Mit dem Papier der Deutschen Telekom ließ sich bisher in diesem Jahr kaum Geld verdienen. Das könnte sich nun ändern.
Es ist schon ein Trauerspiel: Während viele Aktien neue Jahreshochs markieren, dümpeln die Papiere der Deutschen Telekom eher in der Nähe des Jahrestiefs. Vielen Anlegern dürfte noch die überraschende Gewinnwarnung von Ende April in den Knochen stecken. Folge: Die Aktie rauschte sogar unter den schwachen Widerstand bei knapp neun Euro und wechselte am 8. Mai mit 7,83 Euro so günstig den Besitzer wie noch nie zuvor. Auch in den darauf folgenden Wochen gab es eher verunsichernde Nachrichten, wie die weiterhin ungewisse Zukunft für die Mobilfunktöchter in Großbritannien und den USA sowie die laufenden Gespräche mit Konkurrent Vodafone in Sachen VDSL.
Seit dem Sturz auf das Allzeittief bewegt sich das Papier in einem leicht aufsteigenden Trendkanal mit einer unteren Begrenzung bei derzeit 7,93 Euro und einer oberen Barriere bei 8,68 Euro. Verstärkt wird der Widerstand durch die 100-Tage-Linie, die derzeit exakt auf dem gleichen Niveau verläuft. Interessant ist ein Gap im Bereich von 8,64 bis 9,07 Euro.
Die Aktie testete am 13 Juli die untere Begrenzung und profitierte in den vergangenen Tagen von der guten Stimmung an den Aktienmärkten. Derzeit notiert der Wert rund 20 Cent unter der oberen Begrenzung des Trendkanals. Bei einem Schlusskurs oberhalb des Hochs vom 2. Juli bei 8,64 Euro könnte die Aktie zügig in die Notierungslücke bis in den Bereich von 8,93 / 9,07 Euro steigen. Hier verlaufen eine von Anfang Oktober 2008 beginnende horizontale Trendlinie sowie die obere Begrenzung des Gaps. Auffällig ist zudem das sehr niedrige gehandelte Volumen in diesem Kursbereich (s. Kreis im Price Volume Profile). Der DSS Bressert notiert derzeit noch im neutralen Bereich, so dass weitere Kursgewinne durchaus wahrscheinlich sind.
Hand---der allen gute Geschäfte wünscht
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