Vivalis + Intercell = Valneva

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neuester Beitrag: 30.11.22 06:19
eröffnet am: 29.05.13 20:22 von: proxima Anzahl Beiträge: 10594
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29.05.13 20:22
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4843 Postings, 6089 Tage proximaVivalis + Intercell = Valneva

Lyon (Frankreich), 28. Mai 2013 - Valneva SE (Valneva) gibt heute den Abschluss des "Merger of Equals" von Vivalis und Intercell zur Bildung eines neuen europäischen Biotech-Unternehmens für Impfstoffe und Antikörper bekannt, das anstrebt, in diesem Segment marktführend zu werden.

Die Valneva-Stammaktien (ISIN FR0004056851) werden ab heute im geregelten Markt der NYSE Euronext in Paris unter dem Ticker-Symbol "VLA.PA" notieren und  im Prime Markt-Segment der Wiener Börse unter dem Ticker-Symbol "VLA" gehandelt werden. Die Valneva-Vorzugsaktien (ISIN FR0011472943) werden ab heute im geregelten Markt des NYSE Euronext Paris unter dem Ticker-Symbol "VLApr.PA" und im unregulierten Dritten Markt der Wiener Börse unter dem Ticker-Symbol "VLAP" gehandelt werden.

Thomas Lingelbach, President und Chief Executive Officer und Franck Grimaud, President and Chief Business Officer von Valneva, kommentieren: "Heute wurde ein wichtiger Meilenstein für das neue Unternehmen erreicht. Valneva kombiniert die Stärken und Fähigkeiten von Vivalis und Intercell bei der Entdeckung von Antikörpern und bei der Entwicklung von Impfstoffen und deren Vermarktung. Wir haben eine klare Strategie zu wachsen und durch steigende Einnahmen aus Produktverkäufen, durch bestehende und zukünftige Partnerschaften sowie durch Investitionen in Impfstoffentwicklung und Entdeckung von Antikörpern ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen. Wir glauben, dass damit  Werte generiert werden können von denen  unsere Aktionäre nachhaltig profitieren."

Valneva deckt die gesamte biopharmazeutische Wertschöpfungskette mit innovativen Technologieplattformen, Forschungs- und Entwicklungskapazitäten und seiner modernen Produktions- und Vermarktungsexpertise ab. Valneva generiert Einnahmen aus diversifizierten Quellen -  aus dem Produkt am Markt sowie aus bestehenden und neuen kommerziellen Partnerschaften.

Valneva hat ein breites Portfolio an Produktkandidaten (intern/in Partnerschaft), das aus einem Impfstoff gegen Pandemische Grippe in Phase III, einem Impfstoff gegen Pseudomonas in Phase II/III und einem Impfstoff gegen Tuberkulose in Phase II besteht.

Darüber hinaus verfügt es auch über ein Portfolio an Technologieplattformen die auf dem Weg sind, zum Industriestandard zu werden. Darunter befindet sich die validierte und vermarktete EB66®-Zelllinie für die Entwicklung von human- und veterinärmedizinischen Produkten, die Antikörperplattform VIVA|ScreenTM und das neuartige IC31® Adjuvans.

Rückfragehinweis:
Valneva SE

Corporate Communications

Tel.: +43-1-20620-1222/-1116

Email: communications@valneva.com

--------------------------------------------------

Emittent:    Valneva SE
            Gerland Plaza Techsud, 70, rue Saint Jean de Dieu
            F-69007 Lyon
Telefon:     +33 4 78 76 61 01
Email:       communications@valneva.com
WWW:         www.valneva.com
Branche:     Biotechnologie
ISIN:        FR0004056851
Indizes:
Börsen:      Geregelter Markt: Euronext Paris, Geregelter Markt/Prime Standard: Wien
Sprache:    Deutsch  
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10568 Postings ausgeblendet.

14.11.22 14:24
1

449 Postings, 980 Tage EscalonaZulassung

Man sollte nicht ausschließlich die Pharmalobby, EMA etc. für die späte Zulassung des Impfstoffs verantwortlich machen.

Valneva hat am 18.05.22 eine bedingte Zulassung des Impfstoffs beantragt bei der EMA, Biontech hat den Antrag am 30.11.20 gestellt.

Valneva hat einfach 1,5 Jahre länger gebraucht, um den Antrag zu stellen.

Meines Erachtens sollte Valneva das Thema Corona nicht weiter verfolgen und sich voll und ganz auf die anderen Produkte konzentrieren. Aus den Fehlern beim Antrag bzgl. Coronaimpfstoff kann hoffentlich gelernt werden, damit es bei den weiteren Produkten besser läuft.  

14.11.22 17:39

224 Postings, 363 Tage Trade Lord 66Stimme ich voll und ganz zu.

Die Schuld immer bei anderen suchen ist halt sehr einfach.

Lustiger FunFact am Rande. Heute hat Moderna den doppelten Wert von Valneva plus gemacht (14,16EUR).

Warten wir mal ab, was übermorgen so rauskommen wird ;-)
 

14.11.22 18:58
2

2020 Postings, 441 Tage MDinvest@Escalona

Da bringst Du manches durcheinander, BT hat nicht in derselben Form um Zulassung angesucht wird Valneva sondern hat eine reine Notfallzulassung erhalten.
Ich sehe die „Schuld“ für den Misserfolg von VLA 2001 sehr wohl in zwielichtigen Vorgängen bei EMA/UK/EK, oder wie erklärst Du Dir die Monopolstellung der 2 mRNA-Produzenten?
Konkurrenten wurden rasch teils ungerechtfertigt ausgebootet inklusive VLA 2001!  

14.11.22 18:59

2020 Postings, 441 Tage MDinvestKorrektur

Ich meinte natürlich „wie Valneva“!  

14.11.22 21:34
2

224 Postings, 363 Tage Trade Lord 66Nichssagende Antwort, wie so oft.

BT hat nur eine Notfallzulassung, ja. Zu dem Zeitpunkt der Zulassung war es auch eine Phase der Not, wo es gerechtfertigt war, so eine Art der Zulassung zu erteilen. Was bringt es, wenn ein anderer Hersteller nach 15+ Monaten eine komplette Marktzulassung erhält, diese aber Aufgrund mangelder Resonanz nicht vermarkten kann?

Wenn Du Behauptungen dieser Art aufstellst, hier hätte EMA/UK/etc. betrogen oder der Meinung bist, sonstige Vorwürfe zu machen, so empfehle ich eine Strafanzeige bei der entsprechenden Behörde in deinem Land. Hier einfach solche Behauptungen bzw. Unterstellungen zu posten bringt nicht so viel.

Der Punkt ist doch ganz einfach. Das Unternehmen ist doch nicht neu auf dem Markt. Die Angestellten inkl. dem CEO kennen sich doch laut VITA in dem Segment aus. Dennoch sind sie nicht in der Lage, diese Art der Vorgehensweise vorauszusehen oder in Betracht zu ziehen? Wie naiv muss man den sein, wenn man jahrelang in diesem Bereich arbeitet? Die wissen also nicht, wie der Hase läuft? Es sind sehr wohl Fehlentscheidungen seitens Valneva getroffen worden. Auch sehe ich hier eine gewaltige Lücke was das Marketing und die Informationsverbreitung betrifft. Hat die Vergangenheit mehrfach gezeigt.

Könnte jetzt noch locker zehn weitere Punkte auflisten aber hierfür fehlt mir die Lust und die Zeit. Man sollte jedenfalls nicht immer nur die Schuld bei den anderen suchen und auch mal die Fehler und Vorgehensweisen beim Unternehmen in Betracht ziehen. Wer das nicht mag, soll es lassen und weiter an den bösen Dritten glauben - mir egal ;-)  

15.11.22 07:31
3

2020 Postings, 441 Tage MDinvest@Tradelord

Ich möchte dich ja nicht beleidigen, aber glaubst Du wirklich, dass es bei der Zulassung von Medikamenten immer mit rechten Dingen zugeht oder man auch als erfahrenes Unternehmen jede Hürde in der Entwicklung zu 100% umschiffen kann??
Wenn ja, dann musst Du Dir überlegen ob nicht Du hier etwas naiv bist…
Ich sagte ja bereits, dass man über das Thema VLA 2001 nicht mehr weitergrübeln sollte, das ist jetzt Vergangenheit…

Noch dieses Jahr soll die Einreichung für VLA 1553 komplettiert sein, dann sagt die FDA in welchem Zeitraum man mit einer Zulassungsentscheidung rechnen kann. Ich selbst würde hier mit dem Q3 2023 rechnen.  

15.11.22 07:33

449 Postings, 980 Tage EscalonaMD

Das Unternehmen Valneva hat für seinen COVID-19-Impfstoffkandidaten VLA2001 bei der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) am 18.05.2022 eine bedingte Zulassung beantragt.

https://www.pei.de/DE/newsroom/hp-meldungen/2022/...ung-gestellt.html

Nicht Vollzulassung sondern bedingte, sehe ich das richtig.  

15.11.22 08:19

2020 Postings, 441 Tage MDinvest@Escalona

Korrekt, das stimmt…
Warum fragst Du?  

15.11.22 08:59
4

87 Postings, 396 Tage DomasiHeute Webcast um 11:30 uhr

Valneva wird am 15. November 2022 um 11:30 Uhr GMT an einem Kamingespräch teilnehmen, um die fortgeschrittenen Impfstoffkandidaten des Unternehmens gegen Chikungunya (VLA1553) und Borreliose (VLA15) sowie die kommerziellen Produkte des Unternehmens zu diskutieren.
Link:
https://wsw.com/webcast/jeff255/valn/1856007.  

15.11.22 13:15

2020 Postings, 441 Tage MDinvestFireside-Chat

Habe mir das Analysten-Gespräch komplett angehört und muss sagen solide Vorstellung vom CEO!
Es gab jetzt nichts weltbewegend Neues, aber die Präsentation war sehr überzeugend.  

16.11.22 07:28
3

2020 Postings, 441 Tage MDinvestInteressante Details

Mir sind doch noch ein paar interessante Details zur aktuellen Analysen-Präsentation eingefallen:

- Einreichung der Datenpakete für VLA 1553 bei der FDA sind zu 70% komplett, eine Erweiterung der Altersgruppen unter 18 Jahren kann noch im Q1 2023 zusätzlich eingereicht werden.
Bei den europäischen Behörden will Valneva erst nach Abschluss der Studie an Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren einreichen (Q1 2023).
- Valneva stellt auch eine höhere Umsatzspitze als 500 Millionen Euro jährlich in Aussicht vor allem wegen dem möglichen zusätzlichen Absatzweg mittels „stockpiling“ also dem „auf Lager kaufen“ wegen der immer größer werdenden Verbreitung der Krankheit.  

17.11.22 07:08
3

2020 Postings, 441 Tage MDinvestValneva verstärkt sein Team

https://valneva.com/press-release/...tel-as-chief-commercial-officer/

Ich finde das nicht uninteressant, so kann man hier neben der Beförderung der Marketing-Bemühungen für VLA 1553 auch einen Asien-Fokus für Valnevas Reiseimpfstoffe herauslesen.  

17.11.22 10:33
3

6537 Postings, 483 Tage Highländer49Valneva

17.11.22 18:28
4

1 Posting, 13 Tage accumintaVAL 2001

Ich möchte noch eine kleine Geschichte zum Theater um VAL2001 beisteuern. Kürzlich war ich bei einer Veranstaltung mit Prof. Streeck. Bei dieser Gelegenheit habe ich ihn gefragt, ob er etwas zum Totimpfstoff ( VAL2001) von Valneva und dessen Nichtbeachtung sagen könnte. Die Antwort war: Es tut ihm er kenne diesen Impfstoff nicht !! Soweit ich weis ist Streeck Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Lauterbach und kennt angeblich nicht mal alle der 7 zugelassenen Impfstoffe ?  

17.11.22 19:28

2255 Postings, 1697 Tage crossoveroneaccuminta

ich habe Prof. Streeck schon sehr oft in Interviews gehört
und schätze ihn, ob seiner objektiven und guten Analysen
sehr.
Im Bezug auf valneva, habe ich von ihm zwar auch noch nie
etwas gehört, was mich zwar auch gewundert hat, denke aber,
das im Zuge seiner Leitung und dem Aufgabenbereich, den er
vertritt, keine Rolle gespielt hat, weil ja bekannt ist, wie es mit
valneva gelaufen ist und es für Ihn somit keine Rolle gespielt hat.

Was soll er sich um Sachen kümmern, wo die Datenlage unklar
war/ist und er sich, um für Ihn wichtigere Dinge zu kümmern hat.
Im übrigen, ist ja klar, dass Prof. Lauterbach die mRNA-Stoffe, als
auch die EU-Länder vertreten, nebst unserer Regierung.

Schade ist es allemal und man kann es nicht anders sagen: Das Ganze
ist dumm gelaufen! M.M.  

18.11.22 13:40
3

409 Postings, 236 Tage Niko22sehe ich ganz anders

So einer wie Streek MUSS Valneva kennen. Das ist ein Witz, dass er allen Ernstes zugibt, er hat davon noch nicht gehört.  

19.11.22 11:07
1

11 Postings, 11 Tage Mafia1Löschung


Moderation
Zeitpunkt: 21.11.22 09:20
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Fehlender Mehrwert für andere Forenteilnehmer

 

 

20.11.22 18:37
2

2255 Postings, 1697 Tage crossoveroneWas sind denn das für Methoden?

So einen Beitrag einzustellen und anschließend gleich das Konto
wieder löschen.
Das ist eine Frechheit, die ich So, auch noch NIE erlebt habe!  

23.11.22 10:21
2

2255 Postings, 1697 Tage crossoveroneDer Artikel

beschreibt das Debakel, um VLA2001 von Valneva und ich sehe
hier zwei Punkte, die wohl maßgeblich das scheitern von dem
Impfstoff verursacht bzw. in die falsche Richtung geleitet haben.

Das war zum Einen, weil der Impfstoff zu spät kam und wohl mit
der Grund war, weshalb GB sich deshalb zurück gezogen hat(...)
Das hat meines Erachtens, die bekannte Kettenreaktion der EU
und der EMA am Ende ausgelöst, sodass valneva jetzt zuschauen
muss, das sie die letzten 10 Mio. Impfdosen an noch interessierte
Länder zu verkaufen.

Im Artikel, wird das größtenteils zwar schön hingestellt, die Fakten
sind aber klar! Sehr wichtig ist: Das der hohe Personalstand eine
deutliche Reduktion erfährt, um nicht weiter unnötiges Geld durch
den Kamin zu jagen.
Insgesamt, habe ich d. E. das an bestimmten Stellen, das nötige
Fingerspitzengefühl nicht da war und zu hoffen ist, dass das mit den
anderen Produkten besser gemacht wird.

https://kurier.at/wirtschaft/...bbau-groesser-als-vor-covid/402232749  

24.11.22 12:26
1

1212 Postings, 4645 Tage rusi1chinesen

haben noch probleme mit covid und ihre totimpfstoffe sind nicht so gut.
wieso geht valneva nicht zu chinesen und lässt die technik zumindest für rest der welt arbeiten?  

28.11.22 07:25
2
Der österreichisch-französische Biotechkonzern Valneva muss mangels Nachfrage nach seinem Covid-Impfstoff die Produktion wieder einstampfen und Personal abbauen. Konzernchef Thomas Lingelbach erläutert im KURIER-Interview, wie es dazu kam, warum er nach wie vor an den Totimpfstoff glaubt und warum er sich eine Produktion in Österreich vorstellen kann.

https://kurier.at/wirtschaft/...stoffe-sind-alle-suboptimal/402237765  

28.11.22 07:32
8
Valneva-Chef: "Die Impfstoffe sind alle suboptimal"
Konzernchef Thomas Lingelbach über Impfmüdigkeit, falsche Erwartungen über die Wirksamkeit und warum das eigene Covid-Vakzin viel zu spät auf den Markt gekommen ist

von Anita Staudacher

27.11.2022, 17:00


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Der österreichisch-französische Biotechkonzern Valneva muss mangels Nachfrage nach seinem Covid-Impfstoff die Produktion wieder einstampfen und Personal abbauen. Konzernchef Thomas Lingelbach erläutert im KURIER-Interview, wie es dazu kam, warum er nach wie vor an den Totimpfstoff glaubt und warum er sich eine Produktion in Österreich vorstellen kann.

KURIER: Ist die Pandemie schon vorbei? Thomas Lingelbach: Auch wenn Politiker sie schon für beendet erklärt haben und sie ihren Schrecken etwas verloren hat, ist sie aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht immer noch da. Das Virus zirkuliert nach wie vor und es besteht die Gefahr von gefährlichen Varianten.

Es gibt eine große Impfmüdigkeit. Welche Erklärung haben Sie dafür?

Da gibt es sicherlich viele. Die Menschen waren gewohnt, dass sie sich nach einer Impfung nicht mehr infizieren. Aber die Covid-Impfung schützt nicht vor einer Infektion, sondern zumindest vor einem schweren Verlauf. Die Impfstoffe sind alle in irgendeiner Form suboptimal, sie halten nicht lange, müssen aufgefrischt werden. Da gibt es natürlich große Skepsis und Unsicherheit in der Bevölkerung. Dazu kommt, dass jetzt andere Dinge wieder in den Vordergrund rücken.


© Bild: REUTERS/LISI NIESNER
Wurden falsche Versprechungen bezüglich der Impfstoffe gemacht?

Man hatte am Anfang keine Erfahrungswerte mit SARS-COV-2. Stand der Wissenschaft war, dass eine Infektion auch vor einer Infektion schützt. Wir haben erst mit der Zeit gelernt, dass es nicht so ist. Man darf nicht vergessen, dass die Impfstoffentwicklung im Normalfall zehn Jahre dauert. Es war für alle ein Learning by Doing.

Haben Sie damit gerechnet, dass ein völlig neuer mRNA-Impfstoff als erster in der EU zugelassen wird und damit das Rennen macht?

Nein. Die bis dahin vorliegenden Daten bezüglich der mRNA-Technologie als Impfstoff waren wenig überzeugend. Daher gab es eine initiale Skepsis. Es war ein großes Glück, dass diese Technologie für Covid geliefert hat. Wie sie sich in Zukunft für andere Impfstoffindikationen bewähren wird, wird man sehen. Ein weiterer Meilenstein werden die mRNA-Studien bei Influenza sein.


DAS BIOTECH-UNTERNEHMEN VALNEVA

Impfstoff-Spezialist
Das auf Impfstoff-Entwicklung spezialisierte Wiener Biotech-Unternehmen Intercell wurde 2013 mit der französischen Vivalis zu Valneva fusioniert und notiert seither an der Börse Paris. Valneva beschäftigt 750 Mitarbeiter in 6 Ländern, davon 250 in Wien. Produziert wird in Schottland und Schweden.

Verluste
In den ersten neun Monaten hat Valneva die Erlöse von 69,8 auf 249,9 Mio.Euro mehr als verdreifacht. Unter dem Strich reduzierte sich der Verlust auf 99,1 Millionen Euro nach einem Minus von 227,6 Millionen Euro.

Thomas Lingelbach
Der gebürtige Deutsche   war bereits Intercell-CEO und ist seit 2013  Vorstandsvorsitzender von Valneva.

Impfstoff-Pipeline
Schwerpunkt sind Impfstoffe gegen Reisekrankheiten wie Cholera oder jap. Enzephalitis.  Einer   gegen das  Chikungunya-Virus wurde zur Zulassung in den USA eingereicht.    

Warum hat Valneva nicht auf die mRNA, sondern auf die konventionelle Impfstoff-Technologie gesetzt?

Wir hatten keine Expertise im Bereich mRNA. Als kleines Unternehmen konnten wir das Risiko einer neuen Covid-Impfstoffentwicklung nicht eingehen. Die britische Regierung hat uns dann für die inaktivierte Ganzvirustechnologie (auch „Totimpfstoff“ genannt, Anm.) ausgesucht, weil wir in Schottland schon Produktionsanlagen für inaktivierte Virusimpfstoffe haben. Es gab ja schon den ersten inaktivierten Ganzvirsuimpfstoff aus China und wir wollten das Design des chinesischen Impfstoffes deutlich verbessern und modifizieren.

Valneva kam mit seinem Impfstoff dann aber viel zu spät auf den Markt...

Ja, das muss man ganz klar so sagen.


Der "Totimpfstoff" von Valneva © Bild: APA/AFP/JUSTIN TALLIS
Als kleines Unternehmen konnten wir das Risiko einer neuen Covid-Impfstoffentwicklung nicht eingehen.

Thomas Lingelbach
Was waren die Gründe für die Verzögerungen?

Erstens dauert es einfach länger mit dieser Technologie, weil wir ja anfangs mit einem Lebendvirus arbeiten und es dafür hohe biologische Sicherheitsanforderungen an Betriebsstätten gibt und wir diese zunächst entsprechend umbauen mussten. Im Unterschied zu China hatten wir auch keine entsprechenden Labors und Produktionsstätten, die dafür schon ausgerüstet waren. Zweitens verlangte unser Finanzierungspartner Großbritannien, dass wir die wesentlichen Studien in England machen und auch dort alle staatlichen Einrichtungen nutzen. Die Priorität verlagerte sich dort aber auf die Vektorimpfstoffe, die ja schon früher in die Zulassung kamen. Die britische Regierung ist dann ausgestiegen, weil sie schon genug Dosen hatte. Dann haben wir viel Zeit verloren, bis wir mit der EU einen Vertrag geschlossen haben. Und letztlich hat dann der EMA Zulassungsprozess viel länger gedauert als gedacht.

Ist das Covid-Impfstoff-Match jetzt gelaufen, oder ist mit neuen, besseren Impfstoffen zu rechnen, die den Markt aufmischen werden?

Die am Markt befindlichen Impfstoffe werden verbessert, aber wirklich Revolutionäres sehe ich da nicht. Wir als Valneva haben nicht mehr die Ressourcen, weiter in Covid zu investieren, deshalb haben wir die Produktion und mögliche Weiterentwicklungen unseres eigenen Impfstoffes eingestellt. Ich würde den Impfstoff aber nicht komplett abschreiben, weil er eine gute T-Zellantwort generiert. Das könnte sich noch als Vorteil gegenüber anderen Impfstoffen herausstellen. Es könnte also eine Renaissance unserer Technologie geben.

Sie haben noch 10 Millionen Impfstoff-Dosen auf Lager. Was passiert damit?

Sie sind relativ lange haltbar, im Moment 18 Monate., geplant sind mindestens 24 Monate. Wir versuchen Zulassungen in Asien und Mittleren Osten zu bekommen, um den Impfstoff dort zu verkaufen. Wenn die Covid-Impfstoffe dann irgendwann auch frei verkäuflich werden, könnte er in ganz Europa erhältlich sein.


© Bild: REUTERS/LISI NIESNER
Es könnte eine Renaissance unserer Impfstoff-Technologie geben

Thomas LIngelbach
War das Covid-Abenteuer in Summe ein Verlustgeschäft?

Gute Frage. Im Moment können wir das noch gar nicht sagen, weil noch nicht alle Studien abgeschlossen sind. Wir sitzen noch auf Inventar. Gelingt es nicht, es zu verkaufen, würden wir sicher mit einem Verlust aussteigen. Im Verhältnis zu den Gesamtkosten ist es aber ein nicht großer Prozentsatz. Ein Großteil der Covid-Kosten wurden von der britischen Regierung und der EU-Kommission getragen.

Sie bauen 20 bis 25 Prozent der Belegschaft ab. Wissen Sie schon, wie viele Mitarbeiter es in Wien trifft?

Wir sind im Restrukturierungsprozess mit Sozialplan, daher kann ich keine konkreten Zahlen nennen. Wir haben in Wien über die Covid-Zeit mehr als 100 Leute zusätzlich eingestellt. Davon werden wir uns von einigen wieder trennen müssen. Aber wir werden nach wie vor mehr Personal haben als vor Corona.


WIRTSCHAFT

Valneva bleibt in Österreich nach Personalabbau größer als vor Covid
Wirkt sich der Sparkurs auf andere Bereiche aus?

Nein, da sparen wir nicht. Wir haben ja zwei weitere Impfstoffprogramme, etwa den zur Zulassung in den USA eingereichten Impfstoff gegen das Chikungunya-Virus oder jenen gegen Borreliose, den wir gemeinsam mit Pfizer entwickeln, in einer Phase-3-Studie.

Valneva forscht und entwickelt in Wien. Können Sie sich auch eine Produktion in Österreich vorstellen?

Ja, durchaus. Wien ist nach wie vor unser operatives Headquarter, F&E-Zentrum und Qualitätssicherungsstandort. Hier werden alle unsere Produkte getestet und freigegeben. Wir werden daher je nach Fortschritt unserer Produkte am Standort weiter ausbauen. Sollten wir neue Produktionsstätten planen, kommt Österreich definitiv in die engere Wahl. Die Biopharmazie hat eindeutig an Stellenwert gewonnen und es gibt gut ausgebildetes Personal hier.

Deutschland hat Biontech bei der Impfstoff-Entwicklung massiv gefördert. Hätten Sie sich mehr Unterstützung von der österreichischen Regierung erwartet?

Ja, natürlich hätten wir auf eine stärkere Zusammenarbeit wie in Deutschland gehofft. Österreich hat uns dann später aber durch eine proportional höhere Impfstoff-Bestellung unterstützt.  

30.11.22 06:19

87 Postings, 396 Tage DomasiValneva veranstaltet Investorentag in New York

Live-Veranstaltung und Webcast am 6. Dezember 2022, 10.00 – 12.00 Uhr (ET)

https://valneva.com/press-release/...or-day-in-new-york-city/?lang=de  

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