über 100000 Einzelschicksale. Schrecklich, diese Katastrohe.
Herdecker Opfer der Flutwelle
Herdecke. Dem Seebeben und der Flutkatastrophe in Südostasien sind auch deutsche Touristen zum Opfer gefallen - unter ihnen ein 67-jähriger Mann aus Herdecke.
Die traurige Nachricht verbreitete sich gestern wie ein Lauffeuer durch die Stadt: Der Verunglückte und seine Familie sind vielen Herdeckern als engagierte Mitglieder eines Sportvereins bekannt.
Die Ehefrau des Herdeckers kam auf Phuket, einem touristischen Zentrum von Thailand, mit dem Schrecken davon: Sie war an dem Unglücksmorgen nicht, wie ihr Mann und andere Bekannte, mit zum Strand gegangen, sondern wollte wohl einen Einkaufsbummel unternehmen.
Für viele Badegäste aber gab es kein Entrinnen mehr, als die riesigen Flutwellen alles mitrissen. Bis gestern wurde auch der Bruder des Herdeckers, der ebenfalls im Ruhrgebiet beheimatet ist, vermisst. Die Ehefrau, heißt es, verletzte sich nur leicht, erlitt Prellungen, wurde in einem Krankenhaus behandelt und soll in Kürze den Heimflug antreten. Zuvor hatte sie telefonischen Kontakt mit ihrer Tochter aufnehmen können.
Die Nachricht vom Tode des 67-Jährigen löste in Herdecke Trauer und Entsetzen aus. Ein Nachbar, gut bekannt mit dem Verunglückten, fassungslos: "Er war menschlich einfach ein Pfundskerl."
Freunde schockiert:
"Verlust schmerzt"
Und diese Wertschätzung war gestern bei vielen anderen Freunden und Bekannten immer wieder zu hören. Der Vorsitzende des Sportvereins berichtete: "Er war stets ansprechbar, sprang auf vielen Veranstaltungen immer wieder als Helfer ein. Dieser Verlust schmerzt sehr und trifft uns alle hart."
Leiden rund um den Erdball. Und im Irak wird weiter gekämpft. Was für eine bittere Ironie. Die Menschheit wird sich nicht nur durch Kriege vernichten. Die Natur wehrt sich auch immer mehr.
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