Powell präsentiert Tonaufnahme als Beweis

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eröffnet am: 05.02.03 17:09 von: auf geht´s Anzahl Beiträge: 19
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05.02.03 17:09

2395 Postings, 7183 Tage auf geht´sPowell präsentiert Tonaufnahme als Beweis

Powell präsentiert Tonaufnahme als Beweis gegen Irak

US-Außenminister Colin Powell präsentiert dem Uno-Sicherheitsrat Informationen, die beweisen sollen, dass Irak gegen Uno-Auflagen verstößt. Zu Beginn seiner 90-minütigen Rede spielte Powell den Ratsmitgliedern mitgeschnittene Telefongespräche vor.

Darin sprechen irakische Offiziere vom Beiseiteschaffen belastenden Materials. Die Unterredung sei am 26. November, einen Tag vor Wiederaufnahme der Uno-Waffeninspektionen abgehört worden. Darin heißt es: "Wir haben alles weggeschafft". Powell spielte die Aufnahme zu Beginn seiner Präsentation im Sicherheitsrat ab und las den Text anschließend noch einmal vor. Die Sitzung gilt als entscheidend für einen möglichen Krieg gegen Irak.

Der Ratsvorsitzende und Bundesaußenminister Joschka Fischer hatte vor der Sitzung deutlich gemacht, dass der Rat Powells Informationen möglicherweise nicht sofort bewerten werde. Somit werde möglicherweise noch keine unmittelbare Entscheidung zum weiteren Vorgehen getroffen. Frankreich schloss sich dieser Auffassung an. Die französische Europaministerin Noelle Lenoir sagte in Paris, die Waffeninspektoren müssten die Informationen möglicherweise vor Ort verifizieren.


Bereits vor Powells Auftritt im Sicherheitsrat waren Einzelheiten über die angekündigten Beweise durchgesickert. Schlagkräftige Beweise für Massenvernichtungswaffen werde es nicht geben, hatte es aus US-Regierungskreisen geheißen. Powell selbst sprach von Material, das "einfach, nüchtern und überzeugend" sein werde. Das Material werde "Fotografien, Abhörprotokolle und andere Informationen aus verlässlichen Quellen" enthalten, hieß es.



EU spricht von letzter Chance

Der britische Premierminister Tony Blair sagte am Mittwoch im britischen Unterhaus, dass es eine unbestreitbare Verbindung zwischen al-Kaida und dem Regime in Irak gebe. Wie weit diese Verbindung gingen, bleibe jedoch Spekulation. Ähnlich äußerte sich der britische Außenminister Jack Straw in der BBC. Bekannt sei, dass Saddam Hussein in der Vergangenheit "allgemein" den Terrorismus unterstützt habe.


Die Europäische Union forderte Irak zur sofortigen und bedingungslosen Abrüstung und Unterstützung der Uno-Waffeninspektoren auf. "Die Zeit läuft ab", hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten EU-Schreiben, das den irakischen Vertretungen in Brüssel, Athen und New York übermittelt wurde. Die Uno-Resolution 1441 sei für Irak "die letzte Chance, friedlich abzurüsten". Sollte die Regierung in Bagdad diese Gelegenheit nicht nutzen, "wird sie die Verantwortung für alle Konsequenzen tragen".



© 2003 Financial Times Deutschland  

05.02.03 17:19

33396 Postings, 6930 Tage DarkKnightArabische Sprache - schwere Sprache?

Gibts das Wort "wegschaffen" im Arabischen?

Frage an alle Besserwisser hier.

"Wegschaffen" ist Ausdruck einer verlogenen Mentalität und hat in islamischen Ländern keinen Platz. Solche Begriffe existieren dort nicht.  

05.02.03 17:29

15130 Postings, 6539 Tage Pate100oh jetzt probiern sie's wieder mit der

al-Kaida Masche! die angeblich ertrückenden Beweise bringens wohl doch nicht.
Massenvernichtungswaffen wurden auch noch nicht gefunden und zu allen Überfluss koperieren die Iraks auch noch. Naja wenn alles nix hilft gibts halt die al-Kaida ja zum glück nocht!
Ist sadam halt ein terrorist der am anschlag beteiligt war.
dite muss reichen!(natürlich gibts da auch keine Beweise, und selbst die CIA hatt gesagt das saddam mit al-Kaida nix zu tun hat)

Diese ganze Posse ist eine beleidigung für jeden halwegs intelligenten Menschen!
Die Argumentation reicht ja noch nicht mal für die dummen, fetten Am***!!!



Gruss Pate


 

05.02.03 17:37

33396 Postings, 6930 Tage DarkKnightDer Unterhaltungswert ist immerhin hoch.

Noch nie wurde ein Weltkrieg mit einem Lachen und Kopfschütteln begrüßt. Immerhin was Neues.

Die Amis sind m. E. auch nicht total bescheuert, vielleicht bewahrheitet sich endlich mal der Spruch: "Stell Dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin".

Diese Hoffnung habe ich.  

05.02.03 17:41

7089 Postings, 6344 Tage MützenmacherNaja, Pauel und Push gehn vielleicht hin-klopfklop

05.02.03 17:48

235 Postings, 6712 Tage logeErdrückend

weitere Beweise: Powell zeigt ein Foto mit einer Blume. Ganz klar, daß der Irak mit Hochdruck daran arbeitet, diese zur Riechverbreitung chemischer Kampfstoffe oder sogar zur Ausbildung von Mörderbienen weiterzuentwickeln. Außerdem wurden auch in Afghanistan Blumen gesichtet.

Hier muß umgehend gehandelt werden!  

05.02.03 17:50

7089 Postings, 6344 Tage MützenmacherMohnblumen?

05.02.03 17:51

33396 Postings, 6930 Tage DarkKnightDas Märchen "Des Kaisers neue Kleider"

Was haben wir gelacht damals in Grundschule, frei nach dem Motto: so blöd kann doch keiner sein.

Aber es scheint Realität zu werden.

Unglaublich ....  

05.02.03 17:53

894 Postings, 6750 Tage FMF2000Warum stellt eigentlich niemand mal fest, daß

die halbe westliche Welt und noch einige mehr AUCH Massenvernichtungswaffen besitzen - zu allererst die Amis.

Aber das sind ja gute Massenvernichtungswaffen!

 

05.02.03 18:00

15130 Postings, 6539 Tage Pate100was noch viel schlimmer ist

in einem Jahr wird die ganze welt Massenvernichtungswaffen haben! Also wenn ich Diktator wäre würde ich aber so schnell wie möglich alles dran setzten ne Atombombe zu basteln!
Denn das scheint die einzige sprache zu sein die die Ammies verstehen/repektieren.
siehe Nordkorea! Was Busch mit dieser Politik angerichtet hatt wird sich in einigen Monaten/Jahren erst noch richtig zeigen.
Gute Nacht...

Gruss Pate


 

05.02.03 18:05

2395 Postings, 7183 Tage auf geht´sPowell wirft Irak Verstöße gegen UnoResolution vor

Powell wirft Irak Verstöße gegen Uno-Resolution vor

US-Außenminister Colin Powell hat der irakischen Regierung am Mittwoch im Uno-Sicherheitsrat vorgeworfen, geheime Programme zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen zu betreiben. Die Uno könnten sich seiner Ansicht nach selbst bedeutungslos machen, wenn sie auf die Verstöße Iraks nicht reagiere.

Zu Beginn seiner 90-minütigen Rede spielte Powell mitgeschnittene Telefongespräche vor. Darin sprechen irakische Offiziere vom Beiseiteschaffen belastenden Materials. Die Unterredung sei am 26. November, einen Tag vor Wiederaufnahme der Uno-Waffeninspektionen abgehört worden. Darin heißt es: "Wir haben alles weggeschafft". Die Mitschnitte beweisen Powell zufolge, dass Bagdad versucht habe, vor Beginn der Inspektionen im November Hinweise auf verbotene Waffenprogramme beiseite zu schaffen. "Hier wird getäuscht, hier wird versteckt und verborgen", sagte Powell.

Anschließend zeigte der US-Außenminister Satellitenaufnahmen. Sie sollen ebenfalls beweisen, dass Irak kurz vor dem Eintreffen der Inspektionsteams belastendes Material beseitigt habe. Der irakische Staatschef Saddam Hussein habe die Befragung von Wissenschaftlern durch Uno-Inspektoren persönlich verhindert. Er habe die Wissenschaftler vor Konsequenzen für sie und ihre Familien warnen lassen, sollten sie mit den Kontrolleuren zusammenarbeiten, sagte Powell. Irakische Experten hätten nicht mehr zur Arbeit gehen dürfen und seien unter Arrest gestellt worden, um Kontakt mit den Inspektoren zu vermeiden.



Zeichnung von mobilen Biowaffenlabors

 

Die Streitkräfte Iraks


Als Beweis für die Existenz von Biowaffen legte der US-Außenminister Zeichnungen von mobilen Labors vor, über die Irak angeblich verfügen soll. Die Zeichnungen seien nach Angaben von Zeugen entstanden, die geschützt werden müssten. Die USA wüssten, dass der Irak mindestens sieben derartige Lastwagen mit Biolabors habe. Sie seien unter den Tausenden von Lastwagen auf den Straßen des Landes schwer zu finden. Es bestehe aber "kein Zweifel", dass Irak Biowaffen besitze.


Zudem verfüge Bagdad über 100 bis 500 Tonnen an chemischen Kampfstoffen. Dies sei eine konservative Schätzung der USA, sagte Powell. Doch bereits diese Menge reiche für bis zu 16.000 Raketen aus. Die von den Inspektoren gefundenen leeren Sprengköpfe könnten nur die Spitze des Eisbergs sein. Saddam Hussein habe seinen Offizieren jüngst den Einsatz chemischer Waffen gestattet, wenn dies nötig sei.


Powell warf Irak vor, unrechtmäßig Raketen mit 1200 Kilometer Reichweite zu entwickeln. Als Beleg zeigte er Satellitenfotos von einem neuen Teststand mit einem längeren Abgassystem als bei älteren Ständen. Mehrere Resolutionen erlauben dem Irak nur Raketen mit einer Reichweite bis zu 150 Kilometer.


Powell warf Irak vor, Waffen vor den Inspektoren zu verbergen und nicht im geforderten Ausmaß mit der Uno zusammenzuarbeiten. Geheimdienstinformationen zeigten, dass Irak Papiere über Massenvernichtungswaffen vernichtet habe. Die Regierung in Bagdad habe keine Anstrengungen unternommen, die Abrüstungsauflagen der Uno zu erfüllen. Dies stelle eine direkte Verletzung der Auflagen der Uno-Resolutionen dar. Die Vereinten Nationen müssten darauf reagieren. Es gehe nicht um die Frage, wie viel Zeit man den Waffenkontrolleuren noch geben soll. Der Sicherheitsrat müsse sich vielmehr fragen, wie lange es noch dauern soll, bis er sage: genug ist genug. "Die Institution setzt sich selbst der Gefahr der Bedeutungslosigkeit aus, wenn sie Irak erlaubt, weiterhin ihren Willen zu ignorieren ohne sofort und effektiv zu reagieren", sagte Powell.





Berlin und Paris wollen Informationen überprüfen

Die Sitzung gilt als entscheidend für einen möglichen Krieg gegen Irak. Der Ratsvorsitzende und Bundesaußenminister Joschka Fischer hatte vor der Sitzung deutlich gemacht, dass der Rat Powells Informationen möglicherweise nicht sofort bewerten werde. Somit werde möglicherweise noch keine unmittelbare Entscheidung zum weiteren Vorgehen getroffen. Frankreich schloss sich dieser Auffassung an. Die französische Europaministerin Noelle Lenoir sagte in Paris, die Waffeninspektoren müssten die Informationen möglicherweise vor Ort verifizieren.


Bereits vor Powells Auftritt im Sicherheitsrat waren Einzelheiten über die angekündigten Beweise durchgesickert. Schlagkräftige Beweise für Massenvernichtungswaffen werde es nicht geben, hatte es aus US-Regierungskreisen geheißen. Powell selbst sprach von Material, das "einfach, nüchtern und überzeugend" sein werde. Das Material werde "Fotografien, Abhörprotokolle und andere Informationen aus verlässlichen Quellen" enthalten, hieß es.



© 2003 Financial Times Deutschland , © Illustration:  FTD  

05.02.03 18:07

2395 Postings, 7183 Tage auf geht´sEU warnt Irak vor Ablauf der Zeit

EU warnt Irak in gemeinsamer Erklärung vor Ablauf der Zeit

Die Europäische Union hat den Irak dringend zur Abrüstung seiner Massenvernichtungswaffen aufgerufen und das Regime in Bagdad erstmals vor einem Ablauf der Zeit gewarnt. Der britische Premierminister Tony Blair beharrt darauf, dass Irak Kontakte zum Terrornetz al-Kaida unterhält.

 

Colin Powell


Wenn der Irak seine letzte Gelegenheit zur friedlichen Entwaffnung nicht ergreife, trage er die Verantwortung für alle Konsequenzen, heißt es in der am Mittwoch in Brüssel vorgelegten Stellungnahme. Während die EU bislang vor allem auf deutsches und französisches Drängen hin jede Fristsetzung für eine friedliche Konfliktlösung vermieden hatte, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Erklärung: "Die Zeit läuft ab." Damit greift die EU eine bislang vorwiegend von den USA und von Großbritannien gebrauchte Formulierung auf.

Weiter heißt es in dem Text: "Der Irak muss seine Massenvernichtungswaffen vollständig abrüsten. Wir möchten dies auf friedliche Weise erreichen. Das ist nur möglich, wenn der Irak vollständig, bedingungslos und unverzüglich alle einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrats erfüllt." Erneut wird die Regierung in Bagdad aufgefordert, den Uno-Inspektoren jede Information zu allen noch offenen Fragen zu geben. Die Erklärung erfolgte im Namen aller 15 EU-Mitglieder und der 13 Beitritts-Kandidaten.



EU-Sondergipfel geplant


Ein Sprecher des belgischen Außenministeriums sagte, die EU-Staaten seien sich einig über ein Sondertreffen zum Irak-Konflikt auf hoher Ebene. Dazu würden auch die EU-Beitrittskandidaten sowie die Nachbarländer des Iraks eingeladen. Es werde vermutlich ein Treffen der Außenminister sein, sagte der Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga.


Dafür solle jedoch die Vorlage des nächsten Berichts von Uno-Chefinspekteur Hans Blix am 14. Februar im Sicherheitsrat abgewartet werden. Eine solche Konferenz der EU mit anderen Staaten hatte die griechische Regierung angeregt. Eine Bestätigung für ihr Zustandekommen gab es von dieser Seite jedoch bislang nicht.




Blair glaubt weiter an Verbindung zu al-Kaida

Der britische Premierminister Blair beharrt darauf, dass Irak Kontakte zur al-Kaida unterhält. Allerdings sei nicht bekannt, welchen Umfang die Verbindungen hätten, sagte Blair am Mittwoch im Londoner Unterhaus. Ähnlich äußerte sich Außenminister Jack Straw. Der Rundfunksender BBC hatte zuvor berichtet, der britische Geheimdienst bezweifle, dass der irakische Staatschef Saddam Hussein zurzeit direkten Kontakt zur al-Kaida von Osama Bin Laden habe.


Der Sender berief sich auf ein ihm bekanntes streng geheimes Dokument des Verteidigungsministeriums. Dieses sei vor drei Wochen erstellt und Blair vorgelegt worden. Es enthalte die klare Aussage, es bestünden gegenwärtig keine Verbindungen zwischen Irak und al-Kaida. Es habe allerdings solche Kontakte in der Vergangenheit gegeben, heißt es laut BBC in dem Dokument weiter. Diese seien jedoch an gegenseitigem Misstrauen und unterschiedlichen Ideologien gescheitert. Das britische Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.


Bruchstückhafte Hinweise

Den USA liegen nach Angaben aus Regierungskreisen nur bruchstückhafte Hinweise vor, dass die irakische Führung Verbindungen zu al-Kaida unterhält. US-Außenminister Colin Powell will am Mittwoch auch Details über Reisen von Al-Kaida-Mitgliedern in den Irak bekannt geben. Dabei wolle er aber nicht unterstellen, dass es eine formelle Allianz zwischen Bagdad und al-Kaida gegeben habe, sagten US-Regierungsbeamte dem Nachrichtensender CNN am Dienstag. Powell werde jedoch Beweise zu Kontakten zwischen al-Kaida und dem Irak vorlegen.


Die Informationen seien fragmentarisch und könnten unterschiedlich ausgelegt werden, verlautete am Dienstag aus US-Regierungskreisen. Aus diesem Grund würden die Hinweise auch nur einen geringen Teil der Rede von Powell ausmachen. US-Präsident George W. Bush hatte gesagt, es gebe Belege für eine Verbindung zwischen Irak und al-Kaida, die von den USA für die Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich gemacht werden.



Hussein bestreitet Verbindungen zu al-Kaida


Der irakische Präsident Saddam Hussein hat in einem Interview mit dem britschen Privatsender Channel 4 jegliche Beziehungen zu al-Kaida bestritten. In dem am Dienstagabend ausgestrahlten Gespräch sagte Saddam Hussein: "Wenn wir Beziehungen zu al-Kaida hätten, und wenn wir an diese Beziehungen glauben würden, hätten wir keinen Grund uns deswegen zu schämen und das nicht zuzugeben."


Auch der stellvertretende irakische Ministerpräsident Tarik Asis wies in der französischen Tageszeitung "Le Figaro" angebliche Verbindungen des Irak zu al-Kaida entschieden zurück. "Unser Regime ist laizistisch und hat Islamismus und Fundamentalismus immer mit Nachdruck bekämpft".



Geheimdienstinformationen über die Produktion von Massenvernichtungswaffen

In der von Deutschland geleiteten Sitzung des Sicherheitsrates in New York will die USA am Mittwoch nach Angaben von US-Regierungskreisen auch mit Geheimdienstinformationen ihre Argumentation untermauern, dass Irak die Waffeninspektoren an der Nase herumführt und nicht ernsthaft zur Abrüstung bereit ist. Powell selbst hat von Material gesprochen, das "einfach, nüchtern und überzeugend" sein werde. Dabei will er vor allem Satellitenfotos, Abhörprotokolle und anderes den Irak belastende Material präsentieren. Powell wird nach Informationen aus US-Regierungskreisen vermutlich unter anderem Aufnahmen vorlegen, auf denen mobile Labore für biologische Waffen zu sehen sind. Die Sitzung wird auch an den Märkten weltweit mit Spannung erwartet.



Irak hat auch diese Vorwürfe zurückgewiesen und seine Zusammenarbeit mit den Inspektoren als gut bezeichnet. Saddam warf den USA und Großbritannien vor, einen Vorwand für einen Krieg zu suchen, um die Kontrolle über das Öl im Nahen Osten zu erlangen. Irak verfügt über die zweitgrößten Öl-Vorkommen der Welt.


Straw will Waffeninspektoren nicht mehr Zeit geben

Der britische Außenminister Straw hat Forderungen nach mehr Zeit für die Waffeninspektionen als sinnlos zurückgewiesen. Straw warf Irak in einem Beitrag für die Tageszeitung "Times" schwerwiegende Verstöße gegen die Abrüstungsauflagen vor. Solange der irakische Präsident Saddam Hussein nicht mit den Uno-Inspektoren kooperiere, dürfe der Forderung nach mehr Zeit für die Erfüllung der Abrüstungsresolution nicht stattgegeben werden.


Auch der Chef der Uno-Waffeninspektoren, Hans Blix, ermahnte Irak mit Nachdruck zur Zusammenarbeit. "Es ist fünf vor Zwölf", sagte Blix. In einem Interview mit der arabischen Zeitung "Al-Hayat" hat Blix sich allerdings negativ über bisherige US-Hinweise zur Waffenproduktion Bagdads geäußert. "Ich habe keine Beweise gesehen, die zeigen, dass Material von den Anlagen weggebracht wurde," sagte er. Auch die amerikanische Behauptung, die Iraker produzierten Biowaffen in mobilen Labors, sei bislang nicht bewiesen.


Für die Inspektoren sei es nun wichtig, dass die Iraker die Flüge der U2-Aufklärungsflugzeuge und die vertrauliche Befragung irakischer Wissenschaftler im Inland oder im Ausland ermöglichten. "Was aber noch wichtiger für uns ist, ist dass sie alle Gefechtsköpfe deklarieren", sagte Blix weiter. Am Wochenende soll er zu Gesprächen nach Bagdad reisen.



Fischer optimistisch

Bundesaußenminister Joschka Fischer hat sich vor der Uno-Sitzung zuversichtlich gezeigt, dass die Abrüstungsresolution 1441 ohne Gewalt umgesetzt werden kann. Dem ZDF "Morgenmagazin" sagte Fischer am Mittwochmorgen, dazu bräuchten die Waffeninspektoren der Vereinten Nationen Zeit. Fischer wies auf die Risiken einer Militäraktion hin, "nicht nur die humanitären Folgen für unschuldige Menschen, sondern auch die Frage der regionalen Destabilisierung." Er gehe davon aus, dass all Beteiligten diese Risiken sehr sorgfältig abwägen würden.


Fischer kam am Mittwoch mit Blix und seinem französischen Amtskollegen Dominique de Villepin am Uno-Hauptsitz zusammen. Anschließend wollte er mit dem amerikanischen Außenminister Colin Powell und Uno-Generalsekretär Kofi Annan unter vier Augen sprechen. Die USA und Großbritannien haben angekündigt, notfalls ohne eine weitere Uno-Resolution Irak im Alleingang und mit Gewalt entwaffnen zu wollen. Die Bundesregierung hat bekräftigt, sie werde sich nicht an einen Irak-Krieg beteiligen.



© 2003 Financial Times Deutschland , © Illustration:  AP  

05.02.03 18:10

33396 Postings, 6930 Tage DarkKnightJetzt kommen die auch noch mit dem Völkerbund.

Inwieweit kann man mit der Wahrheit lügen oder Tatsachen verdrehen? Der Völkerbund habe versagt, weil nicht gehandelt wurde. Klar. Aber die konnten nicht, weil die USA sich zurückgezogen hat. Das ist sowas von daneben, ich glaub das nicht mehr, was ist los hier?

Alles gleichgeschaltet?


hjw: bitte um ein Statement von einem "elder arivaman".  

05.02.03 18:16

1502 Postings, 6846 Tage MaxCohenWaffeninspektionen in den USA

Die kanadische Organisation "Rooting out evil" hat sich entschlossen ab Februar in den USA Massenvernichtungswaffen zu inspizieren. Der Entschluß wurde gefasst, nachdem man erkannte, daß die USA alle Kriterien eines Schurkenstaates erfüllen. Hier die Originalerklärung:

In February 2003, Rooting Out Evil will be sending a team of volunteer weapons inspectors into that greatest of rogue nations, the United States of America.
We have selected the US as our first priority based on criteria provided by the Bush administration. According to those criteria, the most dangerous states are those run by leaders who:
1) have massive stockpiles of chemical, biological, and nuclear weapons;
2) ignore due process at the United Nations;
3) refuse to sign and honour international treaties; and
4) have come to power through illegitimate means.
The current US administration fulfills all these criteria. And so, again following Bush?s guidelines, Rooting Out Evil is demanding that his administration allow immediate and unfettered access to international weapons inspectors to search out their caches of chemical, biological, and nuclear weapons.
We are currently assembling an international team of weapons inspectors - so far, it includes a Canadian Member of Parliament, a British Member of Parliament, a union leader, and a professor. And we're busy recruiting scientists, religious leaders, military personnel, and others.
On the weekend of February 22/23, the team will attempt to cross into the United States on a mission of peace, and will be greeted on the US side by Americans who favour true global cooperation, an end to weapons of mass destruction, and a regime change in the US at the next election. The team will then attempt to inspect a US site suspected of housing weapons of mass destruction.

www.rootingoutevil.com






Grüße Max  

05.02.03 19:55

2779 Postings, 6803 Tage FranzSDie vorgelegten Bweise sind

BULL SHIT, anyway!!!

Grüsse
FranzS

P.S.
Saddam sollte "weggeschaffen" werden, aber doch nicht in dieser Posse die da gerade bei der UNO abläuft.  

05.02.03 20:12

20520 Postings, 6846 Tage Stox DudeBzgl. Beweise: Erinnert euch and die Rede der Russ

en vor dem UN Sicherheitsheitrat
" We do not have any Missiles in Cuba" .

Die Amis belegten dies mit Aufnahmen der Missilebases und die Russen behaupteten
weiterhin steif und fest das sie keine Raketen in Cuba haben.

Denkt mal drueber nach.

Stox Dude

 

05.02.03 20:15

6836 Postings, 7071 Tage EgozentrikerJa klar...

Aber das waren wenigstens Beweise und nicht so'n Schwachsinn wie heute präsentiert wurde.
Man kann doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.  

05.02.03 20:20

2779 Postings, 6803 Tage FranzS@stox

Du bist aber noch lange auf. Mußt du nicht endlich huschhusch unter die Blondinnendecke?

Gute Nacht
FranzS  

05.02.03 20:52

33396 Postings, 6930 Tage DarkKnight@stox: reicht eine gelungene Aktion, um

Jahrzehnte davon zehren zu dürfen?

Schon mal was vom peinlichen Glanz vergangener Tage gehört? Kaiser Wilhelm und der Österreich-Depp haben auch gemeint, es reiche, einmal was vernünftiges zu bringen, um nie mehr auf den Prüfstand zu kommen.

Oder anders ausgedrückt: die Erde war mal ne Scheibe, der Diesel ein umweltfreundliches Auto und Kissinger ein Friedensbringer mit Nobelpreis.  

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