GREENSPAN zuversichtlich(er)

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neuester Beitrag: 25.01.02 14:12
eröffnet am: 25.01.02 03:51 von: klecks1 Anzahl Beiträge: 6
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25.01.02 03:51
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8554 Postings, 7100 Tage klecks1GREENSPAN zuversichtlich(er)

ROUNDUP: Greenspan sieht Licht am Ende des Konjunkturtunnels in den USA
WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Notenbankchef Alan Greenspan hat mit einer für ihn ungewöhnlich optimistischen Einschätzung der Wachstumsaussichten der US-Wirtschaft am Donnerstag einen Kurssprung an der Börse ausgelöst. Der Dow-Jones-Index legte in den Minuten nach Veröffentlichung des Redetextes mehr als 100 Punkte oder gut ein Prozent zu. Auch der US-Dollar konnte zulegen, während der Euro weiter auf einem relativ niedrigem Kursniveau zum Dollar von unter 88 US-Cent notierte.

Die Wirtschaft zeige Anzeichen von Wachstum, und der rapide Abbau der Lagerbestände könne einen "bedeutenden" Schub auslösen, sagte Greenspan vor einem Ausschuss im Kongress. "Es gab in jüngster Zeit Anzeichen, dass einige der Kräfte, die die Wirtschaft im vergangenen Jahr behinderten, schwächer werden und dass die Aktivität anzieht", erklärte Greenspan in der für ihn typischen komplizierten Ausdrucksweise.

GREENSPAN RELATIVIERT EINSCHÄTZUNG

Der Notenbankchef relativierte mit dieser Einschätzung vor knapp zwei Wochen in San Francisco, in denen er die erheblichen Risiken für die US-Wirtschaft betont hatte. Seine Mitarbeiter meinten später, Greenspan habe bei dem Vortrag pessimistischer geklungen als beabsichtigt. Im Anschluss an die Rede vor knapp zwei Wochen waren die Kurse an den Börsen abgesackt.

"Er ist bedeutend optimistischer in seiner Einschätzung der derzeitigen Situation und ausgewogener in der Beurteilung der Risiken", sagte Volkswirt Stephen Stanley von Greenwich Capital Markets in Greenwich der Agentur Bloomberg. Beobacher schließen aus Greenspans Worten, dass eine weitere Zinssenkung bei der Notenbank- Sitzung nächste Woche unwahrscheinlich ist. Im Zuge dieser Annahme gaben an den US-Anleihen-Märkten vor allem die Kurse kurzlaufender Rentenpapiere nach. Die Fed hat die Leitzinsen im vergangenen Jahr elf mal auf 1,75 Prozent und damit den tiefsten Stand seit 40 Jahren gesenkt.

WIRTSCHAFT WIRD SICH NICHT SO SCHNELL ERHOLEN WIE MÄRKTE ANNEHMEN

Greenspan nannte unter anderem die niedrigen Hypothekenraten, die den Immobilienmarkt gestützt hätten. Der Automobilsektor sei überraschend robust und die weiterhin wachsende Produktivität erhöhe die Realeinkommen. Probleme sieht Greenspan in der für die USA hohen Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,8 Prozent und damit höher als seit sechseinhalb Jahren. "Arbeitsplatzverluste könnten die Verbraucherausgaben dämpfen", sagte Greenspan. Er lobte die Anstrengungen der Privatwirtschaft, die Kosten zu senken und damit Arbeitsplätze zu erhalten.

Nach Auffassung des Notenbankchefs dürfte sich die Wirtschaft allerdings nicht so schnell erholen, wie die Finanzmärkte es derzeit annehmen. Greenspan hatte zudem ein neues Anschubpaket für die US-Wirtschaft als "nicht entscheidend" bezeichnet. Der Fed-Chef sagte, er sei in der Frage "gespalten". Vor drei Monaten wäre eine Stimulierungsprogramm zur Absicherung der Wirtschaft wünschenswert gewesen, sagte Greenspan. Dies sei nun nicht mehr so klar/oe/DP/av

 

25.01.02 03:52
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8554 Postings, 7100 Tage klecks1Greenspan-Rede/Euro

Devisen: Euro-Kurs verharrt nach Greenspan-Rede unter 88 US-Cent
NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro  hat am späten Donnerstagabend auf seinem niedrigem Kursniveau vom Vortag verharrt. Gegen 23.45 Uhr kostete die Devise in New York 0,8778 Dollar. Bereits am Mittwoch war die Gemeinschaftswährung unter 88 US-Cent gesunken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Nachmittag den Referenzkurs auf 0,8767 US-Dollar (Mittwoch: 0,8856 Dollar) festgesetzt. Ein Dollar kostete damit 1,1406 (1,1292) Euro.

Die von den Märkten relativ optimistisch aufgenommenen Äußerungen von US-Notenbankchef Alan Greenspan vor dem US-Senat hätten den US-Dollar gestärkt, sagten Händler.

Greenspan hatte eine offenbar sich verstärkende Wirtschaftstätigkeit in den USA konstatiert und angemerkt, dass offenbar die Kräfte, die die Konjunktur bisher nieder gehalten hätten, wohl derzeit abklingen würden. Allerdings gab er auch zu bedenken, dass eine wirtschaftliche Erholung sich unter Umständen nicht so schnell vollziehen werde, wie es die Finanzmärkte derzeit unterstellten.

Vor dem Hintergrund der Greenspan-Rede sagte M.M. Warburg Analyst Christian Jasperneite mit Blick auf den Euro: "Der Euro ist eh schon schwach". Die Meldung aus den Vereinigten Staaten werde "dem Euro sicher keinen Auftrieb geben". Unter Marktbeobachtern bestehe "Konsens darüber, dass die Rezession beendet ist und dass sich die positiven Konjunkturimpulse auch nach Europa ausdehnen, wenn auch zeitverzögert", sagte Jasperneite. "Das spricht erstmal für den Dollar und nicht für den Euro."

Im Wechselkursverhältnis zum japanischen Yen  hatte der Euro zunächst an Wert hinzu gewonnen, musste jedoch Händlern zufolge die Aufschläge nach Gewinnmitnahmen wieder abgegeben./av/js

 

25.01.02 07:00
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3498 Postings, 6805 Tage BrummerGreenspan noch keinen nachhaltigen US-Aufschwung

Washington (vwd) - Die US-Wirtschaft zeigt nach neun Monaten Rezession zwar erste Anzeichen für eine Stabilisierung, gleichzeitig ist zurzeit ein nachhaltiger Aufschwung noch nicht in Sicht. Mit diesen Worten hat der Chairman der US Federal Reserve, Alan Greenspan, am Donnerstag vor dem Haushaltsausschuss des US-Senats einen verhaltene Einschätzung der konjunkturellen Situation in den USA gegeben.

Kurzfristig wird seiner Ansicht nach vor allem die Entwicklung der Lagerbestände eine Schlüsselrolle für den Aufschwung spielen. Diese sollten bald wieder steigen, nachdem sie im vergangenen Jahr permanent gefallen waren. Allerdings werde der konjunkturbelebende Impuls des Lageraufbaus kurzfristig sein, solange die übrige gesamtwirtschaftliche Nachfrage keine dauerhafte Belebung zeige.

Vor den Mitgliedern des Haushaltsausschusses verwies Greenspan darauf, dass er über die in kommenden Jahren sich abzeichende Zunahme des öffentlichen Haushaltdefizits nicht besorgt sei. Insgesamt seien die staatlichen Finanzen trotz der zuletzt verzeichneten Defizite deutlich solider als noch vor etwa zehn Jahren. Vor dem Hintergrund dieser Aussage verteidigte Greenspan auch seine Unterstützung für Steuersenkungen vor rund einem Jahr. Allerdings empfahl der Fed-Chairman die Einführung vom finanzpolitischen Mechanismen zur Eingrenzung der Haushaltsdefizite.

Greenspans Ausführungen zur wirtschaftlichen Situation unterschieden sich nicht wesentlich von denen in seiner Rede in San Francisco vor knapp zwei Wochen. Beobachter betonten allerdings, der Fed-Chairman habe diesmal darauf verzichtet, von "signifikanten Risiken" zu sprechen, denen die Wirtschaft gegenüber stehe. Dennoch führte er wieder die Verluste am Aktienmarkt an, die zusammen mit der steigenden Arbeitslosigkeit die Konsumausgaben der privaten Haushalte dämpfen könnten. Zudem machte er erneut auf die anhaltend unter Druck stehenden Unternehmensgewinne aufmerksam.

Beobachter verwiesen darauf, dass die nach der Rede in San Francisco bestehende Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Notenbank weiter fortbestehen dürfte. Dennoch geht die Mehrheit der Experten zurzeit davon aus, dass die Fed ihren Leitzins nach der Sitzung am 29. und 30. Januar unverändert bei 1,75 Prozent lassen wird. Am Markt für die Fed Funds Futures wird die dementsprechende Wahrscheinlichkeit zurzeit mit rund 80 Prozent eingepreist. An den Finanzmärkten fielen die Reaktionen auf die Greenspan-Rede moderat aus. +++ Peter Trautmann


vwd/24.1.2002/ptr


 

25.01.02 08:28

8554 Postings, 7100 Tage klecks1dpa

Aktien New York: Fester - Greenspan-Rede verleiht Markt Vertrauen
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Donnerstag mit stabilen Kurs-Gewinnen gezeigt. Alle wichtigen Indizes notierten deutlich im Plus. Der Standardwerte-Index der New York Stock Exchange, Dow Jones Industrial Average , kletterte bis gegen 18.50 Uhr um 1,05 Prozent auf 9.833,02 Punkte. Der marktbreitere S&P 500-Index  legte 0,84 Prozent auf 1.137,64 Zähler zu. Der Composite-Index der Computer-Börse NASDAQ  stieg um 1,66 Prozent auf 1.954,20 Punkte und der NASDAQ-100-Index  gewann 1,75 Prozent auf 1.576,37 Zähler.

Bereits im Eröffnungshandel hatten die Märkte eine positive Tendenz an den Tag gelegt. Diese habe sich deutlich verstärkt, als US-Notenbank-Chef Alan Greenspan seine Rede vor dem Haushaltausschuss des US-Senats begonnen habe, sagten Händler. So hätten die Anleger die Bemerkungen des Chef der Federal Reserve positiv aufgenommen, dass die Wirtschaftsaktivität offenbar beginne sich zu verstärken, hieß es.

Positiv zur Marktstimmung habe auch beigetragen, dass die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, die kurz vor Markteröffnung veröffentlicht wurden, überraschend gefallen seien. Mit einem Rückgang um 15.000 auf 376.000 bis zum 19. Januar 2002 erreichte die Antragszahl nach Angaben des US-Arbeitsministeriums ihr niedrigstes Niveau seit Ende Juli 2001.

Unter den Investoren wachse das Vertrauen, dass sich die Konjunktur erholen werde, sagte Michael Lyons, Händler bei Morgan Stanley. Auch auf die neuesten Quartalsberichte habe der Markt freundlich reagiert, obgleich die Sorge seit der Enron-Krise   bestehen bleibe, dass die Aussagen der Unternehmen nicht immer korrekt oder aussagekräftig seien.

Aktien von America Home Products (AHP)   verloren 0,11 Prozent auf 64,46 US-Dollar, obgleich das Pharma-Unternehmen in seinem Quartalsbericht in Aussicht gestellt hatte, im laufenden Jahr das Ergebnis je Aktie um bis zu 22 Prozent zu steigern. Gleichzeitig hatte AHP positive Zahlen für das abgelaufene Jahr präsentiert.

Kodak   stiegen um 2,60 Prozent auf 27,19 Dollar. Der Foto-Konzern hatte zwar für das vierte Quartal einen Verlust je Aktie von 71 US-Cent ausgewiesen. Ausgenommen der Sonderbelastungen verbuchte Kodak aber einen Gewinn von 12 Cent je Papier und lag damit im Rahmen der Analystenerwartungen.

Die Pharma-Titel Eli Lilly   und Bristol Myers Squibb   verloren nach Veröffentlichung neuer Geschäftszahlen 2,97 Prozent auf 73,52 Dollar beziehungsweise 4,05 Prozent auf 47,38 Dollar.

Schering Plough   gaben 1,48 Prozent auf 33,35 Dollar ab. Die Gesellschaft musste für das vierte Vierteljahr einen Gewinnrückgang von 571 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 143 Millionen Dollar hinnehmen./FX/av/js

 

25.01.02 08:42

8554 Postings, 7100 Tage klecks1Bewerter heute in Höchstform?

News, News, News= keine Bewertung
Greenspan= Sternenhagel

Dann müsste eigentlich auch mal diskutiert werden. Nach 4 Stunden Schlaf geht es wieder nach Kölle  

25.01.02 14:12

8554 Postings, 7100 Tage klecks1für Spätaufsteher-kein Müll hier im Thread o.T.

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