Selber (mit-)bezahlen macht Gesund!

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 08.03.04 09:27
eröffnet am: 07.03.04 20:01 von: ALDY Anzahl Beiträge: 3
neuester Beitrag: 08.03.04 09:27 von: ALDY Leser gesamt: 2100
davon Heute: 1
bewertet mit 2 Sternen

07.03.04 20:01
2

1715 Postings, 5980 Tage ALDYSelber (mit-)bezahlen macht Gesund!

07.03.2004          
Die Wartezimmer sind leer
Aus Angst [= Geiz ] vor der Praxisgebühr gehen die Deutschen weniger zum Arzt / Davon profitieren die Krankenkassen

Von Carsten Brönstrup und Cordula Eubel

Lange Wartezeiten, volle Wartezimmer in den Praxen – das alles gehört der Vergangenheit an. Die Deutschen gehen weniger zum Arzt, Gesundheitsreform und Praxisgebühr scheinen vielen Bürgern den Gang zum Arzt zu vermiesen. Auch im Februar ist die Zahl der Arztbesuche zurückgegangen. Um drei bis fünf Prozent seien die Arztkontakte gesunken im Vergleich zum Februar des vergangenen Jahres, sagte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Damit setzt sich der Trend vom Januar fort – in den ersten vier Wochen des Jahres war die Zahl der Arztbesuche um fünf bis acht Prozent zurückgegangen. Die auf diese Weise erreichten Einsparungen wollen mehrere Krankenkassen Tagesspiegel-Informationen zufolge über Beitragssenkungen an die Versicherten weitergeben.

Vor allem die Fachärzte werden nach Erkenntnissen der KBV von den Patienten gemieden. Hals-Nasen-Ohrenärzte, Orthopäden und Hautärzte seien überproportional vom Rückgang der Arztbesuche betroffen, erklärte ein Sprecher des Verbandes. Damit scheint die Gesundheitsreform eines der wichtigsten Ziele erreicht zu haben. Die Praxisgebühr sollte die Versicherten dazu anhalten, nur dann den Arzt aufzusuchen, wenn es unbedingt notwendig ist. Allerdings seien die Zahlen vorerst noch Schätzungen, warnt die KBV. Noch nicht klar sei, ob die „gewisse Enthaltsamkeit“ der Leute darauf zurückzuführen sei, dass sie im November und Dezember zum Arzt gegangen seien und sich mit Medikamenten eingedeckt hätten.

Auch der ärztliche Notdienst wird wegen der Praxisgebühr seltener in Anspruch genommen. Nach Einführung der Praxisgebühr behandelte etwa der Notdienst in Niedersachsen im Januar 32,4 Prozent weniger Patienten als ein Jahr zuvor. Nach 27694 Patienten im Januar 2003 suchten nun nur noch 18729 Menschen den Notdienst auf, erklärte die Kassenärztliche Vereinigung in Hannover. Zudem sind auch die Arzneimittelausgaben der Kassen im Januar gesunken – um 30 Prozent.

Mehrere Krankenkassen prüfen nun, wegen der Kostenersparnisse im Laufe des Jahres die Beiträge zu senken. „Wir peilen das an“, sagte ein Sprecher der Barmer Ersatzkasse. Die mit gut siebeneinhalb Millionen Versicherten größte deutsche Krankenkasse hat bereits beschlossen, zum 1. April ihren Beitrag von 14,9 auf 14,7 Prozent zu senken. In der zweiten Jahreshälfte werde der Verwaltungsrat darüber befinden, ob es weiteren Spielraum für Senkungen gebe. Das Bundesgesundheitsministerium erwartet nach dem 1. April noch mehrere Runden von Beitragssenkungen.

Die hat auch die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) im Visier. „Wir können hoffentlich am Ende des Jahres sagen, dass wir die Beiträge noch einmal senken werden“, sagte ein Sprecher. Die DAK hatte zum 1. Januar ihren Satz von 15,2 auf 14,7 Prozent ermäßigt. Die Techniker Krankenkasse (TK) wartet erst einmal ab. Um die Entlastungen durch die Gesundheitsreform seriös beurteilen zu können, brauche man ein paar Monate, heißt es. Auch der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) will sich noch nicht festlegen: Vor dem Ende des ersten Halbjahres sei es schwer, eine zuverlässige Tendenz zu den Arztbesuchen und den Arzneimittelausgaben abzuschätzen.

Aus http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/...rchiv/07.03.2004/1011059.asp

Reformen und Einsparungen sind machbar, Herr Nachbar!
( Alter Sponti-Spruch :)


Aldy  

07.03.04 20:24

1715 Postings, 5980 Tage ALDYSollte man für Beamte/Lehrer auch einführen!

Immer mehr Lehrer dauerkrank - ALARM bei Experten.

Bildungssenator kündigt Neuanstellungen an



RONALD GORNY


Berlin - Riesen Sorge um die Gesundheit der 32 064 Pädagogen der Hauptstadt. Immer mehr liegen flach, können nicht unterrichten.

Bildungssenator Klaus Böger (SPD) sagte dem KURIER: "Die Zahl der dauerhaft kranken Lehrer, die länger als drei Monate ausfallen, hat sich um 31,2 Prozent erhöht. Im Schuljahr 2002/2003 waren es 519, im ersten Halbjahr 2003/2004 bereits 681. 2000/2001 waren es 835, 2001/2002 insgesamt 623. Angaben über Art der Erkrankung und Diagnose liegen uns aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht vor. Aber ein großes Problem ist das hohe Durchschnittsalter der Berliner Lehrer, das bei 48 Jahren liegt."


Für FDP-Bildungsexpertin Mieke Senftleben ist vor allem die Lage der Gymnasiallehrer prekär. Über 60-Jährige arbeiten mittlerweile vier Stunden länger – wegen der regulären Erhöhung der Stundenzahl und des Wegfalls der zweistündigen Altersvergünstigung. Senftleben: "Junge Lehrer könnten in nicht vorbereitungsintensiven Fächern wie Sport, Musik und Kunst wöchentlich zwei Stunden länger arbeiten und damit ältere Kollegen entlasten."


Der Chef des parlamentarischen Schulausschusses, Michael Borgis (CDU), bezeichnet den jüngsten Krankenstand als "alarmierend". Und er fügt hinzu: "Die Lehrer werden nicht nur immer älter, sondern müssen auch noch vor immer mehr Schülern unterrichten. Hinzu kommt die zunehmende Gewalt. Ich fordere für das neue Schuljahr 900 neue Lehrerstellen."


Bildungssenator Klaus Böger (SPD) hält dies angesichts der dramatischen Haushaltslage für nicht finanzierbar. Ein Lehrer koste im Jahr 45 000 Euro. Dennoch gibt es Erleichterungen. "Wir stellen zum Schuljahr 2005/2006 fast 1300 neue Pädagogen ein. Bereits seit dem 1. Februar ist für alle Lehrkräfte Altersteilzeit ab 60 möglich. Sie erhalten 83 Prozent ihres letzten Gehaltes bei 50 Prozent Arbeitsvolumen", so der Berliner Bildungssenator.



Sprachlos

Aldy
   

08.03.04 09:27

1715 Postings, 5980 Tage ALDYuo o. T.

   Antwort einfügen - nach oben