Zahlen, Dimensionen, Reichtum

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neuester Beitrag: 17.06.24 14:06
eröffnet am: 14.06.24 10:46 von: Salat19 Anzahl Beiträge: 17
neuester Beitrag: 17.06.24 14:06 von: ParadiseBird Leser gesamt: 1638
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14.06.24 10:46
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4016 Postings, 1978 Tage Salat19Zahlen, Dimensionen, Reichtum

Wenn ich dir  1 Tausend Euro gebe und dem typen neben dir 1.000.000 Euro, ist der Unterschied die Welt.

Das gleiche prozentualle Verhältnis besteht aber zwischen jemandem, der 1 Million Euro besitzt im Vergleich zu jemandem der 1 Milliarde Euro besitzt.

Wenn ich dir SEIT JESUS Geburt vor 2.000 Jahren !! JEDEN MONAT 100.000 Euro geschenkt hätte, würden die fetteren Milliardäre von heute immer noch über dein "kleines" Vermögen nur schmunzeln  

14.06.24 10:48

4016 Postings, 1978 Tage Salat19"prozentual" oder "prozentuell" aber

"prozentualle" war Murks. Sorry  

14.06.24 11:02
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60078 Postings, 3515 Tage EtelsenPredator"Prozentuell" wäre auch Murks,

täte ich meinen tun...  

14.06.24 11:38
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1381 Postings, 745 Tage BabcockWas will uns der geschätzte User eigentlich sagen?

Bin ich Jesus? Wächst mir Gras aus der Tasche??  

14.06.24 11:47
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4016 Postings, 1978 Tage Salat19#4 Nein :-) Es ist nur so, dass allein die Tatsa

-che, dass  viele Menschen sich aus dem Blickwinkel der "Normalverdiener" nicht vorstellen können, was  in der "oberen Sphären" nochmals an Ausschweifungen und Verwerfungen in der Verteilung des Weltvermögens bestehen...     Ist zwar bisher nur eine philosophische Frage, aber andererseits wird der Dampf im Kochtopf irgendwann mal eine gewaltige Explosions auslösen im sozialen Frieden  

14.06.24 12:01
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60078 Postings, 3515 Tage EtelsenPredatorAber "wir" machen den Wahnsinn ja mit:

Zahlen hohen Eintritt bei Fußballspielen, damit die "Stars" Millionen verdienen (naja, Werbung, Fernsehgelder, Sponsoren etc. bringen auch viel dazu.
Spielen Lotto mit Jackpots in zweistelliger Millionenhöhe. Da gibt's dann "bestenfalls" den einen Glücklichen, der alles abräumt", statt vielleicht Hunderten 100.000 Euro zu gönnen, damit das "Häusle" abbezahlt werden kann.
In der Wirtschaft Jahresgehälter von z.B. 14 Mios. für VW-Winterkorn, weil ja soooo viel Verantwortung getragen wird (Kanzler unserer Republik erhalten ca. 300.000 Euronen: tragen Sie nicht deutlich mehr Verantwortung?).  

14.06.24 12:23
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1938 Postings, 5513 Tage ParadiseBirdder Vergleich hängt

Wenn Du dem Typ neben Dir 1.000.000 gibst, muss der (oder Du) erstmal Schenkungssteuer bezahlen. Abzüglich einem Freibetrag von 20.000 macht das dann 30% (in Steuerklasse 3 bis zu Beträgen von 6 Mio). Das sind 294.000, verbleiben also in D nur 706.000. Bei 1 Mrd. geht der Steuersatz nochmals hoch auf 50%, von wegen "es ist dieselbe Relation".

Und 2.000 Jahre lang jeden Monat 100.000 ? Da wäre erstmal eine geeignete Verzinsung zu definieren, das Geld liegt dann ja nicht nur irgendwie rum. Jedenfalls gibt das schnell sehr viel höhere Zahlen, als alle Milliardäre so zusammen auf die Waage kriegen !!

Und Ausschweifungen und Verwerfungen ? Wo sollen die herkommen ? Das Geld ist doch einfach angelegt, sorgt für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze usw. (hoffentlich doch !).  

14.06.24 12:32
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4016 Postings, 1978 Tage Salat19#7 Interessant, aber geht am Kernproblem vorbei

das ich hier speziell anspreche...

Ein Jeff Bezos z.B. hat sicherlich viel geleistet, aber er brauchte weniger als 40 Jahre dafür, um 50 mal so reich zu werden, der seit Christi geburt monatlich 100.000 € geschenkt bekommt...

Wir haben uns irgendwann mal dazu entschieden,  dass unsere Wirtschaft über GELD definiert wird  und damals war der Gegenwert Gold, das selten ist und mühsam geschürft werden muss...

Heute aber haben viele Dinge, die viel kosten und einen hohen Preis aufrufen, erheblich weniger Wert

und da hat dann #6 EtelsenPredat  recht, dass wir selbst schuld sind, wenn wir da alle mitmachen und das akzeptieren, bzw.   für einen PREIS nicht den entsprechenden WERT verlangen  

14.06.24 13:08
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60078 Postings, 3515 Tage EtelsenPredatorAlso Jeff Bezos..

als Unternehmensgründer würde ich nicht als Beispiel für den Wahnsinn nennen wollen.
Aber jedem Vorstand eines Unternehmens, der dermaßen zugesch.issen wird, dann doch schon.
Häufig bleiben diese "Legionäre" ein paar Jahre, bevor sie geschasst werden, weil was schiefgelaufen ist.

Andererseits gründet sich Bezos Reichtum natürlich auch darauf, dass die Mitarbeiter eher gering verdienen. Und dann sind wir wieder bei der S.auerei.

Dabei sind die Verhältnisse in Deutschland noch harmlos. Nur mal rüberblinzeln in das Land, wo man früher vom Tellerwäscher zum Millionär wurde...
Wahnsinn!  

14.06.24 17:46

1938 Postings, 5513 Tage ParadiseBirdmehr Geld = weniger (Grenz-) Nutzen

Der Grenznutzen des Geldes  nimmt nunmal ab. D.h. 1.000-mal mehr Geld bedeutet eben nicht, dass dies 1.000-mal mehr Nutzen sind. Und der Staat kassiert bei größeren Beträgen eben auch immer mehr ab.

Und der Reichtum von Bezos hat viel mit seinen innovativen Ideen zu tun, mit seiner Hartnäckigkeit und Risikobereitschaft. Er ist eben ein "Vollblut-" Unternehmer. Vielleicht spielt aber auch die Art, wie er mit Aktien usw. umgeht, eine dicke Rolle. Ein gewisses Finanzwissen und -geschick, was er hat, schadet eben nicht.

Und es ist kein Grund neidisch zu sein: Bezos zahlt eben auch die 1.000-mal mehr Steuern an den Staat. Ich wäre froh, wenn wir mal solche Leute wie ihn in D hätten. Was ich sehe - im ÖR und der politischen Diskussion - sind aber eben oft reine Neiddebatten.  

15.06.24 10:41
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4016 Postings, 1978 Tage Salat19#10 Das hat doch mit Neid nichts zu tun

wieso wird jede Diskussion zum Thema immer mit den Prädikat "Neid-Debatte" gekillt, währen sich andere dabei totlachen dürfen, dass ie Schafe auf den Schäfer schwören...  Wenn BEZOS dir als Beispiel zu kompliziert wird, dann nimm die "BitCoin-Milliardäre" die alle inzwischen sogar als Steuerzahler aus unserem Sichtgeld gehen, wenn sie z.B. nach DUBAI auswandern.     Frage bleibt, wieso unser Verständnis von leistung, Vergütung und  Vermögen da nicht merken will, dass wir uns qausi selbst vera*chen..     Setz dann einfach den Typen mit BitCoin, oder die Kardaschians in Vergleich zu dem, was ich in # 1 geschrieben habe:

Wenn ich dir SEIT JESUS Geburt vor 2.000 Jahren !! JEDEN MONAT 100.000 Euro geschenkt hätte, wärest du jetzt (allerdiungs ohne Zinsen) gerade mal bei 2,44 Milliarden  und die fetteren Milliardäre von heute immer noch über dein "kleines" Vermögen nur schmunzeln  

16.06.24 12:14

1938 Postings, 5513 Tage ParadiseBirdNeid-Diskussion

Also, mal langsam. Zunächst deine Hypothese, so wie ich sie verstehe:

Der extreme Reichtum einiger weniger (wie Bezos, BitCoin-Milliardäre, Dubai-Bewohner etc.) ist ungerecht und sprengt unser Verständnis von Leistung, Vergütung, und Vermögen (#11).   "Normalverdiener" können sich nicht vorstellen, welche Verwerfungen in der "oberen Sphären"  in der Verteilung des Weltvermögens bestehen. Damit ist der soziale Friede bedroht bzw. nicht mehr vorhanden und es wird Zeit für eine Revolution (#5).



Richtig ist sicherlich, dass viele Menschen sich große Zahlen  nicht richtig vorstellen können. Der Unterschied zwischen einer Million und einer Milliarde ist vielen nicht klar, bzw. die denken sogar, das ist ja dasselbe.
Genau dasselbe gilt für den Unterschied zwischen linearem und exponentiellem Wachstum. Einige sagen, es liegt nicht in der Natur des Menschen, diesen Unterschied zu verstehen (jeden Monat 100.000 dazu entspricht linearem Denken). Dabei gibt es die e-Funktion und ihre Umkehrfunktion log (bzw. ln) bereits in der Unterstufe.

Dennoch: wenn jemand ein neues Produkt erschafft, und viele Menschen das kaufen, weil sie davon einen realen Nutzen erfahren, dann verdient der Produkterschaffer nunmal recht viel Geld. Und er hat eben auch den entsprechenden Nutzen für viele Menschen als Gegenwert geschaffen. Ebenso zahlt er aufgrund seiner Gewinne extrem hohe Steuern und leistet dadurch nochmal recht viel für den Staat. Was ist daran jetzt verkehrt ?

Bezos selbst arbeitet auch sehr viel härter (etwa 12/7) als ein "Normalverdiener", und er geht sehr hohe Risiken ein, was ein "Normalverdiener" mit seiner 8/4,5 - Mentalität nie macht. Wenn der "Normalverdiener" härter arbeiten würde, und bereit wäre Risiken einzugehen, würde er auch mehr schaffen.

Und Dubai und BitCoin: nach Dubai kannste auch ziehen, am Besten vorher etwas Arabisch lernen. Und BitCoin kann sich letztlich jeder besorgen, ggf. vorher mal die Grundlagen dazu recherchieren und fertig. Auch hier, kein Problem da.

Das einzige was hier bleibt, ist einfach Neid. Das ist völlig normal, weil es eine normale menschliche Emotion ist. Menschen sind gewohnt sich mit anderen zu vergleichen, und ärgern sich, wenn andere mehr haben, etwas besser können, oder beliebter sind.
Leider ist ein aus Neid resultierendes Verhalten aber für unsere Gesellschaft stark toxisch, da Neider dann versuchen, den Erfolg anderer durch Sabotage oder Aggressivität kaputt zu machen.

 

16.06.24 13:54
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4016 Postings, 1978 Tage Salat19#12 Nachdem dein Ansatz interessant beginnt, lan-

-dest du leider am Ende wieder auf "NEID", was an meinem Ansatz wirklich total vorbei geht.

Amazon ist tatsächlich eine Unternehmen, das weltweit Kunden bedient, aber mit etwas Weitsicht erkennt man den zukünftigen Monopolisten, mit einer Macht, die über die von Regierungen hinausgeht.....    Nicht umsonst gab es mal das Kartellrecht...   Und ansonsten geht es darum, dass wir Milliarden von Menschne haben, die ebenfalls Leistungen erbringen, die die Gesellschaft benötigt, ohne dass es Intermatioal und insgesamt von der Bezahlung und Preisen her im Verhältnis stehen würde....     Selbst der Islam hatte daher das "Islamic Banking" erfunden, dass eigentlich ZINSEN (Also dass jemand für geld einfach nur weiteres Geld) bekommt, verboten. Dabei wurde aber nicht Reichtum verboten, sondern nur gesagt, dass GELD und Vermögen immer im Umlauf sein müssen und dem wohle der Allgemeinheit z. B. durch Schaffen von arbeitsplätzen und midesten 30% Steuerabgaben etwas bringen müssen  

16.06.24 17:23

1938 Postings, 5513 Tage ParadiseBird#13, sehe die Relevanz nicht

Amazon:
Ist ein fantastisches Unternehmen, über welches ich z.B. (meist fremdsprachliche) Bücher günstig bestelle, an die ich sonst nie heran kommen würde. Und AWS hat massig Webspace, ist doch toll.
Und ein Monopol ist hier weit und breit nicht ersichtlich.

Kartellrecht:
Das gibt es sogar heute noch. Insbesondere hat die EU ein scharfes Wettbewerbsrecht.

Islam:
Nein, der Islam hat Zinsen nicht verboten, sondern die Scharia hat das im wesentlichen. Jedoch gilt die Scharia eben gerade nicht in vielen Islam-Ländern, so dass dort Zinsen erlaubt sind. Und wer möchte schon die Scharia mit ihren Körperstrafen haben oder findet die gut ?

Geld und Vermögen müssen immer im Umlauf sein mit mindestens 30% Steuern:
Nein, das sagt der Islam nicht. Hört sich am ehesten nach OXFAM an.

Relevanz:
Sehe ich nicht. Was hat das alles jetzt mit dem Thema "ungerechte Verteilung" zu tun ?  

16.06.24 18:53

4016 Postings, 1978 Tage Salat19#14 Wieso behauptest du einfach, dass meine

Angaben zum "Islamic Banking" nicht stimmen. mach dich lieber erst mal schlau dazu.   Ich habe die islamischen Länder gut bereist und hatte auch im Bankenwesen damit zu tun... Auch  wenn viele Araber das "Islamic Banking" gerne aushöhlen wollen, sind genau das die Vorgaben.  Die 30% Abgaben sind eigentlich sogar zweimal vorgegeben. Einmal als "Khoms" und einmal als "Sakat", was aber nicht immer in Geldform geschehen muss, sondern auch durch Abgabe von Naturalien, Spenden  etc..  

16.06.24 19:54

4016 Postings, 1978 Tage Salat19Auch unsere Gesetze haben Ansätze dazu, z.B.

durch "Eigentum verpflichtet"  

17.06.24 14:06

1938 Postings, 5513 Tage ParadiseBird@ Salat19, zur Klarstellung

Deine Angaben zum "Islamic Banking" stimmen, da sage ich nichts gegen. (Wenn Du es so verstanden hast, habe ich es nicht gut formuliert; Asche auf mein Haupt!)

"Islamic Banking" setzt laut gängigem Verständnis die Scharia voraus, und dort ist das Zinsverbot drinnen. Ich sage lediglich, dass es Länder mit dem Islam gibt, die als Rechtssystem nicht die Scharia haben. Und in diesen Ländern sind demnach Zinsgeschäfte nicht verboten. Der Islam selbst basiert ja auf dem Heiligen Qu'ran im Kern, nicht auf der Scharia.

Zum Zakat sagt Wikipeadia folgendes: "Today, in most Muslim-majority countries, zakat contributions are voluntary, while in Libya, Malaysia, Pakistan, Saudi Arabia, Sudan and Yemen, zakat is mandated and collected by the state (as of 2015). (https://en.wikipedia.org/wiki/Zakat)"
Der Zakat beträgt 2,5% jährlich des Reinvermögens minus dem nisab (5 Kamele, 40 Schafe, 30 Bisons). Jedenfalls ist der Zakat in den meisten Ländern freiwillig, und keine Pflicht. Er soll für Almosenspenden sein, d.h. für die "Armen", der Geber muss das Allah erklären, und es muss für seine eigene Gemeinde verwendet werden.

Zu den Khums (20% des "Jahreseinkommens") habe ich folgendes gefunden: "In Sunni Islam, the scope of khums tax has been the spoils of war (romanized: al-ghanim). In Shia Islam, the scope of khums tax includes spoils of war, objects obtained from the sea (al-ghaws), treasure (al-kanz), mineral resources (al-ma'adin), business profits (arbaah al-makaasib), lawful (al-halaal) gain which has become mixed with unlawful (al-haraam), and the sale of land to a dhimmi."
Das ist demnach eine religiöse Abgabe auf sehr spezielle Gewinne, wobei Geschäftsprofite allerdings eingeschlossen sind. Zustehen tut das den Imans, allerdings gibt es Meinungsverschiedenheiten: "There are differences of opinion about the scope of khums in Sunni and Shia sects of Islam, as well as who owns it and how the collected khums should be spent. (https://en.wikipedia.org/wiki/Khums)"
Hier handelt es sich um eine religiöse Verpflichtung, nicht unbedingt um staatliches Recht und eine rechtlich bindende Verpflichtung.

Fazit: OK, auch das Christentum kennt das Prinzip der Nächstenliebe. Da ist nichts gegen zu  sagen. Über die Gerechtigkeit einer Verteilung von Reichtum und Einkommen sagt das dennoch nichts, es sagt nur etwas über eine religiös (hier: Islam) gewünschte Verwendung von Reichtum und Einkommen.




 

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