...zunächst gibts kein Problem - mal von den vielen (dummen) Leuten, die in solche Fonds ihr gutes Geld investieren, abgesehen. Das Geld (oder der Anspruch auf einen Vermögenswert) wird ja auch nicht vernichtet - es wandert nur von einer Tasche in eine andere. Gesamtwirtschaftlich ist das (bis auf die Verteilungsziele) zunächst irrelevant. So ist es mit deinem Medien-Fonds, PE-Fonds, den Hedgefonds, so war es mit dem sog. Neuen Markt. Auch dort war die "reale", also substantielle, Wirtschaft eigentlich nicht betroffen. Es gab viele Verrückte, die glaubten, dass hinter jeder Pommesbude, die von den Banken an den Neuen Markt getrieben wurde, tatsächlich ein zukünftig profitables Geschäft stünde. (Ewig unvergessen wird mir der Erwerb der Rechte an der Muppet-Show durch EM-TV für ca 1.5 Mrd $ sein...:-)) Ich könnte mich jetzt noch über so viel Dreistigkeit kaputtlachen!). Das Problem beginnt in dem Moment gesamtwirtschaftlich relevant zu werden, wo alle Verrückten einsehen müssen, dass ihre Investments die Profitziele grass verfehlen werden. Dann setzt sich die Spirale nach unten in Bewegung, weil keiner der letzte sein will, der ja bekanntlich das Licht ausmacht. Tangiert werden heute dann alle: Weil auch Siemens und die Banken in den riskanten Engagements drin hängen. ALso: Geldwirtschaftliche Übertreibungen -vulgo Blasen genannt- haben ab einem bestimmten Moment durchaus nachhaltigen Einfluss auf die Realwirtschaft. Selten allerdings auf den Geldbeutel der Betreiber solcher Blasen. Die Haffa- Urteile sind ein Witz und das beste Zeugnis für diese Aussage.
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