hier habe ich es einmal idealtypisch dargestellt. Wir legen zugrunde, dass ein Kurs nur dann steigen "darf" (wird), wenn die shares unter Nachfrage stehen (blaue Linie steigend). Kippt die Nachfrage in ein überwiegendes Angebot, stoßen Leute ihre shares ab, was ein Zeichen von etwas "ungutem" sein kann, wissen sie vielleicht mehr als ich? oder aber es sitzt irgendwo einer, der shares in den Markt dumpt, auf die Köpfe der Kleinanleger, vielleicht ein "Insider"? der mehr weiß als ich? wie auch immer... Angebotszunahme führt in jedem Fall zu einem sinkenden Kurs und darf als die Ursache dafür aufgefasst werden.
Soweit, sogut, nun kommt der Wes'sche Schwellenwert hinzu, der definiert, ab welchem Mindestinteresse ich (als Kleinanleger) bereit bin, diesen Wert überhaupt zu kaufen. Denn ich kaufe und halte ihn logischerweise nur dann, wenn sein Kurs in einem Aufwärtstrend liegt. Seitwärts verdiene ich nichts und abwärts büße ich Geld ein. Das will niemand.
Wenn ich nun die letzten 8 Monate Green betrachte, muss ich gar nicht in "hektische Betriebsamkeit" verfallen, denn es gibt nur 2 Kaufsignale in 8 Monaten. Eines Ende Nov. 2011 und eines Mitte Ende März 2012. Die Zeiten, in denen die Nachfrage unterschwellig ist, sind für mich als Kleinanleger uninteressant, da in ihnen der Kurs mit Sicherheit nicht nachhaltig steigt (außer "bottom bounce", aber "bottom bounce" ist was für risikofreudige Trader nicht für "longies"). Der Kurs wird, im Gegenteil, unter überwiegendem Angebot eher absinken auf tiefere Werte, tiefer und tiefer... so dass sich meine Verluste immer mehr ausweiten und der Schmerzpegel langsam zunimmt.
Kaufe ich "auf Schwellenwert" (Schnittpunkt), gebe ich dem Kurs eine Chance und verschiebe die Erfolgswahrscheinlichkeit auf Gewinn erheblich zu meinen Gunsten, als wenn ich zu einem beliebigen Zeitpunkt einkaufe, sozusagen "wahllos" oder wenn es in den threads rumort, nachdem der Kurs bereits längst überkauft ist ("4.00"). Bleibt der Geldfluss in den Wert hinein erhalten, so darf ich annehmen, dass auch der Kurs steigen wird (darf). Wie zur Zeit des 29. Nov. 2011. Man sieht also, dass der Kurs nicht die Ursache ist, sondern lediglich ein Symptom. Wie die "Flecken" auf der Haut bei manch Erkrankungen, deren Ursach aber nicht die Flecken selbst sind, sondern vielleicht etwas ganz anderes, vielleicht "inneres", wo hingegen die Flecken nur dessen Begleiterscheinung sind. Es kann mir also eigentlich auch egal sein wie hoch der Kurs ist (überspitzt formuliert), wenn ich ihn zum rechten Zeitpunkt bediene und zwar genau dann, wenn er den Schwellenwert nach oben überschreitet und über ihm bleibt und sonst nicht.
Ein Freund von mir wollte mir das partout nicht glauben, er hatte gelernt, das Charttechnik etwas "dummes" sei, was er nicht zum verdienen verwenden könne, wie "Glaskugelkunst". Man hatte ihm das in threads eingeprügelt. Daraufhin bot ich ihm eine Wette an, ich lud ihn nach Hause ein und er sollte mir 10 beliebige Werte benennen, die ihn jüngst begeistert haben (schöne Aufwärtstrends). Ich bot an, im die exakten Kaufkurse zu benennen und zwar auf den Tag/Woche genau, *ohne* den Kurs jemals gesehen zu haben (ohne Schummeln). Wir charteten daraufhin die Werte mit abgedecktem Kursfenster und benannte ihm jeweils die optimalen Einstiege nach der Schwellenwertanalyse. Danach verglich er die Tage mit dem Kurs und endlich, war er geneigt es auch zu glauben, was sich in sichtlichem Erstaunen äußerte. Fassungslosigkeit wäre treffender. Die Tage fielen genau in den Fuß der jeweiligen Aufwärtstrendphasen. Dann hat er doch noch gedacht, ich schummel irgendwie und wir haben ein Wochenende mit 136 Werten seiner Wahl wiederholt. Nach der "statistischen Absicherung", immer ohne den Kurs ein einziges Mal gesehen zu haben, die ihm dennoch immer wieder den optimalen Einstieg lieferte, hat er dann endlich auch innere Zweifel beiseite gelegt. Fortan begann er erhebliche Gewinne in Aktien zu generieren, etwas was ihm zuvor fremd war, da er immer dann gekauft hatte, wenn es in den threads "laut" war und der Kurs schon viel zu hoch oder gar in einem Abwärtstrend.
Nun hier hat der Wert insgesamt nicht sehr viel hergegeben, einmal +20% und einmal +/-0. Der Kurs fiel ansonsten aber auch in einer Tour, so dass es nur zu Schmerzen geführt hätte, hier am Stück zu halten. Die Schwellenwertanalyse verbot dieses Vorgehen auch. Die jeweiligen Verkaufsignale ergeben sich nicht aus diesem Chart, da ihn das überlastet hätte. Aber es ist unschwer zu schlussfolgern, dass die besten Verkaufszeitpunkte mit dem absoluten Hoch der Nachfrage zusammenfallen (etwa Anfang Dezember vom 29.11. aus gesehen, der peak in blau, Kurs vergleichen) Diesen Verkauf realisiere ich (falls drinn), auch wenn es in threads heißt "10.00 bald", "vergiß die Charttechnik!" "sie funktioniert hier nicht"
Die Position im grünen zu schließen, versetzt mich in die -einmalige Lage- zu einer Randgruppe zu gehören, die hier tatsächlich charttechnisch inspiriert, einen Gewinn realisert und davongetragen haben würde. Ebenso zeigt die zweite Kauffreigabe ab 21.03.2012, dass man meistens, wenigstens zu +/-0 wieder rauskommt, wenn es nicht klappt. Dies ist schon ein Zeichen von "Stärke", wenn die Kurse sonst nur fallen. Es schützt mich weitestgehend vor herben Verlusten in der Region -10,20,30% und aufwärts. Spätestens wenn die Nachfrage wieder unerschwellig wird (am 17.04.2012!) ist die Position aus dem Depot entfernt. Meistens viel eher, da dies nicht die höchsten Kurse repräsentiert. Es repräsentiert aber die "Erlaubnis" diesen Wert überhaupt zu halten (und ihm eine Chance zu geben). Warte ich zögerlich, "hmm... ob der Wes nicht nur dummes Zeug erzählt, um die Leute an der Nase herumzuführen..." nur z.B. 2-3 Wochen länger (mit unterschwelliger Nachfrage) kann es passieren, dass fix -30-50% weg sind. Daher ist diese Vorgehensweise an absolute Disziplin gebunden. Zögere ich, da es heißt, "bald 100.00/share" "die Charttechnik funktioniert hier nicht", "du wirst noch staunen", macht der Markt Wurstscheiben aus mir und ich ärgere mich ggf. im Nachhinein. Im Umkehrschluss wird dieser Wert niemals nachhaltig steigen, ohne dass die Nachfrage über dem Schwellenwert liegt und bleibt. Es lässt sich also bequem abwarten, bis dies wieder der Fall sein würde. Ist es niemals der Fall, wird der Kurs niemals nachhaltig steigen. (Das schlussfolgere ich aus den Untersuchungen der letzten Jahre und betrachte es als statistisch abgesichert, zumindest fährt man damit nicht schlecht)
Außer ein "Aufpoppen" vom absoluten Boden aus, den ich mit der Methodik nicht fassen kann. Aber solch waghalsige Manöver sind zumeist gar nicht mein Ziel als unbedarfter Kleinaktionär, ich möchte ja keinen akrobatischen Kunstflug in halsbrecherischen Manövern absolvieren, sondern etwas (vielleicht auch länger) "halten" und beständig etwas daran verdienen. Dazu brauche ich nicht unbedingt einen "bottom bounce" nach kollossalem Abschmieren zu erwischen. Ein schlichter Aufwärtstrend genügt.
Ich wünsche viel Erfolg!
N8! & Gruß
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Angehängte Grafik:
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