EURO am Sonntag vom 12.03.2006
Diagnose: Die EPIGENOMICS Aktie fiel Ende 2005 auf neue AllTimeLows zurück, stabilisierte sich dann knapp oberhalb von 4,00 Euro und startete eine dynamische Aufwärtsbewegung bis an den Horizontalwiderstand bei 6,90 Euro. Dort startete im Dezember eine ausgedehnte Korrekturbewegung, welche oberhalb der Horizontalunterstützung bei 5,40 Euro verläuft. Dabei zeichnen sich die Konturen eines bullischen Dreiecks als Fortsetzungsformation im Aufwärtstrend ab. Heute springt die Aktie unter auffällig erhöhten Umsätzen nach oben und könnte damit prinzipiell die nächste Aufwärtsbewegung starten.
Prognose: Steigt die Aktie auf Tagesschlussbasis über die exp. GDL 200 (EMA200) bei 6,23 Euro an, wird eine Aufwärtsbewegung wahrscheinlich. Die Ziele liegen dann bei 6,90, 7,75 und 8,20 Euro. Der Horizontalwiderstand bei 8,20 Euro fungiert als mittelfristiger BUY Trigger, dessen Bruch deutliches Aufwärtspotenzial bis zunächst 9,50 und darüber ca. 12,00 Euro generiert. Fällt die Aktie hingegen auf Tagesschlussbasis unter 5,40 Euro zurück, dehnt sich die Korrekturbewegung bis 5,15 - 4,95 Euro aus. Unter 4,95 Euro drohen nochmals Abgaben in den Bereich des AllTimeLow bei 4,01 Euro.
Meldung: Epigenomics schließt Studie erfolgreich ab
Das Molekulardiagnostik-Unternehmen Epigenomics AG hat heute den erfolgreichen Abschluss einer Studie bekannt gegeben, die den prognostischen Wert seines Methylierungs-Biomarkers PITX2 im Frühstadium von Brustkrebs bestätigt. Daneben wurde im Rahmen der Studie der prognostische Wert eines weiteren Markers bestätigt.
Die Studie untermauert ein weiteres Mal, dass der Marker genügend prognostischen Wert besitzt, um Entscheidungen über die Behandlung von Krebserkrankungen zu treffen, teilte das Unternehmen am Freitag in Berlin mit. Epigenomics habe bereits in früheren Studien zeigen können, dass eine Korrelation zwischen niedrigen Werten einer PITX2 Gen-Methylierung und einem geringeren Risiko für das Entstehen von Metastasen (und umgekehrt) besteht, und zwar bei Prostatakrebs ebenso wie bei einer weniger aggressiven Form von Brustkrebs (so genannter nodal-negativer, hormonrezeptor-positive Brustkrebs).
"Gegenwärtig werden viele Brustkrebspatientinnen mit Chemotherapie behandelt, obwohl bei ihnen nur ein geringes Risiko für Metastasen besteht," so Alexander Olek, Vorstandsvorsitzender von Epigenomics. "Aber diese Gruppe zu identifizieren, ist schwierig, und viele Patientinnen werden daher aus reiner Vorsicht mit einer Chemotherapie behandelt. Unser Ziel ist es, einen Test zu entwickeln, um diese Patientinnen ausfindig zu machen und ihnen und ihren Ärzten mit hinreichender Sicherheit sagen zu können, dass eine Chemotherapie nicht nötig ist."
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