Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 03.12.22 23:51
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 155803
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20.02.07 18:45
465

77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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155777 Postings ausgeblendet.

28.11.22 23:58
1

3127 Postings, 446 Tage isostar100blockfi

und das schönste daran ist, der notorische us „rechtsaussen“, milliardär und obercrypto-pusher peter thiel ist besitzer von 19% an blockfi. oder ist jetzt der ausdruck ex-millardär angebracht?  

29.11.22 17:09

3127 Postings, 446 Tage isostar100hauen und stechen hat

das hauen und stechen in der ponzi-coin szene hat begonnen: insolvente blockfi verklagt ebenfalls insolventen sam bankman-fried.

…als letzte dürfen nun die anwälte absahnen was noch übrig ist…  

29.11.22 18:05
1

3127 Postings, 446 Tage isostar100and the next

bitfront meldet auf seiner webseite schliessung. (quelle handelsblatt)

insolvenz-domino….

 

29.11.22 18:29
2

3127 Postings, 446 Tage isostar100drama am paradeplatz

drama auch am paradeplatz, credit suisse aktie unter 3.-

vor der finanzkrise waren es mal 80.-, ein niedergang sondergleichen. die cs ist eine typische volksaktie in der schweiz, praktisch jeder ist indirekt über seine pensionskassespargelder oder direkt aktionär dieser bank. und so mancher hat irgendwann nachgekauft in der hoffnung auf die trendwende.

aber das gerüst dieser bank ist morsch, richtig morsch. falls eine rettung gelingt wirds dafür jahre brauchen und mindestens die hälfte der jetzigen grösse.
kann die rettung gelingen? ja. aber garantie gibts hier keine….  

30.11.22 14:45
2

77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingCredit Suisse

fiel von 88 Franken im Jahr 2007 auf jetzt 2,87 Franken.

Schlimmer ist nur der Chart der Commerzbank, deren Aktien im gleichen Zeitraum um 99 % nachgaben.
 
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30.11.22 14:51
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77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingCommerzbank (Langzeitchart)

Es blieb beim L-Boden, den Wawidu (R.I.P.) und ich hier bereits 2009 vorangekündigt hatten. Die Aktie fiel von 152 Euro (Reverse Split bereinigt) im Jahr 2007 auf jetzt 8 Euro, das entspricht 98 % Verlust. Hinzu kommt noch das rausgeschmissene Geld für mehrere Kapitalerhöhungen. Zieht man das auch noch ab, resultiert unter Strich MEHR als ein Totalverlust.  
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01.12.22 17:15
5

107121 Postings, 8300 Tage Katjuschas&p - wichtige Zone

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the harder we fight the higher the wall
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02.12.22 08:46
1

3127 Postings, 446 Tage isostar100schleichende verschlechterung

auch schon mal gedacht, früher war die google suche besser?

ich kann mich noch gut erinnern, als mit einer google suche auf einfache art informationen gefunden werden konnten. heutzutage bringt die suche bloss noch suchmaschinen-optimierte seiten von vergleichsseiten, influenzergeschichtchen und andere scheininformationen.
um an echte fakts zu kommen vversuche ich die suche jeweils noch genauer einzugrenzen, scheitere aber allzuoft und lande stets in seichten gewässern.

hat die algoritmensuche ihre zeit hinter sich, drehen sich die algoritmen in suchoptimierten scheininformationsschleifen?

ist es gar zeit, an einen put der übermächtigen alphabet aktie zu denken?  

02.12.22 08:59
2

3127 Postings, 446 Tage isostar100cs

es wird langsam knapp. sollten ke gut laufen, steht das eigenkapital bei 13%. aber viel darf nicht mehr schiefgehen.

sollte das cs eigenkapital unter 10% fallen, greift die schweizer tbtf regelung. die finma würde dann die aktionäre enteignen und die obligationen in neues aktienkapital zwangsgewandelt. ausserdem würde der systemrelevante schweizer teil abgespalten.

ps: eigenkapitalzahlen sind bei allen banken immer risikogewichtete zahlen, nicht absolute zahlen….  

02.12.22 10:51
1

3127 Postings, 446 Tage isostar100ach was soll

jetzt hab ich mir die cs doch ins depot gelegt. no risk no fun… kaufen wenn alle anderen das knieschlottern kriegen….

ps: ist dir das jetzt antizyklisch genug, antilemming?  

02.12.22 12:02
3

77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingJa, das ist definitiv antizyklisch,

wenn man "antizyklisch" auf die Kursentwicklung bezieht. Es ist der sprichwörtliche "Kauf, wenn die Kanonen donnern".

So wie du es beschreibst, besteht ja immerhin noch eine gewisse Hoffnung, dass der knappe EK-Puffer der CS ausreicht. Falls nicht, droht Abwicklung und entweder ein Kurssturz auf Nahe Null oder z. B. 1,30 CHF Abfindung vom Staat (wie bei der HRE-Pleite in 2008).

Ob man ein solches - recht hohes - Risiko eingehen sollte oder nicht, hängt von diversen Faktoren ab:

1. Ist das ein Zock, der morgen mit 5 % Plus wieder rausgehen soll, oder ist das ein längerfristiges Investment? (Oft passiert es, dass es als Zock angedacht war, der dann aber nicht aufgeht, und hinterher wird ein fundamentaler Haltegrund herbeifabuliert, statt sofort mit S/L und Minus rauszugehen.)

2. Wie ist der Ausblick für die Gesamtwirtschaft in 2023, der ja gerade für Großbanken wichtig ist? [MMn nicht allzu rosig wegen der marktdämpfenden Leitzinserhöhungen (die für Banken wegen Fristentransformationsgeschäften z. T. aber auch Vorteile bringen), Zentralbanküberschuldungen (gerade in der Schweiz), negativer wirtschaftlicher Auswirkungen des Ukrainekriegs (jenseits der eh schon auftretetenen Energieteuerung) und der Gefahr längerfristiger globaler Stagflation.]

3. Wie schätzt der Markt die Risiken bei CS ein? (Offenbar sehr hoch, weil die Credit Default Spreads auf CS nach oben schießen; da sind Profis am Werk!)

4. Wieviel Geld kann ich maximal verlieren? (Bei CS mMn: den gesamten Einsatz.)

5. Wie hoch gewichte ich unter CRV-Aspekten meinen Zock bzw. mein Invest in CS? (Vorschlag: nicht über 2 % des gesamten Anlagevolumens).

6. Welche Chancen gibt es bei der CS-Aktie "nach oben"? (Hier sind die Chancen mMn leider eher gering, weil wegen der Kapitalerhöhung der Deckel auf dem Kurs liegt, eben weil KEs Aktien (oft deutlich) verwässern, vor allem wenn mehrere KEs aufeinander folgen (weil sich die Verluste von Quartal zu Quartal häufen). Das Ergebnis sind dann gerade bei Banken oft deprimierende L-Böden wie bei der Coba (# 784) oder der Deuba.

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Warum würde ich, obwohl ich definitiv Antizykliker bin, auf einen Zock oder ein Invest in CS verzichten?

Antworten: 2, 3 und vor allem 6.

[Einen Zock würde ich nur riskieren, wenn ich mir sicher wäre, dass ich das ggfs. auch "aussitzen" könnte, was aber bei den drohenden KE(s) eine gefährliche Erwartung wäre.]  

02.12.22 12:19
3

77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingTurnaround-Spekulationen

sind mMn nur dann attraktiv, wenn Punkt 6 im letzten Posting voll erfüllt ist. Das sehe ich zurzeit z. B. bei den Vorzugsaktien von Fannie Mae und Freddie Mac, die einen Nennwert von (meist) 25 Dollar haben und zurzeit bei 2 bis 3 Dollar notieren (ca. 8 Cents auf den Dollar). Hier würden die 25 Dollar Nennwert höchstwahrscheinlich ausbezahlt, wenn die seit 2008 bestehende Zwangsverwaltung von Fannie und Freddie aufgehoben würde. Der Kurs ist deshalb so tief im Keller, weil sich kaum vorhersagen lässt, WANN die Freilassung erfolgt.

Im Gegensatz zu CS sind Fannie und Freddie profitabel, sie verdienten in der letzten Zeit im Schnitt um die 20 Mrd. $  pro Jahr, Tendenz steigend. Die Bilanzsumme liegt kombiniert bei über 7 Billionen Dollar (mehr als das doppelte des deutschen BIP). Das Risiko einer Pleite (und damit eines Totalverlustes) ist wegen der hohen Gewinne gering (siehe Punkt 4 im letzten Post).

Es gibt allerdings juristische Probleme, weil die Obama-Administration sich an FnF 2012 bereichert hat ("Raub" von 150 Mrd. $) um damit Obamacare querzufinanzieren, die Gerichte sich aber bei den zahlreichen Klagen der Aktionäre (bislang) auf die Seite der Regierung gestellt haben. FnF sind wegen dieses Raubs (NWS) unterkapitalisiert, so dass die Freilassung nur mit einer großen Kapitalerhöhung im Volumen von 140 Mrd. $ (= die größte KE aller Zeiten) möglich wäre.

https://www.ariva.de/forum/...ance-auf-verdreifachung-bis-juli-574209

 

02.12.22 12:24
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77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingEin guter Turnaround WAREN

auch Energie-Aktien im März/April 2020.
 
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02.12.22 12:32
1

77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingBei # 791

wäre jetzt eher der Zeitpunkt gekommen, die Gewinne mitzunehmen (mMn).  

02.12.22 12:35

3127 Postings, 446 Tage isostar1007.

punkt 7: das interview von cs ceo lehmann heute, auf bloomberg war das glaub.

das fand ich eigentlich ganz gut. jedenfalls deutlich besser als befürchtet. dem aktienkurs nach heute bin ich nicht der einzige, der das so empfunden hat.  

02.12.22 12:43

77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingVon Warren Buffett stammt der Spruch:

"Der lügt wie ein Finanzminister am Vorabend des Staatsbankrotts." ;-)

Muss auf deinen CEO nicht zwingend zutreffen, aber dass er ausgerechnet Lehman heißt, oh oh...  

02.12.22 13:01
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77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingKapitalerhöhungen in Krisensituationen

- z. B. bei Banken, die bereits mehrfach große Verluste verbuchen mussten, oder bei Firmen wie TUI wegen Covid-Einbrüchen - dienen in der Regel NICHT dazu, den Aktionären weiterzuhelfen, sondern sie dienen dazu, die Firmen durch Kapitalzufluss vor dem Bankrott zu bewahren.

Ein CEO, der in solchen Lagen eine KE ankündigt, darf das natürlich nicht so aussprechen (dann würden die Altaktionäre eher "hinschmeißen"). Er muss stattdessen die Zukunfts- und Wachstumsaussichten in meist sehr rosigen Farben darstellen, damit die Altaktionären an der KE teilnehmen.

Gerade bei Banken führen KEs (vor allem mehrere aufeinanderfolgende) jedoch zu starken Kursverwässerungen. Bei der Commerzbank und der Deuba gab es seit 2007 mehrere KEs. Bei der Coba haben die Aktionäre insgesamt schätzungsweise 10 Euro pro Aktie über die KEs zugeschossen, während der Kurs heute bei 8 Euro steht - von 150 Euro (Reverse Split bereinigt) in 2007 kommend.

Coba-Aktionäre haben somit aus 150 Dollar Anlagebetrag in 2007 nach 15 Jahren Wartezeit faktisch -2 Euro gemacht.

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In USA läuft es teils sogar ehrlicher. Statt etlicher kursverwässernder KEs, die die Altaktionäre über Jahre "schleichend enteignen", gibt es oft eine schlussstrich-setzende Chapter-11-Pleite. Da verlieren die Altaktionäre zwar auf einen Schlag ihren gesamten Einsatz (bis auf wenige Ausnahmen). Aber sie werden nicht illusorisch mit KEs "bei der Stange gehalten", indem sie illusorisch gutes Geld dem verlorenen schlechten hinterherwerfen, bis nach 15 Jahren ebenfalls "alles weg" ist.

 

02.12.22 13:09
1

77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingDeutsche-Bank-Aktionäre verloren seit 2007

"nur" etwa 90 %  (bei der Commerzbank waren es ca. 98 %).

Aber auch bei der Deuba gab es seitdem mehrere KEs. Die via KEs nachgeschossenen Beträge dürfte in der Summe auch bei der Deuba höher sein als der aktuelle Aktienkurs, so dass unterm Strich nicht nur ein Totalverlust resultierte, sondern es noch "ein paar Miese obendrauf" gab.

 
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02.12.22 14:07
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3127 Postings, 446 Tage isostar100timing und auswahl

sicher sind timing und auswahl die wichtigsten kriterien. und auch mal verzichten zu können und nicht jeder chance hinterherzujagen.
- beileibe nicht jede ke ist eine gute chance. eher im gegenteil. billig ist nicht automatisch auch günstig.
- während oder nach der ke sind die besten zeitpunkte, wenn überhaupt. aber sicher nie vor der ke kaufen.

und klar, für altaktionäre ist das alles in der regel eine katastrophe. die haben noch zu ganz anderen kursen gekauft. sie müssen sich aber fragen, warum sie all die jahre des niedergangs mitgemacht haben. ein minimum an risikomanagement braucht halt schon und hin und wieder sollten auch langfristanleger ihr depot hinterfragen.

ps: das martialische vokabular gewisser börsenweisheiten ist nicht mehr zeitgemäss. ich denke, „kaufen, wenn die kanonen donnern und blut in den strassen fliesst“ ist einfach nicht mehr angebracht zu sagen. kaufen, wenn allen die knie schlottern würde doch auch die message rüberbringen.  

02.12.22 14:25
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77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingWenn der Kurs auf Null fällt,

verliert JEDER Investor 100 %, egal ob er bei 50 Franken oder bei 2,50 Franken eingestiegen ist.

Bezug ist: "für altaktionäre ist das alles in der regel eine katastrophe. die haben noch zu ganz anderen kursen gekauft. sie müssen sich aber fragen, warum sie all die jahre des niedergangs mitgemacht haben"  

03.12.22 11:09

3127 Postings, 446 Tage isostar100us-arbeitsmarkt

der arbeitsmarkt in den usa zeigt sich weiterhin stark. superstark.

nach den gestern freitag veröffentlichten daten wird der enge arbeitsmarkt von vielen unterdessen als grösste schwierigkeit bei der inflationsbekämpfung gesehen, auch fed chef powell hat explizit darauf hingewiesen, dass der anstieg der löhne natürlich begrüssenwert ist...allerdings nur wenn auch die inflation im rahmen bleibt, da sonst jeglicher lohnanstieg wieder weggefressen wird und unerwünschte sogenannte zweitrundeneffekte (lohn-preis-spirale) eintreten können.
 
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03.12.22 11:12

3127 Postings, 446 Tage isostar100eu-arbeitsmarkt

auch der arbeitsmarkt in der eu ist gar nicht in so schlechter verfassung (wie gefühlt). aber natürlich könnte er noch deutlich besser werden. (und sollte auch!)

Arbeitslosenquote sinkt auf Rekordtief
Die Quote der Arbeitslosen ist im Oktober trotz einer drohenden Rezession auf 6,5% gesunken, von 6,6% im September.

Die Quote der Arbeitslosen ist im Oktober trotz einer drohenden Rezession auf 6,5% gesunken, von 6,6% im September.
 

03.12.22 11:48

3127 Postings, 446 Tage isostar100ölpreisdeckel - kampf der giganten?

kommt es zum kampf der giganten? opec+ gegen eu+g7?
eu und g7 beschliessen preisdeckel für russisches öl ab montag bei 60$.

ein experiment mit ungewissen ausgang, ein armdrücken zweier giganten....

Die EU will Russland einen Höchstpreis für Öl diktieren, um das Land zu schwächen. Kann das klappen, wie wird Russland reagieren, und was...
 

03.12.22 12:07

3127 Postings, 446 Tage isostar100auch ein big big big business!

solarstrom ein nische? von wegen. ein big big big business!

china exportiert in den ersten 10 monaten des jahres pv-module im wert von 44 mrd us dollar. und das sind wohlgemerkt bloss die exporte, china verbaut seit jahren ungefähr die hälfte der produktion im eigenen land.

In the first 10 months this year, exports of solar panels hit $44.03 billion, reaching a record high, up 90.3 percent year-on-year, data revealed by the annual conference of China's PV industry showed on Thursday.
https://www.globaltimes.cn/page/202212/1280901.shtml

 

03.12.22 23:51
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77247 Postings, 6786 Tage Anti LemmingRoubini warnt vor "Mutter aller Abstürze"

Deckt sich mit weitgehend mit den Stagflations- und Überschuldungs-Warnungen im Bären-Thread aus diesem Jahr.

https://www.project-syndicate.org/commentary/...uriel-roubini-2022-12

deepl + edit

Der unvermeidliche Absturz
2. Dezember 2022
Nouriel Roubini

Nach Jahren ultralocker Fiskal-, Geld- und Kreditpolitik und dem Auftreten erheblicher negativer Angebotsschocks drückt der Stagflationsdruck nun auf einen massiven Schuldenberg des öffentlichen und privaten Sektors. Die Mutter aller Wirtschaftskrisen zeichnet sich ab, und die politischen Entscheidungsträger können nur wenig dagegen tun.

NEW YORK - Nach dem Aufufern der Defizite, der Kreditaufnahme und der Verschuldung in den letzten Jahrzehnten steuert die Weltwirtschaft auf ein noch nie dagewesenes Zusammentreffen von Wirtschafts-, Finanz- und Schuldenkrisen zu.  

Im privaten Sektor umfasst der Schuldenberg die Schulden der privaten Haushalte (wie Hypotheken, Kreditkarten, Autokredite, Studienkredite, Privatkredite), der Unternehmen und Körperschaften (Bankkredite, Anleihen und Privatschulden) und des Finanzsektors (Verbindlichkeiten von Banken und Nichtbanken).

Im öffentlichen Sektor gehören dazu Anleihen von Zentral-, Landes- und Kommunalverwaltungen und andere formale Verbindlichkeiten sowie implizite Schulden wie ungedeckte Verbindlichkeiten aus umlagefinanzierten Rentensystemen und Gesundheitssystemen - die mit der Alterung der Gesellschaft weiter zunehmen werden.

Betrachtet man nur die expliziten Schulden, so sind die Zahlen erschütternd. Weltweit stieg die Gesamtverschuldung des privaten und öffentlichen Sektors im Verhältnis zum BIP von 200 % im Jahr 1999 auf 350 % im Jahr 2021. ... in China beträgt sie bei 330 %. In USA liegt sie bei 420 % - und ist damit höher als während der Großen Depression und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Natürlich kann die Verschuldung die Wirtschaftstätigkeit ankurbeln, wenn die Kreditnehmer in neues Kapital (Maschinen, Häuser, öffentliche Infrastruktur) investieren, das höhere Erträge abwirft als die Kreditkosten. Aber ein Großteil der Kreditaufnahme dient lediglich der Finanzierung von Konsumausgaben, die das eigene Einkommen dauerhaft übersteigen - und das ist ein Rezept für den Bankrott.

Darüber hinaus können Investitionen in "Kapital" auch riskant sein, egal ob es sich bei dem Kreditnehmer um einen Haushalt handelt, der ein Haus zu einem künstlich überhöhten Preis kauft, um ein Unternehmen, das ohne Rücksicht auf die Rendite zu schnell expandieren will, oder um eine Regierung, die das Geld für "weiße Elefanten" (extravagante, aber nutzlose Infrastrukturprojekte) ausgibt.

Eine solche übermäßige Verschuldung gibt es seit Jahrzehnten, und zwar aus verschiedenen Gründen. Die Demokratisierung des Finanzwesens hat es einkommensschwachen Haushalten ermöglicht, ihren Konsum mit Schulden zu finanzieren. Mitte-Rechts-Regierungen haben beharrlich die Steuern gesenkt, ohne auch die Ausgaben zu kürzen, während Mitte-Links-Regierungen großzügig für Sozialprogramme ausgegeben haben, die mit ausreichend höheren Steuern nicht vollständig finanziert werden. Und eine Steuerpolitik, die Schulden gegenüber Eigenkapital bevorzugt, hat, unterstützt durch die ultralockere Geld- und Kreditpolitik der Zentralbanken, zu einem sprunghaften Anstieg der Kreditaufnahme sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor geführt.

Jahre der quantitativen Lockerung (QE) und der Kreditlockerung hielten die Kreditkosten nahe Null und in einigen Fällen sogar negativ (wie in Europa und Japan bis vor kurzem). Im Jahr 2020 belief sich die öffentliche Verschuldung auf 17 Billionen Dollar mit negativer Verzinsung, und in einigen nordischen Ländern hatten sogar Hypotheken negative Nominalzinsen.

Die Explosion nicht tragfähiger Schuldenquoten bedeutete, dass viele Kreditnehmer - Haushalte, Unternehmen, Banken, Schattenbanken, Regierungen und sogar ganze Länder - insolvente "Zombies" waren, die durch niedrige Zinssätze gestützt wurden (wodurch ihre Schuldendienstkosten überschaubar blieben). Sowohl während der globalen Finanzkrise von 2008 als auch während der COVID-19-Krise wurden viele insolvente Akteure, die sonst bankrott gegangen wären, durch Null- oder Negativzins-Politik, QE und regelrechte Rettungsaktionen gerettet.

Doch nun hat die Inflation - genährt durch dieselbe ultralockere Steuer-, Geld- und Kreditpolitik - diese finanzielle Morgendämmerung beendet. Da die Zentralbanken gezwungen sind, die Zinssätze zu erhöhen, um die Preisstabilität wiederherzustellen, steigen die Kosten der Zombies für den Schuldendienst drastisch an. Für viele ist dies ein dreifacher Schlag, da die Inflation auch das Realeinkommen der Haushalte schmälert und den Wert ihrer Vermögenswerte, wie Häuser und Aktien, verringert. Das Gleiche gilt für anfällige und überschuldete Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen: Sie sehen sich gleichzeitig mit stark steigenden Kreditkosten, sinkenden Einkommen und Erträgen sowie sinkenden Vermögenswerten konfrontiert.

Schlimmer noch, diese Entwicklungen fallen mit der Rückkehr der Stagflation (hohe Inflation bei schwachem Wachstum) zusammen. Das letzte Mal, dass fortgeschrittene Volkswirtschaften solche Bedingungen erlebten, war in den 1970er Jahren. Damals waren die Schuldenquoten jedoch sehr niedrig.

Heute sehen wir uns mit den schlimmsten Aspekten der 1970er Jahre (Stagflationsschocks) und den schlimmsten Aspekten der globalen Finanzkrise konfrontiert. Und dieses Mal können wir nicht einfach die Zinsen senken, um die Nachfrage zu stimulieren. Denn die Weltwirtschaft wird von anhaltenden kurz- und mittelfristigen negativen Angebotsschocks erschüttert, die das Wachstum verringern und die Preise und Produktionskosten erhöhen. Dazu gehören die durch die Pandemie verursachten Unterbrechungen des Arbeits- und Warenangebots, die Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine auf die Rohstoffpreise, die zunehmend desaströse chinesische Nullzins-Politik und ein Dutzend weiterer mittelfristiger Schocks - vom Klimawandel bis zu geopolitischen Entwicklungen -, die zusätzlichen Stagflationsdruck erzeugen werden.

Anders als in der Finanzkrise von 2008 und in den ersten Monaten von COVID-19 würde die Rettung privater und öffentlicher Akteure mit einer lockeren Makropolitik nur noch mehr Benzin in das Inflationsfeuer gießen. Das bedeutet, dass zu einer schweren Finanzkrise eine harte Landung - eine tiefe, langwierige Rezession - hinzukommen wird.

Wenn Vermögensblasen platzen, die Schuldendienstquoten in die Höhe schnellen und die inflationsbereinigten Einkommen von Haushalten, Unternehmen und Regierungen sinken, werden sich die Wirtschaftskrise und der Finanzcrash gegenseitig verstärken. Allerdings können fortgeschrittene Volkswirtschaften, die sich in ihrer eigenen Währung verschulden, einen unerwarteten Inflationsschub nutzen, um den realen Wert einiger nominaler langfristiger Festzinsschulden zu verringern.

Da die Regierungen nicht bereit sind, die Steuern zu erhöhen oder die Ausgaben zu kürzen, um ihre Defizite zu reduzieren, wird die Monetarisierung des Defizits durch die Zentralbank wieder als der Weg des geringsten Widerstands angesehen werden. Aber man kann nicht immer alle Menschen täuschen. Sobald der Inflationsgeist aus der Flasche ist - was der Fall sein wird, wenn die Zentralbanken angesichts des sich abzeichnenden Wirtschafts- und Finanzcrashs den Kampf aufgeben - werden die nominalen und realen Kreditkosten in die Höhe schnellen. Die Mutter aller stagflationären Schuldenkrisen kann nur aufgeschoben, nicht aber vermieden werden.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)  

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