandt wurde, traten vermehrt Fälle einer Valoron®-Abhängigkeit auf.
Vor diesem Hintergrund wurde Valoron® um einen weiteren Wirkstoff, den opium-ähnlichen Schmerzmittel Naloxon, ergänzt. Der Trick beim Valoron® N ist nun, dass das Naloxon so niedrig dosiert ist, dass bei oraler Einnahme der üblichen Dosierungen keine Naloxon-Wirkung auftritt und das Tilidin seine schmerzstillende Wirkung entfaltet. Bei der missbräuchlichen Injektion von Valoron® N, wenn es also gespritzt wird, werden aber ausreichend hohe Naloxon-Konzentrationen im Blut erreicht, so dass die Tilidin-Wirkungen aufgehoben werden. Durch die Kombination dieser beiden Wirkstoffe konnte die missbräuchliche intravenöse Anwendung von Valoron® N als Ersatzdroge wirkungsvoll unterbunden werden.
Bei täglicher und fortgesetzter oraler Einnahme entwickelt sich eine körperliche Abhängigkeit.

Das Naloxon kommt nur bei einer intravenösen Gabe zur Wirkung, weil die Substanz kurz nach der Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt inaktiviert wird. Tilidin dagegen wird erst nach der Aufnahme über den Magen- Darm-Trakt in der Leber in die eigentlich wirksame Form umgewandelt.
Bei regelmäßigem und dauerhaften oralen Konsum (Schlucken) entwickelt sich eine handfeste Opiatabhängigkeit, die in der Entzugssymptomatik der des Heroinentzugs äußerst ähnlich ist.

Nebenwirkungen und Risiken

Der Dauerkonsum macht Opiatabhängig!
Tilidin beeinträchtigt das Wahrnehmungs- und Urteilsvermögen.
Fortgesetzter Gebrauch kann zu Schlafstörungen und Depressionen führen.
Tilidingebrauch macht fahruntüchtig.
Tilidingebrauch vermindert den Appetit und führt nach langem Gebrauch zu Gewichtsverlust und Muskelabbau.
Tilidingebrauch kann Krampfanfälle mit Zittern und Muskelkrämpfen hervorrufen
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DAS LEBEN WIE ES SEIN SOLLTE, ARIVA

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