IVU - sachlich und konstruktiv

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neuester Beitrag: 05.12.22 15:12
eröffnet am: 08.01.15 20:16 von: AngelaF. Anzahl Beiträge: 9810
neuester Beitrag: 05.12.22 15:12 von: Katjuscha Leser gesamt: 3032363
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08.01.15 20:16
48

4254 Postings, 4935 Tage AngelaF.IVU - sachlich und konstruktiv

Hier also der neue IVU-Thread.

Es ist erlaubt und erwünscht, positives als auch negatives zur IVU-Aktie zu schreiben.

Es ist nicht erlaubt aus der Luft gegriffene Anschuldigungen zu äußern und User persönlich anzugreifen.  
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9784 Postings ausgeblendet.

18.11.22 18:39
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6242 Postings, 1938 Tage CoshaUnd weil bald Wochenende ist

Gibts ein Märchen als kleine Leselektüre mit auf dem Weg:
"Es war einmal ein Rocker, der stieß in Lübeck auf die IVU"

https://finanzrocker.net/...einmal-kurzstrecke-bitte-plattensammlung/


Und die Moral von der alten Geschicht:
KGV hin, KBV her, eine IVU taugt nicht für die Kurzstrecke, eine IVU, die verkauft der kluge Anleger Nicht.  

18.11.22 23:21

3302 Postings, 4515 Tage nuujMeist

bekommt man garnicht mit, welche Softwarefirma dahinter steckt. Bin vor Jahren in einem geschenktem Heft von Smart Investor (die immer mit dem bescheuerten "Austrians als Crack-up-Boom" argumentieren und auch leicht in hämische Töne verfallen) auf IVU (auch Encavis) bei einer Finanzmesse aufmerksam geworden. Das waren dann ausnahmsweise richtig gute Tipps.
Busfahrer sind i.d.R. froh, wenn sie die Fahrkarten richtig eingeben können. Das ist ein Kapitel für sich, weil der Kunde auch oft die Haltestellen nicht genau benennen kann, sondern nur mit Ortsteil  etc. . Dem Kunden ist es im Prinzip ziemlich egal, welches EDV-System dahinter steckt. Interessant ist z.B. sich mal bei der ASEAG hier die einzelnen Tarife anzuschauen. Viel komplizierter kann man das nicht gestalten. Hier sind Bürokraten am Werk. Auch der neue Umweltminister in NRW gibt sich schweigend, obwohl er vorher immer groß verkündet hat, was alles besser gemacht werden soll. Der passt genau in dieses System. Innovation ist ein Fremdwort. So, wie man hier in der Eifel die Gäste immer noch im Fremdenzimmer einquartiert.
Man braucht IVU. Die Abstimmung der Fahrpläne, die Personaleinteilung, die weitere Automation in den Fahrzeugen (Bus, hämisch im Fachjargon auch Container genannt) usw. Da brauche ich ur in das benachbarte Holland schauen. Das kann man als Vorbild nehmen.  

19.11.22 10:12
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503 Postings, 682 Tage TausenderSorry,

ist hinter einer Bezahlschranke! Der Autor verweist auf die zunehmend besseren Ergebnisse der ersten drei Quartale und glaubt, dass IVU für Q4 tiefstapelt und sieht das EBIT eher bei 16-18 Mio. statt 14 Mio. We shall see!

Die optisch relativ hohe Bewertung (KGV 24 bei 0,62 Euro Gewinn in diesem Jahr) würde sich relativieren, wenn man den Cash-Bestand mit ca. 3 Euro abzieht: Dann wäre das KGV bei 19. Für 2023 sieht er 0,74 Euro Gewinn. Der Autor hält die Aktie.

Schönes Wochenende!

 

25.11.22 07:14
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335 Postings, 2338 Tage Porter70@Katjuscha

Könntest du wieder mal eine Prognosetabelle erstellen? Finde die zur Orientierung total hilfreich. Ich weiß steckt ne Menge Arbeit drin, aber vielleicht findest du etwas Zeit. Danke. Gruß Porter  

25.11.22 19:42
21

107129 Postings, 8301 Tage KatjuschaPorter70, ich muss zugeben

dieses Jahr ist das für mich wesentluc schwieriger als in den Vorjahren. Das hat zwei Gründe.

Erstens kann ich noch nicht so richtig einschätzen, wie sich genau die Übernahme der LBW ausgewirkt hat bzw. die nächsten Quartale auswirken wird. Wir kennen jetzt zwar den Übernahmepreis, und im Q3-Bericht steht auch, dass LBW natürlich die Personalkosten nochmal hochgetrieben hat, aber wenig bis nichts dazu, wie es sich letztlich auf Umsatz, Rohertrag und dann für mich in der Analyse letztlich Vorsteuergewinn auswirkt. Ich gehe davon aus, dass das erst mit dem Geschäftsbericht klar wird.

Zweitens wundert mich der nur beibehaltene Ausblick etwas, aus dem man zwei Schlüsse ziehen kann.  Wenn man sich mal anschaut, dass man nach 9 Monaten 14,2 Mio mehr Umsatz und 13,6 Mio mehr Rohertrag als im Vorjahr erwirtschaftet hat, dann wundert doch, wieso man beim Ausblickmeint, nur (mindestens) 2,1 Mio mehr Umsatz und (mindestens) 4,2 Mio mehr Rohertrag als im Vorjahr erwirtschaften will, erst recht inklusive LBW, die zumindest den Umsatz voranbringen sollte. Also entweder die Jahresprognose ist ein Witz und wir bekommen in den nächsten 1-2 Monaten noch eine Prognoseerhöhung, oder aber es gab letztes Jahr Verschiebungen ins Q4 oder dieses Jahr Verschiebungen ins Q3, was das gute Q3 erklären würde. Ich habe zwar ne gewisse Ahnung, aber meine Tabelle macht zum jetzigen Zeitpunkt leider wneig Sinn, da ich da fast ins Blaue hinein raten würde, vor allem was die Kostenstruktur und damit das Ebit betrifft. Generell gehe ich aber davon aus, dass man die Jahresprognose deutlich überbieten wird, aber vielleicht nicht so stark wie ich bisher dachte und wie es das Q4/21 erwarten lassen würde, wenn man das sozusagen auf die aktuellen 9 Monate druafrechnen würde, plus LBW. ... Aber um trotzdem mal ein paar grobe Zahlen zu nennen, sag ich jetzt mal, es werden über 110 Mio Umsatz und knapp 85 Mio Rohertrag. Unterhalb dieser Daten wird es dann schwieriger, eben weil ich LBW nicht richtig abschließend in Sachen Gewinnbeitrag, Abschreibungen etc beurteilen kann, und weil mögliche Verschiebungen letztes Jahr und dieses Jahr zwischen den Quartalen eine erhebliche Rolle gerade auch beim Rohertrag spielen können. Da kann es schon sehr deutliche Abweichungen geben. Ich kann mir 81-82 Mio Rohertrag genauso vorstellen wie 88-89 Mio € mit dann natürlich erheblichen Auswirkungen auf den Vorsteuergewinn. Von 14 Mio bis 19 Mio ist da vieles denkbar.  
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the harder we fight the higher the wall

25.11.22 20:26
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335 Postings, 2338 Tage Porter70Danke

für deine Ausführungen. Immer wieder gut deine Kommentare. Hat mir beim Vermögensaufbau immer sehr geholfen.  

28.11.22 09:36
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5314 Postings, 4716 Tage JulietteIVU erschließt Markt auf der Iberischen Halbinsel

Markterschließung, Networking und ein ausgesuchtes Fachpublikum – auf einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten und von der Außenhandelskammer organisierten Geschäftsanbahnungsreise in Madrid haben wir die besondere Chance wahrgenommen, uns mit anderen Unternehmen aus dem Bereich Bahntechnik und Schienenverkehr über Smart Mobility und den digitalen Wandel im Eisenbahnsektor auszutauschen. Mit unseren Softwareprodukten möchten wir die Entwicklungen im spanischen Eisenbahnmarkt unterstützen.

https://www.ivu.de/aktuelles/details/...arkt-der-iberischen-halbinsel  

29.11.22 10:49
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5314 Postings, 4716 Tage JulietteSchöne Dienstag-News:

Die Danske Statsbaner planen ihren gesamten Schienen-Ersatzverkehr in Kopenhagen mit dem integrierten Standardsystem IVU.rail von IVU Traffic Technologies:

https://www.ivu.de/aktuelles/details/...nen-ersatzverkehr-mit-ivurail  

01.12.22 08:35
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5314 Postings, 4716 Tage JulietteIVUs Präsentation vom Eigenkapitalforum (29.11.22)

02.12.22 13:17
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9 Postings, 3394 Tage SyrtakihansUnternehmensprognose

Die Nachvollziehbarkeit der Unternehmensprognose hängt übrigens, sofern sie überhaupt noch gegeben ist, an dem Wort "über" (Zitat: Rohergebnis von über 80 Mio. EUR).

Wenn man die Entwicklung der Personalaufwendungen, der sonstigen Aufwendungen und Abschreibungen nach Q4 extrapoliert, dann hat man die Zahlen des gesamten Geschäftsjahres. Die drei Aufwandsposten dürften sich in 2022 auf 61,9 bzw. 11,9 bzw. 4,5 Mio. EUR belaufen.

Wenn sich das EBIT auf 14,0 Mio. EUR belaufen soll, dann ergibt sich:

Rohergebnis 92,3
Personal 61,9
sonstige Aufwendungen 11,9
EBITDA 18,5
Abschreibungen 4,5
EBIT 14,0

Man kann daraus ableiten: Wir brauchen ein Rohergebnis von weit über 80 Mio. EUR, um das geplante EBIT noch erreichen zu können. Falls das Rohergebnis nur wenig über 80 Mio. EUR zu liegen kommt, wird die EBIT-Prognose verfehlt.  

02.12.22 13:17

9 Postings, 3394 Tage SyrtakihansUnternehmensprognose

Die Nachvollziehbarkeit der Unternehmensprognose hängt übrigens, sofern sie überhaupt noch gegeben ist, an dem Wort "über" (Zitat: Rohergebnis von über 80 Mio. EUR).

Wenn man die Entwicklung der Personalaufwendungen, der sonstigen Aufwendungen und Abschreibungen nach Q4 extrapoliert, dann hat man die Zahlen des gesamten Geschäftsjahres. Die drei Aufwandsposten dürften sich in 2022 auf 61,9 bzw. 11,9 bzw. 4,5 Mio. EUR belaufen.

Wenn sich das EBIT auf 14,0 Mio. EUR belaufen soll, dann ergibt sich:

Rohergebnis 92,3
Personal 61,9
sonstige Aufwendungen 11,9
EBITDA 18,5
Abschreibungen 4,5
EBIT 14,0

Man kann daraus ableiten: Wir brauchen ein Rohergebnis von weit über 80 Mio. EUR, um das geplante EBIT noch erreichen zu können. Falls das Rohergebnis nur wenig über 80 Mio. EUR zu liegen kommt, wird die EBIT-Prognose verfehlt.  

02.12.22 16:55
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107129 Postings, 8301 Tage KatjuschaDa hast du leider recht

Ich hätte mir den Q3 Bericht wohl doch mal genauer anschauen sollen.

Dass die Personalkosten überdurchschnittlich gestiegen sind, hatte ich zwar schon geschrieben, aber das eher nur im Vorstandskommentar gelesen statt mal die GUV im Detail anzuschauen. Da wird klar, dass Personalkosten wirklich erheblich überdurchschnittlich angezogen sind, und auch die SbA und Abschreibungen sind höher als von mir am Jahresanfang kalkuliert. Wie gesagt, dürfte natürlich alles mit LBW zu tun haben, aber auch generellen Anpassungen der Wachstumskapazitäten.

Alles in allem wird also meine Ebit-Spanne aus dem letzten Posting von 14-19 Mio nur erreicht, wenn man 91-97 Mio Rohergebnis erzielen würde. Das ist aus genannten Gründen nicht unmöglich, da man ja nach 9 Monaten schon weit deutlicher gewachsen ist als es die "über 80 Mio Rohergebnis" im Gesamtjahr erwarten lassen würden, aber ich richte mich jetzt eher mal auf 14-15 Mio Ebit ein.

Insgesamt schon etwas merkwürdige Kommunikation des Vorstands. Da hätte man eigentlich nach der LBW Übernahme oder zumindest mit Bekanntgabe des Halbjahresergebnis die Prognose justieren müssen. Sprich, Umsatz/Rohergebnis-Prognose nach oben anpassen, Ebit beibehalten. So wie es jetzt immernoch kommuniziert wurde, kommt man in diese Turbulenzen meines Postings zuvor. Man wunderte sich, wieso man so wenig Rohergebnis im Gesamtjahr machen soll, wenn man nach 9 Monaten so weit im Wachstum vorne liegt. Und dadurch kalkulierte ich grob mit entsprechend hohem Ebit. Klarer Fehler meinerseits, aber auch bedingt durch die aus meiner Sicht unglückliche Vorstandskommunikation. Wäre schon heftig, wenn man auf 117-119 Mio Umsatz und 90-92 Mio Rohertrag kommt und diesbezüglich also die Prognose meilenweit überbietet, aber beim Ebit nur glatt auf die anvisierten 14 Mio kommt. Eine Prognoseerhöhung wäre dann eigentlich keine. ... aber mal sehen, vielleicht stellt das Management das demnächst mal klar. Wäre schön, wenn das noch vor Weihnachten geschieht, damit man auch für 2023 leichter prognostizieren kann. Bei 14 Mio Ebit käme man etwa auf 9,5 Mio € Überschuss, also KGV bei 31 aktuell. Das ist dann schon nicht mehr so günstig wie gedacht, zumal die Übernahme den Cash noch entsprechend reduziert hat. Ich hoffe, da kann IVU die Margen nächstes Jahr wieder steigern.  
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the harder we fight the higher the wall

04.12.22 20:07

335 Postings, 2338 Tage Porter70Rohergebnis

Ist es blauäugig die Steigerung  demzufolge für das Gesamtjahr von 97 Mio. Euro möglich. Die Personalkosten waren ja auch schon im dritten Quartal 2022 entsprechend gestiegen.  

04.12.22 20:11
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335 Postings, 2338 Tage Porter70Rohergebnis 2.Versuch

Ist es blauäugig das Rohergebnis aus dem Vorjahr in Höhe von 75 Mio. Euro auf das Gesamtjahr hochzurechnen? Unter Berücksichtigung einer Steigerung von 30 Prozent würde es 97 Mio. Euro betragen. Die Personalkosten waren ja auch schon im dritten Quartal 2022 entsprechend gestiegen.  

05.12.22 00:03

107129 Postings, 8301 Tage KatjuschaWie kommst du auf 30%?


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05.12.22 05:30
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335 Postings, 2338 Tage Porter70Ganz

einfach das Rohergebnis ist von Quartal 3/21 zu Quartal 3/22 von 46 Mio. auf 59 Mio. Euro gestiegen. Waa spricht dagegen, ausser Verschiebungen, dass das Rohergebnis von 75 Mio. auf 97 Mio. Euro steigt. Wäre dich lediglich eine Fortsetzung des Trends.  

05.12.22 09:12
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107129 Postings, 8301 Tage KatjuschaOkay, aber dafür finde ich ehrlich gesagt die

Datenlage etwas dünne, um da von einem stabilen Trend zu sprechen. Aus drei Quartalen mit höchst unterschiedlichem Wachstum von einem 30% Wachstums-Trend zu schließen, ist dann halt etwas verfrüht.

Ich mein, wir hatten in Q1 etwa 9% Wachstum, in Q2 hatten wir etwa 25% Wachstum, und in Q3 dann etwa 50% Wachstum. Heißt das jetzt, dass der Trend sich sogar beschleunigt, und wir in Q4 mit 60% Wachstum rechnen können und dann bei 107 Mio landen? Natürlich nicht, schon generell nicht, aber im besonderen weil bei IVU der Umsatz in Q4 saisonal immer mit Abstand am höchsten ist. Genauso wenig wie der Trend sich einfach beschleunigt, kann man aber auch nicht sagen, dass es einen 30% Trend gibt.

Aber wie gesagt, leider hat der Vorstand durch die unklare Kommunikation jetzt diese höchst unterschiedlichen Erwartungen verursacht. Es ist denkbar dass es Verschiebungen gab und wir in Q4 gar nicht mehr wachsen, sondern stagnieren, wobei selbst das noch auf Jahresbasis einem Umsatz von 89,4 Mio € entsprechen würde. Es kann sein, das wir in Q4 die sonst üblichen Wachstumszahlen auf Jahresbasis von um die 10% sehen, was dann etwa auf 92 Mio Umsatz hinausläuft. Oder die von dir durchschnittlichen (aber eben nicht gleichmäßigen) Wachstumsraten von 30% des laufenden Jahres. Dann kämen wir auf 97 Mio.  Vielleicht schrumpfen wir in Q4 aber auch mal, falls es beispielsweise in Q4/21 positive Verschiebungen ins Q4 gab und dieses Jahr dafür in die Vorquartale. Dann werden es eher um die 85 Mio. Man weiß es einfach nicht. Die letzten 5-10 Jahre war das wirklich wesentlich einfacher für mich, erst recht was die daraus dann resultierenden Gewinne betrifft. … ganz so einfach wie du es machst, ist es jedenfalls nicht. Ich werde die nächsten Tage dazu mal die IR Anschreiben und darum bitten, dass der Vorstand da bis Weihnachten etwas mehr Klarheit reinbringt, weil die bisherige Kommunikation der Prognose einfach diese unterschiedlichen Erwartungen schüren muss. Und nichts ist schlimmer als zu hohe Erwartungen und sich daraus ergebener falsche Berechnungen zu zukünftigen Gewinnen und sich daraus ergebene Hoffnungen.
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the harder we fight the higher the wall

05.12.22 09:13

107129 Postings, 8301 Tage KatjuschaWenn ich von Umsatz schrieb, meinte ich natürlich

das Rohergebnis.
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the harder we fight the higher the wall

05.12.22 09:41

107129 Postings, 8301 Tage KatjuschaDie Hauptfrage ist dabei ja auch, ob LBW

einen ähnlichen saisonalen Verlauf hat wie IVU bisher.

Das kann ziemlich entscheidend für die Frage sein, wie man diese bisher höchst unterschiedliche Wachstum der einzelnen Quartale und dann vor allem das umsatzstarke Q4 beurteilt. Allein weil Q4 letztes Jahr knapp 30 Mio Rohertrag brachte, macht das gegenüber den bisherigen Quartalen mit LBW natürlich schon einen enormen Unterschied.

Aber wie gesagt, ich werd mir bis morgen da mal 2-3 Fragen an die IR überlegen.
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the harder we fight the higher the wall

05.12.22 10:24
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6242 Postings, 1938 Tage CoshaAch Kinder

Am Ende reicht die Kommunikation völlig aus. Prognose wurde bestätigt.
Personalaufwand steigt, das ist die eigentlich gute Nachricht, denn gutes Personal zu finden ist eine der wichtigsten Fragen, die ein Unternehmen beantworten muss und das wird auch so bleiben.
 Kann mich noch an die Diskussion mit Katjusha bzgl. Personalaufbau erinnern, ob das so bleibt etc. pp.
Für mich zeigen die Meldungen zur Markterschließung iberische Halbinsel, Tochtergesellschaften in Ungarn und Schweden, das neue Team in Polen, dass die IVU das Geschäft weiter internationalisieren und erweitern will.
Da ist es kurzfristig ziemlich Latte, wo das EBIT landet.

Auch die Beteiligung an TrenoLab oder die Übernahme der LBW Optimization würde ich weniger unter dem Aspekt der kurzfristigen Auswirkung Umsatz und Gewinn behandeln.
Finde das wenig spannend, ob jetzt LBW 1 Mio. mehr an Überschuss bringt.

Mit den Tools von TrenoLab rundet man die IVU Software ab, bietet Verkehrsunternehmen etwas inclusive, was sie sonst extra ordern müssten z.B. bei Fahrplan Simulationen. IVU.rail/IVU.suite wird so einfach zu einem noch attraktiveren Software-Angebot.

Die Optimierungs-Algorithmen der LBW sind noch schwerer abzugrenzen, weil sie bereits in den Software Angeboten der IVU drin sind. Das war quasi eine strategische Entscheidung der Ressourcensicherung. Ob das Fremdkundengeschäft beibehalten oder ausgebaut wird, keine Ahnung, im Vordergrund wird aber sicher die Arbeit an IVU Software Produkten sein.

Auch dass das Cash durch diese Entscheidungen geringer und die Bewertung der IVU gestiegen ist, ist doch egal.
Im Gegenteil würde ich mir eine weitere Übernahme wünschen, z.B. im Bereich Verkehrsberatung etc.
dazu habe ich ja auch schon häufiger was geschrieben.
Insgesamt sehe ich die IVU mit diesen Entscheidungen auf gutem Kurs, einiges geht auch in die Richtung meiner Nachfragen bei der HV.
Die IVU bleibt ja konservativ und sicher als Investment, wagt aber offensichtlich etwas mehr an Investitionen, um weitere Kunden und Aufträge in alten Kernmärkten, wie in noch schwach erschlossenen Regionen zu gewinnen.
Und das ist genau richtig in dieser Zeit.
 

05.12.22 10:44
2

107129 Postings, 8301 Tage KatjuschaNa ja Cosha, als Unternehmer würde ich das zu 100%

so unterschreiben, aber als Anleger/Aktionär spielt es durchaus eine enorme Rolle für das Kurspotenzial.

Ich war ja nie so optimistisch wie andere User was zukünftige Skaleneffekte und damit Margen betrifft. Scansoft war da beispielsweise in seinen Postings hier wesentlich optimistischer. Ich hatte da immer schon gewarnt, weil ja auch der Vorstand immer wesentlich niedrige mittelfristige Margenziele veröffentlicht hatte als wir uns das so ausmalten. Mich hat das zwar dann auch immer vorsichtiger gemacht, aber generell habe ich das eher für das typische IVU Vorstands Understatement gehalten.
Wenn man jetzt aber die von Syrthakihans dargelegte neue Kostenstruktur anschaut, die du nachvollziehbar rechtfertigst/erklärst (was ich absolut richtig finde), dann ändert das schlichtweg etwas an meinem Gewinnerwartungen der kommenden Jahre, und zwar nicht zu knapp. Ich kann mich ja jetzt hier nicht hinstellen und einfach lügen, um der guten Laune wegen.
Aber wie gesagt, vielleicht ist auch einfach noch zu vielem im Unklaren bezüglich neuer Wachstumsraten und Kostenstruktur. Wenn das geklärt und erklärt ist, bin ich der Erste, der sofort den Vorstand auch für die verbesserte Kommunikation wieder lobt und hoffentlich auch wieder optimistischer bezüglich zukünftiger EBIT-Margen wird. Aber Fakt ist erstmal, dass Syrthakihans da einen wunden Punkt getroffen hat. Es wird aller Voraussicht nach in diesem Jahr weit mehr Wachstum geben als erwartet, aber deutlich niedrige Margen. Das gleicht sich erstmal aus, aber entscheidend ist ja was das für die nächsten Jahre heißt. Nur darum gehts mir. Wenn man jetzt weiter 20-30% im Rohertrag pro Jahr wachsen würde, würde ich hier Freudentänze aufführen und mein Depot zu 50% mit IVU Aktien befüllen. Gehe ich „nur“ von dem 10-12% aus, die ich bisher auch immer kalkuliert hatte, dann sieht es mit der neuen Kostenstruktur dann halt dürftiger aus was zukünftige Ebits betrifft als ich bisher kalkulierte. Das macht dann (erst recht in schwierigerem Börsenumfeld) einen Unterschied, ob ich 2024 mit 23-24 Mio oder mit 18-19 Mio EBIT rechnen kann.
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05.12.22 11:06
1

16084 Postings, 6312 Tage ScansoftIch bin ja bekanntlich immer

zu optimistisch. Bei Softwareunternehmen besteht halt die Besonderheit, dass der größte und wesentliche Kostenblock Personalkosten sind und hier leider im IT Bereich große Knappheit herrscht. Allerdings funktionieren Softwareunternehmen auch, wenn man mal 20 bis 30% des Personals streicht. Damit verringert man das Wachstumspotential, würde aber die Margen dramatisch erhöhen. Ist halt eine Frage des Marktpotentials. Wenn man noch große Chancen im Markt sieht, sollte man investieren. Falls der Markt verteilt ist, kann man auch gerne die Margen in Richtung 30% laufen lassen.
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The vision to see, the courage to buy and the patience to hold

05.12.22 11:28
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6242 Postings, 1938 Tage CoshaRelativieren

würde ich deine Aussage, was die Erwartung der Gewinne der kommenden Jahre betrifft.
In der Diskussion damals hatte ich schon betont, dass ich hoffe, IVU baut Personalkapazitäten für die Zukunft auf, weil jetzt wirklich eine wichtige Phase im Verkehrsbereich beginnt, gepusht durch mehrere Mega Trends, die sich teilweise sogar gegenseitig nähren und verstärken.
IVU wird wie gesagt nie zu den aggressiven Playern gehören, was aber das Investment auch einigermaßen sicher und sogar stressfrei macht. Aber ich meine, dass sowohl der Personalaufbau, als auch die News zu anderen Ländern dafür sprechen, dass der Vorstand das ganz ähnlich sieht:
Jetzt gilt es, die Grundlage zu verbessern und zu verbreitern, um künftig mehr Kunden, größere Aufträge und auch ein Stück weit riskantere Märkte bewältigen zu können.
Die Marge wird auch sehr schnell wieder steigen, denn die IVU baut keine Kapazitäten für Luftschlösser oder Elfenbeintürme auf.
Stetig zunehmen werden sowohl die wiederkehrenden Erlöse, was die Planbarkeit erleichtert, als auch die margenstarken Erträge aus dem Cloud Hosting. Je größer die Verkehrsunternehmen und Verbünde, je moderner sie sich ausrichten und auch ausrichten müssen, desto stärker wird das Cloudgeschäft zulegen. Weil es einfach Kosten und Ressourcen bei den Unternehmen spart und der Trend sich verstärken wird, Komplexität abzugeben, um sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren zu können.
Und wie gesagt: Die Prognose wurde bestätigt, wird wie immer übertroffen werden, selbst diese kurzfristige "Ergebnis-Belastung" beim EBIT, die möglich ist, ist doch so gesehen nichts, was irgendwas was am Investmentcase ändert.  

05.12.22 15:12

107129 Postings, 8301 Tage KatjuschaDa geb dir völlig recht

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