Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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neuester Beitrag: 20.06.18 15:04
eröffnet am: 04.11.12 14:16 von: permanent Anzahl Beiträge: 83219
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04.11.12 14:16
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20752 Postings, 5323 Tage permanentÖkonomen streiten über Verteilungsfrage


Wirtschaftswissenschaften : Ökonomen streiten über Verteilungsfrage 13:15 Uhr Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

Die Einkommensungleichheit destabilisiert die Volkswirtschaften, sind

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...age/7328592.html
Moderation
Moderator: ksu
Zeitpunkt: 06.10.14 08:32
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Kommentar: Urheberrechtsverletzung, ggf. Link-Einfügen nutzen
Original-Link: http://www.handelsblatt.com/politik/...gsfrage/7328592.html

 

 
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20.06.18 06:48
2

51510 Postings, 6810 Tage KickyWagenknecht zur neuen Linken

"Wir sind weit gekommen und haben sehr interessante Mitstreiter, darunter auch prominente Sozialdemokraten.Unter anderem den profilierten Agenda-2010-Kritiker Rudolf Dressler (Anm. d. Red.: Dressler, 77, ist früherer Staatssekretär und war von 2000 bis 2005 Botschafter in Israel). Mehr will ich noch nicht verraten. Wir starten im September. Spannend sind übrigens nicht nur die Politikernamen. Unterstützer sind Schriftsteller, Künstler, Wissenschafter und Leute aus der Unterhaltungsbranche. Also viele verschiedene interessante Köpfe, mit denen wir Menschen erreichen wollen, die sich teilweise schon vor Jahren von der Politik abgewandt haben. Das ist der Sinn: Wir wollen eine starke Bewegung aufbauen...."

https://www.nzz.ch/international/...rechen-wie-parteilose-ld.1395089?  

20.06.18 07:04

51510 Postings, 6810 Tage Kickydie Knappheit der Fachkräfte

"...Die Fachkräfte können froh sein, dass sie «knapp» sind; gäbe es sie im Überfluss, würden die Arbeitgeber sie unproduktiv einsetzen, die Löhne fielen in den Keller, und die Arbeitslosigkeit stiege.
Knappheit ist also bei Fachkräften nicht zwingend ein Elend, obwohl die Arbeitgeber gerne einen Überfluss hätten. Doch es geht wie vielerorts auch hier um eine Frage des Masses. ...."

https://www.nzz.ch/meinung/...ie-knappheit-der-fachkraefte-ld.1396319

und dann kommt der Autor zu dem Schluss, neben der höheren Frauenerwerbstätigkeit vor allem die Erhöhung des Rentenalters

obwohl jeder schon absehbar erkennen kann, dass ähnlich wie im Kohlenbergbau der Abbau der Arbeitskräfte durch Automatisierung noch in den nächsten 10 Jahren droht. Und die Globalisierung ihr Übriges dazu tut mit Auslagerung von ganzen Firmenteilen in Billiglohnländer.
Aber bis dahin hat dann die Industrie ihre Wünsche durchgesetzt und der Export expandiert weiterhin,
und wir dämlichen Steuerzahler haben all das finanziert mit Lohnabstrichen und mageren  Renten und Nullzinsen auf Erspartes und Massen von Einwanderern, die dann arbeitslos werden ?

Wollen wir das eigentlich ?  

20.06.18 07:36

51510 Postings, 6810 Tage KickyModernisierung der atomaren Bewaffnung

Die Friedensforscher sehen keine Anzeichen dafür, dass auch nur eine einzige Atommacht weltweit auf ihre Nuklearwaffen verzichten will.
Alle Staaten, die Atomwaffen besitzen, haben entweder begonnen, sie zu modernisieren oder langfristige Programme dafür angekündigt?. Keiner von ihnen ist bereit, für die absehbare Zukunft auf nukleare Abrüstung hinzuarbeiten?, erklärte Shannon Kile vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI gegenüber der dpa.
https://www.zeit.de/news/2018-06/17/...n-ihre-waffen-180618-99-764531
https://www.sipri.org/media/press-release/2018/...ri-yearbook-out-now
Russland und USA besitzen zusammen fast 92 Prozent aller Atomwaffen auf der Welt.

Die Bomben von Büchel
"Die US-Regierung plant die veralteten Atombomben durch neue Sprengköpfe zu ersetzen und die Bundeswehr hat dafür schon die Infrastruktur des Fliegerhorsts modernisiert."
https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/...59934/93zejd/index.html

 

20.06.18 07:39
1

51510 Postings, 6810 Tage KickyMerkel setzte dem nichts entgegen.

"alles viel zu gefährlich, deshalb haben sie einen neuen eigenen Bunker gekriegt hinter den Zäunen. Das erfuhren die Friedensaktivisten von internationalen Wissenschaftlern mit Einblick in US-Quellen. Danach lagern die je dreieinhalb Meter langen Raketen unterirdisch in Metallbunkern. Sprengkraft: bis zu 50.000 Tonnen, jede einzelne. Das Vierfache der Hiroshima-Bombe. Der schwarz-gelbe Koalitionsvertrag 2009 formulierte auf Initiative des verstorbenen liberalen Außenministers Westerwelle den Abzug der Atomfracht als Ziel. Der Bundestag bekräftigte das 2010. Doch US-Präsident Obama und dessen Außenministerin Clinton drängten auf Modernisierung des Arsenals, Bundeskanzlerin Merkel setzte dem nichts entgegen. ..."

http://www.deutschlandfunkkultur.de/...de.html?dram:article_id=413990  

20.06.18 07:43
2

51510 Postings, 6810 Tage KickyChemiewaffeneinsatz geplant

"Nach Informationen aus syrischen Geheimdienstquellen und russischen Militärkreisen könnte sich der nächste Chemiewaffenangriff in der durch die US-Koalition besetzten Region Deir ez-Zor ereignen. So berichtete etwa RIA Nowosti von mutmaßlichen Vorbereitungen auf die Inszenierung eines Chemiewaffenangriffs seit dem 23. April. Demnach seien Zivilisten in ein Gebiet in der Nähe des Jafra-Ölfelds im Osten Syriens verfrachtet worden, um sie als mögliche Statisten eines vorgetäuschten Chemiewaffenangriffs einzusetzen.Die Operation wird von einem ehemaligen ISIS-Kämpfer, Mishan Idris Hamash, geleitet. "

wozu haben wir Google  

20.06.18 07:44

2792 Postings, 2884 Tage Murmeltierchenparadoxum

muß es einen wundern das sich konservative nun mit den zielen ehemaliger linksorientierter parteien auseinandersetzen?

globalisierung - ich erinnere mal an die ganzen jahrelangen proteste und demos gegen diese konservativen bestrebung. globalisierung war immer ok - aber nur zu unserem wohl und auf kosten anderer ( ....wer A sagt muß auch B sagen)

gerechtigkeit in der gesellschaft - hier wieder das gleiche - was wurden hier bestrebungen/vorschläge von mindestlohn, mindestrente, sozialbezügen, ( grundeinkommen) usw. von den konservativen lagern als wettbewerbsschädlich für das wirtschaftswachstum in D angeprangert

die probleme der dritten welt, seit dekaden ist es klar das dies ein pulverfass ist, diese unegrechtigkeit wurde immer ignoriert, jetzt wo die leute sich den weg zu einem besseren leben  per flucht nach europa erzwingen ,  tönt sogar seehofer "...man solle in afrika für bessere verhältnisse sorgen damit die flucht ein ende hat"

im nachhinein zeugt sich doch sehr deutlich wer hier den mist verzapft hat - die konservativen - und ihre egoistische grundhaltung.  

20.06.18 07:46

2792 Postings, 2884 Tage Murmeltierchensorry, es zeigt sich...

20.06.18 09:49

10468 Postings, 1762 Tage deuteronomiumSende-Zeit 1:03:14

""19.06.2018 AfD Pressekonferenz mit Gottfried Curio, Dr ..."  auf YouTube

nicht nur interessant auch lehrreich !

Den Kanal stelle ich nicht rein, weil ??? "unerwünscht" ??? das weiß ich eben nicht. (wegen Mod.)
Also Überschrift ins Netz usw.


einen schönen Tag  

20.06.18 10:50
2

52327 Postings, 5158 Tage Anti Lemming# 184 + 186

Es sieht so aus, als würden Merkel und Macron nun aus der Notlage, die dadurch entstanden ist, dass Merkel innerhalb von zwei Wochen eine europäische Flüchtlingslösung finden muss, eine "Tugend" machen, indem sie "alternativlos" durch die Hintertür die von Macron, Draghi und sonstigen Währungs-Mafiosi ersehnte Eurozonen-Transferunion einführen.

Natürlich haben Flüchtlingskrise und Transferunion nicht das Geringste miteinander zu tun.

Trotzdem dürfte Merkel demnächst verkünden:  "Wir haben eine Lösung gefunden". Es wird einige - vor allem für das Fernsehen gefilmte -  kosmetische Überführungen nach Italien und Frankreich geben, damit die zwischen den Achtelfinalsspielen die Tagesschau sehenden Wutbürger beruhigt sind.

Konkret aber sieht es so aus: Wenn Frankreich, Italien, Griechenland und Co. überhaupt in nennenswertem Umfang Flüchtlinge aufnehmen, dann werden sie sich diesen "Deal" durch die Einführung einer Transferunion durch die Hintertür von Merkel vergolden lassen.

So war es auch bei der deutschen Wiedervereinigung: Kohl hatte den Franzosen als "Deal" dafür, dass Frankreich die Giftpille DDR-Eingemeindung schluckt, den Euro versprochen, damit "Deutschland nicht zu stark wird" (diese Sorge hatte damals Mitterand). Zynisch betrachtet wird diese Rechnung sogar aufgehen (siehe unten Punkt 3).

Merkels "Lösung" wird daher darin bestehen, ohne Not - d. h. aus rein taktischen Beweggründen für ihren politschen Machterhalt - die restlichen Maastricht-Stabilitätskriterien über den Haufen werfen und den Euro vollends zur Weichwährung verkommen zu lassen.

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Es war schon immer so, dass Bürger für Politikfehler des Staates finanziell herhalten mussten:

1. Nachdem Kaiser Wilhelm den 1. Weltkrieg verloren hatte, wurden die Kriegsanleihen aus der Vorkriegs- und Kriegszeit via Weimarer Hyperinflation von 1923 wertlos gemacht. Wer Mark-Geldscheine aus der Kaiserzeit besaß, konnte damit nur noch den Ofen anmachen.

2. Nachdem Adolf Hitler den 2. Weltkrieg verloren hatte, kam 1948 eine Währungsreform, die den Wert der Reichsmark auf null setzte. Diesmal gab es keine Hyperinflation, sondern der Staat selber setzte per Dekret den Wert der Reichsmark auf null. Wer Reichsmark-Geldscheine aus der Nazi-Zeit besaß, konnte damit nur noch den Ofen anmachen.

3. Nachdem Draghi den Verwässerungs-Europakrieg gewonnen haben wird, wobei ihm massive "ideologische" Erpressung der Politik (bislang: "alternativlose" PIIGS-Rettung über Euro-QE; aktuell: "Lösung" der Flüchtlingskrise) hilft, wird der Euro - allen Stabilitätsversprechern zum Trotz - zur neuen europäischen Weich-Lire gemacht. Der Staat (diesmal ganz Europa) wird also erneut das 1923 so wunderbar funktionierende Mittel der Hyperinflation anwenden, um die Bürger um ihrer Ersparnisse zu prellen. 2030 wird man mit Euro-Geldscheinen aus der Draghi-Verwässerungs-Ära nur noch den Ofen anmachen können.

Diese ist eine Konkretisierung des Postings von Blackrock-ETF, der in # 168 geschrieben hat: Diesen ganzen Flüchtlingswahnsinn zahlt ja nicht die Industrie oder zahlen nicht die Beamten (Rentner)  der öffentlich-rechtlichen Medienlandschaften, sondern der "kleine Mann" in Gestalt von Otto-Normalverbraucher darf für diesen Irrsinn bezahlen.

Denn offen zur Kasse bitten lässt sich Otto-Normalverbraucher nicht, er würde dann zu sehr zum Wutbürger. Deshalb muss er KALT enteignet werden - über obige Euroverwässerungs-Inflation, die scheinbar als "Fluch Gottes" (obwhol eher "Fluch Allahs") über ihn/uns kommt.

Dass dies keine Hirngespinste sind, sieht man bereits konkret an den drastisch gestiegenen Immobilienpreisen und Mieten, während die Lohnentwicklung weit hinter diesen Anstiegen zurückbleibt. Das verdanken wir dem Fehler der Euro-Einführung und dessen weitere Steigerung durch Geldpressen-Notlösungen aller Art, wozu nun offenbar auch die Flüchtlingskrise (ein dritter Fehler) instrumentiert wird.  

20.06.18 11:11

52327 Postings, 5158 Tage Anti LemmingAus Weik/Friedrich in Telepolis

Bemerkenswert, dass die auch im eher linken Telepolis steht...

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https://www.heise.de/tp/features/...aum-deutscher-Sparer-4085017.html   [Kicky hat diesen Link bereits in # 186 gepostet]

In der Bundesregierung und bei deutschen Banken stößt EDIS [europaweiter Einlagensicherungsfonds] auf große Skepsis. Warum? Es ist davon auszugehen, dass deutsche Geldhäuser in Haftung genommen werden, wenn Institute in anderen Mitgliedsländern in Schieflage geraten oder besser gesagt kurz vor der Pleite stehen. Bei Lichte betrachtet haben heute bereits zahlreiche Banken in Südeuropa enorme Probleme und stehen de facto kurz vor der Insolvenz. Ohne die massive Intervention der EZB in Form von Anleiheaufkäufen durch das Aufkaufprogramms PPP wäre bei eben diesen Banken in Südeuropa bereits längst das Licht ausgegangen.

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A.L.:

Der "Masterplan" dürfte so aussehen: Draghi stellt Euro-QE - also die PIIGS-Anleihenaufkäufe - zum Jahresende (wie geplant) ein, auch weil sie angesichts des weltweiten Zins-Aufwärtstrends kaum mehr gerechtfertigt sind.

Als Folge dürfte es in Italien bereits 2019 Bankenkrise geben. Wegen EDIS, das wohlweislich JETZT schon beschlossen wird, werden sich Italiens Banken nun nicht mehr bei Draghi bedienen, sondern bei deutschen Sparern.
 

20.06.18 11:27
1

52327 Postings, 5158 Tage Anti LemmingBlackrock # 192

Was du (mit dem etwas länglichen Exkurs über Burschenschaften) offenbar sagen willst, lässt sich prägnanter in folgendem Satz auf den Punkt bringen:

Nach der Ära des großbürgerlichen "rheinischen" Mittelstands-Patriarchentums, das sich noch um Belange seiner Belegschaften kümmerte (firmeneigene Wohnung etc.), hat das Kapital im Zuge von Globalisierung und Neoliberalisierung inzwischen sämtliche beschönigenden Masken fallen lassen und die unverhohlene Ausbeutung des globalen Proletariats auf allen Ebenen zur ethisch-moralischen Norm erhoben.

 

20.06.18 11:28
1

52327 Postings, 5158 Tage Anti LemmingKein Wunder übrigens,

dass die ehemalige Arbeitspartei SPD, die diesen Umschwung korruptiv-ideologisch nachvollzogen hat, inzwischen teils unter 15 % gefallen ist.
 

20.06.18 11:48
1

5322 Postings, 1134 Tage Vanille65AL,

im Prinzip prangert Blackrock eine mangelnde Disziplin in diesem Lande an. Freiheit und rechtsfreie Räume weit und breit, dienen dabei als Vorbildfunktion.  
Jegliches handeln, welches die Disziplin im Prinzip fördern würde, wird als unfreiheitlich und zu
patriotisch abgetan. Angefangen bei den Kleinsten, fortgesetzt bei der Jugend bis hin zum erwachsenen Menschen.
Wehrpflicht wurde abgeschafft, Lehrer haben keine Autorität mehr, Eltern oftmals noch weniger.
das einzige Gemeinschaftsgefühl was geduldet wird, ist das vierjährige Fußballfest und das wird
auch noch von der Politik missbraucht.  

20.06.18 12:11
1

5857 Postings, 3245 Tage learner#204 ist das typisch deutsche Jammern

und den Verweis auf die eigene Opferrolle.

Zu Punkt1: Wer Investiert geht damit auch immer ein Risiko ein. Schließlich waren es erwachsene Menschen, die die Kriegsanleihen gekauft haben, Bürger eines Staates, der nach dem verlorenem Krieg pleite war!

zu Punkt2: Nicht nur Adolf Hitler hat den Krieg verloren, sondern das gesamte Deutsche Reich. Ein Land, dass Hitler in demokratischen Wahlen an die Macht gebracht hat und das dem"Führer" in einen barbarischen Angriffskrieg gefolgt ist. Ansonsten gilt auch hier die Erklärung zu 1.

Die Staaten sind verschuldet, da sie mehr Geld ausgeben als sie haben. Die Politiker, die diese Verschuldung zu verantworten haben, wurden von den Völkern Europas in demokratischen Wahlen an die Macht gebracht. Der Wähler ist, zumindest in der Theorie, ein mündiger, erwachsener Mensch, der nicht davon ausgehen kann, dass er nach der Wahlnacht sein politisches Gehirn ausschalten kann.

In Europa gibt es, auch wenn dies nicht optimal verteilt ist, enormes privates Vermögen, dass nicht nur bilden konnte, da sich Staaten verschuldet haben. Insofern könnte man auch argumentieren, dass sich der Michel seit Jahrzehnten auf Kosten des Staates bereichert hat!  

20.06.18 12:20
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32944 Postings, 3665 Tage Fillorkillglobalisierung war immer ok

Brüning - Löhne und Leistungen abspecken, um auf Kosten der 'Partner' Überschüsse erzielen zu können - war es auch. Gewählt wurden Parteien deshalb, weil sie demonstrativ KEINE Wohltaten versprachen und die Idee der warmen Volxxküche  wurde konsensual als Irrweg verfemt. Jene, die so die ideologische Welt von heute errichtet haben, sind nun dieselben, die in dieser lauter  'Ungleichgewichte' oder 'Unfairness' entdecken und die diesen tendenziell destruktiven Content pfiffigerweise Migranten und einer angeblich globalisierungsvernarrten Linken ankreiden - die sie zusammengenommen gern als dem echten Volk entfremdete 'Eliten' bezeichnen.

Pfiffig deshalb, weil sie sich so gar nicht gross verrenken müssen, reduziert sich doch ihre Cap-Kritik darauf, dass alles schlechte am Cap von aussen kommt. Witzigerweise springen die verbliebenen Sozialdemokraten nun beherzt in die Bresche und sind sowohl in D wie in den US die letzten Treuhänder des Ordo oder der 'Austrians',  wie man drüben sagt. Auch Heise will da nicht abseits stehen und bietet regressiven Wirtschaftstheorien, die jetzt gegen den in Wirtschaftsnationalismus verwandelten Keynes möglicherweise kritisch gemeint sind, eine Plattform (Weik / Friedrich).  
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the old world is dying, and the new world struggles to be born; now is the time of monsters

20.06.18 13:02
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51510 Postings, 6810 Tage KickyNachbarschaft wird jetzt gross auf die Fahnen

geschrieben. Da werden Nachbarschaftsfeste veranstaltet unter der Aegide der Bürgermeisterin, die eine Rede halten wird und Sitzbänke mit Ausschank aufgestellt und laute Musik gemacht...
2 Tage lang, in allen Kiezen
als ob das irgendwas an der Anonymität und der Vereinsamung ändert !
In Grossbritannien hat man jetzt einen Minister gegen die Vereinsamung ernannt.

Da gibt es jetzt nebenan.de , die mit ihren abgegrenzten Nachbarschaften samt Foto und Name der Beteiligten grob gegen den Datenschutz verstossen und eigentlich nur ein Forum für Meldung von Einbruchsfällen und Verkaufsangeboten sind. Oder wer kennt einen guten Klempner ?einen Hautarzt?
Wer  besonders rührig ist, kriegt auch ein grünes Sternchen, so wie Gerald mit seiner Hausmusik auf Spendenbasis ...
ja der Herr Vollmann hat hier seinen Lebenssinn gefunden sagt er , der von Samwer her kommt und sein erstes Startup an Ebay verkaufte  und sicherlich mit Verkauf an nextdoor liebäugelt. Immerhin hat er dafür 16 Millionen von Burda bekommen und hat eine App dafür jetzt und will eigentlich daran verdienen...
so wie alle, die auf Humanität machen oder so tun als ob


heute traf ich zufällig eine Nachbarin, die mir erzählte, dass sie die Amseln und Drosseln liebt,- da sang gerade eine. Für sie seien sie die Seelen der Verstorbenen und sie würde ihnen immer Wasser hinstellen.
Und dass sie 650 Euro Strafe zahle musste, weil sie ein Schwulenpärchen verunglimpft hat, das als Mieter in ihrem Haus wohnt und seinen Hund einfach in die Rabatte pinkeln liess.

Dieser Verlust des Gemeinschaftsgefühls und der moralischen Werte, den auch blackrock beklagt, den spürt man in der Grossstadt besonders. Vandalismus und Agressivität sind alltäglich.
Letzthin hat eine vom Viktoriaplatz berichtet, dass ihr zwei Frauen angeboten haben, ihr ihre Sachen ins Haus zu tragen. Sie hat ganz schnell die Tür verschlossen.


 

20.06.18 13:11

51510 Postings, 6810 Tage KickyGründer von 70 Startups

https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Vollmann

2014 gründete Vollmann mit fünf weiteren Personen, darunter sein Bruder Michael Vollmann und Till Behnke, das soziale Netzwerk nebenan.de.[12] Christian Vollmann leitet das Sozialunternehmen zusammen mit Till Behnke....
in Kreuzberg haben sie ich glaube 50 Leute beschäftigt ,aber wie sie damit Geld machen wollen ist mir ein Rätsel,zumindest gibt es keine Reklame bisher

 

20.06.18 13:19
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52327 Postings, 5158 Tage Anti Lemming# 209 - "zu Punkt 2"

Learner schreibt in 209:

zu Punkt2: Nicht nur Adolf Hitler hat den Krieg verloren, sondern das gesamte Deutsche Reich. Ein Land, dass Hitler in demokratischen Wahlen an die Macht gebracht hat und das dem"Führer" in einen barbarischen Angriffskrieg gefolgt ist. Ansonsten gilt auch hier die Erklärung zu 1.

Eben nicht. Die Reichmark zu besitzen war eben KEINE Spekulation, wie sie im 1. Weltkrieg der (spekulative) Kauf von Kriegsanleihen darstellte. Jeder Hans udn Franz besaß Reichsmark, sonst konnte er in den Läden nichts kaufen.

Natürlich hat auch den 1. WK nicht der Kaiser verloren, sondern das gesamte damalige deutsche Volk. Dein diesbezüglicher Einwand zu Hitler ist insofern berechtigt.

"Der Führer" wurde freilich - und da irrst du ganz erheblich - NICHT in freien demokratischen Wahlen an die Macht gebracht. Stattdessen hat Hitler bei der entscheidenden Abstimmung zum Ermächtigungsgesetz die Kommunisten, die dagegen gestimmt hätten, aus dem Reichstag ausgesperrt. Die Gegenstimmen der Sozialdemokraten reichten zur Verhinderung des Gesetzes nicht aus.

Den Vorwand lieferte der Reichtagsbrand, den Nazi-Helfershelfer von der Lubbe im Auftrag gelegt hatte und den die Nazi dann den Kommunisten in die Schuhe schoben, um sie bei der Ermächtigungsgesetz-Abstimmung aussperren zu können. Demokratie geht anders.  

20.06.18 13:47

51510 Postings, 6810 Tage Kickyangolanische Beschneidung auf Bewährung

https://www.bz-berlin.de/tatort/...sohn-bestialisch-beschneiden-liess

das muss man sich mal vorstellen ! Barbarei ! und sowas an der angolanischen Botschaft !  

20.06.18 13:50

51510 Postings, 6810 Tage Kickytürkischer Hochzeitskorso Grosseinsatz der Polizei

der Bräutigam hat geschossen....?
https://www.bz-berlin.de/berlin/...izei-stoppt-brautpaar-auf-kreuzung

Integration sieht anders aus  

20.06.18 13:58
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5857 Postings, 3245 Tage learner1932 wurden die Nazis mit 33,1%

in den Reichstag gewählt und damit stellte sie die stärkste politische Kraft in Deutschland. Was danach kam sollte man denen zurufen, die Rechts wählen. Natürlich schielen stramm, rechte Parteien im Grunde auf die Zersetzung der Demokratie und erhalten sie Macht in einem kritischen Ausmaß, wird die Demokratie demontiert.

Sieht man in Echtzeit bei unseren polnischen und ungarischen Nachbarn. Neuerdings auch in Italien, wo Minister schon mal vorsorglich ein Zählung der Sinti und Roma einfordern.

Was dieses Pack machen würde, wenn sie es schaffen die öffentliche Debatte zu verrohen und die bürgerliche Mitte ihre moralischen Basis aberziehen ist durch die Geschichte ausreichend belegt.



 

20.06.18 14:00
1

52327 Postings, 5158 Tage Anti LemmingVanille # 208

Mit "Disziplin" gibst du meiner Aussage in # 206 (2. Absatz) einen mMn  unpassenden AfD-Spin.

Disziplin gab es auch im rheinischen Kapitalismus nur als Sekundärtugend. Um die Arbeiter und Angestellten bei Laune zu halten, erhielten sie in D. bereits ab den 1920er Jahren gemütliche Kantinen mit Blumen und passablem Essen, Erholungsheime, Werkswohnungen etc. Ziel war, dass sich die Angestellten stärker mit den Unternehmen identifizierten. (Info: Noch Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, als in den Fabriken offener Klassenkampf herrschte, betrieben viele unzufriedene Arbeiter Werkssabotage - legten also z. B. absichtlich Förderbänder still. Dies wirkte ebenfalls profitmindernd.)

Man kann daher sagen, dass der teilweise Verzicht auf Profite, der für den rheinischen Kapitalisten aus diesen Wohltaten erwuchs, eine Form kalkulierender Disziplin erforderte. Kalkulierend war sie insofern, als von den Arbeitern und Angestellten im Gegenzug bedingungslose Vasallentreue zum Rheinischen Kapitalisten-"Wohltäter" erkauft wurde. Das kann man auch aus vielen Postings von Blackrock-ETF herauslesen, in denen er diese anmahnt und sinngemäß sagt: Wer nicht alles gibt oder mobbt, wird gefeuert. Was im Grunde heißt: Wohltaten hin oder her, der Chef bin ICH. Richtig reich wurden natürlich auch damals nur die Kapitalbesitzer. Immerhin konnten sich viele Arbeitnehmer damals noch, auch dank staatlicher Förderung, zumindest ein eigenes Haus leisten.

Heute wird diese Maske der Wohltaten immer stärker fallen gelassen. International tätige Großkonzerne können sich dies leisten, weil das tradierte Feindbild "Fabrikbesitzer" zunehmend im globalen Netzwerk vorgeblicher Unzuständigkeiten verschwimmt. Die Globalisierung brachte auch eine "Virtualisierung" der Geschäftsbetriebe. Konzerne wie Amazon, Google, Facebook und Apple - nicht ohne Grund zugleich Börsenlieblinge - können nach Belieben Länder gegeneinander ausspielen, um für sich die günstigsten Bedingungen (Steuern und staatliche Förderung) herauszuschinden.

Die Politik hat sich in den letzten Jahrzehnten - auch in D. - immer stärker auf die Seite des Kapitals geschlagen, das ist auch der wahre Grund für das aktuelle SPD-Debakel (bundesweit nur noch 15 %). Wer Unternehmensparteien wählen will, kann dann ja auch gleich FDP, CDUCSU oder Grüne wählen. Dies erklärt auch, wie reibungslos sich die ehemals gegnerischen Parteien zur Großen Koalition zusammengefunden haben. Es gibt kaum noch Gegensätze in der universellen Kapital- und Transatlantik-Freundlichkeit, die für die Politiker mit sicheren Posten und dem Füllen eigener Taschen belohnt wird. In Brüssel wird das Ganze auf die Spitze getrieben.

Die AfD hingegen verspricht demagogisch - unter dem Tenor: "früher war Alles besser" - zu den Werten und Produktionsbedingungen der 1950er zurückzukehren. Auch Trump sucht sein Heil in alten Strukturen, Schutzzöllen und Industriezweigen aus der vorletzten und letzten Jahrhundert (Kohle, Stahl).

Die Globalisierung ist jedoch unumkehrbar. Diese Zahnpasta bekommen weder Trump noch Erdogan noch die AfD jemals wieder in die Tube zurück.

Die Politik ist daher gefragt, Antworten auf die aktuellen und im globalen Betrieb immer stärkeren Verteilungsungerechtigkeiten zu finden. Rückbesinnung auf Patriotismus und neoliberaler Schulterschluss mit dem Kapital ist für die (Protest-)Wähler auf Dauer KEINE vernünftige Antwort.  

20.06.18 14:45

52327 Postings, 5158 Tage Anti LemmingEine Geschichtsauffassung, wie sie Learner

vertritt, ist mMn sehr fragwürdig.

Learner schreibt sinngemäß, dass frühere Regierungen (ab Weimarer Republik) demokratisch gewählt wurden. Folglich würden die Katastrophen, die die jeweils gewählten Politiker auslösten (zig Millionen Kriegstote, unfassbare Zerstörungen)  - eine Form der Kollektivschuld darstellen.

Zum einen ist es grundsätzlich fragwürdig (und unter Historikern auch verpöhnt), wenn Geschichte - wenn man deren bitteres Ende kennt - von eben diesem Ende Aus rückblickend bewertet wird. Denn dabei werden oft "Folgerichtigkeiten" konstruiert, dass alles "zwangsläufig so kommen" musste. Die historische Realität sah und sieht freilich oft ganz anders aus.

So kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass die Leute, die 1932 die NSDAP gewählt hatten, dies sicherlich NICHT getan hätten, wenn sie Verwüstungen und das menschliche und materielle Elend von 1945 bereits damals hätten voraussehen können.

Weiterhin wird in Lerners Sicht unterschlagen, dass sich die Politik in der Nazizeit seit dem Ermächtigungsgesetz radikal von der einst ansatzweise demokratischen Basis entfernt und großkapitalistisch verselbständigt hat. Dazu sollte das Ermächtigungsgesetz ja auch dienen. Hitler wollte frei Hand - z. B. dafür, dass er am 1. Mai 1933 ohne ernsthaften Widerstand die Gewerkschaften zerschlagen konnte. Dafür hätte er im Volk sicherlich keinen Rückhalt gefunden (außer bei radikalen, SS-nahen Nazis). Hitler ist mit der Zerschlagung der Gewerkschaften ganz klar auf eine Politik des Großkapitals eingeschwenkt, das ihn auch eigens dafür massiv mit Wahlkampfhilfen und sonstigen Mitteln unterstützt hatte. Später hat Hitler die SA, die bis dahin als "volksnahes" Sammelbecken der Blut- und Boden-Seilschaften diente,  im Röhmputsch abserviert. Ab 1934 herrschten nur noch das Kapital und die SS.

Das Kapital begann nun jene verbrecherische Kriegswirtschaft, die selbst die Amis im Nürnberger Tribunal angeprangert hatten: Die Banken gaben dem Staat Kredite. Der Staat ließ mit dem Geld Rüstungsgüter (Panzer, Kampfflugzeuge, Bomben etc) bauen. Die Rückzahlung der Kredite an die Banken sollten über die Territorialgewinne erfolgen, für die der Staat die Angriffskriege - das Münchner Abkommen von 1938 in den Wind schlagend -  vom Zaun brach.

Bitte erzähle uns nicht, lieber Learner, dass die NSDAP-Wähler sich dies 1932 auch nur annähernd hatten träumen lassen. Viele waren naive Protestwähler, die die Wirtschaftnot (Massenarbeitslosigkeit nach dem Abzug der US-Gelder aus dem Young- und Dawes-Plan, der wiederum eine Folge der Großen Depression in USA war) ausgelöst hatte.

Ich gebe dir allerdings recht, dass auch die heutigen AfD-Protestwähler nicht ahnen, welch unseligen Geist sie mit ihren Stimmen aus der Flasche locken. Und das ahnen auch in USA die Trump-Wähler nicht.  

20.06.18 15:04

52327 Postings, 5158 Tage Anti LemmingDie "Kollektivschuld"-These

wurde und wird besonders gern von rigoros kapitalistisch orientierten Historikern hervorgekramt. Denn wenn das ganze Volk gemeinschaftlich die Schuld trägt ("was wählt es auch so blöd"), dann wird damit dem Kapital, das die zerstörerischen Angriffskriege aktiv betrieb, um von diesen zu profitieren (letztes Posting, dritter Absatz von unten), eine Art Persilschein ausgestellt.

Andererseits sieht sich Learner bekanntlich als Linker. Ein Grund mehr für ihn, die Kollektivschuld-These auf dem Friedhof demagogischer Geschichtsschreibung zu beerdigen.  

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