Der USA Bären-Thread

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neuester Beitrag: 23.05.24 16:28
eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 156396
neuester Beitrag: 23.05.24 16:28 von: Bamzillo Leser gesamt: 22900537
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10.03.23 10:17
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80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingBanken dürften weiter fallen

Goldman trommelt, dass Muppets den "Dip" kaufen sollen...

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https://www.cash.ch/news/top-news/...rend-bankaktien-zu-kaufen-581598

Banken
Goldman Sachs empfiehlt jetzt gegen den Trend Bankaktien zu kaufen

Die heftige Kurskorrektur bei den Bankaktien ist gemäss Goldman Sachs übertrieben, und die Schwächephase sollte genutzt werden, um Finanztitel zu kaufen.

Das Risiko ist gering, dass eine grosse US-Bank aufgrund von Inkongruenzen bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten oder konzentrierten Positionen in Wertpapierportfolios ein "Kapital- oder Liquiditätsereignis“ erleidet, schreiben Kreditstrategen von Goldman Sachs in einer Notiz am Donnerstag nach dem Ausverkauf von US-Bankaktien.

[A.L.: Das geschraubte "Inkongruenzen"-Gelaber halte ich für gequirlten Unfug. Fakt ist, dass Banken die wegen Inflation stark gefallenen Anleihen in ihrer Bilanz mit "mark to market" bewerten müssen. Nur die Fed darf sich "mark to fantasy" erlauben. [# 070)]

US-Bankaktien und Anleihen schwächten sich am Donnerstag ab, nachdem die SVB Financial Group neue Aktien ausgegeben hatte, um ihre Kapitalposition zu stärken [# 074, 075]. Das verschreckte die Investoren weltweit. "Eine Ansteckung von kleinen auf grosse Banken ist angesichts des geringen Anteils regionaler Banken am Markt für Qualitätsanleihen gering“, schrieben die Strategen. "Wir bekräftigen unsere Empfehlung zur Übergewichtung des Sektors und würden jeden grossen Ausverkauf als Gelegenheit nutzen, um das Risiko zu erhöhen.“

[A.L. Klingt für mich wie Ben Bernankes Fehlprognose aus 2008: "Subprime bleibt auf Suprime beschränkt". Wenn erst einmal Illiquidität wegen Vertrauenschwund aufkommt, arbeit sich dieses Misstrauen "die Kette hoch"]

Jüngster Problemfall ist die Silicon Valley Bank, die sich auf Startup-Kredite spezialisiert hat und gezwungen ist, neue Aktien über 2,25 Milliarden Dollar auszugeben, um Abschreibungen in ihrem Portfolio aus US Treasuries und Hypothekenwertpapieren auszugleichen. Die SVB-Aktie sackte um 60 Prozent ab. [Chart in # 074] Erst diese Woche hatte die Kryptobank Silvergate Capital ihre Pforten geschlossen, ebenfalls wegen massiver Einlagenabflüsse.  

10.03.23 10:21
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80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingUnd damit haben wir auch schon die "Turbulenzen"

die gemäß Murphy's Law - siehe # 072, 073 - zu erwarten waren.  

10.03.23 20:00
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4876 Postings, 2834 Tage KatzenpiratDie Silicon Valley Bank steht vor dem Aus

Krise der Silicon Valley Bank in den USA erschüttert ganzen Bankensektor

Eine Schieflage der kalifornischen Silicon Valley Bank (SVB) hat den gesamten Bankensektor angesteckt und lauernde Probleme zum Vorschein gebracht. Die Tageszusammenfassung.
https://www.cash.ch/news/top-news/...in-den-usa-um-was-geht-es-581850

 
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10.03.23 20:12

4876 Postings, 2834 Tage KatzenpiratSorry, Chart von gestern...

10.03.23 21:37
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80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingIst trotzdem schön, dass mal wieder

ein Horror-Chart gepostet wird. Und dann noch von einer Bank. Das ist Bärenfutter vom Feinsten.

Allerdings ist die Silicon Valley Bank nur ein Zwerg mit 16 Mrd. $ Marktkapitalisierung vor dem großen Kursrutsch. Die wird ganz einfach vom FDIC (US-Einlagensicherungsfonds) aufgefangen.

Um SIVB einordnen zu können, hier die Liste der größten Banken, sortiert nach market cap:

J.P. Morgan hat fast 400 Mrd. $ Marktkapitalsierung.  
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10.03.23 21:51
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80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingEs gibt allerdings ein Fundamental-Problem

dass alle Banken trifft.

Jede Bank, die in den Jahren der Tiefzins-Ära länger laufende Anleihen gekauft hat (Staats- oder Firmenanleihen), kommt wegen der inflationsbedingten Kursverluste dieser Anleihen unter Druck. Die (Fast?-)Pleite der SIVB rührt daher, dass sie mit Anleihen 1,8 Mrd. Verlust schrieb und dies mit einer Kapitalerhöhung ausgleichen wollte.

Am Tief der Bankenkrise im Frühjahr 2009 hatte die US-Regierung das Problem der faulen Anleihen einfach so gelöst, dass sie den Banken erlaubte, diese mit den Einstandspreisen zu bewerten (mark to fantasy). Sie hat also die FASB-Bilanzierungsregeln kurzerhand außer Kraft gesetzt. Das wird sie, falls es erneut erforderlich wird, sicherlich wieder machen. Allerdings erst, wenn sich die Börsen ausgekotzt haben.

Siehe dieses Posting von mir vom 18. April 2009:

https://www.ariva.de/forum/...en-thread-283343?page=1674#jumppos41861

Bei Anleihen guter Bonität (US-Staatsanleihen) ist es m. E. tolerierbar, wenn die Bilanzregeln kurzfristig schleifen gelassen werden, weil sie am Ende der Laufzeit ohnehin ziemlich sicher mit 100 % ausgezahlt werden. Die inflationsbedingen Absacker in den Jahren vor der Endfälligkeit sind daher bei Anleihen mit guter Bonität nur temporär. Kritisch wird es, wenn dies auch bei Junkbonds erlaubt wird (wie 2009 bei den Subprime-Anleihen). Aber auch das haben die Banken damals größtenteils überlebt. Allerdings nur, weil die Fed ihnen indirekt Geld für die Rekapitalisierung zuschanzte.  

11.03.23 00:42

80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingDiese Bank könnte nächster Pleitekandidat werden

Ticker FRC

 
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11.03.23 00:44

80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingHeute erst halbiert im Kurs, dann wieder gefangen

 
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11.03.23 10:54
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80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingBringt die SIVB-Schieflage eine neue Bankenkrise?

Die Silicon Valley Bank Group (SIVB) ist der größte Finanzierer von Startup-Unternehmen, speziell in der Bio-Branche. Wegen der Zinserhöhungen der Fed sind die von der SIVB gehaltenen Anleihen (Staats- und Unternehmensanleihen) deutlich im Kurs gefallen. Und zwar deshalb, weil es auf jetzt neu begebene Anleihen mehr Zinsen gibt.

Das ist für normale Großbanken - Bank of America z. B. hat dadurch Buchverluste von bislang über 100 Mrd. $ erlitten - kein ernstes Problem. Denn zum Ende der Laufzeit werden Anleihen in der Regel mit 100 % ausgezahlt, außer der Emittent ist dann pleite. Die Kursabsacker sind daher nur temporär.

Zwar müssen die Banken diese temporären Buchverluste bilanzieren (d.h. Verluste ausweisen), aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es später, wenn das Laufzeitende näher rückt oder die Leitzinsen erneut gesenkt werden, wieder entsprechende Gewinne geben wird.

Bei der SIVB beliefen sich die Buchverluste aus Anleihen auf etwa 20 Mrd. $. Das Sonderproblem der SIVB war, dass der Venture-Kapital-Guru Peter Thiel, der Startups berät, diesen empfahl, ihr Geld bei der SIVB abzuziehen. Als Begründung nannte er, dass der US-Einlagensicherungsfonds FDIC nur für Verluste bis 250.000 Dollar pro Konto haftet. Ein Startup, das Millionen bei der SIVB liegen hat, könnte allein dadurch pleite gehen, dass die SIVB über den Jordan geht.

Also zogen die Startup-Investoren in den letzten Wochen massenhaft Geld von der SIVB ab. Die Mittelabflüsse waren so groß, dass die Bank unterkapitalisiert war. Sie musste, um Mittel für die Auszahlungen zu generieren, einige ihrer im Kurs gefallenen Anleihen notverkaufen. Damit wurden die Buchverluste aber nun zu realen Verlusten in Höhe von 1,8 Mrd. $. Das Management der SIVB hoffte, sich über eine Kapitalerhöhung frisches Geld zum Ausgleich dieser Verluste besorgen zu können. Dies klappte jedoch nicht, weil die Bank bereits zu angeschlagen und das Vertrauen zu erschüttert war.

Deshalb hat der FDIC die Silicon Valley Bank am Freitag unter "Receivership" gestellt - eine Pleite-Zwangsverwaltung. Für normale Kunden bedeutet dies, dass sie bereits am Montag wieder Geld abheben bzw. ihre Mittel abziehen können. Allerdings nur bis 250.000 Dollar Obergrenze, weil mehr durch die FDIC nicht versichert ist.

Wie wirkt sich die SIVB-Krise auf die sonstige Bankenlandschaft aus?

Es gibt andere Wackelkandidaten wie die First Republic Bank (FCR) in San Francisco, deren Aktie am Freitag mit 50 % Minus eröffnete, am Ende des Handelszeit jedoch mit -20 % schloss (Chart in # 083). Ansteckungseffekte können daher gerade bei kleineren Banken mit hohen Anleihenbeständen sehr wohl auftreten.

Im Prinzip aber sind Banken durch die Reformen, die im Zuge der Bankenkrise 2008 eingeführt wurden, in der Regel gut kapitalisiert. Regelmäßige Stresstest beweisen, dass ihnen selbst in mittelschweren Rezessionen keine Pleite droht.

Großbanken genießen zudem das Vertrauen, dass der Staat sie im Zweifel immer noch wegen Systemrelevanz ausbailt (TBTF-Effekt). Bei kleineren Banken (wie der SIVB) könnten jedoch besorgte Firmenkunden ihre Mittel abziehen, so dass diese Banken Liquiditätsengpässe erleiden.

Bankenkrisen, die durch Mittelabflüsse verängstigter Kunden entstehen, sind zu 90 % Psychologie. Die FDIC-Garantien sollten nach meiner Einschätzung dafür sorgen, dass es zumindest bei kleineren Privatkunden keinen Bank Run geben wird.

Die Fed hat die Leitzinsen im letzten Jahr stark erhöht. Das ist für die Kurse von Anleihen, die in der Tiefzinsphase emittiert wurden, besonders schädlich. Man sollte aber nicht übersehen, dass die Fed damit auch wieder handlungsfähig geworden ist. Das Werkzeug Notfall-Zinssenkung ist jetzt wieder ein Joker (mit fundamentalen Auswirkungen), während in der Tiefzinsphase nur das eher stumpfe QE-Werkzeug (Anleihenaufkäufe) zur Verfügung stand. Wenn wirklich ernste Schieflagen bei den US-Banken drohen, würde die Fed die Zinsen wohl wieder "überraschend" drastisch senken.

Ein weiterer extremer Notnagel, der 2008/9 angewendet wurde, bestand darin, dass Banken die Anleihen in ihren Beständen mit dem Einkaufspreis ("mark to fantasy" statt "mark to market") bewerten durften. (Die Fed selbst macht "mark to fantasy" jetzt schon, sie hat ebenfalls hohe Verluste aus den QE-Aufkäufen von Anleihen aller Art, siehe # 069.) Bei den Geschäftsbanken ist die Aufweichung der FASB-Bilanzierungsregeln zwar Augenwischerei, aber Verluste aus gefallenen Anleihekursen müssen dann in den Quartalszahlen vorläufig nicht nicht mehr ausgewiesen werden - "pretend and extend".  

11.03.23 11:15
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80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingKursabstürze bei Wackelkandidaten

 
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11.03.23 11:17

80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingPacWest Banccorp

 
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11.03.23 11:57
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80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingHaben US-Großbanken SIVB bewusst attackiert,

um der SIVB Geschäftsanteile (Startup-Finanzierung) abzunehmen?

Diese These vertritt Zerohedge:

deepl+edit

https://www.zerohedge.com/markets/...ts-hours-leaving-it-negative-1bn

...Und nun die 64-Billionen-Dollar-Frage: Wurde der Bank-Run durch die versuchte Kapitalerhöhung der Bank ausgelöst - die auf einen bescheidenen Verlust von 1,8 Milliarden Dollar folgte (als die Bank ihre AfS-Bestände verkaufte, um ihre Liquidität zu erhöhen) - oder war er das Ergebnis eines externen Einflusses? Wie gestern berichtet, haben mehrere prominente Risikokapitalgeber - wie Peter Thiel - ihren Tech-Start-ups geraten, am Donnerstag Geld von der Silicon Valley Bank abzuziehen.  Hätte es den Bank-Run auch ohne ihr Drängen gegeben? Oder anders gefragt: Warum sollten einige der Venture-Kapital-Koryphäen [wie Thiel] einen Bank-Run aktiv fördern? Gestern haben wir eine mögliche Antwort vorgeschlagen.

...Bloomberg berichtet unter Berufung auf The Infromation: Es waren nicht nur die Peter Thiels dieser Welt:

https://www.bloomberg.com/opinion/articles/...ng-jpmorgan-but-not-svb

Prominente Risikokapitalgeber rieten ihren Tech-Start-ups, ihr Geld von der Silicon Valley Bank abzuziehen, während Mega-Institute wie JP Morgan Chase & Co versuchten, einige SVB-Kunden davon zu überzeugen, ihre Gelder am Donnerstag zu verlagern, indem sie die Sicherheit ihrer Vermögenswerte anpriesen.

[Frage A.L.: War Thiel etwa short auf die SIVB??]

Damit wir uns richtig verstehen: Die größte US-Geschäftsbank warb aktiv um die Kunden eines ihrer größten Konkurrenten und der sechzehntgrößten US-Bank (=SIVB), wohl wissend, dass die Einlagenflucht mit ziemlicher Sicherheit zum Zusammenbruch [dieser] Bank führen würde, die dank des Mindestreserve-Bankwesens nur über bescheidene Barmittel verfügte, um die [Auszahlung von] Einlagen zu befriedigen - sicherlich nicht genug, um 42 Milliarden Dollar an Einlagenabflüssen zu decken.

Jamie [Dimon, CEO von JPM, A.L.], der plötzlich neben Jes Staley als Schlüsselfigur im Jeff-Epstein-Skandal aufgetaucht ist, weiß das natürlich und wäre hocherfreut über ein Ergebnis, das zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: seinen Namen aus den Schlagzeilen zu nehmen und JPMorgan noch größer zu machen. Eigentlich drei Fliegen mit einer Klappe: Es war JPM, das im September 2019 die "Nicht-QE"-Liquiditätsspritze der Fed veranlasste, als die Bank "plötzlich" an ihre Reserven stieß. Wir bezweifeln, dass es JPM sehr stören würde, wenn Powell seine Zinserhöhungen beenden und QE als Folge einer Bankenkrise lockern/einführen würde, einer Bankenkrise, die Jamie mit ausgelöst hat.

Und während wir abwarten, ob Dimons Beteiligung am Epstein-Skandal nun aus der Medienberichterstattung verschwindet und ob Powell QE einführen wird, wissen wir eines mit Sicherheit: JPM war ein klarer und unmittelbarer Nutznießer des Zusammenbruchs von SIVB, denn an einem Tag, an dem alles zusammenbrach, war die JPM-Aktie eine der wenigen, die im Plus lagen...  

11.03.23 12:05
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80400 Postings, 7375 Tage Anti LemmingAnmerkung

Jeff-Epstein-Skandal = Jeffrey Epstein hatte vielen Prominenten gegen Bezahlung Sex mit Minderjährigen ermöglicht, u. a. auf seiner eigens dafür gekauften Privatinsel. Sogar Bill Clinton soll mehrmals dagewesen sein, eingeflogen mit Epsteins Privatflugzeug "Lolita Express". Laut ZH (oben) zählte offenbar auch JPMorgan-CEO Jamie Dimon zu Epsteins "Kunden".

Epstein, der mit seinem belastenden Wissen über verbotene Sex-Vorlieben Prominenter prahlte, wurde 2019 verhaftet und starb unter mysteriösen Umständen im Knast, angeblich Selbstmord, obwohl Gerichts-Ärzte bei Begutachten des Toten (erdrosselt) eher auf Mord tippten. Ich selber glaube, er wurde getötet, weil er zu viel wusste.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_Epstein  

11.03.23 17:36
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651 Postings, 3534 Tage MuBernd1.000 Millarden USD Kreditkartenschulden

Wie aussichtslos und marode das Finanzsystem ist, kann man an den Kreditkartenschulden der USA sehen.

Der aktuelle Zins liegt bei ca. 20% - das bedeutet eine unmittelbare Belastung der Verbraucher ohne Konsum und Verdopplung der Schulden in nächsten vier Jahren. Der in der Grafik dargestellte Rückgang zu Corona-Zeit waren die Geldgeschenke der US-Regierung und nicht die Verbraucher. Nun stehen die Konsumenten noch höher in der Kreide wie vor den Lockdown.

Sollte die FED weiter an der Zinsschraube drehen oder einfach nur den aktuellen Zins belassen, geht mehr kaputt, wie nur eine Bank in Kalifornien. Wir sind im Endspiel - siehe den exponentiellen Verlauf des durchschnittlichen Zinses für Kreditkartenschulden.  
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11.03.23 18:01
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5657 Postings, 1035 Tage isostar100kaninchen aus dem hut

o ja, mubernd, die schulden im us system werden immer mehr zum thema. zum alles dominierenden thema. pleite der silicon valley bank, erreichen der schuldenlimite und der kongress muss diese erhöhen, kreditkartenschulden(-falle), studentenschulden(-falle), um nur mal ein paar der drängendsten probleme zu nennen.

die usa drohen im schuldenstrudel gefangen zu werden - bloss haben die usa es bisher immer geschafft, die drängendsten probleme zu lösen und wie ein zauberer ein weisses kaninchen aus dem scheinbar leer hut zu zaubern. die frage ist, gelingt das ihnen diesmal wieder, wie schon so oft?

eine möglichkeit wäre, das die fed jetzt den zinserhöhungszyklus überraschend stoppt. als folge würde die inflation noch länger auf hohem niveau bleiben und die schulden rundherum elegant weginflationieren. ganz nebenbei würde auch die gefahr weiterer pleiten wie bei der svb stark sinken. ausserdem würde der dollarkurs sinken, was wiederum die exporte und somit die wirtschaft begünstigt.

würd mich nicht wundern, wenn die fed nächste woche ein pause bei den zinserhöhungen ankündigt. würd mich ganz und gar nicht wundern.
 

11.03.23 19:57
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651 Postings, 3534 Tage MuBerndKaninchen aus dem Hut

… nun die USA haben eigentlich nie ein Problem gelöst, sondern immer nur mehr Schulden gemacht und dafür gab es auch immer genug Gläubiger.
Was die Gläubiger angeht, tja der Markt trocknet aus, wie zur Corona-Krise 2020 und Finanzkrise 2008. Die FED war einer der wichtigsten Gläubiger und sie wird es bald wieder sein.

Der Verlauf ist ähnlich der Kurve in UK. Dort musste die Zentralbank bereits im letzten Herbst wieder einspringen.  
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11.03.23 20:53
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5657 Postings, 1035 Tage isostar100treasury liquidity

nun ja, sollten sich die republikaner querlegen und die anhebung des schuldenlimits blockieren, dann gibts einen technischen ausfall der treasuries bereist bevor die usa real zahlungsunfähig ist. sobald die zahlung von zinscoupuns nicht mehr als gesichert gilt müssen die ratingagenturen reagieren. und in dem moment möchte ich auch keine treasuries im depot haben.

spätestens gegen ende august sind alle buchhaltungstricks durchgespielt, gibts bis dahin keine anhebung der grenze müssen die ratingagentur einen möglichen ausfall der treasuries signalisieren. das heisst, das chaos könnte früher ausbrechen als die hillbilly-reps denken.

die spielen mit dem feuer, die trumpisten.  

11.03.23 21:20
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651 Postings, 3534 Tage MuBerndWelche Kraft hat ein Zins von 20%

Kreditkartenschulden wirken wie eine Kontoüberziehung. Eine Kontoüberziehung mit 2 Monatsgehälter und einem Zins von 20% lässt sich nicht mehr zurückzahlen - mathematisch unmöglich. Es sei denn man tilgt vom Ersparten - aber warum dann Schulden?

Das ist aber die Realität in den USA.

4000 Gehalt

Berechnung
- ohne weitere Konsumschulden (eher unrealistisch)
- ohne Tilgung (eher realistisch)

1. Jahr
8.000 Überziehung
1.600 Zins

2. Jahr
9.600 Überziehung
1.920 Zins

3. Jahr
11.520 Überziehung
2.304 Zins

4. Jahr
13.824 Überziehung
2.764 Zins

nach 4 Jahren
16.588 Überziehung (mehr als verdoppelt)

Im Mittelalter war ein solcher Zins Wucher, da der Schuldner seine Schuld niemals begleichen konnte. Ähnlich bei dubiosen und kriminellen Kredithaien. Wenn eine breite Bevölkerung einen solchen Zins ausgesetzt ist - dann haben wir bald wieder Zustände wie im Mittelalter.

Zum Vergleich:

November 2000
Federal Funds Effikive Rate: 6,52%
Interest Rate Credit Cards: 15,99%
Faktor 2,45

April 2007
Federal Funds Effikive Rate: 5,02%
Interest Rate Credit Cards: 13,59%
Faktor 2,70

November 2022
Federal Funds Effikive Rate: 3,78%
Interest Rate Credit Cards: 19,07%
Faktor 5,04 !!!

Der jetzige Kreditkartenzins hat sich zu 2000 mehr als verdoppelt und wir liegen immer noch deutlich unter dem FED Zins von 2000. Ich würde sagen, da ist eine ungeheure Risikoprämie für Kreditausfälle eingerechnet.

Der Aktienkurs von Mastercard und Visa kennt seit 2000 nur eine Richtung - steil nach Norden. Könnte bei der nächsten Rezessionen eine Shortidee sein - aber Vorsicht, es drohen wieder Geldgeschenke von der Regierung.
 
Angehängte Grafik:
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11.03.23 21:46

651 Postings, 3534 Tage MuBerndKleine Korrektur

Soll heißen:

Der jetzige Faktor zum Kreditkartenzins hat sich zu 2000 mehr als verdoppelt und wir liegen immer noch deutlich unter dem FED Zins von 2000. Ich würde sagen, da ist eine ungeheure Risikoprämie für Kreditausfälle eingerechnet.  

11.03.23 22:10
2

6541 Postings, 5101 Tage Murmeltierchensteigende zinsen u.s.

mr. dax -dirk müller hat schon vor jahren die kommenden steigenden zinsen in u.s. als auslöser einer schwerwiegenden- der schwerwiegensten !!- krise überhaupt ausgemacht.

es geht um hegemonie seiner meinung. china hat sich massig mit krediten ( zum nullzins) in u.s. verschuldet, sozusagen der wachstumsmotor - das dope für ihr system. steigende zinsen bereiten dem ein ende und schlimmernoch bringen das kartenhaus chinas zum zusammenbruch.

die amis leiden natürlich ebenso unter den steigenden zinsen aber da es dollarschulden sind , sind sie in einer etwas besseren position und hoffen(spekulieren) nach dem sturm früher auf den beinen zu sein wie china. ist ja alles schonmal gelaufen mit japan in den 80ern. gleiches muster.

ich habe mir sein buch machtbeben als audio book angehört und fand es sehr erhellend. eine simple aber effective waffe ist eine weltleitwärung. solange diese $$ heist alles gut für die yankees...(was nicht heißt das dieser patient nicht auch mal das zeitliche segnen wird)  

12.03.23 08:20
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651 Postings, 3534 Tage MuBerndKreditkartenzins im Internationalen Vergleich

 
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12.03.23 08:41
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651 Postings, 3534 Tage MuBerndSpitze des Eisbergs

Hinter der letzten Bankpleite verbirgt sich eine strukturelle Entwicklung, die das gesamte amerikanische Finanzwesen betrifft: Vor allem kleinere und mittelgrosse Banken hatten ihre Bilanzen in der Vergangenheit mit niedrig verzinsten Anleihen überladen, die nun aufgrund der aggressiven Zinsstrategie des Federal Reserve zur Inflationsbekämpfung buchtechnisch im Minus liegen und die sie im Notfall nicht auf die Schnelle verkaufen können, ohne Verluste zu machen.
Sobald viele Kunden ihre Einlagen auf einmal abheben wollen, droht ein Teufelskreis. Grosse Institute sind breiter aufgestellt und können mit ihren riesigen Kreditbüchern tendenziell von steigenden Zinsen profitieren, solange sich die Konjunktur nicht zu stark eintrübt.

Wir werden ebenfalls bald Ähnliches von den Pensionsfonds hören, so wie in UK. US-Banken und Pensionsfonds sitzen auf enormen, nicht realisierten Wertpapierverlusten.

Geldhäuser müssen bei ihren Anleiheportfolios keine Verluste ausweisen, sofern sie diese Papiere bis zur Fälligkeit halten. Das ändert sich in dem Moment, in dem sie sie plötzlich mit Verlust verkaufen müssen, um Barmittel zu beschaffen. Denn dann werden die gemäss Rechnungslegungsvorschriften nicht realisierten Verluste plötzlich real. Das mag manchen wohlmeinenden Anleger überraschen, obwohl sich die nicht realisierten Verluste bei der SVB Financial Group im vergangenen Jahr akkumulierten – wie jeder sehen konnte, der sich die Mühe machte, die Finanzberichte dieser Bank zu lesen.

Die Silicon Valley Bank ist nur die Spitze des Eisbergs.

https://www.nzz.ch/finanzen/...abiert-der-staat-uebernimmt-ld.1729794
 
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12.03.23 08:41

10997 Postings, 5342 Tage SufdlDer Dirk Müller

weiß ja immer alles ganz genau, dank seiner Kristallkugel. Es kam aber bislang immer alles ganz anders. Das ist auch der Grund, weshalb sein Fond seit Auflage so grottig performt.

 

12.03.23 08:53
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651 Postings, 3534 Tage MuBerndFED technisch Pleite

Die während der Quantitative-Easing-Phase aufgebauten Anleihen im Fed-Portfolio haben mit den steigenden Zinsen an Wert verloren. Auf rund eine Billion Dollar (!!!) werden die nicht realisierten Verluste geschätzt.

Die operativen Verluste allein (!!!) übersteigen das Eigenkapital der Notenbank. Das würde für private Finanzinstitute die Insolvenz bedeuten.  

12.03.23 09:27
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651 Postings, 3534 Tage MuBerndFinanzkrise 2.0

Lag das neu ausgegebene Kreditvolumen im Subprime-Bereich im Jahr 2006 bei 600 Milliarden USD, so liegen die Kreditkartenschulden heute bei bei über 960 Millarden USD und die unrealisierten Verluste bei US-Anleihen bei über 1-2 Billionen USD.

Die FED wird nicht nur bei der Straffung zurückrudern, sondern auch Banken kreativ bei den unrealisierten Verlusten zu plötzlichen realisierten Verlusten unter die Arme greifen.

Man wird es aber nicht QE nennen, sondern eben irgendwie kreativer - Deferred Asset, was grob übersetzt - aufgeschobener Vermögensanspruch heißen könnte.  

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