hmmm DAX 5500 wird immer wahrscheinlicher , wobei wenn Morgen bei der XX EU Gipfel nichts gescheites kommt wird es noch grasser.Vorsicht die noch LONGs noch haben.
Wie so oft haben die Anleger mehr erwartet: Die EZB senkt den Leitzins, öffnet den Sicherheitsrahmen für Offenmarktgeschäfte und kauft weiter Staatsanleihen - es reicht nicht. Der größte Wunsch bleibt unerfüllt und der Dax taucht ab.
örsenexperte Dirk Müller im Interview Mister Dax prophezeit den großen Crash Euro-Krise, Zockerei an den Börsen, schwankende Kurse - kaum jemand versteht noch die Finanzmärkte. Dirk Müller ist einer der Wenigen. Er ist sich sicher: Den Märkten droht spätestens in drei Jahren der Kollaps.
Herr Müller, die Leser von "Börse Online" haben Sie zum zweiten Mal unter die Top drei der Börsenexperten gewählt. Das ehrt Sie. Aber mal ehrlich: Blicken Sie bei der aktuellen Marktlage noch durch? Zugegeben, es fällt durch die Dynamisierung und Zockerei an den Börsen schwerer. Traditionelle Mechanismen funktionieren nicht mehr. Was früher in Jahrzehnten passierte, ist jetzt eine Entwicklung von ein bis zwei Jahren. Dinge, die einst für Verwerfungen gesorgt haben, werden nur noch achselzuckend zur Kenntnis genommen. Profis können kaum noch folgen, wie sollen das dann Privatanleger schaffen?
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Die Regierenden feiern sich als Euro-Retter: Alles wird gut. Doch die Experten glauben nicht, dass die Eurozone ihr Schuldenproblem allein mit den neuen Regeln lösen kann. Der nächste Krisengipfel kommt bestimmt. Von all den vielen Rettungs-Gipfeln der vergangenen Jahre war der jüngste der dramatischste - so klang es zumindest vorher. Selbst EU-Währungskommissar Olli Rehn hatte angefangen, den Euro öffentlich herunterzureden. „Diese Woche steht die stabile Zukunft des Euro auf dem Spiel“, sagte er. Anfang der Woche war sogar bekannt geworden, dass die britischen Botschaften Notfallpläne ausarbeiteten für den Fall des Euro-Zusammenbruchs, um dann ihre Staatsbürger vor den Problemen zu schützen.
Zwei Tage nach dem Gipfel scheint es, als seien die Meldungen über das Ableben der Gemeinschaftswährung verfrüht gewesen. Haben die Beschlüsse von Freitagmorgen den Euro wirklich geheilt?
Zumindest die Skeptiker der vergangenen Woche sind nicht zufrieden - vor allem die Amerikaner und die Briten. Bill Gross, ein einflussreicher Anleihen-Fondsmanager und Kreditgeber für Staaten, hatte vor dem Gipfel noch die „Gefahrenzone für die Finanzmärkte“ ausgerufen. Nach dem Gipfel klagt er: „Oh, was für ein kompliziertes Netz die EU gewoben hat. Das ist eine unendliche Geschichte, es fällt schwer, Vertrauen zu fassen.“