"Konto Schliessung" wegen FATCA !

Seite 1 von 1
neuester Beitrag: 10.06.20 21:08
eröffnet am: 04.06.20 11:16 von: Helianthus Anzahl Beiträge: 6
neuester Beitrag: 10.06.20 21:08 von: Helianthus Leser gesamt: 630
davon Heute: 3
bewertet mit 1 Stern

04.06.20 11:16
1

Clubmitglied, 608 Postings, 1867 Tage Helianthus"Konto Schliessung" wegen FATCA !

Zufalls Amerikaner!

inzwischen hat meine Bank mein Depot geschlossen, den Kredit darf ich weiter laufen lassen.
Auch meine anderen Guthabenkonten wurden geschlossen..

Es ist anscheinend so ,dass die Banken wegen FATCA keine Geschäfte mehr mit US Bürgern machen wollen (auch wenn ich noch die Deutsche Staatsangehörigkeit besitze), weil der Aufwand hierfür zu groß ist.

die Bank fordert eine Selbstauskunft, ausgewählt wurden ich, weil mein Geburtsort in USA liegt.
Hier muss ich eine TIN (US Steuernummer angeben)

Da ich keine SSN Social Security number besitze , bekommen ich auch keine TIN.
War mir nie bewusst in den USA steuerpflichtig zu sein. Habe ich jetzt durch meine Bank erfahren müssen.
In verschieden Foren, habe ich schon viele Betroffene kennen gelernt denen es auch gerade so ergeht.

Für mich ist es sehr schwierig zu verstehen, warum ich wegen meiner doppelten Staatsbürgerschaft anders behandelt werde als wenn ich nur die Deutsche Staatsbürgerschaft hätte.

Ob es sich bei der Weitergabe meiner persönlichen und finanziellen Daten von der Bank an die IRS  ein Verstoß direkt gegen die Datenschutz Grundverordnung, kann ich nicht beurteilen, dass sollen andere prüfen.

Es geht mir dabei  auch nicht um die Höhe eventuell zu zahlender Steuern (in meinem Fall vermutlich gar keine), sondern um die Kosten und den Aufwand für eine zusätzliche Steuererklärung.

Das Steuerrecht in USA ist mir nicht geläufig, da benötige ich einen professionellen Steuerberater.
Die Aufgabe der US-Staatsbürgerschaft kostet momentan auch ca. 2000? + Steuererklärungen der letzten Jahre ca. 2000?


 

04.06.20 11:25
1

6709 Postings, 1771 Tage spekulator#1

Das Verfahren gibt es nun seit einigen Jahren. Nach der Finanzkrise wurde das Steuerrecht geändert, wodurch ausländischen Banken ein erheblicher Verwaltungsaufwand und auch drakonische Strafen (man kennt die US Strafen) angedroht wurde, bei falschen Infos und falscher Dokumentation.
Diesem Risiko wollte sich keine Bank aussetzen.
Zu erst wurden von den Privatbanken die Depots gekündigt. Irgendwann zogen die Genossenschaften nach. Heute machen fast nur noch Sparkassen Geschäfte mit US Bürgern.

Aber anscheinend könnte die Bank bei falschen Daten mit erheblichen Strafen seitens der USA belegt werden, wodurch viele die Geschäfte eingestellt haben.  

04.06.20 14:57
1

36711 Postings, 6215 Tage TaliskerMoin Bruder im Geiste

Bei mir war es genau dieselbe Sachlage. Soweit ich weiß, besteht da ein Abkommen, du musst in (besser: für die) den USA keine Steuern zahlen. Aber die wollen halt jeden erstmal packen und erfassen.
Ich hatte kurz mich darum bemüht, die TIN zu bekommen, war mir dann irgendwann zu blöde. Habe ich mein Depot (das eh nur noch aus Leichen bestand) eben gekündigt.
Bleibt für mich nur die Frage, ob ich, sollte ich mal wieder in gods own country reisen, bei der Einreise von freundlichen Beamten aus der Schlange gebeten werde - bei Steuern kennt der Ami kein Pardon.
Sprich: ich habe auch keine Lösung.
-----------
Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

04.06.20 19:13
1

Clubmitglied, 608 Postings, 1867 Tage Helianthusheute Info bekommen!

vom Bürgerbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung:
Bei unseren Recherchen haben wir zwischenzeitlich festgestellt, dass dieses Anliegen kein Einzelfall darstellt und sich bereits mehrere Personen diesbezüglich u.a. an das Bundesministerium der Finanzen gewandt haben.
Auch uns interessiert, was die Haltung der Bundesregierung zu diesem Thema ist, weshalb wir dort um eine Stellungnahme gebeten haben. Sobald diese bei uns eingegangen ist, kommen wir wieder auf Sie zurück. Bis dahin bitten wir jedoch noch um ein wenig Geduld.  

04.06.20 19:30

23050 Postings, 7274 Tage modIst hier in dem folgenden

Artikel nicht alles geklärt?

https://www.roedl.de/themen/entrepreneur/...teuer-staatsbuergerschaft
-----------
Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit !

10.06.20 21:08

Clubmitglied, 608 Postings, 1867 Tage HelianthusVerstoss gegen die Datenschutz-Grundverordnung?

was ich auch nicht wusste, Zufalls-Amerikaner (z.B. Geburtsort in US) sind in den Staaten steuerpflichtig
Jeder US-Staatsbürger, auch mit doppelter Staatsbürgerschaft, muss in den USA jährlich eine Einkommensteuererklärung abgeben.  Mit FATCA hat die USA ein einfaches Spiel ihre Steuerpflichtigen auf der ganzen Welt ausfindig zu machen.
auf Facebook gibt es diese Gruppe: Accidental Americans  

   Antwort einfügen - nach oben