>>>"Warum sollte sich dieser Athlet in ein Land ohne Auslieferungsabkommen begeben und sich verstecken?", fragte Pistorius' Verteidiger Barry Roux vor dem Gericht in Pretoria. Der Sportler erschien selbst nicht zu dem Gerichtstermin.<<<
Ja, warum eigentlich sollte er sich eigentlich verstecken? Er hat doch nur einen vermeintlichen Einbrecher so ohne tatsächliche Bedrohung erschossen!
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----------- Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.
Oscar Pistorius ist vor Gericht erschienen, muss auf den Beginn seines Mordprozesses aber noch bis Anfang März warten. Nun wurde offiziell Mordanklage gegen den südafrikanischen Prothesensprinter erhoben. Der 26-Jährige soll seine Freundin Reeva Steenkamp absichtlich erschossen haben.
Der angeklagte Paralympicsstar Oscar Pistorius erträgt es nicht, Details aus der Tatnacht zu erfahren. Am zehnten Prozesstag übergibt sich Pistorius erneut.
Er sei in den frühen Morgenstunden erwacht, sagt der Angeklagte. Reeva sei noch wach gewesen. Sie habe ihn gefragt: "Kannst du nicht schlafen?" Die Balkontüren hätten offengestanden. Deshalb sei er aufgestanden, habe zwei Ventilatoren ins Schlafzimmer geräumt. Im Zimmer sei es fast vollständig dunkel gewesen.
Dann, beschreibt Pistorius, hörte er ein Geräusch aus dem Badezimmer, ein Fenster, das geöffnet wurde. "Das war der Moment, der alles veränderte", sagt der 27-Jährige. Er habe sofort an einen Einbrecher gedacht und sich und Reeva schützen wollen. Deshalb sei er zu seiner Waffe gestürzt, habe sich zwischen die Badezimmertür und das Bett gestellt, in dem er Reeva vermutete. Er habe seiner Freundin zugerufen, sie solle sich auf den Boden legen und die Polizei rufen. Den vermeintlichen Eindringling habe er angeschrien, sein Haus zu verlassen. Kurz bevor er das Badezimmer erreichte, habe er gehört, wie die Toilettentür zugeschlagen wurde - für ihn der Beweis, dass sich ein Einbrecher im Haus befand.
An dieser Stelle unterbricht das Gericht die Aussage für eine Mittagspause.
Gericht vertagt Verhandlung Pistorius bricht zusammen, als er Reevas Tod schildert
Oscar Pistorius im Zeugenstand, Tag zwei. Der unter Mordverdacht stehende Sportler berichtet unter Tränen von der Todesnacht. Erneut beteuert er, er habe seine Reeva Steenkamp nicht töten wollen. Noch bevor es zum Kreuzverhör kommt, bricht er weinend zusammen. Die Verhandlung in der Ticker-Nachlese.
10.55 Uhr: Was sagte Pistorius in der Tatnacht? "Get the Fuck out of my house", sagt er. Dann bricht er weinend zusammen. Das Gericht unterbricht.
11.25 Uhr: Kurz nach der Unterbrechung, so berichtet die Journalistin Lucy Thornton aus dem Gericht, hat sich Aimee Pistorius zu ihrem Bruder gestellt, um ihn zu trösten.
(...)
12.03 Uhr: "Ich schoss aus Angst", sagt Pistorius. "Nicht, um jemanden zu töten." Er habe in die Richtung geschossen, aus der er eine Attacke befürchtete. Nel sagt: "Sie wussten genau, dass Sie auf Reeva schießen." - "Das ist nicht wahr" - "Warum werden sie jetzt emotional" - Pistorius lauter, weinend: "Das ist nicht wahr! Ich habe nicht auf Reeva geschossen", Pistorius bricht erneut zusammen. Unterbrechung.
12.19 Uhr: Der BBC-Reporter Andrew Harding twittert, dass Oscar Pistorius den Gerichtssaal vor einigen Minuten in Begleitung seines Psychologen verlassen hat.
Graf.Zahl
: Wieso zieht der Staatsanwalt eigentlich nicht
seine Smith & Wesson und ballert ein Magazin auf Pistorius leer, weil er nicht schnell genug und dann auch noch falsch antwortet?! Scheint doch dort so üblich zu sein.
Oscar Pistorius: Die Menschen, die sich vor dem Gerichtsgebäude versammeln, sind überwiegend Frauen. "Ozzy, wir lieben dich und beten für dich", steht auf ...
Happy End
: Jetzt spielt er die Schuldunfähig-Karte
Spektakuläre Wende Große Aufregung im Pistorius-Prozess: Eine Psychiaterin bescheinigte Oscar Pistorius eine "Angststörung". Unter Umständen ist er gar nicht schuldfähig. Jetzt wird er zur Beobachtung in eine Psychiatrie geschickt.
Oscar Pistorius hat die Verfahrenspause in seinem Mordprozess zu einem Ausflug ins Johannesburger Nachtleben genutzt - und ist dabei offenbar in ein Handgemenge geraten. Angeblich soll der Paralympics-Star betrunken gewesen sein.
Zum Vorwurf des vorsätzlichen Mordes sagt Masipa, die Beweise seien nicht ausreichend. Es sei Nel nicht gelungen, Pistorius' Schuld "beyond reasonable doubt" - ohne begründete Zweifel - zu beweisen.
Und auch vorsätzliche Tötung schließt die Richterin aus. Die Begründung der Richterin: Pistorius habe nicht vorher sehen können, dass er die Person hinter der Tür töten könnte.
Juristen in Südafrika sind fassungslos darüber, dass Oscar Pistorius vom Mordvorwurf sowie von vorsätzlicher Tötung freigesprochen wurde. "Ich bin schockiert, es gibt einen Konsens unter Juristen, dass er des Mordes (Anm.d.Red.: vorsätzliche Tötung wird in Südafrika auch als Mord bezeichnet) schuldig ist", sagte der Johannesburger Strafrechtler Martin Hood. "Wie kann man absichtlich vier Schüsse auf eine Toilette abfeuern und nicht absehen, dass derjenige darin womöglich getötet wird?", fragte der Strafrechtsexperte James Grant über Twitter. Dass die Richterin auch Totschlag verworfen hat, berge eine Gefahr: Für Menschen, die ihre Partner töten und dies als Notwehr bezeichneten, könne der Freispruch "die Tür zu einem systematischen Missbrauch unserer Gesetze öffnen". Auch Anwalt David Dadic aus Johannesburg sagte, er und viele andere Kollegen seien "fassungslos". Nun müsse Pistorius zumindest wegen fahrlässiger Tötung verurteilt werden. "Es ist offenkundig, dass der Tod auf Fahrlässigkeit, auf sehr große Fahrlässigkeit zurückzuführen ist."