Rund um den Dax

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neuester Beitrag: 13.06.20 03:34
eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord Anzahl Beiträge: 1438
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01.01.14 23:21
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7156 Postings, 3365 Tage ChartlordRund um den Dax

Die Beträge zu diesem Thema sollen sich sowohl mit dem Dax selbst als auch mit einzelnen Werten aus diesem Index beschäftigen. Es soll dabei auf die Auswirkungen des Marktes auf den einzelnen Wert als auch auf den Index insgesamt geachtet werden. Das heisst nicht, dass hier jede kleine Kursveränderung eines einzelnen Wertes zur Sprache kommen soll, sondern nur solche, die von wesentlicher Natur sind, das heisst, dass sie auch über den Charakter einer kurzfristigen Kursschwankung hinaus gehen sollen.

Die Beiträge sollen unter dem Gesichtspunkt einer langfristigen Kapitalanlage abgefasst werden, die jedoch Chancen einer kurzfristigen Kapitalanlage durchaus berücksichtigt. Wichtig ist mir dabei, dass das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland verfolgt wird und - soweit von Belang - auch das jeweilige ausländische. Die Beiträge sollen sich von den Beiträgen in dem Thread zur Europäischen Finanzpolitik dahin gehend unterscheiden, dass hier die Wirtschaft den Blickwinkel bestimmt, der jedoch auch von der Politik geprägt werden kann.

Der Chartlord  
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1412 Postings ausgeblendet.

25.02.20 10:30

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordWo ist die Zukunft ?

An der Börse wird die Zukunft gehandelt, so sagt man.

Wenn das stimmt, so sieht die Lage sehr düster aus.
Nur wenn das Wörtchen wenn nicht wär...

Welche Zukunft ? Welche Gegenwart ? Ganz offensichtlich handelt der Markt schon eine weltweite Pandemie, die unkontolliert wütet.
Das ist jedoch mit den Ansteckungszahlen weltweit nicht vereinbar. Selbst in China ist die Ansteckungsrate in der abgesperrten Region nicht einer Epidemie entsprechend hoch. Das Mindstmaß liegt dabei bei rund einer Verdoppelung täglich.

So weit ist es bislang nicht gekommen.
Die Menschen verhalten sich vorsichtig und beschränken ihren Ausenthalt außerhalb ihrer Wohnung auf das Mindestmaß.
Das gleiche gilt für die Italiener. Selbst in den Sperrgebieten laufen die meisten Fabriken ohne Einschränkung.

Jetzt heisst es nur Abwarten, ob sich die Seuche weiter - aber unkontolliert - ausbreitet. Eine geringfügige Ansteckung ist aber völlig normal und wäre nur eine Bestätigung, dass die Quarantänemaßnahmen erfolgreich angewendet worden sind.
Wegen der Inkubationszeit von ca. 14 Tagen werden wir in spätestens dieser Zeitspanne sehen, ob die Zukunft zu recht an der Börse gehandelt worden ist. Die Ausrichtung der deutschen Aktien, die gegen die Wirtschaft Export- und Industrie lastig sind, entsprechen nicht den tatsächlichen Umfängen, die bei der deutschen Wirtschaft die Exporttätigkeit längst abgelöst hat. Nur noch die altbekannten und althergebrachten Nach-Geld-Schreier der deutschen Industrie sind auf vollen Touren und jammern auch über den gegen die Erwartungen gestiegenen Ifo-Index.

Konsum, Bau, Dienstleistungen, Freizeit und Tourismus usw. haben der Exportwirtschaft in Deutschland nicht nur den Rang abgelaufen sondern profitieren auch gegen die Erwartungen der Analysten von der Erkrankung.

Nur leider werden wir das im Dax nicht sobald widergespiegelt sehen.
Alle boomenden Branchen sind im Dax oder M-Dax nur weit unterrepräsentiert.

Schon in wenigen Tagen werden wir an den Erkrankungen in Norditalien sehen, die sich nicht pandemisch ausbreiten werden, dass die Vorsorge zu wirken beginnt, so dass die Märkte eine Zulunft einpreisen, die nicht kommen wird. Einen Einbruch der Wirtschaftsentwicklung einzupreisen ist sehr gefährlich, insbesondere dann, wenn alle derzeitigen Faktoren gegen eine Pandemie sprechen.

Nächste Woche beginnt der neue Monat und am 20.3. ist der nächste große Verfallstag. Danach wissen wir mehr.

Der Chartlord  

29.02.20 21:53

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordDer Aufschwung kommt

Schon jetzt ist klar ersichtlich, dass der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland nach dem Zenit der Erkrankungen hier stark und nachhaltig sein wird. Es wird nämlich schon jetzt so viel Erdöl weltweit gefördert, als ob es keine Beeinflussung durch die Krankheitswelle gibt.

Die Lagerbestände sind randvoll und die Förderquote ist nicht reduziert worden.
Zum jetzigen Zeitpunkt würde eine einfache Reduzierung der Förderquote schon nicht mehr ausreichen um die Lagerbestände abzubauen.
Die Faktoren, die abseits der Erkrankung zur Reduzierung des Verbrauchs geführt haben, werden eben nicht mit dem Ende der Epidemie beendet sein, sondern dauerhaft erhalten bleiben. Das ist weder jetzt noch war es vor dem Ausbruch der Epidemie berücksichtigt worden.

Die Folge davon wird sein, dass alle Energiekosten der Wirtschaft weltweit sinken werden.
Momentan ist das noch nicht einmal bei den Benzin/Kerosinkosten der Fall.
WTI kostet ca. 45 und BRENT ca. 50 Dollar. Doch selbst nach diesem Preisverfall ist nicht gesagt, dass es dabei bleiben wird.
Der Preisentwicklung steht immer noch die Mengenentwicklung entgegen. Natürlich werden Kräfte des Marktes auch jetzt wieder versuchen die Preise künstlich zu stützen, aber je länger diese Überproduktion andauert, desto stärker wird der Preisdruck. Der Verbraucher hat im Moment die Zeit auf seiner Seite, weil er nur abwarten muss, bis sich der Preiskampf an der Zapfsäule entfaltet. Noch ist das nicht der Fall, aber noch ist auch der Zenit der Erkrankung nicht vorüber.

Das gegenwärtige Überangebot aller Rohölprodukte reagiert nicht auf die Nachfrage, obwohl gerade diese Nachfrage hier in Deutschland so gut wie ungebremst besteht. Das führt hier bei uns dazu, dass die weltweit sinkende Nachfrage wegen der Erkrankungen erst mit Verzögerung hier bei uns ankommt. Dann jedoch hat sich die Erkrankung auch hier ausgebreitet und die Nachfrage verringert.

Und dann erst wird man feststellen wie stark der Überhang der Produktion wirklich ist.
Momentan wird noch ein großer Teil dieses Überhanges durch eine Veränderung der Transportwege und Angebotsorte verschleiert. Der Sprit, der vormals in den Sperrgebietern benötigt wurde, muss entweder dort eingelagert werden oder an andere Orte abtransportiert werden. Von Wuhan nach Ingolstadt kann es schon mal 6 Wochen dauern. Ob mit der Feststellung der Überversorgung der Sperrgebiete schon sofort eine Reduzierung der Fördermenge verbunden ist, bezweifle ich, denn das hätte schon längst vor Wochen den Förderhahn zudrehen müssen - hat es aber nicht.

Die zunehmende häusliche Quarantäne wird erst in den kommenden Wochen für überquellende Lagerbestände bei uns sorgen.
Und auch ein noch so tief fallender Spritpreis wird nicht für eine steigende Nachfrage sorgen.
Das wäre nur durch Schliessung einiger Bohrlöcher möglich. Nur dazu hat sich kein Förderland durchgerungen.
Ein Spritpreis, der für längere Zeit unter 1,30 € bleibt, fördert die Wirtschaft in Deutschland mehr als etliche Konjunkturprogramme, wie sie die FDP fordert. Die Auswirkungen auf den Reiseverkehr in und nach Deutschland lassen sich nur erahnen, sind aber auf jeden Fall ungewöhnlich stark und gut. Viele Reiseveranstalter gehen zwar davon aus, dass es zu besonders vielen Last-minute-Buchungen kommen wird, die aber auf ein winziges Angebot hier in Deutschland treffen werden, weil schon jetzt fast alles ausgebucht ist. Also werden auch diese Buchungen immer mehr abseits der Hauptreiseziele und Reisezeiten ausgedehnt.

Und wenn die Epidemie bei uns nicht so stark ausfällt, haben wir den günstigen Spritpreis zu geringen Abschlägen der wirtschaftlichen Entwicklung voll bekommen.

Der Chartlord

 

06.03.20 13:46
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7156 Postings, 3365 Tage ChartlordWachstum voraus in Sicht

Zur Zeit sind ca. 550 Menschen in Deutschland mit der Erkrankung infiziert.
Die Infektionsrate liegt dabei stabil bei ca. 0,4 bis 0,6. Das ist zu weit von der Quote der Epidemie von 2,0 mit der täglich ein infizierter einen anderen anstecken würde. Bislang ist noch kein Toter zu beklagen, dagegen ca. 140 Tote in Deutschland durch die Influentia.

Im krassen Gegensatz dazu sind die Ölpreise ungebremst und mit voller Förderquote deutlich unter die letzten von mir hier erwähnten Marken gefallen. Gerade wird gemeldet, dass sich die OPEC-Staaten zwar zu einer Drosselung der Förderquote durchgerungen haben, aber sowohl Russland als auch Iran und Venezuela werden sich dem nicht anschliessen. Der Preisdruck, der jetzt an den Zapfsäulen angekommen ist, bleibt voll erhalten und ist jetzt schon viel größer in seiner Auswirkung auf die deutsche Wirtschaft, als die Erkrankung, wie wenn viele Hunderttausen Menschen hier infiziert sein würden.

Daran wird sich so bald nichts ändern, denn selbst wenn sich der hier nachlassende Verbrauch wieder normalisiert, bleiben die Überproduktionen noch darüber hinaus länger erhalten. Erst wenn die ganze Welt wieder nornal verbraucht, würde sich der Preisdruck entspannen und die Prfeise wieder ansteigen. Aber noch ist der Tiefpunkt längst nicht erreicht. Aber genau das wirkt sich erheblich auf die Geldbörsen der Verbraucher aus.
Die jetzt gemeldeten Zahlen der im Januar eingegangenen Industrieaufträge sind mit einer Nach-Geld-Schreier-Kultur nicht vereinbar. Mit einem völlig unerwarteten Anstieg der Aufträge der Industrie von 6,2 % kann man nicht von einer negativen Tendenz sprechen.

Schon bald wird der Benzinpreis unter die 1,30 € fallen. Die Aussichten auf einen Impfstoff sind ständig am steigen, und laut Robert-Koch-Institut sollen die ersten Praxisversuche noch vor den Sommerferien beginnen.

Der Chartlord  

09.03.20 01:45

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordÖlpreisdämmerung !

Wunderbar !

Wie erwartet sind die Ölpreise eingebrochen.
Nur anders als in allen früheren Einbrüchen wird er diesmal nicht sofort wieder ansteigen.
Zumindest solange wie der weltweite Zenit der Epidemie nicht erreicht/überwunden worden ist, wird der Ölpreis so tief bleiben. dabei ist noch nicht einmal gesagt, dass wir das Tief überhaupt jetzt schon erreicht haben. Dabei ist noch nicht zu erkennen, ob oder wann ein Förderstop von irgendwem eingelegt wird. Noch fördern alle volles Rohr. Auch wenn in der kommenden Woche einige Produzenten ihre Förderung einstellen werden (nicht reduzieren!), so bleibt die Überproduktion doch weiter erhalten. Wie stark das ist, erkennen wir daran, dass der Preisunterschied zwischen WTI und BRENT zwar prozentual gleich geblieben ist, aber absolut deutlich verringert wurde.

Das wird diesmal auch nicht wie sonst üblich ein paar Wochen dauern bis der Preiseinbruch an den Zapfsäulen angekommen ist. Das wird schon im Laufe dieser Woche der Fall sein. Es wird sogar jetzt schon unter 1,30 € gehen. Und mit den geringen Zuwachsraten des Krankenstandes hier in Deutschalnd, werden wir es wieder sein, die davon am meisten profitieren werden.
Die Zunahme beträgt weiterhin zwischen Faktor 0,4 und 0,6.

Langfristig müssen wir davon ausgehen, dass die Inflationsrate wieder unter 1,0% sinken wird. Gerade hatten wir 1,2%. Wenn wir also kein Völkersterben bekommen, stehen wir am Fuße eines kommenden Wirtschaftswunders, das von massiv gefallenen Energiepreisen und zumindest am Anfang von Nachholeffekten beeinflußt werden wird, das sich über Monate hin ziehen wird. Konsum und Bauwirtschaft werden deutlich zulegen, und das nicht nur in Deutschland. Günstig beeinflusst wird der Ölmarkt auch dadurch, dass die Zocker am Terminmarkt nicht so bald wieder einsteigen werden, da die Nachfrage nichts zum Zocken hergibt.

Für die nächsten Tage erwarte ich, dass die Anzahl der Erkrankten hier in Deutschland weit langsamer ansteigt als die Spritpreise nachgeben werden. Das gilt auch für die Kerosinpreise, die die Lagerbestände erst noch richtig anfüllen werden. Wegen der Einstellung vieler Fluglinien, hat der Nachkauf noch nicht richtig begonnen, so dass das erst einsetzen wird, wenn der Kerosinpreis noch deutlich tiefer gefallen sein wird.

Angeblich ist die Zahl der gemeldeten Kranken jetzt über 1000 angestiegen, liegt aber damit immer noch unter der Zahl der Influenzaerkrankten.

Die Zeit spielt jetzt für Deutschland ! Und da spielen wir auch gerne mit.

Der Chartlord  

16.03.20 00:21

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordUnd die Zeit spielt für uns

Ganz offensichtlich hat sich der Vollhonk völlig verschätzt.
Zum einen haben wir in Deutschland eben nur durch die schwarze Null von der Möglichkeit Gebracht gemacht uns in der Krise zusätzliche Mittel zu Trippel-A-Konditionen zu verschaffen. Das Besondere daran ist, dass unsere Minister unlimitiert all in gegangen sind. Zm anderen mag ja America first bei Trump gelten, aber eben nur bei ihm und nicht bei uns.

Nach Verlautbarung des Unternehmens, das Donald kaufen wollte, stehe die Firma und ihre Erzeugnisse sowie ihre Forschungsergebnisse nicht zum Verkauf und schon gar nicht für einen exclusiven Vertrieb in den USA zur Verfügung. Die Bundesregierung hat dazu nur darauf hingewiesen, dass die Coronaforschung mit Bundesmitteln gefördert werde und damit die Ergebnisse allen Menschen zugänglich gemacht werden. Aber natürlich gelte auch für diese Stoffe das jetzt beschlossene Exportgenehmigungsgesetz. Damit steht fest, dass die Realpolitik durch das besondere Gesundheitssystem Deutschland zum first of all gemacht hat.

Und genau dort sitzt auch der Hebel für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung bei uns.
Es zeigt sich schon jetzt, dass die Pandemie überall vorhanden ist und die Auswirkungen je nach Verbreitungsumfang die Wirtschaft beeinflussen werden. Die Ansteckungsrate bei uns liegt weit tiefer als in fast allen anderen Industrieländern. Die medizinische Versorgung in Verbindung mit der Eindämmungsstrategie und der nachfolgenden Geldflut werden dafür sorgen, dass wir weit weniger Beeinträchtigungen zu erleiden haben werden als die meisten andern Länder. Dazu kommt der jetzt schon unter 1,30 € gefallene Benzinpreis. Da der Ölpreiskrieg weiter andauert, ist nicht einmal ein Ende des Preisverfalls in Sicht.

Da die Firma CureVac, die von Trump gekauft werden sollte, schon weiter an einem Impfstoff geforscht hat als andere, soll angeblich noch im ersten Halbjahr 2020 der erste klinische Test beginnen. Das wäre mindetsens 6 Monate früher als bisher erwartet. Anders als laboratorische Tests muss in klinischer Erprobung bereits ein hohes Maß an Wirksamkeit laboratorisch nachgewiesen worden sein. Übirgens sind die deutschen Wissenschaftler dieser deutschen Firma nicht besonders erfreut, dass der präsidiale Trompeter die Impfstoffe auch nicht den deutschen Verwandten der Wissenschaftler zur Verfügung stellen will. Das wird die Entwicklung zusätzlich motivieren und dafür sorrgen, dass nicht nur sehr wenige Ansteckungsfälle hier in Deutschland zu verzeichnen sind, diese auch obendrein zuerst mit dem Gegenmittel versorgt werden, was dafür sorgen wird, dass die deutsche Wirtschaft durch alle Begleitumstände der Pandemie wieder zuerst und am schnellsten auf die Beine kommen wird.

Neben vielen Maßnahmen, die zur Eindämmung getroffen worden sind, ist zumindest hier in Berlin soviel Weitsicht vorhanden, dass die Restaurants geöffnet bleiben und die Stühle nur etwas auf Distanz gehen werden. Da muss ich gleich morgen noch mal zum Inder essen gehen.
Da nehme ich dann auch gleichzeitig mehrere Portionen mit nach Hause, anstelle im Supermarkt nach Konserven anzustehen und mich anzustecken. Biryani´s oder Curry´s kann man auch noch später aufwärmen und geniessen.

(Vielleicht schafft das deutsche Gesundheitswesen das, was die amerikanischen Demokraten nicht geschafft haben. Die Wähler davon zu überzeugen, dass es sich lohnt in Gesundheit zu investieren, und deswegen Trump nicht noch einmal zu wählen.)

Der Chartlord
 

23.03.20 09:09

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordEs bleibt dabei

Die Ansteckungsrate hier in Deutschland verläuft weiter mit einem Wert klar unter dem Faktor 2.

Die veröffentlichte Statistik des Robert-Koch-Instituts läuft immer mehr auf den erewarteten Zenit hinaus, den man daran erkennen wird, dass sich die noch kleine Zahl der gesundeten Menschen an den Wert der neu Infizierten angleicht. Von da ab wird sich der Pool, der noch infizierbaren Menschen immer mehr verkleinern. Die nächsten zwei Wochen werden dabei entscheidend sein. Bleibt die Ansteckungsrate gleich, so liegt der Zenit auf der Zeitschiene noch im April. Steigt sie proportional zusätzlich an, so verschiebt sich das nach hinten.

Die deutsche Wirtschaft hat in dessen einen klaren Einbruch in einigen Bereichen verzeichnen müssen.
Für eine Bewertung ist es jedoch noch klar zu früh, da dieser Einbruch noch innerhalb dieses Jahres beendet sein wird, andere Bereiche jedoch unbeeinträchtigt weiter boomen wie der Bau. Selbst für den Tourismus kann das Jahr noch ordentlich verlaufen, da die Urlaubssaison in die Zeit nach dem Zenit der Ansteckung fällt. Bis dahin jedoch ist damit zu rechnen, dass erste Medikamente vorhanden sind, die zumindest teilweise wirksam sind und den Grad der Erkrankung und ihre Dauer vermindern.

In jedem Fall ist der Ölpreis nach wie vor in voller Förderquote am fliessen. Die Spritpreise haben ihren Tiefpunkt noch lange nicht erreicht, und werden auch nicht wieder ansteigen, wenn die Ansteckungsrate nach dem Zenit wieder abnimmt. Hier ist eine Zeitschiene vorhanden, die sehr viel langfristiger verläuft als die Pandemie. Maßgeblich ist dabei der Überschussanteil und der Lagerbestand. Volle Lager sind weltweit bei einem Normalverbrauch von mindestens 3 Monaten vorhanden. Verbrauch und Nachfrage liegen jetzt bei weniger als 66% des Normalwertes. Gefördert wird hingegen mit geschätzten 110% der letzten OPEC-Beschlüsse. Selbst bei normaler Nachfrage würde der Preisdruck nicht abnehmen.
Das wirkt der wirtschaftlichen Beeinträchtigung durch die Pandemie weltweit entgegen, und es wird dafür sorgen, dass es nach der Seuche zu einer wirtschaftlichen Erholung kommt, die langfristig und nachhaltig sein wird. Ich schätze mindestens für zwei Jahre nach Beendigung der Erkrankung.

Aktienkurse gegenwärtig zu berechnen ist unseriös, aber das Indexverhalten dagegen wegen der außerordentlichen psychologischen Lage schon stark verfälascht. Natürlich haben die Märkte die Zukunft eingepresit, aber dabei völlig die individuellen Faktoren der einzelnen Firmen viel zu gering bewertet. Die Baubranche in Deutschland läuft weiter bei 100% mit steigendem Umfang. Der Einzelhandel und die Pharmabetriebe samt Umfeld haben Sonderschichten eingeführt. Aber davon ist genau so wenig zu spüren wie der Nullbetrieb der Reiseveranstalter und Luftfahrtunternehmen.

Dennoch sehe ich ein gewisses Abwarten des Dax in einer Range zwischen 8150 und 8980. Hier wird vorerst nichts weiter eingepreist, was außerhalb der jetzigen Nachrichtenlage zur Erkrankung liegt. Viele Firmen haben ihren Betrieb nicht eingestellt und werden dafür sorgen, dass die Aktienmärkte vorerst nicht tiefer einbrechen. Versorger, Versicherungen und der Anteil der Grundversorgung sind zumindest soweit maßgeblich vorhanden, dass sie die Wirtschaftsbewertung der Aktienmärkte nicht ganz zusammenbrechen lassen werden. Da dieses Jahr außergewöhnlich verläuft, wird es heissen :

Kauf im Mai und bleib dabei.

Der Chartlord  

23.03.20 17:56

77 Postings, 2497 Tage Saber RaiderWe will see

Mal sehen ob das Auge von Mordor die Lage richtig einschätzt.  

25.03.20 22:34

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordÜberall nur unzulässige Vergleiche

An allen Ecken und Enden wird der gegenwärtige Crash mit den vergangenen Crashes verglichen.

Das ist aber nicht zulässig. Jeder Crash hatte seinen eigenen Ursprung, sei es der 11.9. oder Lehman´s.
Und genau so wurde jeder Crash nach der Tagesaktualität später in die dann gegenwärtige fundamentale Wirtschaftslage eingepreist.
Das ist zwar jetzt auch genau so der Fall, nur wird diese Wirtschaftslage von einer Geldmenge und Geldschwämme geprägt, die es niemals zuvor auch nur ansatzweise gegeben hat. Wir reden hier von mehr als 5 Billionen € in allen Ländern. Das entspricht der vollen Wirtschaftsleistung vieler Monate aller Industriestaaten. Und obwohl viele Wirtschftszweige jetzt brach liegen, liegt natürlich nicht die ganze Wirtschaft brach.

Damit wird sich die Crashsituation sehr schnell wieder nach oben korrigieren, weil der Markt nicht erst auf eine steigende Wirtschaftsentwicklung warten muss, die sich von selbst ergibt, sondern mit der künstlichen Liquidität eine echte Lage kreiert bekommt, die nicht auf verzinster Kreditbasis gegründet ist, sondern durch Vergrößerung der Geldmenge, die zum größten Teil in den Bedarf der Realwirtschaft gepumpt wird, weil die reguläre Nachfrage durch die Begleitumstände der Pandemie verringert worden sind. So wird zumindest ein großer Teil der Realwirtschaft hoch gehalten bis (hoffentlich bald) die Pandemie die Beeinträchtigung beendet und in eine erhebliche Umstellung auf den Nachholbedarf der zwischenzeitlichen Nachfragebefriedigung mündet. Das gab es in keiner früheren Crashlage.

Gleichzeitig befindet sich der Konsum und die Bauwirtschaft (zumindest hier in Deutschland) weiterhin so gut wie nicht behindert durch die Pandemie und hält sogar nicht im Wachstum an. Sobald hier die Schutzbekleidung ausreichend erhältlich ist, werden auch wieder viele der Einschränkungen aufgehoben. Das wird lange vor der Bereitstellung der ersten Medikamente gegen das Virus sein. (Es sei denn, dass die jetzt schon laufenden Tests in der ersten Phase erfolgreich sind. Hier würde es sich sehr günstig auswirken, dass diese Tests mit Medikamenten gemacht werden, die bereits auf ihre Verträglichkeit geprüft worden sind und nur in der Verwendbarkeit gegen Corona untersucht werden müssen. Sollte da auch nur ein gering wirkendes Mittel herausgefunen werden, so wird die Verlaufskurve der Pandemie deutlich abgeflacht. In diesem Fall wäre nach dem Sommer die Pandemie beendet.)

Das aber sind alles Faktoren, die genau so wie das spezifische Auslösen der Krise, die Beendigung der Krise spezifisch schnell herbeiführen können und werden. Das gab es in den früheren Krisen nicht. Und deswegen sind Vergleiche fehl am Platze.

Der Chartlord
 

25.03.20 23:16

443 Postings, 4267 Tage Francis Bacon 200.Baisse . . .

Chartlord,

ich habe Deine Beiträge fast immer gerne gelesen. Als Dank für Deine Statements antworte ich jetzt mal und behaupte, dass Du die derzeitige Situation völlig falsch einschätzt!  "Sollte da auch nur ein gering wirkendes Mittel herausgefunen werden, so wird die Verlaufskurve der Pandemie deutlich abgeflacht. In diesem Fall wäre nach dem Sommer die Pandemie beendet." Die Verlaufskurve würde nicht tangiert. Die Todesfälle würden geringer ausfallen, aber die Verbreitung wäre nicht gestoppt! Ich weiß nicht, wie Du positioniert bist, aber möglicherweise bist Du nicht auf eine Baisse vorbereitet? Das wäre aber wichtig.

Freundliche Grüße, Francis  

26.03.20 16:27

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordWie gesagt

Auch der leitende Virologe der Charité hat heute im TV meinen Beitrag bestätigt, in dem ich auf die Erprobung von vorhandenen Wirkstoffen hingewiesn habe, die selbst bei nur geringer Wirksamkeit schon einen klaren Einfluß auf die Pandemie haben werden.

Dabei kommt es darauf an, dass die Durchsetzung des Patienten mit den Viren vermindert wird, was sowohl die Stärke als auch die Dauer der Erkrankung verringert zugleich aber die Immunisierung beschleunigen wird.

Grundlose Schwarzmalerei hat hier nichts verloren. Die führenden medizinischen Forschergruppen sind derweil schomn an der Entwicklung einer Ausstiegsstrategie, die aufgrund der bestehenden Daten und Fakten aus Deutschland vorgenommen werden kann. Bei gleich bleibendem Verlauf ist mit dem Beginn noch im April zu rechnen. Der jetzt schon relevante Anteil der immunisiert genesenen und ständig weiter steigende Teil der getesteten wird schon bald soweit sein, auch wenn die erkrankung noch längst nicht beendet sein wird.

Wie jeder, der mich kennt, weiss, dass ich nur Postaktien habe, die nicht zum Verkauf anstehen, werde ich wie alle Kurseinbrüche zuvor auch den laufenden einfach nur aussitzen und nachkaufen. Besonders heute, wo die Bundesminister der Landwirtschaft und des Verkehrs erklärt haben, dass der gesamte deutsche Logistiksktor als systemrelevant angesehen wird, und ab sofort entsprechend behandelt wird.
Zugleich wird auch bestätigt, dass deren Geschäfte zur Zeit außergewöhnlich stark belastet sind und von äußeren Einflüssen frei gehalten werden müssen. Derzeitige Produktionswechsel wie zum Beispiel bei Trigema, die jetzt anstelle von Kleidung Atemschutzmasken in sehr großer Anzahl ferigen, führen dazu, dass eben auch diese Wirtschaftsbereiche dadurch in den systemrelevanten Bereich eingerechnet werden müssen und mit der Logistik wichtige Aufgaben in der Pandemie zu erfüllen haben.

Hier bei mir in Berlin ist jetzt die erste Apotheke um die Ecke, die jetzt wieder Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken anbietet.

Noch ist nicht einmal das erste Quartal vorüber, da darf man gespannt auf den Beginn (ganzer April) des zweiten Quartals abwarten. Schon jetzt sind einige Virologen vorhanden, die den kommenden Monat als Zenit erwarten.

Der Chartlord
 

26.03.20 21:29

3950 Postings, 3568 Tage wonghoZum Glück gibt es auch noch optimistische

Realisten.
Ich habe vorher den neuesten Weltuntergangsbeitrag von Dirk Müller fast bis zu Ende angehört. Es ist schlimm, wie manche Personen eine Rendite aus der Krise ziehen möchten, sei es mit den eigenen katastrophal schlecht gelaufenen Fonds.
In der Ruhe liegt die Kraft. Und morgen wird wieder ein schöner Tag.  

27.03.20 02:11

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordGegen Abend

kam die Nachricht, dass in Deutschland die gesamte Bauwirtschaft ohne Einschränkungen weiter machen wird.

Alleine das in Verbindung mit dem Konsum ist ein so großer Teil der Gesamtwirtschaft, dass schon jetzt für 2020 prognostiziert werden kann, dass es früher wieder bergauf gehen wird als es die allermeisten jetzt erwarten. In der Summe sind Bauwirtschaft und Konsum weit größer als der gesamte Export Deutschlands. Und dieser Zustand wird sich noch weiter vergrößern. Kommt erst noch ein Teil oder der ganze Tourismusbereich hinzu, so ist die Krise überwunden.

Überwunden, aber mit riesigen Folgen :

Wir werden als erste wieder den anderen Ländern "helfen" die Krise auch zu überwinden und daran verdienen.
Dazu werden wir die benötigten Waren insbesondere die medizinische Ausstattung liefern. Übrigens auch (wie immer) gerne in die USA, denn die kaufen ja bei uns alles als größte Stammkunden. Es war kein Zufall, dass der Vortrompeter ausgerechnet eine deutsche Firma kaufen wollte.
Da ich ja jetzt wegen meiner eigenen Gesundheit in den Ruhestand versetzt worden bin, habe ich genügend Zeit eine meiner beruflichen Vorgehensweisen nachzukommen und mal die größtmögliche Statistik für die weitere Entwicklung hier in Deutschland zu prognostizieren.

Dazu sind folgende Faktoren als vorhanden und bleibend zu unterstellen  :

1. Die Ausbreitung erfolgt mit der bislang von mir erwähnten Quote von 0,4% bis 0,6%. Das ist weit weniger als eine ungehemmte Ausbreitung, die bei mindestens 2,0% (= 1 Person steckt mindestens eine andere Person pro Tag an) liegt.
2. Die Ausstattung der Krankenhäuser mit intensivmedizinischen Geräten (künstliche Beatmung usw.) wird weiter ausgebaut und bleibt dabei nicht voll ausgelastet.
3. Die Versorgung der Bevölkerung mit Atemschutzmasken usw. wird vervollständigt.

Mit diesen drei Punkten alleine tritt immer eine umfangreiche Immunisierung auch ohne Medikamente oder Impfstoffe ein. Wie auch heute wieder im TV berichtet wurde und ausdrücklich bestätigt worden ist, liegt dann eine so gut wie vollständige Immunität vor, die eine wiederholte Erkrankung ausschließt. Durch die laufenden Maßnahmen tritt in den kommenden Tagen eine Verringerung der Neuansteckung ein, die zwar absolut noch in Zahlen die Summe der Erkrankten steigen lässt, aber den oben erwähnten Faktor auf unter 0,4% drücken wird. Sobald das rechnerisch erfasst wird, kann die stufenweise Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen beginnen. Die wären ganz logisch in der zeitlichen Reihenfolge :

1. Die Wiedereröffnung nur der Kindertagestätten, damit die Eltern für ihre eigene berufliche Tätigkeit freigestellt werden.
2. Die Wiedereröffung der Schulen und Hochschulen sowie einiger ausgewählter Berufe wie Frisöre, Handwerker usw.
3. Die Wiedereröffnung der Restaurants, Hotels und ausgewählter Industriebetriebe.
4. Die Wiedereröffnung aller Wirtschaftsbetriebe, soweit sie keine Großversammlungen wie Kino oder Konzert beinhalten.
5. Die völlige Freigabe aller Eindämmungsmaßnahmen.

Da nach jedem Schritt erst die veränderte Wirkung abgewartet und überprüft wird, kann stufenweise die Veränderung im Umfang gesteuert werden. Während der Stufen 1 bis 4 bleibt das Näherungsverbot voll aufrecht erhalten, und das Tragen von Atemschutzmasken vorgeschrieben. Realistisch wird mit der ersten Stufe noch im April begonnen und nach meiner Erwartung höchstens zwei Wochen lang abgewartet bis die nächste Stufe begonnen werden kann. Auf der Zeitschine lägen wir dann vor Ende Juni. Wohlgemerkt ohne Medizin.

Derzeit laufen schon etliche Tests mit bekannten Medikamenten, die nur auf ihre Wirksamkeit gegen Corona getestet werden, da die Verträglichkeit schon erwiesen ist. In Frage komme auch eine Wirkstoffkombination vorhandener Medikamente, deren Zusammensetzung erst noch erprobt werden muss. Das waren auch die ersten Mittel gegen den HIV Virus, die gewirkt haben. Die meisten Fachleute erwarten deswegen auch jetzt dabei zumindest einen Blocker, der die Intensität der Ausbreitung auch im eigenen Körper verringert und die Erkrankung vermindert und verkürzt. An derem Ende stände aber auch wie bei allen anderen die vollständige Immunisierung.

Nach mir vorliegenden Berechnungen würde selbst ein gering (10 bis 20%) wirkendes Mittel die Pandemie um Wochen verkürzen. Ein hochwirksames Mittel (= über 60%) sogar um Monate. Man darf bei diesen Berechnungen nicht vergessen, dass diese Werte nur für Menschen gelten, die überhaupt merken, dass sie infiziert sind. Wer immunisiert wurde, ohne dass er eine Ansteckung bemerkt hat, benötigt keine weitere Vorsorge. Ob bekannte immunisierte Personen gesondert verzeichnet werden und deswegen schon vormals wieder in den Wiedereingrleiderungsprozeß eintreten können, ist unter den Medizinern umstritten, weil sie zwar selbst nicht erkranken können, aber immer noch andere anstecken können. Ich würde meinen, dass das nur in den zentralen medizinischen Berufen vertretbar wäre.

Immerhin ist der Stand vom 26.3.2020 um 0.00 Uhr schon bei über 5000 wieder gesundeten Menschen, die auch schon entlassen worden sind. Da die Anzahl der neu erkrankten bei über 6000 liegt, nähern sich beide Werte auffällig und werden gemeinsam steigen.

Der Chartlord  

03.04.20 04:29

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordDas war die erste Welle

Wenigstens das wäre geschafft. Die Aktienindizes haben die erste Reaktion auf die Pandemie eingepreist, jedoch ohne den Umfang der Krankheit und die Belastung der Wirtschaft auch nur annähernd zu kennen. Das war ein Abverkauf ins Blaue. China gaukelt der Welt nunmehr vor, es habe die Pandemie überwunden, die USA zittern wie das Kaninchen vor der Schlange, weil der Vortrumpeter falsche Töne angespielt hat und jetzt nicht mehr die richtige Melodie kennt. Da wird ihm nur übrig bleiben zur Mundharmonika zu greifen und Spiel mir das Lied vom Tod anzustimmen. Wir in Deutschland haben erwartungsgemäß das beste Gesundheitssystem und die besten Mediziner der Welt. Nur leider werden die von völlig unfähigen Politikern geführt, die nicht die Bohne Ahnung haben, wie man mit so einer Situation umgehen muss.

Momentan wird die Eindämmung zum blosen Selbstzweck und nicht zur Vorbereitung auf die Wiederherstellung der Normalität.

Da die Welt momentan nur so vor sich hin stirbt, und auf dem Papier genügend Beatmungsgeräte in Deutschland vorhanden sind, die allerdings auch nicht vor dem Tod schützen, machen sich die Börsen langsam daran den Boden zu suchen. Man erkennt das daran, dass der Abstand zum Verlaufstief recht groß ist. Manche würden meinen, dass es sich dabei nur um eine technische Bärenflagge handelt, aber das ist nicht zutreffend, denn der Crash war nicht technsich und auch keine politische Börse, sondern ein echter fundamentaler Zusammenbruch, der einen Zusammenbruch der Weltwirtschaft vorweg eingepreist hat. Daher bleibt den Börsen jetzt vorerst keine andere Wahl als zumindest einen Teil dieses Zusammenbruchs abzuwarten. Dazu geben die Indizes den Kursen genügend Spielraum nach unten, wissend, dass so schnell nichts zusammenbrechen wird, weil zuviel Wirtschaft weiterläuft, die zuviele Impulse durch die Notenbanken und die finanzstarken Staaten erhalten, die selbst bei völliger Alimentation der Verbraucher über Monate den gegenwärtigen Zusatnd aufrecht erhalten können und werden.

Nur das würde darauf hinauslaufen, dass die tiefsten Kurse bereits einen Zusammenbruch eingepreist haben, der nicht eintreten wird, weil die Finanzkraft die Leute länger erhalten kann, als es benötigt die Pandemie zu überwinden. Die Chancen stehen gut, dass meine Prognose vom 27.3. eher eintreffen wird als eine weitere Stufe des Börsencrashes. Und wie gesagt, ist das alles ohne die Entwicklung einer Medizin. Sobald die jedoch erhältlich ist, wird sich die Wirtschaft sehr schnell erholen, auch wenn es bis zum Erhalt noch länger dauern sollte. Jedes auch nur geringfügig wirkende Mittel reicht dabei schon aus um die Stärke und Dauer der Pandemie zu verringern. Und das werden wir bald haben. Die inzwischen vielfältigen Testreihen werden nicht alle erfolglos verlaufen.

Das schliesst zwar eine weitere Kaskade der Börsenkurse nach unten nicht aus, aber schon jetzt sind etliche Anleger wieder am Einsammeln, was  zu tief gefallen ist. Das unterstützt viele Aktien als einzelne Werte und nur mittelbar die Indizes, aber es stützt.

Der Chartlord  

04.04.20 19:39

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordDas sind meine Helden

Auch sie sind zu Hause, und auch sie singen gegen Corona :

https://www.youtube.com/watch?v=LxgVGodaQG0


Der Chartlord  

10.04.20 06:03

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordAnd the winner is

Nur der Verbraucher ist der einzige Gewinner der heutigen "Verhandlungen" der Ölproduzenten.
Das Ergebnis ist keine Veränderung, denn die Überproduktion wird zwar verringert, bleibt aber erhalten.
Meine "Anleitung" vom 27.3. zur Wiederherstellung der Normalität inder Pandemie ist offensichtlich von einigen Politikern gelesen worden und wird jetzt mit erkennbarer Ahnungslosigkeit nachgeplappert. Dennoch liegen die Dinge bei uns in Deutschland anders als in allen anderen Staaten, die von der Pandemie betroffen sind. Schon bald - viel früher als von den Politikern noch im März erwartet - werden wir zur Normalität zurückkehren.

Wirtschaftlich noch begleitet von erheblichen Zuschüssen des Staates, aber schon unter dem deutlich erkennbaren Zeichen des Wiederanstieges der Binnenwirtschaft. Zeitlich wird das nahtlos in die Urlaubszeit übergehen, die wir dieses Mal in ungeahnter Masse hier im eigenen Land verbringen werden. Schon jetzt bevor die Rückkehr zur Normalität einsetzt fällt der Benzinpreis in Richtung 1,10 €. Dabei besteht gar keine Aussicht auf eine Veränderung des Marktes. Das aber wird den Aufschwung kräftiger ankurbeln als die ganzen staatlichen Förderprogramme. Kräftiger und auch nachhaltiger, denn vor dem Beginn des nächsten Jahres wird der weltweite Verbrauch von Ölprodukten nicht mal ansatzweise den Wert vor der Pandemie erreichen. Die jetzt noch tiefroten Zahlen der Steuereinnahmen und die jetzt auf ihrem Höhepunkt hier in Deutschland verlaufende Rezession, werden im Verlauf des laufenden Quartals in einen massiven Aufschwung umgedreht.

Ein normalerweise nicht vorhandener Faktor spielt dabei eine viel größere Rolle als es auf den ersten Blick der Fall zu sein scheint. Ich rede von den gegenwärtigen deutschen Reisenden, die eben nicht verreist sind und hier konsumieren. Es handelt sich dabei um Personen, die finanziell besser gestellt sind (ohne Pandemie wären sie ja verreist, was nur Menschen mit Geld machen können), und die auch auf absehbare Zeit nicht wieder verreisen können - es sei denn hier bei uns, weil wir vor den anderen Ländern wieder zur Normalität zurückkehren. Dieser Umstand wird passend zur Zeitschiene genau zu den Sommerferien nach dem Juni einsetzen. Das wird die Binnenwirtschaft massiv ankurbeln. Rein thematisch passt auch jetzt schon wieder das Wetter dazu, weil wir jetzt schon wieder teilweise über 25 Grad haben, was bedeutet, dass wir nur noch nach Mallorca fliegen um uns abzukühlen, wenn hier wieder über 42 Grad sind, und auf Malle 32. Da aber die Hotels hier in Deutschland oftmals besser als am Mittelmeer sind, die Strände hier mit Strandkörben gespickt sind und die Preise fürs echte deutsche Bier an Nord- und Ostsee nicht so wuchern wie auf Ballermann, werden wir uns daran gewöhnen, dass der Urlaub in Deutschland immer beliebter wird auch bei uns.

(Übrigens wird in der ersten Zeit zum Ende der Pandemie hin eine Vorsicht unter den deutschen Urlaubern herrschen, die wegen möglicher Ansteckungen im Ausland den dortigen medizinischen Einrichtungen nicht so vertrauen wie den deutschen, und alleine schon deswegen lieber hier Urlaub machen.)

Aber selbst wenn der Benzinpreis unter 1,10 € fällt, werden wir Deutsche nicht wieder zum Urlaub mit dem eigenen Wagen zurückkehren.

Der Chartlord
 

10.04.20 19:44

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordEinfach nur lächerlich

Als Außenstehender ist es nur schwer nachprüfbar, ob sich die OPEC an die Reduzierung der Fördermenge um 10 Mio. Barrel hält oder nicht. Aber selbst wenn, so ist das völlig unzureichend. Gegenwärtig liegt der Verbrauch (nicht die Nachfrage, denn die ist noch geringer) bei weniger als 66% des durchschnittlichen Normalwertes. Um aber den Markt und die Preise wieder umzudrehen, müsste mindestens eine Drosselung um 25 Mio. Barrel pro Tag erfolgen. In allen bisherigen angaben jedoch sind der Iran und Venezuela nicht enthalten, da die unter Embargo gestellt sind. Wie bisher wird das wenn irgendmöglich umgangen, so dass das echte Angebot auf dem Weltmarkt deutlich größer ist als nur von den OPEC Mitgliedern und angeschlossenen Staaten zusammen.

Die erste Reaktion auf diese nachricht war der Einbruch der Sorte WTI um über 11%. Brent kam noch etwas glimpflicher davon, wird aber in den kommenden Tagen stärker nachgeben, wenn die Rohölströme weniger in die WTI Empfänger fliessen als nach Europa. Man muss kein Prophet sein, damit man sich ausrechnen kann, dass zumindest für die Dauer der Pandemie im Zenit (= Monate April bis Ende Juni) der Weltmarkt überflutet bleiben wird. Erste Veränderung wird man am Flugverkehr ablesen können, wenn die Linienflüge wieder zunehmen, weil die Passagiere wieder verreisen.

Die Wirtschaft in Deutschland jedoch wird auch während diese Zeit schon wieder langsam aber sicher zunehmen. Hier liegt auch schon das erste Zeichen für eine Veränderung zum Anstieg vor :

Es ist die Einschätzung der Bundesregierung, dass für die kommenden Monate der Bedarf an Atemschutzmasken aller Art mehrere Milliarden Stück beträgt, der erst noch von der Industrie produziert werden muss. Dazu ist aber eine extreme Umstellung vieler Betriebe nötig, die damit alleine schon wieder einen kleinen Anschluß an bessere Tage bekommt. Wohlgemerkt ! Diese erwähnten Milliarden sind der Bedarf nur in Deuschland; und es geht das Gerücht, dass man damit nicht nur Gesundheut schützt, sondern auch noch Gewinne einfahrfen kann. Bei der riesigen Menge sind selbst kleine Margen mehr als nur eine Überlegung wert. Von der stimmungslage her würde ich sagen, dass viele Unternehmen schon mehr als nur Planspiele deswegen unternehmen. In anderen Branchen wird massiv Personal angeworben. So hat die deutsche Bahn weiterhin 100 000 offene Stellen in über 500 Berufen, die jetzt täglich sogar rein online Bewerbungen entgegen nehmen und auch sofort einstellen.

Gleichzeitig findet auch in einem extremen Berufsumfeld der Flugbegleiter ein Wandel statt. Hier lassen sich immer mehr Leute zum Pfleger/Krankenschwester usw. umschulen. Ich sehe klare Anzeichen für einen Wandel in unserer Wirtschaft. Hier werden wir richtoig von und an der Pandemie verdienen. Schon bei den nächsten Arbeitslosenzahlen, die nicht explodieren werden, wird man es sehen. Die Logistik ist jetzt schon soweit gestiegen, dass heute offiziel über eine zusätzliche Lieferung an Sonntagen nicht nur mehr nachgedacht wird. Das hat es sonst nicht einmal zu Weihnachten gegeben.

Wir sind hier in Deutschland - einem Land das in Notzeiten sehr stark zusammenrückt und zusammenhält. Und daraus machen wir regelmäßig das Beste, so dass nach der Überwindung der Not der Profit verstärkt erwirtschaftet wird. Nur im Unterschied zu vergangenen Jahren, in denen der Profit hauptsächlich durch den Export zu Stande kam, wird das diesmal hauptsächlich durch die Binnenwirtschaft geleistet. Und das ist nachhaltig stärker und besser als durch den Export, der aber immer noch dazu kommt.

Der Chartlord  

13.04.20 05:12
1

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordVerbraucherfreundliches Verhalten

So könnte man die "Einigung" der OPEC+ Staaten nennen, die sich auf eine Reduzierung der Förderquote um 9,7 Mio. Barrel täglich ab Mai (!) geeinigt hat. Dabei ist der Nachfragekollaps noch längst nicht erreicht. Natürlich wollte man vor der wieder beginnenden Normalisierung der Pandemie in den Industriestaaten nicht an der Preisschraube drehen. Allerdings sind die USA, Kanada sowie alle Schurkenstaaten nicht darin einbezogen. Was die schwarz gegen die verhängten Embargos liefern, wird dafür sorgen, dass der Spritpreis noch lange Zeit seinen Tiefstpunkt nicht erreicht haben wird.

Während dessen bekommen die Grünen endlich auch wieder die 9% Wählerstimmen zurück, die sie als völlig Linke Partei verdienen. Der großen Parteivorsitzenden Annalena Bearbock sei es gedankt. Sie wird mit ihrer Forderung nach Coronabonds dafür sorgen, dass sich die SPD spalten wird, und Deutschland von einer AfD geführten Regierung niemals eine Verallgemeinerung der Schulden einführen wird. Wie gut, dass es wahltaktische Vollidioten gibt, die nicht begreifen, dass es nur eines winzigen Anstoßes bedarf und mehr als die Hälfte der noch CDU/CSU Wähler wandert sofort zur AfD. Coronabonds ist so ein Stichwort. Ein anderes ist die Einschränkung der Meinungsfreiheit, wie sie willkürlich die Polizei hat vorgenommen, in dem sie die Homepage einer Rechtsanwältin ohne richterliche Anordnung gesperrt hat/sperren liess. Die Aussage eines berliner Juraprofessors sagt alles :

""Der Berliner Rechtsanwalt und Jura-Professor Niko Härting sieht in der Sperrung der Seite eine „völlige Überschreitung aller Befugnisse, die die Polizei hat. Es ist eine Sauerei.“ Härting ist nicht der Meinung Bahners, dass vom Widerstandsrecht nach Artikel 20 Absatz 4 Gebrauch zu machen sei. Das Widerstandsrecht sei aber für einen Notstand wie in der derzeitigen Situation gedacht. „Ich sehe in der Erklärung eine zulässige Meinungsäußerung, und ich mache mir Sorgen um unseren Rechtsstaat, weil er dafür da ist, auch abweichende, übertriebene und hysterische Meinungen auszuhalten.“" (aus t-online.de)

Dieses Vorgehen wird noch ein heftiges Nachspiel unter Juristen bekommen. Die Äußerung des Professors ist nicht nur Lehrmeinung sondern auch die ständige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Meinungsfreiheit. Anders als das Begehren der Anwältin zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Zeiten der Pandemie, das von allen Gerichten verworfen wurde, wird ihre verworfene Meinung zur Tolerierung durch die Gesellschaft und die staatlichen Organe verurteilt werden.

Zugleich steht noch nicht einmal fest, ob nicht auch wirklich, die jetzt nur ganz kurzfristig und ausnahmsweise vom Verfassungsgericht zugelassene Einschränkung bestehen bleibt, wenn sich herausstellt, dass es in absehbarer Zeit keine Medikamente und keinen Impfstoff geben sollte. Dann würde der Ausnehmetatbestand zur Regel und die würde von allen Gerichten zur Duldung der Demonstrations/Versammlungsfreiheit verurteilt werden. Hier kennt das Bundesverfassungsgericht keine Verwässerung der verfassungsmäßigen Rechte. Schon die einmalige Verlängerung dieser Einschränkung steht auf sehr wackligen Füßen.

(Und wie der Zufall es so will ist auch das Ausgehverbot ein Schlagwort, das die Wähler in Schaaren nach rechts treibt. Der Rechtsstaat ist rechts, einen Linksstaat gibt es nicht. Links sind diejenigen, deren kommunistisches Weltbild durch den Rechtsstaat zurstört wurde und die sich jetzt unter der Tarnung demokratischer/ökologischer Bürgerlichkeit dafür rächen wollen.)

Rechtsstaat ist das, was links quält !  (Der Chartlord)

Der Chartlord  

17.04.20 02:29

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordPlötzlich im Focus - die Post

Kaum jemand (natürlich außer mir) hatte damit gerechnet. Fast jeder erwartete wegen der zerschmetterten Wirtschaftslage weltweit auch eine ruinöse Geschäftslage der Lieferdienste besonders auch der Post.

Doch nach den vorgezogenen Zahlen des ersten Quartals, die der Vorstand mit einer Rücknahme seiner Erwartungen für 2020 präsentieren musste, begann die Kehrtwende der Geschäftslage. Eine riesige Lieferorgie bahnt sich an, die mit den aktuellen Zahlen von heute bereits ein tägliches Volumen von 9 Millionen Sendungen (Stand Mittwoch) inne hatte. Das sind extreme vorweihnachtliche Verhältnisse mit noch nicht absehbar endender Steigerung. Bei der vorletzten Tagung der Bundesminister für Wirtschaft, Verkehr und Finanzen wurde bereits festgelegt, dass die Logistik zu den zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge gehört, die auch von der Bundesregierung gefördert wird.

Nach den schlechten Zahlen des ersten Quartals, die aber noch klar über den Erwartungen vieler Analysten lagen, hat sich vor allem der deutsche Einzelhandel klar positioniert, in dem die größten Konzerne alle inzwischen Lieferdienste anbieten, die auch von vielen Menschen angenommen werden. Vor der Pandemie war der Lebensmittellieferdienst weniger als ein Mauerblümchen, das keine echte Zukunftschance besaß. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, wo das Gang und Gebe ist. Jetzt beginnen die deutschen Verbraucher die klaren Vorteile zu erkennen und sich daran auch zu gewöhnen. Nach der Pandemie wird vieles nicht mehr so sein wie davor. Die Liefergewohnheiten der deutschen Verbraucher werden auch dazu gehören.

Noch sind mit dieser Geschäftslage längst nicht alle Anleger wieder bei der Post eingestiegen, die früher schon einmal dabei waren. Zu drastisch war der Einbruch der Einnahmen (nicht der Geschäftstätigkiet!), der das Ergebnis für 2018 völlig verhagelt hatte. Auch wenn der größte Teil davon schon während des Jahres 2019 wieder aufgeholt werden konnte, weil ja gar kein Einbruch der Geschäftstätigkeit vorlag, sondern nur "vergessen" wurde die eigenen Preise anzuheben, sind viele Anleger aufgrund solch schlechter Wirtschaftsleistung der Konzernführung verprellt und nicht bereit bei der ersten Verbesserung der Geschäftslage wieder einzusteigen. Wer weiß denn schon, was der Vorstand als nächstes verbocken wird ?

Doch entgegen den Ansichten vieler sind es ja nicht nur die gegenwärtigen Lieferzahlen, die exorbitant angestiegen sind, und zumindest für die Dauer der Pandemie auch so bleiben werden. Gleichzeitig haben wir es mit dem größten Einbruch des Benzinpreises nach dem zweiten Weltkrieg zu tun. Damit kommt der Faktor der genauso extrem gesunkenen Energiekosten während des Paketbooms noch dazu. Zumindest zeitlich werden beide Faktoren mindestens das ganze zweite Quartal hindurch erhalten bleiben. Selbst eine kontrollierte Rückkehr zur Normalität wird daran nichts ändern. Schon musste die Post wegen Überlastung und dem Erreichen von Teilen ihrer Kapazitätsgrenze einige zusätzlich georderte Lieferfahrten stornieren. Der Höhepunkt der Ansteckung zumindest hier in Deutschland scheint erreicht, und wenn keine zweite Welle folgen wird, wird sich das Anstecken/Immunisieren so fortsetzen, genau so aber auch die Eindämmung, das Abstand halten und entsprechend auch die Liefertätigkeit der Post.

Gerade in den nächste Tagen bis zur Berichterstattung der Zahlen am 12.5. werden viele Augen auf der Post ruhen. Gleichzeitig sorgt der Vorstand auch dafür, dass die erfreuliche Nachrichtenlage regelmäßig upgedatet wird, zumal auch ständig in aller Welt neue Berichte eintrudeln, wie jetzt gerade die Nachricht, dass Pakete jetzt wieder nach China geliefert werden dürfen. Man muss kein spezifischer Kenner dieser Branche sein um zu verstehen, was es bedeutet, wenn regulär ca. 5,2 Millionen Pakete täglich in Deutschland von der Post transportiert werden. Jetzt dagegen ist dieser Wert schon auf 9 Millionen angestiegen. Hatte der Vorstand vor der Pandemie aus und mit den 5,2 Millionen Paketen im Jahresverlauf (ohne Weihnachtsgeschäft) 2019 dazu genutzt um die Dividende von 1,15 € auf 1,25 € anzuheben, so muß man nicht besonders bewandert sein, um sich auszurechnen, was denn mit 9 Millionen Paketen passieren wird. Natürlich ist das noch nicht der Jahresdurchschnittswert; aber es ist der Wert, der eben zum nicht gefallenen Durchschnittswert hinzukommt.

Das aber bedeutet, dass die Geschäfte der Post gegen den weltweiten Markt nicht fallen sondern steigen.
Das aber hat der Aktienmarkt noch nicht eingepreist, wehe aber wenn !
Das aber kann man jetzt als Kleinanleger für Kurse unter 27 € noch einkaufen.

Springen die Großanleger erst wieder alle auf den Zug, so ist der für Kleinanleger sofort abgefahren, denn selbst in schwierigen Zeiten, nimmt der Markt um so lieber eine Korrektur oder Neubewertung einer Aktie vor, deren solide Substanz selbst in Pandemiezeiten nicht tangiert werden kann. Das bedeutet endlich eine Abkehr der Anleger, die die Post nur als Marktmitläufer ansahen, hin zu einer gerechtfertigten Neubewertung als Unternehmen, das in seiner Kernbewirtschaftung in allen Lagen seine Geschäfte aufrecht erhält. Wegen des Umfanges ist dabei klar erkennbar, dass die Geschäfte der Post nicht nur solche speziellen Randbereiche wie Fresenius oder FMC abdeckt sondern eigentlich alle Bereiche.
Deswegen ist die Post im Focus aller. Der Anleger und auch der Wirtschaft.

Der Chartlord
 

20.04.20 05:22

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordKeiner kauft mehr Öl

Die geplanten 10 Mio. Barrel weniger werden vom Verbrauch schon jetzt völlig außer Acht gelassen.

Der Luftraum über Europa ist leergefegt. Mehr als 80% weniger Flieger sind unterwegs. Und auf den Straßen sind es höchstens 66% des normalen Verkehrsaufkommens. Dennoch wird zur Zeit völlig ungehemmt gefördert. Mit diesen Werten benötigt der Markt mehr als zwei Tage um die Förderung eines Tages zu verbrauchen.

Rein rechnerisch würde die Weltwirtschaft frühestens ab September auf eine nachfragebasierte Förderung kommen (einschlißlich der beschlossenen Drosselung), die keinen wesentlichen Überhang hat. Ein Abbau bestehener Überkapazitäten, kommt in diesem Jahr so nicht zu Stande. Dabei wird jetzt gegen den US-Markt gehandelt und die Sorte WTI völlig aufgeblasen, damit die Fracker endlich aufhören zu produzieren. Doch da haben die Scheichs die Rechnung ohne die Banken gemacht. Damals mit billigen Krediten die Bohgestänge fürs Fracken gekauft, können die nur bezahlt werden, wenn das Öl verkauft wird. Das werden die Saudis nicht untergraben können. Nicht mehr lange und die ersten Lieferungen werden nach Europa umgeleitet, dann wird es auch hier zum völligen Verfall des Ölpreises kommen.

Das aber wird den Wiederanstieg der Weltwirtschaft kräftig unterstützen. Auf der Zeitschiene wird das ab Juni zu spüren sein. Selbst Dumpingpreise bei den Urlaubsreisen werden so fast mit normalen Gewinnmargen angeboten. Kein Wunder, wenn ein Airbus a320 vollgetankt weniger Sprit kostet als ein LKW.

Der Chartlord  

18.05.20 11:22
1

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordNichts neues

Auch wenn die Zocker an den Rohölmarkt zurückgekehrt sind, so wird sie das höchstens ihre Finger verbrennen lassen, wenn sich heraustellt, was jeder halbwegs intelligente Beobachter längst weiß. Die Nachfrage hat noch immer nicht angezogen. Einzig die Förderquote ist nicht mehr ganz so hoch wie noch zu Beginn dieses Monates.

Der Aktienhandel ist dagegen reines Zufallsgeschäft und das auf allen Zeitschienen. Eine Einlassung bringt selbst unter fundamentalen Gesichtspunkten so gut wie gar nichts. Interessanter könnte es werden, wenn zumindest hier in Deutschland die Urlaubstätigkeit wieder aufgenommen werden kann. Dann könnte sich eine gewisse Nachholwirtschaft, was den Urlaub und auch was die Bereitstellung von Ausrüstung usw. für die Urlauber betrifft, einstellen. Das aber würde die gesamte Wirtschaft ankurbeln. Der riesige Vorteil in diesem Jahr besteht darin, dass alle deutschen Urlauber auf unabsehbare Zeit hier bei uns Urlaub machen müssen/können. Das lässt sofort zumindest einen Teil der Verluste wieder aufholen.

Alle Öffnungen, die bis dahin wieder zugelassen werden, werden nur einen geringen Wirkungsgrad haben. Man erkennt das schon jetzt am Verhalten, was trotz Öffnung vieler Läden eine Beibehaltung der Bestell- und Liefertätigkeit zur Folge hat. In andern Fällen, wie zum Beispiel bei den Friseuren, ist die wiederaufgenommene Geschäftstätigkeit zwar massiv voll ausgelastet, entfaltet aber die Wirkung erst nach einem längeren Zeitraum. Aber sie entfaltet sich.

Für die politische Betrachtung kann ich nur hoffen, dass sich der Trend, der sich in der Krise von alleine entwickelt hat, nicht durch die Vollhonks in der Regierung gebrochen wird. Das wäre der Fall, wenn die in der Krise gestiegenen Absatzzahlen für reine Elektroautos durch Subventionen von Verbrennungsmotoren wieder konterkariert werden. Hier muss es ganz elektrisch oder gar nicht heissen. Und nach meinem Geschmack wäre das eine Gelegenheit die schon vorhandene Förderung nochmals anzuheben. Die Wirkung wäre nicht wie bei der Abwrackprämie ein Strohfeuer, das ohne Nachhaltigkeit verbrennt, sondern eine langfristige Vergrößerung der bestehenden Umstellungsabischten, weil in dieser Förderung natürlich auch die Ladeinfrastruktur gefördert werden würde.

An der brummenden Bauwirtschaft erkennen wir, dass die deutsche Wirtschaft insgesamt nicht von einer bleibenden Rezession ausgeht. Dazu sind die ohnehin ständigen Aufträge der öffentlichen Hand auch und gerade in der Bauwirtschaft zu umfangreich. Unsere Straßen und Brücken müssen erneuert werden; und unser Hausbestand erweitert werden. Daran wird sich die restliche Wirtschaft wieder hochziehen.

Ich gehe davon aus, dass wir darauf nicht mehr lange warten müssen.

Der Chartlord    

21.05.20 22:12

3950 Postings, 3568 Tage wonghoUns wird die Krise den Wind aus den Segeln nehmen

Aber es kommt nicht zum Stillstand.
Die Handwerker und Firmen vom Bau haben noch Auftragsreserven bis Mitte 2021. Tarivverhandlungen von +7% bestätigen diese Situation.
Antizyklisches Verhalten ist Pflichtprogramm.

In Wirklichkeit war es bisher nur eine kurze Dusche, die die überhitzte Konjunktur abgekühlt hat.
Ich vermute, die Wirtschaft zieht wieder kräftig an.

Die Pause hat im Nachhinein gut getan, das Tempo war in den vergangenen Monaten und Jahren wahnsinnig hoch.
Ich bin daher optimistisch eingestellt.

Leider wollen unsere Sozis täglich Milliarden verprassen, Scholz, Heil, Giffey.... täglich kommen diese Verschwender mit Kaufangebote für Stimmen zur nächsten Bundestagswahl.  

30.05.20 03:49

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordJetzt beginnen die ersten Lockerungsübungen

Wie Sportler, die sich vor dem Einsatz warm machen, so beginnen in vielen Branchen, die während der ersten Phase der Eindämmung der Pandemie ihre Läden dicht machen mussten, ihre Geschäftstätigkeit wieder aufzunehmen. Natürlich nicht so verkrampft wie die Bundesliga, dafür aber mindestens so konzentriert.

Dabei sind die großen Gelder zur Unterstützung noch gar nicht geflossen. Einzig die Kurzarbeitergelder sind bei den Beschäftigten angekommen. Andere Unterstützungen sind so fehl am Platze, dass sie entweder nichts nützen (Mehrwertsteuersenkung bei Gaststätten), oder gar nicht erst zur Hilfe kommen, wie bei den Kneipen, die gar nichts bekommen. Das wird noch ein kritisches Nachspiel haben.

Bauindustrie, Lebensmittelhandel sowie etliche Dienstleister sind mindestens unbehelligt bis jetzt durch die Krise gekommen.
Geht man davon aus, dass schon jetzt - Tage vor der eigentlichen wieder Zulassung der Urlaubsaktivitäten am Strand der deutschen Küsten - die dazugehörigen Hotels völlig ausgebucht sind, weil derzeit nur 50% belegt werden dürfen, so steht in wenigen Wochen die völlige Ausbuchung bevor, da alle Deutschen in dieser Saison zuerst an unsere Küsten fahren wollen und werden, bevor sich diejenigen ans europäische Ausland wenden und versuchen dort noch etwas zu bekommen.

Da aber selbst bei schlechtem Wetter der Urlaub im Strandkorb "mit Abstand" sicherer ist als an unsicheren Stränden auf Malle, wird der deutsche Tourismus hier im Lande bis Ende September die allermeisten Ausfälle wieder aufgeholt haben. Allerdings ist schon jetzt wieder erkennbar, dass uns eher ein Dürresommer bevorsteht, und wir eher zum Abkühlen nach Mallorca fliegen als zum Sonnen und Baden.
Und bleiben wir mal bei den veränderten Zahlen.
Seit Jahren ist der Urlaubsboom in Deutschland ungebrochen. Nur anders als früher nimmt der Reiseverkehr innerhalb Deutschlands mehr und schneller zu als unsere Auslandsreisen. Das hat dazu geführt, dass der deutsche Inlandstourismus die gesamte Automobilbranche überholt hat, wobei aus statistischen Gründen die Beherbergungen erst ab 12 Betten gezählt werden.

Der deutsche Export mit seinen vielfältigen Produkten und Branchen steht dem weit hinterher.
Die Inlandsnachfrage wird sich dagegen viel schneller dem Wiederaufleben der Wirtschaft anpassen als der Export.

Natürlich kann immer noch viel passieren, aber da der größte Teil unserer Bevölkerung trditionell einem Herdentrieb folgt, der jetzt in der Pandemiekrise auf Abstandhalten eingestellt ist, wird das eher länger andauern als die Pandemie selbst als vorzeitig beendet. Würde man das Verhalten der Deutschen wie ein Profiler analysieren so würde man sehr schnell merken, dass Abstand halten und Maske aufsetzen genau so schnell oder eher noch schneller durchzusetzen waren als Arm ausstrecken und verfassungsfeindlich zu grüßen.

Einigkeit macht nicht nur stark und hält Abstand, sie wird auch nach einiger Zeit dafür sorgen, dass aus einfallsloser Langeweile zu Hause ein Babyboom zu Weihnachten einsetzen wird. Dann singen viel mehr Landsleute :

"Ihr Kinderlein kommet !"

Der Chartlord
 

01.06.20 20:21

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordAuf und davon

Nachdem sich die deutsche Wirtschaft warmgemacht hat, und locker die Pandemie überwinden wird, wird sich wieder einmal zeigen wie überlegen das deutsche Wirtschaftmodell gegenüber dem amerikanischen Gegurke ohne soziale Absicherung ist. Entscheidend ist nicht nur die Absicherung des einzelnen Bürgers sondern die damit verbundene Absicherung des Minimalaufkommens in der Grundversorgung. Gerade wenn die Wirtschaft den Bach runter geht, ist eine Mindestversorgung in der Medizin die Grundlage für den Minimalerhalt und den anschließenden Wiederanstieg der Wirtschaft. Gerade wenn in einer Pandemie viele Leute krank sind, kann man nicht so tun als ob jeder bei Bedarf einfach wieder anfangen kann zu arbeiten. So klappt Gesundheit nicht.

Und schon gar nicht die Eindämmung.

So besteht die akute Gefahr, dass durch Wiederaufnahme der Berufstätigkeit die Ansteckung selbst unter Vorsichtsmaßnahmen ausgebreitet wird. Das kostet dann nicht nur Geld sondern auch Kunden und Mitarbeiter. Welch glücklicher Umstand für Elon Musk, dass er ausgerechnet in Deutschland seine nächste Fabrik erreichtet, die gegen seine tiefsten Überzeugungen davon profitieren wird, dass wir hier ein Gesundheitssystem haben, dass auch funktioniert. Ich bin gespannt wie es die innerbetrieblichen Verhältnisse aushalten, wenn hier in Deutschland die Mitarbeiter voll versorgt sind, während den Amis "die Luft ausgeht". Umgekehrt haben die deutschen Automobilwerke in den USA keinen Vorteil gegenüber den einheimischen Fabriken. Ami bleibt Ami; und der ist nicht versichert. Nicht nur nicht gegen Krankheit sondern auch nicht gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie.

Da muss man tatenlos zuschauen wie man krank arbeitslos wird.

Da sind wir in Deutschland weit mehr als ein Jahrhundert voraus. Und erst recht wenn der Frust über rassistische Auswüchse auf der Straße ausgelassen wird, der Frust über die fehlende medizinische Versorgung wird nicht vergehen, selbst wenn die Polizisten zum Tode verurteil werden sollten.

Aber dafür hat man ja Waffen. Die kann man in Zeiten der Not, wenn man keine Einkünfte mehr hat, essen und mit denen kann man gegen die Pandemie kämpfen...

Oder zwingen die Waffen einen dazu Abstand zu halten, weil der Nachbar auf einen zu feuern begonnen hat um sich so mit Lebensmitteln zu versorgen ?

Amerika braucht keinen Trump um in einen zweiten Bürgerkrieg zu driften.
Die Sklaven unserer Tage sind die Bürger, die unter der eigenen Bewaffnung leiden.
Bereiten wir uns in Europa auf eine Auswanderungswelle aus den USA vor. Das hätten sich unsere Urgroßväter bei ihrer Auswanderung aus Deutschland nicht träumen lassen, obwohl Bismarck schon damals die Zeichen auf Fortschritt gestellt hatte. Wie fortschrittlich das damals war erkennen wir erst heute.

Und so wird sich der Abstand unserer Gesellschaft von der amerikanischen immer weiter vergrößern, je länger und je mehr die Gesundheit beeinträchtigt ist. Nicht dass es in den USA keine fähigen Ärzte gibt, oh nein, die gibt es, nur die kann da keiner bezahlen.
So bleibt den über 70jährigen Amis nichts weiter übrig als weiter arbeiten zu gehen. Da bekommt der Spruch von Arnold Schwarzenegger als Conan, der Barbar, eine besondere Bedeutung :

ALLES, WAS UNS NICHT TÖTET, HÄRTET UNS AB !

Der Chartlord



 

05.06.20 02:06

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordBeschlossen und verkündet

Es ist nicht der ganz große Wurf. Man könnte es mit einem 5er Pasch vergleichen, der nur knapp unter dem Höchstwert liegt und somit ein recht gutes Ergebnis darstellt. Durch die temporäre Absenkung der Mehrwertsteuer werden breiteste Zielgruppen und Zielbereiche erreicht, die durch die 6-monatige-Dauer über einen anhaltenden Zeitraum kein Strohfeuer entfachen, sondern nachhaltig in die regulären Wirtschaftsabläufe eingreifen und die Rezession der Pandemie wieder auf den Weg zurück in die Normalität führen. Das wird kein so schneller Weg sein wie es sich die Börse vorstellt, aber erst recht keine andauernde Rezession, die sich mindestens solange hinhält wie die Pandemie selbst andauert.

Mit der Möglichkeit wieder in den Urlaub zu fahren wid auch sofort wieder das Verbrauchervertrauen zurückkehren, das zumindest zu den Urlaubsorten hier in Deutschland auch das Vertrauen in unsere medizinische Versorgung in unseren Urlaubsorten übernimmt. Das wird so vorerst kein Nachbar anbieten können. Damit ist aber auch schon diese deutsche Branche wieder auf dem Weg in eine nie dagewesene Normalität, die da heisst, dass der beste Urlaub in Krisenzeiten im eigenen Land ist und bleibt. Noch sind die Sommertemperaturen nicht auf dem Höchststand, aber das wird sich im Laufe dieses Monats ändern. Dann sind auch die jetzt noch eingeschränkt buch- und belegbaren Hotels in Deutschland vielleicht noch nicht alle voll geöffnet, aber zur maximalen Belegung wird nicht mehr viel fehlen.

Sind erst alle voll geöffnet, so hängt alles vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Ausgebucht werden alle sein. Aber nur wenn die dann noch immer notwendigen Regeln eingehalten werden, wird das auch so bleiben. Man kann jetzt schon grob hochrechnen, dass beim gleichbleibenden Verlauf (=einschließlich der erfolgreichen Eindämmung ausbrechnder Herde wie den Fleischfabriken) irgendwann zwischen Ende August und Mitte Oktober die Pandemie völlig ausklingt. So schnell werden unsere Nachbarn nicht sein.

Zeitlich wird das etwa zur gleichen Zeit sein, wenn das nächste Schuljahr beginnt.

Einziges Problem könnte es für die deutschen Gutmenschen werden, wenn sich die moslemischen Migranten als nicht zu unserer Gesellschaft zugehörig beweisen wollen und voller Verachtung von Gesundheit und Leben der hier lebenden Deutschen die Verhaltensregeln nicht einhalten wollen. Rechtsstaatliche Menschen wissen damit umzugehen. Aussondern und dauerhaft isolieren, und soweit es geht abschieben.
Wegen der Mißachtung der Verhaltensregeln hier ist auch eine Abschiebung in Coronagebiete anderer Länder möglich.

Dann steht einer erfolgreichen Rückkehr in die Normalität nichts mehr im Wege.

Der Chartlord
 

13.06.20 03:34

7156 Postings, 3365 Tage ChartlordAlle Zeichen stehen auf Sturm

Wir stehen kurz vor dem Beginn einer neuen Zeitrechnung in der Weltwirtschaft.
Auch wenn viele (oder die allermeisten) das bislang nicht erkannt haben, so fehlt uns Deutschen nur ein ganz klein wenig Zeit, in der die Eindämmung wie gehabt fortgesetzt wird, und damit der zeitliche Vorsprung vor fast allen Konkurrenten weltweit in Geschäftstätigkeit umgesetzt werden kann. Egal ob Autobau, Maschinenbau, Konsum oder was auch immer. Der Faktor Wiederaufnehme der Geschäftstätigkeit ohne Konkurrenz oder mit Konkurrenz aber in Pandemie führt zu fatalen Auswirkungen bei allen Kunden. Alleine schon der Kontakt zu Infizierten wird aus gesundheitlicher Vorsicht zur Einstellung der Geschäftsverbindungen führen. Damit fallen die voreilig wieder hochgefahrenen Konkurrenten in die Nicht-mehr-lohnende-Zone der Geschäftstätigkeit zurück. Von dort müssen die ausländischen Firmen zusehen wie deutsche Firmen immer mehr marktbeherrschend werden.

Und ausgerechnet in der Tourismusbranche wird es beginnen. Hier wird sich zuerst zeigen, dass genau diese erwähnte Vorsicht genau die deutschen Urlauber "befallen" wird, die weltweit die meistumworbenen Kunden überhaupt sind. Aber diesmal bleiben die Deutschen zu Hause. Daran wird auch keine noch so fadenscheinig zurückgenommene Reisewarnung für die EU etwas ändern, denn wer von uns will schon auf Malle ohne Ballermann in Quarantäne ? Bis unsere Nachbarn so weit wie wir sind, ist der Sommer vorbei und höchstens die Nachsaison kann am Mittelmeer noch für Schadensbegrenzung sorgen. Aber das wird nicht ausreichen um die Wirtschaft um uns herum wieder zu beleben. Viele Firmen werden pleite gehen, während wir bei uns an die hier veränderten Verhältnisse gewöhnt haben und trotz unseres riesigen Exportes das jetzt schon viel größere Standbein der Binnenwirtschaft weiter vergrößern, so dass unsere einstmalige Abhängigkeit von den Exporten längst durch Konsum und heimatliche Bauwirtschaft abgelöst worden ist. Und der Hammer ist, dass es selbst während der höchsten Pandemie hier bei uns nicht zum Nachlassen der Bauwirtschaft gekommen ist. Alleine die unverminderten Aufträge der öffentlichen Hand haben den Auftragsbestand fast unvermindert hochgehalten.

Und selbst unbeabsichtigte Investitionen hier in Deutschland (allen voran TESLA in Brandenburg) werden die deutsche Wirtschaft so fördern, dass zwar die Überschüsse an die Anleger aus Übersee gehen werden, die Arbeitsplätze jedoch entstehen hier und stehen nicht nur in Konkurrenz zu den deutschen Autobauern sondern auch zu den Fabriken in den USA, und das zu allen dortigen Marken. Es ist nämlich der Faktor Nachfrage, der bislang zu Verkäufen als amerikanischer Export geführt hat, der vormals die dortigen Arbeitsplätze gesichert hatte, der aber nun von den Leuten aus Berlin und Brandenburg eingenommen wird. Alleine das wird einen erheblichen Teil der zu erwartenden Kündigungen der deutschen Autobauer auffangen.

Jetzt und in den kommenden Monaten werden wir es merken, was es wirklich Wert war an der schwarzen Null festzuhalten. Und wir werden es nach der Pandemie wieder würdigen, wenn wir das wieder fortsetzen werden. Ich weiss nicht, wie oft ich vom Nullzins und der schwarzen Null hier geschrieben habe, aber die Zeit ist da und bestätigt meine Beiträge. Und diesmal gehe ich noch weiter und sage den Untergang der amerikanischen Wirtschaft voraus. Außer den Grundnahrungsmitteln und minimalen Ummsätzen an Billigprodukten wird es auf Jahre kein Wirtschaftswachstum mehr geben, weil dort die Nachfrage nur durch superreiche Menschen einsetzen kann, die aber über keinen echten Bedarf verfügen, weil sie ohne hin schon gesättigt durch Waren sind. Ein 15. Handy wird sich keiner dort kaufen und ein einziges nur wer überhaupt Arbeit hat.

Die Katastrophe in den USA kommt erst nach der Pandemie, wenn die Menschen weiter arbeitslos bleiben und ihre auf Pump gekaufen Häuser verlieren. Aber arbeitslos und obdachlos wird gar nicht mehr eingestellt. Dann werden die Nachfahren der Auswanderer genau so dastehen wie die augewanderten Vorfahren, oder vielleicht noch schlechter, weil es damals die Arbeit in einer wachsenden Gesellschaft gab, die heute fehlt. Gleichzeitig ist der Ausblick in den USA und in der EU grundverschieden, weil wir hier mit der Förderung sauberer Energien genau die Nachfrage immer weiter drosseln, die in den USA noch mit die einzige Branche ist, die mit Öl und Gas wenigstens etwas zum BIP beiträgt. Nur davon werden wir immer weniger abnehmen. Deswegen ist auch die zusätzliche Förderung der Elektromobilität genau der richtige Weg aus der Abhängigkeit von Lieferungen von Trump, Putin und dem Iran usw. Die Umwelt spielt da wirklich nur die x-te Geige. Mit jedem Elektroauto (und übrigens auch mit jedem Elektrofahrrad) steigert sich die Nachhaltigkeit der deutschen Wirtschaft, da das benötigte Aufkommen für Energie immer weniger und immer günstiger wird. Das werden wir schon sehr bald wieder in unseren Geldbörsen merken. Das wird der Zeitpunkt sein, ab dem wir wieder anfangen werden unsere schwarze Null zu pflegen, aber dann noch stärker als zuvor.

Sollte es zu einer zweiten Welle in den USA kommen, die hier bei uns ausbleibt, so müssen wir damit rechen, dass wir unseren einstmaligen größten Handlspartner verlieren. Das wird uns aber kaum jucken, da der Binnenhandel immer weiter zunehmen wird. Was aber dann für uns "gefährlich" werden kann, ist der Handel mit China. Die werden ihre jetzt schon restriktiven Handelsbeschränkungen weiter vergrößern, insbesondere, wenn mit dem Handel eine pluralistische Verhaltensweise gefordert und fehlende Rechtsstaatlichkeit angeprangert wird. Auf mittelfristige Sicht wird sich der Handelskrieg von den USA und China auf uns - besonders auf uns in Deutschland - verlegen. Aber auch da sind wir am längeren Hebel, denn China erkauft sich das Wachstum nur mit Exporten, die man hervorragend als Druckmittel ausnutzen kann, weil wir immer weniger exportabhängig sind und sein werden. Da ist es ein Zeichen von überragender Weitsicht Huawei beim Ausbau unserer Infrastruktur nicht zu beteiligen - egal wie spionagelastig die sind.

Der Chartlord

 

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