Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 25.03.23 21:11
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 156249
neuester Beitrag: 25.03.23 21:11 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 21578376
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20.02.07 18:45
466

79381 Postings, 6899 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
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19.03.23 14:20
2

79381 Postings, 6899 Tage Anti LemmingCredit Suisse = klassische "Value-Falle"

Der CS-Kurs war am Freitag mit 1,86 € scheinbar spottbillig. Doch nun bietet die UBS bei der Übernahme nur 0,25 pro CS-Aktie.

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/...232-3a54cb85ddb1

Die UBS habe 0,25 Schweizer Franken (0,25 Euro) pro Aktie geboten, heißt es in dem Bericht weiter. Damit wird die Credit Suisse nur zu einem Bruchteil des Schlusskurses vom Freitag bei 1,86 Euro pro Papier bewertet. Bezahlt werden solle in UBS-Aktien. Der vorgeschlagene Aktientausch zwischen den beiden größten Banken der Schweiz soll noch am Sonntagabend unterzeichnet werden. Die Behörden bemühten sich, vor dem Börsenstart am Montag eine Lösung vorlegen zu können.  

19.03.23 14:32
1

79381 Postings, 6899 Tage Anti Lemming# 224

Eigentümer der CS (also CS-Aktionäre) würde bei einer Befragung mit "Nein" stimmen. Das ist nicht im Interesse der Schweiz, die eine schnelle Lösung braucht, ehe die Bankenkrise die gesamte Alpenrepublik zerlegt.

Die schweizer Notenbank SNB befindet sich ja ebenfalls in deutlicher Schieflage. Wie sollte die SNB da noch die CS retten können? Roubini sagt, dazu reichen die Mittel der SNB nicht aus (# 222).

Ähnliche Fragen müssen sich womöglich bald auch Euro-Anleger stellen: Wie viel sind die "Garantien" der EZB - z. B. für Gemeinschaftsschulden, Rettungsschirme aller Art, Ukraine-Kredite und Rüstungs-"Faszilitäten" - eigentlich noch wert, wenn die EZB selbst so verzockt ist, dass sie negatives Eigenkapital aufweist?  

19.03.23 14:38
4

79381 Postings, 6899 Tage Anti Lemming# 224 (2)

Rechtlich ist es höchst bedenklich, wenn ein Staat neue Gesetze beschließt, die rückwirkend in Kraft treten sollen! Zumal wenn das neue Gesetz praktisch eine Enteignung der CS-Aktionäre erlaubt.

So gehen normalerweise nur Bananenrepubliken vor.

 

19.03.23 16:00
1

648 Postings, 3058 Tage MuBerndSystemrisiken Schweiz

Schweiz 2022 (SFR)
722 Mrd. Bruttoinlandsprodukt
132 Mrd. Verlust SNB
881 Mrd. Bilanzsumme SNB

Credit Suisse 2022 (SFR)
7 Mrd. Verlust CS
531 Mrd. Bilanzsumme CS
50 Mrd. SNB Unterstützung CS

UBS 2022 (SFR)
7 Mrd. Gewinn UBS
1.104 Mrd. Bilanzsumme UBS
 

19.03.23 18:41

79381 Postings, 6899 Tage Anti LemmingCS geht für über 0,50 CHF pro Aktie an UBS

https://www.n-tv.de/wirtschaft/...edit-Suisse-zu-article23996652.html

Der Zeitdruck ist enorm: Noch vor dem Börsenstart am Montag will die Schweiz die kriselnde Bank Credit Suisse retten. Das könnte nun tatsächlich gelungen sein: Medienberichten zufolge schlägt die Schweizer Großbank UBS zu.

Die Schweizer Großbank UBS hat laut übereinstimmenden Medienberichten der "Financial Times" (FT) und der Nachrichtenagentur Bloomberg dem Kauf der Credit Suisse zugestimmt. Zuvor habe UBS ihr Angebot auf mehr als zwei Milliarden Dollar erhöht.

Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" soll die Schweizerische Nationalbank (SNB) der UBS als Teil des Deals eine Liquiditätslinie von rund 100 Milliarden US-Dollar angeboten haben. Die Schweizer Behörden wollten die Gesetze des Landes ändern, um eine Abstimmung der Aktionäre über die Transaktion zu umgehen, berichtete die "Financial Times" weiter. Denn das Geschäft solle noch bis Montag abgeschlossen sein.

Das Aktienpaket zwischen den beiden größten Schweizer Banken sollte laut "Financial Times" noch am Sonntagabend unterzeichnet werden. Der Preis werde nur einen Bruchteil des Schlusskurses der Credit Suisse vom Freitag betragen, sodass die Aktionäre von Credit Suisse praktisch leer ausgingen, hieß es.

UBS werde nun mehr als 0,50 Schweizer Franken pro Aktie in eigenen Aktien bezahlen, weit unter dem Schlusskurs der Credit Suisse von 1,86 Franken am vergangenen Freitag. Die UBS habe auch einer Abschwächung der Klausel zugestimmt, wonach der Vertrag im Falle eines Anstiegs der sogenannten Kreditausfallspreads nichtig wäre. Hierbei geht es um Absicherungen gegen einen Zahlungsausfall.  

19.03.23 18:52
2

79381 Postings, 6899 Tage Anti Lemming# 228 Zockerland Schweiz

Bemerkenswert ist, dass die kombinierte Bilanzsumme des Fusion-Riesen aus Credit Suisse und UBS (1635 Mrd. CHF) mehr als doppelt so groß ist wie das Schweizer BIP (722 Mrd. CHF).

Wie nachhaltig können Staatsgarantien bei solchen Relationen sein?

Das wäre so, als wollte Deutschland (BIP 2022: 3,87 Billionen Euro) für eine Bank garantieren, deren Bilanzsumme 8,7 Billionen Euro beträgt.

Zum Vergleich: Die Deutsche Bank hatte 2022 eine Bilanzsumme von "nur" 1,33 Billionen Euro.  

19.03.23 19:14

648 Postings, 3058 Tage MuBerndLiquiditätslinie 100 Mrd.

Eine Liquiditätslinie in Höhe 100 Mrd. 14% des Bruttoinlandsproduktes der Schweiz.

Es zeigt das ganze Ausmaß der Tragödie. Die 50 Mrd. Finanzspritze der SNB an die Credit Suisse war nicht ausreichend.

Sollte es zu einem weltweiten Finanzcrash kommen, wird auch der Schweizer Franken das gleiche Schicksal erleiden, wie USD / EUR / JPY.  

20.03.23 00:31
3

3913 Postings, 559 Tage isostar100mehr turbulenzen voraus

der zwangsmerger von ubs und cs wird mit sehr viel notenbankliquidität begleitet. das könnte nun an dieser front für etwas ruhe sorgen.
was aber die medien noch nicht gemeldet haben, bei der credit suisse werden 17 mrd bonds, die sogenannten cocobonds oder at1-bonds, per sofort wertlos. das wird noch für böse überraschungen sorgen morgen.

usa: in den usa sind kleinere banken weniger reguliert als die grossbanken, offenbar findet eine massive verlagerung von gelder statt, weg von regionalbanken hin zu grossbanken. das problem ist offenbar akut und wird uns schon morgen wohl in den schlagzeilen begegnen.

fazit: da gibts noch einige probleme zu lösen. dringendst. und please, keine unpassenden zinsanhebung der notenbanken, das kann jetzt ruhig etwas pausieren (haben sie gehört, frau lagarde?)  

20.03.23 08:08
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79381 Postings, 6899 Tage Anti LemmingEine News und ihre tatsächliche Bedeutung

https://www.n-tv.de/wirtschaft/...ung-verbessern-article23996881.html

Die Krise der Schweizer Großbank Credit Suisse sorgt an den Finanzmärkten für Unruhe. Als Reaktion beschließen EZB, Fed und weitere Notenbanken, den Austausch von Devisen zu erleichtern.

Die Europäische Zentralbank (EZB), die US-Notenbank Fed und andere große Zentralbanken haben eine "koordinierte Maßnahme" angekündigt, um Bankgeschäfte in Dollar zu erleichtern und so die Finanzmärkte zu beruhigen. Wie die beteiligten Zentralbanken mitteilten, sollen ab heute sogenannte Swap-Geschäfte ausgebaut werden, mit denen die Zentralbanken Devisen untereinander austauschen. So sollen die Zentralbanken außerhalb der USA besser mit Dollar versorgt werden.

Beteiligt sind neben der EZB und der Fed die Schweizerische Nationalbank und die Zentralbanken Großbritanniens, Kanadas und Japans. Sie einigten sich den Angaben zufolge darauf, die Häufigkeit von Devisentauschgeschäften in Dollar mit siebentägiger Laufzeit von wöchentlich auf täglich zu erhöhen. Die täglichen Operationen sollen bis mindestens Ende April andauern.

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A.L.: Was soll Otto Weisnix mit solcher News anfangen? Was heißt es denn, dass "Notenbanken, den Austausch von Devisen erleichtern" wollen? Gibt es ab jetzt im Erdgeschoss der EZB eine neue Wechselstube?

Nein, der Hintergrund sind Eurodollar-Geschäfte von Banken aus der Schweiz, Eurozonen-Ländern und Großbritannien. Geschäftsbanken in diesen Ländern können (an sich selbst oder an Kunden) Eurodollar-Kredite vergeben, wobei die Dollars per Geldschöpfung "aus dünner Luft" erzeugt werden.

CS z. B. kann z. B. im Eigenhandel Tesla-Aktien kaufen und dafür ein bei ihr selbst eingerichtetes Eurodollar-Konto überziehen, sogar mit Hebel. Vermutlich hat die CS u. a. US-Staatsanleihen gekauft, wegen der damals (als in Europa Nullzinsen herrschten) "schönen Rendite". Durch die Zinserhöhungen in USA sind die Kurse dieser Anleihen aber nun deutlich gefallen, ebenso Tesla- und andere Aktien.

Da die CS gehebelt handelt, sind die Verluste aus dem Lot gelaufen. Vermutlich ist das Eigenkapital schon stark angefressen oder sogar negativ. Vor allem Eurodollar-Positionen dürften im Minus sein.
D.h. der Eurodollar-Kredit, den sich die CS selbst eingeräumt hat, ist inzwischen höher als der Wert der damit gekauften (oder an Geschäftskunden verliehenen) Dollar-Assets. Wenn eine Bank wie die CS nun pleite geht oder abgewickelt werden muss, müssen die fehlenden (da verzockten) Eurodollars ersetzt werden.

Das dabei Problem ist, dass die Schweizer Zentralbank (SNB) nur Franken drucken kann
, aber keine Dollars - ebensowenig wie die EZB oder die Bank of England oder Japan. Also muss sich die Schweizer Zentralbank, um die Löcher bei der CS stopfen zu können, US-Dollars bei der Fed leihen. Die Fed haftet also in gewisser Weise für die Eurodollar-Geschäfte, die außerhalb der USA für Zockereien verwendet werden. Und genau dies sind die im Artikel erwähnten "Swap-Geschäfte". Die Fed reicht an anderen Zentralbanken US-Dollars weiter, um die Papierdollar- bzw. Eurodollarsalden verzockter Banken auszugleichen. Das Volumen dieser Eurodollargeschäfte ist sehr hoch. Es soll angeblich so hoch sein, dass die Weltwirtschaft ohne Eurodollar-Geschäfte in eine schwere Rezession stürzen würde.  

20.03.23 08:18
2

7144 Postings, 5766 Tage relaxedDer Bären-Thread wird wieder einen

Besuch wert. Alles kommt wieder. Auch das beliebte Spiel: Welche Bank ist die nächste?
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Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.

20.03.23 08:22
2

142 Postings, 531 Tage Noergelida kommt doch schon das nächste Problem

"was aber die medien noch nicht gemeldet haben, bei der credit suisse werden 17 mrd bonds, die sogenannten cocobonds oder at1-bonds, per sofort wertlos. das wird noch für böse überraschungen sorgen morgen."


Für die Cocos gibts jetzt schöne UBS Aktien cool aber die at1 und ähnliches wird nun weltweit ganz misstrauisch angesehen werden. Da konnte ja keiner mit rechnen! Insofern wird das noch interessant werden, wie sich das entwickelt.

Könnte die Chance sein.

 

20.03.23 09:02

3913 Postings, 559 Tage isostar100nada

für die cocos der cs gibts keine ubs aktien. explizit bei einer übernahme wertlos.....  

20.03.23 10:06
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142 Postings, 531 Tage NoergeliKaum zu glauben

dass die Cocos per ordre mufti einfach für wertlos erklärt werden. Da werden einige gegen vorgehen.

Aus der nzz dazu: Analytiker aus Sydney dagegen werfen die Frage in den Raum, wie die Finanzmärkte die Tatsache aufnehmen, «dass die Coco-Anleihen der Credit Suisse im Rahmen der Elefantenhochzeit völlig wertlos geworden sind». Diese Entscheidung könnte einen 275 Milliarden Dollar schweren Markt für die Bankrefinanzierungen ins Trudeln bringen....

Obwohl sie für genau diesen Zweck und mit dieser Eigenschaft entwickelt wurden, durchforsteten die Inhaber ähnlicher Finanzprodukte fieberhaft das Kleingedruckte dieser sogenannten Tier-1-Wertpapiere. Damit wollen sie herausfinden, ob die Behörden in anderen Ländern das wiederholen könnten, was die Schweizer Regierung am Sonntag getan hat: Sie löschten sie aus und bewahrten gleichzeitig den Wert von 3,3 Milliarden Dollar in Aktien.

ganzer Artikel: https://www.nzz.ch/wirtschaft/...-noch-lange-nicht-geloest-ld.1731292  

20.03.23 10:14

10221 Postings, 4866 Tage SufdlJep

Im Bankensektor gibt es KEINE Tabus. Enteignungen von Aktionären oder Bondholder sind billige Instrumente....

Solange das Vertrauen nicht komplett erodiert...

Alternativen wie Cryptos und Edelmetall sollten profitieren.  

20.03.23 10:35
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651 Postings, 6961 Tage edelmann82entscheidend ist die Geldmenge

Die Notenbanken drehen den Geldhahn nun wieder voll auf. Dies bedeutet in der Regel steigende Aktienkurse.

Zudem sind den Notenbanken die Hände gebunden, was Zinserhöhungen angeht... da es die Bankenkrise verschlimmert.

Dies spricht für eine steigende Inflation. Eine steigende Inflation wiederum bedeutet höhere Umsätze für die Unternehmen, da die Verkaufspreise steigen. Bei gleich bleibender Marge steigt damit auch der Gewinn.

Deshalb glaube ich das mittelfristig die Indizes steigen. Ausschläge nach unten wird es auf Grund von Panikverkäufen und schlechten Nachrichten aber geben. Deswegen bleibe ich an der Seitenlinie.

Langfristig steuern wir auf eine Rezession zu, da die Leute auf Grund der steigenden Preise weniger konsumieren.

Aber einzig entscheidend ist für mich die Geldmenge, die im Umlauf ist. Das Geld muss ja irgendwo hin.
 

 

20.03.23 10:45

3913 Postings, 559 Tage isostar100gestatten, kahn. iqbal kahn.

iqbal khan hat es geschafft, er leitet jetzt das wealth management der weltgrössten vermögensverwaltung, bei der ubs inklusive cs. (okay, blackrock ist noch grösser, aber die funktionieren ganz anders als eine bank).

der aufstieg von kahn ist einer echter krimi. dürfte nicht lange gehen, bis ein journalist die story entdeckt. vielleicht sollte kahn rechtzeitig seine filmrechte sichern....
 

20.03.23 16:39
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72 Postings, 1076 Tage Brontal20Gerettet !! :)

Na sieh mal an, ging ja alles gut.
Eine Bank übernimmt die andere, irgendwelche Bonds (von denen ich vorher nie gehört hatte) sind nun wertlos - zumindest für die, die welche davon hatten. Damit die Eigentümer der übernommenen Bank nicht dagegen rebellieren, ihre Anteile für ca. 30 % des Vortageskurses abgeben zu müssen (nachdem der Aktienkurs davor schon ins Bodenlose gesunken ist), wurde am Sonntag noch schnell ein paßgenaues Gesetz geschrieben und gleich auch noch erlassen.
Neuer Handelstag: etwas Börsengrummeln zum Handelsbeginn und jetzt schon ein leichtes Plus von ca. 1%, ergo: tutto bene - langsam beginne ich (nach ca. 25 Jahren) die Börse zu verstehen.
Die Kakke ist am Dampfen und falls sie auch noch beginnt zu stinken, werden halt zur Not "Schnellgesetze" erlassen, die Schweiz ist ein echter Vorreiter, wenn man mal bedenkt, wie lange es sonst dauert neue Gesetze zu erlassen - HOPP SCHWYZ &  HOPP BÖRSE :))  

20.03.23 20:07
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3913 Postings, 559 Tage isostar100was bleibt von der cs

als ich noch ein knirps war hat die cs skimützen an ihre kunden verteilt, um die namensänderung von ska zu cs bekannter zu machen. oh mann, die dinger waren super. und schnell kult. und das sind sie noch heute. sollten sie mal eines der exemplare sehen am flohmarkt, kaufen. aktuelle preise auf ebay: bis 200 franken.

 
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20.03.23 23:15
1

72 Postings, 1076 Tage Brontal20Mütze

wenn der "Kurs" der Mützen im Laufe des Jahres aber einen ähnlichen Verkauf nehmen wird wie der der Aktien.... dann besser jetzt schnell für 200,- verkaufen  

22.03.23 08:27

3913 Postings, 559 Tage isostar100im schatten

heute schauen alle zur fed, gibts noch mal ein viertelprozentchen mehr zins? brauchts überhaupt noch einen zinsanstieg im aktuellen stress?
im schatten dieser heutigen entscheidung steht aber auch in london was an, die einigung mit irland zur grenzkontrollen zu nordirland, traditionell eine super heikle angelegenheit. dieser deal würde die hälfte des brexits rückgängig machen, alles was den handel mit europa behindert würde wegfallen. wie sich eine positive entscheidung auf die börse in london auswirken würde sollte jedem klar sein. dunkelgrün.

ist mir etwas unverständlich, dass diese "unbrexit"-geschichte heute so unter dem radar der börsen läuft....  

22.03.23 18:07
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3913 Postings, 559 Tage isostar100hui..blow up gefahr?

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24.03.23 12:08
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3913 Postings, 559 Tage isostar100chart zum tag:

first republic bank of san francisco. ob die es noch ins wochenende schaffen? und falls ja, was kommt nächste woche?

 
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24.03.23 15:57

648 Postings, 3058 Tage MuBerndDeutsche Bank CDS über 200

Das sieht nicht gut aus. Aktie heute -12% und CDS stark ansteigend und jetzt bei 203.  
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25.03.23 10:52
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3913 Postings, 559 Tage isostar100bankenstresstetsts

wirtschaftsweise grimm rechnet noch mit monaten der bankenkrise. und fragt, weshalb bei bankentests zwar die auswirkungen von minuszinsen aber nicht wie sich schnell steigende zinsen auswirken von den aufsehern getestet wurde. eine gute frage! eine sehr gute frage.


https://www.welt.de/wirtschaft/article244466816/...eber-den-Berg.html

 
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25.03.23 21:11
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79381 Postings, 6899 Tage Anti LemmingDroht eine globale Bankenkrise (S. Das)

on Satyajit Das (Top-Ökonom), in: New Indian Express

Deepl

Steht eine umfassende globale Bankenkrise bevor?

Wenn alles in Ordnung ist, warum haben die US-Banken dann 153 Mrd. USD zu einem Strafzins von 4,75 % gegen Sicherheiten am Diskontfenster aufgenommen - ein höherer Betrag als 2008/9?

Finanzielle Zusammenbrüche wie Revolutionen sind unmöglich, bis sie unvermeidlich sind. Sie verlaufen in der Regel in Etappen. Seit die Zentralbanken als Reaktion auf die steigende Inflation die Zinssätze erhöht haben, stehen die Finanzmärkte unter Druck.

Im Jahr 2022 kam es zur Krypto-Kernschmelze (Verluste in Höhe von etwa 2 Billionen Dollar).

Der S&P500-Index fiel um etwa 20 Prozent. Die größten US-Technologieunternehmen, zu denen Apple, Microsoft, Alphabet und Amazon gehören, verloren rund 4,6 Billionen Dollar an Marktwert. Die Krise der britischen Staatsanleihen vom September 2022 könnte 500 Milliarden Dollar gekostet haben. 30 Prozent der Schwellenländer und 60 Prozent der Länder mit niedrigem Einkommen sind von einer Schuldenkrise betroffen.

Die Probleme haben nun auch das Finanzsystem erreicht: US-amerikanische, europäische und japanische Banken haben im März 2023 rund 460 Milliarden Dollar an Marktwert verloren.

Es ist zwar noch zu früh, um zu sagen, ob eine ausgewachsene Finanzkrise unmittelbar bevorsteht, aber die Entwicklung ist wenig verheißungsvoll.

***

Die betroffenen US-Regionalbanken wiesen spezifische Schwachstellen auf. Der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank ("SVB") machte das Zinsrisiko deutlich, das mit der Finanzierung von Beständen an langfristigen festverzinslichen Wertpapieren durch kurzfristige Einlagen verbunden ist. Die SVB und die First Republic Bank ("FRB") veranschaulichen auch das Problem der Obergrenze von 250.000 $ für die Deckung der Federal Deposit Insurance Corporation ("FDIC"). Über 90 Prozent der gescheiterten SVB und Signature Bank sowie zwei Drittel der FRB-Einlagen waren nicht versichert, was in Zeiten finanzieller Unsicherheit zu einem Liquiditäts-Run führen kann.

Die Krise ist nicht ausschließlich amerikanisch. Die Credit Suisse ist bis jetzt das am stärksten betroffene europäische Institut. Die ehrwürdige Schweizer Bank - von Kritikern als "Debit Suisse" bezeichnet - hat eine bewegte Geschichte mit Bankendiktatoren, Geldwäsche, Sanktionsverstößen, Steuerhinterziehung und -betrug, dem Schreddern von Dokumenten, die von den Aufsichtsbehörden angefordert wurden, und schlechtem Risikomanagement, was sich zuletzt in den öffentlichkeitswirksamen Verlusten im Zusammenhang mit dem Hedgefonds Archegos und dem Fintech-Unternehmen Greensill zeigte. Die Credit Suisse wurde von Unternehmensspionage, CEO-Wechsel und wiederholten erfolglosen Umstrukturierungen geplagt.

Im Februar 2023 gab die Credit Suisse einen Jahresverlust von fast 7,3 Milliarden Schweizer Franken (7,9 Milliarden US-Dollar) bekannt, den größten seit der Finanzkrise 2008. Seit Anfang 2023 war der Aktienkurs der Bank um rund 25 Prozent gefallen. Im letzten Jahr war er um mehr als 70 Prozent und in den letzten fünf Jahren um fast 90 Prozent gesunken. Die Vermögensverwaltungskunden der Credit Suisse zogen 123 Milliarden Schweizer Franken.

Die kategorische Weigerung - "auf keinen Fall" - des Hauptaktionärs Saudi National Bank, der Credit Suisse neues Kapital zuzuführen, hat das Ende der Bank eingeleitet. Im März wurde bekannt, dass der Fondsmanager Harris Associates, ein langjähriger Aktionär, seinen gesamten Anteil verkauft hatte, nachdem er die Geduld mit der Strategie der Schweizer Bank verloren und die Zukunft des Unternehmens in Frage gestellt hatte.

Auch wenn die Umstände der einzelnen Unternehmen unterschiedlich sind, gibt es doch unangenehme Gemeinsamkeiten - Zinsrisiko, nicht versicherte Einlagen und die Gefahr des Verlusts von Finanzmitteln.

***

Die Banken investierten weltweit verstärkt in hochwertige Wertpapiere - in erster Linie in staatlich und staatlich besicherte hypothekarisch gesicherte Wertpapiere ("MBS"). Ausschlaggebend dafür war ein Überschuss an Kundeneinlagen im Verhältnis zur Kreditnachfrage in einem Umfeld reichlich vorhandener Liquidität. Eine weitere Motivation war die Notwendigkeit, die Erträge in einem Niedrigzinsumfeld zu steigern, das die Nettozinsmarge drückte, da die Einlagenzinsen weitgehend an der Nullzinsgrenze gebunden waren....

Höhere Zinssätze führten zu nicht realisierten Verlusten bei diesen Anlagen, die Ende 2022 mehr als 600 Mrd. $ betrugen.
Federal Deposit Insurance Corporation-versicherte US-Banken. Werden andere zinssensitive Anlagen mit einbezogen, könnte sich der Verlust allein für amerikanische Banken auf rund 2.000 Mrd. $ belaufen. Weltweit könnte der gesamte nicht realisierte Verlust zwei- bis dreimal so hoch sein.

Experten, von denen die meisten nicht über praktische Bankerfahrung verfügen, haben die fehlende Absicherung kritisiert. Tatsache ist, dass die Beseitigung des Zinsrisikos kostspielig ist und die Erträge schmälern würde. Auch wenn die Duration des SVB-Portfolios ein Ausreißer war, investieren Banken routinemäßig in Wertpapiere mit einer Laufzeit von 1 bis 5 Jahren und gehen damit ein gewisses Zinsrisiko ein.

Einige Anlageportfolios weisen zusätzliche Komplexitäten auf. Japanische Anleger halten große Bestände an in- und ausländischen Anleihen mit langen Laufzeiten. Der Marktwert dieser festverzinslichen Anlagen ist gesunken. Zwar sind die japanischen Kurzfristzinsen nicht wesentlich gestiegen, doch könnte ein zunehmender Inflationsdruck Erhöhungen erzwingen, die die Spanne zwischen Anlagerenditen und Zinsaufwendungen verringern und damit die Erträge schmälern würden.

Es ist unklar, inwieweit das Währungsrisiko dieser Bestände japanischer Anleger abgesichert ist. Eine Abwertung des Dollars, des Hauptwährungswertes dieser Anlagen, würde zu zusätzlichen Verlusten führen. Die Ankündigung der US-Notenbank ("Fed"), gemeinsam mit anderen wichtigen Zentralbanken (Kanada, England, Japan, Eurozone und Schweiz) US-Dollar-Liquidität bereitzustellen, deutet auf anhaltende Probleme bei der Absicherung dieser Währungsrisiken hin.

Das Bankgeschäft ist im Wesentlichen eine Vertrauenssache, weil das Verhältnis zwischen kurzfristigen Einlagen und längerfristigen Vermögenswerten naturgemäß nicht stimmt. Wie der rasche Niedergang der Credit Suisse zeigt, zählen starke Kapital- und Liquiditätskennzahlen wenig, wenn die Einleger die Flucht ergreifen.

Die Banken sehen sich nun mit sinkenden Kundeneinlagen konfrontiert, da die geldpolitischen Anreize zurückgenommen werden, die während der Pandemie angehäuften Ersparnisse abgebaut werden und sich die Wirtschaft verlangsamt. In den USA wird mit einem Rückgang der Einlagen um bis zu 6 % gerechnet. Finanzielle Instabilität und Befürchtungen hinsichtlich der Solvenz einzelner Institute können, wie die jüngsten Erfahrungen zeigen, zu einem Bank-Run führen.

***

Tatsache ist, dass die Ereignisse das globale Bankensystem erheblich geschwächt haben. Ein 10-prozentiger Verlust bei den Anleihebeständen der Banken würde, wenn er eintritt, das Eigenkapital der Banken um etwa ein Viertel verringern. Dabei sind potenzielle Kreditverluste noch nicht berücksichtigt, da höhere Zinssätze zinsempfindliche Wirtschaftssektoren betreffen.

Ein anfälliger Sektor ist der Immobiliensektor, da hier in der Regel ein hohes Maß an Fremdkapital eingesetzt wird.

Die Hauspreise sinken, wenn auch von einem künstlich hohen Pandemie-Niveau aus. Viele Haushalte sind aufgrund hoher Hypothekenschulden, steigender Tilgungsraten, steigender Lebenshaltungskosten und rückläufiger Realeinkommen mit finanziellem Stress konfrontiert. Die Risiken bei Gewerbeimmobilien nehmen zu. Der Bausektor zeigt weltweit Anzeichen einer Verlangsamung. Die Investitionsausgaben gehen aufgrund der Unsicherheit über die Zukunftsaussichten zurück. Höhere Material- und Energiekosten treiben die Preise in die Höhe und lassen die Nachfrage weiter sinken.

Hoch verschuldete Unternehmen, vor allem in zyklischen Sektoren wie nicht lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen, und viele, die hohe Kredite aufgenommen haben, um die Pandemie zu überstehen, werden Schwierigkeiten haben, ihre Schulden zurückzuzahlen. In den letzten zehn Jahren kam es zu einem Anstieg der fremdfinanzierten Unternehmenskäufe. Der Wert der ausstehenden fremdfinanzierten Kredite in den USA, die für diese Transaktionen verwendet wurden, hat sich von 500 Mrd. USD im Jahr 2010 auf rund 1,4 Billionen USD im August 2022 fast verdreifacht und ist damit vergleichbar mit dem 1,5 Billionen USD schweren Markt für hochverzinsliche Anleihen. In Europa und anderswo gab es ähnliche Anstiege.

Unternehmensinsolvenzen nehmen in Europa und im Vereinigten Königreich zu, während sie in den USA im Jahr 2022 zurückgingen. Die Auswirkungen höherer Zinssätze dürften aufgrund der gestaffelten Fälligkeiten der Schulden und des Zeitpunkts der Preisanpassung erst nach einiger Zeit spürbar werden. Es wird erwartet, dass die Ausfallraten weltweit steigen werden, was zu uneinbringlichen Forderungen der Banken, geringeren Gewinnen und einer Aushöhlung der Kapitalpuffer führt.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)  

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