Bei Alstom ist eines immer wieder erstaunlich, dass bei nachgebendem Kurs sofort wieder Rückkäufe einsetzen. Sicher, im Moment ist der Kurs wie überall mächtig volatil. Wenn man sich davon weniger blenden läßt und auf Bilanz u. Auftragsfakten (Mannemer) schaut, und die richtigen Schlüsse aus den fast sofortig einsetzenden Rückkäufen zieht, dann kann diese Haltung, bei Tiefs wieder vorsichtig nachzukaufen, nur richig sein. Alstom bleibt ein koservatives Papier, dass zwar unter Staatseinflüssen -fette Aufträge-dafür kaum Arbeitsplatzabbau- leidet, aber pro Jahr gut und gern 30% 50% Kurszuwachs erzielt, in Spitzenzeiten schlicht das Doppelte. Wo gibt es das noch?
Dennoch meine ich, man sollte die "Augen" aufhalten und nicht zu sehr an einem Wert kleben bleiben. Es liegt doch auf der Hand, dass ab Mai 2008, wenn die Bilanzen zum 31.12.2007 und das 1.Q.2008 bewertet ist, die Karten neu gemischt werden. Einige Banken haben Kursverluste von gut 80%. Warum sollte man da abseits stehen. Bei Northern Rock will der engl. Staat ohne wenn und aber seine vorgestreckte Knete von gut 20 Milliarden Pfund gern wieder sehen. Folglich wird doch alles dran gesetzt, um ein Gechäftsmodell zu entwickeln, was diesen Riesenbetrag mittelfristig wie bei Alstom auch generieren soll. Daher, kann es doch nicht verkehrt sein, die Äuglein aufzuhalten. Gleiches ist mit Allitalia. Wenn die Franzosen sanieren sollen, muß eben die Knete dafür her. Da der Staat ein Rieseninteresse (Wahlstimmen, maroder Haushalt) an der Sanierung hat, rollen Steuergelder enmass. Bei Olivetti und Fiat war das damals auch so. Bei Olivetti war ich mit dabei, bei Fiat habe ich leider offenen Auges gepennt. Nun denn. Frommi.
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