Es war eine überspitzt formulierte Antwort auf das provokative (und Biontech nicht wirklich betreffende) Posting #30488.
Die Pandemie samt Covid-Impfungen brachten Biontech den großen Geldsegen, von dem immer noch 20 Mrd. $ in der Kasse liegen. Die Einnahmen aus den Covid-Impfstoffen fließen zwar weiter, wie du richtig anmerkst, aber eben nicht mehr so üppig wie zu Zeiten der Pandemie. Covid-Impfstoffe bringen zurzeit wohl "nur" noch 1,5 bis 2 Mrd.$ pro Jahr ein. Zusammen mit den Zinserträgen aus dem Cashpolster reichen diese Einnahmen allerdings aus, um die Forschung breit aufgestellt zu lassen, ohne (wie Moderna) Fremdkapital zu verbrennen. Selbst ohne weitere Zulassungen (sehr unwahrscheinlich) dürfte bei BioNtech das Kapital noch für mindestens zehn Jahre ausreichen.
Die Impf-Einnahmen könnten demnächst anziehen, wenn der mRNA-basierte Grippeimpfstoff und die Kombi-Impfung Covid/Grippe (beide zurzeit in Phase 3) zugelassen werden sollten.
So wie ich die Sache sehe, liegt die Zukunft von Biontech allerdings schwerpunktmäßig im Bereich der Krebsforschung, wobei mRNA-Technologien, Zelltherapien und proteinbasierte Therapien angewandt werden, teils in Verbindung mit herkömmlichen Chemo-Therapien und mit KI zur Diagnose (ggfs. maßgeschneiderte Krebs-Antikörper mittels mRNA).
Die Blockbuster der Zukunft erwarte ich jedenfalls eher im Bereich der Krebsforschung als im Bereich Impfstoffe, obwohl auch einige interessante neue mRNA-basierte Impfstoffkandidaten - u. a. gegen Tuberkulose, Malaria und Mpox (alle noch in Phase 1 bzw. Phase 1/2) - in der Pipeline sind.
Korrigiert mich gern, wenn ich das falsch sehe.
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