mit der momentanen Stärke des Euro leben?HANDELSBLATT, Donnerstag, 31. August 2006, 08:48 UhrMarktschlussbericht TokioSchwacher Yen sorgt für gute StimmungDie Aktienkurse in Tokio haben am Donnerstag nach uneinheitlich ausgefallenen Konjunkturdaten und einer technischen Gegenreaktion nach den Verlusten der vergangenen Tage sehr fest geschlossen. Zudem sorgte vor allem der schwache Yen für gute Stimmung: Er bescherte den Exportwerten deutliche Kursaufschläge.HB SINGAPUR. Der Euro notierte zum Dollar beinahe unverändert. Der Ölpreis legte um rund 40 Cent auf 70,45 Dollar zu. Händler machten dafür Sorgen vor einer möglichen Verschärfung des Atomstreits mit dem Iran verantwortlich. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um rund 1,7 Prozent fester bei 16 140 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte um knapp 1,4 Prozent auf 1634 Stellen. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur, Südkorea und Hongkong lagen im Plus."Der schwächere Yen hat eine große Auswirkung", sagte Experte Soichiro Monji von Daiwa SB Investments mit Blick auf die Entwicklung in Tokio. Vor allem exportorientierte Unternehmen profitieren davon. Auslöser der Kursverluste der japanischen Währung waren überraschend schwache Daten zur Industrieproduktion gewesen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) mitteilte, sank die industrielle Erzeugung gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,9 Prozent. Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg um 0,7 Prozent erwartet. Im Juni war der Output um 2,1 Prozent gestiegen und im Mai um 1,3 Prozent gefallen.Im Jahresabstand stieg die Produktion im Juli unbereinigt um 5,1 Prozent. Die Auslieferungen sanken im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent und die Lagerbestände um 1,0 Prozent. Die großen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes rechnen für August mit einem Produktionszuwachs von 4,2 Prozent, gefolgt von einem Rückgang um 1,4 Prozent im September. Das METI ließ seine Einschätzung der Industrieproduktion unverändert.Am Markt zählten daraufhin etwa Titel des Elektronikkonzerns Toshiba und des Kameraproduzenten Canon zu den Gewinnern. Sie verteuerten sich um 3,2 beziehungsweise 2,3 Prozent. <!--nodist-->Lesen Sie weiter auf Seite 2: Exportboom in Kfz-Industrie hält an und beflügelt Autoaktien. <!--/nodist-->Die japanischen Kfz-Exporte haben dagegen im Juli um 20,5 Prozent über Vorjahresniveau gelegen. Wie der japanische Verband der Automobilhersteller am Freitag mitteilte, wurden 513 626 Einheiten exportiert. Es handelte sich um den zwölften Anstieg in Folge. Honda stiegen 1,5 Prozent auf 3 990 Yen. Nissan verteuerten sich um 2,4 Prozent auf 1334 Yen. Papiere von Toyota Motor legten um 1,3 Prozent zu. "Aktien von Firmen mit hohen Umsatzanteilen in Europa sehen ziemlich gut aus", fasste Toru Otsuka von Mizuho Investors Securities zusammen.Im Zuge der weltweiten Rally bei Technologietiteln, legen diese Werte auch in Japan zu. Toshiba verteuern sich um 3,2 Prozent auf 836 Yen und erreichen damit ein neues Jahreshoch. Canon stiegen 2,3 Prozent auf 5 840 Yen.Im fernöstlichen Devisenhandel kostete der Euro 1,2828 Dollar; zur japanischen Währung lag er bei 150,45 Yen, nachdem er zuvor im elektronischen Handel noch ein neues Allzeithoch von 150,62 Yen markiert hatte. Der Dollar wurde mit 117,27 Yen gehandelt.<!-- ISI_LISTEN_STOP -->
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