Meyer Burger Technology AG nach Fusion mit 3S

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neuester Beitrag: 19.09.20 13:31
eröffnet am: 19.01.10 11:52 von: Palaimon Anzahl Beiträge: 3236
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19.01.10 11:52
29

5925 Postings, 4592 Tage PalaimonMeyer Burger Technology AG nach Fusion mit 3S

Da am 18. Januar 2010 die Fusion mit der 3S Industries und der damit einhergehende Aktiensplit 1:10 vollzogen und außerdem eine neue WKN zugeteilt wurde (WKN: A0YJZX ISIN: CH0108503795), muss ein neuer Thread her.

Nach 4 Jahren Anteilseigner der 3S, die gerade in der letzten Zeit große Freude bereitet hat, hoffe ich auf einen weiterhin so positiven Verlauf meiner neuen Aktie.

Kurs heute

Realtimekurs MEYER BURGER
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      Geld     18,76            11:46:04§250 Stk.
     Brief     19,14            11:46:04§250 Stk.
-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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16.09.20 13:25

751 Postings, 573 Tage setb2609prespektive

In Deutschland gibt es bspw. > 1000km² genutzte und ungenutzte (aka "verseuchte") Truppenübungsplätze - da muss man gar nicht zwingend nur nach Braunkohlerevieren schielen ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Truppen%C3%BCbungsplatz

Auf 1000km² kann man bei lockerer Bebauung (50% Flächenbeckung und deutlich unter 1% Flächenversiegelung) mit 500+Wp- Modulen :

1000*1e6/5*500=100GW

an PV-Leistung  installieren - sprich doppelt soviel wie derzeit durch den obsoleten Deckel vorgegeben wurde.

Diese erezugen mit bifazialen Modulen, die ggf. wie die Module von MBT ein besonders hoes LCOE haben - deutlich über 100TWh - also ca. 20% des Nettostromverbrauchs in D.

Allein diese "kleine" Umwidmung /Widmungserweiterung von weniger als 0,4% der Fläche in D (ohne das die Vegetation leiden müsste - grasende Schafe darunter gehen immer noch - und wenn mal irgendwo Munition in die flasche Richtung geht - gut - dann trifft es ein paar Module - da gibt es grössere Kollateralschäden bei der Bundeswehr ...)  würde also  den EE-ANteil von 40% in 2019 :

https://ag-energiebilanzen.de/...=ausdruck_strerz_abgabe_20200217.pdf

auf 60% erhöhen.

Weitere 100TWh kommen durch den Ausbau von Offshorewind von 5GW auf 30GW.

Dann bleiben also nur noch 20% übrig, die sicherlich in Teilen durch AUfdachflächen-PV und ein Repowering bei Onshore-WInd (10000 Anlagen der 5+MW-Klasse machen eher 150TWh als die 100TWh, die annähernd 30000 alte Anlagen der im Wesentlichen 600-2.xMW-Klassen gemacht haben) ....

... und ein bisschen Energie erzeugung - zumindest übergangsweise - in Gud-Kraftwerken - entweder in KWK oder als Peaker wird es wohl auch noch geben - bis die durch Power-to-X ersetzt werden - da kann man dann ja nochmal dann darüber reden, ob das nun durch Offshore-Wind in der deutschen AWZ im Entenschnabel far offshore passiert - oder ob man vielleicht nochmal einige 10GW auf die Braunkohle-Seen setzt ...

Fertig ist die Laube ...

... sprich : Aufdach-PV ist sicher mit Speicher und bei entsprechenden Randbedingungen gut für 5GW/anno im Jahr - und das reicht dann auch für die 50TWh in der kleinen Rechnung oben - aber Utility-Scale PV ist durchaus flächenschonend auf Truppenbungsplätzen, entlang von Verkehrstrassen und an Flughäfen aber eben auch in Braunkohlerevieren oder anderen Lagen - man erinnere sich an die Gebiete die durch Kaliabbau oder anderes wie in der Wismut grosse Tailings aufweisen in deren Nähe niemand leben will oder sollte ...

Believe me -there is plenty of room - man muss nicht auf die Äcker und damit eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung herstellen - und wenn dann gibt es mittlerweile Aufstädnerungen, die mit PV-Panels wie Gewächshäuser fungieren, um Strauchfrüchte, ... zu ziehen, die diese halbschattige Lage bevorzugen und wo die AUfständerung gleichzeitig als Halterung für den Bewuchs dient ...

 

16.09.20 13:59

14 Postings, 142 Tage karma6Speicher

Hallo  setb2609
Danke für deine sehr informativen Beiträge.
Ich habe eine Frage zum Speicher des durch PV gewonnen Stroms.
Solange wir den Strom nicht effizient speichern können lohnt sich doch eine zu schnelle Verbauung mit PV-Anlagen nicht?
Trotzdem bin ich sehr optimistisch, vorallem auch in südlichen Ländern wo am Tag z.B. auch für die Kühlung viel Strom verbraucht wird. In Deutschland wäre wahrscheinlich darauf zu achten, dass am Tag Kohle und Atomkraft weniger produzieren wenn die PV-Anlagen bei Sonnenschein voll produzieren?
Gibt es da schon ein Lösung?
Danke vielmals  

16.09.20 14:07
1

157 Postings, 75 Tage akaHinnerk@setb2609

pro PV auf Ackerflächen:

etwa 1 Mio. hektar ackerfläche = 10.000 km2 werden für die biogaserzeugung genutzt. wenn man davon 10 % abzwackt, hätte man deine 1000 km2 - ohne blindgängerbelastung. und PV liefert pro ha ein vielfaches an kWh elektrisch verglichen mit biogas. (allerdings witterungsabhängig...).

ich bin trotzdem parallel für PV auf dachflächen. aber wenn man schlagkräftig etwas für den klimaschutz machen möchte und gegen eine mögliche stromlücke in D nach abschaltung von kohle und atom, dann ist PV-strom vom acker eine gute option. hier könnte schnell viel kapazität aufgebaut werden. das ist bei dachanlagen kaum möglich. preis pro kWh el dürfte vom acker auch deutlich geringer sein.

längerfristig will MB ja offenbar auch auf ackerstrom setzen. hoffe, dass sie hier, wo leistung pro fläche nicht ganz so entscheidend ist, mit der konkurrenz mithalten können!  

16.09.20 14:10

31 Postings, 281 Tage tromelSpeicher

Ist die Speicherung von Strom nicht ein Grund, warum Wasserstoff- und Batteriewerte gerade boomen? Die Proponenten von Wasserstoff sehnen sich geradezu nach grünem Strom - und das besser heute als morgen.  

16.09.20 14:21
1

157 Postings, 75 Tage akaHinnerk@karma6

zum speichern von PV-strom:
viel potenzial dürfte noch die verstärkte ost-west-ausrichtung der PV-anlagen bieten. das erscheint erst einmal unlogisch, da es einen minderertrag gibt. allerdings ist der mittagsstrom deutlich weniger wert als strom am frühen vormittag oder späten nachmittag. klick dich mal hier durch - insbesondere beim strompreis:
https://www.agora-energiewende.de/service/...e/14.05.2020/15.05.2020/
der minderertrag kann also kompensiert werden durch einen deutlich besseren preis. mit der derzeitigen EEG-regelung ist das aber wohl nicht möglich. aber vielleicht durch direkte vermarktung des stroms - was aber leistungen im MW-bereich benötigen dürfte, um da mitmachen zu dürfen. z. b. mit einer freiflächenanlage...
das thema nahrungsmittelkonkurrenz ist sehr politisiert. wenn man einen anderen konkurrenten runterfährt (biogas), dann setzt das kapazitäten frei für PV.
oder wenn alle auf einmal vegetarier werden würden, dann gibt es auch kapazitäten, da die vegetarierernährung ja deutlich weniger ackerfläche benötigt...  

16.09.20 14:57

402 Postings, 3484 Tage kaufladenpv vs. biogas

Aus ökologischen Grünen wäre PV wohl auch eine bessere Landnutzung als Biogasäcker (Mais). Es verringert die Bodenüberdüngung und hilft - auch bei reduziertem Gras/Schotteruntergrung - im Vergleich zu Maisäckern der Biodiversität. Das einzige, was sexy an Biomasse ist, ist dass dieser Energieträger einfach und gut speicherbar ist.
 

16.09.20 16:04

14 Postings, 142 Tage karma6Strohfeuer oder endlich Neustart mit Zukunft?

16.09.20 16:16

70 Postings, 278 Tage ohneerfahrung@karma6

Eindeutig Neustart, da sich ja das Geschäftsmodell völlig geändert hat.
Hoffentlich bekommt Herr Erfurt Unterstützung vom Land Sachsen, Sachsen Anhalt, vom Bund und vor allem Aktionäre die zu ihrem Invest stehen!
 

16.09.20 17:58

5 Postings, 8 Tage ForumNeueinsteigerMBT neuer Höchststand auf Basis tagesschlusskurs

MBT neuer Höchststand auf Basis tagesschlusskurs

das könnte meiner Ansicht nach die nächsten Tage nach oben ausbrechen, das wäre für die Short Seller verheerend. Wenn irgendwelche start ups ohne bewiesene Technologie  1 mrd und mehr Bewertung haben, weshalb nicht such der Technologieführer während des Ramp Ups der ersten eigenen Fabriken?  

16.09.20 19:46
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751 Postings, 573 Tage setb2609speicher

meine unmassgebliche meinung ist zweierlei :

a) das speicherproblem ist defakto gelöst - bzw. wie andere technische lösungen in einer roadmap begriffen, die keiner mehr aufhält - und die roadmap wird derzeit durch die automobilindustrie bestimmt ( nächster schritt sind aus meiner sicht solid-state zellen ...)
machen wir es kurz :

es gibt 40mio pkw in D - wenn jeder einen speicher von 50+kwh bekommt (also genug für 500km) dann reden wir von einem invest bei 100?/kwh (nur für den speicher) von 200mrd ? - hört sich viel an - defakto wird ein mehrfaches im gleichen zeitraum in fahrzeuge investiert.

der interessante punkt ist nun - diese speicher können allein im automobilen bereich dann 40e6*50e3kwh = 2TWh aufnehmen - das ist mehr als der Tagesbedarf in D - damit ist die Frage der Glättung von Tages-und Wochenlastgängen defakto erledigt ...

b) Wir werden zu Power-To-X kommen - bzw. sind es defakto schon - in Kiel und anderen Orten stehen Elektrodenheizkessel, die überschüssigen Windstrom aufnehmen und in Wärme umsetzten - durch Gasmotoren (oder Turbinen) in KWK kann hier ggf. über den Umweg über Elektrolyse (und Methanisierung zur besseren Speicherung - also grünes Gas) ein weiterer Ausgleichspfad geschaffen werden - die Ersgaszwischenspeicher in Salzstöcken im norddeutschen Raum sind bereits hinreichend da.

Power-to-X spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Herstellung von Eisen/Stahl - hier wird man durch Wasserstoff-Reduktion (anstelle mit Koks) grosse Energiemengen aus Elektrolyse benötigen - Elektrolyse kann jedoch geregelt - entsprechend der prioritären Lastanforderungen anderer gefahren werden.

Vielleicht sollte man bei Power-to-X auch die Verwendung von Wärmepumpen mit aufführen ...

Das scheinen mir die wichtigsten Markttrends in der nächsten Dekade zu sein - die das Speicherthema eigentlich lösen ...  

17.09.20 09:24
1

5 Postings, 8 Tage ForumNeueinsteigerwie gestern vermutet Weg frei bis 25 Rappen

Ausbruch! bei 25 Rappen ist der nächste Widerstand. das wird den Leerverkäufern gar nicht gefallen.  

17.09.20 11:50

70 Postings, 278 Tage ohneerfahrung@ForumNeueinsteiger

Was für Leerverkäufer bitte?
 

17.09.20 12:03
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3400 Postings, 868 Tage walter.eucken@ohneerrfahrung

an der schweizer börse sind leerverkäufe nicht meldepflichtig es gibt deshalb keine offiziellen zahlen diesbezüglich beit meyer burger technologie. so wie bei allen anderen in der schweiz gelisteten firmen auch nicht.  

17.09.20 13:11

144 Postings, 351 Tage Kubaner78Made in Europa!

Von der Leyen hat sich gestern deutlich ausgedrückt.

Ein Konsortium stellt sich den Herausforderungen.  
Angehängte Grafik:
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img-20200917-wa0000.jpg

17.09.20 14:38
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48 Postings, 329 Tage drNebenwerteIch verstehe das als Auftrag

Werde zum Jahreswechsel versuchen ein paar schöne Videos aus dem Inneren der Hallen zu drehen und Eindrücke zu sammeln. Anfrage an MB ist raus. Vielleicht lassen Sie mich rein :-)

Nehme die Fragen aus dem Forum natürlich mit und verfolge hier alles ;)  

17.09.20 15:37
2

177 Postings, 441 Tage LongOnly01Geld-Magazin Österreich über Meyer Burger

Seite 62/63. der link sollte direkt auf Seite 62 führen wenn man ein paar Sekunden wartet

https://www.geld-magazin.at/flipBooks/gm2009/62/index.html  

17.09.20 17:55
2

144 Postings, 351 Tage Kubaner78Das Solarstrom-Magazin Teil 1

Auch sie wissen über Meyer Burger zu berichten  
Angehängte Datei: teil_1.pdf

17.09.20 18:00

144 Postings, 351 Tage Kubaner78Das Solarstrom-Magazin Teil 2

der dritte Teil folgt sogleich  
Angehängte Datei: teil_2.pdf

17.09.20 18:02

144 Postings, 351 Tage Kubaner78Das Solarstrom-Magazin Teil 3

Schade, dass dieses Forum mit der Grösse von Anhängen so geizt.
 
Angehängte Datei: teil_3.pdf

18.09.20 07:43

5 Postings, 8 Tage ForumNeueinsteigergestern am Intraday Hoch geschlossen

gestern am Intraday Hoch geschlossen. zusätzlich markiert dies einen neuen Höchststand seit der Kapitalerhöhung. Unangenehm für Leerverkäufer. Der Markt dürfte da immer mehr Vertrauen fassen, vor allem auch wegen der neuen Aktionärskontrolle im Verwaltungsrat. Der Minuspunkt ist aber leider weiterhin der Verwaltungsratspräsident Dr Richter, der schon in der Vergangenheit am Werk war.  

18.09.20 10:51

565 Postings, 5143 Tage inok@LongOnly01

Bist Du "tolggoe28" drüben oder kopierst Du einfach seine Beiträge?  

18.09.20 12:18

751 Postings, 573 Tage setb260960 rappen ;)

wenn mbt wieder (siehe erste oxford pv beteiligung)  auf 60+ rappen gehen würde (1.5mrd bewertung) und die dann 500mio shares oxford pv anbieten (300mio) - dann wäre das eine faire bewertung - wenn man dann noch die möglichkeit einräumen würde dass sich equinor, legal, goldwind (also die derzeitigen shareholder von oxford pv - ohne die founder) - ggf. zusätzlich enel - an einer 10% ke beteiligen können - die dann ca. 150mio chf einspielt - dann wäre damit die erweiterung um 1(-3)GW Zelle (für enel) ggf. di oxford ab 2023 vorsieht ggf. vorfinanziert - inklusive der perovskit-abscheidung - ggf. vorfinanziert ...

dazu müsste mbt natürlich eine entsprechende bewertung bekommen und die frage wäre, wann sowas käme - Spekulation (!) :

- 180 Tage nach der letzten KE frühestens
- Ende 2021 spätestens - da in 2022 im Endeffekt die Weichen für eine 1GW Tandem-HJT-Perovskit-Produktion in 2023 gestellt werden müssten


... scheint mir auch ein Denkmodell, das funktionieren könnte, wenn MBT in 2021 selbst 0.8-1.4+GW + 0.8-1GW Modul aufbaut ...

just some of my 2 cents - und dann bewegen wir uns quasi auf einer vorgezeichneten / in gewisser hinsicht determinierten trajektorie - und wenn man sich läden wie first solar / sunpower ansieht - dann bewertugstechnisch bzgl. des endresultats auf einer bewertungstechnisch durchaus rationalen (wenn man us-amerikanische bewertungsansätze zugrundelegt)  

18.09.20 13:25

157 Postings, 75 Tage akaHinnerk@setb2609

von PV technik und finanzierung hab ich wenig plan. aber angesichts des sehr starken rückenwinds aus der politik würde ich die perspektive von MBT als langfristig sehr gut einschätzen. hürden z. B. durch lobbyarbeit der fossil-fans, die vor 10 bis 15 jahren noch üblich waren, erwarte ich kaum. eher erwarte ich politische unterstützung von allen seiten. wenn es die nächste zeit vielleicht auch noch paar positive meldungen aus sachsen und sachsen-anhalt gibt, könnte das den kurs zügig auf deine 60 rappen anheizen? und eine kapitalbeschaffung wohl deutlich vereinfachen.?
hierzu eine frage: wenn es bei MBT sehr gut läuft (aktienkurs und erfolgreicher produktionsstart) - wie wären die chancen, dass die kapazitäten schneller ausgebaut werden, als derzeit geplant? wäre das technisch und organisatorisch möglich? 5 GW in 5 jahren klingt übersichtlich, wenn die großen hersteller in 2 jahren auf 30 GW erhöhen wollen. das würde nicht für einen nennenswerten europäischen marktanteil sorgen - wenn ich das richtig einschätze.
angesichts der politischen entwicklungen erscheint es auch wahrscheinlich, dass europäische PV hersteller vor chinesischer billig-/preiswertkonkurrenz geschützt werden. vielleicht ein entscheidender punkt, wenn MBT einen geringeren technischen vorsprung/ wirkungsgradvorsprung haben als sie derzeit erwarten.  

18.09.20 19:49

751 Postings, 573 Tage setb2609Ausbau Thalheim

Danke, Doc - würde mich sehr freuen, wenn Du Dich an der Stelle engagierst - so wie Du s dankenswerterweise auch schon zuvor getan hast ...

Tatsächlich gibt es von anderer Stelle jetzt erste Eindrücke, dass es konkret wird ...

https://twitter.com/GunterErfurt/status/1306924013583769602?s=19

... nur weiter so ...  

19.09.20 13:31

751 Postings, 573 Tage setb2609@Hinnerk

Ich sehe es so :

MBT Hat sicher keine Probleme jeden Monat eine Helia Linie zu bauen. Im Gegenteil - sie könnten wahrscheinlich mit der derzeigen Belegschaft in Hohenstein deutlich mehr Linien baun, wenn man sich mal ansieht, was da in den letzten Jahren pro Jahr an PERC-Anlagen rausgegangen ist (allein 30+GW an Maias stehen da draussen - also im Schnitt dürften das so um die 2-3GW/anno gewesen sein ...)
Wie auch immer man den Vergleich jetzt zieht :

- Wenn man sich die Langfristplanung von MBT ansieht - dann geben sie im Zellbereich ab 2023 im Endeffekt einen Zubau von 1.4GW an - das sind nach meiner Lesart 12 Linien (also 1 pro Monat)

- Die Zelltester kommen von Pasan (Tochter in Neuchatel in der Schweiz) und wenn di bei 8000wph mal 4 Tester pro Jahr bauen - dann sind die sicher - wenn man mal auf die Zahlen sieht, die die noch in 2018 geliefert haben - nicht wirklich überlastet ...

- Wafertester - also Eingangsqual-Check - hat Hohenstein von Zülpich (Hennecke) übernommen  - aber auch die können 8000wph und somit defakto gut 4 Linien abdecken - 4 von denen pro Jahr zu bauen wird Hohenstein auch nicht überfordern - wenn man sich mal ansieht, was die 60 Mann, die bei Hennecke entlassen wurden noch 2018 zusammengezimmert haben an Umsatz

Meine Erwartungshaltung ist - dass da drei Bauplätze existieren in Hohenstein - einer für die Helia PECVD - auf der man ganz in Ruhe eine PECVD Maschine pro Monat zusammenschraubt - das dürfen 10 FTE durchaus gebacken kriegen (all in - sprich Beschaffung, ...) - dann das gleiche für die Helia  PVD - nur die macht anstelle der 2140wph der Helia PECVD gut 3000 wph - sprich bei 4 Linien könnten 3 Helia PVD reichen - sprich bei 12 Linien braucht man nur 9 Helia PVD - sprich : die 10 Jungs die das zusammenschrauben und organisieren könnten gut und gerne in den restlichen 3 Monaten Wafertester zusammenschrauben.
Seien wir nicht knauserig und ein Springerteam dazu für externe Maia/... (PERC) Aufträge / Perovskit-Tandem-Aufdampfmaschinen für Oxfod PV / Krankenstände und falls es irgendwo hängt - ggf. als 2 Schicht ... - wenn die so 20-40mio Umsatz machen bei 30-40% Rohamarge - dann wäre das gut - aber die Frage ist ob man da dann mehr als 10-20 Mann zum zusammenschrauben braucht ...

Dann sind das 30-40 Mann - dann nochmal Engineering on top - für Weiterentwicklung - dann sind wir bei 100 Mann - vielleicht 150 Mann - wenn man es generös ausstattet - Personalkosten 10-15mio bie 0.1mio/mann (derzeitiger stand) - also ca. 25% dessen  was da momentan (2020) an Personalkosten durchrauscht ...

In Hohenstein sind aber noch 370-380 FTE - wenn ich das richtig im Kopf habe aus dem letzten HJ-Bericht ...

Sprich da ist noch deutlich room to manouver - insofern würde ich die Frage so sehen (nur meine subjektive Meinung !)  :

1. Ja, MBT könnte imho auch deutlich mehr Anlagen produzieren in Hohenstein - sowohl von der Manpower als auch von der Fläche - nicht zuletzt wenn die Test-HJT-Anlage duch Linien in Thalheim substiuiert wird und massiv Fläche in der mehr als 1ha grossen Halle frei wird.

2. Wenn man sich die derzeitige Planung und das geschehen ansieht - dann sieht es so aus :
- in 2019 haben sie 600MW (6 Linien) bei REC abgeliefert
- in 2020 haben sie eine Linie an Oxford PV abgeliefert ( in H1 und diese soll laut Pressemeldugen ca. 100MW HJT-Zellen machen - die dann mit TandemPerovskit ca. 125MW pro Linie bringen)  und stellen 4 Linien (400MW) in Thalheim auf -
-> interessante Frag ist : Brändle sprach zuletzt in 2019 von 600MW für REC als Folgeauftrag (bevor die Story vorbei war) - das wären nach meiner Zählart 6 Linien statt 5 (vielleicht irre ich mich da und der Nenn-Output wird bei REC anders gezählt) - dann wäre die Frage - die vielleicht mal beantwortet werden kann - ob MBT sich da nicht in Thalheim (oder wo sonst ?) eine Test-Linie hinstellt - die dann unabhängig von den 4 produktiven Linien läuft (anstelle der in Hohenstein)
-> insgesamt ist zumindest meine Lesart - die Langläufer bei der Bestellung von Komponenten müssten schon bei MBT im Lager liegen - ansonsten hätten sie nie kurzfristig an REC liefern können - und diese Komponenten verbauen sie jetzt bestmöglich in Thalheim (statt bei REC) - und da wäre die Frage - warum sind das nur 400MW und nicht (bei Abzug der Linie bei Oxford PV ) nicht 500MW oder 600MW

-> defakto kann man aber aus dem Umsatz und den 400MW in diesem Jahr auch schliessen - dass die Jungs und Mädels in Hohenstein jetzt wegen dieses Aufwands in der Produktion massiv ins Schwitzen gekommen sein sollten ...

-> wenn man in 2021 auf 1.4GW Zelle ausbaut - also um 800MW dann wird das letztlich auch nicht bedeuten, dass sie nun jeden Monat eine Maschinen abliefern - also eigentlich auch nicht Vollast - aber gute Auslastung und wenn dann etwas Kurzarbeit hinzukommt - dann ist ja auch gut ...

-> Im Endeffekt darf man sich aber Fragen, was machen die Jungs in Hohenstein in 2022 bevor es dann vielleicht in 2023 wieder langsam losgeht - damit in 2024 zusätzliche Kapazität in Thalheim laut Roadmap bereitsteht - hier kommt ein wenig meine Spekulation um Oxford PV und/oder bspw. Enel ins Spiel - schaun wir mal ....

-> Am Ende sind gibt es noch zwei weitere Fragen :
1. Braucht MBT di komplette Hallenfläche in Hohenstein für diese reduzierte Produktion ? (nachdem man ggf. auch die Test-HJT-Linie abgbaut hat) Wenn nein - was machen sie mit der Halle ? (allein da könnte man ja gut und gerne 8 weitere HJT-Linien unterbringen ...)
2. Es gibt 370+ Mitarbeiter in Hohenstein von denen nach meiner Lesart ca. 100-150 für das Kerngeschäft und ggf. dann 50+ ? für Zentralaufgaben (Verkauf sitzt derzeit in Hohenstein) gebraucht werden - was macht der Rest - klar Prozessingenieure könnten nach Thalheim gehen bspw. - einige der Schichten/Aufbauteams könnten auch nach Thalheim gehen )(aber wenn die Produktion hochautomatisiert ist - was braucht man dann um 4 Zelllinien mit 4-6 Schichten zu fahren 50 Mann ? - Bilder vom Aufbauteam gibt es bei REC - das sind auch eher ein paar Dutzend - also könnte man meinen, dass in Thalheim vielleicht um die 100 Mann aus Hohenstein Arbeit finden könnten) - was bleibt dann da übrig - gibt es da nochmal eine Konso - die Tatsache, dass hier in einem Artikel Rückstellungen angekündigt wurden von Häner deutet darauf hin ...
3. Die Modulproduktion dürfte relativ skalierbar sein - denn der Kopf sitzt mit ein paar Dutzend Mann in Thun - die Maschinen kommen in guten Teilen seit dem Outsourcing der Produktion von Mondragon aus Spanien (right ?) - d.h. da muss man nur bei Mondragon mit entsprechendem Vorlauf auf dem Bux-Button drücken und dann  muss Thun organisieren, dass es in Freiberg korrekt gestellt und geramped wird - ein paar qualifizierteJungs und Mädels die den Laden zu Laufen birngen und am Laufen halten - der Rest dürften vielleicht 100 Mann sein (ggf. zu gutem Teil Leiharbeiter und/oder ein Kernteam aus Hohenstein)- das da Logistik und verbleibende Wartungs-/Monitoring und händische Arbeiten erledigt ...
Bei der Modulproduktion sehe ich auch nicht die Kapitalintensität wie bei der Zelle - ca. 20mio pro GW würde ich schätzen (für die Anlagen) - wichtig ist, dass man ggf. an der richtigen Stelle weitere Modulproduktion aufbaut - was von Partnern ggf. abhängt - Italien bspw. Enel - Frankreich könnte mit Engie oder EDF interessant werden - Spanien Iberdrola - Portugal würde mir bspw. aus Repower-Zeiten Martifer einfallen - oder ein paar Versorger dort - viielleicht ähnliches in anderen Ländern dann wie den USA/Mexico(MIttelamerika) oder Australien - also eher ein industriepolitisches Spiel ...


 

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