Hypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0

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neuester Beitrag: 23.09.19 13:14
eröffnet am: 26.07.13 11:40 von: Scansoft Anzahl Beiträge: 23186
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26.07.13 11:40
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12519 Postings, 5143 Tage ScansoftHypoport - Kurschancen mit dem Finanzvertrieb 2.0

Ich habe mich in den letzten Monaten substantiell an Hypoport beteiligt. M.E. bietet die Aktie auf dem derzeitigen Niveau die reelle Chancen von nennenswerten Überrenditen in den nächsten 2-3 Jahren. Die Gründe für die Einschätzung stelle ich anschließend kurz dar und erläutere sie kurz:

1) Antizyklisches Investitionsmöglichkeit in der Finanzdienstleistungswirtschaft
Die Finanzdienstleistungswirtschaft in Deutschland befindet sich aktuell in der Krise, was man auch an den Aktienkursentwicklungen der Peers von Hypoport MLP, OVB und Aragon ersehen kann. Entsprechend sind die Bewertungen der dort operierenden Unternehmen allgemein depressiv mit teils einstelligen KGV´s. Da der Finanzdienstleistungsmarkt eher zyklisch verläuft deutet sich hier ein zyklischer Tiefpunkt an. Weiterer Vorteil von depressiven Marktstimmungen ist bekanntlich, dass nicht mehr zwischen guten und schlechten Unternehmen unterschieden wird (ähnlich wie in einer euphorischen Marktstimmung). Strukturell ist der Finanzdienstleistungsmarkt weiterhin ein Wachstumsmarkt, da die Marktmacht der Banken tendenziell sinkt und der Bedarf zur Altersvorsorge weiterhin hoch bleibt, da der Staat zunehmend seine Leistungsversprechen nicht mehr finanzieren kann. Im Vergleich zu Banken haben die Finanzdienstleistungsunternehmen den Vorteil im Hinblick auf die Assets deutlich transparenter zu sein und somit weniger unkalkulierbare Bilanzrisiken aufzuweisen. Für ein antizyklisches Investment insoweit ein interessantes Marktsegment.

2) Strukturell überlegendes Geschäftsmodell
Hypoport hat m.E. ein im Vergleich zum Wettbewerb strukturell überlegendes Geschäftsmodell, was dem Unternehmen ermöglichen wird auch in einem stagnierenden bzw. rezessiven Marktumfeld zweistellig organisch zu wachsen.
a) Allfinanzvertrieb Dr.Klein
Hypoport besitzt einen "normalen" Finanzvertrieb wie ähnlich z.B. AWD, OVB, Bonnfinanz, DVAG und MLP. Der Unterschied ist, dass dieser Vertrieb vollständig internetfokussiert und nachfrageorientiert ist. Dr. Klein berät, wenn eine Nachfragesituation beim Kunden vorhanden ist und "drückt"( in der Regel) keine ungewollten Produkte auf. Folge ist eine höhere Beratungsqualität und einhergehend eine relativ gute Markenreputation. Die notwendigen Leads werden sehr effizient über eigene Seiten (v.a. vergleich.de) im Internet generiert, wobei einfache Produkte über den Telefonvertrieb und komplexe Produkte über den Filialvertrieb verkauft werden. Im Unterschied zu reinen Onlinevertrieben wie Check24 und finanzen.de verfügt Dr.Klein auch über ein "Offline" Filialvertrieb der als Franchisemodell betrieben wird, was dem Unternehmen eine kapitalschonende Expansion in diesem Bereich ermöglicht. Dies zeigt, dass Dr.Klein im Gegensatz zu den vorgenannten Strukurvertrieben bei entscheidenen Elementen anders (m.E. besser) organisiert ist. Dieses "neue" Geschäftsmodell des Vertriebs scheint sich auch verstärkt in der Branche durchzusetzen, da Dr.Klein für sein Modell seit Jahren neue Berater gewinnen konnte, während bei fast allen Vertrieben diese Kennziffer rückgängig ist. Mit steigender Beraterzahl steigt bekanntlich auch die Vertriebsmacht und damit einhergehend der Wert des Vertriebes.

b) Europace
Das interessanteste Asset von Hypoport ein Europace. Ein Marktplatz für Finanzprodukte, der als Cloudsoftwarelösung bei Vertrieben und Produktgebern platziert wird. Dieser Marktplatz ist in seiner Konzeption einzigartig in Deutschland und wird über Finmas und Genopace aktuell auch im Sparkassen und Genossenschaftsbankensektor platziert. Der Marktplatz ermöglicht einen sehr effizienten Vertrieb bzw. die Abwicklung von Finanzierungsprodukten und scheint ein Marktbedürfnis zu befriedigen. Jedenfalls steigen die Umsätze auf dieser Plattform kontinuierlich an und haben zuletzt 2012 ein Volumen von 28 Mrd. erreicht. Insofern kann man nunmehr feststellen, dass sich diese Geschäftsidee bzw. dieses Geschäftsmodell in Deutschland durchgesetzt hat. Gerade bei neuartigen Geschäftsmodellen besteht regelmäßig die Gefahr, dass diese scheitern. Dies sehe ich bei Europace nicht mehr, da der erreichte Track Record eine beeindruckende Sprache spricht. Sobald sich eine Plattformlösung durchsetzt, proftiert der Inhaber dieser Plattform von zwei positiven Effekten. Dem Marktplatzeffekt und den hohe Grad an Skalierbarkeit( vgl. Ebay). Beide Effekte werden in den nächsten Jahren immer deutlicher hervortreten, da bislang die Investitionen in dem Plattformaufbau im Vordergrund standen, die bis dato schon über 50 Mill. EUR (mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung) betragen haben (aufgrund der Höhe der bislang geleisteten Investitionen sehe ich auch das Replacementrisiko durch Wettbewerber als gering an). Die "Erntezeit" bei Europace beginnt also erst langsam.
c) Maklertätigkeit für die Wohnungswirtschaft
In seinem dritten Geschäftsbereich ist Hypoport als Makler in der Wohnungswirtschaft tätig. Nach eigenen Angaben ist man hier Marktführer. Dies kann ich nicht verifizieren, allerdings generiert Hypoport hier seit Jahren kontinuierlich Ebitmargen von 30%, so dass hier offenbar ein Wettbewerbsvorteil gegeben ist.

Zu der zugegeben schwierigen und strittigen Frage der Bewertung des Unternehmens nehme ich im Verlauf der kommenden Tage nochmal gesondert Stellung.  
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Aktienmarkt ist halt kein Ponyhof
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17.09.19 13:43
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2230 Postings, 769 Tage CoshaWas passiert eigentlich ?

Wenn Immobilienpreise sinken sollten, wird dann bei weiterhin hohem Nachfrage Überhang weniger gekauft werden ?

Ja,aber was passiert denn wenn der Nachfrageüberhang nicht mehr bestehen sollte ?

Kauft man Wohnungen und Häuser denn in geringerem Maße,wenn die Preise dafür sinken,man weniger dafür bezahlen muß als ein halbes Jahr zuvor ?
Doch eher im Gegenteil.

Und wie will man den Nachfrageüberhang denn abbauen ?
Eben,durch bauen.

Oder,alle GrünRoten mal weg horchen,durch gesetzliche Kaufverbote. Aber spätestens dann wäre eine mit Mietdeckel und ähnlich dummen Reglementierungsauflagen eingeleiteter Staats"sozialismus" am Ende seiner Entwicklung angekommen. Ich vertraue da auf die demokratischen Gerichte und Verfassungsinstitutionen.  

17.09.19 13:58
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1162 Postings, 3462 Tage Thebat-FanHmm


Wenn die Immopreisblase platzt, dann platzen vermutlich auch alle Banken.

a) Weil sie dann eine Neubewertung der Immobilien vornehmen und ggfls. Sicherheiten nachfordern müssten.

b) Weil sie ihre Liquidität nicht mehr in den Markt drücken können und an den Strafzinsen der EZB ersticken. Ich wüsste jedenfalls nicht, welcher Bereich dann die riesigen Geldmengen noch aufsaugen soll.
 

17.09.19 14:15
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2230 Postings, 769 Tage CoshaMan sollte aber zunächst auch mal klären

was denn die verschiedenen Leute so unter einer Immobilienblase verstehen, da wird glaub ich einiges in den Topf geschmissen was nicht zusammen gehört.

Ich kann keine Blase im Entstehen wie in den USA,dort war es auch weniger eine Immobilien- denn eine Kreditblase.

Sehe auch in der Breite keinen spekulativen Bau von zuviel Immobilien für einen zu geringen Bedarf. Wenn in Berlin z.B. vereinzelt solche Eigentumswohnungen entstehen ist das mit London und New York vergleichbar,das sind aber eher Spezialfälle und haben nix mit einer allgemeinen Blasenbildung zu tun.

Es ist doch andersrum. Der Bedarf ist da in der Breite und er verschärft sich aktuell weil man 10 Jahre und mehr verschlafen,den realen Bedarf nicht gesehen hat.
Nun hat man ihn angeblich erkannt in dem Sinne das alle drüber reden, Baugenehmigungen und Bautätigkeit kommen aber eher schleppend in Gang.

Die Preise sind,bis auf Nischen und Spezialsituationen s.o.,genau deshalb gestiegen,weil eine steigende Nachfrage auf ein zu geringes Angebot am Markt stößt.
Wenn sich das Preisniveau wieder nach unten anpaßt in ein paar Jahren,weil sich das marktwirtschaftliche Ungleichgewicht verringert wäre das doch nur gesund und das Gegenteil von Blasenbildung.  

17.09.19 17:10
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167 Postings, 1419 Tage RagnarLothbrokRichtig Cosha

eine "Blase" wird hier immer mit einer Marktübertreibung bei den Preisen gleich gesetzt. Das ist aber überhaupt nicht das gleiche. Ich wundere mich auch immer, wenn ich solche Artikel lese und die dort schreibenden Experten von einer Immobilienblase sprechen. Vollkommener Quatsch.

Eine Blase im Immobereich ist es nur, wenn die Sicherheiten (das Häusle) für die Bank weit unter dem dafür gewährten Kredit liegen. z.B. Haus 400k Wert, Kredit läuft über 800k. Das würde ein Bank in Deutschland nie machen (im Gegensatz zu den Ami's 2008).
Und selbst dann platzt die Blase erstmal nicht einfach so. Sie platzt nur dann, wenn es viele aussergewöhnliche Ausfälle bei den Krediten gibt  und die Banken die Buden dann zwangsversteigern zu einem unterirdischen Preis. So war das in Amerika, vereinfacht gesagt.
Und warum war das damals so in Amerika? Die haben am Anfang bei der Kreditvergabe schon einen Fehler gemacht. Für das 60k$ Haus haste einen 100k$ Kredit bekommen, um dir noch gleich einen Pickup zu kaufen und die ersten 6 Semester für das College Deiner Tochter zu finanzieren. Das lief auch Jahre gut, alle haben ihr Geschäft gemacht. Bis eben die Ausfälle (wegen Abschwung) immer mehr wurden. Ich habe das in meine entfernten Familie genauso erlebt.

Sowas kommt in Deutschland nicht vor. Also dieses Geld hinterherschmeissen. Wer hier schonmal ein Baufidarlehen aufgenommen hat, weiß das.

Ich kann Cosha nur Recht geben. Die Preisübertreibung am Markt findet erst sein Ende, wenn der Bedarf gedeckt ist. Das dauert schon noch. Und wenn der Bedarf gedeckt ist wird, sinken die Preise und neuer Bedarf wird geschaffen (für die, die es sich vorher nicht leisten konnten).

Egal wie man es dreht, in allen Szenarien wird finanziert und Hypoport hat etwas davon.

Das größte Risiko für mich ist die Sattheit der Deutschen, die Überalterung und "die Bestandswahrung" (Grenzen hoch) und keiner will mehr Kinder weil die stören.  All das lässt uns mittelfristig Schrumpfen und in die 2. Liga der Industrienationen abgleiten.

RL  

17.09.19 17:16
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12519 Postings, 5143 Tage ScansoftIch habe gerade spontan

angefangen zu weinen. Schon seltsam. Als Hypoportaktionär kennt man solche Baissephasen ja gar nicht mehr:-) Man müsste mal einen Thyssen Aktionär fragen, wie man so etwas emotional bewältigt:-)
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The vision to see, the courage to buy and the patience to hold

17.09.19 17:30
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1862 Postings, 7231 Tage NetfoxNoch 5 Minuten Zeit zum Jammern...

yellMistaktie! yell Selbst der DAX hat in den letzten 3 Monaten besser performt!



 

17.09.19 17:50
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3430 Postings, 3766 Tage AngelaF.@Scansoft

Deine Tränen und die Tränen der Thyssenaktionäre in Ehren ;-)

aaaaaaaber

was sind die paar Tränchen im Vergleich zu dem Tränenmeer, dass seit einigen Jahren jedes Jahr auf`s Neue von den Festgeldanlegern geweint wird, deren Geld von der Inflation langsam, aber sicher aufgefressen wird. Mit dem Hypodampfer auf`s Börsenmeer zu fahren mag wegen ein paar Haien manchmal etwas gefährlich sein, aber mit dem Festgeldtretboot im Tränenmeer zu versinken ist sicherlich auch" irgendwie anders als lustig".

Eine Gedenkminute zu Ehren der Festgeldanleger ...   ;-)

 

17.09.19 18:12
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865 Postings, 4394 Tage Don GeromeAch so ...

dann weiß ich jetzt endlich, warum unser Olaf Scholz immer so sparsam guggt -

lt. neuestem Interview hat er alles auf Sparbuch und !!! Girokonto -

was für ein Finanzexperte, hoffentlich hat er bei der Expertise nen einträglichen Job ...
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Das Leben ist eines der Schönsten ...

17.09.19 18:19
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1862 Postings, 7231 Tage Netfox@Don

Ne - echt jetzt? Was für ein Vorbild! Aber als Politiker  muß man ja keine  finanzielle Vorsorge fürs Alter betreiben.  

17.09.19 20:19
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240 Postings, 498 Tage Der_SchakalEin kleines Trostpflaster gibt es ja noch:

 
Angehängte Grafik:
screenshot_2019-09-....png
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17.09.19 21:40

618 Postings, 1300 Tage El PrimeroGenau vor einem Jahr

war der Startschuss von 210 Euro , in 4 Monaten , auf 140 Euro in die Knie zu gehen.

Bei 190 Euro werde ich mich mal wieder in die Startlöcher begeben.

Habe ich vor Monaten schon mal geschrieben.  

17.09.19 22:11
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1862 Postings, 7231 Tage NetfoxNa ja, damals ging es ja mit dem

Gesamtmarkt bis Ende des Jahres kräftig nach unten.  Der Markt ist ja jetzt relativ stabil. Die 12-Monatsperformance von 14% ist ja nicht so schlecht. Allerdings erscheint Hypo damit eher noch abgeschlagen erst auf der zweiten Seite der PRIME-ALL-SHARE Performanceliste.
 

17.09.19 22:26

618 Postings, 1300 Tage El PrimeroAlso Leute

so lange ich an der Börse aktiv bin, hat es noch nicht ein Jahr gegeben, in dem nicht mindestens ein viertel Jahr ein mehr oder weniger großer Crash stattfand. Im Moment stehen wir doch erst am Anfang. Wartet mal den nächsten Freitag ab, dann werden unsere super Politiker uns mitteilen wie viele Milliarden wir  Bürger löhnen müssen um unsere Gäste zu ernähren, ähh Entschuldigung um das Weltklima zu retten.

Wie gesagt erst der Anfang !  

18.09.19 07:09

1632 Postings, 6590 Tage staycoolEs ist einfach so dass

ich jedes nal wieder aufs neue entsetzt bin wieviel MK innerhalb von 5 Tagen bei HYP vernichtet wird.
Warum wird diese Aktien nicht einfach mal stabil und hoert mit diesen 40 Euro Schwankungen auf.
 

18.09.19 07:23
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1124 Postings, 1432 Tage unratgeberstaycool

es gab Zeiten, da wären "40 EUR Schwankungen", über die Du Dich beklagst, 100%, 50%,... gewesen, jetzt sind es von sagen wir 260 auf 220 aber "nur" ca. 15%. Da waren in der Vergangenheit von ~90 in den mittleren 60er Bereich (wenn ich mich recht erinnere) ca. 30% Downer dabei. Also noch ist alles nur halb so schlimm finde ich. Und ich denke für die "Aktionärshygiene" braucht es das einfach, auch wenn es natürlich nicht schön ist.

Ich werde dieses Mal, wenn es noch deutlich weiter runter geht, nicht den Fehler machen und nicht nachlegen. Zwar dosiert, aber ich lege nach :-)  

18.09.19 07:26

1124 Postings, 1432 Tage unratgeberNachtrag

sorry, mit den 100% war natürlich Quatsch...  

18.09.19 08:42
1

453 Postings, 1676 Tage hellshefeNee, stimmt schon

2015 wäre eine 40 ?  Vola 100% gewesen
wink

 

18.09.19 08:56

1632 Postings, 6590 Tage staycoolJepp war ich auch dabei...

frage mich wie gesagt warum dort nicht endlich mal Stabilitaet reinkommt.  

18.09.19 15:01

557 Postings, 1167 Tage mad-jayJammern

Ist heute Abend wieder Jammerstunde?  

18.09.19 15:22
2

340 Postings, 2295 Tage MäusevermehrerJammerstunde

Die Jammerstunde findet heute aus gegebenem Anlass im Nachbarthread statt  

18.09.19 15:40
2

2230 Postings, 769 Tage CoshaFINMAS Tagung gestern

EUROPACE Konferenz heute,mit über 500 Teilnehmern.
Jammern hört man niemanden,alle flüstern un zwitschern von spannenden Vorträgen und interessanten Gesprächen.  

19.09.19 16:59

2488 Postings, 2174 Tage Benz1Sehr schön

jetzt wieder die 230 und mehr erreicht, bin beruhigter.........  

20.09.19 21:41

241 Postings, 382 Tage Hein_Blödwow...

.... mal wieder eine schöne Schlussauktion pünktlich zu Wochenende,
schönes selbiges  

22.09.19 09:34
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3430 Postings, 3766 Tage AngelaF.Meine Sicht der Dinge - 45

Von zweierlei Rückgängen


Heute ein paar Worte, die den kürzlich erfolgten Rückgang des Hypoportkurses und die Reaktionen darauf etwas näher betrachten...

Ein Teil der Menschen, die in Aktien investieren, tut dies, um unabhängig von ihrem Job bzw. dem Geldverdienenmüssen zu werden. Sie begeben sich sozusagen auf einen Weg, an dessen Ziel die finanzielle Unabhängigkeit lockt. Steigen die Kurse im Depot, gelangen sie auf diesem Weg ein Stück voran. Sinken die Kurse, werden sie auf diesem Weg ?zurückgeworfen?. Da Kursrückgänge von Aktien wie Hypoport in der Regel nur eine zeitlich befristete Sache sind, denen neue Höchststände folgen werden, tauchen an dieser Stelle Fragen auf ...

Warum belastet es viele Aktionäre, wenn der Kurs einer solchen Aktie zwar sinkt, aber nur, um früher oder später neue Höchststände zu erreichen? Ist es wirklich dieser kleine Schritt zurück oder möglicherweise eine tiefergehende Sache, wenn sich die Laune des Aktionärs dadurch so verschlechtert, dass es manches Mal schon fast depressive Züge annimmt?

Betrachtet man den ?Schritt zurück? mal von einem anderen Standpunkt, so zeigt sich da noch etwas anderes ... es wird noch ein anderer Verlust als der Kursverlust sichtbar. Und zwar der Verlust des Stück Weges, das man schon als hinter sich gelassen wähnte. Aber weshalb löst dieser Verlust im Aktionär Gefühle aus, die die Sonne in seiner inneren Welt verdunkeln?

Geht man dieser Frage auf den Grund, wird ersichtlich, dass das Leben von Beginn an begleitet wird von Verlusten ? als Allererstes die Wärme des Mutterleibs, dann die Kindheit, die Jugend ... irgendwann auch das Leben selbst. Das wäre alles an sich kein Problem, da nach jedem Verlust etwas Neues kommt. Genauer gesagt? darauf wartet, kommen zu dürfen. Aber das ist manchmal schwer für das Neue. Denn solange der Mensch/Aktionär dem Verlust noch hinterhertrauert und ihn bejammert, wird es kaum die Möglichkeit haben, sich ihm zu nähern.

Ich habe das Gefühl, die Kunst des Lebens und auch die, an der Börse "überleben" zu können, besteht darin, (irgendwann) damit aufzuhören, den Verlust zu betrauern und zu bejammern, und dankbar zu sein, was nach dem Verlust geblieben ist. Die Dankbarkeit über das Verbliebene sorgt dafür, dass der Mensch offenbleiben kann und dem Neuen (das darauf wartet, zu ihm kommen zu dürfen) die Chance gibt, sich in ihm auszubreiten. Damit wir das tun, wozu wir Menschen in diese Welt hineingelassen wurden ...

Blockaden lösen und die Dinge in Fluss bringen. ?  

23.09.19 13:14
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2230 Postings, 769 Tage CoshaSparkassen als Regionale Plattformen

Hier ist ja nicht viel los, darum etwas informatives nachgereicht.

https://bankstil.de/mit-regionalen-plattformen-gegen-bigtech
https://blog.starfinanz.de/interview-mit-gabriel-rath-sparkasse/

Die Ostseesparkasse ist EUROPACE Kunde und zum Themenbereich Plattformökonomie und All-in-One Kundenplattformen wurde auf der FINMAS Tagung informiert und diskutiert.  

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