Völkerrechtswidrige Kriege

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neuester Beitrag: 22.07.22 12:47
eröffnet am: 23.06.22 09:48 von: clever und r. Anzahl Beiträge: 361
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27.06.22 13:57
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5066 Postings, 4010 Tage einsteger@LachenderHans 13:30

Natürlich kann ich mich sehr gut daran erinnern...
Ich habe es miterlebt und mitverfolgt:
-anfänglich noch in Russland und weiter (ab 1996) schon in Deutschland...

Schon damals habe ich mich für Börse und Wirtschaft interessiert. Man könnte viele Finanzielle Strömungen nach Russland oder ehemalige Sowjetrepubliken als "Stabilisierungshilfen" betrachten...

Nach nüchternen Zahlen (aus Aktionären-Satzungen, Geschäftsberichten, usw...), könnte man aber feststellen, wie aktiv und absolut "uneigennützlich" (Ironie on) Westliche Wirtschaftspolitik und Westliche Großkonzerne an postsowjetischen Raum die "fettesten Stücke" an sich gerissen haben...
z.B. USA sieht auch bei wirtschaftlichen Geschehnisse vor, dass es Interessen der Nationaler Sicherheit geschützt bleiben müssen.., das hat man aber im Bezug auf "offene Türen der Perestrojka" total ausgeblendet... (ich meine damit z.B. Russische Interessen)
-und damals.., in Russland, hat man fast unkontrolliert eine übermäßige ausländische Beteiligung in fast allen strategisch wichtigen Konzernen bekommen... Russische Oligarchen ist nicht nur Produkt der Korruption, diese sind auch durch o.g. wirtschaftliche Manipulationen der "ausländischer Investoren" entstanden...  
Also Stabilität - war nach meiner Auffassung, nur eine "Aushängeschild" für alle Finanzprozesse, "friedliche" (oder feindliche) Übernahmen und Kapital/Markt - Umverteilung auf dem postsowjetischen Raum...  

27.06.22 14:10

4705 Postings, 361 Tage LachenderHans@einsteger

Die übermäßige Beteiligung westlicher Akteure würde ich gern nachgewiesen bekommen. Soweit mein Kenntnisstand ist, wurden die Unternehmensbeteiligungen an die Bürger verteilt. Die Oligarchen haben sich das frühzeitig unter Ned Nagel gerissen.  

27.06.22 14:12

5066 Postings, 4010 Tage einsteger@LachenderHans, 13:44

Natürlich gab es damals Vereinbarungen... nicht nur schriftliche:
https://www.spiegel.de/ausland/...613d467-bd72-4f02-8e16-2cd6d3285295

Man beschreibt zwar diese "mündliche Vereinbarung/Versprächen", als kein Verpflichtender Vertrag und eine "Wunschgedanke" der russischer Propaganda.., Gesprächsprotokoll sagt aber etwas anderes aus...

Russland hat zu damaligen Zeitpunkt eine schwache Verhandlungsbasis (Ausgangsposition) gehabt und dazu noch, hat man sich auf "Gentleman-Regeln" eingelassen... Wie ich aber schon oben beschrieben habe.., ein Gentleman ändert eigen Regel, wie am besten passt...
Oder nach Zitat von Konrad Adenauer:
"...Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Nichts hindert mich daran klüger zu werden."

...nun - das Selbe erlebt man Seitens Putin... (hat wahrscheinlich gute Lehrer zwischen 1997-2007 gehabt)
Ohne jetzt seine jetzige Entscheidungen zu begrüßen oder zu rechtfertigen...
 

27.06.22 14:15

4705 Postings, 361 Tage LachenderHans@einsteger

Die NATO Russland Vereinbahrungen wurden NACH den vermeintlichen mündlichen Zusagen gemacht. Noch Anfang der 2000er klangen Putin und Lavrow noch völlig anders. Erst 2007 wurde das in Frage gestellt.  

27.06.22 14:29

5066 Postings, 4010 Tage einsteger@LachenderHans, 14:15

klar, hat man im Jahre 2000, noch anders gesprochen:
-entscheidende Schritte wurden ab 2004 gemacht
"Auf dem NATO-Gipfel von Prag im Jahr 2002 wurden Estland, Lettland, Litauen, die Slowakei, Slowenien, Bulgarien und Rumänien zu Beitrittsverhandlungen eingeladen. 2004 traten sie der NATO bei. In einem weiteren Erweiterungsschritt traten 2009 Albanien und Kroatien beiZur Auflösung der Fußnote[1]. Im Jahr 2017 folgte die frühere jugoslawische Teilrepublik Montenegro, 2020 schließlich Nordmazedonien."
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/...-content-title-5  

27.06.22 14:42
1

4705 Postings, 361 Tage LachenderHansAuch im Jahr 2005

Im Jahr 2005, #Deutsche Zeitung
@Handelsblatt
Sergej #Lavrov gefragt, was er über eine mögliche #NATO-Mitgliedschaft der #Ukraine denke. Er antwortete: "Es ist ihre Entscheidung. Wir respektieren das Recht jedes Staates - einschließlich unserer Nachbarn -, seine eigenen Partner zu wählen".
twitter.com/nexta_tv/status/...0&t=B2TAlrSFo4Cre58bVptY6A  
Angehängte Grafik:
frqsc0mxwai_tdn.jpeg (verkleinert auf 78%) vergrößern
frqsc0mxwai_tdn.jpeg

27.06.22 15:03

5066 Postings, 4010 Tage einsteger@LachenderHans, 14:42

bestreitet auch niemand.

Besonders wenn man Russland-Ukraine Beziehungen im Jahr 2005 betrachtet...  ;)

Auch USA hat auch bis 2004 Russland nicht als eine Potentielle Gefahr für NATO gesehen...
https://www.google.de/...%2F1316&usg=AOvVaw3nYw0nRyCDbc73tGGwAdsX

Westliche Außenpolitik hat sich ab 2004 (Stufenweise) geändert... Das man noch Seitens Russland im Jahre 2005 keine Verschärfung der politischer Entscheidungen beobachten könnte, spricht für mich nur dafür, dass nicht Russland auf einem Konfrontation-Kurs war, sondern mehr die "andere Seite"...
 

27.06.22 15:12

5066 Postings, 4010 Tage einsteger@LachenderHans, 14:10

zu dieser Thema könnte man viel mehr erzählen (auch zur "Unternehmensbeteiligungen und Verteilungen unter Bürger) - das habe ich persönlich noch in Russland erlebt.

Das wäre hier aber "falsches Thema"...

Quellenangabe für die Finanzielle Beteiligungen von unterschiedlichen Konzernen aus Jahren 1998-2005 sind auch nicht so schnell zu finden... Wenn man sich selbst dafür interessiert, könnte man Beispiel von Geschichte der Jukos, Rossneft, TNK-BP und Exxon in Google durchforschen. Meinerseits werde ich dieses Zeitaufwand nicht betreiben... Wenn du willst, kannst du meinen Beitrag dazu melden wegen fehlenden Quellen  :)  

27.06.22 15:25

4705 Postings, 361 Tage LachenderHans@einsteger

Ich glaube eher, der Westen ist Russland, Putin, viel zu sehr entgegengekommen. Es zeigt sich ja jetzt ganz deutlich, dass Putin seinen imperialistischen Phantomschmerz nie überwinden konnte. Gegen ein Russland, welches mit Gewalt zu alter Stärker strebt, helfen keine Zusagen und Beschwichtigungen.
Putin war nie der kollaborative Demokrat, den sich so manche im Westen wünschte. Er hatte sich nur so lange zahm gezeigt, wie es die Schwäche seines Landes erforderte. Wir hätten Russland niemals so stark werden lassen dürfen. Darin liegt der eigentliche Fehler des Westens.
 

27.06.22 15:31

4705 Postings, 361 Tage LachenderHansPutin

Ich erinnere daran, dass sehr viele Indizien darauf hindeuten, dass Putins Machtergreifung auf den "Erfolgen" in Tschetchenien beruht. Er wurde als starker Mann gehandelt. Welche Gräuel dort verübt wurden (zweiter Tschetchenienkrieg) und mit welche Begründung Putin benutzte, kennt man ja.
Putin war nie ein Staatsmann, der sein Land voranbringen wollte. Er ist immer ein KGB Offizier geblieben. Wie man Russland da als Opfer darstellen kann, erschließt sich mir nicht.  

27.06.22 15:50
1

5066 Postings, 4010 Tage einsteger@LachenderHans, 15:25

tja..,
-das hast du gerade sehr gut "zum Punkt gebracht":

"Wir hätten Russland niemals so stark werden lassen dürfen. Darin liegt der eigentliche Fehler des Westens."

Daran erkennt man eine "wahre Demokratie und gegenseitige ebenwürdige Anerkennung anderen Ländern und Kulturen gegenüber" (ironisch gemeint)

Wer gibt "UNS" überhaupt Recht über die Andere zu entscheiden? z.B. darüber entscheiden, wie stark wirtschaftlich (sieh USA-China) oder militärisch ein oder anderes Land sein DARF?
Wer sind "WIR" eigentlich, um über andere zu richten? Wer hat "UNS" dafür beauftragt und warum sollen Anderen sich dagegen nicht währen? Hat "Westen" so eine lupenreine Geschichte, dass man für die Anderen, ein Vorbild sein kann? Dabei geht es gar nicht aktuell nur um Russland...
Warum sollten Menschen in Afghanistan, Syrien, Indien, China, Iraq, Mali, Pakistan, Russland, Venezuela, Nordkorea und viele andere (viel zahlreichere Bevölkerungsmenge, als "Westen"), eine Ideologie von jemanden "von Außen" folgen? Warum denken "WIR", dass Westliche Werte - das Einzigrichtige für ALLE ist?

Auch wenn es woanders eine Diktatur, Kasten, Monarchie oder sonst noch was herrscht.., so werden Menschen dort für sich selbst früher oder später einen EIGENEN WEG finden... SO ist schon IMMER in der Geschichte gewesen... Und "WIR" (Westen) sollten nicht "Gott spielen" oder uns als "Etwas Besseres" sehen... (dazu hilft es einfach Römische Geschichte etwas genauer durchzulesen)
 

27.06.22 15:57

5066 Postings, 4010 Tage einsteger@Lachender Hans, 15:50

-warst du persönlich dort und hast mit eigenen Augen gesehen, was und wie es dort abgelaufen ist?

Oder steht es so in Wikipedia?  

27.06.22 16:07

4705 Postings, 361 Tage LachenderHansDu argumentierst im Sinne des Diktators

und nicht im Sinne der russischen Bevölkerung. Während Putin seit 2000 durchgängig an der Macht ist (von der Unterbrechung mit der Putin-Marionette sprechen wir jetzt mal nicht), hat er sein Vermögen vervielfachen können. Er hält sein Volk mit Almosen und imperialistischen Parolen bei der Stange und verschafft sich und seiner Mafiabande wahnsinnige Reichtümer.
Wie gut hätte es die russische Bevölkerung, wenn aus Russland ein demokratisches Land geworden wäre. Wenn die Reichtümer des Landes fair verteilt würden und in die Zukunft des Landes investiert worden wäre. Stattdessen hat Putin die Bevölkerung aufgehetzt, den Westen als Feinbild benutzt und Krieg geführt, um die eigenen Interessen zu bedienen.
Es ist nicht der EIGENE WEG eines unterdrückten Volkes, sondern der von Putin auferlegte.  

27.06.22 16:08

4705 Postings, 361 Tage LachenderHans@einsteger: @Lachender Hans, 15:50

Willst du die Zerstörungen in Tschetchenien abstreiten? Willst du die Ermittlungen von Anna Politkowskaja abstreiten?  

27.06.22 16:25

5066 Postings, 4010 Tage einsteger@LachenderHans, 16:07

ich muss NICHTS abstreiten oder mediale Berichte darüber zitieren.
Ich war vor Ort…
Und sehr oft, hat Das - was ich selbst gesehen habe, nicht mit dem überein gestimmt, was ich später gelesen habe.., deswegen habe ich meine persönliche Gründe, allen Medien gegenüber - skeptisch zu bleiben…  

27.06.22 16:30
1

5066 Postings, 4010 Tage einsteger@LachenderHans, 16:07

Frau Merkel war auch durchgehend 16 Jahre Land „an der Macht“.., für einen Amerikaner wäre das mit einer „Diktatur“ - gleich zu stellen ;)
König Elisabeth II ist seit 1952 „an der Macht“… Was nun?  ;)  

27.06.22 16:34

4705 Postings, 361 Tage LachenderHans@einsteger: @LachenderHans, 16:07

Du warst um die Jahrtausendwende in Tschetchenien?
Beweisfotos bitte.  

27.06.22 16:36

4705 Postings, 361 Tage LachenderHans@einsteger: @LachenderHans, 16:07

Merkel hat aber weder die Opposition unterdrückt (ermordet, in den Knast gesteckt), noch Wahlen gefälscht, noch Demonstrationen niederknüppeln lassen etc. Sie gehört zu den ganz wenigen Spitzenpolitikern die über so einen langen Zeitraum wiedergewählt wurde und am Ende freiwillig ging.  Jetzt wird die Diskussion hier langsam skuiril.  

27.06.22 16:47

5066 Postings, 4010 Tage einsteger@LachenderHans, 16:34

Sonst noch Wünsche? (Kopfschütteln)

… Ariva akzeptiert nur GIF, PNG, JPG und PDF…
Foto aus Apple-Verzeichnis passt von Format her nicht rein.

Außerdem, habe ich bereits „Beweisfoto“ im Forum „Stopp Nationalismus“ gepostet…
 

27.06.22 16:51

4705 Postings, 361 Tage LachenderHans@einsteger: @LachenderHans, 16:34

Ich glaube es dir nicht. Was hat dich denn dorthin getrieben?
Vieleicht zur Scherheit nochmal die frage: Du warst um die Jahrtausendwende, während des zweiten Tschetchenienkrieges in Tschetchenien?
Als russischer Soldat oder was?  

27.06.22 17:01

5066 Postings, 4010 Tage einsteger@LachenderHans, 16:36

…habe ich auch wiederum nicht behauptet… ;)
Du hast vorher auf Putins lange Zeiten an der Macht hingewiesen, so habe ich dir auch andere „langjährige Machtperioden“ aufgeführt ;)  

27.06.22 17:08
Okay, du warst also nicht dort.

Ich dachte, meine Frage war eindeutig und das deine Antwort ebenso eindeutig war:

Ich:
"Willst du die Zerstörungen in Tschetchenien abstreiten? Willst du die Ermittlungen von Anna Politkowskaja abstreiten?"

Du:
"ich muss NICHTS abstreiten oder mediale Berichte darüber zitieren.
Ich war vor Ort…"

Und ich nehme zur Kenntnis, dass du Putin für genauso demokratisch wie Merkel hältst, an meinen Vorwürfen nichts dran ist, weil Merkel ja auch lange an der Macht war.
 

27.06.22 17:13

4705 Postings, 361 Tage LachenderHansLesestoff

Ich habe es noch nicht gelesen, aber werde es wohl mal nachholen müssen:

Bewundernswert findet der Rezensent Marius Zippe die Anklageschrift Anna Politkovskajas gegen den Tschetschenienkrieg: nicht nur weil das Buch ein "investigatives Meisterstück" sei, sondern auch, weil sich die Autorin durch ihre Recherchen teilweise in Lebensgefahr begeben habe. Politkovskaja hat ein "Schwarzbuch in drei Teilen" vorgelegt, erklärt Zippe. Das erste Kapitel beschreibe den Kriegsalltag, das zweite die Auswirkungen des Krieges auf Russen und Tschetschenen, und im dritten Teil frage Politkovskaja nach der Zukunft Tschetscheniens. Wer dieses Buch gelesen habe, glaube nicht mehr an die offizielle russische Darstellung, der Tschetschenienkrieg sei eine "antiterroristische Aktion" gegen islamische Fundamentalisten. Zippe lobt aber nicht nur die inhaltlich präzise Darstellung dieses vergessenen Krieges. Politkovskajas Reportagen widerstehen seiner Ansicht nach auch der Versuchung einer oberflächlichen Zuweisung von Täter- und Opfer-Rollen. Gerade dass sie nicht von "der" Armee, "den" Rebellen oder "der" Zivilbevölkerung spreche, macht dieses Werk für den Rezensenten so überzeugend.

https://www.perlentaucher.de/buch/...olitkowskaja/tschetschenien.html  

27.06.22 18:47
2

25064 Postings, 8078 Tage modeinsteiger hat

- in einem anderen Thread - ausgeführt, dass er  "dort als Soldat" war,
wohl im 1. TS.-Krieg.  Allerdings ist sein geschriebenes Deutsch besser als das
der meisten Bio-Deutschen. ;) Deutsches Abitur mit Note 1,1  ?
-----------
Salus populi suprema lex esto

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