SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

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eröffnet am: 19.03.16 06:14 von: cicero33 Anzahl Beiträge: 435
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19.03.16 06:14
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509 Postings, 1278 Tage cicero33SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

Ich beobachte das Unternehmen SW Umwelttechnik bereits seit mehreren Jahren und denke, dass die Zeit nun reif für einen Kursanstieg sein müsste.

Die Österreichische SW Umwelttechnik stellt Betonfertigteile für die Bereiche Wasserschutz und Infrastruktur her. Man bearbeitet insbesondere die Märkte Österreich, Ungarn und Rumänien, wobei in Ungarn etwa 50% der Umsätze erwirtschaftet werden. In diesen Ländern stehen eigene Werke zur Fertigung der Betonteile bzw. gibt es auch einen Vertrieb. Man bezeichnet sich als Marktführer in bestimmten Bereichen. SW ist ein Familienunternehmen, welches seit dem Jahr 1910 am Markt aktiv ist.
Mit der Öffnung der Grenzen wagte man die Expansion in die Osteuropäischen Länder und baute dort insbesondere in den Jahren 2005 bis 2008 mehrere Produktionsbetriebe auf.
Mit der Finanzkrise und der teilweise massiven Rückgänge der Wirtschaften insbesondere in Ungarn und Rumänien (die Bauwirtschaft war mit Umsatzrückgängen von bis zu 50% massiv betroffen) kam das Unternehmen ins Schlingern zumal man für die Expansion hohe - zum Großteil fremdfinanzierte - Geldmittel aufgewendet hatte und die betriebliche Struktur auf wesentlich höhere Umsätze ausgerichtet war. Des weiteren kam ein starker Rückgang der ungarischen und rumänischen Währung hinzu. Die Folge waren hohe Verluste über mehrere Jahre hindurch. Mitarbeiter wurden stark abgebaut und zuletzt auch ein riskanter Geschäftsbereich abgestoßen.
Nun ist man wieder auf Kurs zumal vor allem die Wirtschaften in Ungarn und Rumänien wieder kräftig wachsen. Man bezeichnet sich mittlerweile als einen der profitabelsten Hersteller von Betonfertigteilen.

Zu den Zahlen:

Das Unternehmen weist zur Zeit einen Marktwert von etwa 5 Mio Euro (659.999 Aktien) auf.
Das Eigenkapital liegt nach dem 3. Quartal 2015 bei 3,5 Mio Euro.
Der Umsatz wird im Jahr 2015 etwa um 15% und damit auf ca. 60 Mio gesteigert werden können. Damit ergibt sich ein KUV 2015 von 0,08.
Zum Ende von Q3 ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,1 Mio Euro. Das nicht ausgewiesene Betriebsergebnis sollte geringfügig niedriger ausgefallen sein. Im Gesamtjahr 2015 sollte sich damit ein satter Gewinn ausgehen.

Besonders bemerkenswert sind jedoch die hohen CashFlows die das Unternehmen generiert. Aus dem laufenden Geschäft konnten im Jahr 2013 5,9 und im Jahr 2014 5,2 Mio generiert werden.
In beiden Jahren wurden Schulden im Ausmaß von jeweils mehr als 4 Mio rückgeführt.
Das Unternehmen hat also die Fähigkeit hohe Einnahmen zu erzielen, wenngleich dies bei der Betrachtung des Betriebsergebnisses nicht hervorgeht.

Warum liefert das Unternehmen also fortwährend hohe CashFlows bei einem gleichzeitigen niedrigen oder negativen Betriebsergebnis?:

Das Jahresergebnis wird jeweils durch die recht hohen Abschreibungen - welche primär mit den hohen Investitionen in den Jahren 2005 bis 2008 zusammen hängen ? belastet. Diesen Abschreibungen stehen vergleichsweise nur niedrige Bestandsinvestitionen gegenüber.

Des weiteren wirken negative Währungseffekte auf das Ergebnis. Seit 2006 hat der ungarische Forint um etwa 23% und der rumänische Leu um etwa 20% gegenüber dem Euro abgewertet. Diese Abwertungen wirkten sich in diesem Zeitraum mit etwa 14 Mio Euro auf die Bilanz und damit das Eigenkapital aus. In den Jahren 2006 und 2007 wurden die rumänischen Werke errichtet.
Man sieht damit, dass der starke Rückgang des Eigenkapitals in den letzten 10 Jahren in erster Linie mit Währungsverlusten und hohen Abschreibungen zusammen hängt. Das Unternehmen ist großteils in Euro verschuldet.

Unternehmen besser als es das niedrige Eigenkapital bzw, der niedrige Gewinn aussagt:

Natürlich ist die Fähigkeit eines Unternehmens Gewinne zu erzielen grundsätzlich von entscheidender Bedeutung. Die Gewinne sind schließlich jener Teil der GuV der für die Aktionäre verbleibt.
Wenn aber über Jahre hohe CashFlows generiert werden und damit klar wird, dass das Unternehmen Einkünfte aus dem Geschäftsbetrieb erzielen kann und die Gewinne nur ? sozusagen nicht sichtbar wurden ? dann sollte man schon einen zweiten Blick auf das Unternehmen werfen. In jedem der beiden letzten Jahre überstieg der CashFlow aus dem laufenden Geschäft den Marktwert des Unternehmens. Die hohen CashFlows ermöglichen einen raschen Schuldenabbau. Die Gesamtverbindlichkeiten erreichten mit Ende 2014 einen Stand von 76 Mio Euro ? fast 20 Mio unter dem Niveau von 2013.

Da die Werke einen sehr langen Lebenszyklus (30 ? 50 Jahre) aufweisen, sollten in den nächsten Jahren auch weiterhin nur niedrige (Bestands) Investitionen notwendig sein ? auch bei voller Aufrechterhaltung der ? Konkurrenzfähigkeit. Die Abschreibungen lagen in den Jahren 2009 und 2010 noch bei 5 bzw. 6 Mio jährlich und sind in den Jahren 2013 und 2014 bereits auf etwa jeweils 3,5 Mio angelangt. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass die Abschreibungen etwa auf dem Niveau der Neu- also der Bestandsinvestitionen ankommen.
Durch diesen Umstand sollten sich die hohen CashFlows auch im Gewinnausweis niederschlagen.

Pro und Contra:

Wie geschrieben liegt das ausgewiesene Eigenkapital des Unternehmens aktuell bei 3,5 Mio Euro. Würde man die Währungsverluste von 14 Mio unberücksichtigt lassen (was bilanztechnisch nicht möglich ist) läge das EK also bei 17,5 Mio. Dieser Umstand zeigt, dass die massiven Rückgänge des Eigenkapitals nicht durch unternehmerische Misserfolge - sondern zu großen Teilen wegen der Währungsverluste zustande kam.
Ein weiterer unberücksichtigter Umstand sind die hohen stillen Reserven des Unternehmens. Die Österreichischen Werke wurden 1910 und den sechziger Jahren errichtet bzw. die Grundstücke dafür angekauft. Insgesamt (Österreich, Ungarn und Rumänien zusammen) stehen die Grundstücke mit 4,6 Mio Euro in der Bilanz. Nach meinen Recherchen müssten diese Grundstücke einen wesentlich höheren Wert aufweisen, als sie in der Bilanz ausgewiesen sind. Je nach Berechnungsweise könnte sich hier ein Aufwertungspotential von etwa 14-20 Mio Euro ergeben.
Auch wenn man die Bilanz jetzt nicht auf diese Werte anpassen kann, so zeigt es doch, welche Substanz im Unternehmen steckt.

Ein weiterer positiver Effekt könnte das langsam erwachende Interesse von Investoren an Osteuropa sein. Gerade die Ungarische Börse lief in 2015 außergewöhnlich gut. Die Wiener Börse ist ja bekannt für ihre starke Ostlastigkeit. Das könnte ihr aber jetzt bei einer neuerlich aufkommenden Ostphantasie zugute kommen.

Als Negativ kann man - je nach Sichtweise - die politische Situation in Ungarn und Rumänien bewerten. Ein gewisser Unsicherheitsfaktor bleibt hier bestehen.

Ein Risikofaktor ist auch die Abhängigkeit von EU-Fördergeldern. Der Unternehmensbereich "Wasserschutz"  lebt von diesen Fördergeldern. Ein Wegfall dieser Förderungen ist zwar aktuell kein Thema (eine neue Förderperiode ist kürzlich in Kraft getreten), würde aber beim WorstCase - wie etwa dem Zerfall der EU - wohl schlagend werden.

Mit Unsicherheit ist auch die Währungsentwicklung behaftet. Wie geschrieben, haben sowohl die ungarische als auch die rumänische Währung im letzten Jahrzehnt stark gegenüber dem Euro abgewertet. Nun scheinen die Währungen aber stabil zu sein. Die weitere Entwicklung ist aber dennoch schwer vorherzusagen.

Als Negativ ist auch die Börsennotiz zu sehen. Die Aktie notiert neben Berlin und Stuttgart (de facto 0 Umsatz) vor allem in einem niedrigen Segment der Wiener Börse. Ein Handel findet dort nur ein mal am Tag statt. Die Umsätze sind sehr gering.
Die Aktie kommt von über 130 Euro und notiert aktuell bei etwa 7 Euro in der Nähe des Tiefststandes.
Die Unternehmensführung bzw. die Aufsichtsräte bzw. Alteigner haben im Jahr 2015 in mehreren Tranchen insgesamt 19.400 oder 2,94% der ausstehenden Aktien gekauft.
Die Anteilseigner lauten nun wie folgt:

Wolschner Privatstiftung: 288.000 Stk oder 43,94%
VBG (Tochter der BKS-Bank): etwa 60.000 Stk oder knapp 10%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
Unternehmensführung: Vorstände, AR: 59.555 Stk oder 9,02%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
*Hansa Investment Fund: mehr als 5%
Im Streubesitz befinden sich demnach 20-30%.

Die Position Hansa Investment Fund erscheint nicht gesichert. SWUT weist die Gesellschaft zwar als Anteilseigner (größer als 5%) aus, jedoch halten diese Angaben meinen bisherigen Recherchen nicht stand.

Fazit: Das Unternehmen hat eindeutig den Turnaround geschafft. Dieser wurde aber wegen der negativen Währungsentwicklung und der nach wie vor hohen Abschreibungen nicht sichtbar. Bei stabilen Wechselkursverhältnissen sollte das Unternehmen das Potential haben 2-3 Millionen Euro netto im Jahr zu verdienen. Im Jahr 2015 dürfte man mit dem Gewinnausweis erste Hinweise darauf finden. Bei einem Kurs von 7 Euro liegt der Marktwert bei 4,6 Mio Euro, womit sich ein zukünftiges KGV (eventuell 2016 oder 2017) von etwa 2 ergeben würde. Wer also die Sicht auf die hohe Ertragskraft und die verborgene hohe Substanz in den Vordergrund rückt und das derzeit noch niedrige Eigenkapital von 3,5 Mio als vorübergehend und als schnell verbesserungsfähig betrachtet, der könnte in der Aktie gut aufgehoben sein.  
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409 Postings ausgeblendet.

23.04.19 06:10
2

509 Postings, 1278 Tage cicero33Zinsen

 
Angehängte Grafik:
gezahlte_zinsen_ii.png (verkleinert auf 32%) vergrößern
gezahlte_zinsen_ii.png

23.04.19 06:27
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509 Postings, 1278 Tage cicero33Zinszahlungen

Das Diagramm oben zeigt die Entwicklung der jährlich gezahlten Zinsen.

Von 2017 auf 2018 gab es wieder einen schönen Sprung nach unten.

Im Vergleich zum Spitzenjahr 2011 wurden die Zinszahlungen gedrittelt.

Hauptverantwortlich für die niedrigeren Zinszahlungen ist sicher der verwendete Zinssatz von 1,4 - 2,0 %. Letztes Jahr lag er noch bei 1,9 - 2,8%.

Es wäre interessant zu erfahren, wie es gelungen ist den Zinssatz so stark zu senken. Der Basiszins der EZB liegt ja schon über Jahre etwa gleich.
 

23.04.19 17:32

11 Postings, 207 Tage august170Danke für die Ausführungen zum Thema market Maker.

Ich wünsche euch viel Glück beim durchbringen des Vorhabens.  

26.04.19 11:42

509 Postings, 1278 Tage cicero33Insiderkauf

Es gab einen weiteren Anteilskauf durch Insider. Der Finanzvorstand Herr Vaczi hat 140 Stk zu 18,5 Euro gekauft.

http://de.sw-umwelttechnik.com/sw-gruppe/...nance/directors-dealings/
 

26.04.19 17:59

11 Postings, 207 Tage august170Wenn der Vorstand kauft .....

Ist das ein gutes Zeichen, vor allem die Anzahl der in den letzen Monaten gekauften Aktien ist nicht zu verachten.  

28.04.19 06:36

509 Postings, 1278 Tage cicero33"Gigantisches Straßenbauprogramm"

in Ungarn bis 2024:

https://www.budapester.hu/2019/04/27/gigantisches-programm-bis-2024

Insbesondere Ostungarn dürfte davon profitieren.

 

28.04.19 12:32
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240 Postings, 3529 Tage birracicero33

- mich interessieren immer spekulative Geschichten, so bin ich auf wall..auf dieses Papier gestossen, und verfolge jetzt hier deine professionellen Ausführungen, ...da die Argumente für einen Kauf sprachen und ich auch Zeit habe, bin ich zunächst mit einer kleinen Position (200 stück) eingesteigen. Schade das ich nicht schon eher davon gelesen habe.
Frage: Rechnest du mit Zahlen zum 1.Quartal, nachdem ja überraschend? im November 9-Monatszahlen veröffentlicht wurden?  

29.04.19 05:34
1

509 Postings, 1278 Tage cicero33Quartalszahlen

#birra

Schön, dass Du Dich für die Aktie interessierst und auch schon gekauft hast.

Ob es Zahlen zum 1. Quartal geben wird, kann ich Dir nicht sagen bzw. habe ich auch kein Gefühl dafür, wie sich die Vorstände dazu verhalten.

Ich meine, dass der Aufwand auf jeden Fall vertretbar sein müsste, wenn man - in etwa gleich wie bei den 9-Monatszahlen - eine kurze Meldung abgibt.
Eine gesetzliche Verpflichtung dazu gibt es schon seit ein paar Jahren nicht mehr.

Auf jeden Fall ist es wieder ein Gradmesser, ob es dem Vorstand wichtig ist, für gute Investor Relations Arbeit zu sorgen.
 

29.04.19 10:01

32 Postings, 1630 Tage bargain investmentsIR-Arbeit

Aus meiner Sicht deutet einiges darauf hin, dass es den Entscheidungsträgern am Herzen liegt, die Kapitalmarktpräsenz und die Wahrnehmung insgesamt zu verbessern. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserte Ausschüttung ist ein großer Schritt und wie cicero schon richtig geschrieben hat, handelt es sich bei diesen 30 Cent je Aktie um einige wenige Prozent des erzielten Jahresergebnisses. Steigende Ausschüttungen führen langfristig automatisch zu steigenden Kursen.

Seit kurzem erfolgt auch der Versand von Unternehmensmitteilungen über eine IR-Mailadresse. Generell finde ich den Bericht professioneller und schöner gestaltet als noch vor einigen Jahren. Aus meiner Sicht hätte allerdings ein Wechsel in den Fließhandel und entsprechende flankierende Maßnahmen zur Verringerung der Volatilität und des bid-ask-Spreads den größten Effekt. Es darf hier seitens des Vorstandes nicht übersehen werden, dass ein liquider Aktienhandel nicht nur den Kurs erhöht, sondern aufgrund der breiter gefächerten Kapitalbeschaffungsoptionen auch positive Auswirkungen auf den Unternehmenswert hat. Es ist außerdem in der Bewertungsliteratur der sogenannte Fungibilitätszuschlag, der die relativ bessere Marktgängigkeit eines Wertpapieres zum Ausdruck bringt, gemeinhin anerkannt.

Die operativen Aussichten der SW sind glänzend. Es ist für alle Stakeholder zu hoffen, dass sämtliche Maßnahmen ergriffen werden, um diese glänzende Zukunft auch am Kapitalmarkt entsprechend zu nutzen.  

01.05.19 21:09

509 Postings, 1278 Tage cicero33baragin

Es darf hier seitens des Vorstandes nicht übersehen werden, dass ein liquider Aktienhandel nicht nur den Kurs erhöht, sondern aufgrund der breiter gefächerten Kapitalbeschaffungsoptionen auch positive Auswirkungen auf den Unternehmenswert hat.

Sehr schön ausgedrückt!
Das ist wieder so eine Sache, wo einem verständlich wird wie eng die Börse und der Kapitalmarkt mit der Wirtschaft verzahnt sind bzw. wie sie voneinander abhängig sind.

 

09.05.19 20:00
1

509 Postings, 1278 Tage cicero33HV 2019

Heute fand die 22. ordentliche Hauptversammlung der SW in Klagenfurt statt.

Wir waren natürlich dabei. Ein ausführlicher Bericht folgt in den nächsten Tagen.....  

09.05.19 20:02
2

509 Postings, 1278 Tage cicero33Weitere DD-Meldung

Heute wurde auch ein weiterer Anteilskauf des Herrn Vaczi über 304 Stk gemeldet.

http://de.sw-umwelttechnik.com/sw-gruppe/...nance/directors-dealings/

 

09.05.19 22:33

157 Postings, 1493 Tage stksat|228865373Gedanken

Wäre toll

Ist ein Kapitel Splitt angedacht?
Ausblick?  

11.05.19 06:40
1

509 Postings, 1278 Tage cicero33HV - Bericht - Teil I

Bericht zur HV 2019:

Allgemeines:

Die HV fand an der üblichen Örtlichkeit (Konferenzraum Alpe des Seeparkhotel in Klagenfurt) statt.

Den Großteil der Familienmitglieder/Aktionäre/Gäste kannte man bereits von den letzten HVs der SW. Es waren aber auch einige neue Aktionäre anwesend. Die vorhandenen Sitzplätze waren dieses mal fast vollständig belegt. Einen Vertreter der Presse konnte ich dieses mal nicht ausmachen. Jedoch war heuer wieder Herr Knap des Interessenverbandes der Anleger anwesend.

Die Leitung der HV hatte wie gewohnt der AR-Vorsitzende Herr Taferner über.  Er führte die Verhandlung wiederum souverän freundlich und auch stets darum bemüht, eine Balance zwischen einem geordneten straffen HV-Ablauf und der Beantwortung der Fragen der Aktionäre  zu sorgen.

Festhalten kann man, dass weder der Bericht der Vorstände über das abgelaufene Geschäftsjahr noch die Abhandlung der Tagesordnungspunkte einer besonderen Erwähnung bedürfen.
Einzig die Neuwahl des AR-Mitgliedes Frau Lax - diese war als Ersatz für Frau Stockbauer der BKS vorgeschlagen worden -  wäre noch erwähnenswert. Frau Lax fungiert nunmehr als Vertreterin der mit knapp unter 10 % beteiligten VBG Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH (Diese ist die Fonds-Tochter der BKS). Frau Lax kommt selbst auch aus den Reihen der BKS. Ihre Wahl wurde mit 95% der Stimmen angenommen. Frau Lax hat rigoros den eigenen Kauf von Aktien der SW abgelehnt. Dies hat wohl einige Aktionäre dazu bewogen gegen sie zu stimmen.

Die HV dauerte etwa zweieinhalb Stunden und endete wie gewohnt natürlich beim Buffet!



Der Teil II des HV - Berichtes behandelt den Fragenteil der HV.  

11.05.19 13:32

11 Postings, 207 Tage august170Kapital Splitt

bringt aus meiner Sicht gar nichts... und kann auch nichts bringen

Bin auch interessiert an den Frageteil von Cicero, danke fü den ersten Teil.  

13.05.19 16:18

509 Postings, 1278 Tage cicero33HV - Bericht - Teil II

Frageteil der HV:

Einleitung:

Fragen wurden von mehreren Aktionären unter anderen von Herrn Knap des IVA gestellt.
Wir hatten unsere Fragen in 3 Themenkomplexe gegliedert und den Vorständen vorab übermittelt. Die Themenkomplexe lauteten wie folgt:
"Fragen zur operativen Performance" Fragen zur "finanziellen Stabilität" und "Fragen zur "Kapitalmarktpräsenz"
Es handelte sich insgesamt um 40 Fragen.

Trotz unseres öffentlich kund getanen Einwandes ließ Herr Taverner es nicht zu, dass die Fragen und Antworten wechselweise abgehandelt wurden. Wir hatten also sämtliche Fragen vorab vorzulesen und danach antworteten die Vorstände.
Bei dieser Vorgehensweise ist es natürlich von Natur aus schwierig einen Überblick zu behalten. Es war dann tatsächlich so, dass Antworten auf mehrere Fragen einfach ausgelassen oder unzureichend bzw. sinnentfremdet beantwortet wurden.

Herr Taferner berief sich darauf, dass aus aktienrechtlichen und unternehmensstrategischen Gründen nicht mehr gesagt werden dürfe.  
Ich kann dieser Aussage schon einiges abgewinnen. Es wird wahrscheinlich sinnvoll sein, wenn der Mitbewerb nichts davon erfährt, wenn man beispielsweise in Serbien ein Werk plant.
Gleichzeitig macht es aber keinen Sinn, darüber zu schweigen, wie hoch die Kosten des Market Maker sein dürfen um einen positiven Kosten/Nutzen ? Faktor zu erreichen.

Im folgenden Teil sind sämtliche unserer Fragen aufgelistet. Darunter steht die Antwort, bzw. hervorgehoben die eigenen Ausführungen dazu.

Auch wir haben aus der diesjährigen HV gelernt und  werden evaluieren, ob man dem Unternehmen zukünftig überhaupt noch Fragen vorab zur Verfügung stellen wird.
Wir hatten dem Argument der ?Verfahrensökonomie? einiges abgewinnen können, wenn man als Aktionär dann aber nur Nachteile bei der Beantwortung hat, so wird es wohl besser sein, wenn man den üblichen Weg geht.  

13.05.19 16:45

157 Postings, 1493 Tage stksat|228865373Gedanken

@August: War auch immer der Meinung Splitt bringt nichts - wurde aber bei der Fabasoft Aktie eines besseren belehrt. Mehr Aktien bringt mehr Handel, Preis wirkt billiger. Siehe auch AGRANA & Puma.



Danke für die Schilderung der HV.  

14.05.19 08:15

509 Postings, 1278 Tage cicero33Fragen zur operativen Performance

Wieviel wurde in Summe in Cristesti investiert? Welchen Umsatz kann man pro Jahr erwarten?

Die Umsatzerwartung durch das Werk Cristesti liegt bei 1,5 - 2,5 Mio Euro. In die Produktionseinheit in Cristesti wurden 3 Mio Euro investiert.


Wieviel Umsatzpotenzial gibt es (bei gleichbleibender Preislage) in Rumänien insgesamt mit den bestehenden Kapazitäten? Bzw. um wieviel könnte der Umsatz ohne Kapazitätszuwachs in Rumänien noch wachsen?

Die durchschnittliche Auslastung der Kapazitäten lag in Rumänien bei 60 - 80 %.

Man kann daraus entnehmen, dass bei einem 2018er Umsatz in Rumänien von 19,3 Mio noch zusätzliche Umsätze von etwa 5-7 Mio möglich sein sollten ohne die Kapazitäten erweitern zu müssen.

Welches jährliche Umsatzpotenzial ist mit der Werkserweiterung in Ungarn zu erwarten?
Durch die Werkserweiterung in Ungarn entsteht ein zusätzliches Umsatzpotential von 3-6 Mio Euro.

Festhalten muss man damit, dass durch die Neuerrichtung des Werkes in Rumänien und durch die Werkserweiterung in Ungarn ein zusätzliches Umsatzpotential der SW von 4,5 bis 8,5 Mio entsteht. Das sind dann etwa 6 - 11% des 2018er Umsatzes. Nachdem die Erweiterung in Ungarn noch nicht abgeschlossen ist, kann das Vollumfänglich aber erst ab 2020 zum Tragen kommen.



Wie wurde die Produktion an den anderen Standorten in Ungarn flexibilisiert?

Variable Nutzung der Werksinfrastruktur für beide Geschäftsbereiche wurde abgewickelt.


Konnten in Ungarn die gestiegenen Personalkosten preislich weitergegeben werden?

Ja

Ist es zutreffend, dass 2018 brutto ca. 1,8 Mio. Euro mehr in Sachanlagen investiert wurde, da die Investitionsförderung saldiert wurde?

Diese Frage wurde sinnentfremdet und damit für uns ohne Erkenntnisgewinn beantwortet.


Was waren die Ursachen für die Abwertung der nicht betriebsnotwendigen Immobilien?

Hier wurde nur ein Verweis auf den Gutachter gegeben.


Wo wurden die Abwertungen eher vorgenommen, in Ungarn oder in Rumänien?

Eher in Ungarn.



Gab es in letzter Zeit konkrete Interessenten zum Verkauf dieser Grundstücke?

Nein


Im Einzelabschluss wurde eine sonstige Rückstellung von 0,6 auf 1,4 Mio. erhöht. Was war der Auslöser?

Ausgelassen



Sind Sie mit der Performance der Beteiligung an der BKS AG seit dem Erwerb zufrieden?

Ja


Gibt es vertragliche Restriktionen zum Verkauf dieser Aktien?

Es gibt keine vertraglichen Restriktionen zum Verkauf der BKS-Aktien.



Welche großen strategischen Ziele möchte die Gesellschaft in den nächsten 10 Jahren erreichen?

Ausweichende, teilweise sinnentfremdete Aussage, wie zB: ?Bedienung der Märkte im Rahmen der EU-Vorgaben?
Unsere Frage zielte eigentlich darauf ab, ob man etwa an eine Expansion in weitere Länder denkt, etwaige Aquisitionen etc.



Wie hoch ist der absolute Umsatzbeitrag des RECON-Systems?

Der Umsatzbeitrag des Recon Systems liegt im einstelligen Prozentbereich.

Die Antwort ist damit völlig ohne Aussagekraft. Das Recon-System könnte damit einen Umsatzbeitrag zwischen etwa 800 Tsd Euro und dem Neunfachen davon -nämlich etwa 7 Mio ? haben.
 

15.05.19 06:16

509 Postings, 1278 Tage cicero33Fragen zur finanziellen Stabilität

2015 wurde eine langfristige Tilgungsvereinbarung abgeschlossen.
Wie hoch sind die grundsätzlich vereinbarten jährlichen Raten? Wie hoch ist der gesamte von der Tilgungsvereinbarung umfasste Schuldenstand? Sind das die 25 Mio. Euro im Einzelabschluss der Holding?

Die durch die 15-jährige Tilgungsvereinbarung vereinbarten jährlichen Raten betragen 3 Mio Euro.
Der von der Tilgungsvereinbarung umfasste Schuldenstand liegt aktuell bei 45 Mio Euro. Betroffen sind die österreichischen Kredite.


Ende 2014 lagen die gesamten (Lang- und kurzfristig) Finanzverbindlichkeiten bei 66,6 Mio. Aktuell liegen sie bei 54,0 Mio.

Dieser Rückgang der Finanzverbindlichkeiten in diesem 4 ? Jahres Zeitraum von 12,6 Mio entspricht damit recht genau den Vorgaben aus der Tilgungsvereinbarung.


Meiner Ansicht nach kann die Gegenüberstellung der Rückzahlungsrate von 3 Mio pro Jahr mit der klaren Aussage, dass aktuell noch 45 Mio dieser Tilgungsvereinbarung offen sind, nur bedeuten, dass die Vereinbarung nicht die vollständige Rückzahlung (der Schulden die 2015 bestanden haben) beinhaltet. Rein mathematisch betrachtet müsste bei Einhaltung der Tilgungsrate eine Restschuld von 12 Mio verbleiben.
Nachdem es nach unserem Dafürhalten keinen Sinn macht, die Verschuldung auf 12 Mio oder darunter zurückzufahren, wird es voraussichtlich schon wesentlich früher möglich sein, neue Kredite in Anspruch zu nehmen.


Bis wann läuft diese Vereinbarung?

Die Tilgungsvereinbarung läuft bis 2030.



Unter welchen Voraussetzungen kann eine Rate ausgesetzt werden?

Es gibt keine Vereinbarungen dazu.

Bei einer früheren HV wurde bekannt, dass die Aussetzung einer Rate für den Fall vereinbart worden sei, dass ein neues Werk gebaut werden würde.


Was passiert, wenn eine Rate nicht bezahlt werden kann?

Das bedeutet Vertragsbruch.


Sie haben Finanzverbindlichkeiten bei den Banken (kurz- und langfristig) idH von etwa 54 Mio in der Bilanz stehen. Für diese Finanzverbindlichkeiten bieten Sie den Banken Sicherheiten, die (zumindest derzeit) bei Berücksichtigung einer entsprechenden Gesamtkapitalrentabilitätdeutlich mehr wert sein müssen. Ist diese doch sehr deutliche Überbesicherung Bedingung der Banken gewesen um letztlich den sehr guten Zinssatz von 1,4 bis 2% zu erhalten? Haben Sie also zugunsten des Zinssatzes auf den Abbau der Verpfändung verzichtet?

Ausgelassen

Die Frage wurde später wiederholt!

Nein. Die Besicherungsstruktur wurde im Rahmen der Tilgungsvereinbarung fixiert.

Aufgrund welcher Parameter wurde der für Ungarn verwendete WACC doch deutlich von 9,1 auf 9,9% erhöht?

ausgelassen


Welche Verschuldungskennzahlen möchte man mittelfristig (abgesehen von der kommunizierten EK-Quote) erreichen?

Keine klare Aussage. Die Ziele werden Jahr für Jahr gesetzt. Man hat verschiedene Kennzahlen im Auge.


Gibt es nach Abzug der Ratentilgungen und der zu leistenden Zinsen aufgrund dieser Tilgungsvereinbarung Beschränkungen für die Verwendung des Cashflows der Gesellschaft?

Nein


Mit welchen jährlichen Investitionen plant man derzeit?

ausgelassen

Im Falle einer Rezession bzw. eines wirtschaftlichen Abschwunges: in welchem Ausmaß würden pro Jahr in jedem Fall Instandhaltungsinvestitionen für die bestehenden Werke geleistet werden müssen, ohne dass deren langfristige Nutzbarkeit gefährdet wäre?


Langfristig wird sich die Höhe der jährlichen Investitionen in etwa auf Höhe der Abschreibungen bewegen müssen, das sichert auch die Nutzbarkeit. Kurzfristig wird sich die erforderliche Investitionshöhe danach ausrichten, was man bereit ist in Kauf zu nehmen.

Es war damit wohl gemeint, dass man in sehr schwierigen Zeiten, auch sehr wenig investieren muss, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Ich denke, da wird man sich auf die notwendigen Reparaturen beschränken können.


In der Bilanz 2018 finden sich 12 Mio. kurzfristige Schulden. Müssen diese refinanziert werden oder handelt es sich hier um das vertraglich jährlich verlängerte kurzfristige Obligo?

Ein Teil davon muss refinanziert werden.



Die ungarische Bauwirtschaft läuft aktuell hervorragend. Gleichzeitig mit der Freude über diese Entwicklung wächst allerdings auch die Sorge, dass diese Phase genauso abrupt endet wie im Jahr 2008/09. Sehen Sie hier Parallelen zu damals?

ausgelassen


 

15.05.19 06:22

509 Postings, 1278 Tage cicero33Fragen zur Kapitalmarktpräsenz

Können Sie sich langfristig zur Aufrechterhaltung der Börsenotiz der SW Umwelttechnik bekennen?

Ja

Was erhoffen Sie sich von dieser Börsenotiz bzw. was ist der Nutzen für die Gesellschaft?

Bekanntheit; die höhere Attraktivität der Arbeitgeber; weitere Säule der Finanzierungsmöglichkeit;  hohe Transparenz der Gesellschaft


Da Ihre offen kommunizierte Absicht die Steigerung des Unternehmenswertes ist: Sind Sie davon überzeugt, dass eine höhere Liquidität in der Aktie und ein damit einhergehender breiterer Investorenkreis positive Effekte auf den Unternehmenswert der Gesellschaft zeitigt?

Wir wollen Nachhaltig agieren. Diese Nachhaltigkeit wird positive Auswirkungen auf die Attraktivität der Aktie und auch die Liquidität haben.


Sind Sie der Meinung, dass die Wahrnehmung der Aktie der SW am österreichischen Kapitalmarkt gut ist?

Sie wird immer besser. Mit der Nachhaltigkeit der operativen Performance wird sie weiter zunehmen.

Mit welchen Mitteln ? abgesehen von der weiteren Verbesserung der operativen Performance ? möchten Sie die Verbesserung der Liquidität und der Attraktivität der Aktie erreichen?

Wurde mit der vorherigen Antwort zusammengefasst

Sind Sie davon zu überzeugen, dass viele potenzielle Kapitalmarktteilnehmer durch die starken Kursschwankungen bei geringen Umsätzen abgeschreckt werden bzw. gar nicht investieren können?

Letztendlich ging diese Frage unter



Wäre der Market Maker hier ein probates Mittel?

Wir evaluieren ständig, ob der Einsatz eines MM Sinn macht. Wir haben eine Liste von MM und sehen dabei ständig das Preis-/Leistungsverhältnis. Wir evaluieren dabei wann das Kosten/Nutzen Verhältnis positiv ist und es dann zu einem Einsatz kommen kann.

Was wäre ein vertretbarer Kostenaufwand jährlich für einen Market Maker?

Ausgelassen, bzw. von der vorhergehenden Frage/Antwort angeblich  mitabgedeckt.

Diese Frage wurde zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt gestellt!

Wiederrum kam keine klare Antwort sondern nur Allgemeinplätze!


Beabsichtigen Sie, auf Dauer im Auktionshandel zu bleiben?

Wir evaluieren ständig die Marktsegmente. Wenn es zu einer Entscheidung kommt, wird das allen Marktteilnehmern gleichberechtigt mitgeteilt.

Unter welchen Voraussetzungen können Sie sich einen Wechsel in den Fließhandel vorstellen?

Ausgelassen  

§
Könnte man die Aktien, die der Market Maker benötigt, nicht durch einen Kauf am freien Markt zur Verfügung stellen?

Es wäre zu überprüfen ob das Rechtskonform ist.




Bei der letztjährigen HV war auch die Rede von der Inanspruchnahme eines Ratings bei Verbesserung der Finanzkennzahlen. Welches Kennzahlenniveau muss erreicht werden, dass diese Möglichkeit ins Auge gefasst wird?

Wird laufend geprüft und evaluiert. Das Kosten/Nutzenverhältnis muss passen.

Wie stehen Sie zum Thema Aktienrückkauf?

Es gibt einen entsprechenden HV-Beschluss. Es wird regelmäßig diskutiert und evaluiert.
 

03.06.19 17:20

11 Postings, 207 Tage august170Danke

Für die Ausführungen ...


Vielleicht täusche ich mich ja bez. Aktiensplit aber ich kann den Vorteil nicht erkennen.

Auf alle Fälle ist die SW ein interessantes Investment
 

14.06.19 22:15

11 Postings, 207 Tage august170Der Vorstand

Vaczi kauft weiter fleißig ein....  

01.07.19 20:40

1257 Postings, 3016 Tage schakal1409Wer sonst,,?????

Der Vorstand,,,,,Wer sonst KAUFT ,,,,SW-Umwelt.....
 

05.07.19 22:05

11 Postings, 207 Tage august170Gerade

weil der Vorstand kauft, ist dies abgesehen von der positiven Zahlen als positives Indiz zu werten...  

15.07.19 17:39

1257 Postings, 3016 Tage schakal1409Gerade,,,????

Bei VW kauft auch nur der Vorstand die Autos?????!!!!....zzzzzzz...was für komische meldung..
Übrigens...SW-Umwelt...hat die Autos (die mit SW-Umwelt... herum Fahren in UNGARN angemeldet
 

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