LEONI.... von der Drahtwerkstatt zum Global Player

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neuester Beitrag: 28.11.22 13:54
eröffnet am: 16.03.08 14:09 von: DAX10000 Anzahl Beiträge: 5452
neuester Beitrag: 28.11.22 13:54 von: warren64 Leser gesamt: 1442889
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16.03.08 14:09
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6409 Postings, 6120 Tage DAX10000LEONI.... von der Drahtwerkstatt zum Global Player

LEONI in Kürze
LEONI zählt zu den weltweit größten und erfolgreichsten Herstellern von Drähten, Kabeln und Bordnetz-Systemen. Auf einigen der vielen internationalen Märkte, auf denen LEONI tätig ist, nimmt der Konzern eine führende Position ein.

Mehr als 51.000 Mitarbeiter entwickeln, fertigen und vertreiben in 30 Ländern überwiegend maßgeschneiderte Produkte und Lösungen für unterschiedlichste Anwendungsgebiete. LEONI wird dabei durch über 70 Produktionsstandorte weltweit unterstützt.

Die vor 90 Jahren gegründete und heute im MDAX der Deutschen Börse notierte Unternehmensgruppe beliefert insbesondere Kunden aus der Automobilindustrie, der Hausgeräte- und Kommunikationsindustrie sowie der Investitionsgüterindustrie.

Quelle: http://www.leoni.com/  
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5426 Postings ausgeblendet.

15.11.22 19:49
1

402 Postings, 846 Tage navloverGeduld, Geduld!

Irgendwann in 2023 wird der ideale Zeitpunkt für den Wiedereinstieg kommen. Kann aber durchaus sein, muss aber nicht, dass es bis dahin noch deutlich bergab geht. Wichtig ist zunächst, dass die Refinanzierung nicht schief geht. Sonst: Tilt!  Alles andere wird sich dann im Rahmen normaler Konjunkturzyklen und bei Entfall der Sondereinflüsse wie Corona, Ukraine etc. wieder einrenken. Und was in jüngster Vergangenheit ablief kann man nicht Kamper und Leoni ankreiden, das war einfach extrem unglücklich. Technisch hochwertige Kabelbäume werden zunehmend gebraucht, insbesondre bei zunehmender Elektrifizierung der Autos und damit meine ich nicht nur den Antrieb.  

16.11.22 09:29

2815 Postings, 3302 Tage warren64Das Problem bei Leoni...

...ist nicht, dass keine Kabelbäume gebraucht werden, sondern, dass Leoni nicht genug Geld dafür bekommt ;-)
Und in ein Unternehmen, dass nur bei besten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (geringe) Gerwinne macht und bei etwas Gegenwind direkt in die Miesen rutscht und bei schwerem Fahrwasser fette Verluste schreibt, sollte man einfach nicht investieren.  

16.11.22 13:11

117 Postings, 1210 Tage Nrw1979- 5% viel schlechter als der Markt

heute ganz schwach wieder..
scheint so als ob die Fiasko Zahlen nicht wie sonst am gleichen Tag voll abgestraft werden, sondern still und leise in den folgenden Tagen und Wochen. @ Warren @ Navlover ihr habt beide irgendwo Recht. Was wohl sehr schwer vorauszusagen ist , wie weit fällt das Papier noch? und noch schwieriger zu beantworten ist ob das Papier bei evtl. 4-5 überhaupt zu kaufen ist.Kann ja evtl. auf 2-2.50 gehen. Dann hat man wieder 50% verloren. Ganz schwierig. @sonnenschein bin auch gespannt wie Pierer und der AR reagieren.  

16.11.22 17:36
1

4676 Postings, 4453 Tage sonnenschein2010warten wir es ab

es ist wie es ist...
andere auch "solide" Werte hat es heute erwischt,
ist halt so wenn Märkte aufgrund von was auch immer heiß laufen,
kommt der Dämpfer irgendwann,
gut Werte laufen dann wieder weiter.
schlechte werden zu Kellerkindern,
Leoni gehört leider seit einigen Jahren zu Letzteren.  

16.11.22 20:36

402 Postings, 846 Tage navlover@warren64

Da stimme ich Dir völlig zu, die Vergangenheit betreffend. Die Zukunft betreffend muss Leoni den Beweis antreten, dass die alleinige  Fokussierung auf Kabelbäume zielführend sein kann. Ich sehe in der Frage ob die Refinanzierung zustande kommt oder nicht den Lackmusstest. Die Banken und Gläubiger sehen sich das mit Sicherheit genau an und sind ja nicht so blöd, leichtsinnig Geld zu verpulvern. Ab 2023 gibt es kein WCS mehr und spätestens in Q3 muss für Leoni Klarheit über eine hoffentlich ertragreiche Zukunft bestehen.  

16.11.22 23:26

4676 Postings, 4453 Tage sonnenschein2010wenn Leoni

keine Fortführungsprognose hätte,
wäre die Sanierung bereits gescheitert..... Staatskredit, Bankenkredit
und der Sanierer im Vorstand (von den Banken geschickt) ist ja auch wieder fort.

Aktuell beschäftigt Leoni > 100.000 Menschen und die sind trotz grottiger Margen immer weiter angestiegen...

In Zukunft wird wie @navi richtig schreibt, der Beweis zu führen sein, ob das Geschäftsmodell taugt
oder ob andere Billigheinis das genauso gut und dafür noch billiger machen werden...

Der Kurs hätte mal wieder nen turnaround verdient ;-)

12 Monats-Chart ein einziges Grauen und wenn ich auf 5 Jahre umschalte
bekomme ich das kalte Grauen und ich denk an @NRW ;-)

 

17.11.22 08:30

402 Postings, 846 Tage navlover@sonnenschein

Leider steht die weiterhin bestehende Fortbestehungsprognose noch aus, wie Leoni selbst schreibt.

"Des Weiteren steht die Durchführung unter dem Vorbehalt der Aktualisierung und Finalisierung des Sanierungsgutachtens in Anlehnung an IDW S6 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., das die weiterhin bestehende Sanierungsfähigkeit der LEONI AG bestätigen muss, sowie der Zustimmung der Gremien der beteiligten Finanzierungspartner und des Aufsichtsrats der LEONI AG. "  

17.11.22 09:54
1

2815 Postings, 3302 Tage warren64Die meisten der 100.000 Arbeitsplätze

sind ja nicht in Deutschland, deswegen hat Leoni nicht die Wichtigkeit anderer Unternehmen mit vergleichbarer Anzahl von Beschäftigten.
Außerdem sind die meisten ja Niedriglohn-Jobs.
Leoni wird sicherlich in der einen oder anderen Form weitergeführt werden, dafür ist der Laden vermutlich noch zu wichtig für die deutsche Autoindustrie.
Aber wieviel Geld Leoni zukünftig verdienen kann, steht auf einem ganz anderen Blatt...
Und ob nicht zwischendurch eine Insolvenz passiert, die den Einsatz der Eigenkapitalgeber (=Aktionäre) komplett eliminiert, ist auch nicht gesichert.
Also...mittlerweile nur etwas für Zocker.
Ich bin nicht daran interessiert.  

17.11.22 12:08
1

402 Postings, 846 Tage navloverPi mal Daumen

Bei einem jährlichen WSD-Umsatz von 4 Mrd. Euro ab 2023 muss für ein Nullergebnis das Ebit mindestens 100 Mio Euro betragen. Warum? Weil auf der Basis 1. Hj 2022 die jährlichen Zinsen und Steuern eben ca. 100 Mio Euro betragen, Die Ebitmarge müsste also mindestens bei +2,5% liegen. Davon ist Leoni derzeit weit entfernt, könnte aber bei Normalisierung der Lage  erreichbar sein. Kamper sprach mal davon, dass 2 - 6% erreichbar seien. Bei steigendem Umsatz, der ja aufgrund der zunehmenden Elektromobilität auch machbar erscheint, verbessert sich die Situation für Leoni natürlich. Nehmen wir im Jahr 2024 mal optimistisch 5 Mrd. Umsatz und Ebitmarge  4% an. Also Jahresergebnis nach Zinsen und Steuern + 100 Mio. Derzeit gibt es 32 Mio Aktie, Grundkapital wird um 50% erhöht, also rund 50 Mio Aktien. Macht 2 Euro Gewinn je Aktie aus. Ab einem eigentlich kleinen Multiple von 5 wäre der Kurs der Aktie wieder zweistellig. Gänzlich unmöglich erscheint mir das alles nicht.  

17.11.22 12:16
1

117 Postings, 1210 Tage Nrw1979insolvenz??

@Warren ich stimme dir komplett zu. Das einzige was noch interessant ist , ist der Faktor Pierer der hier stark mit eingestiegen ist.Will nicht wissen , was hinter den Kuliisen tobt.
Fakt ist aber der normale Aktionär wird in die Röhre schauen. Hauptziel wird es sein in Deutschland soviele jobs wie möglich noch zu retten. Wenn dann noch etwas vom Kuchen überbleibt schnappt sich das der Pierer.Ich werde auch nicht mehr nachkaufen, erst recht nicht nach den jüngsten Entwicklungen und Zahlen.
Für mich persönlich das einzig positive ist, das ich 2018 nach 46 und 38 nie nachgekauft habe um den EK Schnitt zu senken. Weder bei 30/20/10/5. Der drohende Totalverlusst wird aber leider, ( was ich nicht hoffe) eintreten.  

17.11.22 17:58
1

4676 Postings, 4453 Tage sonnenschein2010warum fällt

das bei diesem Ausblick dann so schwer glatt zu stellen und gut ist.
Gibt aktuell viele Aktien, die sich locker verdoppeln können,
die verkaufst du dann mit satten Gewinnen und steuerfrei ;-)
bei Leoni klappt das nur wenn ein szenario eintritt wie es @navi beschrieben hat.  

17.11.22 18:47
1

402 Postings, 846 Tage navloverAchtung Ironie!

Ggf. wäre eine Insolvenz gar nicht so schlecht, jedenfalls beim jetzigen Aktienkurs. Laut aktueller Bilanz 1.Hj 2022 beträgt das bilanzielle Eigenkapital nämlich immer noch satte 264 Mio Euro. Das ergibt 8,25 Euro je Aktie, die rein rechnerisch jeder Aktionär bekommen würde. Diese 8,25 nennt man auch Buchwert je Aktie oder net asset valuae (nav; daher mein Synonym navlover). Das bilanzielle Eigenkapital errechnet sich aus Aktiva abzüglich Verbindlichkeiten. Aus dem positiven Eigenkapital ergibt sich zunächst, dass von daher noch keine Insolvenz droht. Es gibt diverse Unternehmen mit sogar negativem Eigenkapital, die sich wieder freigeschwommen haben. Wichtig sind einzig und allein die Erlöspotentiale des künftigen WSD-Geschäftes.  

17.11.22 20:44

402 Postings, 846 Tage navloverNicht erschrecken!

Die Finanzschulden, die Ende 2022 fällig werden, belaufen sich auf "nur" 55 Mio Euro.  Das sollte Leoni nicht umhauen, auch wenn keine neue Vereinbarung zustande kommet. Ende 2023 wären es dann ca. 98 Mio, Ende 2024 1ca. 50 Mio. Mein Optimismus steigt!  

18.11.22 15:36
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2815 Postings, 3302 Tage warren64Schulden

In der Bilanz wurden ca 500 Mio von langfristig auf kurzfristig umgebucht, ich weiß nicht genau, ab welcher restlaufzeit das getan wird, aber dass bei Leoni Ende diesen Jahres nur 55 Mio auslaufen und auch nächstes Jahr nicht viel, kann ich nicht glauben.
Weiß jemand, wieviel es wirklich ist?  
Angehängte Grafik:
leoni.png (verkleinert auf 47%) vergrößern
leoni.png

18.11.22 15:59

402 Postings, 846 Tage navloverSchulden

Ich bezog mich auf den Geschäftsbericht 2021, Seite 174. Das war die einzige Aufstellung von Finanzschulden nach Endfälligkeiten.  

18.11.22 16:31
1
ist das bilanzielle EK ja der Hauptgrund warum Leoni
zwischen 5,80 und 6,80 auf relativem Boden angelangt ist.

Ohne turn-around Phantasie wird es kaum mehr werden,
ggf. mit Finanzierungszusage mal wieder Richtung 8 ;-)  

22.11.22 10:30
2

402 Postings, 846 Tage navloverSchulden

warren hat natürlich Recht, die Schulden sind insgesamt höher als 55  Mio. Die 55 Mio beziehen sich auf die Schuldscheingläubiger, von denen anzunehmen ist, dass sie nicht verlängern. Darüber hinaus bestehen, wie ich Presseartikeln aber  nicht dem Geschäftsbericht entnehmen konnte, wohl 330 Mio an Corona-Krediten und 250 Mio an bilateralen Kreditlinien. Für diese bestehen wohl Staatsbürgschaften, so dass, sofern sie nicht durch den BGAM-Verkauf getilgt werden können, von einer Verlängerung ausgegangen werden kann. Das baldige closing des BGAM-Verkaufes dürfte also höchste Priorität haben.  

24.11.22 11:30
erstaunlich stabil ~ die Banken wissen schon was sie tun ;-)

 

25.11.22 15:09

117 Postings, 1210 Tage Nrw1979erstaunlich stabil?

@sonnenschein stabil schlecht würde ich mal sagen. Der Dax hat im November knapp 1500 punkte gemacht. Das Leoni hier nicht mitsteigt ist jetzt wahrlich kein Zeichen für positive Stabilität. Fällt der Markt fällt Leoni stark. Steigt der Markt tritt Leoni auf der Stelle. Seit 2018 immer das selbe Armutszeugniss. Mit dem aktuellen Endergebniss vom 25.11.2022 aktuel bei 6,65.
Sollen wir jetzt jubeln das wir nicht bei 5 stehen?
Ich woltte eigentlich nicht mehr schreiben hier, aber wenn ich solche murks Kommentare lese wie Stabiler Kurs ( nur weil mal 2 handelstage in Folge  0,8% plus steht und der Kurs  sage und schreibe 6,80 von 6,60)
muss ich leider antworten.
Hat auch nix mit Mieser Laune zu tun. Dieses Müll Papier wird mir meine Laune nicht mehr verderben. Schon genug mit rumgeärgert die letzten Jahre.
 

25.11.22 18:36

4676 Postings, 4453 Tage sonnenschein2010dass freut mich sehr

dass auch über NRW wieder Sonnenstrahlen gesichtet werden ;-)

... war nur so eine Bemerkung, hätte locker nochmal unter die 6 rutschen können.
Ich denke es ist uns allen hier klar,
dass
* Leoni einen guten Verkaufspreis für das nächste Asset braucht
* Banken, die aufgrund aktell positiver Fortführungsprognose an Bord bleiben
  oder ausscheidende Banken ersetzen
* gute Nachrichten zum ramp up neuer E-Mobilitätsmodelle
* Drohverlust-Rückstellungen, die wieder aufgelöst werden
* einen opportunistischen Investor, der die vor ihm liegende Chance nutzt

dann werden über NRW wieder ganze Sonnentage zu sehen sein;-)
 

25.11.22 18:53

402 Postings, 846 Tage navloverDas A&O: Die Refinanzierung!

Alles kann gut werden, aber nur wenn die Refinanzierung endlich steht. Beunruhigt mich schon ordentlich, dass sich das in Stille so lange hinzieht. Erst wenn sie steht könnte ich unterschreiben, dass die Banken schon wissen, was sie tun.  

26.11.22 18:33

402 Postings, 846 Tage navloverPlan B?

Was passiert, wenn die Refinanzierung so wie geplant nicht klappt? Denke, dann müssen die OEM`s die Produktion von Leoni dennoch am Leben erhalten, denn die Kabelbäume sind unverzichtbar. Pierer wird da nichts machen können, zu klein und zu unbedeutend. Aber VW? Leoni liefert wohl für ID.3 und ID.4, also große  Mengen. Bliebe die Frage, ob für die Aktionäre Brosamen abfielen!  

26.11.22 19:16

4676 Postings, 4453 Tage sonnenschein2010Pierer kann sehr wohl etwas tun

zB die KE komplett zeichnen und  dann sukzessive durchregieren bei Leoni
und die Preise für die Kabelbäume in 5 % Schritten um 20 % erhöhen
auf Sicht 2 Jahre....
VW schluckt das dann schon ;-)  

28.11.22 08:55

402 Postings, 846 Tage navlover@sonnenschein

Die KE kann Pierer vermutlich stemmen. Die KE ist aber nur ein kleiner Teil der Refinanzierung.  

28.11.22 13:54

2815 Postings, 3302 Tage warren64Preiserhöhungen

Ob Leoni einseitige Preiserhöhungen durchsetzen könnte, wage ich sehr zu bezweifeln. Sonst hätten sie es schon längst getan.
Es gibt definitiv Verträge mit den OEMs mit fest vereinbarten Preisen (evtl. variable Komponenten für Rohstoffpreise z.B. Kupfer).
Da hat Leoni keinerlei Handhabe für einseitige Erhöhungen.
Es ist etwas anderes für Neugeschäft. Aber dann bekommt Leoni die Aufträge halt erst gar nicht ;-)  

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