Nationalismus stoppen

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neuester Beitrag: 08.04.20 17:09
eröffnet am: 21.01.17 20:16 von: ulm000 Anzahl Beiträge: 15062
neuester Beitrag: 08.04.20 17:09 von: Radelfan Leser gesamt: 1103730
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21.01.17 20:16
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15514 Postings, 4216 Tage ulm000Nationalismus stoppen

Nach der gestrigen katastrophalen Trump-Rede muss eigentlich jedem überzeugten Demokraten mulmig geworden sein, dass dieser Typ nun der mächtigste Mann auf der Welt ist. Ein Typ bei dem Ignoranz, geschürter Hass und Halbwahrheiten ganz oben auf der Agenda stehen ist ein gefährlicher Typ und wenn man sich dann noch anschaut welcher rechtsgesinnter Mainstreet sich heute in Koblenz getroffen hat und mit Parolen nur so um sich geschmissen haben (z.B. "Gestern ein neues Amerika, heute Koblenz und morgen ein neues Europa" von diesem Holländer Geert Wilders), dann wird es langsam Zeit, dass jeder freiheitsliebende Demokrat diesen Nationalisten die Stirn zeigt. Sei es im Internet, sei es in normalen Gesprächen/Diskussionen mit Verwanden, Freunden und Bekannten, aber auch auf Demonstrationen. Man sollte, NEIN man muss eigentlich diesen Nationalisten mittlerweile zeigen, dass sie nicht das Volk sind. Wenn man das nicht tut, dann meinen diese selbstherrlichen Nationalisten wirklich sie seien das Volk.

Wohin Nationalismus hinführt das haben uns der 1. Weltkrieg und der 2. Weltkrieg gezeigt. Wer möchte seinen Kinder/Enkel eine Welt hinterlassen in der Andersdenkende und Ausländer geschasst werden und wo es nur eine Frage der Zeit ist wann es zu einem ganz großen Krieg kommen wird ?

Sehr, sehr positiv ist, dass sehr iele Amerikaner heute Flagge zeigen gegen diesen Trump und gehen auf die Strasse um gegen die ?Trumpsche Plattform für Hass und Bigotterie? zu demonstrieren:

http://www.faz.net/aktuell/politik/...ieren-gegen-trump-14714828.html
("Hunderttausende Frauen demonstrieren gegen Trump")

Ich denke die Zeit ist nun wirklich gekommen um generell diesen aufkeimenden Nationalismus ganz energisch anzukämpfen und zu zeigen dass das europäische Nationalismus-Establishment um die Le Pen, dem Hölländer Wilders, dem Italiener Salvini und der Petry nichts anderes sind als reine Schaumschläger.
 
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15036 Postings ausgeblendet.

07.04.20 19:14
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181 Postings, 218 Tage Leonardo da VinciDurchseuchung und Herdenimmunisierung

ist das nicht irgendwie so richtig rechtes Nazi-Speach?  

07.04.20 19:18
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5179 Postings, 1003 Tage goldikAus einem Artikel von C. Achenbach

"Wenn es eine neue Norm gibt, dann ist es eine recht normale Verhaltensweise, dass Abweichler auf ihr Verhalten hingewiesen werden ? gerade von Personen, die sich sehr mit einer Gruppe identifizieren", sagt Julia Becker, Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Osnabrück. Wer jemanden direkt auf sein Fehlverhalten hinweise, beweise im Grunde eine Form von Zivilcourage, da er ja auch risikiere, sich Ärger einzuhandeln, sagt die Wissenschaftlerin.
Autoritarismus und Angst

Wer allerdings bei der Polizei anruft, um ein mögliches Fehlverhalten eines Mitbürgers zu melden, bei dem wird es psychologisch schon interessanter. Julia Becker nennt zwei Gründe für diese Form von "Corona-Petzerei": Autoritarismus und Angst.

Es gibt Menschen, bei denen das besonders stark ausgeprägt ist, was Experten als "autoritäre Aggression" bezeichnen. Damit ist gemeint, dass sich eine Person schnell bedroht fühlt und aus einem Gefühl heraus agiert, dem, was von oben befohlen wird, Folge leisten und es durchsetzen zu müssen. "Sie fühlen sich dazu berufen, dafür zu sorgen, dass sich alle an die neue Ordnung halten müssen", sagt Julia Becker über diese Menschen.

Auf der anderen Seite steht die Angst. Becker unterscheidet verschiedene Formen von Angst, darunter die Angst vor epistemischer Unsicherheit und die existenzielle Angst. Ersteres bedeutet, dass Menschen besonders schlecht mit Unwägbarkeiten umgehen können, letzteres steht für einen hohen Bedarf an physischer Sicherheit. Und mit beidem sieht es in Zeiten von Corona schlecht aus.

"Bist du dir sicher, dass du reinkommen darfst?" ? "Wieso? Wir sind doch nur zu zweit und feiern hier keine Party." ? "Ja, aber das mit den nur zwei Personen galt doch nur für den öffentlichen Raum, oder? Zu Hause gilt absolute Kontaktvermeidung." ? "Was macht das denn für einen Unterschied, ob wir uns hier drinnen treffen oder draußen spazieren gehen?" ? "Die Aerosolen, die infektiösen Aerosolen machen den Unterschied! War mir auch nicht so klar, aber mein Nachbar hat mir das erklärt. Natürlich nur über den Balkon hinweg." ? "Natürlich."
Kontrollen in Privatwohnungen?

Wie ist das überhaupt mit den Kontrollen im privaten Raum? Angenommen, jemand empfängt Gäste, ein Nachbar hat beobachtet, wie Menschen ins Haus gegangen sind ? darf die Polizei dann einfach klingeln, sich Einlass verschaffen und "durchzählen"?

"Das ist schwierig", gibt Polizeisprecher Matthias Bekermann zu. Denn es gelte weiterhin das Recht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung. Wenn jetzt ein Schild an der Tür hinge: "Heute Corona-Party" ? dann sei die Sache relativ klar. "Ansonsten hat es uns bislang sehr geholfen, einfach mit den Leuten zu reden", so der Beamte. In den allermeisten Fällen sei man dabei auf Wohlwollen und Einsicht gestoßen. "Es ist eine Ausnahmesituation für alle", sagt der Polizeisprecher. "Wir müssen da einfach auf die Vernunft setzen."  

07.04.20 19:20
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5179 Postings, 1003 Tage goldikVielleicht auch was für

etwaige "Angstbeißer" in anderen Foren?
 

07.04.20 19:31
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5179 Postings, 1003 Tage goldikKönnte helfen:

Man muß ganz offen mit den Leuten Kommunizieren...
The video is not or not available anymore

Osnabrück. Die Corona-Krise wirft nicht nur medizinische, sondern auch psychologische Fragen auf. Warum gibt es Hamsterkäufe? Und wieso wollen sich viele partout nicht an die Regeln des Social Distancing halten? Für den Osnabrücker Wirtschaftspsychologen Uwe Kanning, der 2016 zu Deutschlands "Professor des Jahres" gewählt wurde, sind solche Phänomene gut erklärbar, wie er im Interview sagt.

Herr Professor Kanning, obwohl die Supermärkte stetig beliefert werden und jeder weiter zum Einkaufen das Haus verlassen darf, gibt es auch in Osnabrück weiter Hamsterkäufe. Warum verhalten sich viele Menschen derart irrational?

Ich glaube, dafür gibt es einen ziemlich einfachen Grund. Vieles in der Psychologie lässt sich über soziale Vergleichsprozesse erklären, dahinter steht eine klassische sozialpsychologische Theorie, die sich im Kern mit folgender Frage beschäftigt: Wie kommen Menschen eigentlich zu der Überzeugung, dass ihr Verhalten und ihre Einstellungen richtig sind? Und ein ganz wichtiger Faktor dabei sind soziale Vergleiche. Man vergleicht sich mit anderen Menschen, und wenn man dann sieht, dass viele ein bestimmtes Verhalten zeigen, und man selbst zeigt dieses Verhalten nicht, kann einen das verunsichern. Viele Menschen fangen dann an, ihr Verhalten zu ändern. Ich bin mir sicher, dass anfangs noch viel mehr Leute als jetzt die Hamsterkäufe befremdlich fanden. Doch wenn sie merken, dass diese Hamsterkäufe einfach nicht aufhören, dass es immer und immer weitergeht, dann fangen sie irgendwann an, das eigene Verhalten anzuzweifeln und das der anderen als gar nicht mehr so verrückt zu empfinden. So knicken nach und nach immer mehr Menschen ein.

Und was hat dazu geführt, dass sich so viele Menschen nicht an das Social Distancing gehalten haben, sodass die Regierung ein Kontaktverbot erlassen musste?

Aus der Forschung weiß man: Geht es um Prozesse, bei denen den Menschen etwas oktroyiert wird, spielt die Kommunikation eine ganz wichtige Rolle. Wir kennen das auch aus Unternehmen. Wenn man Change-Prozesse durchführt, also eine Fusion oder große Umstrukturierungsmaßnahmen, scheitern die ganz oft ? und zwar nicht nur, weil es Management-Fehler gibt. Sehr häufig liegt es auch an den Mitarbeitern, die das ganze Projekt regelrecht torpedieren, permanent Sand ins Getriebe streuen. Und wir wissen, dass es dafür nur eine Lösung gibt: Man muss ganz offen mit den Leuten kommunizieren, sie mit ihren Gefühlen und Befürchtungen ernst nehmen und ihnen alles plausibel erklären. Und wenn ich derzeit in die Medien schaue, habe ich den Eindruck, dass das auch gemacht wird. Eines kann man also schon mal festhalten: An den Informationen kann es eigentlich nicht gelegen haben.
Zur Person
Prof. Dr. Uwe Kanning
Uwe Kanning wurde 1966 geboren, machte in Duisburg sein Abitur und studierte Psychologie in Münster, wo er auch heute noch lebt. Seit 2009 ist er Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück. Uwe Kanning ist ein Experte für Themen wie Personalauswahl, Personalmanagement und Führung. Besondere Beachtung fanden seine Arbeiten zu unseriösen Auswahlmethoden von Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt. Im Jahr 2016 wurde Kanning bei der Wahl des Magazins "Unicum Beruf" in der Kategorie "Medizin/Naturwissenschaften" zu Deutschlands "Professor des Jahres" gekürt.

Nun belegen aber Studien, dass gerade sehr junge Menschen immer weniger Nachrichten konsumieren. Einige ignorieren sie sogar komplett.

Das stimmt natürlich. Ich hatte eine ältere, bürgerliche Klientel im Kopf, die regelmäßig "Tagesschau" guckt und immer gut informiert ist. Bei einigen jungen Leuten sieht es anders aus, und es waren sicher auch vor allem junge Leute, die Corona-Partys gefeiert oder sich in größeren Gruppen zum Biertrinken in den Park gesetzt haben. Natürlich nutzen viele von denen völlig andere Medienkanäle, aber ich glaube, ein ganz anderes Problem kommt noch hinzu: Diese jungen Menschen gehören nicht zur Risikogruppe. Selbst wenn die sich infizieren, werden sie wohl kaum ernsthaft erkranken. Sie müssen daher erst mal begreifen, dass sie das Social Distancing nicht für sich machen, sondern für andere.

Und ist das dann eine Abstraktion, an der viele emotional oder auch intellektuell scheitern?

Exakt. Das Ziel von Social Distancing ist für viele Menschen total abstrakt, denn sie machen es ja für Menschen, die sie überhaupt nicht kennen. Um das zu verstehen, kann man wieder in die Forschung schauen, zum Beispiel in die Aggressionsforschung. Aus der weiß man, dass es sehr viel einfacher ist, gegenüber einem anderen Menschen aggressives Verhalten zu zeigen, wenn man ihn nicht als Individuum wahrnimmt. Man nennt das Deindividuation. Wenn man das auf die aktuelle Situation überträgt ? hier geht es zwar eigentlich nicht um aggressives Verhalten, aber das Prinzip ist ähnlich ?, dann müsste man im Grunde sagen: Die medialen Informationen sind gut, aber für Menschen, die nicht zur Risiko-Gruppe gehören, müsste man sie noch konkreter machen. Man müsste der Gefahr Gesichter geben, zum Beispiel Menschen zeigen, die eine Lungentransplantation hinter sich haben und sagen, was die jetzige Situation für sie bedeutet. Und natürlich wäre es zumindest aus diesem Blickwinkel hilfreich, wenn man etwas über die Menschen erfährt, die schon gestorben sind ? selbstverständlich nur, wenn die Angehörigen dem zustimmen. Momentan ist zumindest in Deutschland die Wahrscheinlichkeit, dass man im Familien- oder Bekanntenkreis jemanden hat, der an den Folgen von Corona gestorben ist, noch praktisch bei Null. Wenn dann beispielsweise eine junge Frau auftreten würde, die sagt, wie traurig sie darüber ist, dass sie ihre Oma verloren hat, hätte das mit Sicherheit auch eine starke Wirkung auf diejenigen, die bislang noch in größeren Gruppen draußen herumgelaufen sind und sich vielleicht auch jetzt noch dem Kontaktverbot widersetzen.

Sie unterrichten Wirtschaftspsychologie und kennen sich auch hervorragend mit unserer Arbeitswelt aus. Wie wird sich die durch die Corona-Krise verändern?

Das Homeoffice ist sicher etwas, das durch diese Krise einen ganz starken Schub erleben wird. Dieser Gedanke ?ich muss meine Mitarbeiter hier vor Ort haben, damit ich sie kontrollieren kann?, herrscht in den meisten Großunternehmen zwar nicht mehr, aber bei vielen kleinen und mittelständischen Firmen schon ? und die meisten Menschen in Deutschland arbeiten bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. In dieser Krise ist das Homeoffice etwas, was auch viele von diesen Unternehmen verstärkt ausprobieren müssen. Für die Zeit nach Corona wird diese Erfahrung das Arbeitsleben verändern, einfach, weil man gesehen hat, dass es funktioniert. Es wird sicher nicht so sein, dass alle, die jetzt fünf Tage von zu Hause aus arbeiten, das auch nach der Krise tun werden ? aber vielleicht ja ein oder zwei Tage pro Woche. Und das wäre schon ein großer Fortschritt.

 

08.04.20 10:34
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6651 Postings, 827 Tage AgaphantusRechte Szene konsequent entwaffnen

Ulm hatte es ja gestern Nachmittag auch schon thematisiert.
Erschreckend für mich, dass es Rechtsextremen immer noch möglich ist, legal an Waffenscheine zu kommen. Wenn die Personen bekannt sind, muss da doch ein Riegel vorgeschoben werden!
Illegalen Waffenbesitz wird man damit sicher nicht unterbinden, aber wo will man denn sonst damit anfangen?

"Ende vergangenen Jahres besaßen insgesamt 892 Rechtsextremisten und damit 100 mehr als im Vorjahr eine oder mehrere waffenrechtliche Erlaubnisse, sagte Mihalic. "Diese Entwicklung spricht für eine gefährliche Aufrüstung innerhalb der Szene.""
 

08.04.20 10:40
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6651 Postings, 827 Tage Agaphantusrechtsextreme Nachbarschaftshilfe

In Meck-Pom hat es ja schon vor Jahren funktioniert (Stichwort Jamel), dass die Rechten als Kümmerer und Helfer in Dörfern auftreten. Nun im Zeichen der Corona Krise wird anscheinend das Tätigkeitsfeld ausgeweitet. In Thüringen und Bayern treten wohl immer häufiger Helfer und Kümmerer auf.

"Manche in der Szene spielten Kramer zufolge auch mit dem Gedanken, die Krise mit Hilfe von Anschlägen noch weiter zuzuspitzen ? oder unternähmen umgekehrt den Versuch, sich Bürgern als Kümmerer und Helfer anzubieten. Letzteres habe zum Beispiel in Südthüringen schon teilweise funktioniert."

"Besonders aktiv sei die rechtsextreme Partei Der Dritte Weg, die mittlerweile in den Regionen München, Erlangen und Bamberg Hilfe im Alltag oder beim Einkaufen anbiete."
 

08.04.20 10:46
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15514 Postings, 4216 Tage ulm000Interview mit AfD Mann Paderziki

Für seinen Vorschlag einer Spaltung der AfD in ein Lager der "Gemäßigten" und den radikalen "Flügel" erntete der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen heftige Kritik. Mittlerweile ist er zurückgerudert. Zerbricht die AfD? ...
Der Berliner AfD Fraktionsvorsitzender Paderzki im Interview mit dem RBB und mit teilweiser heftiger Kritik an seine Partei - läuft alles andere als rund in der AfD und das wird von Woche zu Woche sichtbarer:

- zu Meuthens Spaltungsplänen: "Ich halte es grundsätzlich für richtig, dass sich der Bundesvorstand Gedanken darüber macht, wie die Strategie zukünftig ausschauen soll. Denn wir wissen, die AfD ist derzeit in einem 12-bis-16-Prozent-Bereich bei der Wählerzustimmung und das reicht nicht für eine Volkspartei"

- Kabitz muss aus der AfD raus, wenn sich tatsächlich herausstellen sollte, dass er Mitglied bei der rechtsextremen HDJ war

- "Das Problem, das wir in der AfD haben, und das habe ich immer wieder sehr offen gesagt: Wir haben etliche Opportunisten in der Partei"

- "Es fällt auch mittlerweile vielen AfD Mitgliedern auf, dass eben Allianzen geschmiedet werden, nur um die eigene Position zu behaupten"

- zur Corona-Krise: "Da muss ich sagen, das wirkt für mich alles ein wenig unkoordiniert. Ich weiß auch, dass es Unmut in der Bundestagsfraktion hervorgerufen hat, dass hier keine Führung stattfindet, keine klare Positionierung, keine klare Linie da ist"

Die beste Frage an AfD mann Paderzki zum Schluss, denn genau diese Frage zeigt nur zu gut warum Meuthen in der letzten Woche eine Spaltung der AfD angeregt hat, da es zwei nicht kompatible Strömungen innerhalb der AfD gibt. Quasi eine Partei wie DIE LINKEN mit Höcke und Kalbitz und quasi eine marktradikale neoliberale Partei ähnlich wie die FDP mit Meuthen an der Spitze. Jetzt aber die für mich interessanteste Frage in diesem Interview:

"Die AfD unter dem Einfluss von Höcke, Kalbitz und Co. hat in den vergangenen Monaten auch eine inhaltliche Wandlung durchgemacht. Der Gesellschaftsansatz, den die beiden verfolgen, steht dem freien Markt und dem Unternehmertum grundlegend kritisch gegenüber. Das sind zum Teil kollektivistische Gesellschafts-Ansätze, die in den Sozialismus hineinreichen. Lässt sich das mit dem ursprünglich wirtschaftsliberalen Kurs der AfD auf Dauer überhaupt vereinen?"  

08.04.20 11:38
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8514 Postings, 4012 Tage AkhenateGute Frage, ulm

Die  NSDAP und Goebbels verstanden sich am Anfang ja auch als anti-bürgerliche Partei.

Das läuft Gauland und Meuthen diametral zuwider.

Auf Dauer muß es hier großen Knatsch geben. Alle Versuche hier eine Einheit reinzubringen müssen scheitern. Gut so.
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Beware the Ides of Merz

08.04.20 11:58
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45591 Postings, 4323 Tage Fillorkillzum Teil kollektivistische Gesellschafts-Ansätze

Kann man sich jedenfalls vorstellen, dass das notorische DDR-Bashing ('Säuglingsmorde'), wie man es aus von Westlern dominierten Haterforen hören kann, im Osten gar nicht gut ankommt. Denn da will man nicht nur DDR-Biographien nicht mit diesem übergriffigen Tonfall entwertet sehen, sondern man strebt als originaler SED-Nachfolger nichts geringeres als die Fortsetzung des Sozialismus mit völkischem Antlitz an. Das beste aus den beiden deutschen Diktaturen mitnehmen, darauf lautet hier die grosse Gesellschaftsutopie. Faktisch handelt es sich da also längst um zwei Bewegungen, die nur noch der Hass auf das bürgerlich-konservative zusammenhält.

'Denn wir wissen, die AfD ist derzeit in einem 12-bis-16-Prozent-Bereich bei der Wählerzustimmung'. Weiss nicht, wo dieser verträumte inverse Gutmensch diese Zahlen her hat. Jedenfalls nicht aus den aktuellen Umfragen, denn dort bewegt sich die AFD bei allen relevanten Instituten unter 12 %:

http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm
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I believe

08.04.20 12:59
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51383 Postings, 5173 Tage Radelfan#15073 Mafia und Rechtsextreme = eine Soße!

Während in Italien der Staat noch über Nothilfen diskutiert, bietet sich die Mafia verzweifelten Unternehmern und Bürgern als eine Art Sozialhilfe an. Damit ist sie in vielen Regionen auf dem Vormarsch. Von Jörg Seisselberg.
Da kann man sich nur fragen: Wer hat von wem abgeguckt?
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Keine Signatur mehr, da als Moderationsgrund missbraucht.

08.04.20 13:23
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6651 Postings, 827 Tage Agaphantuses ist immer wieder erstaunlich

mit welchem Vokabular die Rechtpopulisten arbeiten:
Restriktionen:     Beschränkung, Einschränkung, Schranke, Sperre, Verbot
Eingriffe in die Grundrechte bis hin zu gravierenden Eingriff
unverhältnismäßig

So eine Störenfriedpartei braucht kein Land, kein Bundestag und kein Mensch. Schlimmer ist dabei noch, dass deren Anhänger nur die negativen Seiten des Pandemie Schutzes mit dem gewählten Vokabular verbinden und vielleicht sogar bereitwilliger werden, dagegen Stunk zum machen.  Statt Einschränkungen zu schreiben wird sich eines Fremdwortes bedient, was manche Anhänger vielleicht nicht einmal schreiben können.

Nach dem Vorbild Österreichs soll nach Ostern bereits mit Lockerungen begonnen werden. Hören die Pappnasen eigentlich zu, dass Österreich ein zeitlichen Vorsprung hat? Aber durch ihr Positionspappier können sie später immer behaupten, endlich kommt die Bundesregierung unseren Forderungen nach. Viel zu spät, aber wir haben es ja schon immer gesagt usw.
Schade, dass da keiner von den anderen Parteien mal richtig Kontra gibt und das Papier in der Luft zerreißt.

"Die Restriktionen und die "weitgehenden" Eingriffe in die Grundrechte müssten nach dem Vorbild Österreichs ab dem 14. April gelockert und ? "so gesundheitspolitisch vertretbar" ? ganz abgeschafft werden, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Positionspapier. Darin wird der "gravierende Eingriff" in die Grundrechte der Bürger ? obwohl von Experten empfohlen ? als "unverhältnismäßig" kritisiert"
 

08.04.20 14:45
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15514 Postings, 4216 Tage ulm000So eine Störenfriedpartei braucht kein Land,

Ich bin ja bekannterweise schon kritisch gg. den aktuellen Corona-Maßnahmen bei uns, weil man sich aktuell viel zu sehr auf die offiziell gemeldeten Corona-Infiziertendaten einschießt und darauf dann Maßnahmen ableitet. Aber für mich sind diese Zahlen viel zu abstrakt, da sie zu einem eher vom Zufall abhängen wer da getestet wird und auch abhängig sind wie viel am Tag gemessen wird.

Diese doch strigende Maßnahmen von unserer Regierung halte ich aber für richtig bis jetzt, denn wenn man nichts gemacht hätte bzw. kaum etwas gemacht hätte, dann wäre es uns wohl so ergangen wie es derzeit in London und New York der Fall ist und wie es in Norditalien und Spanien gelaufen ist, denn dort wird gestorben und zwar in einem größeren Außmaß. Bis jetzt muss man da unsere Politiker echt loben mit fast allem. Aber jetzt muss man meines Erachtens Maßnahmen beschließen mit Grundlage anderer Zahlen wie z.B. Auslastung von Intensivbetten mit Beatmungsgeräten. Bei uns im Ländle wurden diese Betten um gut 75% erhöht und betragen nun 3.800 Betten. Davon sind aktuell 2.200 belegt. Rd. 15% davon mit schwer erkrankten Corona-Infizierten. Ist aber von Krankenhaus zu Krankenhaus bzw. von Region zu Region völlig verschieden. So sind z.B. die Kliniken in Esslingen und Nürtingen an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt (dort sind z.B. gut 80% der vorhandenen Intensivbetten mit Beatmunsggeräten von Corona-Erkrankten belegt), im Stuttgart Klinikum hat man noch sehr viel Luft (von 160 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten sind 10 mit Corona-Erkrankten belegt) wie auch bei uns in Ulm.

Sobald das neue Divi-Register sauber und zuverlässig aufgebaut ist (Ende nächster Woche ???) wird das ganze dann sehr transparent werden wie es um die Belegung der Intensivbetten bei uns aussieht:

https://www.swr.de/swraktuell/intensivstationen-am-limit-100.html

Ohne Frage es muss ein Plan her bei uns in Deutschland, denn wir werden Corona nicht so schnell los, denn Corona ist nun mal keine Grippe, nicht mal ansatzweise, sondern Corona wird so lange hoch ansteckend sein so lange es kein Impfstoff gibt bzw. wir Deutsche nicht durchseucht sind und so lange wird es auch tödlich sein können.

Aber das was die AfD Bundestagsfraktion da von sich gibt ist für mich gelinde gesagt teilweiser richtiger Bullshit.

"Gottesdienste sollten unter Beachtung von Abstand- und Hygieneregeln bereits an den Osterfeiertagen erlaubt sein":

So einen unrealistischen Schrott sollte man eigentlich überhaupt nicht kommentieren, denn dadurch würde man wohl vor allem die Risikogruppen in große Gefahr bringen !! Außerdem ist das doch total unrealistisch. Normalerweise sind an Ostern die Kirchen proppevoll und wenn die Abstandsregeln eingehalten werden, dann würden in die Kirche gerade mal noch 25 bis 35% rein passen. Wer würde dann Platz in der Kirche kriegen und wer müsste dann nach Hause geschickt  werden ???

Aber das sagt die AfD auch "Unternehmen sollten auf physische Meetings oder Firmenreisen möglichst verzichten".

Dieser Satz der AfD zeigt mir wie die drauf sind: "Es sei nicht einzusehen, dass derzeit Supermärkte öffnen dürften, Möbelgeschäfte aber nicht, erklärte die Fraktion."

>>> Ich kann es den AfDlern schon erklären, in einem Supermarkt kaufe ich mir was zu essen und zu trinken was für mein Leben unabdingbar ist, aber Möbel braucht kein Mensch zum Überleben. Ob das die AfD Bundestagsfraktion kapiert ??

Mit dem "gravierenden Eingriff" in die Grundrechte der Bürger hat die AfD schon Recht, aber in einer solchen Extremsituation muss man so handeln und so gut wie jedes Land auf der Welt handelt so. Siehe Russland, Ungarn oder Polen. Noch was zu Grundrecht: Die AfD will doch wieder die Wehrpflicht einfügen, das ist doch auch ein signifikanter Eingriff in die Grundrechte bestimmter Personengruppen oder ?

So die AfD will also, dass wir bei uns wie Österreich ab 14.4. mit den Lockerungen anfangen. Tja wie sehen aber die Lockerungen dort aus ab kommender Woche ? Sehr, sehr zaghaft, denn ab dann dürfen kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte unter strengen Auflagen wieder öffnen. Bau- und Gärtnereien haben bei uns in Baden Württemberg ohnehin auf. Die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen wurden aber verlängert bis Ende April in Österreich !! Ab dem 1. Mai, also in 2 Wochen, dürfen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure aufmachen. Die Schulen werden frühestens ab Mai wieder aufgemacht.

>>> Soll das jetzt der Masterplan für die AfD werden oder verstehe ich da was falsch ???

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/...hon-ab-ostern.html  

08.04.20 15:02
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6651 Postings, 827 Tage Agaphantusund

sie verlangen das Tragen von Schutzmasken für alle im öffentlichen Raum!
Das wäre für mich eine viel gravierendere Einschränkung, solange es nicht nachgewiesen ist, dass es zwingend erforderlich ist. Freiwillig machen es schon einige. Die meisten Quellen sagen aber, es bringt nur etwas, wenn man niemanden anstecken will. Möchte mal meine Steinsetzer auf der Baustelle sehen, wenn die mit Maske den ganzen Tag arbeiten müssen.

"Darin fordern die Abgeordneten weiter, dass ab dem genannten Datum alle Bürger in Bus und Bahn sowie in geschlossenen öffentlichen Räumen verpflichtend einen Mundschutz tragen sollen."

Hat die AfD Fraktion denn bei ihrer Sitzung Masken getragen?
Mit "gutem" Beispiel voran *lol*

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/...hon-ab-ostern.html  

08.04.20 15:12
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15514 Postings, 4216 Tage ulm000US Pastor wegen Corona gestorben

Medienberichte über den Coronavirus hatte er als "Massenhysterie" abgetan, verließ sich lieber auf Gottes Schutz als auf Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung.
"Es ist davon auszugehen, dass der Prediger bereits infiziert war, als er am 13. März eine Nachricht in die Welt setzte, die viral gehen sollte: In verharmlosender Manier verglich er die Medienaufmerksamkeit gegenüber dem Coronavirus mit der Reaktion auf die Pandemie H1N1 (Schweinegrippe) in den Jahren 2009/10. Covid-19 bezeichnet er als "Massenhysterie" mit dem Ziel, das Ansehen von Präsident Trump zu beschädigen. Während der Schweinegrippe-Pandemie hatte Trump dem damaligen Präsidenten Obama vorgeworfen, nicht angemessen auf den Ausbruch der Seuche reagiert zu haben.

Am gleichen Tag teilte Spradlin auch ein Posting mit der angeblich "wahren" Geschichte eines Missionars, der in Südafrika auf wundersame Weise Menschen von der Beulenpest geheilt haben soll und selbst von einer Ansteckung verschont blieb. Er schloss mit der Überzeugung: "Solange ich im Lichte dieses Gesetzes wandle, wird kein Krankheitserreger bei mir Fuß fassen."
 

08.04.20 15:18
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6651 Postings, 827 Tage Agaphantusdie zweite Welle

War nicht die vergangenen Wochen u.a. Singapur als Paradebeispiel für den Kampf gegen das Virus gelobt worden. Davon ab, dass man Singapur wohl nicht mit Europa oder den USA vergleichen kann.

"Die Regierung gab bekannt, dass Singapur all seine Schulen und die meisten Unternehmen für einen Monat schließen wird. Unternehmen würden ab Dienstag, Schulen ab Mittwoch gesperrt, sagte Ministerpräsident Lee Hsien Loong. Ausnahmen sollten für lebensnotwendige Dienstleister gelten, wie etwa Lebensmittelbetriebe, Supermärkte, Nahverkehr, Banken und Kliniken."
https://www.welt.de/vermischtes/article207084543/...zweite-Welle.html

Nationalismus stoppen, vielleicht sollten die Länder Dänemark, Österreich usw. noch einmal drüber nachdenken, wirklich nächste Woche die Maßnahmen zu lockern. Ein Abflachen der Kurve ist ja nun noch nicht der Weisheit letzter Schluß. Wie zu Beginn der Pandemie wieder Alleingänge der Staaten.

Auch die WHO warnt inzwischen vor zu schnellen Lockerungen und Rückkehr zur Normalität.
 

08.04.20 15:19
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84 Postings, 19 Tage Fritz PommesDoch, ich trage die handgefertigte Schutzmaske

im öffentlichen Raum.

Denn ich habe wenig Lust, mit Menschen beim Einkaufen über den Sinn und Zweck dieser Maßnahme zu diskutieren.
Zudem habe ich Freunde nach deren Kindern ich Sehnsucht habe - es ist halt schon sehr ruhig geworden rund um unseren Haushalt herum.

Da ist es mir schlicht und einfach "wurscht", ob die AfD anderer Meinung ist als ich. Meinetwegen können sie sich auch anstecken auf dem Rundgang über den Markt.

Mir ist wichtiger, dass ich niemanden unbedacht infiziere.

Ein geruhsames Osterfest allen
wünscht
Fritz Pommes  

08.04.20 15:46
1

5179 Postings, 1003 Tage goldik15:02 Agaphantus Gut analysiert, aber was

sind denn Steinsetzer? Bei uns heißen sie immer noch Maurer..  

08.04.20 15:47
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84 Postings, 19 Tage Fritz PommesSteinsetzer dürften Pflasterer sein

die die Steine in sandigen Untergrund setzen.  

08.04.20 15:53
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6651 Postings, 827 Tage AgaphantusGenau

Steinsetzer stellen u.a. Pflasterflächen her.
Besondere Gabe früher die Kopfsteinpflasterstraßen mit Natursteinen unterschiedlicher Größe und Abmessungen.  

08.04.20 16:02
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15514 Postings, 4216 Tage ulm000Mein Tweet des Tages - was ist erlaubt ?

 
Angehängte Grafik:
afd493.jpg (verkleinert auf 53%) vergrößern
afd493.jpg

08.04.20 16:10
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16028 Postings, 3493 Tage The_Hope@Bullerei-Bavaria

Ich hab seit einer Woche eine neue feste Freundin.

Dürfen  wir pimpern?

Bleibt gesund und lustig!  
Angehängte Grafik:
smiley_2014_07_20-09_51.png
smiley_2014_07_20-09_51.png

08.04.20 16:57

84 Postings, 19 Tage Fritz Pommes# 15086 Da kann man im wahrsten Wortsinne

nachfühlen, was Goethe auf seiner Reise nach Marienbad erlitt.

:--))  

08.04.20 17:06
1

84 Postings, 19 Tage Fritz Pommes"Die Vorwürfe halten einer Überprüfung

nicht stand"

steht auch in dem von Calibra zitierten Artikel.  

08.04.20 17:09

51383 Postings, 5173 Tage Radelfan@Fritze: Sowas ficht ihn nicht an!

Einfach immer mal einen Schnipsel als Aufhänger nehmen und damit Unruhe stiften!
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Keine Signatur mehr, da als Moderationsgrund missbraucht.

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