FTD: Die Nebenwerte drehen ins Plus
Gezogen von den Kursgewinnen der europäischen Märkte sind die Nebenwerte in die Gewinnzone zurückgekehrt. Freenet gerieten dagegen nach dem Abbruch der Gespräche zwischen Drillisch und United Internet massiv unter Druck. Solon verzeichnete ein sattes Plus. Werbung Der MDax stieg um 1,1 Prozent auf 9377 Punkte, der TecDax kletterte um 0,2 Prozent auf 903 Zähler.
Im TecDax stellte Versatel seinen Quartalsbericht vor: Der Telekommunikationsanbieter verringerte seinen Verlust, der Fehlbetrag sank von 28,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 17,4 Mio. Euro. Zu schaffen machte der Firma jedoch der anhaltende Preiskampf auf dem Markt für schnelle Internetanschlüsse. Die im August gesenkte Prognose bestätigte Versatel. Bear Stearns erhöhte daraufhin die Einstufung von "Underperform" auf "Peer Perform", die Analysten der WestLB erhöhten das Kursziel. Daraufhin kauften die Anleger, die Aktie kletterte um 5,2 Prozent. Eine Hochstufung der WestLB von "Reduce" auf "Hold" stützte den Kurs der QSC-Anteile, die um 2,2 Prozent zulegten. An der Spitze des TecDax notierten jedoch Solon. Die Titel des Solarunternehmens gewannen 11,4 Prozent.
Freenet taumelt talwärts
Einen Einbruch um 13,1 Prozent mussten Freenet-Aktien verkraften: Der Internetkonzern United Internet brach die Gespräche über eine strategische Kooperation mit dem Telekommunikations-Anbieter ab. United Internet verloren 8,3 Prozent. Der Mobilfunkdienstleister Drillisch erfuhr erst durch eine Pflichtmitteilung von United Internet vom Abbruch der Gespräche. Drillisch-Chef Paschalis Choulidis sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er sei von der Information überrascht worden. "Für uns hat sich dadurch aber nichts geändert", betonte Choulidis. Selbst diese Verluste wurden noch überboten: Conergy gaben nach den drastischen Vortagesverlusten weitere 14,3 Prozent ab.
Auch Im MDax ging es turbulent zu. Mit Abschlägen von mehr als elf Prozent verzeichneten Arques-Aktien zunächst die kräftigsten Verluste. Händler konnten für die Schwäche der Beteiligungsgesellschaft keine überzeugenden Gründe angeben. Am Nachmittag notierten die Papiere dann auch wieder fast auf Vortagesniveau.
Dauerhaft abwärts zeigte der Pfeil hingegen für die IKB Bank und für Hochtief. Dabei hätten positive Analysen von Equinet die Kurse eigentlich stützen können: Equinet erhöhte das Kursziel von Hochtief und stufte IKB von "Reduce" hoch auf "Hold". IKB sank um 4,2 Prozent, Hochtief verloren 2,7 Prozent. Gefragt waren die Papiere der Norddeutschen Affinerie mit einem Plus von 5,3 Prozent. Auch Premiere schlugen sich mit plus 5,8 Prozent wacker.
Autor/Autoren: Thomas Spinnler (Frankfurt)
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