SMI 11?939 0.3%  SPI 15?353 0.4%  Dow 33?874 -0.2%  DAX 15?565 0.7%  Euro 1.0970 0.2%  EStoxx50 4?113 0.9%  Gold 1?781 0.1%  Bitcoin 30?637 -0.8%  Dollar 0.9196 0.2%  Öl 75.7 0.3% 

Nationalismus stoppen

Seite 1 von 945
neuester Beitrag: 24.06.21 06:23
eröffnet am: 21.01.17 20:16 von: ulm000 Anzahl Beiträge: 23614
neuester Beitrag: 24.06.21 06:23 von: skaribu Leser gesamt: 2070553
davon Heute: 1483
bewertet mit 64 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
943 | 944 | 945 | 945  Weiter  

21.01.17 20:16
64

16378 Postings, 4658 Tage ulm000Nationalismus stoppen

Nach der gestrigen katastrophalen Trump-Rede muss eigentlich jedem überzeugten Demokraten mulmig geworden sein, dass dieser Typ nun der mächtigste Mann auf der Welt ist. Ein Typ bei dem Ignoranz, geschürter Hass und Halbwahrheiten ganz oben auf der Agenda stehen ist ein gefährlicher Typ und wenn man sich dann noch anschaut welcher rechtsgesinnter Mainstreet sich heute in Koblenz getroffen hat und mit Parolen nur so um sich geschmissen haben (z.B. "Gestern ein neues Amerika, heute Koblenz und morgen ein neues Europa" von diesem Holländer Geert Wilders), dann wird es langsam Zeit, dass jeder freiheitsliebende Demokrat diesen Nationalisten die Stirn zeigt. Sei es im Internet, sei es in normalen Gesprächen/Diskussionen mit Verwanden, Freunden und Bekannten, aber auch auf Demonstrationen. Man sollte, NEIN man muss eigentlich diesen Nationalisten mittlerweile zeigen, dass sie nicht das Volk sind. Wenn man das nicht tut, dann meinen diese selbstherrlichen Nationalisten wirklich sie seien das Volk.

Wohin Nationalismus hinführt das haben uns der 1. Weltkrieg und der 2. Weltkrieg gezeigt. Wer möchte seinen Kinder/Enkel eine Welt hinterlassen in der Andersdenkende und Ausländer geschasst werden und wo es nur eine Frage der Zeit ist wann es zu einem ganz großen Krieg kommen wird ?

Sehr, sehr positiv ist, dass sehr iele Amerikaner heute Flagge zeigen gegen diesen Trump und gehen auf die Strasse um gegen die ?Trumpsche Plattform für Hass und Bigotterie? zu demonstrieren:

http://www.faz.net/aktuell/politik/...ieren-gegen-trump-14714828.html
("Hunderttausende Frauen demonstrieren gegen Trump")

Ich denke die Zeit ist nun wirklich gekommen um generell diesen aufkeimenden Nationalismus ganz energisch anzukämpfen und zu zeigen dass das europäische Nationalismus-Establishment um die Le Pen, dem Hölländer Wilders, dem Italiener Salvini und der Petry nichts anderes sind als reine Schaumschläger.
 
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
943 | 944 | 945 | 945  Weiter  
23588 Postings ausgeblendet.

20.06.21 16:55
2

16327 Postings, 3900 Tage fliege77sag bloß, von einmal lesen

fühlst du dich nicht als Experte? Hast du so wenig Vertrauen in dir?  

20.06.21 17:42
3

53659 Postings, 5615 Tage RadelfanIn mir hab ich viel Vertrauen, aber nicht in

andere...
-----------
Dies ist meine eigene Meinung, daher keine Quellenangabe möglich!.

20.06.21 18:16
2

16327 Postings, 3900 Tage fliege7716:24 Uhr........Verkehrsinfrastruktur, Forsterei,

Planungs,-u. Umsetzungsgestaltung, Verteidigungsexpertisen, Jura und Rechtswissenschaften, Ökonomie.............und Reichs-Flaggenkunde.........habe ich vergessen.

Kurz: alles was der Grundgesetz-Thread nicht hat, wird dringend gesucht.  

20.06.21 22:54
3

1560 Postings, 461 Tage Fritz Pommes# 23 620 - 16:55 Bärlina, wa ??

22.06.21 14:58
8

1414 Postings, 4112 Tage 38downhillGastbeitrag von W.Putin in der Zeit

anlässlich des 80ten Jahrestags des Überfalls auf die Sowjetunion. Lesenswert allemal.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/...hichte-wladimir-putin?  

22.06.21 15:11
6

102565 Postings, 7772 Tage Katjuschaim Gedenken an die fast 30 Mio sowjetischen Opfer

des Vernichtungskriegs Hitlerdeutschlands

Darunter 15 Mio Zivilisten und 2 Mio russische Kriegsgefangene, die in deutschen Lagern ermordet oder elendig verhungert sind.

NIE WIEDER!

-----------
the harder we fight the higher the wall

22.06.21 16:07
3

9730 Postings, 1269 Tage AgaphantusAfD gegen Klimaaktivisten

"Nur knapp eine Woche später, am 22. Mai, brachen mehrere Personen in das Bahnhofsgebäude ein, verwüsteten den Innenraum und zündeten einen Sprengsatz, eine Art selbst gebaute Rohrbombe. Die Polizei konnte Tatverdächtige stellen, die Ermittlungen dauern an. Am Abend zuvor demonstrierte die AfD gegen die Klimaaktivist:innen. Immer wieder gibt es auch körperliche Angriffe, Verwüstungen, Morddrohungen."

https://taz.de/Angriff-auf-Klimaaktivistinnen/!5780069/  

22.06.21 16:17
4

7192 Postings, 5407 Tage VermeerPutin in der ZEIT

Sehr interessanter Artikel! Übrigens hat der Spiegel-Online vor ein paar Tagen einen Meinungsartikel veröffentlicht, der auch in eine ähnliche Richtung ging. Das kann man insgesamt diskutieren (hab aber keine Lust den Link auch noch rauszusuchen)

Ich hoffe, dass ein solcher Artikel zu einem Dialog führt, denn eine Partnerschaft zwischen EU und Russland würde ja jeder wünschen. Der Dialog würde auch eine Reihe von Rückfragen an Putin enthalten:

1)  Warum hat er auf die Entwicklung, dass die Ukraine eine Handelsvertrag mit der EU schließen wollte, mit einem verdeckten Angriffskrieg reagiert (da ging es nicht um die NATO)?

2) Vor allem: Wie ist die NATO-Osterweiterung eigentlich zustandegekommen? Es wird immer so geredet, die Nato habe sich erweitert. Aber sie kann das nicht einseitig, ein Staat muss ja beitreten wollen. Die Hauptfrage ist also: Warum war im Baltikum und in Polen der Wunsch nach einem NATO-Beitritt so groß?  Die Antwort ist, dass man dort Russland zutiefst misstraut. Warum also  betreibt Putin eine Politik, die solche Wirkungen hat? -- Nicht zu vergessen: Auch die Ukraine wäre gerne der NATO beigetreten, es waren aber gerade die anderen westlichen Länder, zum Beispiel Deutschland (weniger die USA), die das abgeblockt haben.

Im Gegensatz zum Tenor von Putins Artikel ist also vor allem festzuhalten, dass Putin keine Politik macht, die seinen Nachbarn Vertrauen einflößt. Russland hat heute auch praktisch keine Freunde, sondern nur Vasallen (mit Weißrussland), ach ja und die AfD. ... Neonazis und Reichsbürger ... gerade am heutigen Jahrestag muss man sich darüber besonders wundern. Der Schluss liegt nahe, dass auch das keine Freundschaft ist, sondern was anderes, ... etwas mehr "Instrumentelles".  

22.06.21 16:31
7

102565 Postings, 7772 Tage KatjuschaVermeer, also Punkt 2 sehe ich etwas anders

Ja, man misstraut Russland dort, vielleicht auch nachvollziehbarer Weise mit dem historischen Hintergrund. Aber es gab weder unter Jelzin noch unter Putin nie einen Anlass zu dieser Sorge.
Und Fakt ist nunmal, dass in 2+4 Verträgen ganz klar festgelegt war, dass es keine Osterweiterung der Nato geben solle. Dass gerade Deutschland, eben aufgrund der 2+4 Verträge, die Erweiterung auch zur Ukraine abgeblockt hat, kommt daher auch nicht von ungefähr. Sich dann hinzustellen und darüber zu spekulieren, ob Russland im Schilde führte unter Putin das Baltikum oder Polen zu annektieren ...

Die Krim ist ein anderes Thema und fand nach der Osterweiterung statt. Was nicht heißt, dass ich die Annektion in irgendeiner Weise relativiere. Das war ein Angriffskrieg und wurde zurecht sanktioniert. Da wird sich Putin auch weiter mit abfinden müssen, dass ihm das nun in den Handelsbeziehungen und politischen Beziehungen zur EU um die Ohren fliegt.

Dass es im Osten gerade unter AFD-Leuten, aber auch anderen Parteien (Linke, Teile der SPD) eine gewisse Symphatie mit Putin ergibt, ist auf unterschiedliche Weise nachvollziehbar. Da gibt es aber wirklich ganz unterschiedliche Gründe für. Ich habe keinerlei Sympahtie für Putins Politik, vor allem auch innenpolitisch, aber ich denke schon, dass auch wir Europäer und Amerikaner Fehler im Umgang mit Russland gemacht haben und das wir unbedingt versuchen sollten, diese Gräben wieder zuzuschütten. ... Gegen diese Putinfreune der AFD werde ich mich aber immer wenden, die eigentlich von deutsch/russischen Beziehungen und Historie gar keine Ahnung haben, und vor 20 Jahren wahrscheinlich eher noch gegen Russen im allgemeinen hetzten, und aktuell nur deshalb Putinfreunde sind, weil sie meinen damit gegen Merkel und die USA zu sein. Das ist doch einfach nur lächerlich, was da an "Argumenten" kommt.
-----------
the harder we fight the higher the wall

22.06.21 17:25
4

9132 Postings, 7907 Tage bauwiAuf jeden Fall sehr lesenswert

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/...chichte-wladimir-putin

Europa kann von Glück sprechen, dass Putin immer noch eine offene Haltung einnimmt, und mit geschichtlichtem Hintergrund zu einem klugen Angebot an die europäischen Nachbarn formuliert.  
-----------
MfG bauwi
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern das er nicht tun muß, was er nicht will.

22.06.21 19:22
4

16378 Postings, 4658 Tage ulm000Der irre Trump

Laut einem neuen Buch soll der frühere US-Präsident Donald Trump in Erwägung gezogen haben, infizierte Ferienrückkehrer nach Guantánamo zu schicken.
Es kommt ja immer mehr ans Tageslicht was Mr. Obernationalist Trump in seiner 4jährigen Amtszeit so "angestellt" hat wie z.B., dass von ihm mißliebige Journalisten abgehört worden sind - Journalisten der ?Washington Post? ausgespäht - Trumps Regierung griff Telefonnummern ab:

https://taz.de/Journalisten-der-Washington-Post-ausgespaeht/!5770670/

Heute kommt nun heraus, dass Trump vor 15 Monate in Erwägung gezogen hat, dass Ferienrückkehrer, die mit Corona infiziert worden sind, nach Guantánamo zu schicken.

"Haben wir keine Insel, die wir besitzen?", soll Trump im Februar 2020 im Weißen Haus gefragt haben, bevor sich das Virus dramatisch in den USA ausbreitete. Und dann: "Was ist mit Guantánamo?" Trump-Berater seien fassungslos gewesen, schrieb die "Washington Post"."

https://www.heute.at/s/...fizierte-nach-guantanamo-schicken-100148530

Dieser Mann namens Trump ist für mich echt irre, aber es soll ja Menschen in Deutschland geben wie auch eine Partei, die voll und ganz hinter Trump stehen und dann noch die Unverschämtheit dazu noch haben was von freiheitlich, Meinungsfreiheit und Demokratie zu faseln. Auch das ist für mich irre und zeigt mit, zumindest mir, dass solche Menschen und eine solche Partei in ganz anderen Sphären sich bewegen wie ich als Normalo.  

22.06.21 19:59
1

1414 Postings, 4112 Tage 38downhilletwas mehr Bescheidenheit und Selbstkritik

(oder auch nur Selbstreflexion) täte ich mir dann immer in der Politik wünschen, und das gilt besonders bin der Aussenpolitik und ganz besonders eben gegenüber denjenigen Staaten, Nationen, Gemeinschaften, die vor (circa) 80 Jahren ganz besonders unter dem Naziregime und seinen Schergen gelitten haben.
Ich finde viel an deutscher Politik zum Kotzen, aber Besonders bitter stösst mir diese unendliche Selbstverliebtheit auf (- das könnte im übrigen auch doch noch mein Grund sein, sich gegen ein Kreuz bei den GRÜNEN zu entscheiden).
Tagesaktuelles Beispiel : da kommt die ungarische Fußballnationalmannschaft ZU GAST und unseren Wichtigtuern fällt nix besseres ein, als das Stadion in Regenbogenfarben beleuchten zu wollen.
(versteht jetzt nichts falsch, selbstverständlich bin ich für größtmögliche sexuelle Selbstbestimmung und Freiheit überall auf der Welt.) Aber bei einem FußballSPIEL kann ich doch nicht als Gastgeber die zu mir kommende Mannschaft oder / und ganz Ungarn darauf reduzieren, dass dort dergleichen Rechte anders gewertet sind als bei uns. Das ist doch ein unnötiger und zutiefst überheblicher Affront.
Und kann gar nichts anderes sein als Futter für die dortigen Nationalisten.
 

22.06.21 20:26
5

7192 Postings, 5407 Tage VermeerGlück dass Putin immer noch eine offene Haltung

einnimmt... Au au, also bauwi, ich zweifle daran. Es dient seinen Interessen, wenn er behauptet oder den Eindruck erweckt, dass er eine kooperative Haltung einnimmt. Aber stimmt das denn? Wie ich oben schon sagte -- die Osterweiterung der Nato hat sich Putin m.E. selber eingebrockt, weil Polen und Balten es für ihre Sicherheit als wichtig ansahen. Die jedenfalls sehen bei Putin keine "offene Haltung", sondern Propaganda und Desinformation. Man kann ja zweifeln, ob die Nato-Osterweiterung eine gute Idee war, aber man kann schon auch fragen, ob dem Baltikum später dasselbe bevorgestanden hätte wie der Ukraine, wenn sie nicht in der Nato wären.

Der Grund, warum ich denke, Putin hat sich die Nato-Osterweiterung selber eingebrockt, ist also, dass er nicht den Eindruck erweckt, sein Missvergnügen daran würde aus empfindlichen Sicherheitsinteressen herrühren -- wofür man Verständnis aufzubringen hätte, wenn es das wäre. Sondern statt Sicherheitsinteressen sieht man Hegemonialstreben, das dadurch durchkreuzt wird. Da hält sich das Mitleid aber sehr in Grenzen. Es gibt ja in Europa fast nur noch einen Staat, mit dem Putin keine Schwierigkeiten hat, das ist Weißrussland (jetzt in der Richtung von Russland aus betrachtet). Und jeder sieht, dass Putin Weißrussland wie einen Vasallen behandelt, nicht wie einen souveränen Staat. Und die anderen denken sich, dass sie es eben vermeiden müssen, selber auch zu so etwas zu werden. Die waren es nicht, die diesen Prozess angefangen haben.  

22.06.21 20:57
2

1414 Postings, 4112 Tage 38downhill@Vermeer, und glaubst Du aus russischer Sicht

sah Nato-Osterweiterung und EU-Vergrößerung nicht nach westlichem "Hegemonialstreben" aus?
Sowohl Nato als auch EU hätten als erstes mit Russland über einen Beitritt verhandeln können.  

22.06.21 21:13
2

7192 Postings, 5407 Tage Vermeerdownhill: Westliches Hegemonialstreben?

...wird von Russland unterstellt und von vielen ehrlich geglaubt. Ich sehe aber eine deutliche Asymmetrie. Der wesentliche Punkt ist, dass es zwei paar Stiefel sind, ob die NATO "Vorherrschaft anstrebt" oder ob die Bevölkerung Polens oder Estlands den Beitritt wünscht (dies scheint der Fall zu sein). Das übersiehst du glaub ich in deinem Bemühen, beide Seiten gegeneinander aufzurechnen.

Beispielsweise missfiel es Russland, dass auch noch Nordmazedonien der Nato beitreten wollte. Wie hat Russland reagiert? Konstruktiv? Nein:
"Laut dem mazedonischen Geheimdienst UBK versuchten der russische Auslandsgeheimdienst SWR und der Militärgeheimdienst GRU, Soldaten, Polizisten und Geheimdienstler anzuwerben, um ein Netzwerk militärisch trainierter Personen aufzubauen, die bei Bedarf eingesetzt werden könnten, um russische Interessen durchzusetzen. Darüber hinaus habe Russland versucht, über Wirtschaftsprojekte wie den Bau einer Pipeline in Nordmazedonien durch die Firma Strojtransgas, die Gründung mehrerer ?Freundschaftsvereinigungen? und in lokalen Medien platzierte Desinformation Einfluss zu nehmen.[21]" (Wikipedia/NATO-Osterweiterung)

Hier wird nicht versucht, die Bevölkerung für eine Partnerschaft mit Russland zu gewinnen! Stattdessen treibt Putin sie förmlich der Nato in die Arme...
 

22.06.21 21:24
2

1414 Postings, 4112 Tage 38downhill" beide Seiten gegeneinander aufzurechnen"

Genau das versuche ich NICHT. (Für mich schön wäre, es gäbe kein so spaltendes Denken in Blöcken oder Nationalitäten oder Nationalismen.)
Mein Punkt war, ein wenig auf Fehler hinzuweisen, die womöglich vom Westen gegenüber Russland gemacht worden sind. Und eine NATO-Osterweiterung entgegen anderslautender, vorheriger Zusagen an Russland halte ich für einen der entscheidenden Fehler, die in europäischer Nachkriegsgeschichte gemacht worden sind.
Aber das Kind ist ausgeschüttet mit dem Badewasser. Man sollte halt nur nicht vergessen, dass es ausgeschüttet wurde.  

22.06.21 21:28
2

7192 Postings, 5407 Tage VermeerIch sag nichts dagegen

wenn jemand die Nato-Osterweiterung für eine ungute Aktion hält. Es war ja zB auch in der amerikanischen Politik umstritten. Es ist ja auch nicht so, dass "der Westen" da eine einheitliche Haltung hat.
Ich halte es aber für möglich, dass es mehr positive als negative Aspekte hatte, einfach mal als Realpolitik betrachtet. Ich sage nur, möglich. Ich hätte mich nicht dafür ausgesprochen. Aber ich kann nicht nachweisen, dass es unterm Strich ein Fehler war, trotz der misslichen Aspekte.  

22.06.21 21:35
2

7192 Postings, 5407 Tage VermeerEin interessantes Detail noch

das sich ebenfalls im Wikipedia-Artikel über Natoosterweiterung findet:
"Laut US-Berichten im Jahr 2008 soll Putin im NATO-Russland-Rat davon gesprochen haben, dass bei einem NATO-Beitritt der Ukraine die Krim und die Ostukraine von der Ukraine abgelöst und an Russland angegliedert werden könnten. "

Wie man weiß, ist danach die Krim sowieso an Russland angegliedert worden. Da kann man fragen, ob man den Unfrieden mit Putin, den man der Osterweiterung zuschreibt, nicht sowieso hätte.  

22.06.21 21:46
1

1414 Postings, 4112 Tage 38downhillMan kann aber genausogut fragen,

ob dieser widerliche, nationalistische Autokrat in Russland überhaupt hätte solange so stark sein könnte, hätte sich der Westen gegenüber Russland ( ist nicht gleich Putin) in der Nachwendezeit entgegenkommender, einladender, kooperativer gezeigt hätte.  

22.06.21 21:52

7192 Postings, 5407 Tage VermeerHat er nicht?

Beispielsweise der Bundeskanzler Schröder hat es da an nichts fehlen lassen!  

23.06.21 09:54
3

16378 Postings, 4658 Tage ulm000Corona hat Russland voll im Würgegriff

Was derzeit in Russland passiert mit Corona ist ein Desaster. Zwar gibt es jetzt in Moskau wieder viele Corona Einschränkungen (Discotheken werden geschlossen, rigorose Maskenpflicht, nur noch Geimpfte bzw. Getestete mit negativen PCR-Test dürfen in Kneipen, Cafés und Restaurants), aber das ist viel zu spät gekommen.

In Sankt Petersburg stehen Krankenwagen in einem Stau vor den Krankenhäuser. So groß ist der Andrang dort in den Krankenhäuser. Auf überfüllten Gängen liegen Patienten teils auf Matratzen, die auf dem blanken Fliesenboden liegen. Allein in Sankt Petersburg sind in der vergangenen Woche täglich 800 Menschen mit Covid-19-Diagnose ins Krankenhaus eingeliefert worden (!!!!). Pro Tag sterben alleine in Sankt Petersburg derzeit 80 Menschen an Corona !!!

https://www.mdr.de/nachrichten/welt/osteuropa/...impfpflicht-100.html

In Moskau liegen mittlerweile 14.000 Schwerkrankte in den Krankenhäsuer. Gestern sind in Moskau 86 Menschen an Corona verstorben. So viele wie noch nie seit Pandemiebeginn:

https://www.krone.at/2444507

Nach dem in Moskau eine gewisse Corona Impfpflicht in der letzten Woche beschlossen wurde haben sich jetzt ein Dutzend russischen Regionen den Moskauer Regeln angeschlossen:

https://de.rt.com/russland/...oskau-fuhrt-neue-corona-beschrankungen/

Putins Pressesprecher Dmitri Peskow zur Moskauer Impfpflicht:

"Die Realität sieht so aus, dass die Diskriminierung unvermeidlich ist. Menschen ohne Immunität, Menschen ohne Impfung werden nicht in allen Bereichen arbeiten dürfen. Dies ist unmöglich, es würde eine Bedrohung für andere darstellen."  

23.06.21 10:51
5

53871 Postings, 4765 Tage Fillorkilldie Nato-Osterweiterung selber eingebrockt

Was man sich mit EU-und Nato Osterweiterung selber eingebrockt war jedenfalls die Aufnahme einer ganzen Reihe von unterentwickelten autoritären Gesellschaften, deren 'Nationen' häufig nur sporadisch als Idee existiert hatten,  die in ihrer Geschichte noch nie eine demokratisch zu nennende Epoche vorzuweisen haben und deren Hunger auf westliche Werte sich darauf reduzieren lässt, belastbare Garantien gegen russische Hegemonialgelüste sowie für die eigenen Abrechnungsbedürfnisse mit den Sowjethinterlassenschaften in die Hand zubekommen.

Man hat sie dennoch aufgenommen, trotz der Sprengkraft, die sie absehbarerweise auf den inneren Zusammenhalt insbesondere der EU ausüben. Der Gewinn strategischer Vorposten erschien den massgeblichen Funktionären wichtiger zu sein. Eine fundamentale Fehlentscheidung, die uns das Leben mit den Orbans auf unabsehbare Zeit eingebrockt hat.
-----------
a la primera línea en pandemia

23.06.21 11:07
5

51877 Postings, 3884 Tage boersalinoHunger auf westliche Werte

oder "Blutspiel von Melbourne"

Als Blutspiel oder Blutbad von Melbourne wurde das Wasserballspiel zwischen Ungarn und der Sowjetunion bei den Olympischen Sommerspielen 1956 in Melbourne zum wohl bekanntesten Match in der Geschichte dieses Sports und zu einem der bekanntesten und unsportlichsten Aufeinandertreffen zweier Mannschaften bei Olympischen Spielen.[1] Beide Mannschaften trafen am 6. Dezember 1956 beim olympischen Wasserballturnier aufeinander, als der ungarische Volksaufstand gerade von sowjetischen Truppen brutal niedergeschlagen worden war. Der Name des Spiels wurde von den Medien erfunden. Er bezog sich auf den Ungarn Ervin Zádor, dem ein sowjetischer Sportler zwei Minuten vor Ende des Spiels mit einem Faustschlag ins Gesicht eine stark blutende Wunde zugefügt hatte.

Ungarn schlug die Sowjetunion 4:0. Der Sieg der ungarischen Mannschaft wurde ein Symbol für den Widerstand gegen die Sowjetunion.[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Blutspiel_von_Melbourne

Menschen, die stets eigenständig ihre Freiheit verteidigt haben (wir bekamen sie ja geschenkt), könnten sich ein wenig über unser Besserwissen wundern.
Wasserball ist ein sauberer Sport.

 

23.06.21 11:38
5

3074 Postings, 771 Tage Philipp RobertSo ändern sich die Zeiten

(ausgenommen vielleicht die internationale Wasserballkonkurrenz)
Russlands Präsident Wladimir Putin besucht wieder einmal Budapest. Vordergründig geht es bei dem Treffen mit Ungarns Regierungschef Viktor Orbán um den Schutz verfolgter Christen - in Wahrheit um Strom, Gas und Geld.
 
Angehängte Grafik:
herunterladen_(3).jpg
herunterladen_(3).jpg

24.06.21 06:23
2

87785 Postings, 1981 Tage skaribuAuch gestern beim Fußball

hat sich leider wieder die Fratze des extremen Nationalismus gezeigt:

https://web.de/magazine/sport/fussball/em/...ionalelf-steckt-35928716  

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
943 | 944 | 945 | 945  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben

  7 Nutzer wurden vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: Flaschengeist, Freiwald., Leonardo da Vinci, Lucky79, telev1, Qasar, waschlappen