SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

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neuester Beitrag: 23.04.19 17:32
eröffnet am: 19.03.16 06:14 von: cicero33 Anzahl Beiträge: 413
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19.03.16 06:14
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495 Postings, 1197 Tage cicero33SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

Ich beobachte das Unternehmen SW Umwelttechnik bereits seit mehreren Jahren und denke, dass die Zeit nun reif für einen Kursanstieg sein müsste.

Die Österreichische SW Umwelttechnik stellt Betonfertigteile für die Bereiche Wasserschutz und Infrastruktur her. Man bearbeitet insbesondere die Märkte Österreich, Ungarn und Rumänien, wobei in Ungarn etwa 50% der Umsätze erwirtschaftet werden. In diesen Ländern stehen eigene Werke zur Fertigung der Betonteile bzw. gibt es auch einen Vertrieb. Man bezeichnet sich als Marktführer in bestimmten Bereichen. SW ist ein Familienunternehmen, welches seit dem Jahr 1910 am Markt aktiv ist.
Mit der Öffnung der Grenzen wagte man die Expansion in die Osteuropäischen Länder und baute dort insbesondere in den Jahren 2005 bis 2008 mehrere Produktionsbetriebe auf.
Mit der Finanzkrise und der teilweise massiven Rückgänge der Wirtschaften insbesondere in Ungarn und Rumänien (die Bauwirtschaft war mit Umsatzrückgängen von bis zu 50% massiv betroffen) kam das Unternehmen ins Schlingern zumal man für die Expansion hohe - zum Großteil fremdfinanzierte - Geldmittel aufgewendet hatte und die betriebliche Struktur auf wesentlich höhere Umsätze ausgerichtet war. Des weiteren kam ein starker Rückgang der ungarischen und rumänischen Währung hinzu. Die Folge waren hohe Verluste über mehrere Jahre hindurch. Mitarbeiter wurden stark abgebaut und zuletzt auch ein riskanter Geschäftsbereich abgestoßen.
Nun ist man wieder auf Kurs zumal vor allem die Wirtschaften in Ungarn und Rumänien wieder kräftig wachsen. Man bezeichnet sich mittlerweile als einen der profitabelsten Hersteller von Betonfertigteilen.

Zu den Zahlen:

Das Unternehmen weist zur Zeit einen Marktwert von etwa 5 Mio Euro (659.999 Aktien) auf.
Das Eigenkapital liegt nach dem 3. Quartal 2015 bei 3,5 Mio Euro.
Der Umsatz wird im Jahr 2015 etwa um 15% und damit auf ca. 60 Mio gesteigert werden können. Damit ergibt sich ein KUV 2015 von 0,08.
Zum Ende von Q3 ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,1 Mio Euro. Das nicht ausgewiesene Betriebsergebnis sollte geringfügig niedriger ausgefallen sein. Im Gesamtjahr 2015 sollte sich damit ein satter Gewinn ausgehen.

Besonders bemerkenswert sind jedoch die hohen CashFlows die das Unternehmen generiert. Aus dem laufenden Geschäft konnten im Jahr 2013 5,9 und im Jahr 2014 5,2 Mio generiert werden.
In beiden Jahren wurden Schulden im Ausmaß von jeweils mehr als 4 Mio rückgeführt.
Das Unternehmen hat also die Fähigkeit hohe Einnahmen zu erzielen, wenngleich dies bei der Betrachtung des Betriebsergebnisses nicht hervorgeht.

Warum liefert das Unternehmen also fortwährend hohe CashFlows bei einem gleichzeitigen niedrigen oder negativen Betriebsergebnis?:

Das Jahresergebnis wird jeweils durch die recht hohen Abschreibungen - welche primär mit den hohen Investitionen in den Jahren 2005 bis 2008 zusammen hängen ? belastet. Diesen Abschreibungen stehen vergleichsweise nur niedrige Bestandsinvestitionen gegenüber.

Des weiteren wirken negative Währungseffekte auf das Ergebnis. Seit 2006 hat der ungarische Forint um etwa 23% und der rumänische Leu um etwa 20% gegenüber dem Euro abgewertet. Diese Abwertungen wirkten sich in diesem Zeitraum mit etwa 14 Mio Euro auf die Bilanz und damit das Eigenkapital aus. In den Jahren 2006 und 2007 wurden die rumänischen Werke errichtet.
Man sieht damit, dass der starke Rückgang des Eigenkapitals in den letzten 10 Jahren in erster Linie mit Währungsverlusten und hohen Abschreibungen zusammen hängt. Das Unternehmen ist großteils in Euro verschuldet.

Unternehmen besser als es das niedrige Eigenkapital bzw, der niedrige Gewinn aussagt:

Natürlich ist die Fähigkeit eines Unternehmens Gewinne zu erzielen grundsätzlich von entscheidender Bedeutung. Die Gewinne sind schließlich jener Teil der GuV der für die Aktionäre verbleibt.
Wenn aber über Jahre hohe CashFlows generiert werden und damit klar wird, dass das Unternehmen Einkünfte aus dem Geschäftsbetrieb erzielen kann und die Gewinne nur ? sozusagen nicht sichtbar wurden ? dann sollte man schon einen zweiten Blick auf das Unternehmen werfen. In jedem der beiden letzten Jahre überstieg der CashFlow aus dem laufenden Geschäft den Marktwert des Unternehmens. Die hohen CashFlows ermöglichen einen raschen Schuldenabbau. Die Gesamtverbindlichkeiten erreichten mit Ende 2014 einen Stand von 76 Mio Euro ? fast 20 Mio unter dem Niveau von 2013.

Da die Werke einen sehr langen Lebenszyklus (30 ? 50 Jahre) aufweisen, sollten in den nächsten Jahren auch weiterhin nur niedrige (Bestands) Investitionen notwendig sein ? auch bei voller Aufrechterhaltung der ? Konkurrenzfähigkeit. Die Abschreibungen lagen in den Jahren 2009 und 2010 noch bei 5 bzw. 6 Mio jährlich und sind in den Jahren 2013 und 2014 bereits auf etwa jeweils 3,5 Mio angelangt. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass die Abschreibungen etwa auf dem Niveau der Neu- also der Bestandsinvestitionen ankommen.
Durch diesen Umstand sollten sich die hohen CashFlows auch im Gewinnausweis niederschlagen.

Pro und Contra:

Wie geschrieben liegt das ausgewiesene Eigenkapital des Unternehmens aktuell bei 3,5 Mio Euro. Würde man die Währungsverluste von 14 Mio unberücksichtigt lassen (was bilanztechnisch nicht möglich ist) läge das EK also bei 17,5 Mio. Dieser Umstand zeigt, dass die massiven Rückgänge des Eigenkapitals nicht durch unternehmerische Misserfolge - sondern zu großen Teilen wegen der Währungsverluste zustande kam.
Ein weiterer unberücksichtigter Umstand sind die hohen stillen Reserven des Unternehmens. Die Österreichischen Werke wurden 1910 und den sechziger Jahren errichtet bzw. die Grundstücke dafür angekauft. Insgesamt (Österreich, Ungarn und Rumänien zusammen) stehen die Grundstücke mit 4,6 Mio Euro in der Bilanz. Nach meinen Recherchen müssten diese Grundstücke einen wesentlich höheren Wert aufweisen, als sie in der Bilanz ausgewiesen sind. Je nach Berechnungsweise könnte sich hier ein Aufwertungspotential von etwa 14-20 Mio Euro ergeben.
Auch wenn man die Bilanz jetzt nicht auf diese Werte anpassen kann, so zeigt es doch, welche Substanz im Unternehmen steckt.

Ein weiterer positiver Effekt könnte das langsam erwachende Interesse von Investoren an Osteuropa sein. Gerade die Ungarische Börse lief in 2015 außergewöhnlich gut. Die Wiener Börse ist ja bekannt für ihre starke Ostlastigkeit. Das könnte ihr aber jetzt bei einer neuerlich aufkommenden Ostphantasie zugute kommen.

Als Negativ kann man - je nach Sichtweise - die politische Situation in Ungarn und Rumänien bewerten. Ein gewisser Unsicherheitsfaktor bleibt hier bestehen.

Ein Risikofaktor ist auch die Abhängigkeit von EU-Fördergeldern. Der Unternehmensbereich "Wasserschutz"  lebt von diesen Fördergeldern. Ein Wegfall dieser Förderungen ist zwar aktuell kein Thema (eine neue Förderperiode ist kürzlich in Kraft getreten), würde aber beim WorstCase - wie etwa dem Zerfall der EU - wohl schlagend werden.

Mit Unsicherheit ist auch die Währungsentwicklung behaftet. Wie geschrieben, haben sowohl die ungarische als auch die rumänische Währung im letzten Jahrzehnt stark gegenüber dem Euro abgewertet. Nun scheinen die Währungen aber stabil zu sein. Die weitere Entwicklung ist aber dennoch schwer vorherzusagen.

Als Negativ ist auch die Börsennotiz zu sehen. Die Aktie notiert neben Berlin und Stuttgart (de facto 0 Umsatz) vor allem in einem niedrigen Segment der Wiener Börse. Ein Handel findet dort nur ein mal am Tag statt. Die Umsätze sind sehr gering.
Die Aktie kommt von über 130 Euro und notiert aktuell bei etwa 7 Euro in der Nähe des Tiefststandes.
Die Unternehmensführung bzw. die Aufsichtsräte bzw. Alteigner haben im Jahr 2015 in mehreren Tranchen insgesamt 19.400 oder 2,94% der ausstehenden Aktien gekauft.
Die Anteilseigner lauten nun wie folgt:

Wolschner Privatstiftung: 288.000 Stk oder 43,94%
VBG (Tochter der BKS-Bank): etwa 60.000 Stk oder knapp 10%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
Unternehmensführung: Vorstände, AR: 59.555 Stk oder 9,02%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
*Hansa Investment Fund: mehr als 5%
Im Streubesitz befinden sich demnach 20-30%.

Die Position Hansa Investment Fund erscheint nicht gesichert. SWUT weist die Gesellschaft zwar als Anteilseigner (größer als 5%) aus, jedoch halten diese Angaben meinen bisherigen Recherchen nicht stand.

Fazit: Das Unternehmen hat eindeutig den Turnaround geschafft. Dieser wurde aber wegen der negativen Währungsentwicklung und der nach wie vor hohen Abschreibungen nicht sichtbar. Bei stabilen Wechselkursverhältnissen sollte das Unternehmen das Potential haben 2-3 Millionen Euro netto im Jahr zu verdienen. Im Jahr 2015 dürfte man mit dem Gewinnausweis erste Hinweise darauf finden. Bei einem Kurs von 7 Euro liegt der Marktwert bei 4,6 Mio Euro, womit sich ein zukünftiges KGV (eventuell 2016 oder 2017) von etwa 2 ergeben würde. Wer also die Sicht auf die hohe Ertragskraft und die verborgene hohe Substanz in den Vordergrund rückt und das derzeit noch niedrige Eigenkapital von 3,5 Mio als vorübergehend und als schnell verbesserungsfähig betrachtet, der könnte in der Aktie gut aufgehoben sein.  
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10.04.19 16:12
1

142 Postings, 1412 Tage stksat|228865373Gedanken

Wir schreiben hier von einem kleinen Nebenwerte!

Wo noch dazu ein Großteil in Fam. Besitz ist.

Denen ist Kursentwicklung relativ egal ...

Warten wir mal auf die Zahlen.

 

12.04.19 09:22

495 Postings, 1197 Tage cicero33Spitzen - Zahlen!

Umsatz: 77,4  Mio + 26%
Nettoergebnis:  4,6 Mio + 300%

Damit ergibt sich ein KGV (bei einem Kurs von 16 Euro) von 2,3.

weiteres folgt.....







 

12.04.19 09:40

495 Postings, 1197 Tage cicero33weiteres...

An operativem Gewinn verbleiben 4,1 Mio.

Dabei wurden 0,9 Mio Buchgewinn durch den Grundstücksverkauf in Lienz mit den Währungsverlusten von 0,4 Mio gegengerechnet.

Wichtig ist natürlich auch die Steigerung des Eigenkapitals auf 8,2 Mio bzw. der EK-Quote auf 9,7%.

Operativer Cash Flow von 8,6 Mio

Auch der Ausblick ist Top:

Mit der anhaltend guten Konjunktur in den Kernmärkten von SW Umwelttechnik ist der Vorstand auch für 2019 gut gestimmt: "Der Bausektor boomt durch das hohe Volumen an Investitionen aus Gewerbe und Industrie. Zusätzlich gehen wir von leicht steigenden öffentlichen Aufträgen im Tiefbau aus", erläutert Klaus Einfalt.



 

12.04.19 10:03

495 Postings, 1197 Tage cicero33Umsatz zu Nettofinanzverschuldung

Letztes Jahr auf der HV hat der Finanzvorstand noch stolz gesagt, dass man nun erstmals seit vielen Jahren einen höheren Umsatz als Nettoverschuldung aufweise. Der Umsatz lag bei 61,3 Mio und die Nettoverschuldung bei 55,9 Mio.

Mit Ende 2018 liegt dieses Verhältnis bei 77,4 Mio zu 52,5 Mio. Ich denke, dieses Verhältnis kann man mittlerweile schon als sehr gesund betrachten.

Im Hinblick auf die Aussichten darf man auch hier mit einer weiteren Verbesserung rechnen.  

12.04.19 10:12

142 Postings, 1412 Tage stksat|228865373Gedanken

Das Ergebnis ist Top!
Überraschend positiv :-)

SWUT ist definitiv auf gutem Weg, 9% EK in der Konjunktur massiv abhängigen Bauindustrie immer noch wenig. Wird aber.

Dividende gleich 200% anheben Hmmmm  

12.04.19 10:29

495 Postings, 1197 Tage cicero33Operativer Gewinn

Hab grad gesehen, dass es auch bei den als "Finanzinvestitionen" gehaltenen Aktiva (Immobilien und Aktien) eine Abwertung von in Summe etwa 400 k Euro gab.

Damit ist man mit den Abwertungen fast gleichauf mit den Buchgewinnen die durch Lienz entstanden sind. Das Nettoergebnis ist dementsprechend als operativ erwirtschaftet zu betrachten.


 

12.04.19 10:39
1

495 Postings, 1197 Tage cicero33stksat

200% Dividenerhöhung klingt jetzt natürlich nach viel - ist es unterm Strich aber nicht.

Bei 66 Tsd Euro die sie letztes Jahr ausgeschüttet haben, wären das knapp 200 Tsd. Diese 200 Tsd entsprechen gerade einmal 4,3 % des Nettogewinnes 2018.

Das wäre schon vorstellbar.

Wenn man bedenkt, dass die Unternehmen durchschnittlich 40% ihrer Erlöse als Dividenden den Aktionären ausschütten, dann  darf man sich darauf freuen, was da in ein paar Jahren zu erwarten ist.  

12.04.19 11:18

142 Postings, 1412 Tage stksat|228865373Gedanken

Wenn es so weiter geht wird KE wenigstens kein Thema mehr sein.

Gesundes EK für so Konjunktur abhängiges Unternehmen bei 30%.
Vorallem weil SWUT kein Alleinstellungsmerkmal vorweist. Auch ist Geopolitisch in Ungarn einiges in Bewegung.

Trotzdem Top Entwicklung.  

12.04.19 14:14

495 Postings, 1197 Tage cicero33Investitionen

Wie stark die derzeitige Geschäftslage derzeit ist, sieht man auch sehr gut an dem Umstand, dass 2018 6,4 Mio Euro neu investiert wurden. Die Summe setzt sich zusammen aus den Bestandsinvestitionen die im Schnitt der letzten Jahre etwa 2,5 Mio ausmachten. Darüber hinaus müssen aber auch weitere 4 Mio in die Fertigstellung von Cristesti bzw.  bereits in die Errichtung einer weiteren Linie in Ostungarn geflossen sein.

Trotz dieser vergleichsweise hohen Investitionen ist es gelungen, die Nettoverschuldung um 3,4 Mio abzubauen.  

Oder anders gesagt:
Hätte man hier nicht in diese zukünftigen Umsatzbringer  investiert, wäre die Verschuldung wesentlich stärker reduziert worden.    

14.04.19 07:52
1

495 Postings, 1197 Tage cicero33Bewertungsupdate

GuV

Aktueller Marktwert: 11,9  Mio (Kurs 18 Euro)
Umsatz: 77 Mio
EBITDA:  11,1 Mio
EBIT: 7,5 Mio
EBT: 5,3 Mio
Jahresergebnis: 4,6 Mio

Kennzahlen:

KUV: 0,15
KGV: 2,6
KBV: 1,45
EV: 62,9 Mio (Marktwert (11,9) + Net Debts (52,5) - Liquide Mittel (1,5))
EV/EBITDA: 5,6

Nicht betriebsnotwendges Vermögen:

In der Bilanz befinden sich Vermögenswerte idH von 7,2 Mio Euro, die nicht betrieblich gebraucht werden. Insbesondere der Anteil an der BKS ist recht einfach veräußerbar. Die Grundstücke in Ungarn und Rumänien stehen bereits zum Verkauf.

Diese Vermögenswerte bleiben bei der Berechnung des EV unberücksichtigt. Auf Basis einer umfassenden Unternehmensbewertung müssen sie jedoch Berücksichtigung finden.

Veränderung des EV bzw. EV/EBITDA unter Berücksichtigung dieser Vermögenswerte:

EV: 55,7  (62,9 - 7,2)
EV/EBITDA: 5,0

Unberücksichtigt bleiben auch die stillen Reserven. Diese liegen in Form von Grundstücken vor die lediglich zu Anschaffungskosten in der Bilanz stehen. Laut Bilanz sollen sämtliche betrieblichen Grundstücke einen Wert von 5,6 Mio aufweisen.

Meinen eigenen Recherchen zufolge liegen die Grundwerte bei weit über 20 Mio. Beispielsweise befindet sich ein 2,4 ha großes Grundstück mitten in Klagenfurt; sowie mehrere Gründstücke die jeweils mehr als 20 ha groß sind in Ungarn und Rumänien.  Einen deutlichen Hinweis auf den Wert der stillen Reserven hat der Verkauf eines Teiles des Grundstückes in Lienz gegeben. Allein dieser Teilverkauf hat einen Buchwerteffekt von 0,9 Mio Euro erzeugt.

Eine Aufwertung dieser Grundstücke ist zwar grundsätzlich möglich, jedoch seitens des Vorstandes nicht gewollt.

Würde man den Schritt der Aufwertung gehen, würde das Eigenkapital um zumindest 15 Mio aufzuwerten sein. Diese Aufwertung würde aber wohl auch zu einer Steuerpflicht führen.

Fazit:

Trotz des deutlichen Kursanstieges im letzten Jahr ist hier nach wie vor deutliches Potential gegeben.
Ich bin der Meinung, dass ein Kurs von 40 Euro (Markwert von 26 Mio) durchaus rechtfertigbar ist.
Das KGV und KUV geben dieses Kursziel ohnehin locker her, aber auch der EV bzw. EV-Faktor lassen einen Marktwert von 26 Mio Euro zu.
Und natürlich lässt die Einbeziehung der stillen Reserven einen völlig anderen Blick auf das Eigenkapital  zu. Dieses läge  etwa bei 23 Mio.
Auch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr ist sehr gut und lässt eine weitere Verbesserung der Kennzahlen erwarten.  

14.04.19 08:25

495 Postings, 1197 Tage cicero33Ausblick


Der Ausblick aus dem Geschäftsbericht ist noch ein Stück weit positiver:

Der Marktausblick für 2019 ist mit der anhaltend guten Konjunktur in unseren Kernmärkten
weiterhin ausgesprochen erfreulich. Insbesondere für Ungarn ist unsere Prognose aufgrund
der regen Bautätigkeit sehr positiv: Der Hochbau wird weiterhin von einem hohen Volumen
an Investitionen aus Gewerbe und Industrie profitieren. Zusätzlich ist von leicht steigenden
öffentlichen Aufträgen im Tiefbau auszugehen. Aufgrund der Vollauslastung unserer Werke
bauen wir unsere Kapazitäten im Werk Alsózsolca im Nordosten des Landes aus. Dies erhöht
unsere Flexibilität, unterschiedliche Aufträge abwickeln zu können.
In Rumänien wird unser Geschäft auch 2019 von Aufträgen im Hochbau geprägt sein.
Die Entwicklung des Tiefbaus wird davon abhängen, ob EU-Fördergelder abgerufen werden.
Rumänien unternimmt seit geraumer Zeit verstärkte Anstrengungen, die zur Verfügung
stehenden Mittel auszuschöpfen ? bisher jedoch mit geringer Wirkung. Der Bedarf und das
Potenzial dieses Marktes bleiben ungebrochen.



Interessant ist sicher auch, dass Rumänien, das ja in etwa doppelt so groß wie Ungarn gar nicht noch so richtig läuft. Man sieht das ja auch an der Umsatzverteilung der SW.
Natürlich muss man in den Jahren ab 2020 rechnen, dass die Konjunktur in Ungarn nachlässt, möglicherweise kann da in Zukunft aber Rumänien einiges wettmachen - siehe dazu den offensichtlich vorhandenen Willen der Regierung.  

15.04.19 18:15
1

6 Postings, 126 Tage august170Super Zahlen

Tolle Zahlen was da gemeldet wurden. Mit den 40? derzeitigen inneren Wert was cicero erwähnt hat ist noch Potential nach oben. Bei weiteren konstanten Schuldenabbau, und einer Eigenkapitalquote von ca 30 Prozent. Sollten bei gleicher Ertragslage noch vieeel viel höhere Kurse als 40 Euro drinnen sein. (ich schätze. 70 bis 80 bei einem Multiple von 10 bis 12)
 

16.04.19 06:41

495 Postings, 1197 Tage cicero33Phönix aus der Asche

Auf jeden Fall kann man sagen: "Die SW ist wieder in der Spur".

Dieses grauenhafte Bild, welches ab 2009 gegeben war ist über die Jahre immer weiter verschwunden und jetzt kann man guten Gewissens sagen, dass die SW wie der "Phönix aus der Asche" wieder auferstanden ist.

Sogar die Verschuldung sieht angesichts der derzeitigen Super-Geschäftslage gar nicht mehr schlimm aus. Das kommt insbesondere beim EV/EBITDA - Faktor gut zum Ausdruck.
Bei einem Kurs von 40 Euro wäre der EV/EBITDA - Faktor bei 6,9 (unter der Einbeziehung der nicht betriebsnotwendigen Vermögenswerte). Ich denke nicht, dass das zu hoch ist.

Man darf nun gespannt sein, was man auf der HV hören wird. Ich könnte mir vorstellen, dass der ein oder andere SW-Protagonist schon wieder die alten Expansionspläne aus den hintersten Ecken der Schubladen hervorgeholt hat.  
Im Jahr 2007 (auf dem Höhepunkt der damaligen Investitionswelle) wollte man noch jedes Jahr ein weiteres Werk eröffnen.
 

16.04.19 11:42

142 Postings, 1412 Tage stksat|228865373Gedanken

Dividende nicht vergessen  

18.04.19 18:35
1

6 Postings, 126 Tage august170Market Maker

Nach Beobachtung der Bis/Ask Orders der letzten Tage würde ein Market Maker mehr als sinnvoll erscheinen. Undglaubliche Schwankungen. Und interessant wenn jemand 23,8 bietet und jemand anderes Bestens hergibt was macht dass für einen Sinn??

Also sollte jemand HV gehen sollte er das meines Erachtens dringend einfordern.  

19.04.19 07:06
1

495 Postings, 1197 Tage cicero33Market Maker

....wie geschrieben besteht die Forderung von uns nach einem MM bereits seit 2 Jahren. Wir haben das bei mehreren persönlichen Gesprächen - auch öffentlich im Rahmen der HV - und auch schriftlich eingebracht.
Die SW hatte ja im Zeitraum um 2007  einen MM. Damals war das Unternehmen sogar im Prime Market der Wiener Börse vertreten. Allerdings hat man offenbar schlechte Erfahrungen damit gemacht.

Thema war auch, woher der MM seine Stücke bekommen soll. Er braucht ja, um Verkaufsangebote legen zu können, eine eher größere Menge an Aktien.
Meiner Ansicht kann das jetzt aber nicht eine unüberwindliche Hürde sein. "Wo ein Wille da ein Weg"

Was wirklich unverständlich ist, ist der Umstand, dass man lediglich 15 Tsd Euro im Jahr für den MM aufwenden müsste. Das sind vom 2018er Gewinn gerade einmal 0,32%.
Mit der Bereitstellung des MM wäre auch verbunden, dass man in den laufenden Handel der Wr. Börse wechseln könnte - ohne weitere Auflagen und Kosten.


Zu Deinen Beobachtungen:

Große Kursschwankungen kommen eher dann zustande, wenn es keinen MM gibt. Ein MM würde den Kursverlauf definitiv glätten.  Die SW wird zuletzt beinahe täglich in diversen Börsenblättern genannt, weil sie jeweils die höchste Tagesbewegung hatte. 12% rauf und ein paar Tage später wieder 8% runter. Das ist bei der Aktie fast schon normal.
Leider ist es nach wie vor so, dass es Anleger gibt, die die Aktie meiden, weil die Börsenumsätze zu gering sind. Und das sind gerade einmal Anleger  mit einer mittleren Anlagesumme. Ein Anleger der hier 50 Tsd Euro anlegen will, muss extrem vom Unternehmen überzeugt sein und einen mehrjährigen Anlagehorizont mitbringen, ansonsten kann und darf er hier nicht einsteigen.
Nur, wer ist das heute schon, wer beschäftigt sich so eingehend und tief mit einem Unternehmen und bringt diesen langen Veranlagungshorizont mit? Kaum jemand!
Und aus dem Grund zieht die SW fast nur Aktionäre mit geringer Kapitalausstattung an. Das ist schade.
Und wir sind hier noch gar nicht bei den Fonds angelangt. Diese können bei der SW sowieso nicht einsteigen.

Und gerade weil man sich nicht einem noch größeren und vor allem kapitalkräftigeren Aktionärskreis erschließen kann, kommt der Kurs vielleicht auch nicht so richtig in Fahrt.

Da reicht es dann schon, wenn jemand 500 Stk verkauft. Die wenigen Käufer können das nicht mehr auffangen, zumindest nicht ohne den Kurs wieder stark rückläufig werden zu lassen.
Und, dass es hier Begehrlichkeiten gibt, seine Aktien auf den Markt zu werfen, ist auch wieder verständlich. Dazu muss man sich die Historie des Unternehmens.
Die Aktie notierte im Jahr 2007 - in der Spitze - bei 130 Euro. Es wird also genügend Aktionäre geben, die zwischen 40 und 130 Euro gekauft haben. Denen kann man es nicht verdenken, wenn sie jetzt 10 Jahre danach (teilweise können das ja auch schon die Erben sein) ihre Aktien, die sie über Jahre als wertlos angesehen haben, verkaufen.  

21.04.19 06:51
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495 Postings, 1197 Tage cicero33Entwicklung der Geschäftsbereiche

Ich habe mir einmal die Umsatzentwicklung der Geschäftsbereiche Wasserschutz und Infrastruktur angesehen.

Der Bereich Wasserschutz ist ja der Bereich der von den öffentlichen Aufträgen - und hier insbesondere von EU-geförderten Projekten - lebt.

Interessant wird der Vergleich bzw. die Beobachtung der Entwicklung der beiden Bereiche dann, wenn man bestimmen will, wie sich die Umsätze in der Zukunft gestalten könnten.

Wie einigen hier bekannt sein dürfte befinden wir uns aktuell in der EU Förderperiode 2014 - 2020. Davor gab es die EU Förderperiode 2007 - 2013.

Schaut man sich nun das nachfolgende Diagramm über die Umsatzentwicklung des Bereiches Wasserschutz an, sieht man, dass im Jahr 2015 weitaus die höchsten Umsätze in diesem Bereich erwirtschaftet wurden. Aber auch die beiden Jahre davor (2013 und 2014) waren wesentlich stärker als die beiden nun abgelaufenen Jahre 2017 und 2018.

Auf den ersten Blick passt das jetzt nicht mit den beiden Förderperioden zusammen bzw. wird der Eindruck erweckt, dass am Beginn der Förderperioden eine hohe Nachfrage nach Förderprojekten besteht.
Es ist aber gerade umgekehrt. Die hohen Umsätze aus dem Jahr 2015 resultieren daraus, dass die Projekte der alten Förderperiode erst in diesem Jahr zur Umsetzung kamen. Ich habe das so verstanden, dass Projekte eine hohe Vorlaufzeit (Planung, Finanzierung, Auftragsvergabe etc.) haben.
Am Ende der Förderperiode 2007 bis 2013 versuchte Ungarn und Rumänien also noch möglichst viele Projekte zur Umsetzung zu bringen, weil ansonsten die Gelder verfallen wären.

Worauf will ich nun also hinaus:

Geht man davon aus, dass es in der neuen Förderperiode 2014 - 2020 wieder ähnlich abläuft, kann man damit rechnen, dass der Bereich Wasserschutz in den Jahren 2020 und 2021 stärker wird als jetzt und 2022 einen vorläufigen Höhepunkt findet.

Es könnte und sollte also so sein, dass nach dem Jahr 2019, wo der Bereich Infrastruktur offenbar noch gut läuft, der Bereich Wasserschutz die möglicherweise schwächer werdenden Umsätze aus dem Bereich Infrastruktur wieder ausgleicht.

Die Bereiche Wasserschutz und Infrastruktur wurden ja umbenannt. Man möge mir verzeihen, dass ich die neuen Namen noch nicht verwende.  

21.04.19 06:56

495 Postings, 1197 Tage cicero33Diagramme

 
Angehängte Grafik:
ums__tze_bereich_wasserschutz.png (verkleinert auf 32%) vergrößern
ums__tze_bereich_wasserschutz.png

22.04.19 07:47
1

495 Postings, 1197 Tage cicero33Market Maker

Was man zum Thema Market Maker noch wissen muss,  ist folgendes:

Der MM geht gegenüber seinem Kunden (dem Unternehmen) eine Verpflichtung ein.

Unter anderem verpflichtet er sich eine bestimmte Anzahl von Aktien auf beiden Seiten (Geld und Brief) anzubieten. Im Falle der SW sollten das etwa 500 Stk Aktien sein.

Er verpflichtet sich auch dazu einen maximalen Spread einzuhalten. Dieser liegt in der Praxis bei 5%.

Diese Verpflichtung muss er zumindest für 80% des Zeitraumes (es gibt eine genaue Definition dafür) erfüllen. Die Wiener Börse überprüft die Erfüllung und weist diese mittels einer Erfüllungsquote auf der eigenen Internetseite aus.

https://www.wienerborse.at/handel/...5Bfile%5D=M2-hubt03cWOyMf9mel9lA

Man sieht an der Tabelle, dass die Erfüllungsquote in den allermeisten Fällen bei weit über 90% liegt.

Interessant ist auch, dass sich sogar eine HTI mit einem aktuellen Marktwert von 1,1 Mio und über Jahre horrenden Verlusten einen MM leistet.
Sehr viele Unternehmen aus dem Prime Standard leisten sich 4, 5 oder auch 6 MM.



 

22.04.19 08:18

495 Postings, 1197 Tage cicero33Liquidität der Aktie

Am 14.04.2019 habe ich zum wiederholten Male in einem wichtigen deutschen Aktienforum (2000 Seitenaufrufe pro Tag)  auf die SW aufmerksam gemacht.

Wiederum haben sich wichtige Meinungsbilder in diesem Forum teilweise negativ zur Aktie geäußert.

Unter anderem kam das nachfolgende "Original-Argument" vom User "katjuscha-reserach":

Problematisch auch, dass man die Aktie kaum handeln kann, da in Österreich nur eine Auktion täglich stattfindet und sonst kein geregelter Handel.



Leider kann man diesem Argument gar nichts entgegnen, zumal es der Wahrheit entspricht.

Viele Leute befassen sich also nur wegen der niedrigen Börsenumsätze bzw. wegen dem "Auktionshandel" nicht weiter mit dem Unternehmen und das ist schade.  

23.04.19 06:10
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495 Postings, 1197 Tage cicero33Zinsen

 
Angehängte Grafik:
gezahlte_zinsen_ii.png (verkleinert auf 32%) vergrößern
gezahlte_zinsen_ii.png

23.04.19 06:27
1

495 Postings, 1197 Tage cicero33Zinszahlungen

Das Diagramm oben zeigt die Entwicklung der jährlich gezahlten Zinsen.

Von 2017 auf 2018 gab es wieder einen schönen Sprung nach unten.

Im Vergleich zum Spitzenjahr 2011 wurden die Zinszahlungen gedrittelt.

Hauptverantwortlich für die niedrigeren Zinszahlungen ist sicher der verwendete Zinssatz von 1,4 - 2,0 %. Letztes Jahr lag er noch bei 1,9 - 2,8%.

Es wäre interessant zu erfahren, wie es gelungen ist den Zinssatz so stark zu senken. Der Basiszins der EZB liegt ja schon über Jahre etwa gleich.
 

23.04.19 17:32

6 Postings, 126 Tage august170Danke für die Ausführungen zum Thema market Maker.

Ich wünsche euch viel Glück beim durchbringen des Vorhabens.  

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