Hier ist zu dem Thema in dem folgenden Artikel einiges erläutert. Wichtig ist wann man die Aktie erworben hat. 18.04.2011 - Portfolio: Auf diese Dividenden werden noch keine Steuern fällig http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/Auf-Dividenden-werden-Steuern-ftd-2609992389.html In wenigen Wochen erreicht die Dividendensaison ihren Höhepunkt. Allein 19 der 30 DAX -Konzerne werden im Mai ihre Hauptversammlungen abhalten. Auf den Aktionärstreffen stimmen die Anleger über den Vorschlag des Managements zur Ausschüttung ab. Und viele Konzernchefs haben bereits signalisiert, dass sie die Aktionäre nach den guten Ergebnissen im Vorjahr wieder reichlicher beschenken werden. Laut Schätzungen der Analysten schütten die 30 DAX-Mitglieder für das abgelaufene Geschäftsjahr rund 25,4 Mrd. Euro aus - rund ein Viertel mehr als 2010.Gemessen am Aktienkurs fällt die Prämie für die Aktionäre des Stromversorgers RWE am höchsten aus. Der Konzern, der bereits für den nächsten Mittwoch zur Hauptversammlung geladen hat, wird 3,50 Euro je Anteilschein auskehren. Das entspricht einer Dividendenrendite von 7,5 Prozent und ist Spitzenwert im DAX. Das gilt aber nur mit Blick auf die Vorsteuerrendite. Nach Abzug der Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent liegt die Verzinsung nur noch bei rund 5,6 Prozent. Und der Wert ist niedriger als bei der Deutschen Telekom, deren Aktie eine Ausschüttungsrendite von rund 6,3 Prozent aufweist. Denn bei ihr sind Vorsteuer- und Nachsteuerrendite identisch. Der Bonner Telekommunikationskonzern gehört zu einer kleinen Gruppe von Unternehmen, bei denen die Anleger die Ausschüttung nicht versteuern müssen. Weitere bekannte Firmen, bei denen das noch der Fall ist, sind die Deutsche Post , der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen und die Deutsche Euroshop, ein Betreiber von Einkaufszentren. Ferner bieten noch eine Reihe von Firmen aus der zweiten Reihe steuerfreie Ausschüttungen an. Darunter befinden sich beispielsweise das Softwareunternehmen Mensch und Maschine, der Weinhändler Hawesko oder der Ingenieurdienstleister Rücker. Dass die Dividende bei diesen Firmen steuerfrei ist, hat bilanzielle Gründe. Sie bedienen die Auszahlung nämlich nicht aus dem operativen Geschäft, sondern aus Kapitalrücklagen, genauer dem steuerlichen Einlagenkonto. Dabei handelt es sich um Einlagen der Anteilseigner, die nicht dem Nennkapital der Gesellschaft zugeflossen sind. Manchmal stammt das Geld noch aus dem unverbrauchten Erlös des Börsengangs. Die abgabenfreie Dividende erhöht natürlich die Attraktivität der Wertpapiere. "Wenn es eine steuerfreie Alternative gibt, muss man sich fragen, was eine andere Anlageform abwerfen müsste, um nach Steuern die gleiche Rendite zu bringen", betont Klaus Stabel, Chefanalyst bei ICF Kursmakler. Um etwa mit der Aktie der Deutschen Telekom mithalten zu können, müsste eine alternative Anlage schon eine Verzinsung vor Steuern von rund 8,4 Prozent bieten - ohne Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags und eventuell noch der Kirchensteuer. Diesen Ertrag erzielen Anleger in etwa mit einer zehnjährigen portugiesischen Staatsanleihe, bei der die volle Rückzahlung des Kapitals aber keineswegs sicher ist. Dennoch sollten Anleger nicht allein auf den Steuervorteil schauen. "Es sollten die gleichen Faktoren gelten wie bei jedem anderen Aktieninvestment", sagt Daniel Bauer, Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Dazu gehörten ein funktionierendes Geschäftsmodell, solides Wachstum und eine hohe Ertragskraft des Unternehmens. Ohnehin sind die Dividenden nur für jene Aktionäre steuerfrei, die ihre Aktien bereits vor Einführung der Abgeltungsteuer 2009 erworben haben. Sie erhalten die Ausschüttung von ihrer Depotbank brutto wie netto gutgeschrieben. Das gilt zwar auch für die Neuanleger - aber mit einer Besonderheit: "Bei ihnen wird der Einstandskurs um die erhaltenen Dividenden gekürzt", sagt Bauer. Damit erhöht sich der steuerpflichtige Kursgewinn genau um den Betrag, den der Anleger während der Haltedauer als Ausschüttung erhalten hat. Wer etwa eine Aktie zu 100 Euro gekauft hat, über fünf Jahre zusammen 10 Euro Dividenden kassiert und das Wertpapier wieder für 100 Euro verkauft, kommt auf einen steuerpflichtigen Kursgewinn von 10 Euro. Der Fiskus erfasst die Dividende somit indirekt beim Verkauf, als Vorteil bleibt nur der Steuerstundungseffekt. Gleichwohl könnten auch Neuanleger die Dividende steuerfrei einstreichen, indem sie die Aktie kurz vor der Ausschüttung kaufen. Zumindest in der Theorie müsste der Kurs nach der Hauptversammlung um den Dividendenbetrag sinken. Die Anleger würden also nach Anrechnung der Ausschüttung auf den Einstandspreis keinen steuerfreien Gewinn erzielen. In der Praxis spiegelt sich der Dividendenabschlag aber selten eins zu eins im Kurs wider, da auch andere Faktoren den Preis beeinflussen. Lange gibt es steuerfreie Dividenden ohnehin nicht mehr, sie sind ein Auslaufmodell. Die Deutsche Telekom will zumindest noch bis einschließlich der Dividende für 2012 so verfahren. Die Deutsche Post mag hingegen keine Prognose abgeben
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