https://thecradle.co/article-view/22167/...t-asia-meets-multipolarity
deepL+edit
Das Waldai-Treffen: Wo Westasien [Nahost] auf Multipolarität trifft
Auf dem Treffen des russischen Waldai-Clubs - der Antwort des Ostens auf Davos - trafen sich Intellektuelle und einflussreiche Persönlichkeiten, um die aktuellen und künftigen Entwicklungen in Westasien [Nahost] zu erörtern.
Die 12. "Nahost-Konferenz" im Waldai-Klub in Moskau bot eine mehr als willkommene Fülle von Ansichten über die miteinander verknüpften Probleme und Schwierigkeiten der Region....
Der stellvertretende russische Außenminister Michail Bogdanow betonte einleitend, dass die Politik des Kremls die Bildung eines "integrativen regionalen Sicherheitssystems" fördere. Das ist genau das, was die Amerikaner im Dezember 2021 nicht mit den Russen diskutieren wollten - und dann auf Europa und den postsowjetischen Raum anwendeten. Das Ergebnis war ein Stellvertreterkrieg.
Kayhan Barzegar von der Islamic Azad University in Iran nannte zwei wichtige strategische Entwicklungen, die Westasien [Nahost] betreffen: einen möglichen Rückzug der USA und eine Botschaft an die regionalen Verbündeten: "Ihr könnt nicht auf unsere Sicherheitsgarantien zählen."
Jeder Konflikt - von der Rivalität im Südkaukasus bis zur Normalisierung der Beziehungen Israels zum Persischen Golf - ist dieser Logik untergeordnet, stellt Barzegar fest, wobei nicht wenige arabische Akteure endlich begreifen, dass es jetzt einen Spielraum gibt, um zwischen dem westlichen oder dem nicht-westlichen Block zu wählen.
Barzegar sieht in den iranisch-russischen Beziehungen kein strategisches Bündnis, sondern einen geopolitischen und wirtschaftlichen Block, der auf Technologie und regionalen Lieferketten basiert - ein "neuer Algorithmus in der Politik" - und von Waffengeschäften bis hin zu nuklearer und energiepolitischer Zusammenarbeit reicht, angetrieben von Moskaus wiederbelebter Süd- und Ostorientierung. Und was die Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen angeht, so glaubt Barzegar immer noch, dass der Gemeinsame Umfassende Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), das Iran-Atomabkommen, nicht tot ist. Zumindest noch nicht.
Niemand weiß, wie diese Regeln aussehen".
Der Ägypter Ramzy Ramzy, bis 2019 stellvertretender UN-Sondergesandter für Syrien, hält die Reaktivierung der Beziehungen zwischen Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu Syrien für die wichtigste Neuausrichtung in der Region. Ganz zu schweigen von den Aussichten auf eine Aussöhnung zwischen Damaskus und Ankara. "Warum geschieht dies? Weil das regionale Sicherheitssystem mit der Gegenwart unzufrieden ist", erklärt Ramzy.
Doch auch wenn die USA abdriften mögen, "sind weder Russland noch China bereit, eine Führungsrolle zu übernehmen", sagt er. Gleichzeitig dürfe Syrien "nicht zum Opfer von Interventionen von außen werden". Das Erdbeben hat diese Annäherungen zumindest beschleunigt".
Bouthaina Shaaban, eine Sonderberaterin des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, ist eine bemerkenswerte Frau, feurig und offen. Ihre Anwesenheit in Waldai war geradezu elektrisierend. Sie betonte: "Seit dem US-Krieg in Vietnam haben wir verloren, was wir als freie Medien erlebt haben. Die freie Presse ist tot". Gleichzeitig habe "der koloniale Westen seine Methoden geändert", Kriege an Subunternehmer vergeben und sich auf lokale fünfte Kolonnen verlassen.
Shaaban lieferte die beste Kurzdefinition der "regelbasierten internationalen Ordnung" überhaupt: "Niemand weiß, was diese Regeln sind und was diese Ordnung ist."
Sie betonte erneut, dass in dieser Zeit der Post-Globalisierung, die regionale Blöcke hervorbringt, die üblichen westlichen Einmischer es vorziehen, nichtstaatliche Akteure einzusetzen - wie in Syrien und im Iran - und "Einheimische zu beauftragen, das zu tun, was die USA gerne tun würden." [A.L.: siehe auch Ukraine, wo Seli für die Amis Blut spendet.]
Ein entscheidendes Beispiel ist die US-Militärbasis al-Tanf, die souveränes syrisches Territorium an zwei kritischen Grenzen besetzt. Shaaban bezeichnet die Einrichtung dieses Stützpunktes als "strategisch für die USA, um die regionale Zusammenarbeit an der Kreuzung zwischen Irak, Jordanien und Syrien zu verhindern." Washington weiß sehr wohl, was es tut: Ungehinderter Handel und Transport an der syrisch-irakischen Grenze sind eine wichtige Lebensader für die syrische Wirtschaft....
Cagri Erhan, Rektor der Altinbas-Universität in der Türkei, bot eine recht griffige Definition eines Hegemons an: derjenige, der die Lingua franca, die Währung, den Rechtsrahmen und die Handelswege kontrolliert.
Erhan bezeichnet die derzeitige hegemoniale Situation des Westens als "zweischichtigen Stellvertreterkrieg" gegen Russland und China. Die Russen wurden von den USA als "offener Feind" definiert - eine große Bedrohung. Und wenn es um Westasien [Nahost] geht, herrscht immer noch Stellvertreterkrieg: "Die USA ziehen sich also nicht zurück", sagt Erhan. Washington wird immer erwägen, die Region "strategisch gegen aufstrebende Mächte" zu nutzen.
Und wie sieht es mit den außenpolitischen Prioritäten der wichtigsten westasiatischen und nordafrikanischen Akteure aus?
Der algerische Politikjournalist Akram Kharief, Herausgeber des Online-Magazins MenaDefense, fordert, Russland solle sich Algerien annähern, "das immer noch in der französischen Einflusssphäre liegt", und sich vor den Versuchen der Amerikaner hüten, Moskau als "neue imperiale Bedrohung für Afrika" darzustellen.
Professor Hasan Unal von der Maltepe-Universität in der Türkei machte deutlich, wie Ankara endlich "seine Verstrickungen im Nahen Osten [Westasien] losgeworden ist", während es sich zuvor "gegen alle gewandt hat".
Mittelgroße Mächte wie die Türkei, der Iran und Saudi-Arabien treten nun auf der politischen Bühne der Region in den Vordergrund. Unal stellt fest, dass "die Türkei und die USA in keiner für Ankara wichtigen Frage einer Meinung sind". Dies erklärt sicherlich die Stärkung der türkisch-russischen Beziehungen - und ihr gemeinsames Interesse an der Einführung "vielschichtiger Lösungen" für die Probleme der Region.
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