Strabag geht in Wien an die Börse:

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neuester Beitrag: 19.12.23 21:51
eröffnet am: 10.10.07 16:53 von: juche Anzahl Beiträge: 330
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10.10.07 16:53
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10315 Postings, 7030 Tage jucheStrabag geht in Wien an die Börse:

Aus dem Wirtschaftsblatt.at:
Strabag: Kein Reisser und doch hochinteressant

von Hans-Jörg Bruckberger

Im Branchenvergleich werden Schwächen deutlich – doch gerade die machen die Aktie auch interessant

Es ist soweit: Die Strabag kommt an die Börse! Eines vorweg: Die Strabag ist eine österreichische Erfolgsgeschichte. Der Konzern zählt mittlerweile zu den europäischen Marktführern, und das nicht in irgend­einer Nische, sondern in einer so grossen Branche wie der Bauindustrie. Sieht man sich den Emis­sionsprospekt sowie die Bilanzen genauer an, so muss man allerdings zunächst einmal doch ein paar Dinge relativieren:.Der Konzern hat nicht umsonst im Frühjahr den russischen Milliardär Oleg Deripaska an Bord geholt und geht natürlich auch nicht umsonst an die Börse: Hohe Schulden, relativ bescheidene Cash-Reserven und vor allem wenig Fantasie. Das ist bzw. war der Status quo vor den heurigen Kapitalmassnahmen. Dank Deripaskas Russland-Connec­tions, seinen Milliarden sowie jenen, die nun via IPO in die Kassen gespült werden, sieht die Situation nun aber anders aus.

Wie wohl man auch Letztere relativieren muss:Kolportiert wird das Strabag-IPO ja als Milliarden-Deal, tatsächlich geht ein Teil der Einnahmen jedoch an die Altaktionäre, und vom Rest bleiben netto selbst im besten Fall keine 900 Millionen übrig. Doch egal. Die Strabag ist saniert. Dank den beiden Kapitalerhöhungen (Deripaska-Einstieg und IPO) wächst das Eigenkapital von 924 Millionen € auf 2,65 Milliarden, der Cash-Bestand von rund 331 Millionen auf über zwei Milliarden! Dem stehen verzinsliche Verbindlichkeiten von 1,3 Milliarden gegenüber. Die Relation von Schulden und Cash bzw.Eigenkapital wird sich also geradezu dramatisch verbessern.

Doch was ist der Konzern nun wert? Vergleicht man die Strabag mit anderen börsenotierten Baukonzernen, so wird zunächst wieder etwas Nega­tives deutlich:.Die Margen sind vergleichsweise schwach. Auf EBITDA-Basis sind es nur rund fünf Prozent, der Branchenmedian ist hingegen zweistellig. Der Grund liegt auf der Hand:Auch wenn sich der Konzern als Osteuropa-­Player präsentiert, erwirtschaftet er derzeit noch den Grossteil seines Umsatzes in Deutschland und Österreich – gesättigten Märkten mit grossem Preisdruck. Andere Baukonzerne sind hingegen längst in den Boom-Märkten Asiens vertreten oder haben sich in neue Geschäftsbereiche eingekauft – spanische Riesen etwa bei Versorgern, Frankreichs Bouygues ist im Mobilfunk engagiert.

Einmaleffekt belastet. Ganz wild wird die ­Sache beim Kurs-Gewinn-Verhältnis. Zum mittleren Preisband von 45 € wäre die Strabag mit rund 5,1 Milliarden € bewertet. Daraus errechnet sich ein KGV von 26. Bedenkt man jetzt noch, dass es bei der Strabag heuer wohl Gewinnrückgänge geben wird, da im Vorjahr ein Einmaleffekt von rund 70 Millionen € durch den Deutag-Verkauf zu ­Buche geschlagen war, und somit das KGV für 2007 noch höher wird, wohingegen der Branchenschnitt bei rund 15 liegt, so scheint die Aktie schon beinahe uninteressant.

Dem ist aber nicht so. Bei anderen Kennzahlen sind die IPO-Konditionen gar nicht so un­attraktiv, nämlich sehr wohl schon Abschläge eingepreist. So sind bei der Konkurrenz Umsatz-Multiples von 1,0 keine Seltenheit, die Strabag gibt’s hingegen nur zum halben Umsatz. Aufgrund der schwachen Margen ist das auch verdient. Bei 45 € ergibt sich hier eine durchaus faire Bewertung, auf Kurs-Buchwert-Basis ­wären – trotz schwacher Eigenkapitalrentabilität – sogar über sechs Milliarden Marktwert (54 € je Aktie) gerechtfertigt. Allerdings sagt das eher wenig aus, da Eigenmittel ja wohl bald wieder für die Expansion ausgegeben werden.

Fazit. Unterm Strich ist die Strabag schon interessant, vor allem, wenn sie nicht gerade am oberen Ende des Preisbandes kommt. Ein IPO dieser Grösse sollte auf jeden Fall ein Erfolg werden: Gross genug, um Aufmerksamkeit zu bekommen und für die Banken zum Prestigeobjekt zu werden, klein genug, um die Aktien am Markt unterzubringen. Und die Story mit der Ostexpansion hat sowieso ihren Reiz. Sie sollte auch die Margen auf Vordermann bringen.

08.10.2007 | 18:23

Quelle:http://www.wirtschaftsblatt.at/

 
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304 Postings ausgeblendet.

09.02.23 20:13

689 Postings, 5683 Tage Schluckspechtdieses unattraktive Pflichtangebot

ließ ja eigentlich einen realen höheren Wert erwarten - aber dass der Kurs ohne Nachrichten runter geht wundert mich.  

10.02.23 10:26

4 Postings, 382 Tage maximale1Strabag Kurs

Der Freefloat wird wiederum geringer
- damit auch für SC Fonds uninteressanter
- Risiko besteht, dass der Wert von der Börse genommen wird, wo wollen ihn die verbliebenen Aktionäre noch fair handeln
- sollte für das nehmen von der Börse ein Pflichtangebot fällig werden - dann gilt ja der Durchschnittskurs der letzten 3 Monate

umso niedriger der ist, um so besser für die Übernehmer.

Jedoch hat den Wert nach wie vor ein mir bekannter Börsenbrief im Musterdepot, die sehen den inneren Wert deutlich höher.

 

10.02.23 10:52

583 Postings, 1323 Tage Namor1Von Börse nehmen

Man muss aber so ein Pflichtangenot nicht annehmen, oder? Einfach halten, Dividende kassieren. Die Hauptaktionäre werden mit vertstreichender Zeit großzügiger mit ihren Angeboten werden.

Wäre toll, wenn hier jemand mit Erfahrung was zum Handel von nicht börsennotierten Aktien schreiben könnte.  

10.02.23 13:04

689 Postings, 5683 Tage Schluckspechtdas Handelsvolumen ist derart gering

dass man schon mit kleinen Stückzahlen den Kurs bewegen kann.
Bei Hella hat sich vor der Übernahme damals auch ein großer Investor eingekauft und so richtig Kasse gemacht. Warum taucht hier nicht so einer auf?  

12.02.23 09:11
2

4 Postings, 382 Tage maximale1Von Börse nehmen

1) Welch grosser Investor sollte noch auftauchen.
Die Mehrheitsverhältnisse sind einzementiert.
Vielleicht hat wer schon hinter den Kulissen den grossen Anteil vom russischen Oligarchen übernommen.
Wer weiss es, zumindest wurden seine  Anteile an eine "Gesellschaft" in der Schweiz übertragen.
Wer da nun wirklich dahinter steckt?

2) Anteile von einer Gesellschaft zu besitzen für die es keinen Börsenhandel mehr gibt ist nur für Mehrheitsantelseigner eine feine Sache.

Ich habe soetwas mit einem britischen Wert in der Praxis mitgemacht.
4 Angebote abgelehnt, weil eigentlich zu niedrig bezogen aufs Zukunftspotential.
Nur hat der Mehrheitseigentümer dann beschlossen keine Dividende mehr auszuzahlen!
Ja wird einer sagen der innere Werz der Aktien steigt dadurch.
Hilft aber nichts wenn du sie niemand zu deinen Vorstellungen verkaufen kannst.

Letztendlich nach 10 Monaten "Verhandlung" dem Mehrheitseigentümer zu seinem letzten Angebotspreis noch nachträglich angedient.....

Ne, wenn du nicht mindestens. 25% mit SSperrvermerk hast dann kannst du vielleicht lästig sein, nur kostet dies dich mehr als die Anlage pro Jahr abwirft.  

12.02.23 23:31

689 Postings, 5683 Tage SchluckspechtBei Hella

ist seinerzeit kurz vor Übernahme der aktivistische Investor Singer mit 10% eingestiegen und hat den Kurs (für sich) noch mal richtig hochgedrückt.

 

15.02.23 12:22

4 Postings, 382 Tage maximale1Steubesitzquote

Nach Andienung beträgt sie gesamt 11,73% (vorher 14,44%.

Damit für Privatanleger nach wie vor im Regelfall genug Volumina für An- u. Verkauf möglich.  

24.04.23 09:43

583 Postings, 1323 Tage Namor1Up

Weiß wer was? Ich finde nix.  

25.04.23 14:44

689 Postings, 5683 Tage Schluckspechtvielleicht Spekulation?

am Donnerstag, den 27.04., soll der Geschäftsbericht 2022 veröffentlicht werden:
https://www.strabag.com/databases/internet/...COM-finanzkalender.html  

31.08.23 10:05

3832 Postings, 1582 Tage Michael_1980Gedanken

gute Zahlen
Ausblick auf Europa rückläufig...
der Trend der wahrscheinlichen Rezession führt sich vort  

15.09.23 13:57

3832 Postings, 1582 Tage Michael_1980Gedanken

KE Finanziert durch die STRABAG
Damit kommt das Unternehmen dem HV Beschluss nach, den Russischen Investor unter 25% zu drücken (zur Zeit 27%).
Man kann zwischen 9,04€ ODER Aktien im Verhältnis 4:1 Wählen.
 

15.09.23 13:57

3832 Postings, 1582 Tage Michael_1980Gedanken

habe mich für neue Aktien entschieden  

15.09.23 17:28

445 Postings, 2373 Tage cheffixneue Aktien

habe ebenfalls diese Entscheidung getroffen.  

15.09.23 20:22

2730 Postings, 8306 Tage aramedIst es nicht klüger mit dem erhaltendem

Geld die alten Aktien zu kaufen. Die neuen bergen doch ein viel größeres Risiko. Das kann dem Kurs kaum guttun. Die alten werden wohl immer den höheren Kurs haben. Und wie lang werden die neuen nicht handelbar sein? 2 Jahre, 3 Jahre?  

16.09.23 12:06

3832 Postings, 1582 Tage Michael_1980Gedanken

neu Aktien haben Wert von 33,2 aktueller Kurs 36 (nach der ATX Anpassung)

neue Aktien sind sofort nach Zuteilung handelbar.
Pressemitteilung lesen hilft  

17.09.23 15:09

2730 Postings, 8306 Tage aramedOkay ich kanns nicht.

17.09.23 17:50

583 Postings, 1323 Tage Namor1@aramed

Danke, der letzte Link ist jmhilfreich, sehr ausführlich. Ich denke ich nehme die Bardividende.  

17.09.23 21:09

3832 Postings, 1582 Tage Michael_1980Gedanken

Ich nimm Aktien
Aktien bleiben Handelbar (vermutlich mit geringen Handel)
Dividenden Berechtigt
& im schlimmsten Fall bekommt man das Geld doch (je nach Rechtspruch)

Nach dem ich an STRABAG an Unternehmen glaube  

18.09.23 13:33

2730 Postings, 8306 Tage aramedWenn du die alten Aktien vom ausbezahltem

Geld kaufst sind sie auch handelbar und dividendenberechtigt. Sehe da keinen Vorteil und was das mit Glaube an Strabag zu tun haben soll, verstehe ich auch nicht. Es wird einen Rechtsstreit geben und das Gericht entscheidet. Glaube hin oder her.

Übrigens Züblin hat noch hohe Umsätze. Die Folgeauftragsbücher sehen aber grausam schlecht aus. Kann sich aber noch ändern …. Muss aber nicht. Wie es bei Strabag selbst aussieht, weiß ich nicht. Keinen Einblick.  

18.09.23 13:46

3832 Postings, 1582 Tage Michael_1980Gedanken

der Vorteil das man zur Zeit 3€ je Aktie weniger Zahlt & ich davon ausgehen das nach ATX Neuausrichtung der Kurs nicht so tief bleibt.

Sollte Rechtstreit verloren gehen, wovon zur Zeit von UNIQA RAIKA & HASELSTEINER Stieftung keiner ausgeht - gäbe es halt trotzdem Cash.  

19.12.23 21:51

583 Postings, 1323 Tage Namor1Klasse Nachbörslich

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