Was die Schuldenfetischisten stets vergessen ist die Kehrseite der Schulden. So stark wie die Schulden steigen, steigen am Ende auch die Vermögen. D.h. wer gegen gigantisches Schuldenwachstum ist, der ist gleichzeitig auch gegen ein gigantisches Vermögenswachstum.
Des Weiteren wird die zusätzliche Belastung deutlich überschätzt, denn ein Großteil des Geldes kommt in Folge von steigenden Investitionen ( vor allem auch im Privatbereich ) sowie steigenden Konsumausgaben wieder in Form von Steuereinnahmen wieder zurück. Diese Steuereinnahmen würden ohne dem Sondervermögen fehlen und müssten letztendlich auch über neue Schulden oder einer weiterem Selbstgeiselung aufgebracht werden.
Zuguterletzt muss man bedenken, dass für ein solches "Schuldenpaket" in den USA oder China eine restriktive Haushaltspolitik notwendig wäre, d.h. es dort weit entfernt von einem Schuldenpaket wäre. Auch das zeigt meiner Meinung nach, dass diese Debatte über zu hohe Schulden eine weitestgehend ideologische Debatte ist, mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun hat. Kann sich Dtl. dieses Schuldenpaket leisten? --> Ja, zweifelsohne. Droht Dtl. langfristig eine Schuldenfalle? --> Nein, definitiv nicht. Muss Dtl. eine sinkende Kreditwürdigkeit befürchten? --> Nein, muss es nicht.
D.h. Dtl. kann sich dieses Schuldenpaket sehr viel mehr leisten als eine weiter anhaltende restriktive Geldpolitik. Wir können uns die Schulden deutlich mehr leisten als eine Infrasstruktur die immer mehr verfällt oder Bundeswehr, die im Fall der Fälle nahezu keinerlei Schutz und Sicherheit bietet.
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