SMI 12?050 -0.7%  SPI 15?505 -0.6%  Dow 35?144 0.2%  DAX 15?619 -0.3%  Euro 1.0810 0.0%  EStoxx50 4?103 -0.2%  Gold 1?797 0.0%  Bitcoin 33?850 -1.1%  Dollar 0.9161 0.0%  Öl 74.9 0.0% 

Gazprom 903276

Seite 1 von 2558
neuester Beitrag: 27.07.21 06:28
eröffnet am: 09.12.07 12:08 von: a.z. Anzahl Beiträge: 63935
neuester Beitrag: 27.07.21 06:28 von: DocMaxiFritz Leser gesamt: 13983293
davon Heute: 3086
bewertet mit 121 Sternen

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
2556 | 2557 | 2558 | 2558  Weiter  

09.12.07 12:08
121

981 Postings, 5504 Tage a.z.Gazprom 903276

hat einen Thread verdient, der nicht nur "schlachten" oder den Wert "forever" hochjubeln will.
Der Chart (hier im Jahresüberblick) erscheint mir im Moment bemerkenswert:
mit Phantasie ist eine Formation ähnlich S-K-S zu erkennen, und das Hoch vom Januar (37,- ?) wurde signifikant genommen. Die Indikatoren (TrendFOLGE!) sehen natürlich gut aus. Die Bollinger sind weit offen.
Das alles zusammen sollte ein weiteres Aufwärtspotential indizieren - vielleicht nach einer kleinen Erholung auf dem derzeitigen Niveau.

Ich bin mit einem Hebelprodukt investiert und würdemich über weitere Meinungen und Fakten freuen.

Na sdrowje!
-----------
Gruss - az
Angehängte Grafik:
gaz.png (verkleinert auf 60%) vergrößern
gaz.png
Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
2556 | 2557 | 2558 | 2558  Weiter  
63909 Postings ausgeblendet.

25.07.21 00:23

84 Postings, 84 Tage KorganBigBrotherLöschung


Moderation
Zeitpunkt: 25.07.21 15:52
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Spam

 

 

25.07.21 12:10
5

108 Postings, 96 Tage MisfitNahezu sämtliche großen Indizes

befinden sich in der Nähe ihrer Allzeit- Höchststände. Das ist zuerst einmal weniger dramatisch und außergewöhnlich, als Medien und einschlägige YouTuber es gern verkaufen. Wie sollen Kurse, wie sollen Indizes steigen, wenn sie nicht regelmäßig ihre bisherigen Allzeithochs überspringen? (was theoretisch mehrmals am Tag passieren kann.)
Dennoch empfinde ich die derzeitige Situation als eine ungewöhnlich herausfordernde.
Besonders deutlich wird das, meiner Meinung nach, am Bitcoin und an Tesla.
Ständig höre und lese ich davon, dass diese in Zukunft irrwitzig an Wert gewinnen werden und ein Investment in diese Assets nur von Erfolg gekrönt sein kann.
Ich habe da erhebliche Zweifel! Neben hundert anderen ist der für mich wichtigste, die Frage nach den möglichen zukünftigen Käufern!
Wo sollen all die Bitcoin- Käufer und Tesla- Fahrer eigentlich herkommen, die für den Wertzuwachs dieser Geldanlagen nunmal nötig sind?
Wie soll sich ein Bitcoin-Preis im gleichen Tempo weiterentwickeln, wie er es in der Vergangenheit tat, wenn sich keine neuen Käufer finden? Wenn sich niemand findet, der für Nichts viel bezahlt?
Bei Tesla höre und lese ich immer von möglichen Produktionszahlen.
Hat schon einmal jemand nach möglichen Käufern gefragt?
Worauf ich hinaus will: die Höchststände von Indizes markieren womöglich auch das Ende eines möglichen Wachstums innerhalb eines Marktes!
Spätestens, wenn alle Menschen auf der Erde einen Tesla fahren, ist das Geschäftsmodell tot.
Spätestens, wenn der Bitcoin eine Phantastrilliarde kostet, wird sich wohl niemand finden, der dafür zwei Phantastrilliarden bezahlt. Warum auch?
Bei Öl und Gas, so zumindest meine Erwartung, sieht die Sache auf Sicht meiner Lebenserwartung völlig anders aus!
Solange es sich entwickelnde Märkte gibt, wird der Bedarf an Energie wachsen.
Alternativen, vor allem politisch gewollte Alternativen, sehe ich zu Öl und Gas nicht.
Vor dem Hintergrund, das Gas derzeit wie eine Wunderwaffe durch die Medien gepeitscht wird, fühle ich mich mit meinem Gazprom- Engagement, trotz oder gerade wegen der Höchststände der weltweiten Indizes, pudelwohl!
Ich denke, dass die Menschen auch in Zukunft lieber auf den Bitcoin und ihren Tesla verzichten, als auf eine warme Wohnung.
Unabhängig vom Kurs, wird Gazprom deshalb auch in Zukunft die wichtigste Position in meinem Depot sein.

 

25.07.21 17:16
1

108 Postings, 96 Tage MisfitGasgedecktes Geld?

Eine durch Gold gedeckte Währung wird von Kritikern des Kreditgeld- Systems, des Fiat- Money, als die Lösung aller Probleme angesehen.
Die Argumente, die Gold angeblich zum ultimativen Garanten für ein stabiles Geld machen, sind unzählige Male ausgetauscht und sollen hier nicht wiederholt werden.
Bis auf eines:
Die natürliche Begrenztheit von Gold, so dessen Befürworter, würde dafür sorgen, dass man ein goldgedecktes Geld nicht beliebig vermehren könne, was für dessen Werthaltigkeit und für die Funktionalität des Geldes garantieren würde.
Ist das so?
Ich denke das nicht, und das hat mehrere Gründe.
Zum einen wächst in einem kreditbasierten Geldsystem die Geldmenge mit der Menge der erzeugten und Güter / Werte mit.
Da Gold nach heutigen Kenntnisstand nur begrenzt zur Verfügung steht, so jedenfalls das oben genannte Argument der Anhänger einer goldgedeckten Währung, muß ein solches Geldsystem bei steigender Gütermenge auf Dauer zu einer Geldknappheit führen!
Somit also zu einer Deflation!
Das gilt übrigens auch für den Bitcoin! Auch dessen Begrenztheit, die oft als Begründung für den angeblichen Wert des Bitcoin herhalten muß, wird, denkt man das Ganze zu Ende, rüber oder später zu deflationären Entwicklungen führen müssen!
Spätestens dann wird deutlich werden, wie untauglich der Bitcoin als Geld ist.
Denn während Gold und Bitcoin wegen ihrer Begrenztheit nicht beliebig erweitert werden können, sollte sich die Menge der Güter und Dienstleistungen kontinuierlich vermehren! Somit würde eine ständig wachsende Menge an Werten, einer konstanten Menge an Geld gegenüber stehen!
Wie da Deflation vermieden werden soll, erschließt sich mir nicht.
Was haben diese Überlegungen aber in einem Gazprom- Forum zu suchen?
Die Antwort werden vermutlich nur Gazprom- Aktionäre verstehen:
Während Gold und Bitcoin als Wertgaranten für eine Währung, vor allem aber als Garanten für deren langfristigen Funktionalität, nur bedingt bzw. gar nicht taugen, würde die Sache bei Öl und Gas ganz anders aussehen!
Doch bleiben wir beim Gas:
Ich kenne niemanden, der mir glaubhaft machen kann, dass Gas in absehbarer Zeit zu einem raren Gut wird. Andererseits steht es nicht jedem Marktteilnehmer immer und überall nach Belieben zur Verfügung, stellt somit zweifellos eine werthaltige Ware dar!
Würde also zum Bespiel, und ich lasse hier meiner Phantasie freien Lauf, Russland den Rubel mit Gas unterlegen, könnten Marktteilnehmer darauf vertrauen, ihre Rubel jederzeit in Erdgas / LNG tauschen zu können. Für den Endverbraucher sicher eine merkwürdige Vorstellung.
Aber für die Abwicklung internationaler Handelsbeziehungen?
Jedenfalls würde eine LNG- basierte Währung den Anforderungen eines stabilen Geldsystems meiner Meinung nach deutlich gerechter, als Gold und Bitcoin das könnten.
Warum sollte man im Kreml nicht ähnlich denken?
 

25.07.21 18:11
5

11 Postings, 18 Tage Genero@Lucky79

Erdgas ist hauptsächlich Methan, also ein C-Atom mit vier H-Atomen drumherum. Öl und natürlich Kohle sind durch die längeren Kohlenstoffketten/-ringe deutlich näher an zwei C-Atomen pro vier H-Atomen.

Das ist kein "FILTERPROBLEM", Erdgas produziert einfach physikalisch bedingt nur etwa 60% an CO2 bei gleicher Energieausbeute im Vergleich zum Kohle/Erdöl-Mix und ist somit der Garant für zukünftige Gewinne für uns Aktionäre.

Diese etwa 40% CO2 Einsparung vom aktuell 50% Kohle&Öl-Anteil an der Primärenergie in Deutschland, rein durch Umstellung der fossilen Nutzung auf Gas, ergibt 20% Gesamt CO2 Reduktionspotential (was ja eigentlich nur ein Vorwand für die gewünschte Primärenergieverbrauchsreduktion ist - aber es ist ja gut in einem energieautarken Staat zu leben, also kann man da schon mitmachen).

Da die Leute bei "wir müssen Energiesparen, weil wir bald auf dem Zahnfleisch laufen" halt nicht reagierten, musste der leichter greifbare/"angsteinflößendere" CO2 Vorwand her. Wer das so durchschaut und begreift, der hält Gazprom jetzt einfach und äußert nichts von "Filtertechnik-Fortschritten", wenn er von Technik nicht so richtig Ahnung hat.  

25.07.21 19:23
1

931 Postings, 1063 Tage DocMaxiFritzUkras haben nix zu melden

Deutschland, USA, EU und Nord Stream 2 – Die Ukraine am Ende ihres Weges zur Irrelevanz
24 Juli 2021 12:22 Uhr
Angesichts der baldigen Inbetriebnahme der Pipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland und der aktuellen Marktlage ist der Weg der Ukraine in die wirtschaftliche Irrelevanz fast zu Ende. Auf ihrem Weg zur politischen Irrelevanz ist sie hingegen fast am "Ziel".
Deutschland, USA, EU und Nord Stream 2 – Die Ukraine am Ende ihres Weges zur IrrelevanzQuelle: Sputnik
Deutschland, USA, EU und Nord Stream 2 – Ukraine am Ende ihres Weges zur Irrelevanz (Symbolbild: Gasventil auf dem Erdgasverteilknoten "Neschuchow" im Rajon Stryi in der Oblast Lwow, Ukraine, 14. Februar 2017)
Kommentar von Dmitri Lekuch

Was will man denn da noch sagen? Hätte sich irgendjemand noch vor zwei, drei Jahrzehnten vorstellen können, welch surreales Bild sich in einer Schlüsselregion für die traditionelle Energielogistik im Osten des europäischen Subkontinents bieten würde? Doch wohl nicht einmal im übelsten Albtraum – ganz gleich, auf welcher Seite der russisch-ukrainischen oder weißrussisch-ukrainischen Grenze man steht und welche politische, ethnische, gender- oder sonstige Zugehörigkeiten man hat. Und doch zeichnet sich dort ein ebensolches Bild, das immer mehr an einen schlechten Witz erinnert, durchaus objektiv gesehen ab.

Nehmen wir zum Beispiel eine Geschichte, die sich direkt vor unseren Augen abspielt – wie ein Zauberkünstler so schön sagen würde: "Blick auf die Hände!"

"Das schafft militärische Bedrohung" – Ukraine will auch nach Einigung gegen Nord Stream 2 kämpfen
"Das schafft militärische Bedrohung" – Ukraine will auch nach Einigung gegen Nord Stream 2 kämpfen
Sehr witzig ist natürlich die Information zur Rolle der Ukraine in den Verhandlungen Deutschlands und der USA über Nord Stream 2 – diese gibt das für seine Nähe zur Spitze des demokratischen Establishments der USA bekannte US-Blatt Politico gerade (gelinde gesagt, sehr offen) urbi et orbi weiter.

Und glauben Sie mir: Einfach so würden diese Vögelchen nicht zwitschern.

Die Sensation schlechthin ist dies natürlich nicht unbedingt, dafür aber äußerst amüsant: Politicos Quellen im Weißen Haus (zweifelt jetzt immer noch irgendjemand daran, dass das Blatt solche Quellen hat?) haben nun endlich offen zugegeben, dass, obwohl die ukrainische Regierung offensichtlich "weiterhin unzufrieden mit der Gesamtsituation" rund um Nord Stream 2 ist, sich niemand in der Welt darüber Sorgen machen sollte. Und als Allerletztes, nebenbei bemerkt, die ukrainischen Behörden selbst – für wie wichtig sie sich selbst auch halten mögen.

Mehr zum Thema – Nord Stream 2: Kiew will "Garantien, keine Vereinbarungen"

Denn in der Tat: So, wie die Dinge stehen, haben sie in dieser Sache schlicht nichts zu melden. Streichhölzer gehören nun mal grundsätzlich nicht in die Hände von Kindern – und schon gar nicht von so bösen Kindern.

Mehr noch: Laut derselben "informierten Quellen" aus dem US-Außenministerium wurde die ukrainische Regierung deutlich und unter Ausschluss jeglicher Diskussion gewarnt: Jede öffentliche Äußerung ukrainischer Politiker gegen die US-bundesdeutsche Übereinkunft könnte – wörtlich – "den Beziehungen zwischen Washington und Kiew schaden". Auf gut Deutsch heißt das: Wenn Erwachsene reden, soll Kiew die Klappe halten und schlucken, was man ihm vorsetzt.

"Im Bett mit Putin" – Reaktionen auf Einigung bei Nord Stream 2
"Im Bett mit Putin" – Reaktionen auf Einigung bei Nord Stream 2
Und den eingeborenen politischen Schwätzern auf der Gehaltsliste ihrer jeweiligen Gönner wurde gleich auch noch der Befehl erteilt, den US-Kongress gefälligst nicht mehr auf die Nerven zu gehen – ist dieser doch auf derartige unerwarteten Kehrtwendungen in der Luft mitten über dem postsowjetischen Raum ohnehin noch nicht allzu gut gefasst.

Andernfalls wird die Biden-Regierung die durch und durch unangenehmsten denkbaren Konsequenzen ziehen.

Was will man hier denn noch sagen?

Mehr zum Thema – "Feindliche Tonalität": Russland kritisiert Abkommen zwischen Deutschland und USA über Nord Stream 2

Einerseits kann die Ukraine in der aktuellen Lage um Nord Stream 2 wirklich nicht viel tun: Sogar Russland selbst hat sich aus dem Konflikt zwischen Deutschland und den USA um dieses für die Energiewirtschaft im "industriellen Herzen Europas" lebenswichtige, just gerade im Bau-Endstadium befindliche Pipelineprojekt nahezu demonstrativ zurückgezogen. Dadurch wird Deutschland in die Lage versetzt, seine diesbezüglichen Interessen selbständig zu verteidigen, wo auch immer es nötig wird. Und in der Tat scheint es ganz logisch: Betrachtet man die Lage unvoreingenommen, ist es im Großen und Ganzen ein Streit zwischen zwei Transitländern für russisches Erdgas – also zwischen der Ukraine und Deutschland. Denn Russland selbst in seiner Funktion als Lieferant – ob über die eine oder über die andere Pipeline-Route – hat eigentlich nichts damit zu tun.

Mehr zum Thema – Nord Stream 2 war Deutschlands und Europas Chance auf mehr Energiesicherheit – sie blieb ungenutzt

"Nein, natürlich sind Russland die Deutschen als zuverlässige Abnehmer, ja als langfristige Partner sympathischer. Aber eben nicht mehr als das."

Steht der Fracking-Boom in den USA auf tönernen Füßen?
Steht der Fracking-Boom in den USA auf tönernen Füßen?
Bei einem ganzheitlichen Blick auf die Gesamtsituation wird doch alles recht einfach und auf beleidigende Weise pragmatisch: Das Volumen an verflüssigtem Erdgas, mit dem Europa zu "fluten" (und so russisches Gas zu verdrängen) die US-"Schiefergasproduzenten" noch unter Obama und Trump versprochen hatten, sind in aller Offensichtlichkeit und aus vollkommen nachvollziehbaren Gründen in der nahen historischen Perspektive nicht einmal physisch auf europäischen Märkten zu erwarten.

Und zwar ungeachtet der Preise, denn nochmals, es geht nämlich gar nicht mehr um Preise, sondern um die physische Präsenz des Produkts auf dem Markt. Es ist schlicht unbestreitbar: Die US-Produktion ist im Moment ganz schwer mit dem eigenen Überlebenskampf beschäftigt; und jegliche Überschüsse werden zu Premiumpreisen gierig von den südostasiatischen Märkten aufgesaugt – das hat dieser Winter mit seinen Spitzen-Spotpreisen recht anschaulich und überzeugend vorgeführt.

Folglich laufen alle Debatten um Nord Stream 2 tatsächlich auf die Frage des Transits hinaus. Und hier ist ziemlich klar, wofür die Biden-Regierung sich entscheiden wird, wenn sie zwischen den Beziehungen zu Deutschland und den Interessen der Ukraine wählen muss.



Etwas anderes anzunehmen wäre, mit Verlaub, etwas naiv, und man muss hier auch nichts erfinden – wir sollten dies als vollendete Tatsache annehmen. Der Zug ist abgefahren.

Nord Stream 2: Worum geht es wirklich im Streit zwischen den USA und Deutschland?
Nord Stream 2: Worum geht es wirklich im Streit zwischen den USA und Deutschland?
Und weiter dreht der Reigen.

Denn auf der anderen Seite hat diese Geschichte zum Leidwesen der derzeitigen ukrainischen Regierung eine andere, für sie recht unangenehme Fortsetzung. Das scheint die ukrainische Regierung übrigens auch selbst sehr gut zu verstehen – obwohl sie es anscheinend immer noch ein wenig unterschätzt.

Tatsache ist: Sobald der Ukraine nicht einmal "der gesamte Erdgas-Transit" entzogen wird, sondern "nur" sein "wesentlicher Teil" (denn ein gewisser Transit wird ihr zweifelsohne verbleiben, zumindest im Umfang des notorisch korrupten "Reversgas", also des Rückpumpens aus Europa), ist sie auch für unsere gemeinsamen transozeanischen "Partner" nicht mehr von wirtschaftlichem Interesse. Diese nämlich hielten zuvor mit den Händen der ukrainischen Führung die europäischen Energiemärkte in einem ziemlich schmerzhaften Griff. Und irgendwelche anderen wirtschaftlichen Interessen haben die USA an der Ukraine auch gar nicht, und das versteht ein jeder sehr gut. Politische Interessen haben sie dort wiederum schon, aber hier stellt sich eine "Kostenfrage": Die Eingeborenen müssen für ihre "Wahl der Zivilisation", wie man weiß, selbst bezahlen. Und wenn sie nicht zahlen können, dann ist das ihr Problem.

Und kommen Sie mir nicht mit irgendwelchen netten Geschichten über "Schwarzerden" und um eine angebliche "agrarische Supermacht": Sowohl die USA als auch Europa kämpfen aktiv um Absatzmärkte für ihre eigenen Landwirtschaftserzeugnisse und zahlen nicht weniger aktiv Subventionen an ihre eigenen Landwirte – und das alles doch ganz sicher nicht dafür, um ukrainische Produzenten glücklich zu machen. Das Thema ist gegessen.

Massiver Erdgas-Austritt aus Langstrecken-Pipeline in der Ukraine aus Russland nach Europa
Massiver Erdgas-Austritt aus Langstrecken-Pipeline in der Ukraine aus Russland nach Europa
Jedenfalls ist es eine Sache, wenn man gewissermaßen am Gashahn sitzt und alle denkbaren Möglichkeiten hat, die europäischen Energiemärkte zu beeinflussen.

Eine ganz andere Sache aber ist, wenn man auf einem Haufen veralteten Schrotts mit dem stolzen Namen Pipeline sitzt – und selbst dann, wenn man ein gewisses Volumen durch diese Schrottröhre durchleiten darf, dieses Volumen die Markt- und Preisgestaltung ungefähr gar nicht beeinflussen kann. Dies nicht zu verstehen, wäre ebenfalls gänzlich naiv.

Und so stellt sich denn heraus: Die Ukraine hat es nur in einigen wenigen Jahren nach dem Maidan-Putsch geschafft, sich selbst endgültig zu entwerten, und sich von einem (wenn man so will) Preis, um den die Europäische Union und die Eurasische Wirtschaftsunion am Ende von Janukowitschs Amtszeit wirklich gekämpft hatten, in eine unhandliche Last verwandelt. Und ihr weiteres Schicksal ist bei Fortbestehen einer solchen Lage ein sehr vages – tatsächlich zeichnen sich immer deutlicher Parallelen zu Afghanistan ab.

Auf Drängen der USA? Rücktrittsgesuch des ukrainischen Innenministers wirft Fragen auf
Auf Drängen der USA? Rücktrittsgesuch des ukrainischen Innenministers wirft Fragen auf
Das ist aber nicht so wichtig; alles oben Besprochene indes ist nur eine Frage der Zeit, nichts weiter. Und was konkrete Folgerungen angeht – es tut mir ja leid, doch wer seine Souveränität verloren hat und freiwillig ein Werkzeug im Spiel anderer wurde, für den ist es unangebracht, ausgerechnet Erdgasleitungen zu beweinen. Die Ukraine hat sich dieses Schicksal selbst ausgesucht, und wenn man sie jetzt von der anderen Seite des Ozeans anweist, die Klappe zu halten, sollte sie sich besser nicht dagegen auflehnen. Sie sollte aufpassen, ihre Lehnsherren nicht zu verärgern, denn sie haben im Moment zu viel um die Ohren, als dass sie sich um irgendwelche Verlierer kümmern würden. Zumal diese Verlierer es fertiggebracht haben, wirklich alles zu verspielen – einschließlich der natürlichen Vorteile ihrer eigenen geografischen Lage. Es ist ganz einfach: Man braucht in einem Zug, der gerade auf Anweisung der Obrigkeit auf einem Abstellgleis abgestellt wurde, nicht zu fragen, wohin die Fahrt geht.

Aus welchen Gründen dieser Zug dort abgestellt wurde, geht Kiew nichts mehr an. Wenn jemand endlich die Zeit entbehren kann, sich darum zu kümmern, geht es ja vielleicht wieder irgendwohin. Und wenn nicht, wird der Zug eben zum Abzahlen von Schulden in Einzelteile zerlegt.

RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Übersetzt aus dem Russischen. Dmitri Lekuch ist ein russischer Unternehmer (Werbeindustrie), Prosaautor, Publizist und Journalist sowie politischer Beobachter bei RIA Nowosti. Er erforscht zudem das Phänomen der osteuropäischen Fußballfan- und Hooliganbewegungen.

Mehr zum Thema – Ein Pakt zum Plündern: Die Einigung zwischen den USA und der Bundesrepublik zu Nord Stream 2  

25.07.21 19:25
1

931 Postings, 1063 Tage DocMaxiFritzGas über Ukraine? Wozu den das?

Gastransit durch Ukraine: Gazprom dementiert angeblich überhöhtes Kaufangebot an Kiew
25 Juli 2021 13:00 Uhr
Nachdem Gazprom eine Erhöhung des Gastransits durch die Ukraine angekündigt hatte, sagte das ukrainische Unternehmen Naftohas, die russischen Kaufbedingungen des Gases seien für die Ukraine inakzeptabel. Der russische Konzern dementierte, es gebe bislang kein Kaufangebot an Kiew.
Gastransit durch Ukraine: Gazprom dementiert angeblich überhöhtes Kaufangebot an KiewQuelle: Sputnik
(Symbolbild)
Am Samstag präzisierte der russische Energiekonzern Gazprom den Kommentar des Leiters vom Unternehmen Alexei Miller über mögliche Aufstockungen des Gastransits durch die Ukraine nach dem Jahr 2024. Die Erklärung Millers betreffe nur mögliche Lieferungen an EU-Unternehmen im Rahmen neuer Verträge. In der entsprechenden Erklärung des bedeutendsten russischen Gas-Produzenten und -Exporteurs heißt es:    

"Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass niemand der Ukraine angeboten hat, russisches Gas zu kaufen. Der Kommentar des Gazprom-Vorstandsvorsitzenden Alexei Miller richtet sich an unsere Partner aus den EU-Staaten, vor allem aus Deutschland."

Der russische Konzern teilte außerdem mit, dass er sich in diesem Zusammenhang unter anderem um die Dekarbonisierung der EU-Wirtschaft bemühe.

Am Donnerstag hatte Alexei Miller erklärt, er schließe eine Erhöhung des Gastransits durch die Ukraine nach dem Ablauf des geltenden Vertrags im Jahr 2024 nicht aus. Diese Möglichkeit sollte jedoch zu Marktkonditionen und zu Marktpreisen erörtert werden. Er stellte fest, dass Nord Stream 2 die europäischen Verbraucher aufgrund einer kürzeren Lieferroute mit billigerem Gas versorgen könne. Die neue Pipeline-Erweiterung garantiere außerdem die Einhaltung moderner Umweltanforderungen, denn die dort erzeugten CO₂-Emissionen seien aufgrund der geringeren Anzahl von Kompressor-Stationen fünfmal so gering wie auf der Transitroute durch die Ukraine.

Gazprom kann Volumen des Gastransits durch Ukraine erhöhen
Gazprom kann Volumen des Gastransits durch Ukraine erhöhen
Als Reaktion auf die Verlautbarung des Gazprom-Chefs erklärte der Naftohas-Vorstandsvorsitzende Juri Witrenko, das Angebot des russischen Energiekonzerns, den Gastransit durch die Ukraine aufrechtzuerhalten durch im Vergleich zum Transiterlös ungünstige Gasankäufe  der Ukraine aus Russland sei schlichtweg inakzeptabel. Darüber hinaus sagte Witrenko, Kiew könne ohnehin Garantien Moskaus nicht mehr vertrauen. Die beste Garantie für die Aufrechterhaltung des Gastransits sei die Auslastung des ukrainischen Gasnetzes durch Lieferungen an EU-Unternehmen.

Die Pipeline Nord Stream 2 verläuft von Wyborg in Russland durch die Ostsee bis nach Lubmin bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Sie soll künftig 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr von Russland nach Deutschland befördern und damit zur Sicherung der Energieversorgung einen wichtigen Beitrag leisten. Der erste Strang der Doppelrohr-Pipeline ist bereits verlegt, der zweite soll voraussichtlich bis Ende August fertiggebaut werden.

Mehr zum Thema - Deutschland, USA, EU und Nord Stream 2 – Die Ukraine am Ende ihres Weges zur Irrelevanz

 

25.07.21 20:05

931 Postings, 1063 Tage DocMaxiFritzGazprom weiß es am besten

24. JULI, 19:58 UHR
Gazprom hat der Ukraine nicht angeboten, russisches Gas zu kaufen, sagt das Unternehmen
Zuvor sagte der CEO von Naftogaz der Ukraine, dass die Vorschläge von Gazprom, den Transit durch die Ukraine im Austausch für ungünstige Käufe von russischem Gas für das Land aufrechtzuerhalten, inakzeptabel sind

MOSKAU, 24. Juli. /TASS/. Gazprom habe der Ukraine nicht angeboten, russisches Gas zu kaufen, teilte die Gasholding am Samstag nach einer Erklärung von Yuriy Vitrenko, CEO von Naftogaz der Ukraine, mit.

Der russische Gasriese sagte auch, dass sich die Kommentare seines CEO Alexei Miller zum Transitvolumen durch die Ukraine nach 2024 auf Käufe aus der EU im Rahmen neuer Verträge bezogen.

„Wir haben uns mit der Aussage von Yuriy Vitrenko, Vorstandsvorsitzender der ukrainischen Naftogaz, vertraut gemacht. Bitte beachten Sie, dass niemand der Ukraine angeboten hat, russisches Gas zu kaufen. Der Kommentar von Alexey Miller, Vorstandsvorsitzender von Gazprom, wurde angesprochen an unsere Partner aus den EU-Staaten, vor allem Deutschland", sagte die Informationsabteilung der Gasholding in einem Kommentar.

Die Gasholding stellt klar, dass "es das Transitvolumen durch die Ukraine nach 2024 gemäß dem neuen Volumen des Kaufs von russischem Gas durch Unternehmen aus den EU-Ländern im Rahmen neuer Verträge betrifft".

"In diesem Zusammenhang machen wir uns auch Sorgen über die Dekarbonisierung der Wirtschaft der Europäischen Union", sagt das Unternehmen.

Am Donnerstag sagte Miller gegenüber Reportern, dass er die Möglichkeit einräumt, das Gastransitvolumen durch die Ukraine nach Ablauf des Vertrags über die Gasförderung im Jahr 2024 über die aktuellen Verpflichtungen hinaus zu erhöhen. Dieses Problem sollte jedoch zu Marktbedingungen und zu Marktpreisen gelöst werden. Miller sagte Reportern. Er betonte, dass die Beteiligung der deutschen Partner am Verhandlungsprozess angesichts der skizzierten EU-Pläne zur Dekarbonisierung der Wirtschaft durchaus gerechtfertigt sei.

Am Samstag zuvor sagte Vitrenko in einem Kommentar zu Millers Worten, dass die Vorschläge von Gazprom, den Transit durch die Ukraine im Austausch für ungünstige Käufe von russischem Gas für das Land zu erhalten, inakzeptabel seien.

Der Pressedienst von Naftogaz berichtete, dass die Buchung der Kapazitäten des ukrainischen Gastransportnetzes durch europäische Unternehmen die beste Garantie für die Aufrechterhaltung des Transits des Landes sei. Zu diesem Zweck ist es notwendig, Transportpunkte für russisches Gas an europäische Käufer an die Ostgrenze der Ukraine zu verlegen. Gleichzeitig sollte Russland den Gastransit aus zentralasiatischen Ländern freigeben und privaten Unternehmen, die in Russland Gas produzieren, erlauben, ihr Gas zu exportieren.  

25.07.21 22:48

20 Postings, 165 Tage StockkeeperThumbs up Genero

Endlich jemand, der die Siruation realistisch sieht. Wenn die Welt am selben Strang ziehen würde könnte der Aussstoß von klimaschädliche Stoffen schnell und signifikant reduziert werden. Weltpolitisch gesehen ist dies jedoch schlichtweg unmöglich, Zusammenarbeit = eigene Schuldeingeständnisse sind unabhängig der Beweissituation ohnehin keinesfalls drin !!!
 

25.07.21 23:42
2

84 Postings, 84 Tage KorganBigBrother40 % weniger ist

60% zu viel co2 immer noch!

es ist doch klar
sobald etwas erfunden wird was kein Co2 produziert sind fossile SOFORT weg vom Fenster
(Atom, bessere Speicher, grüne Energien Ausbaue.. etwas neues )

es ist wie mit der Pferdekutsche

CO2 schadet dem Klima. (jetzt kommen eine paar sture Verschwörungstheoretiker )

SO SCHÖN DIE DIVIDENDE ausfallen kann
Fossile sind nicht die Zukunft. (das sehe auch ich als Aktionär)

die Gefahr dass es schon morgen auf Null fällt ist meiner Meinung nach leider gegeben,

entweder Politisch und eben wegen Erfindungen.

daher immer Obacht und nicht zu viel von Raider Euphorie blenden lassen

 

26.07.21 07:14
1

7557 Postings, 7696 Tage ByblosDann kauft Deutschland einfach russische

Flüssiggas und Ruhe is.
Kann ja wohl nicht sein, das jetzt die Ukraine mit Störenfried Polen weiter gegen die NS2 wettert.
Warum hat Russland / Gazprom nicht stärker ain Flüssiggastanker investiert.
Die können in WHV anlanden und das Gas kann in die Speicher rund um Horsten eingelagert werden.
Vielleich hätten die Polen und die Ukraine ja versucht eine Seeblockarde zu machen :-)
Jetzt wird durch die tolle EU geprüft.

Meine Meinung, keine Handelsempfehlung!  

26.07.21 08:02

237 Postings, 2167 Tage phönix555Kompromiss um Nord Stream 2

Sendung auf Deutschlandfunk: heute um 10:08 Uhr
Kontrovers


Politisches Streitgespräch mit Studiogästen und Hörern

Kompromiss um Nord Stream 2 ? Schmutziger Deal zulasten Europas?  

26.07.21 08:29
7

11 Postings, 18 Tage Genero@SK und KBB

So richtig habt Ihr das nicht verstanden. CO2 ist überhaupt nicht schädlich und der CO2 Reduktions-Hype ist eigentlich ein "Spart endlich Energie"-Hype, damit wir autark von anderen Staaten werden (finde ich ok).

So etwas kann man halt weder auf der Weltbühne groß kommunizieren (sonst würden die Energielieferanten extrem wachgerüttelt, natürlich sind die auch nicht naiv - es ist halt jetzt ein Wettlauf), noch dem nur durchschnittlich intelligenten Erdbewohner nahebringen. Wir profitieren mit Gazprom eben überdurchschnittlich davon, dass hier das CO2 Schreckgespenst aufgebaut wurde.

Energiesparen an sich ist ja nichts Schlechtes, aber jeder erinnert sich an den Aufschrei von energiesparenden Leuchtmitteln (jetzt unabhängig davon, dass gerade im Winter die Wärmeabgabe einer normalen Glühbirne kein Verlust ist) und Staubsaugern (bei gleicher Saugleistung ist Energiesparen aber ebenfalls gut), oder energiesparende Autos (und damit meine ich nicht mal EVs, vernünftige Größe, Gewicht, Rekuperation reicht da schon). Es gibt eine gewisse Klientel, die wollen sich Energiesparen nicht vorschreiben lassen und die machen das auch nicht eigenständig im vernünftigen Rahmen.

Die Primärenergiereduktion ist das wahre Ziel (bis 2050 auf 7,2 Petajoule! - das ist fast eine Halbierung vom jetzigen Vor-Corona-Level), nicht die vorgeschobene CO2 Reduktion. Es wäre viel sinnvoller den tatsächlichen Energieverbrauch (kWh) gleich hoch zu bezahlen - egal aus welcher Quelle - hier würden sich dann in jedem Bereich die energieeffizientesten Technologien durchsetzen. Aber das ist dem Durchschnitts-Laien/Bürger wissenstechnisch gar nicht zu vermitteln.  

26.07.21 08:29
1

5121 Postings, 788 Tage immo2019GAZ ist durch den Sturm

NS2 ist nun durchgewunken nun muss man nur noch abwarten bis NS2 tatsächlich in Betrieb geht was ja nicht mehr lange dauern wird
 

26.07.21 09:33
1

108 Postings, 96 Tage Misfit@genero Ein interessanter Gedanke

Der CO2- Reduktionshype als verstecktes Eingeständnis interessierter Industriestaaten, dass Energieknappheit das Zukunftsthema schlechthin ist?
Bei dem sie selbst nicht gut abschneiden?
Eine sehr interessante These, die vieles erklären würde.
Gleichzeitig bekräftigt deine Annahme meine Feststellung, dass ein Geld, welches mit Rohstoffen oder Energieträgern unterlegt ist, zukünftig das Geld mit der größtmöglichen Stabilität und Funktionalität wäre.
Beides zusammen, begrenzte Ressourcen und Probleme im Geldsystem, lassen ein Investment in Gazprom meiner Meinung nach noch lukrativer erscheinen.
Dass ich den CO2- Unsinn einmal als Katalysator meiner Geldanlage verstehen könnte, hätte ich auch nicht gedacht.
Aber selbst dann, wenn die Geschichte nicht stimmt:
Eine schöne Geschichte ist es allemal.
 

26.07.21 10:35
3

108 Postings, 96 Tage Misfit@Byblos Flüssiggas ist, energetisch

betrachtet, die schlechtere Lösung. Für die Verflüssigung, Wiedervergasung und für den Transport, werden enorme Mengen Energie benötigt, entstehen höhere Kosten, als für den Pipelinebetrieb. Das eben ist ja eines der Probleme, das Gegner von Nordstream 1 + 2 mit der direkten Anbindung Westeuropas an russisches Erdgas haben!
Außerdem haben Russland und Gazprom in die Flüssiggas- Industrie investiert:
https://www.youtube.com/watch?v=X82Yo5z_4Os  

26.07.21 12:44
4

10289 Postings, 1768 Tage raider7Was auffält ist dass Gazprom

seine Gaspreise oben hällt und das schöne ist Europa muss bezahlen..

https://www.theice.com/products/27996665/...res/data?marketId=5285043  

26.07.21 13:28

51966 Postings, 2619 Tage Lucky79WIR sind Europa...

also direkt unser Nachteil...  :-|

 

26.07.21 14:12
3

108 Postings, 96 Tage MisfitRaider7 wird in diesem Leben

nicht mehr verstehen, dass gute Geschäfte auf Augenhöhe stattfinden. Fühlt sich einer der Geschäftspartner erpresst, ist es kein gutes Geschäft!
Russland und Westeuropa würden nicht seit Jahrzehnten verlässliche Geschäfte machen, wenn nicht beide Seiten davon profitieren würden!
Was auch der Grund dafür ist, das es schlichtweg idiotisch ist, Russland eine Erpressung Europas mittels seines Erdgases anzudichten
Europa braucht Gas. Russland braucht Geld für Importe.
So einfach ist das.  

26.07.21 14:34
3

11 Postings, 18 Tage Genero@Lucky79

Ganz grob abgeschätzt tragen 50 Millionen Haushalte in Europa die Gaspreiserhöhung mit. Das sind bei halber Gewinnausschüttung rund 500 ADRs, die Du halten musst, damit die Mehrkosten individuell für Dich über Dividende ausgeglichen sind (Anzahl Aktien in ADR/Anzahl Mehrpreis Zahlende/50%). Für jeden mit mehr als etwa 500 ADRs sind steigende Gas-Preise also finanziell positiv (selbst wenn er selbst mehr zahlt), darunter negativ, bei 500 ADRs/Individuum gleicht es sich aus.  

26.07.21 15:14
1

57760 Postings, 4297 Tage meingottraider denkt auch

dass Gzp den Gaspreis macht.
Er ist halt ein Träumer in einer Traumwelt  

26.07.21 17:34

51966 Postings, 2619 Tage Lucky79Zitronenfalter falten Zitronen...

26.07.21 17:37
2

51966 Postings, 2619 Tage Lucky79#63929 hab ich locker... :-)

zudem heiz ich neben Gas auch mit Solar... :-D  

26.07.21 18:43
3

10289 Postings, 1768 Tage raider7Was mich zur Zeit stark interessiert

sind die stark ansteigenden Gaspreise und das Mitten im Sommer..

Das dürfte den Gewinn von Gazprom explodieren lassen

https://www.theice.com/products/27996665/...res/data?marketId=5285043

Mit den gleichzeitigem Robusten Öl anstieg wäre alles Perfekt.

Wieviel Gazprom verdienen wird in 2021

Sehr sehr sehr viel..  

27.07.21 00:30
2

108 Postings, 96 Tage MisfitCash is king

In China läuft es nicht rund. In den USA halten nur wenige große Unternehmen die Indizes oben. In Europa stehen die Zeichen auf einen ruppigen Herbst, nicht zuletzt wegen des zunehmenden Widerstands gegen die Coronapolitik. Letztere schreckt nicht vor dem Gedanken an einen weiteren Lockdown im Herbst zurück, während Impfunwillige ihre Grundrechte einfordern. Dass in dieser Großwetterlage die Grünen mit ihrer Energiepolitik faktisch die Deindustriealisierung Deutschlands anstreben, macht die Aussichten auch nicht besser. Eine angestrebte Halbierung des Strombedarfs, folgt man einer Studie des DIW, ist ohne eine deutliche Reduzierung der Industrieproduktion und ohne Einschnitte in die Individualmobilität, auch und gerade in die elektrische, nicht vorstellbar.
In einer solchen Gemengelage werde ich mich mit weiteren Investitionen zurück halten. Eine Korrektur, von der niemand weiß, wie stark diese sein wird, ist mehr als überfällig. Und auch an Gazprom wird das nicht ohne Spuren vorüber gehen. Weitere Käufe erst nach der Korrektur. Ab sofort ist für mich Cash der King. (Die Dividende ist in diesem Zusammenhang doppelt willkommen.)

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/...ng-strom-mangel-wirtschaft/  

27.07.21 06:28

931 Postings, 1063 Tage DocMaxiFritzGP=schneller, weiter, stärker

26.07.2021 ‧ Thorsten Küfner
Gazprom: Es wird weiter gekämpft
+0,16 %
Gazprom
Gazprom Nord Stream 2
 
Nachdem die USA ihren hartnäckigen Widerstand aufgegeben haben, dürfte Gazprom seine zweite Ostsee-Pipeline bald fertigstellen und anschließend in Betrieb nehmen. Nun hat jedoch die Ukraine wegen dieses deutsch-amerikanischen Deals zu  Nord Stream 2 Konsultationen auf EU-Ebene beantragt. Wie eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag mitteilte, beruft sich das Land dabei auf die Artikel 274 und 338 des 2014 geschlossenen Assoziierungsabkommens.

In ihnen ist unter anderem festgelegt, dass sich die Vertragsparteien bemühen, sich bezüglich der Entwicklung der Gasfernleitungsinfrastrukturen "gegebenenfalls gegenseitig zu konsultieren oder abzustimmen". Zudem heißt es dort: "Die Vertragsparteien arbeiten in Fragen, die den Handel mit Erdgas, die Nachhaltigkeit und die Versorgungssicherheit betreffen, zusammen."


Im jahrelangen Streit um die deutsch-russische Ostseepipeline hatten Berlin und Washington am Mittwoch einen Durchbruch verkündet, der eine Fertigstellung der Gasleitung ermöglichen soll. In Ländern wie der Ukraine und Polen stößt die Einigung allerdings auf Kritik. Die beiden Länder warnten am Donnerstag, die Vereinbarung habe eine "politische, militärische und energietechnische Bedrohung für die Ukraine und Mitteleuropa geschaffen". Zugleich erhöhe sie das Potenzial, dass Russland die Sicherheitslage in Europa weiter destabilisiere. Die bisherigen Vorschläge reichten nicht, "um die Bedrohungen durch Nord Stream 2 wirksam einzudämmen".

Die beinahe fertiggestellte Ostseepipeline soll russisches Gas nach Deutschland bringen - unter Umgehung der Ukraine, die auf die Einnahmen aus dem Gas-Transit angewiesen ist. Die USA hatten Nord Stream 2 jahrelang kritisiert und sind weiter gegen das Projekt, wollen nun aber auf weitere Sanktionen verzichten. Die Einigung sieht unter anderem vor, dass der Ukraine dabei geholfen werden soll, dass sie ein Gas-Transitland bleibt. Zudem muss Russland mit Sanktionen rechnen, sollte es die Abhängigkeit anderer Länder von Energielieferungen als Druckmittel einsetzen.

Ob dem Wunsch der Ukraine nach Konsultationen nachgekommen wird, blieb am Freitag zunächst unklar. Man erörtere den Antrag derzeit intern, sagte die Sprecherin.

Gazprom (WKN: 903276)
Nord Stream 2 ist und bleibt ein politisch hochbrisantes Thema. Letztlich wird die zweite Pipeline aber höchstwahrscheinlich dafür sorgen, dass Gazproms Marktmacht in Europa weiter wächst. Da dies auch in China allmählich geschieht, sind die Aussichten für den weltgrößten Erdgasproduzenten gut. Mutige Anleger können sich die enorm günstig bewerteten Dividendentitel nach wie vor ins Depot legen (Stopp: 3,60 Euro). GP G  

Seite: Zurück 1 | 2 | 3 | 4 |
2556 | 2557 | 2558 | 2558  Weiter  
   Antwort einfügen - nach oben