Deutsche Börse will Handelszeiten verkürzen

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neuester Beitrag: 25.04.21 13:11
eröffnet am: 07.12.01 07:48 von: das Zentrum. Anzahl Beiträge: 12
neuester Beitrag: 25.04.21 13:11 von: Karinogtka Leser gesamt: 2683
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07.12.01 07:48
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3357 Postings, 8513 Tage das Zentrum der M.Deutsche Börse will Handelszeiten verkürzen

6. Dez. 2001 Die Deutsche Börse ist offenbar zu Änderungen an dem vielkritisierten späten Handelsschluss um 20 Uhr bereit.

Gegenüber den Banken habe die Börse ihren bisherigen Widerstand aufgegeben und Gesprächsbereitschaft signalisiert, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Freitagsausgabe unter Berufung auf Finanzkreise. Änderungen werden schon im nächsten Quartal erwartet. Diskutiert würde eine Verkürzung des Handelsschlusses zurück auf 17.30 Uhr, eine stärkere Flexibilisierung der Handelszeiten abhängig von der Liquidität in den einzelnen Segmenten oder ein spezieller Handel nur für Privatanleger nach 17.30 Uhr.

Für die Banken hat die im vergangenen Jahr eingeführte Verlängerung der Handelszeiten auf 20 Uhr höhere Personalkosten verursacht, während die Umsätze nicht im erhofften Maß gestiegen sind.
Text: F.A.Z.


Die Börse gibt Widerstand gegen kürzere Handelszeit auf

Flexibilisierung und spezieller Privatanleger-Handel in der Diskussion / Hohe Kosten werden kritisiert


dys. FRANKFURT, 6. Dezember. Die Deutsche Börse ist offenbar zu Änderungen an dem vielkritisierten späten Handelsschluß um 20 Uhr bereit. Gegenüber Marktteilnehmern, die ihre Vorbehalte in den vergangenen Wochen verstärkt geäußert haben, hat die Börse ihren bisherigen Widerstand aufgegeben und Gesprächsbereitschaft signalisiert, heißt es in Bankenkreisen. Für die Banken hat die im vergangenen Jahr von 17.30 Uhr auf 20 Uhr verlängerte Handelszeit höhere Personalkosten verursacht, während die Umsätze nicht im erhofften Maß gestiegen sind.

Entscheidungen sollen dem Vernehmen nach noch nicht gefallen sein. Mehrere Modelle sind im Gespräch. Sie sollen für den Frankfurter Parketthandel und den elektronischen Handel auf Xetra gelten. Offen ist, ob die Regionalbörsen eine Verkürzung mitmachen würden. Die Modelle reichen von einer allgemeinen Verkürzung des Handelsschlusses zurück auf 17.30 Uhr bis zu einer stärkeren Flexibilisierung der Handelszeiten abhängig von der Liquidität in den einzelnen Segmenten. So könnten Standardtitel länger gehandelt werden als Smax- oder M-Dax-Werte. Diskutiert wird auch, ob für amerikanische Aktien der bisherige Handelsschluß beibehalten wird, um den Anlegern möglichst lange Gelegenheit zu geben, auf Ereignisse in Übersee zu reagieren. Erwogen werde auch ein Modell, das den allgemeinen Handel schon um etwa 17.30 Uhr beendet und danach einen speziellen Handel für Privatanleger durchführt. Er könnte beispielsweise für Aufträge unter 10 000 Euro gelten.

Vor allem Kleinanleger nutzen bisher den Abendhandel. Durch die Verlängerung der Handelszeiten 1999 wollte die Börse diese Kunden gewinnen, die zuvor abends außerbörslich gehandelt hatten. Einer der Hauptgründe war auch, internationalen Anlegern aus Übersee wegen der Zeitverschiebung länger die Möglichkeit zum Handeln in Deutschland zu geben.

Die hohen Erwartungen haben sich allerdings nicht erfüllt. An normalen Tagen machen die Handelsumsätze nach 17.30 Uhr meist weniger als 10 Prozent aus. Durch die Börsenflaute seit vergangenem Jahr hat sich die Situation weiter verschärft. Die gesunkenen Umsätze machten den Abendhandel noch unwirtschaftlicher. In Europa ist Deutschland das Land mit einer der längsten Handelszeiten. Auch Italien hat einen Abendhandel eingeführt. Bei den direkten Konkurrenten der Deutschen Börse, der französisch-belgisch-niederländischen Euronext und der Londoner Börse, wird hingegen deutlich früher geschlossen. Die Stockholmer Börse hat die geplante Verlängerung auf 22 Uhr nach Widerstand der Marktteilnehmer verschoben.

Ein Sprecher der Deutschen Börse sagte auf Anfrage, es gebe keine konkreten Pläne. In Finanzkreisen heißt es dagegen, Änderungen könnten schon im ersten Quartal des nächsten Jahres verwirklicht werden.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.12.2001, Nr. 285 / Seite 25
 

07.12.01 07:54

13475 Postings, 8996 Tage SchwarzerLordWir hängen an den USA.

Daher plädiere ich für einen späteren Handelsbeginn, denn bei uns ist doch zwischen 10 und 14 Uhr kaum was los. Es wäre ein gravierender Fehler, vor 20 Uhr aufzuhören. Besser 12-22 Uhr als Handelszeit.  

07.12.01 08:01

3357 Postings, 8513 Tage das Zentrum der M.dieser Gedanke ist sehr reizvoll Schwarzer Lord

zumindest wären dann die Handelszeiten ziemlich eng bei einander. Das würde bestimmt den Umsatz heben. Nur was machen wir dann den ganzen Vormittag?  

07.12.01 08:04

3498 Postings, 8125 Tage Brummer@SchwarzerLord schließe mich deiner Meinung an o.T.

07.12.01 08:25

10725 Postings, 8770 Tage GruenspanLieber

17:30 Feierabend!

Habe keine Lust mehr täglich mit dem Abendbrot-Teller vor dem Rechner zu sitzen.
Familienleben leidet außerdem mächtig.
Außerdem geben kürzere Handelszeiten wesentlich mehr Phantasie in die Märkte.
Davon lebt selbige, und höhere- bzw.kompaktere Vol. finde ich auch besser.
Da können die Amis machen was sie wollen, wir schauen sowieso am Folgetag mehr auf die Futures, und mischen so Vorgaben mit Aussichten.
Also, 17:30 Feierabend und Aufmerksamkeit lieber der Familie schenken.  

07.12.01 08:29

3263 Postings, 9009 Tage DixieHandel von 15:30 bis 22:00!

Damit wir endlich genau nachmachen können, was die Amerikaner uns vorgeben. ;-)  

07.12.01 08:38

3498 Postings, 8125 Tage Brummer@ Gruenspan das hat was o.T.

07.12.01 08:53

10587 Postings, 8570 Tage 1Mio.€Die diskussion haten wir doch gestern schon.

Bin auch für ein ende um 17.30 und schliesse mich deshalb den argumenten von Gruenspan an.

Gruss Mio.  

22.06.03 13:29
1

13475 Postings, 8996 Tage SchwarzerLordThema ist wieder auf der Tagesordnung

Börse will Handelszeiten wieder verkürzen

Die Deutsche Börse will die Handelszeiten an der Frankfurter Börse wieder verkürzen und reagiert damit auf Klagen von Banken und Börsenhändlern über den wenig profitablen Abendhandel.

HB/dpa/rtr FRANKFURT. „Die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) prüft derzeit ernsthaft die Verkürzung der Handelszeiten“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Börse am Samstag und bestätigte damit einen Bericht der Börsenzeitung (Samstagausgabe). Im Rahmen des grenzüberschreitenden Handels drängten vor allem ausländische Handelsteilnehmer auf eine Vereinheitlichung der Handelszeiten in Europa, fügte sie hinzu.
Die Prüfung sei gerade erst angelaufen, einen Termin für Ergebnisse gebe es nicht, sagte die Sprecherin. Laut „Börsen-Zeitung“ rechnen Marktkreise bis Ende dieses Jahres mit Resultaten. Die Börse plädiere stark für eine bundesweit einheitliche Lösung.
Details über mögliche Szenarien wollte sie nicht nennen. In Frankfurter Finanzmarktkreisen hieß es jedoch, eine Rückkehr zum Börsenschluss um 17.30 Uhr sei denkbar und dies möglicherweise schon im Dezember 2003.

Vor drei Jahren - Mitten im Aktienboom - war der Börsenhandel von 17.30 Uhr auf 20.00 Uhr verlängert worden, wodurch Frankfurt die längsten Öffnungszeiten in Europa bekam. Damit sollte Handelsvolumen von ausländischen Banken angezogen und Privatanleger die Möglichkeit zum Aktiengeschäften nach Feierabend gegeben werden.
Aktienhändler beklagen jedoch seit langem die geringen Börsenumsätze nach 17.30 Uhr. „Es hat sich gezeigt, dass nach 17.30 Uhr die Umsätze immer dünner wurden und die privaten Anleger völlig unter sich bleiben. Die institutionellen Anleger verabschieden sich nach der Auktion um 17.30 Uhr sowieso“, sagte ein Händler. Selbst bei großen deutschen Geschäftsbanken ist nach dieser Preisfeststellung oft nur noch ein Aktienhändler anwesend.
Vor gut einem Jahr hatte die Börse schon einmal einen Anlauf zur Verkürzung der Handelszeiten unternommen, war damals aber auf den Widerstand der Online-Banken gestoßen, deren Privatkunden am stärksten vom Abendhandel profitieren.

Kostendruck als Innovationstreiber

Eine Rückkehr zu den alten Handelszeiten würde den derzeit in einer Krise befindlichen deutschen Banken entgegenkommen, die nach dem Ende des Aktienbooms unter zunehmendem Kostendruck stehen. „Während die Börse auf dem elektronischen Handelssystem Xetra kaum zusätzliche Kosten hat, fallen bei uns natürlich hohe Personal- und Abwicklungskosten an. Das rechnet sich auf Dauer nicht mehr“, sagte ein Aktienhändler.

Profilierung der Regionalbörsen unerwünscht

„Wir plädieren für eine einheitliche Lösung aller Börsenplätze in Deutschland“, sagte die Börsensprecherin. Offenbar will die Börse verhindern, dass die Regionalbörsen oder gar die vor knapp drei Monaten gegründete Nasdaq Deutschland in eine mögliche Marktlücke stoßen und sich damit profilieren können. Allerdings würde ein Rückzug der deutschen Börsen aus dem Abendhandel der angeschlagenen Branche der Börsenmakler wieder ein Betätigungsfeld bieten. Für sie könnte der außerbörsliche Abendhandel mit den verbliebenen Privatanlegern eine - wenn auch derzeit kleine - Marktnische sein.

HANDELSBLATT, Sonntag, 22. Juni 2003, 12:33 Uhr

Quelle: http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/.../0/depot/0/index.html  

22.06.03 13:56

6685 Postings, 7643 Tage geldschneiderVerkürzung der Handelszeiten-Kathastrophe!!!

Das wäre ja schrecklich, und für Lang und Schwarz ein Gewinn.
Schreckliche Zeiten brechen an.

Was können wir da tun.??? Wir sollten uns zusammenschließen und ein Veto einlegen!!  

22.06.03 14:48

51345 Postings, 8646 Tage eckiProfilierung der Regionalbörsen unerwünscht

Schön blöd wären die, sich an die Vorgaben von Frankfurt zu halten.

Nasdaq Europe oder Stuttgart oder Berlin machen das dann schon, weil dass ja der einzige Sinn von Wettbewerb ist, dass eben einer in die Lücke springt. Was anderes ist, ob man als trader wirklich jede Minute Handelszeit vor der Rechner sitzen muss.

Wie sagt Peter Lustig?

Abschalten nicht vergessen.

Grüße
ecki  

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