die Menschheit zerstört sich gerade selbst...

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neuester Beitrag: 06.11.06 15:34
eröffnet am: 09.12.05 09:01 von: börsenfüxlein Anzahl Beiträge: 210
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09.12.05 09:01
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18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleindie Menschheit zerstört sich gerade selbst...

"und erst wenn der letzte Mensch gestorben ist, können die Tiere und Pflanzen wieder in Ruhe und Harmonie leben"....gibt ja son Zitat, dass so oder so ähnlich klingt...


Der zunehmende Raubbau an der Natur macht nach Warnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer mehr Menschen krank.

Eine weitere Schädigung des globalen Ökosystems könnte bereits innerhalb der nächsten 50 Jahre dramatische Konsequenzen für die menschliche Gesundheit haben, heißt es nun in einer Studie, die am Donnerstag in Bangkok präsentiert wurde. Sie trägt den Titel "Ökosysteme und menschliches Wohlbefinden" (Ecosystems and Human Wellbeing).


Immer weniger sauberes Wasser


Bereits heute, so die Bilanz der WHO-Experten, seien bis zu 60 Prozent der natürlichen Ressourcen an Trinkwasser und Luft nachhaltig verschmutzt.


Mehr als eine Milliarde Menschen hätten keinen Zugang zu sauberem Wasser mehr - damit zusammenhängende Krankheiten kosteten jährlich über drei Millionen Menschen das Leben.


Aktuelles Beispiel China


Wie ernst es um den Umgang mit Trinkwasser steht, führte erst kürzlich jene Chemiekatastrophe im Nordosten Chinas vor Augen, bei der rund 100 Tonnen hochgiftigen Benzols in den Fluss Songhua gelangten.


Erschreckende Bilanz


Die Millionenmetropole Harbin, die den Großteil ihres Trinkwasserbedarfs aus dem Songhua bezieht, war tagelang ohne Wasserversorgung. Anlässlich des Unglücks zogen Experten Bilanz: Nach ihren Schätzungen trinken heute 980.000 der insgesamt 1,3 Mrd. Chinesen zum Teil verseuchtes Wasser - mehr oder minder regelmäßig.


Rund 70 Prozent der Gewässer im wirtschaftlich enorm aufstrebenden Reich der Mitte gelten als hochgradig verschmutzt.


Abholzung und Schadstoffemissionen


Nicht minder akut sei der Handlungsbedarf gegen die zunehmende Luftverschmutzung: Nicht nur Schadstoffe aus Industrie und Verkehr schlagen sich hier negativ nieder, sondern auch die Nutzung fester Brennstoffe.


Diese trägt gleichzeitig zur weltweiten Abholzung der Wälder bei, die als natürlicher Filter gegen das Treibhausgas CO2 wirken - der Teufelskreis ist perfekt.


Wohlstand hinterlässt Spuren


"In den vergangenen 50 Jahren haben die Menschen das natürliche Ökosystem schneller und grundlegender verändert als in jeder anderen vergleichbaren Zeit in der Geschichte der Menschheit", betonte WHO-Generaldirektor Jong Wook Lee.


Das habe zwar auch zu gewissen Verbesserungen der Lebensumstände für manche Menschen geführt, etwa bei der Gesundheit und der Wirtschaft.


Ärmere Länder stärker gefährdet


"Aber nicht alle Regionen und Gruppierungen haben von diesem Prozess gleichermaßen profitiert." Im Gegenteil würden wiederum vor allem ärmere Länder unter den Negativfolgen leiden, heißt es in dem Bericht.


Die Länder Schwarzafrikas, Zentralasiens und Teile Lateinamerikas sowie Süd- und Südostasiens seien besonders von den Eingriffen in die Ökosysteme betroffen, heißt es in der Analyse.


Sie ist Teil einer umfassenden Gesundheitsstudie, an der mehr als 1.300 Wissenschaftler mitgearbeitet haben
 

09.12.05 09:02
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18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleinGletscherschmelzung...

In der Debatte über die Folgen der globalen Erwärmung schlagen US-Experten wegen des zunehmenden Schwindens der Gletscher Alarm.

Zwei der größten Gletscher Grönlands schmelzen mit beunruhigender Geschwindigkeit, zwei bis drei Mal so schnell wie noch vor vier Jahren.


Klimawandel als Ursache


Eine wesentliche Ursache dahinter sei mit großer Wahrscheinlichkeit der globale Klimawandel, erklärten Wissenschaftler auf der Jahrestagung der Amerikanischen Vereinigung für Geophysik (AGU) in San Francisco.


Rasantes Schrumpfen


Die Fließgeschwindigkeit des Kangerdlugssuaq in Grönland hat sich seit 2001 verdreifacht, wie Gordon Hamilton vom Institut für Klimawandel an der University of Maine erklärte.


Der Gletscher bewegt sich demnach mit rund 15 Kilometern pro Jahr vorwärts, vor vier Jahren waren es noch fünf Kilometer.


Der zweite Gletscher, Helheim, hat seine Geschwindigkeit im selben Zeitraum von 6,5 Kilometern auf rund elf Kilometer fast verdoppelt.


Meeresspiegel steigt


Dass die Gletscher inzwischen derart schnell schmelzen, hat direkte Auswirkungen auf den Meeresspiegel: Die zusätzlichen Wassermassen aus Gletscher- und Polareis haben ihn im vergangenen Jahrhundert um schätzungsweise zehn bis 20 Zentimeter steigen lassen.


Das schnelle Schwinden der Gletscher in Grönland lasse den Schluss zu, dass der weltweite Klimawandel eine der Ursachen sei, meint Hamilton.


Riesige Wassermassen


Auch in Nordamerika schmilzt ein Gletscher besonders rasch: Der Columbia-Gletscher in Alaska, etwa so groß wie die Metropole Los Angeles, ist seit den achtziger Jahren um 15 Kilometer geschrumpft.


Wissenschaftler erwarten, dass er in den kommenden 15 bis 20 Jahren weitere 15 Kilometer einbüßen wird. Derzeit bewegt sich der Columbia-Gletscher täglich etwa 24 Meter vorwärts, aus seinen Eismassen ergießen sich jedes Jahr 8,3 Kubikkilometer Wasser in die Bucht des Prince William Sound an der Südküste Alaskas.


Natürliche Wärmeperiode als Ursache


Mit dem Klimawandel allein sei das Abschmelzen der Gletscher allerdings nicht zu erklären, betonte Tad Pfeffer von der University of Colorado.


Forscher gehen auch davon aus, dass dieser Vorgang mit einer Wärmeperiode zusammenhängt, die bereits vor fünf Jahrhunderten langsam eingesetzt hat.


Entscheidend für das Schmelzen des Columbia-Gletschers ist Pfeffer zufolge vermutlich der Druck des Meerwassers, der riesige Eisbrocken von dem Gletscher abbrechen lässt. An einigen Stellen hat der Gletscher bereits einen Großteil seiner ursprünglichen Mächtigkeit von 915 Metern eingebüßt und misst nur noch 390 Meter.


 

09.12.05 09:04
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18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleinmit dem wirtschaftlichem Aufschwung Chinas und

Indiens wird das Ganze noch viel schlimmer werden in den kommenden Jahren...


China zahlt für sein Wirtschaftswunder mit zehn Prozent Wachstum pro Jahr einen hohen Preis: Der Umweltschutz und die Sicherheit der Bevölkerung haben das Nachsehen, wie die Chemiekatastrophe im Nordosten des Landes erst kürzlich wieder vor Augen führte.

Seien es die unzähligen Minenunglücke oder aber Umweltkatastrophen - Zwischenfälle sind in China fast an der Tagesordnung, kommentierte aus diesem Anlass Ende November die britische "Times". "Der Preis, den China zu Lasten der Umwelt für sein enormes Wachstum zahlt, ist enorm hoch."


"Leider keine Überraschung"


Die Benzol-Katastrophe am Fluss Songhua, wegen der die Millionenmetropole Harbin Tage ohne Wasserversorgung war, sei "leider keine Überraschung", meinte dazu auch Kevin May von Greenpeace China.


Er erinnerte an den größten Industrieunfall der jüngeren Vergangenheit: Im Dezember 2003 waren bei einer Explosion auf einem Gasfeld in der Nähe der westchinesischen Stadt Chongqing 243 Menschen gestorben, mehr als 9.000 erlitten Vergiftungen, 60.000 mussten evakuiert werden.


"Aus dieser Katastrophe hätten die chinesischen Behörden lernen müssen, sowohl in ökologischer als auch in menschlicher Hinsicht", so May.


"Umwelt dem Wachstum geopfert"


Dass diese wiederum erst zu spät reagierten, nachdem vor fast rund drei Wochen bei einem Unfall in einer Chemiefabrik in der Provinz Jilin 100 Tonnen Benzol in den Songhua geflossen waren, rief nicht nur in chinesischen Medien Empörung hervor.


"Die chinesische Regierung hat nie gezögert, wenn es darum ging, zwischen Wirtschaftswachstum und der Gesundheit der Bevölkerung zu entscheiden", kommentierte der französische "Figaro".


"Nichts darf den Aufschwung in der 'Fabrik der Welt' dämpfen." China sei dabei, zum Umweltverschmutzer Nummer eins, noch vor den USA, zu werden. "Es ist offensichtlich, dass China seine Umwelt auf dem Altar des Wachstums geopfert hat", so die konservative Pariser Zeitung.


Chemieindustrie wächst rasant


Tatsächlich ist gerade die chemische Industrie einer der am schnellsten wachsenden Zweige der Wirtschaft im Reich der Mitte.


Der Produktionswert stieg im ersten Halbjahr 2005 um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Neue Chemiefabriken sind in den vergangenen Jahren aus dem Boden gestampft worden.


Chemikalien, die andere nicht wollen


Produziert wird nicht nur für die Großnachfrage auf dem eigenen Markt, sondern vorwiegend auch für andere Industriestaaten, in denen gefährliche Chemiefabriken nicht willkommen sind, wie Greenpeace-Experte May erklärte.


Die Werke würden oft an Flüssen gebaut, da große Mengen Wasser für den Produktionsprozess benötigt würden: "Und natürlich ist das für die Anwohner gefährlich, die das Wasser trinken", sagt May.


Keine Kontrolle


Dabei mangelt es nicht an entsprechenden Bestimmungen. Der Umweltschutz ist in der Verfassung der Volksrepublik seit 1982 festgeschrieben - allein auf der Suche nach Investoren wird auch gern einmal ein Auge zugedrückt, wenn es um das Aushandeln von Umwelt- und Sicherheitsstandards geht.


"Die Technokraten sind unverantwortlich und unter dem KP-Einparteienregime fehlt es an oppositioneller Kontrolle", so der "Figaro". Freie Gewerkschaften, die das Wohl der Arbeitnehmer im Auge haben könnten, gibt es nicht.


Arbeitsunfälle auf der Tagesordnung


Mehr als 135.000 Chinesen kamen nach einer offiziellen Statistik der Regierung im Jahr 2004 bei Arbeitsunfällen in der Industrie ums Leben.


Zu den gefährlichsten Arbeitgebern gehören die Chemiesparte und der Bergbau. Wegen der miserablen Arbeitsbedingungen unter Tage kommen jedes Jahr rund 6.000 Kumpel ums Leben - nach offiziellen Angaben. Unabhängige Experten schätzen die Zahl sogar auf 20.000.


Veraltete Anlagen als Zeitbomben


Ursache dafür sei vor allem, dass im Kampf um Marktanteile Sicherheit und Umweltschutz zurückgesteckt würden, analysierte die "Times".


Selbst Betriebe, die über Filter- und Entsorgungsanlagen verfügen, ließen diese oft außer Betrieb, um Kosten zu sparen.


Veraltete Fabriken blieben außerdem - vor allem in der petrochemischen Industrie - zu lange in Betrieb, um die explodierende Nachfrage nach Erdölprodukten, Düngemitteln oder Medikamenten befriedigen zu können.


"Tropfen in Ozean" aus Gift


Selbst ohne größere Unfälle stellten sie, meint auch Greenpeace-Experte May, eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt dar. Nach offiziellen Angaben sind 70 Prozent aller chinesischen Flüsse verschmutzt, weil die Industrie ihre Abfälle in die Gewässer leitet.


Selbst wenn die Behörden der Umweltkatastrophe am Songhua Herr werden - in China tickt die Umweltzeitbombe: 980.000 der 1,3 Mrd. Chinesen trinken nach Schätzung von Experten schon heute zum Teil verseuchtes Wasser.


Insofern sei die Katastrophe von Harbin "ein weiterer Tropfen in einen Ozean aus chemischen Abfällen", resümierte der "Figaro".


 

09.12.05 09:09
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49606 Postings, 5778 Tage SAKUDie Menschheit zerstört sich selbst?

Macht nix - kein Verlust!  

09.12.05 09:12
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18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxlein@saku

du sagst es...wenn man sich wirklich mal Gedanken macht, was die Menschheit in den letzten 50 Jahren (in den so "tollen" Zeiten der Industrialisierung) der Umwelt "angetan" hat und wenn man das auf die kommenden 50 Jahre "hochrechnet", dann sieths ziemlich düster aus für die Menschheit...

führende Politiker haben leider NULL Weitblick; an die kommenden Generation wird leider nicht gedacht...

schade und schockierend zugleich...

gruss
füx  

09.12.05 09:19

49606 Postings, 5778 Tage SAKU@ füx: !! o. T.

09.12.05 09:23

2680 Postings, 5340 Tage slimmynicht Zerstörung - Biologie

Die Menschheit geht durch einen Entwicklungsprozess, wie es jeder Ameisenhaufen und jedes Bienennest tut. Leider tut der intelligente Mensch keine Aktion, um dies zu begreifen oder zu verarbeiten. So bilden sich Interessengruppen, Zerstörungskomplotte, Konstruktionsteams und Heuschrecken-Armeen, die völlig instinkt-geleitet Handeln, bis wieder ein Gleichgeicht erreicht ist. Im Augenblick ist diese Entwicklung auf Zerstörung programmiert, und ich würde mich nicht wundern, wenn irgendwo plötzlich ein Weltkrieg losbricht. Danach ist dann mal wieder Ruhe. Wer zurück in die Geschichte blickt, sieht dort ein Spiegelbild. Wer glaubt , daß er durch lila Kleidung, Windräder, Ökoläden und Sozialgedusel solche Entwicklungen aufhalten kann, muß ganz schön naiv sein. Noch einmal, das ist ohne jede Schuldzuweisung! Und den Prozess können wir nur aufhalten, wenn wir ihn begreifen, akzeptieren und intelligente Lösungen bekommen. Diese sehen nach meiner Ahnung total anders aus, als wir sie derzeit denken... sonst hätten wir sie schon aufgegriffen. Also MEGA-FORSCHUNG zum Verhindern von alten Bio-rhythmen mit tödlichem Ausgang für viele!  

09.12.05 09:25
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ich war diesem Sommer bei einem Vortrag eines buddistischen Lamas in Österreich; ein faszinierender Mensch mit toller Ausstrahlung, aber als er auf das Thema Umwelt und Zukunft des Planten gekommen ist, war seine Fröhlichkeit irgendwie verflogen...

seiner Meinung nach stellt das größte Problem für die Zukunft des Menschen die drohende Trink(Süsswasser)wasserknappheit dar....dieses Problem wird in den aktuellen Medien noch ziemlich totgeschwiegen, aber "hinter den Kulissen" tobt schon ein ziemlicher Kampf um etwaige Sicherungen von Süsswassergebieten...

ein mögliches Ende der Ölvorräte sah er eigentlich eher positiv (langfristig); es gäbe zwar wirtschaftliche Turbulenzen und einige Änderungen, aber für den Planeten selbst wäre diese langfristig sicherlich positiv...


beendet hat er den Vortrag mit den Worten: die Menschheit hat sich immer schon auf verändernde Begebenheiten einstellen können; aber der Mensch kann nicht ohne Trinkwasser leben...

werd mal paar Artikel über Problem "Wasserknappheit" hier reinstellen...

gruss
füx  

09.12.05 09:48
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8970 Postings, 5837 Tage bammiedie Menschheit und ihre Umwelt werden

in ein riesen großes Chaos enden. Das Ende vor dem Neubeginn. Viel Leid wird kommen. An allen Ecken und Kanten werden die Turbulenzen immer stärker. Das Wasser oder das Öl sind nur eine von vielen Ecken. Den Menschen ist die Überschaubarkeit noch nicht ersichtlich.

"Der zerbrochene Diamant wird wieder zusammengefügt werden"


greetz bammie






 

09.12.05 10:39
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18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleinhier mal ein kleiner Anfang...

Die Erde geizt mit Süßwasser

"Am Beginn des 21. Jahrhunderts steht die Erde vor einer ernsthaften Wasserkrise."
Mit diesen Worten beginnt die Zusammenfassung des Welt-Wasser-Berichts der Vereinten Nationen, die 2003 zum "Internationalen Jahr des Süßwassers" erklärten.

Das Wasser brachte sich selbst in die Schlagzeilen, als das Trinkwasser in Italien knapp wurde, Schiffe auf dem Vater Rhein keine Handbreit Wasser unterm Kiel hatten, Reaktoren mangels Kühlwasser abgeschaltet werden mussten und die Pegelstände in deutschen Talsperren auf Rekordtiefmarken absanken. Die andere Seite der Medaille: Nach Sturzfluten musste Südfrankreich im Dezember Land unter melden. Unterdessen drohen in den Dürrezonen der Erde bewaffnete Konflikte ums kostbare Nass.

Das Wasser dieser Welt ist ungleich verteilt, während ein Tastendruck 10 Liter durch die Toilettenspülung rauschen lässt, muss ein Kind in Afrika oftmals kilometerweit laufen und dieselbe Menge mühsam von einem Brunnen herbeischaffen. In großen Teilen Afrikas, im Nahen Osten und in Asien stehen der Bevölkerung täglich nicht mehr als drei Liter pro Kopf zur Verfügung - zum Trinken, Kochen und Waschen. Zum Vergleich: Ein Mitteleuropäer verbraucht 125 Liter Wasser am Tag, ein Amerikaner fast 300 Liter.

Ein Drittel der Weltbevölkerung hat nach Angabe von Umweltminister Jürgen Trittin keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In der Dritten Welt ist unreines Trinkwasser die Hauptursache für Krankheiten. "Täglich sterben 6000 Kinder an Krankheiten, die durch unsauberes Wasser übertragen werden", so die Unesco in ihrer Bilanz.

Der blaue Planet birgt nur auf den ersten Blick Wasser im Überfluss. Zwar sind 70 Prozent der Oberfläche mit Wasser bedeckt, doch nur 2,5 Prozent davon sind Süßwasservorkommen. Hiervon sind wiederum zwei Drittel im Eis der Gletscher und Polkappen gebunden.

Die Klimaveränderung lässt die gefrorenen Süßwasser-Reservoirs kräftig abschmelzen. Nach Schätzung von Klima-Experten tauen die Eisflächen der Alpen in diesem Jahrhundert ab. Das wird die Alpenländer vor große Probleme stellen, die ihre Trinkwasserversorgung aus Schmelzwasser speisen.

Auch Vater Rhein wird dann noch viel trockener fallen als im Supersommer dieses Jahres, wenn das "ewige Eis" erst einmal Schnee von gestern ist. Mit entsprechenden Folgen für die Schifffahrt.

Gleich in mehrfacher Hinsicht hat der Sommer 2003 den Menschen vor Augen geführt, wie elementar abhängig wir vom Wasser sind. Das Fehlen von Kühlwasser hat die überlasteten europäischen Stromnetze an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Wiederholt gingen stundenlang die Lichter aus und brachten das Selbstverständnis von der Versorgungssicherheit ins Wanken.

Gleichzeitig zeigte das Fischsterben im überhitzten Rhein und an der Ruhr, wie zerbrechlich die Ökosysteme der Gewässer sind. Anfang Dezember meldete der Ruhrtalsperrenverband, dass die Talsperren im Sauerland nur zu 55 Prozent gefüllt sind. Noch ein Supersommer nach einem möglicherweise trockenen Winter, und das Trinkwasser wäre auch bei uns Mangelware. Grundwasserspiegel fallen, Seen trocknen aus, Feuchtgebiete verschwinden.

In vielen Ländern gelangen die Menschen nur durch immensen Aufwand ans kostbare Nass. In Arabien müssen tausend Meter tiefe Brunnen gebohrt werden, um uralte Wasserreservoirs anzuzapfen. Ein Verbrauch auf Pump, der sich in wenigen Jahren erschöpft haben wird. Mit Milliardenbeträgen versuchen die Saudis seit einigen Jahren Salzwasser aus dem Golf zu Trinkwasser aufzubereiten.

Andere Länder leiten Flüsse um oder bauen riesige Staudämme. Beides geht meist nicht ohne Konflikte mit den Nachbarn und der Umwelt. "Der nächste Krieg wird ums Wasser geführt", sagte bereits der damalige UNO-Generalsekretär Boutros Boutros-Gali Ende der 90er-Jahre. Volker Böge vom Bonner Zentrum für Rüstungskonversion erneuert die Bedrohung durch Streit um Wasserrechte.

Schon in den 90er-Jahren sorgte die Türkei durch eine kurzzeitige Sperrung des Atatürk-Staudammes für außenpolitische Verstimmung mit Syrien und dem Irak. Böge sieht die Lage nicht nur am Euphrat bedrohlich, sondern auch am Jordan (Syrien, Libanon, Jordanien, Palästina) sowie am Nil (Äthiopien, Sudan, Ägypten). Auch zwischen Indien und Bangladesh sowie zwischen Bolivien und Chile gibt es Streit ums Wasser.

Welch verheerende Auswirkungen eine Umleitung von Flüssen haben kann, zeigt das Austrocknen des Aralsees in Usbekistan, wo die Zuläufe zur Bewässerung von Baumwollplantagen abgezweigt wurden. Fehlerhaftes Wassermanagement ist letztlich auch mitverantwortlich an den Hochwasserschäden der letzten Jahre. Wer im Jahr nach dem verheerenden Elbehochwasser auch die letzten Lenne-Auen in Hagen durch Logistikzentren verbauen lässt, hat aus den Naturkatastrophen nichts gelernt. Hochwasser verursacht nach Angaben der Unesco ein Drittel der Kosten aller Naturkatastrophen.

Aber mit Wasser lässt sich auch Profit machen. Wie ließe sich sonst erklären, dass die Stadtwerke Dortmund und Bochum fast eine Milliarde Euro berappen, um das Unternehmen Gelsenwasser an Land zu ziehen. So geschehen im "Jahr des Wassers" 2003.


 

09.12.05 10:47

1274 Postings, 6901 Tage roumataDie Menschheit vielleicht, ich nicht ! o. T.

09.12.05 10:49

30991 Postings, 6565 Tage sportsstarKyoto I + Montreal = Kyoto II ?

KOMMENTAR*Wer zu spät kommt, den bestraft das Klima

Bei weitem nicht alle 10.000 Teilnehmer der Klimaschutzkonferenz in Montreal betrachten Klimaschutz als Überlebensfrage der Menschheit. Nicht alle, die Klimaschutz als notwendig erachten, sind auch der Meinung, dass nur multilaterale Lösungen erfolgreich sind. Und nicht alle bewerten die mit dem Kyoto-Protokoll vereinbarten Maßnahmen wie Emissionshandel (ET), den Mechanismus für saubere Entwicklung (CDM) und die Gemeinsame Umsetzung (JI) als geeignet, das Klimaproblem anzugehen. Viele sind der Meinung, der Klimawandel könne gar nicht mehr verhindert werden. Es sei nur noch möglich, sich dem anzupassen.

In Montreal zu tagen, könnte demnach dazu führen, von Montreal zu lernen. Und zwar von dem einzigen internationalen Umweltschutzvertrag, der allgemein als Erfolg gewertet wird, dem "Montreal-Protokoll zum Schutz der Stratosphärischen Ozonschicht". Nachdem die Gefahren einer Zerstörung der Ozonschicht für Mensch und Natur erkannt worden waren - eine Leistung, für die später zu Recht der Nobelpreis verliehen wurde -, kam es in rascher Zeitfolge zu einem grundsätzlichen Verbot der relevanten chemischen Substanzen (Fluorchlorkohlenwasserstoffe). Man vereinbarte Sanktionen gegen staatliches Fehlverhalten und richtete einen Konversionsfonds zur Finanzierung alternativer Produkte und Produktionsverfahren ein.

Das Kyoto-Protokoll baut wohl gleichfalls auf dem klugen Prinzip der "gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortung" auf, doch fehlen ihm alle anderen essentiellen Teile des Montreal-Protokolls. Die Ziele zur Reduzierung der Emissionen von Treibhausgasen sind viel zu bescheiden und auch nur bis 2012 vorgegeben. Einen strikten Sanktionsmechanismus gegen Fehlverhalten gibt es nicht und einen Finanzierungsmechanismus zur Produkt- und Technikkonversion nur in indirekter Form.

Was also müsste in Montreal geschehen? Zunächst einmal müssten die Gefahren des Klimawandels für Wirtschaft, Gesellschaft und politische Stabilität neu eingestuft werden. Dann wäre festzuhalten, dass es eine echte Alternative zu multilateral vereinbarten und völkerrechtlich verbindlichen Emissionsobergrenzen nicht gibt, weil das Klimaproblem nun einmal ein grenzüberschreitendes Phänomen ist.

Der Klimawandel wird nur dann beherrschbar bleiben, wenn die durchschnittliche Temperaturerhöhung unter zwei Grad Celsius gehalten werden kann. Die dazu gebotene Reduktion der globalen Emissionen von Treibhausgasen auf 50 Prozent bis 2050 bedarf eines klugen Timings und institutioneller Innovation. Das bedeutet auf jeden Fall, dass ab 2012 mehr Staaten in die Reduzierungsverpflichtung einbezogen werden müssen, ganz besonders die wirtschaftlich expandierenden Schwellenländer wie Brasilien, China und Indien. Mit anderen Worten, man wird vorerst dabei bleiben, Staaten zu beauflagen, obgleich es sinnvoller wäre, auch außerhalb Europas mehr regionale Einheiten zu bilden, die untereinander mit Emissionen handeln und andere Projekt in Angriff nehmen könnten. Etwa die Suche nach einem umweltverträglichen Konsum wie einem bescheideneren Lebensstil.

Auch könnten zum Beispiel die drei E´s der Energiepolitik global in den Blick genommen werden: Energiesparen, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien. Der Flugverkehr wäre dringend einzubeziehen. Neben der "Energieoption" sollte auch die "Naturoption" in allen Vereinbarungen Beachtung finden. Das Klima ist nicht allein durch technische Maßnahmen zu beruhigen, auch naturbezogene werden gebraucht, die auf nachhaltige Waldbewirtschaftung ebenso zielen wie auf weltweite Aufforstung. Zu wünschen wäre vor allem eine UN-Waldkonvention.

Womit wir bei institutionellen Innovationen sind, die in Montreal wenn schon nicht beschlossen, so doch zumindest angestoßen werden müssten. Der Weltbank, dem Währungsfonds, der Welthandelsorganisation stehen zwar eine Fülle von multilateralen Umweltvereinbarungen gegenüber, doch eine Weltumweltbank, einen Weltklimafonds, eine Weltumweltorganisation gibt es bisher nicht. Wie zukunftsorientiert die Konferenz in Montreal auch immer ausgehen mag, wer die vorhandenen Bausteine nicht zu einem "Haus der Weltumweltpolitik" zu schichten versteht, der wird - um das geflügelte Wort von Michail Gorbatschow zu modifizieren - vom Leben selbst, von künftigem Wirtschaftswachstum und den damit einhergehenden Emissionssteigerungen bestraft.

Udo E. Simonis, Professor für Umweltpolitik und Mitglied des UN-Komitees für Entwicklungspolitik

 

09.12.05 10:50

18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleinnoch paar Fakten...

Die drohende Wasserkrise
Fast eine halbe Milliarde Menschen in 31 Ländern dieser Welt, hauptsächlich im Nahen Osten und in Afrika, leidet unter Wassermangel. Am schlimmsten ist die Situation in den Dritte Welt Ländern.

Die Bevölkerung nimmt in diesen Regionen rasch zu. 80 Millionen Geburten pro Jahr, das sind 95% des Geburtenzuwachses weltweit. Gleichzeitig steigt der Pro-Kopf-Verbrauch an Wasser, um den steigenden Nahrungsbedarf zu decken, bessere Hygienebedingungen zu gewährleisten und um wachsende Städte und Industrieunternehmen mit Wasser zu versorgen.

Dadurch entsteht Konkurrenz um die Wassernutzung. Ein sehr drastisches Beispiel dafür lieferte China 1997. Die chinesische Regierung wies die Bauern an, das Wasser des Gelben Flusses nicht zur Bewässerung ihrer Felder zu nutzen. Das Wasser wurde benötigt, um das flussabwärts betriebene staatliche Ölfeld in Gang zu halten.
Problem Wasserqualität
Zu steigenden Bevölkerungszahlen und stetig wachsendem Wasserverbrauch kommt die sinkende Qualität des weltweit verfügbaren Wassers. Die Menge an für den menschlichen Gebrauch nutzbarem Wasser sinkt durch Umweltverschmutzung rasant.

Seen und Flüsse sind Auffangbecken für kommunale Abwässer und giftige Industrieabwässer. In Entwicklungsländern werden 90-95% des häuslichen Abwassers und 75% der Industrieabwässer ohne Klärung entsorgt.

Daher sind beispielsweise alle 14 großen Flüsse in Indien stark verschmutzt und ¾ der Flüsse Chinas bieten keinen Lebensraum für Fische mehr. Auch in Europa und Nordamerika sind viele Flüsse und Seen durch Industrie und Landwirtschaft hochgradig verunreinigt. In Europa sind mehr als 90% der Flüsse stark mit Nitrat belastet. Der Grund: intensive landwirtschaftliche Nutzung.
Wasser wird immer knapper
Vor 2000 Jahren lebten nur drei Prozent der heutigen Bevölkerung auf dieser Erde, und diese drei Prozent hatten genauso viel Wasser zu Verfügung wie die Menschheit heute. Bereits heute leiden eine halbe Milliarde Menschen unter Wassermangel.

Bis zur Mitte des Jahrhunderts werden zwischen zwei Milliarden Menschen in 48 Ländern und sieben Milliarden Menschen in 60 Ländern der Welt betroffen sein, urteilt der Welt-Wasserbericht der UNESCO und warnt ausdrücklich vor einer weltweiten Wasserkrise.

Zahlreiche Konflikte bestehen bereits: Die Türkei, Syrien und der Irak sind sich uneinig hinsichtlich der Nutzungsrechte von Euphrat und Tigris. Ägypten und der Sudan wollen beide das Wasser aus dem Nil, Indien und Bangladesh das Wasser aus dem Ganges.

Wassermanagementstrategien sind dringend nötig um die Effizienz der Bewässerung zu verbessern, für die Wiederaufbereitung des verschmutzten kommunalen Abwassers und zur nachhaltigen Nutzung der Industrieabwässer.

Es gibt bereits lokale Initiativen, die zeigen, dass es möglich ist, Wasser wesentlich effizienter als bisher zu nutzen, sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten. Wassermanagementstrategien müssen aber auch auf internationaler Ebene entwickelt werden, um regionale Konflikte um die begrenzte Ressource Wasser abzuwehren.  

09.12.05 10:54
1

18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxlein@roumata

wir sitzen alle im selben Boot...

füx  

09.12.05 11:06

18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleinnochmals Fakten...

In nur 40 Jahren wurde die Hälfte der Regenwälder zerstört
Wenn wir nichts dagegen tun, wird in weiteren 40 Jahren nichts mehr davon übrig sein. Durch die Zerstörung der Regenwälder sterben Millionen von Tieren und Pflanzen aus, das Weltklima droht zu kippen, hundert Millionen Menschen droht der Verlust ihres Lebensraumes.
 

09.12.05 11:08

18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleinauch passend...

Treffen sich zwei Planeten im All:
      ?Wie geht's Dir??
      ?Danke gut, und Dir??
      ?Na ja, eigentlich gar nicht gut ...?
      ?Was ist denn los, bist Du krank??
      ?Ja, ich habe ?homo sapiens??
      ?Mach dir nichts d'raus, das geht vorüber!?


füx
 

09.12.05 11:21

18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleinKyote wäre sicherlich mal ein guter Anfang...

aber leider schließen sich nicht alle dem an...

MONTREAL (Reuters) - Major industrial nations neared accord on a vague road map to extend the Kyoto Protocol at U.N. climate talks on Thursday but Washington showed no sign of budging from plans to pursue its own strategy on global warming.

Negotiators at the November 28-December 9 talks also agreed to speed investments in clean energy projects in the Third World and set rules to ensure compliance with Kyoto, meant as a first step to prevent catastrophic climate changes from rising temperatures.

Delegates said ministers from more than 90 nations were close to agreeing on a negotiating plan -- without a firm timetable -- to extend Kyoto beyond 2012. The pact now obliges about 40 rich nations to cut emissions from burning fossil fuels.

"Under the (Kyoto) Protocol, the European Union and the G-77 have agreed on procedures to negotiate developed countries' undertakings in post-2012," French Environment Minister Nelly Olin said.

The Group of 77 represents developing countries.

"It will be formally agreed tomorrow," Australian Environment Minister Ian Campbell told Reuters.

The United States, the world's biggest emitter of greenhouse gases, and Australia attend meetings of the 157-member Kyoto pact only as observers. They pulled out, saying it would be too costly for their economies.

Kyoto is a tiny first step in a drive to brake a warming most scientists say will lead to wrenching changes such as more powerful storms, desertification, extinction of species and rising sea levels.

A draft text of the Kyoto plan seen by Reuters omitted any timetable for negotiations. Environmentalists and businesses have called for an end to talks by 2008 to give them time to plan investments in clean energy like solar or wind power.

NO TIMETABLES

The text said rich nations "shall aim" to agree "as early as possible and in time to ensure that there is no gap between the first and second commitment periods." Kyoto's first period demands emissions cuts of 5.2 percent below 1990 levels by 2008-12

Other delegates said the Kyoto parties would hold off from formally agreeing to the text in hopes other nations -- including the United States -- would agree to a parallel set of two-year talks on new ways to fight climate change.

But environmentalists said Washington was threatening to block the launch of any wider discussions, upset by criticism from Canadian Prime Minister Paul Martin on Thursday. Martin urged Washington to do more to prevent global warming and "listen to the conscience of the world."

"It's an example of how desperate the Americans are when they blame the prime minister for their intransigence," said Jennifer Morgan, climate expert with the WWF group, an environalist group. U.S. officials were not immediately available for comment.

U.S. President George W. Bush has denounced Kyoto as an economic straitjacket and is promoting big investments in new technologies like hydrogen and a plan to cooperate with China, India, Japan, Australia and South Korea.

Former U.S. President Bill Clinton, whose administration negotiated Kyoto in 1997 but never submitted it to a skeptical Senate for ratification, was scheduled to visit Montreal on Friday to address environmentalists.

Negotiators earlier agreed to streamline a plan that might channel $100 billion to projects such as hydropower in Honduras or wind energy in China to help cut the use of fossil fuels blamed for warming the planet.

Under the program, rich nations can invest in clean energy projects, such as generating electricity by burning the waste from sugar cane in Brazil, and claim credits back home for reducing world emissions of greenhouse gases.

Under the rules approved to ensure Kyoto compliance, any country that overshoots its targets will have to make up the shortfall and an extra 30 percent penalty in the next period.

A group of protesters sang revised versions of hits by the late former Beatle and peace activist John Lennon on the 25th anniversary of his murder in New York to urge wider action.

"We all live in a carbon-intensive world," they chanted to the tune of the Beatles hit "Yellow Submarine."

 

09.12.05 11:58

8550 Postings, 7113 Tage SlashZu diesem Thema fällt mir auch was ein

AQUA SOCIETY A0DPH0

Gruss
slash  

09.12.05 12:18

63282 Postings, 5960 Tage Don RumataDer Artikel unter #2 ist schon ein wenig suspekt

...um es vorsichtig auszudrücken! Voranstellen möchte ich das natürlich ein großer Teil der Gletscher auf den Kontinenten vom Abschmelzen betroffen ist.
Die Begründung für die Grönlandgletscher ist aber mehr als fragwürdig, da die Fließgeschwindigkeit von Gletschereis natürlich davon abhängt, welche Druckverhältnisse im zentralen Teil eines Gletschers herrschen. Höherer Druck=höhere Fließgeschwindigkeit und mehr Schneelast bzw. Eis=höherer Druck was klar bedeutet das eine höhere Fließgeschwindigkeit nicht mit einer Verkleinerung der Gletscher einhergehen muß.

Desweiteren folgende Passage:
"Dass die Gletscher inzwischen derart schnell schmelzen, hat direkte Auswirkungen auf den Meeresspiegel: Die zusätzlichen Wassermassen aus Gletscher- und Polareis haben ihn im vergangenen Jahrhundert um schätzungsweise zehn bis 20 Zentimeter steigen lassen."

Welche Wassermassen aus Polareis bitte??? Wenn das Eis am Nordpol abtaut, was zweifellos passieren wird, wenn die Prognosen nur zur Hälfte zutreffen, wird das die Höhe des Meeresspiegels um keinen Millimeter verändern, jedenfalls nicht direkt durch das Schmelzwasser, da das Eis schwimmt und schon jetzt so viel Wasser verdrängt wie es seinem Gewicht entspricht.
Des weiteren gehen viele Klimamodelle davon aus das die Gletscher am Südpol durch eine Erwärmung wachsen werden, da derzeit durch die Kalte Luft, welche nur sehr geringe Mengen Feuchtigkeit aufnehmen kann, nur relativ geringe Niederschläge fallen. Bei einer Temperaturerhöhung (derzeit werden bis zu -60/70/80 Grad gemessen) wird sich die Niederschlagstätigkeit erhöhen und die Eismasse am Südpol wachsen.

Der Artikel mag zwar einem guten Zweck dienen, aber bitte immer sachlich bleiben und nicht den Klimaschutzgegnern auch noch Gratisfutter liefern!

 

09.12.05 12:28

63282 Postings, 5960 Tage Don RumataVielleicht noch soviel zum Wasser...

wir haben da allerhöchstens ein Verteilungsproblem, welches entsanden ist, durch wachsende Ansprüche und dadurch das die Menschen auch den letzten Lebensraum auf dieser Erde besiedeln. Insgesamt kann man aber sagen das durch Investitionen das Problem eigentlich überall gelöst werden kann!  

09.12.05 13:57

18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleinKlimakonferenz wohl gescheitert...

die Wirtschaft geht eben vor...wie lange noch?


Weltklimakonferenz: Kein Durchbruch zu erwarten

 Wenige Stunden vor dem geplanten Abschluss der UNO-Klimakonferenz im kanadischen Montreal hat sich kein Durchbruch abgezeichnet.

Die Verhandlungen machten in der Nacht auf heute keinerlei Fortschritt, wie aus Verhandlungskreisen verlautete. Grund war die Weigerung der USA, über eine Fortsetzung des Kampfes gegen die Erderwärmung nach dem Ablauf des Kyoto-Protokolls 2012 zu diskutieren, hieß es.

Selbst das Wort "Dialog" lehnten die USA in diesem Zusammenhang ab, hieß es aus Verhandlungskreisen. Der US-Delegationsleiter habe den Verhandlungstisch verlassen. Ex-US-Präsident Bill Clinton wurde nach kanadischen Medienberichten heute in Montreal erwartet.

 

09.12.05 15:00
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63282 Postings, 5960 Tage Don RumataJa, war wohl kaum anders zu erwarten...

die größte und rücksichtsloseste Dreckschleuder dieser Welt macht wie immer was sie will!  

09.12.05 17:39

18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleinEinigung ohne USA und Saudiarabien...

Weltklimagipfel: Vorläufige Einigung ohne USA

 Beim UNO-Weltklimagipfel in Montreal hat sich heute eine Einigung auf eine gemeinsame Position der Vertragspartner für eine Klimaschutzzusammenarbeit nach 2012 abgezeichnet.

Die Kyoto-Staaten hatten sich darauf in einem informellen Papier verständigt, erfuhr die APA aus Delegationskreisen.

Sowohl die USA als auch Saudi-Arabien haben demnach jedoch noch keine Zustimmung zu dem Text signalisiert
 

09.12.05 18:32

18298 Postings, 6755 Tage börsenfüxleinUS Stands alone...

MONTREAL (Reuters) - Industrialized and developing nations were close to a breakthrough on Friday on a deal to begin work on extending the Kyoto Protocol to fight global warming past 2012, but the United States resisted calls for new commitments to combat climate change.

On the final day of the November 28-December 9 U.N. conference on climate change, environmentalists said they were losing hope that the United States -- the largest producer of heat-trapping greenhouse gases -- would sign a separate agreement for all nations, not just Kyoto members.

Although the United States is not one of the 157 countries that have subscribed to Kyoto, Canada wants a deal on open-ended talks among all countries about long-term cooperation on climate change.

Delegates said U.S. climate negotiator Harlan Watson walked out of a session of talks overnight, saying host Canada's proposal for dialogue on long-term actions was tantamount to entering negotiations.

"By walking out of the room, this shows just how willing the U.S. administration is to walk away from a healthy planet and its responsibilities," said Jennifer Morgan, climate change expert for environmental group WWF.

Regardless of the U.S. resistance, the countries participating in Kyoto will be announcing an agreement to launch negotiations next year for the second phase of the protocol.

This would give members seven years to negotiate and ratify accords by the time the first phase ends in 2012.

President George W. Bush pulled out of Kyoto in 2001, arguing that mandatory cuts on emissions from fossil fuels would hamper growth and job creation. Washington prefers its own approach to stem global warming, mostly by investing heavily in technology.

Many had hoped that the United States' resistance would be broken by this year's extreme weather events, particularly Hurricane Katrina's destruction of New Orleans. Scientific evidence suggests global warming might be behind recent devastating weather patterns.

 

09.12.05 21:53

63282 Postings, 5960 Tage Don RumataSehr bedauerlich die ganze Tragödie!

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