"...da es keine Fehleinschätzung im Bezug auf Gulfside gibt"
Stimmt, alles super gelaufen bis jetzt. Kursziele erreicht und alle IP'ler fahren jetzt Audi R8.
Fakt ist, dass auch nach dem großen Zusammenbruch nach der CTO noch ordentlich getrommelt und zum Nachkauf angeheizt wurde. Macht man sowas, wenn man ein Risikomanagement betreibt und verantwortungsbewusst handelt? Spätestens hier hätte man wenigstens auf die MÖGLICHKEIT einer Fehleinschätzung hinweisen können, aber noch nichtmal das wurde getan. Nein, es wurde um so mehr die Werbetrommel gerührt und zum Nachkauf geraten ("Unglaublich tiefe Kaufkurse" etc.), Fehler zugeben gehört also nicht zu den Stärken. Und dann muss man sich jetzt auch Vorwürfe gefallen lassen...ich kann mich auch nicht vor den Folgen meines Handelns verstecken und die Schuld dann immer anderen in die Schuhe schieben!
Und bitte kein Märchen mehr von "jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich". Natürlich hat jeder selbst gekauft, trotzdem ist Pushen ein moralisch extrem verwerflicher und vielleicht sogar rechtlich interessanter Tatbestand.
Sonst mach ich demnächst auch ein Pusherblättchen, treibe Kurse von Buden in die Höhe und sage hinterher "tja, selbst Schuld, ihr seid für Euer Handeln ja selber verantwortlich." In diesem Fall hätte man auch den "Bäcker" M.F. nicht verurteilen müssen, denn auch da könnte man ja seinen Lesern selbst die Schuld in die Schuhe schieben...
Nene, nicht weglaufen, sondern die Folgen seines Handelns begreifen. Ich kann nicht bedenkenlos Aktien betrommeln, Leute da reintreiben und mich hinterher einfach so rauswinden.
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