Krieg in der Ukraine

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neuester Beitrag: 07.02.23 11:28
eröffnet am: 11.03.22 21:45 von: LachenderHa. Anzahl Beiträge: 25387
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11.08.22 12:26
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8924 Postings, 1148 Tage qiwwiDieses Mal wehrt sich die Ukraine mit allem, was

sie hat und bekommt.  Sie schießt zurück, auch nach Weißrrussland (Gomel; da hat wieder mal einer 'geraucht...)  und nach Russland (Belgorod), und sie sorgt offenbar auch dafür, dass es in Russland an verschiedenen Stellen ab und zu mal brennt (Militäreinrichtungen, Lagerhäuser..)  

11.08.22 12:53
6

18382 Postings, 4493 Tage fliege77#12.03 Uhr, Lionell

Zitat: "Sch....fliege
und ihr schreibt täglich noch mehr Waffenlieferungen"

Darf ich deine Wohnung haben? Ist zwar nicht meine, aber ich will sie trotzdem. Wenn du sie mir nicht freiwillig gibst, musst du damit rechnen, das ich schwerbewaffnet Zimmer für Zimmer einnehme.

Früher habe ich da drin gewohnt. Aber da sie ein abrissreifer Altbau war und eindeutig zu Übergroß, habe ich die Wohnung vor 30 Jahren geteilt und die kleinere Hälfte dir überlassen. Natürlich brauchtest du seitdem keine Miete zahlen. Hab darauf verzichtet.

Jetzt bin ich der Meinung, das ich wieder meine alte Quadratmeterfläche zurückhaben will. Als verantwortungsvoller größenwahnsinniger nationaler Populist, bin ich der Meinung, das du, ein bekennender Demokratischer Untermieter, nicht in meine Großerweiterungspläne reinpasst.

Ich fühle mich zu der Vergrößerung gezwungen, weil deine immer größer werdende Selbsständigkeit gegen meine Interessen verstößt.  

11.08.22 13:00
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25164 Postings, 8141 Tage modLionell

meint es doch nur gut,
und er glaubt, dass alle seine Appelle  Erfolg haben. *g*
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Salus populi suprema lex esto

11.08.22 13:28
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2997 Postings, 2066 Tage Bitboyhat eigentlich russland

in den letzten 2 ... 3 wochen landgewinn in der ukraine rauben können ?  man hört gar nichts von vermeintlichen land gewinnen der russen.  haben die keine puste mehr oder kann putin seine spldner nicht mehr bezahlen ?  er wird doch bestimmt kein privates geld geben und das ganze zu lasten der einfachen bevölkerung in rechnung stellen.  mal schauen wie lange der kleine russische bürger sich dies gefallen lässt.

gezielte schläge z.b. auf die krim, scheinen wirkung zu erzielen. vielleicht, wenn es solche ukrainischen spezialoperationen geführt werden, werden sich die russen schneller ergeben.  schneller ergeben ist wie ein schnelles kriegsende dadurch zu erreichen.  

ich denke, die ukraine schafft es, das sie die besetzer aus ihre ukraine scheuchen.  auch die krim wird ukrainisches heimatland werden!  hoffentlich können wir schnell dann auf der krim einen schönen urlaub machen und somit einen anteil zum aufbau leisten.    

11.08.22 13:36
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3965 Postings, 3846 Tage phineasRussland kann seine Rüstungsexportaufträge

nicht vollständig erfüllen.

https://www.n-tv.de/politik/...strie-geschwaecht-article23519486.html

Weil sie die Waffen selbst benötigen, und weil die Wirtschaftsleistung auch durch die westlichen Sanktionen einfach viel zu schlapp ist. Dieser Krieg ist für Russland einfach nur ein riesiger Fehler.  

11.08.22 13:38
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2997 Postings, 2066 Tage Bitboybezüglich wirtschaftliche unterstützung

durch russland an die ukraine durch das budapester abkommen ist doch ein scherz gewesen ?  

also diese unterstützung seitens russland kenne ich nur zu gut.  das haben wir persönlich gespürt, wie der russe uns in der ddr unterstützt hat.  ich habe nur russische militär stutzpunkte gesehen. zudem haben die russen ganze fabriken demontiert und zur verladung nach russland geschickt.  

putin's  worte sind eine reine lüge !    

11.08.22 13:57
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25164 Postings, 8141 Tage modEin MdB, der die Front

besuchte, sagt:

"„Wir haben es hier nicht mit einem normalen militärischen Konflikt zu tun, sondern
mit einem Regime, das die Bevölkerung seines Nachbarlandes terrorisiert“, sagt Faber.

„Wir müssen dem Angegriffenen die Mittel zur Verfügung stellen, um sich gegen diesen Terror zu verteidigen. Das ist auch eine Investition in unsere eigene Sicherheit.“

https://www.bild.de/politik/ausland/...terrorismus-80939518.bild.html
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Salus populi suprema lex esto

11.08.22 15:27
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832 Postings, 874 Tage SmeagulEntscheidung in Cherson!

Trotz Unterlegenheit könnte eine ukrainische Gegenoffensive in Cherson Russland empfindliche Schäden zufügen. Eine Niederlage wäre für Putin eine Blamage.
In der Region Cherson bahnt sich eine Entscheidungsschlacht an. Nach den hart erkämpften Erfolgen im Donbass in der Ostukraine Anfang Juli sah sich das russische Kommando gezwungen, eine Kampfpause anzukündigen. Die Kremltruppen brauchten Zeit, um sich neu zu formieren. Moskau brachte einen riesigen Nachschub an Munition und Ausrüstung an die Front. Das Ziel: die nächste Offensive.
Doch es lief nicht nach Plan.
Denn es gab ein zentrales Hindernis: Der Beginn der Kriegspause fiel mit einer neuen Serie von Waffenlieferungen an die Ukraine durch ihre ausländischen Partner zusammen. Dazu gehörten moderne Artillerie- und Raketensysteme. Vor allem das US-Raketensystem Himars ist bei Putins Truppen mittlerweile gefürchtet, weil es zahlreiche russische Munitionsdepots und Kommandozentralen mit einer Präzision zerstörte, die alles Dagewesene in den Schatten stellte.
All dies schränkte die russischen Fähigkeiten für einige Zeit ein und eröffnete der Ukraine neue Möglichkeiten, insbesondere in der südlichen Region Cherson. Hier konzentrieren sich derzeit die Bemühungen, Russland in einer Gegenoffensive zurückzudrängen. Cherson wird in den nächsten Wochen das zentrale Schlachtfeld zwischen Kiew und Moskau.
Schicksalsschlacht um Cherson
Warum ist Cherson so wichtig? Neben der wirtschaftlichen Rolle als großer Produzent landwirtschaftlicher Güter schielt Moskau vor allem auf die strategische Bedeutung des Territoriums: Die Region grenzt im Süden an die Halbinsel Krim und ist die einzige Verbindung zu anderen Teilen der Ukraine.
Satellitenaufnahmen zeigen zerstörte Militärbasis auf der Krim
Luftwaffenstützpunkt Saki: Aufnahmen von Planet Labs zeigen mehrere zerstörte russische Flugzeuge in den Ort auf der annektierten Krim.
Rechtschreibfehler auf Wahlplakat wird für Grünen-Politikerin teuer
Grünen-Politikerin Julia Willie Hamburg (Archivfoto): Ein simpler Rechtschreibfehler wird teuer für sie.
Als Russland die Halbinsel 2014 besetzte und annektierte, war das größte Problem für Moskau der fehlende Landkorridor zwischen der Krim und Russland. Der Kreml investierte zwar Milliarden von Dollars für den Bau einer Brücke über die Straße von Kertsch. Aber ein direkter Landkorridor kann nur über die Region Cherson und den Donbass verlaufen.
Der Hauptgewinn für die Russen in Cherson ist jedoch das Wasser: Die Ukraine deckte bis zu 85 Prozent des Frischwasserbedarfs der Krim über den Nord-Krim-Kanal, der den Fluss Dnepr mit der Halbinsel verbindet. Die ukrainischen Behörden hatten die Wasserlieferungen aber bereits 2014 eingestellt. Sie begründeten den Stopp damit, dass nach internationalem Recht das Land, das ein Gebiet besetzt, zur Wasserversorgung verpflichtet ist, und nicht das Land, dem es geraubt wurde.
Tatsächlich war es eines der ersten operativen Ziele der russischen Invasion, den Dnepr zu erreichen und die Wasserversorgung der Krim wiederherzustellen. Cherson ist aber auch eine der wenigen ukrainischen Großstädte, die Russland bisher erobern konnte, und daher ein symbolisch wichtiges Beutestück für den Kreml.
Teile und erobere?
Die Region Cherson und einige andere Teile der Südostukraine gingen in den ersten Tagen des russischen Angriffs schmerzhaft schnell verloren. Der Vormarsch der russischen Armee auf die nahe gelegenen Großstädte Mykolajiw und Dnipro konnte jedoch aufgehalten werden. Seit Mitte März – als Russland sich auf den Donbass konzentrierte – gelingt es der Ukraine zunehmend, die Frontlinie in Cherson zu stabilisieren und Gegenangriffe auszuführen.
Doch auch die Russen waren nicht untätig: Sie nutzten die Zeit, um ihre Stellungen zu befestigen und die Region in Angst und Schrecken zu versetzen. Das russische Besatzungsregime versucht mit allen Mitteln, die Entstehung möglicher Widerstandsnester im Keim zu ersticken. Bislang konnte es sich weitgehend sicher fühlen, da russische Stellungen nur gelegentlich von ukrainischen Guerillakämpfern angegriffen wurden.
Mit der Ankunft westlicher Langstreckenartillerie in der Ukraine änderte sich die Lage schlagartig: Die ukrainischen Verteidiger unternahmen zahlreiche Angriffe auf Munitionsdepots, Kommandostellen und Nachschubwege. Einen empfindlichen Schlag versetzten sie den Russen auch durch die Attacke auf die Antoniwskyj-Brücke, die die Stadt Cherson mit der Region verbindet.
Auch Eisenbahnbrücken wurden beschädigt, wodurch das russische Militär gezwungen war, auf Pontonbrücken und Fähren auszuweichen, um überhaupt noch Ausrüstung und Truppen in die Stadt zu bekommen. Der Abgeordnete des Regionalrats von Cherson, Serhij Chlan, sagte zu t-online, dass das realistischste Ziel für die ukrainische Armee im Moment die Befreiung des rechten Dnepr-Ufers sei, wo die Stadt Cherson liegt. Die Zerstörung der Logistikwege und Brücken sei die "Vorarbeit" gewesen für eine militärische Offensive in den kommenden Wochen. In einem zweiten Schritt könnte dann der Rest der Region befreit werden.
Wie stark ist der russische Einfluss in der Region?
Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes planen die russischen Besatzer für den 11. September sogenannte "Volksabstimmungen" in den Regionen Cherson und Saporischschja. Cherson ist als Verwaltungszentrum der Region die politisch bedeutendste ukrainische Siedlung, die Russland kontrolliert.
Doch ob Russland die Pseudoabstimmung in Cherson durchboxen kann, ist derzeit unklar. Die Stadt ist praktisch von den anderen besetzten Gebieten abgeschnitten. Verstärkung kommt nur schwer an. Zudem ist die Stadt schlecht befestigt. Zu allem Übel – für Moskau – gibt es eine wachsende Widerstandsbewegung.
"Wir werden alles dafür tun, die Pläne der Besatzer zu durchkreuzen. Die lokale Bevölkerung unterstützt Russlands Fake-Referendum nicht", meinte der Abgeordnete Chlan zu t-online.
Bislang haben die russischen Truppen viel investiert, um in Cherson als legitime Herrscher aufzutreten. Die Propaganda- und Repressionsmaschine richtet sich gegen die ukrainische Stadtgesellschaft und insbesondere gegen Aktivisten und kritische Medien. Alles Ukrainische wird unterdrückt: Es gibt in der gesamten Region keine ukrainischen Telefongesellschaften mehr und keine Möglichkeit, die ukrainische Währung Hrywnja zu erhalten. Seit Juni haben die "Behörden" den Einheimischen mit Gewalt russische Pässe ausgehändigt. Die Einwohner von Cherson haben trotz der Drohungen der Besatzer wiederholt Protestmärsche unternommen.
Iryna Vereshchuk, Ministerin für die Wiedereingliederung der vorübergehend besetzten Gebiete der Ukraine, hat die Bewohner der besetzten Bezirke der Regionen Cherson und Saporischschja bereits aufgefordert, die Gebiete mit allen Mitteln zu evakuieren, um nicht zwischen die beiden Armeen zu geraten.
Wird Russland mit einem Angriff reagieren?
Die Russen haben unterdessen bereits damit begonnen, ihre Reserven im Donbass in die Südukraine zu verlegen. Der ukrainische Generalstab meldete, dass in den letzten Wochen einige Luftlandeeinheiten, die zuvor an der Offensive auf Stadt Slowjansk in Donezk beteiligt waren, in den Süden gebracht worden seien.
"Das russische Kommando nimmt die Bedrohung durch die ukrainische Gegenoffensive offenbar sehr ernst", sagt Anton Muraveynyk, Leiter der analytischen Abteilung der ukrainischen NGO Come Back Alive, die das ukrainische Militär unterstützt. Anders sei die Verstärkung der russischen Flanke bei Cherson nicht zu erklären.
"Der Feind ist gezwungen, seine Reserven aus der Region Donezk zu verlegen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es schwieriger für Russland sein wird, dort militärische Operationen durchzuführen und Donezk unter Kontrolle zu bringen", so Muraveynyk im Gespräch mit t-online.
Gleichzeitig sei nicht zu erwarten, dass eine massive Verlegung der gegnerischen Truppen die russischen Stellungen anderswo deutlich schwächen werde. Moskau habe genug Truppen, um die bereits eroberten Grenzen zu verteidigen, sagt Muraveynyk.
Ein Problem für die russische Propaganda
Die Einnahme von Cherson war ein wichtiger Sieg in der Anfangsphase des Krieges. Umso schwieriger würde es für den Kreml, eine mögliche Niederlage zu erklären: Der Verlust dieser Stadt kann die Propagandaerzählungen, dass der Krieg "nach Plan" verlaufe, zunichtemachen.
Zuvor hatten die russischen Staatsmedien bereits erklären müssen, warum man den Norden der Ukraine und die Schlangeninsel im Schwarzen Meer verlassen hat. Letzteres stellte der Kreml als "Akt des guten Willens" dar. Aber diese Erklärung hat ihre Grenzen: Eine Niederlage in Cherson wird sich kaum als Teil eines höheren "russischen Plans" verkaufen lassen.
Russland könnte sich daher unter Zugzwang sehen. Experten schließen nicht aus, dass die Russen als Erstes aus der Region Cherson in Richtung Mykolajiw zuschlagen werden. "Die Verlegung von Schocktruppen aus Donezk nach Cherson könnte darauf hindeuten, dass die Russen als Erste einen Gegenangriff starten werden", glaubt der Analyst Muraveynyk. Allerdings werde dies umso schwieriger, je stärker ihre Nachschubwege attackiert werden.
Muraveynyk geht daher eher von einem anderen Szenario aus: "Wenn Russland vor der Wahl steht, entweder die politisch wichtige Stadt Cherson oder die Wasserversorgung und den Landweg zur Krim zu verteidigen, wird es sich für Letzteres entscheiden."
War es bisher vor allem Russland, das die Marschrichtung des Kriegs vorgab, ist nun die Ukraine am Drücker. Die ukrainische Armee mag nicht über genügend Kräfte für eine groß angelegte Gegenoffensive verfügen, aber sie kann die russischen Truppen empfindlich schwächen. Indem sie russische Nachschublinien abschneidet und mit moderner Artillerie beschießt, kann sie den Gegner möglicherweise dazu zwingen, sich zurückzuziehen.
Die Russen stehen trotz ihrer militärischen Überlegenheit nun vor einer schwierigen Entscheidung. Plötzlich liegt die Initiative bei der Ukraine. Die nächsten Wochen werden zeigen, wer in der Entscheidungsschlacht um Cherson die Oberhand behält.

Quelle:https://www.t-online.de/nachrichten/ukraine/...roht-eine-blamage.html


 

11.08.22 15:31

8924 Postings, 1148 Tage qiwwiBis die Erkenntnis von Faber die Schlafwandler in

Berlin erreicht und etwas bewirkt, sterben in der Ukraine noch Tausende am russischen Terror...  

11.08.22 15:54
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26957 Postings, 7947 Tage Tony FordLeben retten ist das Eine ...

was aber mit den geretteten Leben später passiert, das scheint den Lionell recht wenig zu interessieren, denn er sitzt ja hier in Dtl. und darf in aller Freiheit seinen Senf beitragen, darf wenn er will selbst unsere Regierung öffentlich beleidigen, es passiert ihm hier definitiv nix.

Doch den Ukrainer gibt es dann nicht mehr, der darf, ähm... muss sich dann Russe nennen, auch wenn er das anders sieht. Er darf die Regierung nicht öffentlich kritisieren, droht er sonst in den Bau zu wandern oder anderweitig mundtot gemacht zu werden, beleidigen darf er selbstverständlich die Regierung und erst recht Putin nicht, dann wandert er definitiv in den Bau. Und Krieg, dieses Wort, sollte er es versehentlich mal erwähnen, könnten ihn mehrere Jahre seines Lebens hinter Gittern kosten.

Aber Hauptsache Leben, wie die Lebensqualität und Perspektiven sind, ob sich das Leben in Gefängnissen oder Arbeitslagern abspielt, das interessiert dann eben nicht.

Meine Welt ist das definitiv nicht, da wäre ich lieber Tod als lebendig.  

11.08.22 17:11
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832 Postings, 874 Tage SmeagulGrenzen der Propaganda!

Satellitenbilder zeigen die Zerstörung des russischen Militärflughafens auf der Krim - samt Flugzeugwracks. Sie widerlegen die offizielle Darstellung aus Moskau. Welche Gründe hat der Kreml für sein fadenscheiniges Narrativ?
Der Kreml ist gerade sehr still. Nach einer Reihe von Explosionen auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt bei Saky lautet die offizielle Version aus Moskau noch immer: Ein Feuer habe Munition zur Explosion gebracht. Sehr wahrscheinlich war es allerdings kein Unfall, sondern ein Angriff durch Partisanen oder die ukrainische Armee. Am Mittwoch hieß es außerdem aus dem russischen Verteidigungsministerium, es seien keine Flugzeuge beschädigt worden. Zumindest diese Behauptung ist nachweislich falsch - das belegen neue Satellitenbilder, auf denen mindestens acht verbrannte Wracks zu sehen sind. Manche Analysten wollen auf den Bildern sogar bis zu 14 möglicherweise zerstörte Flugzeuge und Hubschrauber erkannt haben. Frühere Aufnahmen hatten an denselben Stellen abgestellte Kampfflugzeuge gezeigt, wohl vom Typ SU-30 und SU-24.
Für den Kreml ist das nicht nur wegen der Verluste an Gerät, Munition, Treibstoff und möglicherweise auch Piloten ein Desaster. Der Flughafen befindet sich auf der seit 2014 von Russland besetzten Halbinsel Krim, etwa 200 Kilometer von der nächsten ukrainischen Stellung entfernt. Da die ukrainischen Streitkräfte keine oder nur sehr wenige Waffen mit einer solchen Reichweite in ihrem Arsenal haben, galt die Krim als praktisch unangreifbar. Und trotzdem ist am Dienstag ebendort ein halber russischer Militärflughafen in Flammen aufgegangen. Das ist auch für Moskaus Propaganda, der zufolge stets alles nach russischem Plan läuft, eine Katastrophe.
Dass es wahrscheinlich ein Angriff war, weiß man im Kreml mit großer Sicherheit auch. Nach der Kriegsrhetorik der letzten Monate hätte man aus Moskau eigentlich harsche Reaktionen erwartet: Drohungen des Präsident Wladimir Putin mit "noch nie dagewesene Konsequenzen" oder gleich eine Salve Marschflugkörper auf Kiew. Nichts dergleichen geschah aber. Statt dessen teilte Moskau unverzüglich mit: War ein Unfall. Kommt vor. Als sei es ganz normal, wenn ein Militärstützpunkt mal einfach so Feuer fängt.
Aber selbst wenn die Kreml-Version vom Unfall zutrifft, dann hätte sich am Mittwoch in Saky, wie die Satellitenbilder nun zeigen, nichts weniger als ein sehr, sehr großes Unglück ereignet. Dann wären ernste Zweifel an der grundsätzlichen Sicherheit und Kompetenz der russischen Luftwaffe angebracht.
Anscheinend nimmt Russlands Führung aber lieber ein fadenscheiniges Narrativ in Kauf, als der Ukraine einen spektakulären militärischen Erfolg zuzugestehen. Darüber, wie dieser erzielt worden sein könnte, geben auch die neuen Satellitenbilder keine Hinweise. Ein Angriff mit Raketen, durch Partisanen oder ukrainische Spezialkräfte: Das sind nach wie vor die wahrscheinlichsten Szenarios. Jede dieser Möglichkeiten muss der Kreml negieren. Denn zu groß wäre der Gesichtsverlust, wenn man zugäbe, dass russische Truppen überall in den besetzten Gebieten getroffen werden können und selbst die eigene Flugabwehr dagegen machtlos ist.
Diesen Eindruck will Moskau um jeden Preis vermeiden. Und es sind ja nicht nur die Bildern in den sozialen Netzwerken, die es zu entkräften gilt. Hunderte russische Touristen haben den Angriff am Strand der Krim miterlebt. Sie alle könnten über Russlands Streitkräfte und die angebliche russische Unverwundbarkeit nun anders denken, als es der Regierung recht ist. Gegen die Macht des Selbsterlebten kommt die beste Propaganda an ihre Grenzen.
Das Narrativ vom Unfall könnte aber auch noch einen anderen Beweggrund haben. Da Moskau die Krim als russisches Territorium ansieht, müsste es auf einen Angriff eigentlich mit harten Vergeltungsmaßnahmen reagieren. Wenn Russland mit Gewalt antworten könnte, wäre es aber wahrscheinlich schon passiert. Gut möglich, dass die russischen Streitkräfte dazu zurzeit nicht in der Lage sind. Dafür gibt es Indizien: Die russischen Offensiven kommen kaum noch voran, Truppen müssen ständig hin und her verlegt werden, je nachdem, wo gerade mit einer ukrainischen Gegenoffensive zu rechnen ist. Außerdem ist es der ukrainischen Flugabwehr laut Meldungen in den zurückliegenden Wochen immer wieder gelungen, russische Marschflugkörper abzufangen.
Ein ukrainischer Angriff, den niemand hat kommen sehen - und ein Vergeltungsschlag, der dann wirkungslos verpufft? Das wäre für Russland wohl noch peinlicher als ein Unfall.

Quelle:https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/...4ad795d6e2b96548c349  

11.08.22 17:35

26957 Postings, 7947 Tage Tony FordKorrektur ...

der "Tod" wollte ich nie sein, ich meinte natürlich tot.  

11.08.22 17:36

4705 Postings, 424 Tage LachenderHansZum Thema Zaporizhia,

Abtrennung von ukrainischen Stromnetz und Umleitung auf die Krim:

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Anwohner berichten, dass mehrere Hochspannungsleitungen vom Kernkraftwerk Saporischschja zur besetzten Krim in der Nacht beschädigt wurden.
 

11.08.22 17:39

4705 Postings, 424 Tage LachenderHansZum Thema Visabann

Tweet
Putins Chefpropagandist Solovyev sagt, dass die EU es versäumt, Russen Visa auszustellen, Russland dazu veranlassen könnte, einen „präventiven Atomschlag“ zu verüben.

WIR HABEN PUTINS ACHILLESSEHNE GEFUNDEN.

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Was ich die ganze Zeit schon sage. Ein Visabann ist tatsächlich gefährlich für das Regime im Kreml.
 
Angehängte Grafik:
fz4cpmcwaaab6af.jpeg (verkleinert auf 47%) vergrößern
fz4cpmcwaaab6af.jpeg

11.08.22 17:40

9755 Postings, 5033 Tage MulticultiFakt ist

Russland zahlt einen riesigen Preis für Putins Dummheit.Er hat armselige Berater und Militärs  

11.08.22 17:43

4705 Postings, 424 Tage LachenderHansSanktionen wirken!

Äußerst interessanter Thread zum Thema wie die Sanktionen in Russland wirken:
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Die meisten Ausländer können kein Russisch lesen und sind daher mit dem internen russischen Diskurs nicht vertraut. Lassen Sie mich Ihnen ein einziges, aber anschauliches Beispiel geben

Der russische Diskurs dreht sich größtenteils darum, wie sehr unser Konsumstandard gesunken ist oder sinken wird. Und nichts anderes ist wichtig

Russland ist keine idealistische, irrationale Gesellschaft, wie viele sie sich vorstellen. Es ist eine äußerst pragmatische Kultur. Wenn Sie glauben, dass es sich von den getöteten ukrainischen Zivilisten (oder den russischen Soldaten, die KIA sind) bewegen lässt, sind Sie verrückt. Die Verringerung des Konsumstandards ist das *einzige*, was wirklich weh tut.
Putins Entscheidung, den Krieg zu beginnen, wird danach beurteilt werden, wie stark unsere Konsumstandards sinken werden. Wenn sie nicht allzu dramatisch fallen, bedeutet das, dass Putin eine gute oder halbwegs gute Entscheidung getroffen hat. Alles ist in Ordnung, beruhigen Sie sich einfach. Wenn sie jedoch *fallen*, oh, das ist sehr schmerzhaft.
Das russische Volk ist nicht dumm. Sie sehen durchaus einen kausalen Zusammenhang zwischen der Entscheidung Putins vom 24. Februar und der Dynamik des Lebensstandards in Russland. In der Tat ist es der potenzielle Rückgang des Konsumstandards, der die größte Sorge im Zusammenhang mit dem Einmarsch in die Ukraine hervorgerufen hat
Wenn die Verbrauchsstandards nicht dramatisch sinken, bedeutet dies, dass die Hauptsorge über die Sonderoperation unbegründet war. Sie hat keine ernsthaften Nachteile

Wenn die Verbrauchsstandards dramatisch sinken, bedeutet dies, dass die Hauptsorge über die Sonderoperation berechtigt war.
Wenn ich sage "Rückgang des Konsumniveaus", meine ich nicht den Hunger. Ich meine den Verlust des früheren Überflusses an Konsumgütern. Für einen Westler mag es paradox klingen, aber die begrenzte Auswahl an Joghurts in den Regalen ist ein weitaus schlimmerer Schlag für Putins Legitimität als der Massenhunger
Dafür gibt es zwei Gründe.

1. Die begrenzte Auswahl an Joghurts schadet Moskau und die Haltung Moskaus ist wichtig. Eine Massenverhungerung würde der Provinz schaden, um die sich niemand kümmert.

2. Sie hungern, weil Sie kein Geld haben? Das ist Ihre Schuld. Es gibt nur wenige Joghurts im Supermarkt? Das ist Putins Schuld
Westler könnten Putins Gesellschaftsvertrag missverstehen. Es geht nicht darum, "die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern" (glauben Sie, Sie sind in Schweden oder was?). Es geht in erster Linie um eine Fülle von Konsummöglichkeiten. Das ist die wichtigste Grundlage für Putins Legitimität.
Wenn eine abgelegene Provinz möglicherweise hungert oder friert, kümmert das niemanden. Wenn Moskau jedoch den Mangel an breit verstandenen Konsummöglichkeiten zu spüren bekommt, ist das ein viel größerer Schlag für Putin und eine Delegitimierung seiner Politik, als sich ein Westler je vorstellen könnte.
 

11.08.22 17:48

4705 Postings, 424 Tage LachenderHansFliehende Ukrainer

"Jeder, der versucht, der russischen Besatzung im Süden zu entkommen, muss den Checkpoint in Vasylivka passieren. Über 1.000 Autos stehen tagelang Schlange.

10 Menschen sind bereits gestorben. Ein Neugeborenes wurde ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem es 2 Tage in der Hitze gewartet hatte.

Menschen werden gefoltert, weil sie versuchen, sich in Sicherheit zu bringen"
 
Angehängte Grafik:
fz4mw4qxwaahpz9.jpeg (verkleinert auf 49%) vergrößern
fz4mw4qxwaahpz9.jpeg

11.08.22 17:54

4254 Postings, 6592 Tage bradettiLachenderHa

Der englische Kommentar bringt den präventiven Atomschlag doch nicht mit der verweigerten Visa-Ausstellung in Verbindung sondern mit den Waffenlieferungen!

Und so ein punktueller Atomschlag kann dann halt in D eintreffen, der dann halt in einem Radius von 20km alles platt macht (z.B. in und um Ramstein). Aber das nehmen wir ja alles in Kauf :-) Für Selenskyj machen wir das gerne :-)
 

11.08.22 17:57

4705 Postings, 424 Tage LachenderHans@bradetti

"This means the actual entry into thewar with Russia" bezieht sich eindeutig auf den Visabann und die Erklärung Russlands als Terrorstaat.  

11.08.22 17:58

4705 Postings, 424 Tage LachenderHans*zum Terrorstaat

11.08.22 17:58

4254 Postings, 6592 Tage bradettiUnd qiwwi

Auch die USA hat mit dem Putsch der demokratisch gewählten Regierung in 2014 die Souveränität der Ukraine pulverisiert und damit das Budapester Memo gebrochen!

Aber egal, denn wir sind ja die Guten - vergesse ich immer :-)  

11.08.22 17:59
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4705 Postings, 424 Tage LachenderHansEs ist auch völlig egal, was der Typ schreibt

es hat keine inhaltliche Bedeutung. Auf der Metaebene heißt es aber, dass es ein wunder Punkt ist.  

11.08.22 17:59

4254 Postings, 6592 Tage bradettiLachenderHa

ja, kann man so oder so lesen.  

11.08.22 18:01

4705 Postings, 424 Tage LachenderHans@bradetti

"Auch die USA hat mit dem Putsch der demokratisch gewählten Regierung in 2014 die Souveränität der Ukraine pulverisiert und damit das Budapester Memo gebrochen!"

Quark was du da schreibst. Ich weiß aber auch, was jetzt gleich kommt: "Die Nuland hat gesagt ..."  

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