Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Seite 1 von 3094
neuester Beitrag: 23.10.17 00:44
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 77347
neuester Beitrag: 23.10.17 00:44 von: Katzenpirat Leser gesamt: 7692959
davon Heute: 4048
bewertet mit 100 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
3092 | 3093 | 3094 | 3094  Weiter  

20752 Postings, 5083 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage

 
  
    #1
100
04.11.12 14:16

Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
Aktionen: Kürzung des Beitrages, Threadtitel trotzdem anzeigen
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
3092 | 3093 | 3094 | 3094  Weiter  
77321 Postings ausgeblendet.

48 Postings, 17 Tage Emilia Stivali#314 Die Tendenz geht weg von Europa

 
  
    #77323
1
22.10.17 13:52
und hin zu Kleinstaaterei und Eigenbrötlerei. Dies zeigt sich im Brexit, den Wahlergebnissen in Österreich und Tschechien sowie in den angestrebten Separationen in Katalonien, der Lombardei und Venezien (# 314).

Ob das historisch ein Rückschritt ist, muss sich noch zeigen. Tatsache bleibt, dass regionale Interessen mit zunehmender Zentralisierung immer stärker auf der Strecke bleiben. Man wird u. a. zu einer "Gemeinschaftsmeinung" verpflichtet, auch wenn man diese aus regionalen Interessen nicht teilt.

Am größten ist Politikverdrossenheit in Bezug auf die EU (# 304) - eben weil die EU-Bürokraten wegen ausgeprägter Bürgerferne vorwiegend in ihren eigenen Sphären schweben. Je größte die Distanz, desto größer die Entfremdung, und desto größer die Politikverdrossenheit.

Kein Wunder, dass Schulz bei der BT-Wahl nur knapp 20 % für die SPD holte.

Unangenehm ist weiterhin, dass faktisch führerlose Groß-Konglomerate wie die EU-Kommission (Cognac-Juncki ist eher ein Vorsteher-Clown) noch weit stärker von Lobbyisten aus Wirtschaft und Politik vereinnahmt, gesteuert und beeinflusst werden als einzelne Nationen.

So ist in der Ära der EU-Kommission der Einfluss der US-Politik auf Europa deutlich gewachsen. Ohne diesen gestiegenen Einfluss hätte es z. B. kaum eine europaweite Übereinkunft bei den Russland-Sanktionen gegeben.

In der Trump-Ära ist die Einflussnahme Amerikas auf Europa noch anrüchiger geworden, als sie zuvor schon war. Die Rückflucht in die Nation ist ein Weg, sich diesen Übergriffen zu entziehen und wieder eine Politik der Bürgernähe zu machen.
 

584 Postings, 358 Tage Qasar#312 wer hätte das gedacht

 
  
    #77324
22.10.17 13:58
dass die Tschechen derart üble Nationalisten sind?
Wozu nimmt man sie in die EU auf?
Wollen wie die Polen unsere Währung nicht und wollen unsere Flüchtlinge nicht. Und das schon vor der Wahl, unter der dortigen GroKo, wollten sie sich schon nicht einfügen in das Merkelsystem. Und dann wählen die Tschechen jetzt noch die verschärfte Variante.

Vielleicht wollen sie ja keine Zustände wie in Berlin, zB im Tiergarten,
siehe zB https://www.nzz.ch/international/europa/...iche-tiergarten-ld.1323223

"... Stephan von Dassel, dem grünen Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte. Anfang Oktober gab von Dassel eine Pressekonferenz. «Der Tiergarten wird mehr und mehr zur rechtsfreien Zone», sagte er. Jeden Tag würden seine Mitarbeiter kübelweise Spritzen einsammeln. «Aggressive Obdachlose aus EU-Ländern abzuschieben, sollte kein Tabu mehr sein», sagte von Dassel. Die polnische Regierung könne ihr soziales Problem nicht in Berliner Grünflächen lösen...."

Da kommt also das osteuropäische Gesindel nach Berlin, mangels rechtsfreier Zonen in ihren Heimatländern. In Berlin erleben sie schließlich die geballte Merkel-Toleranz.

Spricht das für Merkel-Deutschland oder diese chauvinistischen Ostländer?
Leidet der Grüne da unter einem Denkfehler?

 

1165 Postings, 1647 Tage gnomonlinkes Weltbild

 
  
    #77325
1
22.10.17 14:02
es gibt eine breite mehrheit für die eu, die ihre entscheidung fernab von parteipolitischen interessen getroffen hat. die minderheit der eu gegner rekrutiert sich vornehmlich aus menschen deren generelle unzufriedenheit einen schuldigen sucht. ihre argumentationen basieren durchwegs auf irrationalen und primitiven inhalten. paradox, dass gerade die einfachen, meist destruktiven  geister über interationale belange mitbestimmen wollen, und nicht verstehen dass die ihnen zugesprochene souveränität nicht darin besteht mitzuregieren, sondern lediglich darin, die regierenden zu wählen.

im übrigen: der rechte mob ist nicht im vormarsch, er wurde lediglich strategisch organisiert und mobilisiert. jeder hype geht wieder zu ende.  

28713 Postings, 3425 Tage Fillorkilleuropaweit eine anti-europäische Politikverdrossen

 
  
    #77326
2
22.10.17 14:09
In allen westlichen Gesellschaften existiert eine nicht zu knappe Minderheit, für die Europäer oder gleich Global Citizen zu sein kein fernes Ideal beschreibt, sondern ihre Lebensrealität abbildet. Nach dem Abitur Engagement in einer NGO im Sudan oder auf einer Farm für bedrohte Wildtiere in Namibia, dann Studium in Frankreich, Praktikum in London, Start Up in Berlin, erster echter Job in einer Fabrik für Schweizer Käse in der Schweiz oder nochmal eine Orienterungsphase auf einem Fischkutter vor Hawaii usw usf ist für dieses Milieu normal. Der 'berechtigte Heimatstolz der Sachsen', von dem Daiphong so gerne erzählt, stösst hier insofern auf verständnisloses Achselzucken und gilt allenfalls als Synonym für eine sterbende Region.  

1165 Postings, 1647 Tage gnomondone

 
  
    #77327
22.10.17 14:10
übrigens, maschinschreiben und stenographie konnte ich auch nicht, den ersten laptop hielt ich geschätzt vor zehn jahren in händen. du siehst ich fürchte keine häme.  

48 Postings, 17 Tage Emilia Stivali#322

 
  
    #77328
2
22.10.17 14:10
Europa ist vor allem wegen des Euros in der Krise. Der Euro ist der größte Zankapfel überhaupt. Ohne den Euro gäbe es keine Maastricht-Auflagen und kein Durchregieren von Schäuble in Athen. Ohne den Euro gäbe es keine EZB und damit auch keine Draghi-Willkür in der Geldpolitik. Jedes Land hätte eine eigene, frei konvertierbare Währung, eine eigene Zentralbank und könnte zur eigenen Wirtschaftsleistung perfekt passenden Zinssätze festlegen. DM-Sparer in D. würden schätzungsweise 2,5 Zinsen erhalten statt Draghis Nullzinsen. Ohne den Euro gäbe es kein Hintenrum-"Anpumpen" anderer Länder über Target-2 mehr. Deutsche Überschüsse, wie sie infolge des Euros entstehen, würden durch eine steigende DM automatisch kompensiert. Die Bundesbank würde die Interessen Deutschlands vertreten, während die Draghi-EZB die Interessen der Süd-Alpen-Länder vertritt.

 

1165 Postings, 1647 Tage gnomonsorry, vor 20 jahren

 
  
    #77329
22.10.17 14:11

451 Postings, 58 Tage Shlomo Silbersteinhin zu Kleinstaaterei und Eigenbrötlerei

 
  
    #77330
22.10.17 14:13
Vollkommen richtig.

Und das ist auch oder gerade Schuld der Linken, weil sie kein Gegenkonzept zu Europa hat. So bleibt dem Kritiker nur der Weg in die nationale Kleinstaaterei, wenn er das Transfer-Europa der aktuellen Form ablehnt.

Aufgabe der Linken sollte es also sein, einen dritten Weg zwischen immer zentralstaatlicherem und damit undemokratischerem Europa und dem Nationalismus der Rechten aufzuzeigen. Bislang ist bei den Linken aber Fehlanzeige.
 

451 Postings, 58 Tage Shlomo SilbersteinDer Brexit ist übrigens unter diesem Aspekt

 
  
    #77331
22.10.17 14:16
zu sehen. Die meisten Briten wären sicher gerne in der EU geblieben, nur nicht in der aktuellen EU.

Die aktuellen May-Verhandlungen sind der Versuch, einen dritten Weg zwischen "alles oder nichts" zu finden. Doch das geht weder mit unseren Foren-Linken hier noch mit Merkel, die das als "Rosinenpickerei" verunglimpft.

Und so geht es immer weiter mit immer mehr Staaten, die innerlich kündigen. Die EU ist programmatisch am Ende, es ist so.

Leider, sag auch ich als einstmals überzeugter Europäer. Aber Leute vom Schlage Merkel/Jung/Schulz/Juncker haben die gute Idee an die Wand gefahren.  

48 Postings, 17 Tage Emilia StivaliWer die "Schuld" hat, lässt sich beim Euro

 
  
    #77332
2
22.10.17 14:19
wohl kaum parteipolitisch festlegen. Der Euro war eine Notgeburt, geschaffen von Helmut Kohl, damit die Franzosen der deutschen Wiedervereinigung zustimmen. Die Franzosen hofften, durch den Euro der ständigen Übermacht der DM (Abwertungsdruck auf den Franc) zu entkommen. Der Schuss ging nach hinten los. Die Franzosen sind heute abhängiger von Deutschland als je zuvor. Durch den Euro wurde dieses Machtverhältnis (franz. Unterlegenheit) sogar zementiert.
 

1165 Postings, 1647 Tage gnomonLachhaft.

 
  
    #77333
22.10.17 14:27
nein, ernsthaft  

451 Postings, 58 Tage Shlomo Silbersteinnein, ernsthaft

 
  
    #77334
22.10.17 14:36
Und jetzt sogar die Tschechen. Einst von Adolf übefallen, jetzt selbst "Adolf". Sachen gibts, die gibts nur im linken Narrativ. Oder im Märchen um kleine Kinder zu erschrecken.  

48 Postings, 17 Tage Emilia Stivali#326

 
  
    #77335
1
22.10.17 14:40
In Österreich und Tschechien stellen diese Anti-Brüssel-Protestbewegungen immerhin schon mal die Kanzler, was nur bei 50+ % möglich ist.  

451 Postings, 58 Tage Shlomo Silberstein#35

 
  
    #77336
22.10.17 14:51
In Ungarn, Polen und Slowakei auch.  

1165 Postings, 1647 Tage gnomonEmilia sagt

 
  
    #77337
22.10.17 15:43
österreich stellt eu-kritischen kanzler....sic.
die qualität ihrer aussagen zu politik und wirtschaft zeigen tatsächlich homogene kontinuität.  

1165 Postings, 1647 Tage gnomonEs gibt in den Köpfen kein "vereintes Europa"

 
  
    #77338
22.10.17 16:07
an welche köpfe (ausserhalb der zoologie) mag emilia wohl denken?  

451 Postings, 58 Tage Shlomo Silbersteinnanana

 
  
    #77339
1
22.10.17 16:27
Emilia ist ein Frau mit Köpfchen. Und Revolver unter den Strapsen.

Mit dieser jungen Dame würde ich mich nicht anlegen wenn ich du wäre.  

1165 Postings, 1647 Tage gnomonUnd Revolver unter den Strapsen.

 
  
    #77340
22.10.17 16:43
dazu zwei fragen:
kann man hier auch wegen sexismus die mods kontaktieren?
ist es ausgeschlossen dass AL auch schon ne knarre unter den trapsen trug?  

451 Postings, 58 Tage Shlomo SilbersteinKannste probieren

 
  
    #77341
22.10.17 18:06
Aber hier ist die Quelle meiner Erinnerung, von Emilia höchstselbst:

http://www.ariva.de/forum/...lungsfrage-472111?page=3089#jumppos77246

Dass AL hingegen "Trapsen" hatte erinnere ich nicht, aber ich kann mich irren. Ich weiß auch garnicht was das ist.

 

11282 Postings, 3264 Tage daiphong.... und wenn er dann vom Straßenkampf in Sachsen

 
  
    #77342
22.10.17 21:04
müde ist, in der warmen Volxxküche seine Erbsensuppe geschlürft und seine Kerben geschnitzt hat, erzählt der alte Sack immer seine Jungmädchenträume vom rosaroten globalen Ponyhof, Hawai, Nambia, Bangkok, Berlin. Den ihm die Sachsen dereinst geraubt und höhnisch ruiniert hätten.
 

11282 Postings, 3264 Tage daiphongbei Shlomo siehts auch nicht besser aus

 
  
    #77343
22.10.17 21:06
EU kaputt, Deutschland kaputt, Berlin kaputt, und schon 10 Jahre nicht mal mehr in Aurich gewesen  

11282 Postings, 3264 Tage daiphonggnomon, 86 und Emilia, 34

 
  
    #77344
22.10.17 21:22
Das wird zwischen den beiden wohl nichts mehr werden.

Obwohl sie die Seefahrt verbindet, Hamburg, und das weite weite unendliche Meer. Das inzwischen die ganze Welt versenkt hat, aus Zeit und EZB-Geld.

zu spät  

451 Postings, 58 Tage Shlomo SilbersteinMach kaputt was dich kaputt macht

 
  
    #77345
1
22.10.17 21:23
ist eben die Devise. Und es gibt ja zum Glück wesentlich Kaputtere hier. Deren Postings zu lesen baut mich dann wieder auf.

 

11282 Postings, 3264 Tage daiphongFC Barcelona gerät zwischen alle Stühle

 
  
    #77346
23.10.17 00:38
Der Klub will sich "nicht missbrauchen" lassen. Deshalb schwört er den Katalanen die Treue, aber auch der Primera Division.
http://www.n-tv.de/sport/fussball/...lle-Stuehle-article20096229.html  

587 Postings, 377 Tage KatzenpiratDie linken Medien beziehen

 
  
    #77347
23.10.17 00:44
mittlerweile klar Position für Katalonien. Die Taz spricht von einem Putsch aus Madrid
https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5454505&s=katalonien/

nd kritisiert die spanischen Sozialdemokraten als Hampelmänner Rajoys. Es gibt bereits internen Aufruf bei der PSOE.
Die Entscheidung der spanischen Regierung zur Entmachtung der Regionalregierung in Katalonien ist von den Betroffenen mit Empörung aufgenommen worden. In Barcelonas protestierten Hunderttausende gegen Madrid.
 

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
3092 | 3093 | 3094 | 3094  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben