Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 22.01.20 00:26
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 139068
neuester Beitrag: 22.01.20 00:26 von: NIGHTMARE. Leser gesamt: 15978174
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20.02.07 18:45
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58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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21.01.20 09:54
4

4061 Postings, 4084 Tage Dreiklang"Repocalypse" US-Banken handeln mit Dynamit

Das Narrativ geht so, dass im August v.J. JPMorgan und andere auf US-Treasuries long gingen , ca. 135 Mia JMorgan alleine, und sich aus dem Repo-Markt zurückzogen Übersetzt heißt das: Diese Banken gingen davon aus, dass der Zins für  UST fallen sollte,  mit einer Abflachung der Zinskurve. Aber der Zins für die 10-Jährigen ging vom Sommer, ca. 1.43%, auf nunmehr 1.83% . Anleihen fielen somit im Wert, die Zinskurve wurde steiler statt flacher, folglich ging der Zock nicht auf; und   die Banken hätten schlicht eine Fehlspekulation gemacht. Hinzu kommt, dass den Banken   das Repo-Geschäft verloren ging. Damit haben sie dem Bankensystem insgesamt einen strukturellen Schaden zugefügt.  Dass man das mit Eigenhandel bei Aktien ausgleichen will, mag kurzzeitig funktionieren. Da hätten die (Groß-)Banken allerdings besser schon im März 2009 in breitem Stil long gehen können. Irgendetwas stimmt an der Geschichte nicht.

Die parabolisch steigenden Aktienmärkte lassen sich nicht auf den Zins am ganz kurzen Ende zurückführen. Vor allem nicht, wenn gleichzeitig der lange Zins steigt. Sie deuten auf einen tiefgreifenderen Prozess hin.  Wo sitzen die Käufer, wo sitzt das Volumen der Käufe, und mit welchem Hintergrund, mutmaßlich  einem längerfristigen, werden diese Käufe getätigt.  Ist die Wirtschaft nachhaltig aufgestellt, werden die Zinsen wieder steigen - was die langen Zinsen bereits getan haben. Das passt nicht zu einer parabolischen Hausse. Ist die Wirtschaft aber am Beginn einer Rezession, ist ein Einstieg im kurzen Zeithorizont ebenfalls  nicht nachvollziehbar. Es sei denn, und das ist immer noch eine gute Erklärung, dass im Trump-Wahljahr alle,  FED  inklusive, fleißig  daran mitpumpen wollen, dass Trump bei Höchstständen von  SP500  (NDX DJ  ...)  seine Wiederwahl gewinnt . Infolgedessen die FED also 2020 die Zinsen keinesfalls (mehr) erhöhen wird.  

21.01.20 12:28

13868 Postings, 2525 Tage NikeJoeWelche US-Bank. sind in die Repocalypse invloviert

Wer weiß das?
Ist Wells Fargo da auch dabei?

 

21.01.20 13:15
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58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingBei BIS steht: die vier größten US-Banken.

Wiki nennt als die vier größte US-Banken (nach Bilanzsumme):  
Angehängte Grafik:
hc_2669.jpg (verkleinert auf 47%) vergrößern
hc_2669.jpg

21.01.20 14:13

58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingDreiklang stellt die UST-Käufe der vier

Großbanken als spekulative Geschäfte dar, die nicht aufgingen, weil die Zinsen am langen Ende fielen - die Rendite der UST also stiegen (von 1,5 % im Sommer auf jetzt 1,84 % für 10j.).

Tatsächlich hat JPM vor einigen Tagen jedoch den höchsten Gewinn der Firmengeschichte ausgewiesen. Daher halte ich die Zerohedge-Erklärung für plausibler, dass der Kauf der UST durch JPM "taktisch" war. Es sollte damit ein Liquiditätsengpass am Repo-Markt erzeugt werden, den die Fed dann zwangsweise "auffüllen" musste (mit T-Bills und später QE). Dass die Fed dies tatsächlich tat, ist an ihrer Bilanzsumme (Chart in # 040) klar zu erkennen. Wie üblich stiegen infolge dieses QEs auch die US-Indizes.  

JPM wusste dies, ging im September (ein Zwischentief) im Eigenhandel massiv long in Aktien und machte damit große Gewinne. Die Kursverluste aus den Anleihen dürften relativ dazu kaum ins Gewicht gefallen sein.. Eben weil es ein Rekordergebnis wurde.

Bei solchen massiven Aktien-Käufen wählen JPM und Co. üblicherweise hochkapitalisierte Firmen mit hochliquiden Aktien wie Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon und Facebook. Denn damit lassen sich zum einen die Käufe am schnellsten umzusetzen, zum anderen kommt "man" später (wenn es fällt) auch viel schneller wieder raus.

Dies erklärt auch, warum diese fünf Aktien plötzlich 18 % der gesamten Marktkapitalisierung des SP-500 ausmachen (Stand Jan. 2020):

https://www.cnbc.com/2020/01/13/...market-at-unprecedented-level.html

13. Jan. 2020

"Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon and Facebook make up 18% of the total market cap of the S&P 500, an unprecedented level of dominance, according to Morgan Stanley."

-------------------------

Die Großbanken konnten also vor allem wegen des profitablen Aktien-Eigenhandels Rekordgewinne verzeichnen. Diese Gewinne deuten allerdings nicht (wie sonst) auf eine generelle Stärke der US-Wirtschaft hin. Was anderes wäre es tgewesen wenn die Rekordgewinne durch rekordhohe Übernahmen, Börsengänge usw. zustande gekommen wären. Es sind aber Zockergewinne aus der von JPM und Co. aus purem Eigennutz lostgetretenen Repo-Krise.

Was ist aufgrund dessen für die Kursentwicklung der US-Indizes zu erwarten?

Die Rekordgewinne der Banken (speziell JPM) hatten den US-Indizes letzte Woche bis zum Optionsverfall noch mal einen Extraschub nach oben verpasst. Die vielen SP-500-Firmen, die diese und nächste Woche ihre Zahlen präsentieren werden, dürften von diesen - den Banken vorbehaltenen - Sonderbedingungen höchstwahrscheinlich nicht profitiert haben. Ich rechne mit Zahlen, die zwar knapp besser sind als die (zuvor zig Mal abgesenkten) Erwartungen, aber nicht hoch genug, um die aktuellen Mondstände am Aktienmarkt zu halten. Also eine Lage ähnlich wie im Frühjahr 2000.

Speziell die fünf stark hochgepushten Aktien Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon und Facebook müssten die Erwartungen schon sehr deutlich übertreffen, damit es nach den Zahlen keinen deutlichen Abverkauf gibt - der dann auch die Indizes insgesamt drücken dürfte.  

21.01.20 14:15

58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingKorrektur

Erster Absatz:

Dreiklang stellt die UST-Käufe der vier Großbanken als spekulative Geschäfte dar, die nicht aufgingen, weil die Zinsen am langen Ende stiegen (von 1,5 % im Sommer auf jetzt 1,84 % für 10j.), und die Kurse der UST somit fielen.

 

21.01.20 14:23

58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingRendite-Chart der 10-jährigen US-Staatsanleihen

Die Kursentwicklung erfolgt reziprok. D.h. mit dem Renditeanstieg seit September gingen die Kurse der UST runter.

Wer - wie JPM - im September massiv UST gekauft hat, machte damit also zumindest Buchverluste. Ich gehe davon aus, dass JPM die Anleihen immer noch hat und auch kurzfristig auch gar nicht verkaufen will. Der Repomarkt soll ja trocken bleiben, und mit den UST-Verkäufe würde JPM neue Liquitität erzeugen. Die würden dann die Zinszocker-Hedgefonds nutzten und damit JPM sogar gefährden.

In einer Rezession dürfte die UST-Kurse ohnehin wieder steigen, auch weil dann die Leitzinsen gesenkt werden. JPM kann die temporären Buchverluste daher höchstwahrscheinlich aussitzen. Gibt ja auch immerhin 1,5 % Rendite über die Laufzeit.  
Angehängte Grafik:
fasfr.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
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21.01.20 14:26

58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingKurs-Chart der 10-jährigen US-Staatsanleihen

Wie man sieht, halten sich die Kursverluste der UST seit September auch in engen Grenzen.  
Angehängte Grafik:
fasfr.png (verkleinert auf 72%) vergrößern
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21.01.20 14:40
1

58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingP.S.

Die Werte von Anleihen in Bankbilanzen dürfen nach der Bilanzregelaufweichung aus 2009 ohnehin mit "mark to fantasy" bewertet werden. Dies rettete damals die US-Großbanken, weil sie die vielen Subprime-Anleihen in ihrer Bilanz nun mit dem Einkaufspreis bilanzieren durften, obwohl die Marktkurse teils bis auf 10 oder 20 % der Nominalwerts gesunken waren.

D.h. viele US-Großbanken hatten damals zwar faktisch negatives Eigenkapital (waren also de facto pleite), rechnerisch waren sie es wegen mark-to-fantasy jedoch nicht.

Nachdem dies die unmittelbaren Pleiten abwendete, kam Bernanke mit TARP, das den Banken Gratisgewinne auf Kosten der Sparer und Steuerzahler zuschanzte und sie damit rekapitalsierte. Draghi macht 2012 dasselbe (LTRO) mit Europas Banken.  

21.01.20 15:41
4

58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingEine besonders hübsche Verschörungstheorie

(von mir), die ich den Bärenthread-Lesern nicht vorenthalten möchte

VT on

Trump hatte im Sommer 2019, als US-Aktien schwächelten, gedroht, Chef-Fed Powell zu "feuern", wenn dieser nicht spurt. Mit "spuren" meinte er, dass Powell gefälligst - wie sein "fähiger" (so Trump) Kollege Draghi bei der EZB - die Zinsen wieder auf Null senkt und neues QE auch in USA einführt.

Ärgerlicherweise jedoch hatten Yellen und ihre Fed-Kollegen in der Zeit davor eine "Rückkehr zur Normalität" in der Geldpolitik die Wege geleitet. Die Bankenkrise 2008 wurde für endgültig beendet erklärt, die Leitzinsen sollten langsam wieder auf die Inflationsrate (2 % oder höher) erhöht werden, und die aufgeblasene Bilanz der Fed sollte langsam abgebaut werden. Powell setzte diese Politik zunächst fort. Die Leitzinsen stiegen bis 2 %, und die Fed-Bilanz schrumpfte seit Ende 2017 deutlich (Chart in # 041).

Trump jedoch gefiel das nicht (siehe erster Absatz).

Für Powell stellte sich nun die schwierige Frage, wie er die Geldpolitik wieder auf "Voll-Blähung" umpolen konnte, ohne erkennbar den Weg der Tugend, den Yellen und Co. vorgegeben hatten, zu verlassen.

Die drei Leitzinssenkungen, die Powell in 2019 vonahm, ließen sich noch einigermaßen rechtfertigen, weil sich einige US-Makrodaten verschlechtert hatten. Auch wenn Powell im Dezember 2018 noch vier weitere Zinsererhöhungen für 2019 in Aussicht gestellt hatte. Aber man kann sich ja mal versprechen.

Weit schwieriger umzusetzen war Trumps Wunsch nach neuem QE. Denn QE ist bekanntlich eine Maßnahme für akute Krisenlagen. Draghi hat mit seiner
PIIGS-Dauer-Malaise gut lachen. Aber in USA ist die Zeit - mit ständig neuen Aktien-ATHs - erkennbar nicht reif für neues QE.

Da kam Powell auf die geniale Idee, das neue QE klammheimlich über eine neu inszenierte Repo-Krise vom Knie zu brechen. Es folgten Hinterzimmergespräche mit JPM und Co.. Powell und die vier Großbanken, die in USA den Großteil der Repo-Liquidit bereitstellen, einigten sich darauf, diese Liquidität in einer Nacht-und-Nebel-Aktion schlagartig verpuffen zu lassen. Das geschah dann auch am 16. September. Der Tag war günstig, denn es gab eh viele Finanzmarkt-Transaktionen (Steuervorauszahlungen), und JPM band seine zuvor freien Repo-Mittel durch den Kauf einer massiven Staatsanleihen-Position im Wert von über 100 Milliarden Dollar.

Wie von Powell und JPM "gewünscht", schossen daraufhin am 16. Sept. schlagartig die Übernacht-Zinsen nach oben - auf teils bis 10 Prozent.

Angesichts dieser "immensen Notlage" blieb Powell "leider gar nichts anderes übrig", als die Märkte sofort und "alternativlos" mit Unmengen an Fed-Rettungsgeld zu fluten, um sie vor dem "sonst unvermeidlichen Zusammenbruch" zu bewahren. (In ganz ähnlicher Weise hatte 2008 der damalige US-Finanzminister und vorherige GS-Chef Hank Paulson "gepokert" - siehe mein Posting "Die Goldman-Verschwörung" aus 2009.)

Damit war QE4  - das Trump ja lautstark gefordert hatte - inoffiziell in die Wege geleitet. Powells Trick besteht darin, bis heute standhaft und mit zig fadenscheinigen Argumenten zu leugnen, dass es sich dabei um neues QE handelt. Ein Blick auf die Fed-Bilanz zeigt freilich, dass er lügt.

Als Belohnung für diese "konstruktive Zusammenarbeit" drückte Powell nun beide Augen zu, als JPM und die anderen Großbanken im September massenhaft FANG-Aktien zu kaufen begannen. Denn eigentlich war dies, zumindest wenn die Hinterzimmergespräche jemals publik geworden wären, ein verbotener Insiderhandel, der die Börsenaufsicht SEC auf den Plan gerufen hätte. Die Großbanken hatten die Repo-Krise, an der sie mit QE-Aktienlongs verdienten, ja letztlich selber erzeugt. Aber für den guten Zweck, ihm den ersehnten Grund für neues QE freihaus geliefert zu haben, ließ Powell die Banken in Ruhe zocken. Hohe Aktienstände sind ja etwas, was auch Trump gefällt.

Trump ist mit Powell jetzt äußerst zufrieden. Aktien stehen im Wahljahr am ATH. Und Powell kann wie erwünscht - auch wenn die Fed-Bilanz ihn Lügen strafend - behaupten, dass ja gar kein neues QE am Laufen sei. Die Fed gehe nur gegen die Reste der Repokrise vor.

Die Aktienanstiege seien vielmehr eine ganz natürliche Marktentwicklung. Nichts anderes als jener Aufschwung, den Trump bereits 2016 seinen Wählern versprochen hatte - und der nun zeigt, welch geniales Finanzgenie Trump auch im Präsidentenamt sei.

VT off  

21.01.20 16:10
1

13868 Postings, 2525 Tage NikeJoe@AL: Interessante Verschwörungstheorie

Aber ich denke auch, dass die Großbanken in den USA sich mit der Fed in irgend einer Weise abstimmen.
Natürlich ALLES nur im Interesse der Finanzmarkt-Stabilität und dass der kleine Mann nicht seinen Job verliert...



 

21.01.20 16:29

711 Postings, 250 Tage SEEE21Korrektur zu #139053

dass der kleine Mann seine 4 Jobs, die er zum Überleben benötigt, nicht verliert.  

21.01.20 17:24

58935 Postings, 5739 Tage Anti Lemming# 53 - Wenn die Fed eine "Notlage" vorgibt,

könnte die Gemengelage ähnlich sein wie wenn US-Generäle behaupten, die USA seien militärisch angegriffen worden. Mit letzterer Lüge wurden die gefühlt letzten 100 Kriege der USA moralisch legitimiert.

Beides - Fed-"Notlagen" und "feindliche Angriffe" - erfordert stets, immer und alternativlos entschlossenes Durchgreifen ;-)

Wie sonst als mich solchen faulen Markt-Tricks hätte Powell QE4, das Trump ja ausdrücklich verlangt hatte, "begründen" können?

QE ist ja doch eine Maßnahme, die normalerweise nur bei Aktienindex-Langzeittiefs (wie 2008) verordnet wird. Also in extremen WIRKLICHEN Notfällen.

Dass die Fed heute noch "von der Politik unabhängig" und "neutral" ist - wie es ja in ihren Statuten steht -,  kann in der Trump-Ära wohl niemand mehr ernsthaft behaupten.

Die Fed windet sich vielmehr vor ihrem "Herrn" wie ein ängstlicher Köter.

 

21.01.20 19:44

58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingTödliches Corona-Virus breitet sich aus.

Ausgangspunkt ist China, wo bereits 6 Menschen gestorben sind. Das Virus ähnelt dem SARS-Virus aus 2002/3.

Gerade wurde die erste Infektion in USA gemeldet.

https://edition.cnn.com/2020/01/21/health/...s-case-cdc-bn/index.html

In D. fiel Lufthansa um 3,5 %. Auch in USA fallen Aktien von Luftlinien.

--------------------------------

https://www.tagesschau.de/inland/interview-coronavirus-101.html

Coronavirus in China
"Eine Pandemie ist möglich"

Stand: 21.01.2020 12:03 Uhr

Die Lungenkrankheit in China ist ein neuer Typ des SARS-Virus - das sagt der Charité-Virologe Drosten im Interview mit tagesschau24. Jetzt müsse schnell gehandelt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

tagesschau24: Das Virus wird offenbar doch von Mensch zu Mensch übertragen. Und es sind bereits Fälle aus anderen Ländern bekannt. Halten Sie eine weltweite Ausbreitung, also eine Pandemie, für möglich?

Christian Drosten: Ja, ich halte das für möglich. Wir wissen natürlich wenig über diese Erkrankung....
 

21.01.20 19:48

58935 Postings, 5739 Tage Anti Lemming"Kann die Fed einen Impfstoff drucken?" fragt ZH

https://www.zerohedge.com/markets/...sting-coronavirus-has-reached-us

....

Can The Fed just print up some anti-virus?

As we detailed earlier, the global risk-off wave had started in the overnight hours of Monday as the full extent of the Chinese coronavirus scare became apparent to traders, has rolled into the cash session Tuesday with airline, casino and gaming, hotel, and travel stocks, taking a leg lower.

Delta Air -3.50%, United Airlines Holdings -3.20%, Southwest Airlines -1.5%, and American Airlines Group -2.50%, were all sold as the outbreak may crimp global air travel during the upcoming Lunar New Year holiday period.
 
Angehängte Grafik:
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2020-01-21_12-41-08_0_kopie.jpg

21.01.20 20:01

58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingGold fällt ebenfalls

MW: Gold futures on Tuesday ended lower, pressured as China, one of the commodity?s biggest buyers, faced a viral outbreak that could hurt buying of physical gold at a peak holiday period.

Über Nacht dürfte der Sinkflug weiter gehen, vor allem, falls noch mehr Todesopfer gemeldet werden.  

21.01.20 20:08

2739 Postings, 2402 Tage Wolfsbljip,

Tote und Kranke  können kein Gold kaufen.

Nur Aktien ;)

Und das besonders Nachts  uahh  

21.01.20 20:44

58935 Postings, 5739 Tage Anti LemmingDen Literaturnobelpreis

wirst du für # 059 eher nicht erhalten.  

21.01.20 22:02
1

12 Postings, 78 Tage NIGHTMARE01Es ist nunmal, wie es ist.

Man kann sich (Fahnen-) Charts anschauen, Unternehmensdaten auseinandernehmen, Kennzahlen durchleuchten, Länder analysieren und das Große und Ganze (= System) verteufeln.

Alles kann mit unheimlich viel Sachverstand bewerkstelligt werden.

Aber selbst wer das perfekt beherrscht, muss an der Börse nicht zwingend Geld verdienen.

Denn es gibt eine einzige, simple Wahrheit in diesem Bereich: Die Geldströme.

Wo fließen diese hin und aus welchem Grund?

Das ist die einzig relevante Frage an der Börse und quasi die Gretchen-Frage.

Wer diese "simple" Frage beantworten kann, der hält den Schlüssel in Händen.





 

21.01.20 22:24
1

12 Postings, 78 Tage NIGHTMARE01Man sollte die Börse nicht komplizierter machen,

als sie eh schon ist.

Daher Frage 1:
Wer hat Interesse an Zinserhöhungen?
Antwort: Niemand auf Entscheiderebene (weder in den USA, noch in Europa).

Frage 2:
Wohin führt diese Niedrig-Zinspolitik anlagetechnisch?
Antwort: Flucht in alternative Anlageinstrumente (Immobilien, Kunst & Kultur, Rohstoffe, Sammlerwerte, Börse! etc.).

Frage 3:
Ist ein Ende in Sicht?
Definitiv nein, da nicht gewollt. Solange die Niedrig-Zinspolitik anhält, wird es definitiv keinen Wandel geben.
Es sei denn, aus irgend einer Ecke kommt ein unvorhergesehener Kollaps daher, welcher die Börsenwelt in Mitleidenschaft zieht und erschüttert. Aber was soll das sein? Sämtliche staatliche Institutionen sind auf "Vertuschung" gepolt. Das müsste schon echt was heftiges sein.

Mehr muss man eigentlich nicht wissen.
 

21.01.20 22:30

12 Postings, 78 Tage NIGHTMARE01Okay, man könnte natürlich noch hinzufügen, dass

niemand der wirklich vermögenden Familien in Europa dem EURO traut, sondern (nahezu)  alle bestrebt sind, irgend möglich raus aus dem Euro zu gehen und ihre Gelder in andere Dinge anzulegen.  

 

21.01.20 22:46

12 Postings, 78 Tage NIGHTMARE01Diese Leute sind einfach schlau, eben weil

sie der Politik und diesem künstlichen Konstrukt nicht trauen.

Die Arschkarte wird am Ende wieder Otto-Normalverbraucher haben, der nix machen kann.  

21.01.20 23:18

12 Postings, 78 Tage NIGHTMARE01Die Mittelschichten in Frankreich und Deutschland

brechen eh schon weg. Größte Netto-Zahler in diesem Wahnsinns-Konstrukt.
Anständig gedacht, aber völlig inkompetent umgesetzt.  
Die Südländer können nicht mehr abwerten und sind damit auch schon im Arsch.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses Euro-Konstrukt implodiert.
--------------------------------------------------
Wundere mich nur, warum das niemand wahr haben möchte oder ignoriert.
Man schaue sich nur mal die Immobilien-Preise in den vernünftigen Lagen in Frankreich und Deutschland an. Die sind jenseits von Gut und Böse. Warum sieht das niemand oder zieht daraus Schlussfolgerungen???

Ganz einfach: Ist politisch nicht erwünscht.

Das kann noch ne Zeitlang gut gehen. Aber das Ende steht ebenso sicher fest.

Noch mal: Was will ich den mit xy Millionen auf einem Konto bei der Sparkasse. Die drohen mir unverhohlen Negativzinsen an.

Ja soll ich jetzt für mein Giralgeld auch noch Negativzinsen zahlen???

Nee, die Kohle muss weg. Wenn ne Immobilie real mit 350.000 EUR bewertet wird, zahl ich auch 450.000 dafür. Hauptsache weg vom Konto, weg vom Euro.

So ticken die Leute heute. Kein Wunder, dass sich Otto-Normalverbraucher keine Wohnung mehr leisten kann.

Aber der Fehler liegt nicht bei mir, sondern im System !!!
 

21.01.20 23:30

12 Postings, 78 Tage NIGHTMARE01Die letzten 2 Währungsreformen in Deutschland

Anfang des 20. Jahrhunderts haben eines gelehrt:

Bargeld oder Giralgelder auf Konten waren der Tod.

Sachwerte und nochmals Sachwerte waren damals die Rettung.

Und selbst wenn ne Muschelwährung kommt, alles ist wertvoller als "alte" Bargeldbestände oder Giralgelder in der "alten" Währung.

Und genau deshalb investieren die vermögenden Euro-Inhaber auch wie blöde in alles mögliche. Eben weil niemand (von den Vermögenden) dem Euro mehr traut.

Klingt krass und überheblich, ist aber so.  

21.01.20 23:45

12 Postings, 78 Tage NIGHTMARE01Habe in Garmisch-Partenkichen

Mondpreise für Immobilien gezahlt und musste ich mich dafür noch mit zahlreichen Russen fetzen, die kurioserweise auch scharf auf die Immobilien waren.

Ganz ehrlich: Was läuft da schief?

Die Bieterpreise waren fast identisch, zum Glück wollte der Gemeinderat von Garmisch nicht unbedingt noch nen  weiteren Russen xy als weiteren Nachbarn.

Hoch lebe die Gemeinde von Garmisch.  

22.01.20 00:26

12 Postings, 78 Tage NIGHTMARE01Ja was geht denn hier ab?

Habe nen ellenlangen Artikel über die Immo-Situation in Garmisch  / Tegernsee  etc. abgeliefert und bekomme hier nur rudimentärste Auszüge  aus diesem Artikel angezeigt???
Was ist denn da los?
Okay, hab verstanden. Tschüss.
 

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