Ökoworld (ehem. Versiko) mit attraktiver Dividende

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neuester Beitrag: 28.05.24 20:55
eröffnet am: 07.07.14 20:16 von: proxima Anzahl Beiträge: 1674
neuester Beitrag: 28.05.24 20:55 von: AngelaF. Leser gesamt: 666184
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07.07.14 20:16
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4958 Postings, 6635 Tage proximaÖkoworld (ehem. Versiko) mit attraktiver Dividende

Eigentlich ein guter Zeitpunkt, um nun einen Thread unter dem neuen Namen zu eröffnen:
Dividende von 0,36 €/Aktie wurde jetzt, wie bereits im Vorjahr, aus dem steuerlichen Einlagekonto gezahlt.
Das entspricht einer steuerfreien Dividendenrendite von ca. 5,5 %.  
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1648 Postings ausgeblendet.

24.05.24 10:06
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1558 Postings, 5375 Tage HandbuchPensionslasten steigen extrem

"Die Rückstellungen für Pensionen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Ausschlaggebend hierfür war eine Erweiterung des Kreises der Versorgungsberechtigten."

Kein Mensch macht heute noch Altersvorsorge über Pensionszusagen. Damit holt man sich nur ohne Not Bilanzrisiken rein. Die sollten auf ein Beitragsbezogenes Modell umstellen und das Ganze auslagern.  

24.05.24 12:11
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110176 Postings, 8842 Tage KatjuschaWobei diese 1 Mio Pensionen echt ne Kleinigkeit

in der Konzernbilanz ist, wenn man sich mal anschaut wie stark die Steuereückstellungen durch die Rückzahlung gefallen sind.

Schon krass dass trotz Dividende und Steuerzahlung der Netcash weiter gestiegen ist. Selbst unter Berücksichtigung der Pensionen liegt der Netcash über 19 € pro Aktie.
Die Bilanz sieht nun noch aufgeräumter auf. 89% EK Quote mittlerweile.

Wie versteht ihr eigentlich die Aussage im Prognoseberichte, man würde moderates Umsatz- und Ergebniswachstum erwarten? Ist das aufs laufende Jahr bezogen oder mehr so eine allgemeine Aussage zum grundsätzlichen Potenzial, welches der Markt in Zukunft ermöglicht?

Ich bleib dabei dass die Aktie stark unterbewertet ist. KGV bei 11 plus 60% der MarketCap durch Nettofinanzvermögen unterlegt. Die Dividende dürfte auch weiter so üppig fließen.
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the harder we fight the higher the wall

24.05.24 12:23
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110176 Postings, 8842 Tage Katjuschapositiv finde ich schon mal, dass man im

Gegensatz zu anderen meiner Depotwerte sein Geld offensichtlich auch gut angelegt hat und nicht einfach rumliegen lässt.
Sowohl die eigenen Fonds, in die man investiert hat, haben einen Wertzuwachs 2023 erzielt, als auch der deutliche Anstieg des Zinsergebnis sind erfreulich. Und zumindest im 1.Halbjahr 2024 dürften diese zwei Effekte angehalten haben.  
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the harder we fight the higher the wall

24.05.24 13:07
2

1558 Postings, 5375 Tage HandbuchKlar

sind die Pensionen im Vergleich ne Kleinigkeit. Das Thema baut sich aber mit der Zeit auf. Und es macht gerade bei 89% EK absolut keinen Sinn, sich die BAV sozusagen als "Ewigkeitslasten" in die Bilanz zu holen. So ne Pensionszusage zieht auch einen Haufen unnötige Kosten wie ein jährliches finanzmathematisches Gutachten und Beiträge an den Pensionssicherungsverein nach sich.

PSI z.B. hat schon 2009 in der Drehe den Irrsinn beendet und alle neuen Ansprüche auf eine beitragsbezogene ausgelagerte BAV umgestellt. Trotzdem haben die immer noch einen fetten Klumpen aus der Zeit davor in der Bilanz, der bei jeder Zinsänderung das Jahresergebnis z.T. nicht unerheblich beeinflusst.

Das Thema ist auch eine Lieblingsspielwiese für Steuerprüfer. Die warten gern über viele Jahre, wenn sie ein Ansatzpunkt gefunden haben und machen dann das Fass auf, wenn es richtig weh tut.

Grunding ist auch ein schönes Beispiel, bei deren Insolvenz die Pensionslasten eine zentrale Rolle gespielt haben.

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-245650.html

Warum tut man sich das also ohne Not an?

 

24.05.24 13:09
2

4422 Postings, 5476 Tage AngelaF.Das...

...erwartete Umsatz- und Ergebniswachstum kann sich durchaus auf 2024 beziehen.
Die Fonds sind ja relativ gut gelaufen in den letzten Monaten und stehen - grob geschätzt - ca. 15-20% höher als das Mittel der Kurse 2023.
Von daher gesehen, könnte selbst ein Nettoabfluss von 300-400 Mio. in 2024 (angenommener monatlicher Nettoabfluss von 30 Mio.), durch die Kursentwicklung der Fonds mehr als kompensiert werden.

In der momentanen Situation langfristig von Umsatz- und Ergebniswachstum auszugehen, wäre - zumindest solange der Nettogeldabfluss anhält - eine ziemlich gewagte Annahme.
 

24.05.24 13:19
1

4422 Postings, 5476 Tage AngelaF.@Kat

In der News von 7:01 Uhr, hier auf ARIVA, steht:

"Für 2024 moderates Umsatz- und Ergebniswachstum erwartet"  

24.05.24 13:22
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110176 Postings, 8842 Tage KatjuschaFinanzertrag vs Personalkosten

Im 2.Halbjahr 2023 lag die Wertaufholung/Zuschreibung bei 0,9 Mio € und der Zinsertrag sogar bei 1,6 Mio €. Beides dürfte in ähnlichem Maße auch im 1.Halbjahr 2024 zu erwarten sein. Dem steht ein Anstieg der Personalkosten/Sozialabgaben/Altersvorsorge von ebenfalls zusammen 2,5 Mio gegenüber.

Sprich, ein Umsatzrückgang im 1.Halbjahr 2024 wird möglicherweise nicht zu überproportionalem Gewinnrückgang führen. Zeigt schon mal ganz gut auch praktisch den Vorteil der großen Position an Finanzvermögen. Für Anleger scheinen die 19-20 € Netcash ja irgendwie keine Rolle aktuell zu spielen. Aber praktisch bringt das womöglich 3 Mio oder mehr in 2024 an Zinsertrag.
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the harder we fight the higher the wall

24.05.24 13:27
1

110176 Postings, 8842 Tage KatjuschaHandbuch, ich stimme die durchaus zu

Das war nicht als Kritik meinerseits gedacht.
Man sollte durchaus auf der HV dem Vorstand gegenüber ansprechen, dass die Pensionen so keinen Sinn ergeben und man andere Möglichkeiten hätte.

Mir ging’s nur aus Aktionärssicht darum, dass andere Effekte aktuell ne größere Rolle spielen, und bilanziell betrachtet die 1 Mio höheren Rückstellungen (nun 4,8 Mio) aktuell wirklich ein extrem kleiner Teil der Bilanz bei 159 Mio Bilanzsumme und 144 Mio Finanzvermögen sind.
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the harder we fight the higher the wall

24.05.24 14:10
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4422 Postings, 5476 Tage AngelaF.Kat/Netcashposition

Für Anleger scheinen die 19-20 € Netcash ja irgendwie keine Rolle aktuell zu spielen". 

Zumindest nicht für die Sideliner. Die meisten von denen werden wohl abwarten, bis das Problem Nettogeldabfluss keins mehr ist. Bzw, ersichtlich wird, dass es bald keins mehr sein wird.

Geht mir ja auch so. Bin hier mit einem Bein in der Tür. Das andere folgt erst, wenn sich das mit den Nettogeldabflüssen zum Positiven ändert.
Sollte das geschehen, wäre ich sogar bereit, Teilverkäufe bei gutlaufenden Positionen wie z.B. Init, Vorwerk oder SNP zu tätigen, um weitere Ökoworldanteile zu kaufen. Denn dann dürfte Ökoworld wieder das werden, was sie bis 2022 waren - eine regelrechte Gelddruckmaschine.
Mit Möglichkeiten, die geradezu "revolutionär im besten aller Sinne" sind.

 

24.05.24 16:07

110176 Postings, 8842 Tage Katjuschagrundsätzlich versteh ich ja die Argumentation,

aber mich wundert immer, wieso das heutzutage nicht mehr in Beziehung zur Bewertung gesetzt wird. Geht mir ja auch bei anderen Aktien so.

Wie man Umsatzwachstum oder Umsatzrückgang bewertet, muss ja in irgrendeiner Beziehung zum Unternehmenswert gesetzt werden, den man an der Börse zahlt.

In den letzten Jahren at man das Gefühl, dass nur noch Newstrading betrieben wird. Macht gerade in volatilen Zeiten (durch Corona und nun Konjunktirkrise) aber eigentlich umso weniger Sinn, aber es verstetigt sich trotzdem immer mehr.


Oder auf Ökoworld bezogen ... wenn man jetzt aktuell bei 2,2 € EPS stände und davon ausgehen müsste, dass es die nächsten Jahre dauerhaft unter 2 € fällt, dann könnte ich die Argumentation verstehen. Aber bei demnächst 20 € Cash pro Aktie und 3 € EPS ist ja die dauerhafte DIV-Zahlung von 2,22 € faktisch gesichert. Allein die Rendite ist schon en Kaufargument, von der generell günstigen Bewertung ganz abgesehen. Zumal ich ja vorhin dargelegt habe, dass Ökoworld allein durch die Zinserträge aktuell 3 Mio Gewinn erzielt, plus aktuelle Zuschreibungen aufgrund der zuletzt wieder steigenden Fondskurse. Kann also sein, dass das EPS selbst dann nicht fällt, wenn die Abflüsse (etwas abgeflacht gegenüber letztem Jahr) in den Fonds vorerst anhalten.  
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the harder we fight the higher the wall

24.05.24 16:46
6

31 Postings, 2436 Tage philojoephusVorstandsprognose/Pensionszusagen/Net Cash

@ katjuscha

Eins vorweg: Bewertungstechnisch bin ich voll auf Deiner Linie.

>> Wie versteht ihr eigentlich die Aussage im Prognoseberichte, man würde moderates
>> Umsatz- und Ergebniswachstum erwarten? Ist das aufs laufende Jahr bezogen
>> oder mehr so eine allgemeine Aussage zum grundsätzlichen Potenzial, welches
>> der Markt in Zukunft ermöglicht?

Ich denke das bezieht sich auf 2024. Denn die gleiche Formulierung findet sich auch in der heutigen Pressemeldung wieder, wo sie in einen direkten Bezug zu 2024 steht:

„Unter der Voraussetzung, dass größere Verwerfungen an den Kapitalmärkten ausbleiben, blickt der Vorstand trotz des weiter herausfordernden Umfelds vorsichtig optimistisch auf das Geschäftsjahr 2024 und erwartet eine Belebung des Neugeschäfts bei Vorsorge- und Anlageprodukten, einen Anstieg des verwalteten Vermögens und insgesamt ein moderates Wachstum bei Umsatz und Ergebnis im Konzern.“

Ich finde diese Aussage insgesamt sehr positiv, weil ich selbst aus Vorsichtigkeitsgründen in 2024 eher nochmal mit einem leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang gerechnet hätte.

Was die Pensionszusagen angeht, finde ich die Frage berechtigt, warum ein Vorstand, dem die betriebliche Altersvorsorge angeblich so „am Herzen“ (Frau Machost ) liegt, im eigenen Unternehmen lieber auf Pensionszusagen setzt, anstatt mit gutem Beispiel voranzugehen und eine betriebliche Altersvorsorge bei einem Versorgungswerk abzuschließen.

Ansonsten stimmte ich Dir zu, dass das für die Bewertung von Ökoworld von sehr untergeordneter Bedeutung ist.

>> Für Anleger scheinen die 19-20 € Netcash ja irgendwie keine Rolle aktuell zu spielen.
>> Aber praktisch bringt das womöglich 3 Mio. oder mehr in 2024 an Zinsertrag.
Sie spielen keine Rolle, weil das Geld nicht sinnvoll investiert wird. Das überflüssige Geld verzinslich anzulegen ist ja ganz nett. Aber es ist eine unglaublich schlechte Verwendung des Kapitals, wenn man sich mal die Alternativen durchrechnet.

Rechnen wir doch mal. Der Konzern hat 125 Mio. in Cash und wird damit wohl 3 Mio. Euro vor Steuern an Zinsen erwirtschaften. Nach Steuern sind das 30 Cent je Aktie (3 Mio. Euro abzügl. 30 % Ertragssteuern : 6,9 Mio. ausstehende Aktien).

Wenn der Vorstand von den 125 Mio. Euro einfach mal 30 Mio. Euro nehmen würde und dafür 10 % der eigenen Aktien zurückkaufen würde, dann würde man damit allein den Gewinn pro Aktie um 35 Cent je Aktie anheben und hätte hinterher immer noch 95 Mio. Euro, für die man 2,3 Mio. Euro Zinsen vor Steuern bzw. 0,25 Cent je Aktie nach Steuern kassieren könnte (2,3 Mio. Euro abzügl. 30 % Ertragssteuern : 6,3 Mio. Aktien). Aufgrund der super tiefen Bewertung der Aktie wäre ein Aktienrückkauf eine viel bessere Verwendung der Mittel. Die Rechnung ist ganz einfach:

Konzerngewinn 21.572 T€ : 6.972.817 ausstehende Aktien = 3,09 Euro je Aktie
Konzerngewinn 21.572 T€ : 6.275.000 ausstehende Aktien (10 % weniger) = 3,44 Euro je Aktie

FAZIT: Mit nur 30 Mio. Euro könnte man den Gewinn um 35 Cent je Aktie anheben. Aktuell braucht man dafür 125 Mio. Euro.

Und wir brauchen hier nicht darüber diskutieren, ob man 10 % der Aktien kaufen kann. Jeder Euro, der zu aktuellen Kursen in einen Aktienrückkauf investiert wird, ist um ein vielfaches besser investiert, als wenn er in einem Festgeld steckt. Allein die Ersparnis bei der Dividende bringt ja schon 6,7 % Rendite (2,22 € : 33 Euro Kurs) und damit mehr als bei jedem Festgeld. Man sollte einfach mal anfangen, solange noch so viele Aktionäre abgabebereit sind.
 

24.05.24 17:10

1220 Postings, 3580 Tage ZGrahamMein Eindruck

Ich unterstelle dem Management mangelnde Erfahrung  im Umgang mit dem Kapitalmarkt, sonst hätte man längst einen Aktionärsfreundlichen Kurs eingeschlagen, der z.B. Rückkäufe zu derart lächerlichen Bewertungen beinhaltet.  

24.05.24 17:34
1

110176 Postings, 8842 Tage Katjuschastimme dir da völlig zu

Habe witzigerweise eben bei w:o im KC Thread ähnlich agumentiert.

Übrigens bräuchte man ja bei einem durchschnittlichen Rückkaufkurs von 34,5 € auch nur 25 Mio €, um 10% des GK zurückzukaufen. Wobei man die wohl am Markt so nicht bekommen würde. Müsste man dann vielleicht teilen.
50% der Rückkäufe an der Börse tätigen, und 50% ein Rückkaufangebot machen, um dem ein oder anderen Insti einen außerbörslichen Ausstieg zu ermöglichen, wenn sie dann unbedingt wollen.

Das Krasse ist ja, selbst wenn man 25,5 Mio dafür ausgibt, hätte man Ende 2024 wohl immernoch 120 Mio Finanzvermögen

31.12.23 = 144 Mio
+ 18 Mio FCF in 2024
- 16 Mio Dividende
- 25 Mio ARP
= 121 Mio € -> 18,55 € pro Aktie Netcash trotz 10% ARP
und das geht dann 2025 so weiter. Und zwischendurch bekommen wir Aktionäre mehrmals 2,22 € Dividende.  
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the harder we fight the higher the wall

24.05.24 17:41

4422 Postings, 5476 Tage AngelaF.Interessante Rechnungen

Aber kaum realisierbar.
Schätze, viel könnte Ökoworld da gar nicht zurückkaufen. Im OB steht ja seit Jahr und Tag auf beiden Seiten nur eine sehr übersichtliche Menge.
Aber warum trotzdem nicht mal ein ARP ankündigen.
Sollte seitens Ökoworld eine solche Ankündigung gemacht werden - alleine die Ankündigung würde den Kurs hochschießen.
Die Frage ist halt auch, ob es bei Ökoworld überhaupt ein Interesse am Kurs der Aktie gibt.  

24.05.24 17:52
1

110176 Postings, 8842 Tage Katjuschaja genau AngelaF

Es geht ja auch gar nicht draum, zwingend 10% der Aktien zurückzukaufen.

Wenn es gelingen sollte, beispielsweise auch durch die Maßnahme 5% als Block außerbörslich als Rückkaufangebot durchzuführen, oder wenn die Märkte allgemein mal stärker schwächeln, dann schön. Man kann sich ja ein Kauflimit intern von 37-38 € setzen. Wenn es nicht über die volle Aktienzahl gelingt, weil der Kurs ständig (auch durch die psychologische Unterstützung des ARP) über 40 € steht, auch schön.

Was deinen letzten Satz angeht, habe ich persönlich den Eindruck dass die IR und zuständigen Teile des Vorstands das Thema bisher nicht im Sinne hatten. Das kann ich durch meinen IR Kontakt vor einigen Wochen wohl leider sagen. Andererseits hatte ich bei diesem IR Kontakt auch den Eindruck, dass sie meine Hinweise ganz ehrlich angenommen haben. Das scheinen Leute zu sein, die bei dem Thema einfac Hilfe und Druck brauchen. Bald steht ja die HV an. Es sind also alle Aktionäre und hiesigen Forenuser dazu aufgerufen, entweder auch über Mail/Telefonkontakt oder auf der Hauptversammlung eben solche Dinge wie ARP oder Pensionen anzusprechen.  
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the harder we fight the higher the wall

24.05.24 18:10
1

4422 Postings, 5476 Tage AngelaF.Yepp

Habe auch den Eindruck, dass das Vorstandstrio sehr offen hinsichtlich neuer Ideen ist.

Zur Bewertung von Ökoworld:
Klar ist die Aktie extrem niedrig bewertet. Aber das Geschäftsmodell von Ökoworld ist nunmal, mehr Geld einzusammeln als durch Verkäufe von Fondsanteilen wegfließt.
Dies funktioniert nun schon seit sehr langer Zeit nicht (mehr). 
Dass Ökoworld immer noch so gut dasteht, ist dem "Speckpolster" zuzuschreiben, das über die Jahre zugelegt werden konnte.

Ist hier als Anleger wie so oft im Leben - das Glas kann als halbvoll angesehen werden (die Nettoabflüsse werden sich in näherer Zukunft wieder in Nettozuflüsse wandeln) oder als halbleer (die Nettoabflüsse bleiben aufgrund div. Gründe bestehen und Ökoworld verliert irgendwann die Grundlage um Gewinne zu machen).

Es ist halt schon eine extrem ungünstige Phase für Ökoworld. Erst verkaufen die Fondseigner wegen der "Zeitenwende" ... dann wegen der Klimaaktion ... dann wegen dem Rauswurf von Platow ... dann wegen der überschaubaren Entwicklung (gegenüber Dax, MSCI World, etc.) der Fonds ...

Ist schon eine sehr herausfordernde Phase in der Geschichte von Ökoworld.
Bleibt zu hoffen, dass nach so viel Regen auch wieder mal die Sonne scheint. Vielleicht sollte Ökoworld ihren Sitz ins Breisgau oder nach Franken verlegen. Da gibt es (fast) immer Sonne satt.  :)


 

24.05.24 18:29
1

110176 Postings, 8842 Tage Katjuschaaber sind deine Argumente nicht genau der Grund

wieso man jetzt kaufen muss?

Ich mein, wenn man all deine Gründe im vorletzten Absatz so anschaut, die derzeit zu dieser ungünstigen Phase führen, dann sind doch die Chancen recht hoch, dass man näher am Tal als am Gipfel der operativen Tätigkeit liegt. Und das bei eh schon hohem EPS und Netcash. Was passiert erst, wenn es wieder besser wird?

Aber klar sollte man nicht blauäugig sein. Natürlich gibt es auch das Risiko, dass es in den kommenden Jahren immer weiter abwärts geht, was die Nettovermögen in den Fonds betrifft. Allerdings hab ich bis dahin (in 4 Jahren) wohl schon 11,1 € Dividende pro Aktie (5x2,22) im Sack bis die Gewinne wirklich so niedrig sind, dass ich von keiner Unterbewertung mehr sprechen würde. Und da müsste schon viel Negatives in den nächsten 4 Jahren passieren, da die Dividende mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren auch operativ verdient wird. Netcash würde also weiter stabil bleiben. Ein ARP ist also fast schon Pflicht. Oder was will man sonst mit dem Cash anfangen? Gibt es irgendeine Möglichkeit für sowas wie anorganisches Wachstum?
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the harder we fight the higher the wall

24.05.24 20:07

4422 Postings, 5476 Tage AngelaF.Bin da durchaus bei dir

"aber sind deine Argumente nicht genau der Grund wieso man jetzt kaufen muss?"

Ja, jemand der noch komplett(!) an der Sideline steht, sollte - sofern er nicht der geborene Pessimist ist - jetzt allmählich einsteigen. Denn:

Von den o.g. 4 Gründen, Fondsanteile zu verkaufen, dürften 2-3 "abgearbeitet" sein, bzw. kurz vor der Abarbeitung stehen. Das sind die Zeitenwende, die Klimaaktion und Platows Abgang.
Bleibt noch die Performance der Fonds. Die natürlich auch - im Vergleich zu Dax und Co. - deshalb (noch) schlechter ist, weil Ökoworld (u.a.) nicht in die Werte investiert, wie z.B. Rüstung und deren Peripherie.

Zudem sollte sich ein Sideliner mal den Jahres-, bzw. den 5-Jahreschart mit den 38er und 200er Linien anschauen. Vielleicht springt da was ins Auge.  ;-)
Könnte durchaus sein, dass der Ampel, die im Januar 2022 auf Rot umgeschaltet hat, in den letzten Tagen das gelbe Licht beigeschaltet wurde. Die Chance ist durchaus gegeben, dass es in Kürze auf grün umschaltet.
Mit der Ankündigung eines ARP würde Ökoworld sozusagen den Grün-Schalter betätigen.  :)



 

25.05.24 00:35

1049 Postings, 1400 Tage moneymakerzzzZahlen

also erstmal zum Thema Shareholder Value: das hatte 0,0 Stellenwert für Platow. Der ist jetzt weg, daher dürfen wir hoffen.

Dennoch:
-ARP für Vorzugsaktien wird man denke ich nicht machen und die Stämme sind ja nicht handelbar an der Börse (leider) womit auch das Thema "Druck machen" sich erledigt hat (denke den Stammaktionären reicht die Dividende - halten das Ding einfach ewig weiter und der Kurs ist egal)
-wegen dem Thema VZ dürften hier auch kaum Instis investiert sein - ergo ein ARP wohl außerbörslich weniger erfolgreich

Thema Pensionen/Gründe für die Abflüsse (ist es wirklich Platow? sollte das Management doch wissen!)/ARP/Dividendenerhöhung - wer zur HV nach Hilden geht bitte fragen und berichten :) zeitlich passt es bei mir leider nicht rein. HV dürfte sich ohne Platow tatsächlich auch mal lohnen und (hoffentlich berechtigte) Hoffnung besteht, dass wir auf Fragen mal andere Antworten bekommen als "ist mir egal", "sie gendern nicht, daher antworte ich nicht" usw.  

25.05.24 01:03

1049 Postings, 1400 Tage moneymakerzzzGeschichtsstunde

gab doch sogar unter Platow mal ein ARP - 2010 war es. Also damit spricht ja dann wieder nix gegen eine Neuauflage (genehmigt wäre ein ARP übrigens, Ermächtigung läuft bis 2027, könnte man also jederzeit beschließen)

Beim Personalaufwand muss man beachten, dass hier 1,2 Mio. für Platows Pension und nochmal 0,9 Mio. an Abfindung drinstecken (hat er sich das ausscheiden also ganz selbstlos fett bezahlen lassen...) - darum bereinigt finde allerdings bei konstanter Mitarbeiterzahl eine 10%ige Erhöhung schon happig.

Frage zur HV wäre auch, wie bei stark sinkendem Fondsvolumen der Materialaufwand (= Bestandsprovisionen) nahezu konstant bleibt. Hat man die Provisionen erhöht um den Abfluss der Gelder zu stoppen oder wie kann das sein?  

25.05.24 09:02

4422 Postings, 5476 Tage AngelaF.Kommende HV

"HV dürfte sich ohne Platow tatsächlich auch mal lohnen und (hoffentlich berechtigte) Hoffnung besteht, dass wir auf Fragen mal andere Antworten bekommen als "ist mir egal", "sie gendern nicht, daher antworte ich nicht" usw."

Ja, dem Recht eines Aktionärs, auf einer HV nicht nur Fragen stellen zu dürfen, sondern auch (sachbezogene!) Antworten zu erhalten - diesem Recht dürfte nun seitens Ökoworld die Anerkennung gegeben werden.

Es spricht für die Friedfertigkeit der Ökoworldaktionäre, dass in der Vergangenheit nie die Wiederholung der HV beantragt/eingeklagt wurde.

 

25.05.24 14:26
1

1558 Postings, 5375 Tage Handbuch@AngelaF

In der Vergangenheit dürften die meisten Aktionäre auch auf Gewinne gesessen haben. Da erträgt man vielleicht die Macken des CEO eher. Das dürfte aktuell wohl zumindest teilweise nicht mehr der Fall sein.

Will mal schauen, ob die Teilnahme an der HV einrichten kann, obwohl es nicht gerade meine Gegend ist...  

25.05.24 17:01

4422 Postings, 5476 Tage AngelaF.@ Handbuch

Sicher, vom reinen Unterhaltungswert her, waren die letzten Ökoworld-HVen kaum zu toppen. Aber ist nicht annähernd Ersatz für sachliche Antworten auf Fragen, die einer vernünftigen Antwort harren.

Wie jemand mittels Aktien Teile seiner Firma verkauft, ohne dabei zu reflektieren, dass die Aktienkäufer durch den Kauf zu Mitinhabern der Firma werden und dadurch gewisse Rechte haben/in Anspruch nehmen können - das bleibt wohl auf ewig ein Mysterium

 

28.05.24 00:28
1

1049 Postings, 1400 Tage moneymakerzzzNettoaum-Entwicklung

um der schönen Diskussion zwischen Angela und Kat mal wieder eine Nuance hinzuzufügen hier ein Auszug aus dem GB:

"Im Privatkundengeschäft blicken wir auf ein wechselhaftes
Jahr 2023 zurück. Im Bereich der Vermögensanlage haben wir
aufgrund der globalen Krisen sowie der gestiegenen Zinsen
eine weiterhin erhöhte Zurückhaltung der Kunden erlebt. In
Stückzahlen gemessen lagen die Neuabschlüsse zwar auf Vorjahresniveau,
das damit verbundene Volumen lag jedoch gut
60 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres."

Wenn man also davon ausgeht, dass ein Grundrauschen immer abfließt und das was reinkommt das nicht mehr ausgleicht, da es um 60% eingebrochen ist (und wir uns ja nur Nett-Veränderungen ausrechnen können) so könnte das eine Erklärung sein. Sprich es fließt gar nicht mehr ab - nur NETTO fließt mehr ab, da das was reinkommt kleiner ist als sonst. Und das würde wiederum bedeuten: gehen Zinsen wieder runter und wird Geld aus Anleihen/Tagesgeld wieder in Aktien geschichtet, dann gehts wieder richtig rund!  

28.05.24 20:55

4422 Postings, 5476 Tage AngelaF.Heute ...

... hat die 38er die 200er nach oben durchkreuzt.

Wenn jetzt noch das Zwischenhoch von Anfang Januar (bei ca. 34,50) übersprungen wird ...
 

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