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AT&S - Wachstumsweg zu 80 Euro

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neuester Beitrag: 29.09.22 14:27
eröffnet am: 28.03.20 07:27 von: cicero33 Anzahl Beiträge: 1943
neuester Beitrag: 29.09.22 14:27 von: McFarlane Leser gesamt: 644168
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28.03.20 07:27
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1476 Postings, 2449 Tage cicero33AT&S - Wachstumsweg zu 80 Euro

Ich habe mich dazu entschlossen einen neuen AT&S - Thread zu eröffnen, weil das Unternehmen im Rahmen der dem Leitsatz "More than AT&S" untergeordneten Strategie eine bedeutende Veränderung erfährt, die dazu führen wird, dass AT&S auch an der Börse neu bewertet werden wird. 

Ich möchte damit auch das Kursziel 80 Euro für das Geschäftsjahr 2024/25 ausgeben und habe entsprechend auch den Thread-Titel angepasst.

Die Grundlage für dieses Kursziel bilden die unternehmenseigenen Prognosen, wonach mittelfristig, also in 5 Jahren (GJ 2024/25), ein Umsatz von 2 Mrd Euro und eine EBITDA-Marge von 25-30% erreicht werden soll. 

Was steht also hinter dem Leitsatz bzw. der Strategie "More than AT&S":?

* Die Hauptsäule ist definitiv der massive Ausbau der IC-Substrate - Produktion, welche die Kapazitäten bis zum GJ 2024/25 stufenweise verfünffachen lässt und AT&S unter die TOP 3 - Hersteller (weltweit) vorstoßen lassen soll. 

* Daneben steigt AT&S verstärkt in die Modulproduktion ein. Es wurden bereits Investitionen in Produktionsanlagen (Werk Chongqing II) vorgenommen. Die Umsätze sollen in den nächsten 2 Jahren
5-10% des Konzernumsatzes erreichen. 

* Zusätzlich zur "Produktion" von Modulen wird AT&S auch Dienstleistungen in diesem Bereich anbieten. Das geht von der Planung mit dem Kunden, über die Produktion und den Tests. Die Wertschöpfung wird also gesteigert und weitere Umsätze erzielt.

In den letzten Jahren ist es gelungen weltweit die Nr. 1 bei der Produktion von technologisch hochwertigen Leiterplatten zu werden. Die Margen stiegen stetig an. Die Pläne unter "More than AT&S" werden eine weitere Margenverbesserung nach sich ziehen.
Die Projekte sind nicht nur bereits geplant und großteils finanziert, sondern es wurde bereits mit der Umsetzung begonnen. Nach zuletzt getätigten Investitionen wird sich die Kapazität für die Produktion von IC-Substraten bereits im GJ 2020/21 nahezu verdoppeln. 

Anhand der angeführten Parameter (Umsatzverdoppelung und Margenverbesserung) lässt sich somit für das Geschäftsjahr 2024/25 ein EBITDA von 500-600 Mio bzw. ein Nettogewinn zwischen 205 und 280 Mio errechnen (Selbstverständlich wurden dabei auch erhöhte Abschreibungen und Zinskosten bzw. Steuern berücksichtigt).
Unterstellt man nun bei gleichbleibender Aktienanzahl einen Aktienkurs von 80 Euro käme man auf einen Marktwert von 3,1 Mrd Euro. Bei der erwarteten Gewinnspanne würde das ein KGV von 11-15 bedeuten. Die Kosten für den Ausbau sollen aus dem CashFlow, den bestehenden liquiden Mittel und neuen Krediten, bestritten werden. Es ist also keine Kapitalerhöhung geplant.

Ich freue mich auf Eure Meinungen zum Thema...  
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18.09.22 18:03

307 Postings, 831 Tage hzenger2020AT&S

@Handbuch: es geht mir nicht darum, den Kurs zu erklären. Worum es mir geht ist zu verstehen, woran der Erfolg von AT&S hängt.

AT&S selbst hat kurzfristig sehr wenig eigenen Einfluss auf die Abrufmengen und kann das auch nur eingeschränkt vorhersagen.

Das ist ähnlich wie bei einem Zulieferer in der Automobilindustrie, der nur einen Kunden hat: wie gut die Abrufe da sind, hängt einzig und allein an dem OEM Kunden, nicht am Zulieferer selbst.

Wenn man sich den obigen Link zu Phantom Lake durchliest, deckt sich die Technologie zu 100% mit der Beschreibung von AT&S für die Zukunft von ABF Substraten. Daher ist es für AT&S wichtig, dass Phantom Lake nicht weiter verzögert wird.  

18.09.22 20:00

495 Postings, 2864 Tage McFarlane@hzenger

Sind die Abrufe tatsächlich gefallen oder vermutest du es nur?
Könnte AT&S nicht auch für die jetzige Generation bzw. für den anstehenden "Raptor Lake" (vielleicht ist es das neue Produkt für I/23?) ausreichend Abrufe erhalten, falls Meteor Lake tatsächlich erst Ende 23 kommen sollte?
Vielen Dank!  

18.09.22 23:13
1

307 Postings, 831 Tage hzenger2020AT&S

@McFarlane: Ich wollte nicht sagen, dass die Abrufe gefallen sind. Sondern lediglich, dass sie vermutlich fallen würden, wenn Intel Phantom Lake nochmal weiter verzögert.

Wenn BMW eine neue Ausgabe des 7ers verzögert, werden natürlich dennoch weiter alte 7er verkauft. Aber ich denke es wäre nachteilig für AT&S. Zum einen weil bei Intel dann die Stückzahl sinkt. Zum anderen, weil in der neuen Generation viel mehr Substrate verbaut sind.

Bei Intel selbst sind in Q2 die Stückzahlen bereits deutlich eingebrochen. Allerdings hat AT&S das scheinbar gut auffangen können dadurch, dass der Substratmarkt aktuell noch so eng ist. Daher kann es gut sein, dass AT&S auch im Herbstquartal wieder volle Auslastung hat, selbst wenn Intel wieder schwächeln sollte.

Aber ich denke mittelfristig kann sich AT&S mit den Abrufen nicht von Intel abkoppeln. Es ist ja der einzige Kunde für Chongqing.  

19.09.22 05:22
2

1476 Postings, 2449 Tage cicero33Intel-Produktion

#hzenger:

Ich finde Deine Sorge berechtigt, allerdings möchte ich hier nicht gleich den Teufel an die Wand malen.
Uns liegen die beiden Artikel vor, die Du oben gepostet hast.
Der Artikel mit den Gerüchten stammt von Anfang Juli und danach (offenbar nach dem Treffen zwischen Intel und TSMC) kam das Dementi von Gelsinger. Und danach kam die Aussage der IR - über den Produktionsstart - des "Kunden" mit Q1 2023, wobei nicht zu 100% geklärt ist, ob hier das selbe Produkt gemeint ist.

Das Problem scheint aber ohnehin in erster Linie Intel zu treffen. Laut dem Artikel mit den Gerüchten steht ja im Raum, dass Intel eventuell die CPU nicht fertig stellen kann und die Produktion der selben dann an TSMC auslagern müsste. Das hätte einen Gesichtsverlust für Intel zur Folge.
Das heißt aber nicht, dass das dahinter liegende Package (und genau das ist für AT&S von Bedeutung) nicht weiterhin wie geplant ausgeführt werden kann - dann eben mit mehr Bestandteilen  die von TSMC stammen. Bitte korrigiere mich, wenn ich hier falsch liege.
 

19.09.22 09:53
1

813 Postings, 4767 Tage Handbuch@cicero33

Kleine Korrektur:

Für den Fall, dass das Gerücht entgegen des Dementis doch richtig liegen sollte, wäre die Auslagerung der CPU an TSMC ja nur eine der beiden möglichen Lösungsansätze.

Die andere in dem Artikel erwähnt Lösung wäre auch die Verschiebung (bis Intel die Probleme selbst gelöst hat), wobei ich nicht weiß, ob diese Lösung weniger Gesichtsverlust bringen würde. Sie wäre außerdem auch noch sehr teuer, da Kompensationszahlung an TSMC fällig wären.

b.t.w. Vielleicht wären für diesen Fall ja auch Kompensationszahlungen an AT&S fällig, wenn die Abrufe nicht erfolgen sollten...  

19.09.22 10:16
1

495 Postings, 2864 Tage McFarlaneAT&S

@hzenger
Ich finde wie cicero, daß es übertrieben ist, von einem "schweren Jahr" oder "großem Desaster" zu sprechen, weil wir alle hier dem Informationsvorsprung von AT&S unendlich unterlegen sind. Ich kann mich erinnern, daß du im Mai 21 auch vor kommenden schweren Zeiten gewarnt hast und dann kam plötzlich die Game-changer-Meldung über Kulim.
Wir wissen z.B. nicht, ob AT&S überhaupt im KJ 23 mit "Meteor Lake" rechnet und es budgetiert hat; ob der noch ca. 2 Jahre dauernde  Ramp-up in Chongqing nicht doch auch für AMD erfolgt; welche Bedeutung die neuen großen Kunden haben (s. Kalifornien-Reise von Herrn Gerstenmayer im Frühjahr); ob ein neues Werk gebaut wird etc.

 

19.09.22 14:46

307 Postings, 831 Tage hzenger2020AT&S

@cicero and McFarlane: Das sehe ich ja gar nicht anders.

Mir ging es in erster Linie darum, über den Zusammenhang zwischen Phantom Lake und der Ausbaustrategie von AT&S zu berichten. Jetzt ist klar, woher das alles kommt, und wie eng es mit der spezifischen Strategie von Intel zusammenhängt.

Wie gesagt: keine Aktie verkauft. Wenn sich das alles wieder eingerenkt hat, steckt in der Aktie enormes Potential.  

20.09.22 05:16

1476 Postings, 2449 Tage cicero33Standortfrage

Alles klar hzenger, wie geschrieben finde ich den Artikel, wo Intel die zukünftigen Pläne betreffend der Miniaturisierung skizziert, sehr wichtig. Meiner Ansicht nach dürfte AT&S hier stark eingebunden sein.

Ein anderes Thema:

Für die Einen ist China nur Risiko - für die Anderen allerdings hat sich das Land in vielerlei Hinsicht bestens bewährt.
Im Standortvergleich zwischen den Kontinenten könnte Asien und hier insbesondere China in den kommenden Jahren wieder massiv an Attraktivität gewinnen.
Gerade jetzt im Handelsblatt gelesen:

China hat aktuell eine Inflationsrate von 2,7 %. Wenn man das mit den Infaflationsraten in den USA und Europa vergleicht, dann sind das Spitzenwerte.
Diese hohen Inflationsraten ziehen massive Lohnforderungen nach sich. Die "Metaller-Gewerkschaften" in Österreich verlangen bei den jüngsten Lohnverhandlungen zweistellige Lohnzuwächse. Einigen wird man sich wahrscheinlich bei 8%. Es ist zwar damit zu rechnen, dass diese extrem hohen Raten zurück gehen werden, dennoch wird das Niveau wohl eher hoch bleiben und in den nächsten Jahren damit weiter hohe Lohnabschlüsse nach sich ziehen. Das Lohnniveau in den westlichen Ländern wird also stark steigen, während Asien diesen Treiber nicht hat.
Auch beim Strompreisniveau kann Asien nun zunehmend seine Vorteile ausspielen. Während Europa unter den hohen Preisen ächzt, ist in Asien dieses Thema nicht auf der Tagesordnung zumal man weiter billig mit Energie versorgt wird.
 

20.09.22 07:06

407 Postings, 680 Tage DividendiusWäre da nicht Biden

.... @ Cicero. Gute Einschätzung zu China. Wenngleich ich die USA mag, bleibt mir aktuell nur zu sagen, dass es merkwürdig ist auf die "Vernunft" der Führung Chinas zu hoffen. Die aktuelle ständige Provozieren durch die USA in Bezug auf Taiwan, ist für eine friedliche Prosperität der Weltwirtschaft nicht sehr nützlich. Und gefährlich ist es auch. Man sollte bei Soitzenpolitikern ein Alterslimit einführen....  

20.09.22 11:56
1

813 Postings, 4767 Tage HandbuchStompreis / China

Ich habe vorgestern eine sehr interessante Studie zur Prognose des Strompreises in D gelesen. Darin ging man davon aus, dass der Höhepunkt 2023 liegen wird und er danach wieder sinkt. Für 2027 wird dann wieder das Niveau von vor dem Ukrainekrieg erwartet. Sollte es Eingriffe bei der Strompreisbildung geben (Merit- Order), so könnte der Strompreis schon vorher sinken.

Mit dem Ausbau der EE wird der Strompreis gemäß der Studie perspektivisch eher wieder sinken (so ab 2030). Sonne und Wind schreiben halt keine Rechnung und die Kosten für die Errichtung werden nach dem Überwinden der aktuellen Mangellage beim Material auch eher wieder weiter sinken. Hier sorgen die aktuellen Übergewinne der Hersteller schon für eine Steigerung auf der Angebotsseite.

Perspektivisch werden sich also die Strompreise in entwickelten Regionen wohl eher angleichen. Speziell in D ist der Strompreis auch stark durch Abgaben belastet (deutlich stärker als z.B. fossile Energieträger), was man ja mit dem entsprechenden politischen Willen auch ändern könnte.

Ich denke, zukünftig wird da eher  die Versorgungssicherheit einen hohen Stellenwert einnehmen und das politische Umfeld. Hier ist China mit seinen willkürlichen Eingriffen eher auf dem absteigenden Ast. Man schaue sich nur mal die andauernden Lockdowns in Folge Corona an.

Man sollte auch nicht vergessen, dass auf China in rund 10 Jahre vor riesigen demografischen Problemen stehen wird. Während offene Gesellschaften das mit Zuwanderung lösen können, steuert China hier auf ernsthafte Probleme zu. Die Nachwirkungen der lange Zeit politisch verordneten 1-Kind-Ehe sind heftig. Sinken die bisherigen Wachstumsraten (was sie derzeit ja bereits durch z.T. hausgemachte Probleme tun) und sollte der bisher damit verbundene Wohlstandszuwachs ausbleiben (mit dem man sich die Duldung der repressiven Staatspolitik durch die Bevölkerung bisher erkauft hat), so können hier durchaus unruhige Zeiten anstehen.

Ich sehe die weitere Entwicklung Chinas demzufolge nicht ganz so rosig wie andere hier  im Forum.  

20.09.22 14:03

407 Postings, 680 Tage Dividendius@Handbuch - China

zum Entwicklungspotential in China würde ich aber als "andere Sicht" den Gedanken einbringen, dass die chinesische Bevölkerungszahl auch im Rahmen der Ein-Kind Politik demographisch nicht so problematisch ist. Das bleibt ein "ziemlich großer Markt", mit spürbar weniger "Sozialstaat" und noch viel Potential zum Wohlstandsniveau westlicher Staaten (insoweit China das kulturell anstrebt). Besonders in den entfernteren Provinzen.

Die deutlich "direktere Lenkungsmacht" der politischen Führung (wobei ich das jetzt NICHT als generelles Vorbild sehe !!) gibt die Möglichkeit, auf Krisen anders zu reagieren als der Westen, wo Politiker immer wieder abstimmen müssen, ob aktuelle Maßnahmen, die z,B für Umwelt und Klima gut wären, auch für eine Wiederwahl "förderlich" sind. Käme China z.B auf die Idee, rigorose Maßnahmen für das Klima wären nötig, die würden das in der halben Zeit umserzen, im Vergleich zu uns.

Ich finde deine Position durchaus interessant und vertretenswert, denke aber, dass Ciceros Einschätzung - für mein Gefühl - realistischer ist. China hat es irgendwie geschafft, einen kommunistisch gelenkten Staatskapitalismus zu entwickeln. Das ist durchaus ein beachtliches Modell - auch wenn ich darin bzw dort nicht würde leben wollen.....  

20.09.22 15:00
2

813 Postings, 4767 Tage Handbuch@Dividendius

Ich sehe auch deutliche Vorteile für die Wirtschaft, wenn z.B. Infrastrukturprojekte nicht lange diskutiert werden müssen, sondern einfach angeordnet werden können. Wie das im Einzelfall aussieht, konnte man ja gut sehen, als für das letzte große Staudammprojekt einfach mal so eben hunderttausende Menschen enteignet und zwangsumgesiedelt wurden. Solche Strukturen sind unterm Strich langfristig aber nur bedingt für die Wirtschaft vorteilhaft, weil mit der gleichen Brutalität auch Projekte durchgezogen werden, die nur einzelnen Leuten die Taschen füllen oder sich die Sünden an der Umwelt irgendwann rächen Das kann man toll finden - mein Ding ist es eher nicht. Aber darum geht es mir gar nicht.

Irgendwann wird das System einfach von innen kollabieren, weil die Menschen die extreme Bevormundung nicht mehr wollen. Davon bin ich fest überzeugt.  Aktuell verschärft die KP noch den Druck und kann vieles im Keim ersticken.  Aber nach "fest" bekommt bekanntlich "ab". Wie unvorhersehbar schnell es gehen kann, haben wir ja alle bei der DDR erlebt. Das nachlassende Wirtschaftswachstum wirkt da wie ein Katalysator.

Auch der Druck der westlichen Öffentlichkeit (und der Institutionen) wird immer mehr westliche Unternehmen treffen, die von unmenschlichen Strukturen dort profitieren. VW war da sicher nicht das erste und auch nicht das letzte Unternehmen. Letztendlich überdenken sehr viele Unternehmen auch von sich aus, ob weltweite Lieferketten bei steigenden Logistikkosten und in Zeiten des Klimawandels noch der richtige Weg des Wirtschaftens sind. Meyer Burger zum Beispiel hat sich aus China weitestgehend zurückgezogen, weil sie deren ständigen Copyrightverletzungen einfach leid waren. Das wird ja offenbar von vielen inzwischen als völlig normal angesehen, genau wie die staatlichen organisierte Wirtschaftsspionage Chinas.

Ich denke, es ändert sich aktuell recht vieles. Das wird auch an China nicht spurlos vergehen. Nicht unbedingt heute oder morgen, aber dafür recht sicher...  

20.09.22 20:46
1

407 Postings, 680 Tage Dividendius@Handbuch

Dass "Globalisierung" in der Regel für die Umwelt (aber auch für heimische Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen vor Ort) oft  nachteilig iat, davon bin ich überzeugt. Dient vor allem dem Profit.. Hat ja einen (mehrere) Grund / Gründe warum - auch AT&S -  großen Werke nicht in der Steiermark gebaut werden.... Dass die EU und auch die USA riesige "Prämien" für die Rückkehr planen, hab ich gelesen. Ob wir die nach Inbetriebnahme höheren Stückpreise zahlen wollen, bezweifle ich dennoch. Auch wenn die angepeilte Beendigung der Abhängigkeit von Asien schön wäre (siehe auch Pharmaproduktion) frage ich mich, wie das gehen wird, wenn die EU Standarts erhalten bleiben. Wer wird sich dann so manches, was man gerne hat, noch leisten können - und vor allem: wer nicht ?

Letztere Frage spricht für China ....

Recht geb ich dir auch, dass in Diktaturen zum Nachteil vieler, Staudämme etc  errichtet werden können. Das hab ich aber auch nicht als positiv dargestellt - und nur so nebenbei angemerkt gibt es in unseren demokratie- und menschenrechtfreundlichen Westen doch auch einige, denen es herzlich egal ist, unter welchen Bedingungen der Kaffee mancherorts produziert wird, solang er bei uns am Tisch landet. FAIR TRADE gabs schon lange - mit wenig Punlikum und als Luxusware für jene, die mehr zu zahlen in der Lage waren.
Was ich sagen will: dem Westen ist der von dir beispielhaft genannte diktatorisch verordnete Staudamm herzlich egal, wenn dafür Energie gewonnen wird, die  Produkte verbilligt, die wir haben wollen. Und übrigens sogar herzlich willkommen, wenn die Turbinen von Siemens kommen....

Das hab ich aber auch nicht mit meinem früheren Statement gemeint. Regime wie das Chinesische HÄTTEN auch die Möglichkeit, Umweltbewusstheit zu verordnen, sobald das dort ein Thema wird. Während bei uns mit Rücksicht auf die Wirtschaft ("Mitsprache") 50jährige Übergangsfristen geplant werden, aber die Amazonas Abholzung kritisiert wird... während bei uns jeder Quadratmeter Boden versiegelt wird.... etc.....

Ich denke, so sehr ich Demokratie liebe und auch die Freiheit als unabdingbares Gut ! Es ist nicht alles schlecht, was in anderen Kulturen geschieht - auch in der chinesischen....  

22.09.22 21:59

93 Postings, 1568 Tage stbauiiPhone 14

Gibt es eigentlich offizielle Aussagen, in wie weit AT&S bzgl. der neuen iPhone Generation involviert ist?  

23.09.22 23:46

208 Postings, 1298 Tage merkas@ Handbuch

kannst du den Link schicken für die Studie

bisher habe ich nur gelesen dass es in Zukunft keine Strompreise geben soll die das vor Ukraine Krieg Niveau erreichen
https://www.morgenpost.de/wirtschaft/...-500-euro-megawattstunde.html

 

24.09.22 10:18

813 Postings, 4767 Tage Handbuch@merkas

link leider nicht, aber die Quelle kann ich Dir benennen:



PV-Magazine Germany 09/2022 Seite 69


Das Research stammt von der Firma Axpo aus der Schweiz.

 

24.09.22 16:02
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2734 Postings, 4619 Tage TamakoschySubstrate bleiben knapp

https://www.elektroniknet.de/halbleiter/...-bleiben-knapp.199019.html


Substrate für High-End-CPUs, GPUs und 5G-Networkng-Chips bleiben weiterhin knapp – voraussichtlich noch für zwei bis drei Jahre.

Das prognostizieren die Analysten von Yole Intelligence. Denn die Folgen der Covid-19-Pandemie, die hohe Inflation und die geopolitischen Spannungen wirken sich weiter negativ auf die Material-Zulieferer aus. Andererseits bleibt der Bedarf an den oben genannten Chips hoch. So übersteigt derzeit der Bedarf an ABF-Substraten (Ajinomoto Build-up Film) die Fertigungskapazität der Hersteller bei weitem und die Lieferzeiten sind laut Yole auf fast neun Monate, die Preise um 15 bis 25 Prozent gestiegen. Mit ABF-Substraten werden die Träger gefertigt, die zwischen den Chips und der Leiterplatte sitzen.

»Die Substratlieferanten investieren gerade viel Geld in die Erweiterung ihrer Kapazitäten. Sie versuchen die Versorgung der Kunden zu sichern, mit denen sie bereits langfristige Lieferabkommen abgeschlossen haben. Allerdings wird es einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor die neuen Kapazitäten auf dem Markt ankommen werden. Deshalb rechnen wir mit anhaltender Knappheit über die kommenden zwei bis drei Jahre«, sagt Dr. Yik Yee Tan, Senior Technology und Market Analyst von Yole Intelligence.  

25.09.22 09:52
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1476 Postings, 2449 Tage cicero33Auslotung der Tief`s

Danke Tamakoschy, für den Artikel.
Er bestätigt im Prinzip das, was die IR gesagt hat. Die Nachfrage übersteigt weiterhin das Angebot.
Nach wie vor hat AT&S keine Umsatz- oder Gewinnwarnung ausgesprochen, meiner Ansicht ist eine solche auch nicht zu erwarten.
Und trotzdem verliert die Aktie Tag für Tag an Wert. AT&S konnte sich lange Zeit gut, innerhalb der Tradinge Range, halten - jetzt scheinen alle Dämme zu brechen. Jene, die gemeint haben, wir könnten auch die 30 Euro-Marke erreichen scheinen bestätigt zu werden. Die Short-Spekulationen - allen voran von Point 72 und JPMorgan - gehen voll auf.  
Das traurige ist, wer geglaubt hat, AT&S könne sich angesichts der guten (und noch immer nicht eingetrübten) Unternehmensentwicklung dem Markt entziehen, wurde eines Besseren belehrt. Vom Hoch bei 56 Euro sind wir mittlerweile auch schon 40% entfernt und reihen uns damit unter viele andere Tech-Werte bzw. Branchenwerte ein. Auch eine Unimicron hat von der Spitze weg nur 50% verloren.

Wie geht es nun weiter:

Auch wenn sich Fundamental nichts verändert hat und auch eine kommende Rezession für AT&S nur geringe Auswirkungen haben dürfte, vermag ich nicht zu sagen, wann der Kursverfall hier gestoppt wird.
Wahrscheinlich sollte man in solchen Phasen auf die wichtigen Indizes schauen. Interessant finde ich dazu die Aussage von Markus Koch. Demnach soll man (laut der Bank of America) bei einem S&P-Stand von 3600 Punkten am Aktienmarkt wieder knabbern, bei 3400 zubeißen und erst bei 3000 wieder voll investiert sein. Das gilt jetzt allerdings für den US-Markt. Aktuell steht der S&P bei 3693 Punkten.

Nachdem Europa aber mit schwerwiegenderen Problemen zu kämpfen hat, wäre es schon vorstellbar, dass sich Indizes wie der ATX oder der Dax erst wieder bei Corona-Niveaus fangen. Diese lagen beim ATX bei 1700 Punkten und beim DAX bei 9000 Punkten. Davon sind wir noch zumindest 25% entfernt.

Geht man davon aus, dass AT&S im Gleichklang der Märkte mit nach unten geht, müsste das Tief damit bei etwa 25 Euro liegen. Dass es nochmals auf das Corona-Tief (10,20 Euro) geht, halte ich für ausgeschlossen - dafür war die fundamentale Entwicklung von AT&S zu signifikant.
 

27.09.22 09:16

2929 Postings, 1067 Tage Michael_1980gedanken

passt hier zwar nicht rein -
ABER

Ist Intel zu diesen Kursen nicht auch Günstig bewertet?  

27.09.22 20:32
1

1476 Postings, 2449 Tage cicero33Intel gegen AMD

Es bleibt spannend beim Duell Intel gegen AMD.

Intel hat nun seinen neuesten CPU-Prozessor Raptor Lake offiziell vorgestellt:

https://www.hardwareluxx.de/index.php/news/...oren-offiziell-vor.html

Die offizielle Vorstellung deutet nun stark darauf hin, dass es hier nicht mehr zu Verzögerungen kommt.
 

27.09.22 21:20

2213 Postings, 4125 Tage PurdieRaptor Lake

In diesem Bericht wird von einem Start am 20. Oktober gesprochen.

https://www.pc-magazin.de/ratgeber/...-i9-i7-i5-i3-3202044-17956.html

7 nm Technologie zwischen Q2 und Q4 2023  

28.09.22 11:34
1

495 Postings, 2864 Tage McFarlaneEvtl. ist

"Sapphire Rapids" das Produkt, für das AT&S ab 1. Q. 23 höherwertige Lösungen liefert?

https://www.theregister.com/2022/09/27/...ire_rapids_xeon_processors/  

29.09.22 00:16
3

307 Postings, 831 Tage hzenger2020AT&S

@McFarlane: Ja, genau. Sapphire Rapids ist der erste Data Center CPU von Intel, der das neue komplexe Packaging beinhaltet, das große Volumen an ABF Substraten von AT&S benötigt.

Vom Design her ist das lange fertig, aber Intel hat jetzt bereits mehrfach den Release verschieben müssen, weil die eigenen Fabs die 7nm Produktion nicht hinkriegen. Hoffentlich klappt es ab Anfang 2023. Wenn das auf Ende 2023 verschoben würde müsste man es vermutlich irgendwann aufgeben und TSMC produzieren lassen.  

29.09.22 11:29
1

1476 Postings, 2449 Tage cicero33Sapphire Rapids

@McFarlane: Ja, genau. Sapphire Rapids ist der erste Data Center CPU von Intel, der das neue komplexe Packaging beinhaltet, das große Volumen an ABF Substraten von AT&S benötigt.



Wenn das so ist, so müsste sich daraus auch ableiten lassen, dass es zu keiner Verzögerung mehr kommt, und Sapphire Rapids tatsächlich mit Q1 ausgerollt wird.
Wäre dem nicht so, könnte AT&S seine Prognosen wohl nicht halten.
 

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