Kann der Kapitalismus überhaupt ewig funktoinieren

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 09.12.02 18:03
eröffnet am: 09.12.02 14:54 von: fragles Anzahl Beiträge: 16
neuester Beitrag: 09.12.02 18:03 von: Steffi aus G. Leser gesamt: 1554
davon Heute: 2
bewertet mit 1 Stern

09.12.02 14:54
1

1358 Postings, 7084 Tage fraglesKann der Kapitalismus überhaupt ewig funktoinieren

Habt Ihr euch schon mal diese Frage gestellt?

Ich behaupte nein. Aber vielleicht gibt es unter Euch welche, die mehr von der Volkswirtschaft verstehen und mich doch noch überzeugen können.

Es ist doch so, dass unsere Wirtschaft nur funktionieren kann, wenn sie steigt. Erleben wir einen Stillstand der Wirtschaft, dann reden wir von Rezession, und bei einem Rückgang sogar von einer Depression. Wir würden ja auch keine Aktien von Unternehmen kaufen, die keine positive Entwicklung in den nächsten Jahren aufweisen.

Aus diesem Grund schließen sich Firmen zusammen, decken neue Marktbereiche ab, oder erschließen neue Marktlücken. So kommen wir zu immer neuem Sche.., den eh keiner mehr braucht, doch welches durch Werbung uns dann doch wichtig erscheint (Bestes Bsp. Tamagotchi).

Jetzt meine Überlegung: Dadurch, dass immer weniger Leute immer reicher werden (die drei reichsten Menschen auf der Welt haben mehr Kapital, als die 48 ärmsten Länder der Welt), haben immer mehr Leute immer weniger Geld. Irgendwann mal hat die riesiege Menge von Sklaven äähm ich meine Menschen so wenig Geld, dass sie sich das überflüssige Zeug (Luxusgüter) nicht mehr leisten können, und sich nur auf das notwendigste zum überleben konzentrieren. Das wäre ein fataler Rückgang der Wirtschaft, welcher immer mehr Arbeitslose mit sich bringen würde. Die hohe Arbeitslosenzahl könnte dann auch nicht mehr vom Staat getragen werden, was zu weiterer verarmung führen würde usw.... Weiterer Faktor, der den Vorgang beschleunigt ist z.B. die Automatisierung.

Ich hoffe dass meine Theorie völlig falsch ist, bitte überzeugt mich davon.

Gruss

P.S.: Bin kein Kommunist!!!

 

09.12.02 15:05

3357 Postings, 7268 Tage das Zentrum der M.wiso hat er das denn schon mal? o. T.

09.12.02 15:05

5535 Postings, 7595 Tage sir charlesZumindest funktioniert der Kapitalismuß immer noch

besser als alle anderen Systeme. (siehe Kommunismuß)  

09.12.02 15:07

1358 Postings, 7084 Tage fraglesVielleicht muss ein neues System

erfunden werden?  

09.12.02 15:10

1358 Postings, 7084 Tage fraglesWir gehen immer nur davon aus was

wir kennen. Markt- oder Planwirtschaft gab es auch nicht immer.

Gruss  

09.12.02 15:16

7114 Postings, 6991 Tage KritikerZuerst mußt Du klären, ...

... was ist Kapitalismus?
M.Ea. die Möglichkeit, daß sich Geld allein ohne weitere Leistung vermehren kann.
z.B., wenn Eine Deiner Aktien zufällig steigt.
Weiter: Reiche hat es immer schon gegeben (Krösus) und keiner von ihnen hat mit seinem Tod real mehr mitgenommen als sich selbst; d.h., sein Reichtum blieb der Welt erhalten.
Alle Reichen brauchen ärmere, um davon zu leben; damit werden die Armen reicher.
Und nach 100 Jahren sind Familien reich, die zuvor arm waren und umgekehrt.
Auch der Kapitalismus unterliegt einem Kreislauf wie alles in dieser Welt und auf ihr.
Doch das oberste Gesetz ist das Gleichgewicht (Newton) und das Schicksal hobelt (bekanntlich) alle gleich. Den Rest erledigt der Tod. - Amen - Kritiker.  

09.12.02 15:16

1059 Postings, 7379 Tage mikelandau@fragles

der kapitalismus kann schon ewig funktionieren, denn er ist wandlungsfähig...

aber hier in deutschland haben wir mittlerweile fast 50% planwirtschaft, deshalb funktioniert es hier bei uns nicht mehr!  

09.12.02 15:16

505 Postings, 7453 Tage TK-ONEKapitalismus funktioniert nur

...durch Ausbeutung der 3. Welt und durch Ausbeutung von Bodenschätzen.

Ich schäm mich dafür zwar nicht aber es ist nicht endlos.

Nicht ewiges Bestehen hat z.B. auch

der Euro
die EU
die Nato

bis jetzt hatte alles iergendwann man sein Ende erreicht...warum soll es diesmla gerade anders sein....alles andere wäre Wunschdenken

Gruss TK  

09.12.02 15:22

1358 Postings, 7084 Tage fragles@ Kritiker Du musst aber auch sehen

wie in der Geschichte das Gleichgewicht immer hergestellt wurde. So weit ich weiß waren die Adligen, die Kaiser oder die Zaren früher die, die am langen Hebel saßen. Und die haben es oft mit ihren Köpfen bezahlt.

Gruss  

09.12.02 16:08

1358 Postings, 7084 Tage fraglesup o. T.

09.12.02 16:30

4560 Postings, 7591 Tage Sitting BullZum einen

gibt es kein perfektes System. Seit zigtausend Jahren wurschteln die Menschen vor sich hin. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass der Kapitalismus einigermaßen funktioniert. Alternativen? Gibt es keine, da man den Egoismus des Menschen für die Gemeinschaft nutzen muss. Dies klappt nur im Kapitalismus. Arm ist auch nur eine Definitionsfrage. Ich will behaupten, der Westen hat unter Gesellschaftssystemen das beste. Trotzdem muss ständig dran gefeilt werden. Außerdem haben auch arme Schweine eine Chance, keinem wird z.B. verboten, sich in die Bibliothek zu setzen und sich Hirn anzulesen.  

09.12.02 16:51

246 Postings, 6520 Tage baer45Versuch und Fehler,

so funktioniert die Evolution. Der Kapitalismus funktioniert ansatzweise so. Also wird er ansatzweise überleben.  

09.12.02 16:58

7996 Postings, 7221 Tage maxperformanceaus volkswirtschaftlicher Sicht habe ich noch

keine vernünftigen Argumente gehört ob der
Kapitalismus überleben oder sagen wir mal neutraler
ob auch in Zukunft Wirtschaftswachstum möglich sein wird.

Das Problem ist nämlich nicht das wenige immer reicher
und der Rest immer ärmer wird, sondern die demographische
Entwicklung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften.
Die bisherigen Konjunkturtheorien von Zyklen und Zinspolitik beinhalteten
nicht die Prämisse einer schrumpfenden Gesellschaft.

In einer schrumpfenden Gesellschaft wird Wachstum nur schwer möglich sein
selbst wenn die Wirtschafsleistung der einzelnen Individuen zunimmt.

Dass Kernproblem wird sein, dass viele Güter und Dienstleistungen einfach immer weniger
nachgefragt werden. Auch die These von Kritiker dasss der Reichtum der Reichen
bei deren Tod der Gesellschaft erhalten bleibt stimmt bei genauerem hinsehen nicht.
Denn der Wert von Gütern ist immer relativ. Und zwar im Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage.

Der Wert von Immobilien in München wird als sehr hoch angesehen. Weil die Nachfrage nach Wohnungen und Büros das Angebot übersteigt. Was aber nun wenn sich die Situation
aufgrund sinkender Bevölkerung umdreht. Der vermeintliche Reichtum aus Immobilienbesitz wird schmelzen wie einst der Wert meiner Nemax Aktien. Und das dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein...  

09.12.02 17:07

246 Postings, 6520 Tage baer45Angebot und

Nachfrage bestimmen den Kapitalismus (und nicht nur den). Schrumpft die Bevölkerung, wird wahrscheinlich das BIP abnehmen (auch wenn das BIP/Kopf steigt) und damit die Marktkapitalisierung sinken. Die Nachfrage nach Kapital sinkt und die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt. Ein Effekt, den sich weder Adam noch Marx vorstellen konnte.

Gruß baer45
www.baer.45.de.vu
 

09.12.02 17:50

1358 Postings, 7084 Tage fraglesdanke für eure interessanten Sichtweisen

vieles bleibt natürlich ungeklärt, aber manches ist klar geworden. Und wer kann es schon vorhersehen wie die Zukunft aussehen wird. Wirtschaft ist halt unvorhersehbar, bestes Beispiel sind die Wirtschaftsweisen, die jedes Jahr ihre Prognosen korregieren müssen, da kann man gleich ein paar Leute auf der Straße nach der Zukunft befragen...

Gruss  

09.12.02 18:03

699 Postings, 6611 Tage Steffi aus G.Alles ist Leistungsaustausch.

Wenn ich die Beine breitmache und dafuer Geld kriege, nennt man das Kapitalismus. Wenn ich Privilegien kriege, schimpft sich das Kommunismus.

Egal, nur wenn man die Beine breitmacht, gibt es Kaviar und Austern, unabhaengig vom Entlohnungssystem.

Das ist Wirtschaft.  

   Antwort einfügen - nach oben