In Großbritannien wurde die Beschneidung diskutiert und bereits seit 1949 die Kostenübernahme dafür durch die Solidargemeinschaft abgelehnt. Das schließt wohl auch die Kosten für eventuelle sich daraus ergebende Komplikationen ein. Daraufhin sanken die Raten der routinemäßigen (also vor allem religiös motivierten) Beschneidungen von ca 30% bis auf heute unter 0,5%.
In den Niederlanden ist die umfassende Aufklärung durch einen Arzt Voraussetzung für die Durchführung einer Beschneidung, ein Verbot wird angestrebt.
In Schweden trat am 1. Okt. 2001 ein Gesetz in Kraft, das Beschneidungen an Jungen, die älter sind als 2 Monate, generell verbietet.
Erst jetzt wird mir klar, warum (sehr liberale, die Religion kaum praktizierende) muslimische Freunde, die nach Schweden gezogen waren, für die Beschneidung ihres Sohnes nach Deutschland gekommen sind.
Niemand hat überhaupt mitgeteilt, warum das so war - niemand hat auf "die Schweden" geschimpft und sie "rassistisch" oder sonstwas genannt.
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