Nach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik

Seite 1 von 174
neuester Beitrag: 06.06.20 18:49
eröffnet am: 18.05.09 14:06 von: Libuda Anzahl Beiträge: 4336
neuester Beitrag: 06.06.20 18:49 von: Libuda Leser gesamt: 247908
davon Heute: 36
bewertet mit 40 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
172 | 173 | 174 | 174  Weiter  

18.05.09 14:06
40

52616 Postings, 5699 Tage LibudaNach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik

Guter Artikel:

"Der flotte Spruch beschreibt recht treffend das Geschehen an den Finanzmärkten in den letzten Wochen. Der Markt will einfach nicht ?richtig? korrigieren. Bis auf ein, zwei schwache Tage und schon geht es munter weiter. Hinter den Kulissen der Indizes findet sehr wohl eine Konsolidierung statt. In einer wahnsinnig schnellen Branchenrotation gibt es auf der einen Seite Ausbrüche, während andere Branchen solide korrigieren. In der Summe der Indizes geht diese differenzierte Entwicklung leider unter.



Der Markt tut wieder einmal nicht das, was die meisten von ihm erwarten. Und was erwarten ?die meisten?? Neben den bekannten Indikatoren bieten Schlagzeilen einen Hinweis. Dazu zitierte ich in der letzten Ausgabe der Investment Ideen willkürlich einige Schlagzeilen (Auszug):

Die ?Vermögensprofis trauen der Aktien-Rallye nicht? titelt Welt Online in ihrer Ausgabe vom 8. Mai 2009. ??erfahrene Vermögensverwalter sind skeptisch: Die Rallye könnte schon bald ein jähes Ende haben? fährt der Verfasser fort.

Auch das Handelsblatt fragt sich in der Onlineausgabe vom 9. Mai: ?Dax-Ausblick: Rally ? wie lange noch?? Darin heißt es weiter ??Marktbeobachter bleiben vorsichtig und warnen vor Rückschlägen. Denn eine solche Entwicklung gab es schon einmal.?

Bei Spiegel Online warnen Experten gleich vor dem nächsten Crash: ?Jetzt drängen Großinvestoren mit Macht zurück in den Markt, aus Angst, den Boom zu verpassen. Experten halten die Hausse allerdings für einen Zwischenspurt - und warnen vor dem nächsten Crash.? (Quelle: Spiegel Online vom 9. Mai 2009).

Wohin man auch schaut, der Pessimismus hat Hochkonjunktur. Stimmungsindikatoren bestätigen das negative Sentiment. Positive Nachrichten und Anzeichen einer Stabilisierung der Weltwirtschaft finden kaum Gehör. Bei so viel Pessimismus ist es kein Wunder, das die Börsen bisher nicht "richtig" korrigieren wollen. Man muss kein Hellseher sein, dass die gleichen Schwarzseher ihre ?Prophezeiungen? unter dem Druck des Marktes um 180 Grad drehen oder anpassen werden, wenn die Börsen weiter steigen.

Bekanntlich haben jene Experten immer Recht, zumindest im Nachhinein. Schade nur, dass selbst einige der klügsten Wirtschaftwissenschaftler das Debakel der Finanzkrise nicht in vollem Umfang haben kommen sehen oder zumindest davor gewarnt haben. Meine Hochachtung gilt denjenigen Konjunkturforschern, die öffentlich zugeben, dass Sie davon überrascht wurden. Die Wirklichkeit ist zu komplex, um sich mit idealisierten Modellen 100prozentig einfangen zu lassen. Die Geschichte der Finanzmärkte ist voll von Beispielen, wo Elfenbeintürme einstürzten. Etwas mehr Bescheidenheit bei unseren Prognosefähigkeiten stünde uns allen gut. Die aktuelle Krise dürfte wie so viele vorher bald in Vergessenheit geraten und die Gläubigkeit an unfehlbare Modelle zur Risikosteuerung sowie die Beherrschbarkeit des Marktes wieder die Oberhand gewinnen ? bis zum nächsten Debakel.

Warum richtet man sein Handeln nicht an dem tatsächlichen Verhalten des Marktes aus, zumindest wenn man als Händler Geld verdienen möchte? Vielleicht weil der Mensch es nicht wahrhaben will, mit der Unsicherheit zu leben? Nur so lässt sich die Prognosesucht und Gottgläubigkeit an selbsternannte Gurus erklären. Neurologen begründen solche Verhaltensweisen mit Dopamin und anderen Wirkstoffen in unserem Körper. Eine weitere Erklärung könnten die in unserer 10.000jährigen Geschichte antrainierten menschlichen Verhaltensweisen sein, die zwar einem Neandertaler im Überlebenskampf halfen, aber in der Börsenwelt des 21. Jahrhundert zu kostspieligen Fehlentscheidungen führen. Keine Frage, Prognosen sind durchaus hilfreich, um bestimmte Chance- / Risikoverhältnisse einschätzen zu können, aber man sollte realistisch bleiben: Es bleibt eine Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten. Keiner kennt die Zukunft. "  
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
172 | 173 | 174 | 174  Weiter  
4310 Postings ausgeblendet.

25.12.19 17:13

52616 Postings, 5699 Tage LibudaBewertung der Märkte: Pat Halter, Chef des 500

Milliarden schweren Fonds PGI im Handelsblatt vom 13./14./15. Dezember

Wie steht es mit der Bewertung der Märkte. Sind sie heute nicht zu teuer?

Kaum. Die Kurse der Aktien im S&P 500 sind in diesem Jahr um über 20% gestiegen, obwohl es zu einem Abfluss von mehr als 200 Milliarden kam.

Wo liegen die Gründe dafür?

Die Technologieaktien haben die Indizes wie den S&P 500 getrieben. Das heißt: Das Geld konzentriert sich auf wenige Aktien. Aber in diesen Firmen steckt auch die Zukunft der Welt, das disruptive Element. Deswegen reagieren die Märkte für mich nicht über. Wir befinden uns mitten in der nächsten Revolution, vergleichbar vielleicht mit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert.  

24.02.20 18:27

52616 Postings, 5699 Tage Libudaeconomy-could-still-see-vshaped-recovery

24.02.20 22:17

52616 Postings, 5699 Tage LibudaFür mich sind das eher normale Schwankungen

09.03.20 14:11

52616 Postings, 5699 Tage Libudatrials-of-coronavirus-vaccine-will-start-in-april

09.03.20 21:35

52616 Postings, 5699 Tage LibudaIch vermute einmal, dass der schon heute kauft

und sich von uns die Preise nicht verderben lassen will.

?There will be some amazing things to purchase on the back end of this?

https://www.marketwatch.com/story/...-09?siteid=yhoof2&yptr=yahoo

 

12.03.20 19:55

52616 Postings, 5699 Tage LibudaDas meint die UBS - einer der größten Vermögens-

verwalter - wenn nicht sogar der größte, was ich aber nicht so genau weiß und es hängt auch von Abgrenzungen und Definitionen ab.

https://www.marketwatch.com/story/...ly-api&mod=mw_more_headlines
 

17.03.20 14:46

52616 Postings, 5699 Tage LibudaMorgan Stanley, Goldman Sachs: Global Recession

Morgan Stanley, Goldman Sachs Declare Global Recession Underway
Bloomberg?March 17, 2020

(Bloomberg) -- Goldman Sachs Group Inc. and Morgan Stanley economists joined the rush on Wall Street to declare the coronavirus has triggered a global recession, with the debate now focusing on how deep it will be and long it will last.A day after President Donald Trump conceded the U.S. slump alone is set to be ?a bad one,? economists threw away their forecasts that the world could avoid tumbling into recession for the first time since the financial crisis. Behind the rethink: The virus?s spread to Europe and the U.S. and new evidence that China -- the first to be hit by what is now a pandemic -- experienced a faster collapse in its economy than originally thought.

Morgan Stanley?s team led by Chetan Ahya said a worldwide recession is now its ?base case,? with growth expected to fall to 0.9% this year. At Goldman Sachs, Jan Hatzius and colleagues predict a weakening of growth to 1.25%.

Such slumps would not be as painful as the 0.8% contraction of 2009, as measured by the International Monetary Fund, but they would be worse than those of 2001 and the early 1990s. Both Morgan Stanley and Goldman Sachs said while they anticipate a rebound in the second half, the risks remain of even deeper downturns.

https://finance.yahoo.com/news/...oldman-sachs-declare-131347776.html
 

18.03.20 12:36

10342 Postings, 4343 Tage kalleariDark crossings

indizieren, dass wir in DAX und DOW gerade erst am Anfang des Abwärtstrend sind.  

18.03.20 12:44

52616 Postings, 5699 Tage LibudaSystem reset. Cool down! Musik auf den Balkonen!


Der Vater von zwei Söhnen prognostiziert beziehungsweise "re-gnostiziert" außerdem, dass die Corona-Krise viele positive Effekte haben wird. So schreibt er: "Wir werden uns wundern, dass die sozialen Verzichte, die wir leisten mussten, selten zu Vereinsamung führten. Im Gegenteil. Nach einer ersten Schockstarre führten viele von sich sogar erleichtert, dass das viele Rennen, Reden, Kommunizieren auf Multikanälen plötzlich zu einem Halt kam."

Horx glaubt auch nicht, dass die Ökonomie einen endgültigen Zusammenbruch erleiden wird. Matthias Horx vermutet vielmehr, dass die Weltwirtschaft bereits im Herbst 2020 wieder auf einem guten Weg sein wird.

"Aber die Globale Just-in-Time-Produktion, mit riesigen verzweigten Wertschöpfungsketten, bei denen Millionen Einzelteile über den Planeten gekarrt werden, hat sich überlebt. Sie wird gerade demontiert und neu konfiguriert", so der Zukunftsforscher.

Und so lautet sein abschließendes Fazit: "Vielleicht war der Virus nur ein Sendbote aus der Zukunft. Seine drastische Botschaft lautet: Die menschliche Zivilisation ist zu dicht, zu schnell, zu überhitzt geworden. Sie rast zu sehr in eine bestimmte Richtung, in der es keine Zukunft gibt. Aber sie kann sich neu erfinden. System reset. Cool down! Musik auf den Balkonen! So geht Zukunft."

Quelle: siehe letztes Posting  

18.03.20 20:05

52616 Postings, 5699 Tage Libudaprofi-anleger-denken-darueber-nach-wo-sie-zukaufen

18.03.20 21:19

52616 Postings, 5699 Tage Libudaprogress-in-drug-therapies-against-covid-19

19.03.20 23:02

52616 Postings, 5699 Tage LibudaDas sehe ich ähnlich

https://finance.yahoo.com/news/...co-ceo-john-chambers-164400479.html

Aber ich gehe davon aus, dass die Kurse das Ende Krise schon etwas früher vorwegnehmen. Wann weiß ich auch nicht - und außer mir wohl niemand Anderes auch.  

14.04.20 19:52

52616 Postings, 5699 Tage LibudaThe "V" - Yes, it can

(Bloomberg) -- Federal Reserve Bank of St. Louis President James Bullard said the U.S. economy should recover strongly in the second half of 2020 if the government and businesses respond forcefully to the coronavirus, with massive testing to prevent fresh outbreaks.

?There is no reason it can?t come back in a ?V? shape,? Bullard said in a virtual discussion Tuesday to the St. Louis Regional Chamber. ?I know it?s become popular to say that is not going to happen. I think it can happen.?

https://finance.yahoo.com/news/...wrong-170847508.html?.tsrc=fin-srch
 

03.05.20 12:42

52616 Postings, 5699 Tage LibudaSind wir nur nervöse Frösche? - Oder nicht nur?

Nervöse Frösche regieren den Aktienmarkt

Der Mensch trifft seine Entscheidungen also nicht mit Hilfe komplizierter Berechnungen, sondern verlässt sich allzu oft auf sein Bauchgefühl und auf Daumenregeln. Auf eben dieser durch menschliche Gewohnheiten beeinflussten Entscheidungsfindung fußt die »Theorie der nervösen Frösche«, wenn sie etwa erklärt, warum der Dollar unverhältnismäßig stark zur wirtschaftlichen Entwicklung schwankt. Menschen messen neuen Informationen besondere Aufmerksamkeit zu und bewerten sie daher über: Mit diesem Verhaltensmuster kann der Mensch in der Natur schnellstmöglich auf Gefahren reagieren. Auf den Finanzmärkten führt diese Angewohnheit allerdings zu überdimensionalen Ausschlägen, weil jede Kleinigkeit, wenn sie nur neu ist, stärker in die Bewertung eingeht, als die tatsächliche Profiterwartung dies rechtfertigt. Börsianer benehmen sich folglich wie nervöse Frösche und sorgen für ein übertriebenes Auf und Ab auf den Märkten, das nach rationalen Gesichtspunkten nicht angemessen ist.

http://www.perspektive-blau.de/wissen/0302c/0302c.htm
 

24.05.20 17:23

52616 Postings, 5699 Tage LibudaVieles ist eben eine Sache des Zeithorizonts

06.06.20 18:49
1

52616 Postings, 5699 Tage LibudaObwohl ich kein Bär bin, überrascht mich das auch

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
172 | 173 | 174 | 174  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben