Meiner Meinung nach sind in den Kurs weitere unwegbarkeiten eingepreist, würde man morgen 3 Euro Dividende verkünden, stünde der Kurs bei gut 60 Euro in der Spitze. Durch den Gewinnrückgang (Steuernachzahlung + Märkte Polen/Schweiz) letztes Jahr sind jetzt viele "grosse" Nervös geworden. Eventuell preist man auch noch eine weitere Welle der Absagen bei Sportveranstaltungen ein, wobei ich denke selbst bei einem Lockdown - auch wenn ich diesen für unwahrscheinlich halte, will man die Menschen Zuhause mit Brot und Spiele Unterhalten und die Sportveranstaltungen - mit hypernervösen Testfrequenzen (vor/nach jeden Spiel usw.) - weiter fortsetzen.
Guck dir mal die Wett- und Gamingeinsätze im q2 an, diese sind auf gut 783 mio. gestiegen im q2 trotz weniger Wetten, also dürften einige auf den Glückspiel Geschmack gekommen sein - wenn davon nur ein Teil ihren neuen "Hobby" treubleiben bedeutet das eine Langfristige/Nachhaltige Verbeserung.
https://www.bet-at-home.ag/de/finance/overviewBet-at-home hat keinerlei Schulden, abgesehen von "offenen" Rechnung/Steuern und den Guthaben der Kunden in den "Accounts" somit besteht das Unternehmensrisiko in der Kundenreichweite und der Legalität der Geschäftsausübung. Also kann bah seinen Gesamten FCF einerseits in Wachstum/Marketing und andererseits in die Ausschüttung an die Aktionäre Investieren.
Fair-Value ist ja ein breites Thema, meine Interpretation ist, wenn ich ein Multi-Mrd. bin und nach einer Möglichkeit Suche mein Geld anzulegen, sehe ich mir an wieviel Cash kann ich aus einem Unternehmen Jährlich rausziehen, hierzu kann man bei bah das ebitda heranziehen da es - so gut wie keine Abschreibungen / keine Zinsen (die Ausgewiesenen sind aus Leasingverbindlichkeiten) und Steuern kann man als Mrd. ja durch Konstruktionen vermeiden wenn das Unternehmen nicht als AG in der Öffentlichkeit steht und alles veröffentlichen muss. Wenn man dann noch Verbesserungen in der Kostenstruktur rechnet - sprich Synergieeffekte ausspielt - Büroflächen/Personal/Management/Marketing, durch bereits vorhande Abteilungen. Komme ich ( als fiktiver Mrd. :-) ) auf einen Fair Value von inkl. Cash in der Firma: 350 mio. - 525 mio. = 50 bis 75 Euro pro Aktie - im Moment, nur das heisst noch lange nicht das dieser Preis auch bezahlt wird, denn einerseits wenn ich eine Akite als 50 Euro Wert betrachte werde ich kaum bei 50 Euro einsteigen :-) andererseits kann man auch ganz anderer Kennzahlen ansetzen - folglich kommt man auch auf einen anderen Fair-Value.
Was ich erfreulich finde, ich sehe mehr bah Werbung - etwa ab Mitte/Ende q3 - spricht für Cash in der Kasse :-)