Eine Verdoppelung des Kaufpreises einer Immobilie aus den 70er Jahren ist ja nun auch kein großartiger Renditeerfolg. Wenn es denn wenigstens stimmen würde. Nach meinen Erfahrungen sind es gerade die Häuser aus den 70er Jahren, die ihren Besitzern (oder deren Erben) beim Verkauf lange Gesichter bescheren. Zumindest in den entfernteren Randgebieten der Städte und in stadtferneren Regionen sind solche Häuser schwer verkäuflich, besonders wenn die Eigentümer sich nach Erreichen des Rentenalters die Renovierung und Modernisierung nicht mehr leisten konnten, nachdem sie gerade mit dem Abbezahlen der Raten fertig waren...
Die Immobilienpreise sind ja auch nicht kontinuierlich gestiegen, sondern bis ca 2008 sogar gebietsweise kräftig gefallen. Und im Artikel wird ja deutlich darauf hingewiesen, dass solche Preissteigerungen nicht ewig anhalten. Genau wie das historisch niedrige Zinsniveau. Wenn die Zinsen steigen, steigt ebenfalls die Zahl der Zwangsversteigerungen...
Es ist doch sehr einleuchtend, dass der Vorteil niedriger Hypothekenzinsen bei einer Immobilie-Preissteigerung von über 20 Prozent nur noch als Werbeargument taugt.
Andererseits stimmt es, es gibt kaum noch bessere Anlagealternativen fürs Eigenkapital.
In einem anderen Forum las ich von einem Knaben, der seine Eigentumswohnung ganz auf Kredit gekauft hatte und sein spärliches Eigenkapital lieber in Silbermünzen anlegte, um den Kredit mit dem Gewinn nach der erwarteten Explosion des Silberpreises zu tilgen. Hoffentlich klappt das...
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